Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

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Chris83
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Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#1

Beitrag von Chris83 » Dienstag 9. Mai 2017, 21:25

Hallo aus Porta Westfalica!

Ich habe gerade ein Projekt angefangen und benötige mal eure Hilfe.
Bis jetzt habe ich ausschließlich mit dem BM20 gebraut. Vorletze Woche habe ich mein 70. Sud abgefüllt.
Für größere Feiern und Festivitäten zu brauen ist damit aber recht langwierig!
Darum soll eine 100l Anlage her.

Mir stehen zwei ca. 110l Kupfer Kessel zur Verfügung. Manchmal muss man einfach Glück haben! :P
Abmaße ca. 68x38cm. Die Kessel bereite ich gerade auf, da sie seit vielen Jahren im Garten zum Teil als Blumentopf benutzt wurden. Das klappt soweit ganz gut.
IMG-20170506-WA0002.jpeg
Kalkablagerungen werden mit Zitronensäure aufgelöst
IMG-20170506-WA0004.jpeg
Die Kessel werden mit Drath/Kunststoffbürsten abgeschliffen
IMG-20170506-WA0006.jpeg
Bekommt man alles wieder hin. Das Untergestell wollte ich aus Item-Profilen Bauen. Ich habe vor in einem Kessel zu maischen und zu läutern. Dann soll die Würze per Schwerkraft in den nächsten Kessel laufen. Hier soll dann gekocht werden. Nachguss mache ich in zwei einkochen h.ß. Rührwerk kommt später.

Jetzt zu meinen Fragen:

Heizen: Was für einen Hockerkocher würdet ihr mir empfehlen
Temperaturüberwachung: Könnt ihr mir ein gutes Thermometer empfehlen?
Läutern: Mein Plan ist eine Läuterhexe 1800 zu benutzen  gute oder schlechte Idee?
Kühlen: Habe ja die Kühlspirale vom Braumeister... ist nen bisschen wenig oder? Einfach ne Zweite mit reinhängen?

Für eure antworten bedanke ich mich schon mal im Voraus! :Drink

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#2

Beitrag von diapolo » Dienstag 9. Mai 2017, 21:39

Hi,
der Kupferkessel schreit doch grade zu nach Dekoktion! http://braumagazin.de/article/verkocht-und-zugebrueht/
Ich würde mir nen 80l Thermoport holen und dann Dekoktion brauen!

Bietet sich eben gerade zu an!

mfg

Bernd
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http://www.raitersaicher.de

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#3

Beitrag von MachdenDeckelRund » Dienstag 9. Mai 2017, 21:44

Geile Kessel! Herzlichen Glückwunsch, da wird's mir ganz warm ums Herz. :thumbsup

Spontan würde ich Dir aber raten, das Projekt zu überdenken. Bei solch schönen Kesseln würde ich das Gestell historisch in Holz gestalten oder zumindest mit Holz verkleiden.
Technik würde ich ebenfalls möglichst weglassen oder unsichtbar verbauen.
Also ich würde ein Glasthermometer verwenden, kein Rührwerk nutzen und stattdessen Dekoktion oder Kombirast fahren!

Ich bin auf Bilder gespannt! Viel Erfolg!
Brauen ist Wellness für die Seele.

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#4

Beitrag von koenigsfeld » Dienstag 9. Mai 2017, 21:51

Hi.

Tolle Kessel hast Du da, da könnte man fast neidisch werden.


Genau die gleichen hatte meine Oma auch - ebenfalls wurden diese als Pflanzkübel "mißbraucht".
Bedauerlicherweise hat ein sehr intelligenter Mensch mit der Flex in den Boden Schlitze eingeschnitten, um überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen....naja.....schade drum. Mittlerweile dienen die geschlitzten Kessel als Feuerschalen....
Nun aber zu den für Dich wichtigen Punkten:

Gestell: Omas Wurstkessel ruhten in einem Dreibein- Gestell aus einem Kreis aus Rundstahl mit angeschweißten Beinen. Die Gestelle habe ich mir nach Omas Ableben angeeignet und verwende sie für meine 100-Liter-Kessel.
Darunter hat ein Hockerkocher gut Platz....
Mit rundherum gestellten Granitplatten kann man Wärmeverluste gut kompensieren. Zudem wirken sie bei Rasten als Wärmespeicher, was jeder Isolierung haushoch überlegen ist.

Hockerkocher: ich verwende 10kW-Hockerkocher mit Zündsicherung. Heizleistung ist ordentlich und ausreichend, 100l wallend zu kochen.

Abläutern: Für mich ist die in einen Läuterkessel eingebaute Hexe 1800 das Nonplusultra. Kann ich nur empfehlen.

Thermometer: ich verwende ein 100 Grad Stabthermometer aus dem Hause Weck...seit Anbeginn der Tage...seit unzähligen Suden.

Kühlspirale habe ich keine, bin Übernachtkühler...

Grüsse



Jürgen
Ich braue nur mit Roggen.
Warum ?
Weil ichs kann...und weils mir schmeckt !



Höflichkeit ist oberstes Gebot - denn dadurch offenbart man seine Kinderstube :Greets

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#5

Beitrag von cicero85 » Dienstag 9. Mai 2017, 22:19

Wow schöner Kessel,
bin mal gespannt wie es aussieht wenn es fertig ist.

viele Grüße aus der Nachbarschaft (Bünde / Bad Oeynhausen)

Kilian

Ach ja, morgen ist in Herford Hobbybrauerstammtisch, siehe viewtopic.php?f=9&t=12116

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#6

Beitrag von Kurt » Dienstag 9. Mai 2017, 22:27

Schicker Kessel! Ich finde den fast zu schade um nicht darin zu Kochen! Ich würde mir einen 80L Thermoport mit Läutereinrichtung besorgen und Single Step Infusion oder besser noch Dekoktion machen. Denk mal ein ein schönes böhmisches Pils mit vieeel Saazer Hopfen...

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#7

Beitrag von SINS » Dienstag 9. Mai 2017, 22:46

Hallo Chris83!

Viele Grüße aus Bückeburg!

Deine Pötte sind ja mal richtig cool!

Hab schon einige wenige Sude mit Dekoktion und einem 80 Liter Thermoport hinter mir. Falls Du diesen mal ausleihen möchtest, kein Problem. Danach kannst Du ja selbst entscheiden ob es in dieser Richtung weitergehen soll.
Gerne PN.

LG Sven.
- Schneebraeu -

Gebraut nach der Bamberger Umgeldordnung vom 12.Oktober 1489

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#8

Beitrag von Biermensch » Dienstag 9. Mai 2017, 22:47

:Bigsmile Mit so einem Kupferkessel würde ich ein Braupaddel in die Hand nehmen und einen 16kw Édelstahlkocher darunter anfeuern.
http://www.gas-shop-24.de/hockerkocher/ ... er16kw.php

Dann kannst du Dekoktion machen oder Infusion, oder was immer du willst. Ich habe selber viel mit Kupfer gearbeitet und liebe das Material. :thumbup
Wer mal Edelstahl und Kupfer geschweißt hat, weis wie viel besser die Wärmeleitleistung ist :Bigsmile
www.brewpaganda.com
Craft-Bier Portal und Brau-Ausstatter :Greets

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#9

Beitrag von braupaddler » Mittwoch 10. Mai 2017, 15:25

Hallo
Braue schon seit Jahren in solchen Töpfen , bin sehr zufrieden .Hab Paella Brenner , schau mal bei Ebay sind meist billiger und leistungsfähiger als Hockerkocher .
Man muss halt ein separates Gestell für den Kessel haben .
Normalerweise sind die Töpfe in einem zweiteiligen Feuerbetongehäuse untergebracht wobei der untere Teil für die Holzbefeuerung dient .
Hab gerade nicht viel Zeit , wenn du Interesse hast schick ich ein Paar Bilder .
Gruß Peter

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#10

Beitrag von Chris83 » Mittwoch 10. Mai 2017, 17:06

Freunde!

Danke für eure Antworten. Mit Dekontation habe ich nicht so die Erfahrung. Nen Thermoport wollte ich mir nicht zulegen, da ich ja zwei von den Kesseln habe. Ich denke das ich das Heizen mit nem Hockerkocher machen werde. 10.5kw müssten ja reichen. Rühren vorerst von hand. Auch das Regeln der Temperatur von hand. Läutern mit der Hexe. Gährung in den vorhanden 30l Gähreimern.

Ich werde mal Fotos vom ersten Sud einstellen.

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#11

Beitrag von Brewicus » Mittwoch 10. Mai 2017, 17:30

Hallo,

wir brauen seit ein paar Jahren auf ähnlich Art und Weise: Wir haben auch zwei alte Wurtskessel umfunktioniert, läutern mit Hilfe eines selbstgebauten Läutereimers mit passendem Läuterblech und benutzen zum Hopfenseihen einen Schwanenhals. Im Grunde funktioniert das alles recht gut, nur die "Temperatursteuerung" hat uns am Anfang ein paar Nerven gekostet (und Brandblasen), da wir die Kessel auf den original Aufsätzen mit Holz beheitzen.
Ich habe mal ein Bild angehängt, bitte aber die Qualität zu entschuldigen! Leider habe ich gerade keine anderen Bilder zur Hand!

Ich muss sagen, das Brauen macht insgesamt richtig viel Spaß und auf Grund des Fehlens jeglicher Automatisierung hat man natürlich während des gesamten Brauvorgangs immer was zu tun und ist gut eingespannt.
Nun vielleicht noch das Wichtigste: Das auf diese Weise gebraute Bier (meist untergärig vergoren) war bis jetzt immer lecker und hatte geschmacklich keine nennenswerten Fehler!
In diesem Sinne, viel Spass und hoffentlich klappts bei euch genauso gut.
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20160528_103934.jpg

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#12

Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 10. Mai 2017, 18:31

Mein Schwiegervater hatte es perfektioniert und sich zu dem Kupferkessel im Feuerbetonring von einem Kupferschmied (der ansonsten Brennblasen baut) eine Sudhaube dengeln lassen :

Bild

Moritz

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#13

Beitrag von heinrich2012 » Mittwoch 10. Mai 2017, 21:52

Hallo

also wir haben auch schon in so einem Kessel gebraut und zwar mit einer Feuerschale drunter.
Wir haben das die Klassische "absteigende Kombi-Fusion" genannt, aufheizen auf 72 grad und nicht unter
62 fallen lassen :-)

manche Sachen muss man einfach machen

1516 gabs auch keinen PI

VG Klaus

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#14

Beitrag von Braubär23858 » Donnerstag 11. Mai 2017, 09:19

mit Holzfeuer ....
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Kessel.jpg

Albwoiza
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#15

Beitrag von Albwoiza » Donnerstag 11. Mai 2017, 21:11

Hab gestern bei einem Brauer, der aus einer Scheune rausfliegt und nun keinen Platz mehr hat,
einen Kupferkessel mit 1000 Liter begutachtet. Er muss das Teil nun notgedrungen verkaufen. Falls Jemand Interesse hätte bitte melden.
Er hatte einen Ringbrenner mit 40 kW drunter.
Gruß
Jürgen

Vendyas
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#16

Beitrag von Vendyas » Donnerstag 11. Mai 2017, 22:42

Brewicus hat geschrieben:Hallo,

wir brauen seit ein paar Jahren auf ähnlich Art und Weise: Wir haben auch zwei alte Wurtskessel umfunktioniert, läutern mit Hilfe eines selbstgebauten Läutereimers mit passendem Läuterblech und benutzen zum Hopfenseihen einen Schwanenhals. Im Grunde funktioniert das alles recht gut, nur die "Temperatursteuerung" hat uns am Anfang ein paar Nerven gekostet (und Brandblasen), da wir die Kessel auf den original Aufsätzen mit Holz beheitzen.
Ich habe mal ein Bild angehängt, bitte aber die Qualität zu entschuldigen! Leider habe ich gerade keine anderen Bilder zur Hand!

Ich muss sagen, das Brauen macht insgesamt richtig viel Spaß und auf Grund des Fehlens jeglicher Automatisierung hat man natürlich während des gesamten Brauvorgangs immer was zu tun und ist gut eingespannt.
Nun vielleicht noch das Wichtigste: Das auf diese Weise gebraute Bier (meist untergärig vergoren) war bis jetzt immer lecker und hatte geschmacklich keine nennenswerten Fehler!
In diesem Sinne, viel Spass und hoffentlich klappts bei euch genauso gut.
Ich interessiere mich für deinen Läutereimer. Kannst du mir bitte Bilder von diesem schicken?

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#17

Beitrag von Marc90 » Freitag 12. Mai 2017, 03:54

Albwoiza hat geschrieben:Hab gestern bei einem Brauer, der aus einer Scheune rausfliegt und nun keinen Platz mehr hat,
einen Kupferkessel mit 1000 Liter begutachtet. Er muss das Teil nun notgedrungen verkaufen. Falls Jemand Interesse hätte bitte melden.
Er hatte einen Ringbrenner mit 40 kW drunter.
Gruß
Jürgen

Hallo,

hast du ev. Bilder und eine Preisvorstellung von dem guten Mann? Gibt es sonst noch Zubehör?

Gruß Marc

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#18

Beitrag von Albwoiza » Freitag 12. Mai 2017, 09:21

Hallo Marc,

nein ich habe keine Bilder, hatte nichts dabei um Fotos zu machen.

Die Sudpfanne ist aus einer ehemaligen Brennerei, mit Deckel und einem Ablauf über Scheibenventil.
Ein selbstgebautes Rührwerk ist auch dabei. Und der 40 kW Ringbrenner. Er will dafür 1100 Euro.

Er hat auch noch einen Kupferkessel als Läuterbottich, der auch aus der Brennerei stammt. In dem Kessel ist ein Edelstahlbehälter und dazwischen ist alles gedämmt.
Ein original Senkboden aus konischen Profilstäben aus einer Brauerei ist eingebaut. Es gibt im Boden 2 Anstiche und
alles läuft über 2 Emslander Läuterhähne in eine kupfernen Läutergrand. Dafür will er 1700 Euro.

Eine Tuchenhagen Pumpe und eine Stamp Pumpe gibt er auch ab.

2 Druckkessel (500Liter) aus Alu mit Mannloch bis 1,7 bar für je 350 Euro.

Das ist alles was ich dir sagen kann.
Der Rest sollte aber über PN laufen sonst wird der Thread hier zerschossen.

Gruß Jürgen

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#19

Beitrag von olibaer » Freitag 12. Mai 2017, 10:11

Bierjunge hat geschrieben:Mein Schwiegervater hatte es perfektioniert und sich zu dem Kupferkessel im Feuerbetonring von einem Kupferschmied (der ansonsten Brennblasen baut) eine Sudhaube dengeln lassen :

Bild

Moritz
GENIAL - erinnert mich an meine Brauerzeit in Tölz:

2-Geräte-Sudwerk aus Kupfer, direkt befeuert, Handbetrieb, Schleppkette, 2-3-Maischverfahren fürs Weißbier. 12-14h für einen Sud bis er dann gekühlt im Anstellbottich gelandet ist - klar mit Hundskopf und am nächsten Tag umpumpen in den Gärbottich - auch mit Hundskopf - der Kühltrub und das unbrauchbare Hefesediment musste raus.
Offen obergärig vergoren - in dieses mit Vorderwürze aufgespeiste und in der Flasche endvergorene Weißbier mit kanpp 14°P könnte ich mich heute noch "gedanklich" reinlegen :-)

Gruß
Oli
Gruss
Oli
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#20

Beitrag von Griller76 » Freitag 12. Mai 2017, 12:30

Ich wünsche viel Erfolg zu Deinem Projekt, soviel Arbeit und Schweiß Du da hineinsteckst. Deine beiden Kupferkessel lechzen ja geradezu danach befeuert zu werden.
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

Ich bin: Der Seelenbräu – Himmlisches Bier vereint Herz und Seele!

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#21

Beitrag von Chris83 » Freitag 12. Mai 2017, 20:10

Freunde!

recht herzlichen Dank für die zahlreichen Antworten!

Hier ein kurzes Update
IMG-20170512-WA0002.jpeg
Der erste Kessel ist sauber! Morgen wird noch ein kleines Loch geflickt und beim zweiten weiter gemacht.
Zitronensäure ist wirklich ein geiles Zeug sage ich euch!

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#22

Beitrag von saschabouchon » Sonntag 14. Mai 2017, 12:48

Hi,
Ich finde es klasse, dass der Kessel wieder glänzt. Ich habe mir ebenfalls einen Kessel aus Kupfer besorgt. Möchte diesen allerdings nicht zum brauen verwenden. Kannst du mir verraten, wie du deinen Kessel wieder blank bekommen hast (Zitronensäure hast du geschrieben - welche konzentration, Wärme, einwirkzeit etc.)

Vielen Dank?

Beste Grüße
Sascha
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#23

Beitrag von Biermensch » Sonntag 14. Mai 2017, 17:03

saschabouchon hat geschrieben:Hi,
Ich finde es klasse, dass der Kessel wieder glänzt. Ich habe mir ebenfalls einen Kessel aus Kupfer besorgt. Möchte diesen allerdings nicht zum brauen verwenden. Kannst du mir verraten, wie du deinen Kessel wieder blank bekommen hast (Zitronensäure hast du geschrieben - welche konzentration, Wärme, einwirkzeit etc.)

Vielen Dank?

Beste Grüße
Sascha
Hi,

du kannst jede X-Beliebige verdünnte Säure verwenden, das Oxid verschwindet quasi sofort. Bei sehr stark oxidierten Kupfer (also fast schwarz oder gar schon grün) kann es hilfreich sein, es mit einem Schwamm abzureiben und/oder länger einwirken zu lassen, so nach einer halben Stunde sollte ein deutlicher Unterschied feststellbar sein. Die Konzentration kann man einfach per Geschmack abschätzen, wenn sauer schmeckt ist schon genug.
Die Säure muss danach gründlichst abgespült werden, weil sie nach längerer Einwirkzeit selbst die Oxidation anregt...und zwar nicht zu knapp :D Also den Kessel nach dem Gebrauch später auch nicht einfach ins Eck werfen, aber wer macht den schon sowas :Bigsmile
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#24

Beitrag von afri » Sonntag 14. Mai 2017, 22:21

Bei mir haben Teile aus Kupfer (nicht zwangsläufig auf die Brauerei bezogen) nach einer Reinigung im Geschirrspüler meist wie "neu" ausgesehen, also ein schönes glänzendes Rosa gezeigt. Offenbar sorgt also der Wirkstoff, der auch in Chemipro Oxy ist, für ein Entfernen der Oxide.
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#25

Beitrag von Kptn_Chaos » Dienstag 16. Mai 2017, 21:14

N'Abend,

Ich nutze auch 2 Schlachtekessel zum Brauen, einen 125 Liter für das Wasser für Haupt -und Nachguss und einen 175L zum Hopfenkochen.
Billiger kann man nicht Brauen. Früher reichte eine Gasbuddel für 2,5 Sude. Jetzt wo nur noch die Rasttemperaturen hochgezogen werden müssen komm ich an die 30 Sude damit.
Wenn ich dran denk und das schaffe setz ich noch mal Bilder rein. Sind natürlich nicht auf dem PC :redhead

Grüße,
Maddin
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#26

Beitrag von Chris83 » Sonntag 21. Mai 2017, 13:58

Freunde!

der erste Sud in der neue Anlage rückt näher und das Malz etc. ist bestellt. Wir wollen ein schönes Oktoberfestbier für unser Erntefest brauen. 100l fertiges Bier sollen es werden. Die Kessel fassen beide ca. 130l.
Für die Berechnung der Malzmenge müsste ich jetzt die ungefähr zu erwartende Sudausbeute wissen. Hier muss ich euch noch mal um eure Unterstützung bitten.

Was habt ihr für Erfahrungen bei solchen Anlagen gemacht?
Was für ein Verhältnis HG/NG würdet ihr vorschlagen?
Wie lange muss ich bei soeinem Sud fürs Läutern einplanen? Geläutert wird durch die Hexe 1800.

Wie gesagt, bis jetzt war ich nur mit dem Braumeister 20 unterwegs.
Wir werden den Sud schon schaukeln, da bin ich mir sicher. Aber für eure Tipps bin ich sehr dankbar.

Schönes WE noch,
Christoph

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#27

Beitrag von inem » Montag 22. Mai 2017, 16:47

Die Ausbeute ist sehr stark von anderen Faktoren abhängig (Schrotung, Geduld beim Läutern, Stammwürze, ...) ich würde sie daher konservativ ansetzen, im schlimmsten Fall kommt halt mehr Bier raus. Vermutlich würde ich 55%-60% einplanen, aber wie gesagt, durch die anderen Faktoren kann das ganz schän daneben liegen.
HG würde ich ganz klassisch (zB 4:1) wählen, wobei ich gerne leichter rühre und daher mehr Wasser nehme. Nachguss bis ihr auf die gewünschte Konzentration kommt.
Fürs läutern würde ich mindestens eine Stunde einplanen. Geht sicher auch schneller, kann aber auf die Ausbeute gehen.

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#28

Beitrag von afri » Montag 22. Mai 2017, 21:55

inem hat geschrieben:Fürs läutern würde ich mindestens eine Stunde einplanen. Geht sicher auch schneller, kann aber auf die Ausbeute gehen.
Ich denke eher 1l/min, also gut anderthalb Stunden für 100l +-10 ist realistisch, um nicht zuviel an Ausbeute zu verlieren.

Die Hexe ist eine gute Lösung, aber ohne Loch im Kessel müsstest du ansaugen und von oben über ein U-förmiges Rohr oder Schlauch abziehen. Das hast du sicherlich schon bedacht.
Achim
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#29

Beitrag von Chris83 » Donnerstag 15. Juni 2017, 10:22

Moin!

Samstag ist es endlich soweit, der Erntebier-Sud wird gefahren!
Hier mal zwei Bilder von dem Aufbau der Anlage.
20170614_203706.jpg
Die beiden Kessel in den Gestellen
20170614_203720.jpg
Der Brenner in Aktion
Im oberen Kessel ist die Hexe mit eine 3/4 Zoll-Hahn eingebaut.
In den Unteren habe ich noch kein Loch gebohrt... Die Würze wird beim ersten mal abgeschlaucht.
Die Schüttung wir ca. 20kg haben. Mal sehen wie weit wir damit kommen. Muss noch einen Deckel bauen um den Hitzeverlust beim läutern zu minimieren. Gerührt wird von erstmal von Hand. Aber der Motor fürs Rührwerk liegt schon in der Werkstatt.
Hoffentlich klappt das alles so wie ich mir das vorstelle!

Irgendwas mit Stoff drauf wird schon bei rauskommen!

Gut Sud!

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#30

Beitrag von nettermann90 » Donnerstag 15. Juni 2017, 11:04

Wow das sieht wirklich Super aus :Bigsmile

cicero85
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#31

Beitrag von cicero85 » Donnerstag 15. Juni 2017, 12:00

Da bin ich mal echt auf das Ergebnis gespannt. Und Dekoktion solltet ihr auf der Anlage auch unbedingt ein mal ausprobieren :-)

Chris83
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#32

Beitrag von Chris83 » Sonntag 18. Juni 2017, 13:30

Freunde!

gestern war es endlich soweit. Wir haben die neue Anlage das erste Mal getestet.
War nen großer Spaß... aber es gab ein bis zwei mittelschwere Kriesen wärend des Prozesses.
Maischen wollten wir folgerndermassen:
70l Wasser beim zum Maischen. 60l als Nachguss...
45°-->einmaischen, und dann hoch auf
55°-->10min rasten
63°-->30min rasten
73°-->20min rasten
78°-->abmaischen

80min kochen

100g Spalt Select (5,6%) + 40g (3,6%) Saphir 70min mitkochen.
130g Tettanger (2,4%) 15min vor Ende.

Schüttung war: 8kg WiMa, 6kg PiMa, 5kg MüMa, 1kg CaraPils 0,7kg Sauermalz

Hier ein paar Bilder:
einmaischen.jpg
Einmaischen
einmaischen 2.jpg
Das Rasten, regeln der Temperatur und das Hochheizen war alles kein Problem... Aaaaaaaber dann das läutern mit der Hexe!!!
Nach ca. 25min Läuterruhhe Hahn auf und nichts kommt :Shocked :Shocked :Shocked
Fuck! Was war passsiert!?!? ist die Hexe verstopft? zu fein geschrotet? Kein Plan! Es Fehlt ja auch jegeliche Erfahrung mit dem Ding.
Egal! es muss ein Lösung her und zwar schnell!
läutern 2.jpg
Läutern mit Gäreimer und Maischesack
läutern.jpg
Nachguss aufbringen
Läutern ging dann mehr schlecht als recht und hat uns sicher einige Verluste gebracht.
Vom Rest der Aktion habe ich leider keine Bilder mehr.
Beim whirlpool hat der Trubkegel nicht richtig hingehauenen, weshalb dann nochmal einige Liter weniger Im Gärfass landeten.
Aber was haben wir beim whirlpool falsch gemacht? Haben erst auf ca. 75° mit der Spirale gekühlt.
Den Pool kräftig angedreht und nach dem alles zur Ruhe gekommen war noch Mal 20min gewartet. War das nicht lange genug?
Am Ende hatten wir dann ca. 72 Liter mit 12,5°Plato. :Grübel Hatte mir mehr erhofft. Denke aber das es fürs Erntefest reichen wird.

Als wir dann mit allem durch waren, haben wir das Läutern noch mal nachgestellt. Hatten ja den Treber noch.
Die Hexe lag beim ersten Versuch locker im Kreis. Bei Zweiten Versuch haben wir sie in Schlaufen gelegt und mit Kabelbindern so fixiert.
Und siehe da.... es Läuft. War das wirklich der einzige Fehler? Muss die Hexe in Schlaufen liegen um nicht zu engmaschig zu sein???

Alles in allem hat es aber richtigen Fun gemacht! Beim nächsten Mal wird dann mit Rührwerk gearbeitet

Für ein kurze Manöverkritik zu den Knackpunkten Läutern und Whirlpool wäre ich sehr dankbar.

Gruß aus Porta,
Christoph uns seine zahlreicehn Brauhelfer!

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#33

Beitrag von afri » Sonntag 18. Juni 2017, 21:37

Chris83 hat geschrieben:
Sonntag 18. Juni 2017, 13:30
Die Hexe lag beim ersten Versuch locker im Kreis. Bei Zweiten Versuch haben wir sie in Schlaufen gelegt und mit Kabelbindern so fixiert.
Und siehe da.... es Läuft. War das wirklich der einzige Fehler? Muss die Hexe in Schlaufen liegen um nicht zu engmaschig zu sein???
Kann ich mir nicht vorstellen. Die Hexe ist doch eigentlich genau für diesen Zweck konstruiert: locker im Kreis gelegt halten die halbmondförmigen Spiralenzwischenräume die Treberschicht gerade so gut in Schach, dass sie wirken kann (es filtern ja die Treber, nicht die Hexe). Das muss bei euch welche auch immer andere Ursache gehabt haben.
Achim
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#34

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 18. Juni 2017, 22:38

Das ist das klassische Problem der Läuterhexe. Im großen Kessel am Rang verlegt, sind die Zischenräume zwischen den Drähten so klein, dass die Hexe in Nullkommanix zugeht. Im kleinen Topf gibt es dieses Problem nicht, die Spirale wird mehr gekrümmt und die Spalten zwischen den Drähten sind größer.
Wir hatten genau diesen Effekt letzten Donnerstag: 1800er Hexe im Bottich mit 60cm Durchmesser, hat sich perfekt an den Rand geschmiegt - nach 30 Sekunden Hahn auf war die Hexe dicht. Abhilfe gab es mit dem Maischeholz, welches wir an mehreren Stellen zwischen Spirale und Topfwand geschoben haben - ein kurzer Dreher wirkte Wunder. Wird die Hexe gleich von Anfang an als Omega verlegt, gibt es diese Probleme nicht.

Cheers, Ruthard
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#35

Beitrag von saschabouchon » Montag 19. Juni 2017, 06:22

Hi,
Schöner Bericht!

Jungs, ich schicke euch mal den Läuterfreund zu. Damit sollte es gehen :-) Wann Braut ihr das nächste Mal?

Beste Grüße
Sascha
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Rührwerk selber bauen, von der Einkocher- bis zur 70l Brauklasse! Läuterfreund, Edelstahlhähne etc...

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#36

Beitrag von danieldee » Montag 19. Juni 2017, 06:50

Ich habe auch den Läuterfreund in einem 70l Kessel am Rand liegen - noch nie Probleme gehabt!
Vielleicht habt ihr auch zu fein geschrotet? Wie waren die Spelzen?

Gruß Daniel
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#37

Beitrag von fg100 » Montag 19. Juni 2017, 08:41

Genau da liegt der Unterschied zwischen Läuterhexe und Läuterfreund. Die Hexe ist eine Zugfeder. Bei zu großen Topfdurchmessern wird der Abstand zwischen den Windungen zu klein und setzt sich zu. Aber Ursache und Abhilfe hat ja Brauwolf oben schon beschrieben.
Der Läuterfreund ist eine Druckfeder, die den Abstand schon fest vorgegeben hat und selbst bei gerader Verlegung funktionioniert.

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#38

Beitrag von Chris83 » Montag 19. Juni 2017, 16:44

daldee hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 06:50
Vielleicht habt ihr auch zu fein geschrotet? Wie waren die Spelzen?
Das kann natürlich auch dazu beigetragen haben. Das Schro war schon recht fein. Habe auch nur sone olle Corona Mühle die beim Braumeister mit dabei war. Vielleicht kaufe ich das nächste mal auch schon geschrotetes Malz...

Gruß,
Christoph

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#39

Beitrag von Brauwolf » Montag 19. Juni 2017, 16:56

Ist doch alles gut mit der Corona. Einfach so einstellen, dass gerade noch keine ganzen Körner durchgehen. Dann gleichmäßig und von Hand kurbeln. Bitte nicht motorisieren, die meisten Motoren laufen zu schnell.
k-DSC00461.JPG
k-DSC00461.JPG (123.37 KiB) 3696 mal betrachtet
So sieht das richtig eingestellt und von Hand gekurbelt aus.

Mit fertig gekauftem Schrot werdet ihr nicht besser fahren.

Cheers, Ruthard
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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#40

Beitrag von Chris83 » Mittwoch 12. Juli 2017, 20:15

Hallo liebe Braugemeinde,

letztes WE haben wir den zweiten Sud mit den Kupferkesseln gefahren. Dieses Mal hat alle super geklappt.
Wie angekündigt kam auch der neu Deckel mit Rührwerk zum Einsatz. Das hat den Maischevorgang doch recht entspannt :thumbsup
Das Läutern hatte ja beim ersten Sud leider nicht so funktioniert wie wir uns das vorgestellt hatte.
Dieses Mal haben wir den Läuterfreund getestet. Den hat uns Sascha von WWW.Brauhardware.de zur Verfügung gestellt. Dafür an dieser Stell noch mal recht herzlichen Dank! Mit dem Läuterfreund hat das Läutern super und problemlos hingehauen! Das Teil kann ich ohne Einschränkungen weiter empfehlen! :thumbsup :thumbsup :thumbsup

Hier Die Eckdaten des Sudes

Schüttung: 13kg PiMa, 5kg MüMa, 1,5kg Cara hell, 0,7 kg Sauermalz,
Maischen: 55°einmeischen und ca. 10min halten
--> hoch auf 63° und 35min halten ---> hoch auf 73° und 20 min hlten --> auf 78° --> abmaischen und 80min kochen.
50g Perle (9,6%) und 25g Saphir (3,6%) 70min vor Ende, 100g Tettnager (3,4%) 10min vor Ende

Als Hefe haben wir diese Mal wieder die altbewährte Notti genommen, nach dem beim letzten Mal die „Mead“ von Mangrove Jack so enttäuscht hat.

Aber hier mal ein paar Bilder:
Deckel.JPG
Der neue Deckel mit Rührwerk
Deckel.JPG (45.62 KiB) 3242 mal betrachtet
Rührwerk.JPG
Das Rüchwerk in Aktion
Rührwerk.JPG (41.23 KiB) 3242 mal betrachtet
Läutern.JPG
Läutern mit dem Läuterfreund
Läutern.JPG (51.79 KiB) 3242 mal betrachtet
kochen.JPG
Die Würze beim kochen
kochen.JPG (40.83 KiB) 3242 mal betrachtet
Kegel.JPG
Sogar der Kegel hat geklappt
Kegel.JPG (38.82 KiB) 3242 mal betrachtet
Leider haben wir wieder nicht die angepeilten 100l geschafft. Am Ende waren ca.88l mit 12,5° im Bottich.
Werden beim nächsten Mal einfach 3-5kg mehr Malz nehemen und weniger Wasser zu einmaischen.

Gruß aus Porta Westfalica,
Christoph

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Re: Bierbrauen 100l mit Schlachtekesseln!

#41

Beitrag von saschabouchon » Donnerstag 13. Juli 2017, 21:54

Schön, dass es nun mit dem läuterfreund keine Probleme gab. Der definierte Abstand zwischen den Windungen ist eben ein großer Vorteil gegenüber der Läuterhexe.
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Rührwerk selber bauen, von der Einkocher- bis zur 70l Brauklasse! Läuterfreund, Edelstahlhähne etc...

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