Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#901

Beitrag von mwx » Samstag 2. Januar 2021, 12:05

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Samstag 2. Januar 2021, 12:02
Geniale Idee mit den Schallplatten. Dagegen luschen meine Aufkleber total ab :thumbsup
Ausser wenn mal was daneben kleckert, dann sitzt es in den Rillen und kommt nie wieder raus :)

Ansonsten sehr schön.
Gruß, Michael

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#902

Beitrag von bieratenschreck » Samstag 2. Januar 2021, 13:34

War aus der Not geboren, weil ich die Ausschnitte für die Lüfter völlig unnötig auf voller Größe aus dem Blech geschnitten habe. Zwei große Löcher mit dem Stufensenker hätten mir viele Stunden Arbeit erspart.
Die Magneten aus den alten Festplatten funktionieren übrigens gut. Nebenbei hat das auch noch den Effekt, dass ich die Festplatten jetzt bedenkenlos zum Elektroschrott geben kann.
Die größte Challenge bei der ganzen Bastelei war das Loch in der Linken Schallplatte. Das musste ich etwas vergrössern, weil der Magnet sonst nicht durch das Loch gepasst hätte.
Auch hier an dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle, die diese Idee mit vorangebracht haben!
Gruß
Christian

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#903

Beitrag von bieratenschreck » Samstag 2. Januar 2021, 13:40

Ausser wenn mal was daneben kleckert, dann sitzt es in den Rillen und kommt nie wieder raus :)
Das habe ich mir auch schon gedacht. Vielleicht mache ich doch noch eine Folie drüber. Oder Lack. Oder ich belasse es so, dann bekommt es halt im Lauf der Zeit einen "Shabby Chic".
Gruß
Christian

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#904

Beitrag von JohnBest » Mittwoch 13. Januar 2021, 16:12

Hallo,
Ist es eigentlich ratsam ein Loch für die Magneten/Lüfter zu machen wenn ich sie unter einem dünnen Metallgehäuse verbauen will? Oder ist die Ablenkung vernachlässigbar?
Viele Grüße,
Johannes

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#905

Beitrag von bieratenschreck » Mittwoch 13. Januar 2021, 19:52

Kommt auf das Metall an. Bei mir war es Stahlblech, da ging es nicht ohne Loch. Mit Alu könnte es klappen.
Gruß
Christian

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#906

Beitrag von monsti88 » Donnerstag 14. Januar 2021, 08:29

bieratenschreck hat geschrieben:
Freitag 1. Januar 2021, 23:37
Scratch it! :sweat_smile:
Super Idee für das Gehäuse und mit den Singles! Aber reicht den 45 rpm für einen Strudel? :Wink
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#907

Beitrag von Brandergartenbier » Donnerstag 14. Januar 2021, 12:21

JohnBest hat geschrieben:
Mittwoch 13. Januar 2021, 16:12
Hallo,
Ist es eigentlich ratsam ein Loch für die Magneten/Lüfter zu machen wenn ich sie unter einem dünnen Metallgehäuse verbauen will? Oder ist die Ablenkung vernachlässigbar?
Hi,
habe ein VA Blech in 1,5mm und der Lüfter sitzt nicht ganz dran, ich habe weder Ablenkung, noch muss ich meinen Fisch fangen. Läuft super.
Gruß Florian
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#908

Beitrag von JackFrost » Montag 15. Februar 2021, 12:42

So die erste Version der Platine für den modularen Oktarührer ist geroutet.

Auf der Platine ist ein Kodierschalter mit 16 Positionen, über den die Adressen 0 - 7 für den CAN vergeben werden.
DIe Positionen 8 - F sind dann für feste Profile die ohne CAN genutzt werden könne.

Mit den Tastern SW2 - SW4 kann der Magnetrührer "gesteuert" werden.

In der Mitte ist der Stepdown, der vom µC gesteuert wird. Somit kann reicht eine Versorgungsspannung für den vollen Drehzahlbereich.

Ich bin mir nicht sicher ob ich noch einen kleinen FRAM draufpacke, damit die Laufzeit gespeichert werden kann, falls es einen Spannungsverlust gibt.
Evtl. kommt noch eine Diode und ein Stützkondensator auf die Platine, so das der µC nicht in den Brownout geht, wenn ein weiteres Modul gestartet wird.

Die Platine selber wird direkt unter den Lüfter geschraubt. Damit ist das dann eine kleine Einheit, welche dann mit einfachen vierpoligen Kabeln verbunden werden.

Der Anschluss unten rechts ist für die LED, die wird direkt verlötet. Im 3D Bild ist aber der Stecker zu sehen.
Oktarührer.png
Gruß JackFrost
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#909

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 15. Februar 2021, 13:20

JackFrost hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 12:42
Platine für den modularen Oktarührer
Klingt wieder nach etwas Rocket Science. :Bigsmile
Wie kann man sich das System vorstellen? Ein "Master Rührer" mit Display, Tasten, KY040, 15V Eingangsspannung und 4-poligem Ausgang (CAN+VCC).
Vom Master Rührer geht es dann weiter zu den "Slave Rührern", die jeweils eine Platine haben, einen 4-poligen Eingang und einen 4-poligen Ausgang haben, damit man sie bei Bedarf bis zu 7 Slaves an den Master anschtöpseln kann?
Der Master erkennt, welche Slaves angesteckt sind und steuert diese zentral? Ein WLAN Gateway erlaubt rudimentäre Steuerung und ein paar Statistiken per WiFi? Mr. Spock und Scotty behalten den großen Überblick über fliegende Rührfische und überschäumende Erlenmeyerkolben? :thumbsup
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#910

Beitrag von JackFrost » Montag 15. Februar 2021, 13:51

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 13:20
JackFrost hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 12:42
Platine für den modularen Oktarührer
Klingt wieder nach etwas Rocket Science. :Bigsmile
Wie kann man sich das System vorstellen? Ein "Master Rührer" mit Display, Tasten, KY040, 15V Eingangsspannung und 4-poligem Ausgang (CAN+VCC).
Vom Master Rührer geht es dann weiter zu den "Slave Rührern", die jeweils eine Platine haben, einen 4-poligen Eingang und einen 4-poligen Ausgang haben, damit man sie bei Bedarf bis zu 7 Slaves an den Master anschtöpseln kann?
Der Master erkennt, welche Slaves angesteckt sind und steuert diese zentral? Ein WLAN Gateway erlaubt rudimentäre Steuerung und ein paar Statistiken per WiFi? Mr. Spock und Scotty behalten den großen Überblick über fliegende Rührfische und überschäumende Erlenmeyerkolben? :thumbsup
Der Master selber wird nur eine kleine Box mit Display und Drehencoder und einem Stromanschluss. Die Steuerung selber können im Master-Slave-Betrieb laufen, dann wird alles vom Master vorgegeben. Oder auch alleine Betrieben werden, dann laufen die einfach so vor sich hin.
Genau auf dem Stecker laufen CAN, Vcc und GND.

Die Slaves melden sich beim Master mit ihrer ID. Dann kann man über den Display das Profil auswählen und starten/stoppen.
Die 80x80 Rührer will ich für das auffrischen der Hefebank nutzen, die laufen dann ja gut 1 Woche. Damit kann ich gleich 8 Hefen umsetzen und es braucht nur wenig Platz im Regal.

Erstmal werde ich das ohne den Master betreiben, da der Master noch nicht fertig ist und meine Hefebank umgesetzt werden muss.

Ich mag diese modularen Lösungen. Die Rührer selber kann man ja dann auf einander Stapeln und nur die Menge verwenden die man gerade braucht.
Damit kann man das platzsparend lagern.

Bei meinem anderen Rührer kann ich ja auch 120er und 140er anschließen.

Bei WIfi bin ich mir nicht sicher , aber mal sehen :Smile

Gruß JackFrost
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#911

Beitrag von monsti88 » Mittwoch 24. Februar 2021, 08:57

Moin!

Nachdem die Teile nun fast schon ein Jahr bei mir rumliegen, wollte ich mich endlich mal daran machen, den Spundomat und den Magnetrührer zu löten. Bestellt hatte ich mir damals die Teile anhand der Liste hier:

https://github.com/micworg/stir

Nun habe ich aber beim zusammensuchen der Teile festgestellt, dass mir Kabel und Verbindungsstücke fehlen, um Display, Poti, Fans und Platine zu verbinden. Die Teile fehlten also auf der Einkaufsliste und nun bin ich mir unsicher, was ich da noch besorgen muss. Was brauche ich also alles für Teile, um die o.G. Bauteile miteinander zu verbinden?

Als absoluter Anfänger im Elekronikbereich fehlen mir da leider auch die Fachbegriffe, nach denen ich suchen muss. Immerhin habe ich so etwas wie "Lötleisten" gefunden - mit der korrekten Lochweite kommen die also auf die Platine. Wie komme ich von dort weiter zu den anderen Bauteilen? Welche Kabel benutzt man am besten? Wie verbinde ich Kabel mit den Lötleisten? :Grübel

Bin für jede Hilfe dankbar, gerne auch mit Links zu den Produkten...

Vielen Dank und Grüße!

Monsti
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#912

Beitrag von mwx » Mittwoch 24. Februar 2021, 10:02

Du kannst solche Kabel nehmen: https://amzn.to/3dGEG07
Gruß, Michael

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#913

Beitrag von monsti88 » Dienstag 2. März 2021, 10:47

Moin!

Danke für den Tipp. Bin damit jetzt eine Schritt weiter und habe die Platine zusammengelötet bekommen. Nicht die schönsten Lötstellen, aber ich hoffe, es ist keine kalte dabei.

Den Arduino habe ich auch flashen können, dazu gab es ja bereits Tipps auf den letzten Seiten. Im Anschluss haben die Relais schon mal vernehmlich geklickt!

Jetzt muss ich noch das Display löten und anschließen, dann kann es losgehen!

Lediglich bei den Lüftern bin ich mir unsicher. Das Anschlusskabel der "Silent Wings 3 120mm high-speed" hat lediglich drei Buchsen, auf der Platine sind aber vier Pins. Hab ich die falschen Lüfter oder belege ich lediglich drei der Pins?

Grüße!
Monsti
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#914

Beitrag von JackFrost » Dienstag 2. März 2021, 10:56

Es müssen welche mit 4 Pins sein. Die mit 3 Pins können nicht geregelt werden, die haben nur das Tachosignal
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#915

Beitrag von mwx » Dienstag 2. März 2021, 11:00

Ja, Du brauchst die mit PWM: https://amzn.to/3b7uNqx
Gruß, Michael

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#916

Beitrag von monsti88 » Dienstag 2. März 2021, 11:23

:Ahh Mist. Die hab ich im April letzten Jahres bestellt. Da kann ich mir einen Umtausch wohl von der Backe putzen.
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#917

Beitrag von monsti88 » Freitag 5. März 2021, 11:20

So, die neuen Lüfter sind da. Nächstes Problem: ich bekomme im Display nichts angezeigt. Es leuchtet zwar, aber Ich bekomme keine Werte angezeigt. Das LiquidCrystal_I2C Verzeichnis hatte ich beim Arduino unter Libraries gehängt, so dass ich den Code kompilieren und übertragen konnte. Was fehlt also noch?
IMG_4908.jpeg
Dann fehlt mir noch ein Anschluss am Display. Den Pin LGHT von der Platine kann ich auf dem LCD nirgendwo unterbringen. Auf der einen Seite ist ein Jumper gesetzt, muss der runter und stattdessen mit LGHT verbunden werden?
IMG_4909.jpeg
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#918

Beitrag von CLarsen » Freitag 5. März 2021, 11:23

Der Jumper muss drauf bleiben, sonst geht das Display ganz aus. Hast Du mal den Kontrast eingestellt?

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#919

Beitrag von mwx » Freitag 5. März 2021, 11:24

Dreh mal an dem blauen Knopf
Gruß, Michael

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#920

Beitrag von monsti88 » Freitag 5. März 2021, 11:47

:Ahh Oh mann - das war's! Danke!

Er läuft! Ich bin begeistert! :thumbsup

Jetzt brauche ich nur noch die 3-D Drucke der Magnethalter und Magnete. Hat jemand eine Empfehlung für einen Druckservice oder könnte mir zwei drucken? Zahle Cash oder Selbstgebrautes... :redhead
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#921

Beitrag von CLarsen » Freitag 5. März 2021, 11:50

Ich hab meistens prototec genutzt, aber mittlerweile biete ja auch Conrad sowas an.

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#922

Beitrag von hopfenschluerfer » Donnerstag 11. März 2021, 21:32

Die Steuerung funktioniert. Super Arbeit :thumbup
Hab allerdings den Drehsinn des Encoders geändert.
monsti88 hat geschrieben:
Freitag 5. März 2021, 11:47
:Ahh Oh mann - das war's! Danke!

Er läuft! Ich bin begeistert! :thumbsup

Jetzt brauche ich nur noch die 3-D Drucke der Magnethalter und Magnete. Hat jemand eine Empfehlung für einen Druckservice oder könnte mir zwei drucken? Zahle Cash oder Selbstgebrautes... :redhead
Ich hab mehrere gedruckt und welche über. Schreib mir gerne ne PN.

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#923

Beitrag von monsti88 » Freitag 12. März 2021, 11:28

hopfenschluerfer hat geschrieben:
Donnerstag 11. März 2021, 21:32
Ich hab mehrere gedruckt und welche über. Schreib mir gerne ne PN.
Danke für das Angebot - gestern Nachmittag hab ich die Teile bestellt...
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#924

Beitrag von San » Samstag 13. März 2021, 22:19

Hallo,

Ich möchte hier mal meinen auf Kompaktheit getrimmten Magnetrührer zeigen. Wie viele andere Selbstbauten basiert er auf einem PC-Lüfter. Anschalten und Drehzahlsteuerung erfolgen über das Netzteil: Anschalten durch Einstecken, Drehzahlsteuerung über Einstellung der Spannung in Stufen zwischen 3 und 12 Volt.

Wichtig war mir, dass sich alles platzsparend verstauen lässt: Der Magnetrührer sollte nach Verwendung im möglichst verschließbaren Rührbehälter verschwinden. Eine runde Form war für mich erstmal nicht so wichtig, da ich vermutet hatte, dass sich trotzdem ein brauchbarer Strudel einstellen würde (Spoiler: haut nicht so ganz hin).

Als Rührbehälter hatte ich überlegt:
  • Erlenmeyerkolben: scheidet aus, da der MR nicht reinpasst. Der Vorteil, darin direkt Würze abkochen zu können, zählt für mich nicht. Ich werde als Nährlösung erstmal alkoholfreies Flaschenbier verwenden.
  • Edelstahl-Brotdosen oder Campingkocher in der gewünschten Größe (1,5-2l) gibt es nicht viele, es muss ja auch das Größenverhältnis passen (nicht zu flach). Hätte auch den Nachteil, dass er blickdicht ist.
  • fest verschließbare Glasdose: wäre mir am Liebsten, aber nicht in der passenden Größe auffindbar. Eine runde Pyrex-Glasdose mit 1,6 Litern hätte ich mittlerweile gesichtet. Die lege ich mir vielleicht zu, falls ich mit der momentanen Strudelleistung nicht glücklich werde
  • fest verschließbare Plastikdose: So eine wurde es, von Emsa mit ~1,7l. Nicht optimal vom Material (kratzanfällig, Rührfischabrieb?), aber günstig und erstmal ausreichend. Öffnet man einen der vier Niederhalter bei aufgelegtem Deckel, kann Überdruck entweichen aber trotzdem nichts rein.
Die Auflagefläche für den Rührbehälter ist eher klein, trotzdem wackelt nichts. Leider dauert die Zustellung meiner Rührfische noch, daher konnte ich bisher nur mit einem behelfsmäßigen Nachbau proben, aus Schraube+Magneten, umwickelt mit PTFE-Dichtband.
Bei Füllung etwa bis 0,6l funktioniert damit alles wie es soll, mit stabilem Strudel. Erhöht man die Füllmenge, bilden sich in den Ecken große Zirkulationsgebiete und die Oberfläche zeigt Wellen, aber keinen stabilen Strudel mehr. Mit einem größeren Rührfisch und etwas angepasster Drehzahl wird das vielleicht noch besser.

Jetzt ein paar Bilder:

Das Paket im aufgeräumten Zustand. Alles passt in die Dose.
Verstaut.PNG
Verstaut.PNG (200.4 KiB) 900 mal betrachtet
Fertig zum Betrieb. Der Lüfter ist mit Schrauben zwischen zwei Holzbrettern fixiert. Auf den Lüfter ist eine Unterlegscheibe aus gut magnetischem Stahl geklebt, die sich relativ einfach ausrichten lässt und im Anschluss die Ausrichtung der Magneten erleichtert. Diese halten ohne Kleber, sofern man es mit der Drehzahl nicht übertreibt (Spannung <= 7,5V). Am Netzteil erkennt man den gelben Drehschalter zur Einstellung der Spannung.
Ausgepackt.PNG
Betrieb mit Wasser und geringem Füllstand (0,5l). Der Strudel reicht bis zum Rührfisch.
Strudel.PNG
Strudel.PNG (297.27 KiB) 900 mal betrachtet
Betrieb mit Wasser und höherem Füllstand (~0,8l). Kein stabiler Strudel mehr, nur starke Turbulenzen und Wellen.
Wellen.PNG
Wellen.PNG (324.38 KiB) 900 mal betrachtet
Mal schauen, wie er sich in der Praxis und mit echtem Rührfisch schlägt.
VG San

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#925

Beitrag von hopfenschluerfer » Mittwoch 24. März 2021, 22:41

Gefällt mir. Schön simpel. Muss ja nicht immer alles kompliziert sein :)
Es gibt von Ikea runde Glasbehälter mit Deckel und Dichtung bis 1,7L für 6€: https://www.ikea.com/de/de/p/ikea-365-d ... s89276788/
Die haben einen Innendurchmesser von etwas über 120mm. Stehend passt ein 120er Lüfter rein. Ein bisschen Luft um ne dünne! Platte drauf zu basteln, wäre auch noch. Liegend passt vielleicht ein 120mm Lüfter rein, wenn man die Ecken vom Rahmen absägt. Das würde aber aber wohl noch einige weiteren Änderungen nach sich ziehen ... Keine Ahnung ob das praktikabel ist, aber die Dinger sind mir eben in der Küche ins Auge gefallen :Smile

Falls noch jemand Bedarf an ner Magnethalterung für die Kombination aus Noctua NF-A8 80 mm Lüfter und 20 mm x 10 mm Magneten haben sollte, der kann die stl. (https://1drv.ms/u/s!AnYERul_POwSt6ks9fZ ... w?e=9WSvKC) mal ausprobieren. Die hatte ich ursprünglich für einen anderen User erstellt, dummerweise zickt mein Drucker aber grade rum...

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#926

Beitrag von rsr03 » Mittwoch 7. April 2021, 09:53

Schönen guten Morgen!
Meine ersten beiden iSpindeln sind fertig und ich habe Spaß am Löten bekommen :Wink . Nun würde ich gerne den Magnetrührer angehen. Dazu brauche ich natürlich das PCB, aber auch 2 Magnethalter (die Kombination aus Noctua NF-A8 80 mm Lüfter und 20 mm x 10 mm Magneten), da ich keinen 3D-Drucker habe. Hat jemand hier vielleicht diese Teile über, die ich abkaufen könnte? Außerdem bräuchte ich noch einen Tip für das Netzteil. Reichen 12 V aus (Einkocher-Klasse...) oder sollte ich schauen, eher 18 oder 20 V zu bekommen?
Danke und viele Grüße,
Christian
:Drink
Wir sind zu zweit und und brauen meistens parallel.
Setup 1: Einkocher 28 L mit Inkbird 310b
Setup 2: BIAB mit Thermoport 38,5 L und 2000 W Tauchsieder
Noch obergärig, aber untergärig soll bald dazu kommen

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#927

Beitrag von mwx » Mittwoch 7. April 2021, 09:58

rsr03 hat geschrieben:
Mittwoch 7. April 2021, 09:53
Dazu brauche ich natürlich das PCB
Kannst Du haben, brauche nur Deine Adresse.
Gruß, Michael

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#928

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 7. April 2021, 10:05

Ich sehe, dass viele Neue in letzter Zeit pauschal zu den NF-A8 Lüftern greifen. Liegts am Preis?
Für einen Zweifachrührer würde ich definitiv immer BeQuiet Lüfter nehmen. Die Motoren von BeQuiet haben einfach mehr Power. Die 80mm Noctua Lüfter waren damals ein Kompromiss aus Platzgründen, in meinem 4x Rührer Gehäuse.
Die neuen BeQuiet laufen mit 15V noch stabil. Damals hatte ich blauäugig 19V ins Spiel gebracht, weil meine alten Lüfter damit funktionierten. Damit hatten einige Nachbauer Probleme. 15V reichen bei den 120mm BeQuiet Highspeed Lüftern völlig aus, um 5 Liter Starter gut zu belüften.
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#929

Beitrag von San » Mittwoch 7. April 2021, 11:10

Mittlerweile gibt es erste Erfahrung mit Rührfischen auf meinem Rührer aus Beitrag 924 (https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 50#p420250).

Im Plastikgefäß sieht man leichte Drehspuren, offensichtlich vom Rührfisch. Das war also keine so gute Idee und ich werde auf Glas/Edelstahl wechseln (müssen). Vielleicht ja nach hopfenschluerfers Vorschlag, wenn das von der Größe des Ventilators machbar ist. Überhaupt würde ich nächstes Mal einen kleineren Ventilator verwenden um kompakter bauen zu können, die Leistung sollte reichen.
Die Unterlegscheibe zur einfachen Ausrichtung der Magnete würde ich wieder nehmen, allerdings etwas größer. Bei der aktuellen Konfiguration fliegt mir der längere Rührfisch mit 30mm leicht raus, auch mit mehr Magneten. Der 20mm-Fisch läuft stabil.
Um höhere Drehzahlen fahren zu können, war es nötig, die Magnete auf der Unterlegscheibe festzukleben. Mit Sekundenkleber war das in einer Minute erledigt. Der erhoffte Effekt, dass sich mit höherer Drehzahl im eckigen Gefäß ein stabiler Strudel einstellt, trat leider nicht ein. Für gute Durchmischung reicht es aber allemal aus.

Soweit die etwas ernüchternden Ergebnisse bisher.

rsr03
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#930

Beitrag von rsr03 » Mittwoch 7. April 2021, 13:41

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 7. April 2021, 10:05
Ich sehe, dass viele Neue in letzter Zeit pauschal zu den NF-A8 Lüftern greifen. Liegts am Preis?
......15V reichen bei den 120mm BeQuiet Highspeed Lüftern völlig aus, um 5 Liter Starter gut zu belüften.
Bislang haben wir Trockenhefe nur mit Wasser rehydriert, seit den letzten beiden Suden dann nach der olibaer-Methode aus dem bekannten und beliebten Thread "Trockenhefe richtig rehydrieren" (https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 94#p403394). Da war ich mit einem 0,5 L Erlenmeierkolben zugange. Ich habe 2 mal Hefe geerntet und nun 2 Gläser mit Notti und US05 im Kühlschrank, mit denen ich rumprobieren kann.

Wenn ich die Beiträge in "Hefestarter... Verhältnis von Würze zu Hefe und Sud" (https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 68#p415768) richtig verstehe, brauche ich für meine 20 L Würze doch aller-allerhöchstens 2 L Starter. Insofern war meine Überlegung, die Kolben und den Rührer klein - und ja auch günstiger - zu halten. Aber wenn eure Empfehlungen trotz allem in Richtung BeQuiet gehen, dann werde ich die ordern. Vielleicht sollte ich auch mal schauen, für welchen Lüfter ich die Magnethalter auftreiben kann. :Wink

Die Methode mit der Unterlegscheibe habe ich gedanklich noch nicht ganz durchdrungen. Ist das wirklich praktikabel? Wie beeinflusst sie das Magnetfeld? Wäre natürlich ein Teil weniger, dass ich auftreiben muss... :Grübel

Beste Grüße, Christian
Wir sind zu zweit und und brauen meistens parallel.
Setup 1: Einkocher 28 L mit Inkbird 310b
Setup 2: BIAB mit Thermoport 38,5 L und 2000 W Tauchsieder
Noch obergärig, aber untergärig soll bald dazu kommen

San
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#931

Beitrag von San » Mittwoch 7. April 2021, 16:14

rsr03 hat geschrieben:
Mittwoch 7. April 2021, 13:41
Die Methode mit der Unterlegscheibe habe ich gedanklich noch nicht ganz durchdrungen. Ist das wirklich praktikabel? Wie beeinflusst sie das Magnetfeld? Wäre natürlich ein Teil weniger, dass ich auftreiben muss... :Grübel
Ich konnte keine Beeinflussung des Magnetfeldes nach oben (in Richtung des Rührfisches) feststellen.
Vorteil mit Unterlegscheibe ist, dass man die Magnete damit einfach ausrichten kann (auf gleichem Abstand vom Drehmittelpunkt und direkt gegenüber) wenn die Scheibe entsprechend ausgerichtet ist.
Die Scheibe auszurichten geht wiederum sehr gut, indem man den Motor langsam drehen lässt. Dabei kann man die Exzentrizität erkennen und auch beheben, indem man während der Drehung etwas leicht seitlich gegen die Scheibe drückt, in meinem Fall den geraden Rücken einer Messerklinge, bis durchgehend Kontakt zwischen Scheibe und Messerrücken besteht. Ich habe mit Sekundenkleber gearbeitet, das Ausrichten musste also schnell gehen, aber hat ganz gut hingehauen.
Anhand der nun vorhandenen konzentrischen Kreise (Innen- und Außendurchmesser der Scheibe) fällt die Ausrichtung der Magnete leicht. Pluspunkt ist zudem, dass die Magnete bis zu gewissen Drehzahlen allein durch die Magnetkraft gut halten, und man noch etwas mit deren Lage experimentieren kann, bevor man sie fest auf die Scheibe klebt.

San
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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#932

Beitrag von San » Mittwoch 14. April 2021, 18:01

Hallo nochmal,

Nachdem mein erster Versuch (#924) nicht so wie erwünscht funktioniert hat (#929), habe ich einen weiteren Magnetrührer gebaut. Vielleicht hilft meine Erfahrung dabei ja dem Einen oder Anderen.


Rührgefäß:
Das Rührgefäß sollte aus Borosilikatglas sein, aber kein Erlenmeyerkolben. Laborflaschen mit Schraubverschluss (hier GL45) nehmen weniger Platz weg und bieten den Vorteil, zu Beginn kräftig schütteln zu können, was wohl besser belüftet als es mein Rührer könnte (Siehe auch "Shaken Not Stirred (SNS)"-Verfahren, https://www.experimentalbrew.com/blogs/ ... yth-buster). Eine zusätzliche Belüftung mit Sterilfilter oder Sauerstoffflasche kommt für mich nicht in Frage.
Die braune Beschichtung der Flaschen reduziert den Lichtgeschmack im Starter, falls ich nicht abdekantiere. Da ich höchstens 1l-Flaschen habe, was für UG-Starter recht eng wäre, wurden für diese Version zwei Rührplätze eingeplant.


Einfache Steuerung für Wechselbetrieb:
Ich habe Zweifel, ob durchgehendes Rühren wegen der Scherbelastung für die Hefe optimal ist. Sauerstoff lässt sich anfangs besser durch starkes Schütteln einbringen, und zum Austreiben von CO2 sollte ein abschnittsweiser Rührbetrieb reichen. Zudem wird dann in den Pausen der Rührfisch wieder eingefangen, falls er mal den Abflug macht und das Gefäß nicht zu groß ist.
Mit einem Zeitrelais kann man abschnittsweisen Betrieb einfach umsetzen, ohne einen Mikrocontroller programmieren zu müssen. Nur sehr grundlegende Vorkenntnisse zu einfachen Stromkreisen sind erforderlich, dafür aber eine Grundausstattung an Elektrowerkzeug. Bei mir wurde es ein YF-7-Relais mit zwei Ausgangsschaltkreisen (das erstbeste vom großen Fluss), um die beiden Rührer separat ansteuern zu können. In der aktuellen Einstellung laufen sie zeitversetzt je knapp eine Minute in 20 Minuten (Modus P-48, Zeitvorgaben: A:55s, B:10s, C:55s, D:18min).
Die Drehzahleinstellung erfolgt immer noch über die Spannung am Netzteil, wobei das Zeitrelais laut Verkäufer mindestens 7V braucht (geht bei mir aber auch mit Einstellung auf 6V am Netzteil). Da die Lüfter/Rührer parallel zum Relais am Netzteil hängen, sind nur eher hohe Touren möglich (Spannung >=6V). Sollte ich damit nicht klarkommen (fliegende Fische oder zu starker Strudel), baue ich noch einen Widerstand in den Lüfterstromkreis ein.


Erster Test:
Es hat sich gezeigt, dass der Rührfisch in der 1l-Flasche recht leicht rausfliegt, nur einer läuft stabil in einem gewissen Drehzahlbereich. Bei der Flaschengröße klappt dann auch das automatische Einfangen nicht. Als Ursache fürs Rausfliegen vermute ich die Bodenwölbung und die Dicke des Glases (hoher Abstand zu Antriebsmagneten). Vielleicht wird es durch Verdopplung der Antriebsmagnete besser, oder eben durch verringerte Drehzahl, aber dazu bräuchte ich noch den Widerstand. In 250ml- und 100ml-Flaschen laufen alle meine zylindrischen Fische stabil, nur der Football weigert sich standhaft und macht was er will.
Zum Relais: Ein einfaches Zeitrelais mit einem Ausgangsschaltkreis hätte es auch getan, das wäre dann auch einfacher zu verkabeln gewesen. Die Schaltung unabhängig voneinander wäre nur ein Vorteil, wenn das Netzteil nicht genug Strom für beide Lüfter liefert.


Schlusswort:
Da der Rührer jetzt schon hier ist, bleibe ich wohl erstmal dabei. Mittlerweile habe ich aber ziemliche Zweifel, ob sich der Aufwand (für mich) mit Magnetrührer im Vergleich zum SNS-Verfahren lohnt.


Bilder:
Aufbau mit zwei braunen Laborflaschen (Simax und Duran)
Oben.png
Oben.png (218.44 KiB) 229 mal betrachtet
Unterseite mit zugänglichem Zeitrelais für die Einstellung der Schaltintervalle. Eine Außenverkleidung zum Schutz gegen Spritzwasser werde ich noch anbringen.
Unten.png
VG San

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#933

Beitrag von JackFrost » Mittwoch 14. April 2021, 19:50

Ich nutze Weckgläser die haben auch eine Beule im Bogen, evtl. etwas weniger als deine 1 l Flasche.
Mit den 40er Rührfischen geht das super. Ich hab bei meinem Rührer einen Weißblechstreifen unter den Magneten, so das die Feldlinien unten durch das Eisen laufen und der Rührfisch quasi wie ein Joch mit großem Luftspalt ist.
Geht von 500 UpM bis 1500 UpM ohne Probleme.

Gruß JackFrost
Meine Hardware:
eManometer
IDS2 ohne CBPi
Magnetrührer
Ss-Brewtech 10 Gal Topf
IDS2 Induktionsplatte

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Re: Der Magnetrührer-Thread (DIY, Infos, Bilder und mehr)

#934

Beitrag von San » Mittwoch 14. April 2021, 22:29

Hallo JackFrost,

Danke für das Teilen deiner Erfahrungswerte.
Weckgläser hatte ich auch mal. Ich denke die Wölbung ist vergleichbar, aber die Laborflaschen sind ein Stück dicker.
Ich verwende einen ähnlichen Aufbau wie du, nur habe ich eine Unterlegscheibe (siehe #931) statt einem Blechstreifen auf dem Lüfter. Im Abstand der Magnete war ich recht beschränkt, sodass sie bei mir nur ca 2-3 cm auseinander liegen. Daher sind Rührfische eher nur bis max 3cm (besser 2cm) Länge praktikabel. Mit einem zweiten Magneten (stärkeren Magnetfeld) laufen sie nun stabiler, auch das Einfangen klappt jetzt in der 1l-Flasche.

Wie groß ist in deinem Aufbau denn der Abstand zwischen den Magneten? Also von außen nach außen? Bei 40mm Rührfischen würde ich mal auf >=40mm tippen... Das wäre eine Frage gewesen, deren Antwort mir gleich zu Beginn viel geholfen hätte, wie das auszulegen ist.

VG San

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