Konzept für 50Liter-Anlage, Erfahrung gefragt

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Klemens
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Konzept für 50Liter-Anlage, Erfahrung gefragt

#1

Beitrag von Klemens » Mittwoch 11. Oktober 2017, 10:58

Guten Morgen liebe Brauer-Gemeinde,
wir kommen aus dem schönen Frankenland und haben nun schon einige erfolgreiche Brauversuche hinter uns. Ob im Einmachtopf (ca. 20Liter Ausschlag) oder Schlachtkessel (ca. 70Liter Ausschlag) haben wir nun einiges versucht.

Das Brauerlebnis war immer überragend. Aber eben leider mit vielen „Provisorien“ verbunden.

Nun wollten wir einmal analysieren was es bedeuten würde eine kleine Anlage sozusagen semi-professionell aufzubauen.

Wir dachten an ein System mit dem man 50Liter Ausschlagmenge in einem Braudurchgang schafft.
Das Ganze wollten wir auf einem Metallgestell montieren welches einen etwas komfortableren Brauvorgang erlauben würde.

Wir haben nun einmal die erforderliche Materialliste erstellt:
Kochtopf 70Liter - Maischepfanne
Thermoport 70Liter - Läuterbottich
Kochtopf 70Liter – Würzepfanne bzw. Zwischenbehälter
2 Hockerkocher 6kW

Kocher und Töpfe würden wir uns anhand der tollen, zahlreichen Posts zusammen suchen.

Wir haben uns für die Gas-Variante entschieden da diese als flexibler erscheint.
So ist es auch möglich die kleine Anlage einmal von A nach B zu transportieren und die Unabhängigkeit vom Stromnetz ist gewährleistet.

Nun haben wir einige Fragen deren Beantwortung einiger Erfahrung bedarf.

Läutern
Wir wollten für den Läutervorgang einen Thermoport einsetzen. Dabei ist die Frage ob wir diesen mit einem Läuterblech oder Läuterhexe ausstatten sollten. Wir haben viel gelesen und sind zum Schluss gekommen dass dieses doch eventuell eine Philosophiefrage ist.
Weiter haben wir uns gefragt ob wir die Läuterhexe direkt in die Würzepfanne integrieren könnten um dabei auf den Thermoport verzichten zu können. Hierbei stellt sich uns dann die Frage ob das einen Nachteil beim Würzekochen darstellen würde (Hitze/Umrühren/Verschmutzung).

Anordnung der Pfannen
Wir sind uns nicht sicher, zunächst unabhängig der Kosten, welche Anordung „besser“ wäre. Wir wollten alle benötigten Gegenstände auf einem Stahlrohrgestell unterbringen. Eventuell wollen wir alles gleich so vorbereiten/schweissen dass man das dann entsprechend dem Budget erweitern könnte.

Bild

Es wäre toll wenn uns vielleicht jemand über unsere Pläne schauen könnte. Wäre etwas prinzipiell falsch? Was würdet ihr beachten/anders machen?

Vielen Dank für eure Tipps und entschuldigung für unsere blauäugigen Fragen...

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Re: Konzept für 50Liter-Anlage, Erfahrung gefragt

#2

Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 11. Oktober 2017, 11:41

Du siehst, die Kombinatorik ist mindestens ebenso vielfältig wie die individuellen Vorlieben...

Ich persönlich bin überhaupt gar kein Freund von Läutereinbauten in beheizten Pfannen (Anbrennen, Reinigung), auch wenn manche so etwas mit Erfolg betreiben.

Was sich bei einigen gut bewährt hat ist die Kaskade (von oben nach unten):
Maisch-/Kochpfanne -> Läuterbottich -> "Behälter" (sog. Läutergrand).
Vom Grand wird die Würze zum Kochen wieder nach oben gepumpt. Das vermeidet, Maische pumpen zu müssen, während sich Würze problemlos und billig pumpen lässt.
Was Du noch einkalkulieren solltest ist ein Nachgussbereiter. Der kann dann z.B. ganz oben stehen, neben der Pfanne.
Und auch gut ist, wenn die Kaskade, in welcher Konfiguration auch immer, nach unten noch genug Platz lässt, um die Würze direkt per Schwerkraft (ggf. durch einen Kühler) in den Gärbottich ablassen zu können.

Edit: Letztere Bedingung durchkreuzt dann, zumindest bei normalen Raumhöhen, oft den frommen Wunsch, ganz ohne Pumpen oder Schöpfen nur mit Schwerkraft aufzukommen.

Moritz

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Re: Konzept für 50Liter-Anlage, Erfahrung gefragt

#3

Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 11. Oktober 2017, 12:50

Hier noch ein anderer, ebenfalls aktueller Thread ganz ähnlichen Inhalts: viewtopic.php?f=20&t=15245

Übrigens erscheint mir Deine Volumenplanung (3x70l) auch noch nicht ganz fertig durchdacht. Schau mal bei Interesse bitte hier: http://braumagazin.de/article/klassengesellschaft/

Moritz

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