Pumpenerweiterung BIAB

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Bjiane
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Pumpenerweiterung BIAB

#1

Beitrag von Bjiane » Freitag 24. November 2017, 21:50

Moin Hobbybrauer,

ich braue in einem 100l Topf auf Gas mit einem selbstgenähtem Bag. In der Regel mache eine Kombirast.
Mein Problem: die Temperaturverteilung innerhalb der Systems ist einfach total ungleichmässig. Unter dem Bag ist die Temperatur deutlich höher als im Bag, wo die Gerste ihren Dienst tut. Rühren ist im Bag auch Mist .....und in Rasten zu fahren ist auch wirklich aufwendig, weil die Temperaturunterschiede bis zu 7°C sind. Das ist mir deutlich zu ungenau .

Mein Lösungsansatz:
Eine Zirkulationspumpe einzusetzen, die zwischen Bag und Topfboden ansaugt und oben in der Mitte des Bags auf die Gerste gepumpt wird.

Meine Fragen:
1. Grösse der Pumpe. Ich wollte eine Vortex Pumpe einsetzen.
https://www.amazon.de/Vortex-Umwälzpump ... 6B20R0G01H

2. Ich wollte Edelstahlrohr einsetzen. Leider ist das biegen nicht einfach, und ich würde Pressfittinge einsetzen wollen. Sind die Übergange trotz Reinigung ein Problem für Reste und Infektionen?

3. Ist meine Idee völlig abwegig?

Ich freue mich auf Eure Gedanken

Bjiane

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#2

Beitrag von saschabouchon » Freitag 24. November 2017, 21:53

Hi,

Hast du unter deinem bag noch viel Raum? Falls ja, würde ich den dann minimieren.

Warum schließt du rühren kategorisch aus?

Gruß
Sascha
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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#3

Beitrag von Bjiane » Freitag 24. November 2017, 22:06

Ich habe ca. 10 cm Raum unter dem Bag.

Das rühren macht mich wahnsinnig :crying bei der Temperaturkontrolle gibt es trotz rühren überall unterschiede. Ich würde gern beim aufheizen die Pumpe anstellen und bei Alarm des Thermometers ausschalten . Einfach und effizient.

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#4

Beitrag von Deothor » Freitag 24. November 2017, 22:09

Kann eine Lösung so aussehen?
Dateianhänge
P1090709.jpg

Bjiane
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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#5

Beitrag von Bjiane » Freitag 24. November 2017, 22:17

Im Prinzip ja, aber diese Pume, die dort zu sehen ist, die soll doch so richtig laut sein....das kann ich überhaupt nicht gebrauchen.

Was für Lebensmittelechte und Temperaturbeständige Leitungen sind denn das ?

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markrickenbacher
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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#6

Beitrag von markrickenbacher » Freitag 24. November 2017, 22:30

Hi Bjiane

Ich empfehle Dir unbedingt eine Edelstahlpumpe zu nehmen. Das kann die Pumpe von Dethor (Novax 20) sein. Diese hat aber mächtig Pumpleistung für die Maischezirkulation so dass Du diese via Hahn oder FU (1Ph) drosseln solltest. Hier die Pumpe mit Hahn

https://www.polsinelli.it/de/elektropum ... -P1477.htm

Auch geeignet aus meiner Sicht ist diese Pumpe, welche ich für die Zirkulation einsetze. Ein sehr wertiges Produkt, welches via Poti stufenlos einstellbar ist.

https://store.brewpi.com/mashing/brewin ... ewing-pump

Gruss, Mark

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#7

Beitrag von markrickenbacher » Freitag 24. November 2017, 22:33

Ja, die Novax 20 ist schon laut. Die Pumpe von Brewpi ist absolut geräuschfrei. Ich setze die in einer 150 Liter Pfanne seit vielen Suden ein.

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#8

Beitrag von Deothor » Freitag 24. November 2017, 22:36

Die Pumpe ist lebensmittelecht mit Vitondichtung, der Schlauch ist aus Silikon. Über den Schlauch wurde zur mechanischen Stabilisierung ein Edelstahlwellrohr aus der Solartechnik geschoben.
Der Sikonschlauch wurde am Inkjektionsende über ein Edelstahlror gezogen.

https://youtu.be/OUJdcEWpCVE

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#9

Beitrag von Bjiane » Samstag 25. November 2017, 07:54

Hat jemand von Euch schon einmal versucht die Novax 20 Pumpe in der Leistung zu drosseln? und wird sie dann leiser?
Oder hat jemand diese vielleicht einmal gekoppelt?

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#10

Beitrag von Deothor » Samstag 25. November 2017, 09:20

Die Novax elektrisch zu drosseln geht nicht über Phasenanschnittsteuerung. Ob ein Frequenzumrichter funktionieren würde weiß ich nicht. Ich selber drossle die Pumpleistung mechanisch auf der Druckseite per Hahn. Dabei wird sie allerdings noch lauter :-((

Zu deinem Problem mit der ungleichen Temperaturverteilung im/außerhalb des Bags muss ich Dir leider mitteilen, dass es selbst meine leistungsstarke Pumpe nicht schafft die Temperaturunterschiede zufriedenstellend auszugleichen. Ein Rührwerk wäre hier einfach besser, ist aber bei BIAB nicht einsetzbar.

Ein Hinweis : Nachdem die Schläuche nach Gebrauch vor einer Demontage geleert werden müssen, ist es sehr vorteilhaft wenn die Pumprichtung per Schalter umgestellt werden kann. Man erspart sich viel Ärger damit.

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#11

Beitrag von Bananenbieger » Sonntag 4. Februar 2018, 19:17

Hallo zusammen,
dumme Frage:
Wie funktioniert das Ventil bei der Novax? Wenn der Motor mit gleicher Drehzahl weiter dreht und ich das Ventil teils schließe steigt doch lediglich der Druck am Ausgang aber die Durchflussmenge bleibt konstant.
Oder ist da ein Bypass integriert?

Ich stehe auf dem Schlauch...


Gruß
Dominik
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Dominik

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#12

Beitrag von sdf » Dienstag 6. Februar 2018, 14:55

Bjiane hat geschrieben:
Freitag 24. November 2017, 21:50
2. Ich wollte Edelstahlrohr einsetzen. Leider ist das biegen nicht einfach, und ich würde Pressfittinge einsetzen wollen. Sind die Übergange trotz Reinigung ein Problem für Reste und Infektionen?
@Bjiane, so habe ich das mit dem Malzrohr gelöst. Ein Edelstahlrohr vom Ofenbau (gibt's sogar in V4A) und ein "Läuterboden" von Gerhard Buchert aus der Bucht. Wenn man Buchert per eMail anschreibt, gibt's den Läuterboden auch auf Wunschmass. Habe dann ein 30cm Rohr genommen und ein 33cmx33cm rechteckigen Läuterboden mit Rv 1,5-2,5. Das Blech kann man entweder mit einer Stichsäge, Blechknabber oder Flex rundschneiden. Danach am Rand ca. 4 bis 5cm im Abstand sternförmige Abschnitte ausschneiden, rund biegen und mit dem Edelstahl-Ofenrohr verschrauben oder vernieten. Ich habe sogar eine Silikonlippe über den Rand gezogen, ist aber vermutlich nicht nötig.
Dateianhänge
DSC_0825a.jpg
Anzeichnen
DSC_0826a.jpg
Anzeichnen
DSC_0829a.jpg
Blechknabber (oder ausch Stichsäge bzw. Flex)
DSC_0836a.jpg
Silikonlippe über Rand ziehen und umbiegen
DSC_0853a.jpg
Läuterboden an Ofenrohr vernieten oder verschrauben.

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#13

Beitrag von frankenbonsai » Samstag 10. Februar 2018, 10:42

sdf hat geschrieben:
Dienstag 6. Februar 2018, 14:55
Bjiane hat geschrieben:
Freitag 24. November 2017, 21:50
2. Ich wollte Edelstahlrohr einsetzen. Leider ist das biegen nicht einfach, und ich würde Pressfittinge einsetzen wollen. Sind die Übergange trotz Reinigung ein Problem für Reste und Infektionen?
@Bjiane, so habe ich das mit dem Malzrohr gelöst. Ein Edelstahlrohr vom Ofenbau (gibt's sogar in V4A) und ein "Läuterboden" von Gerhard Buchert aus der Bucht. Wenn man Buchert per eMail anschreibt, gibt's den Läuterboden auch auf Wunschmass. Habe dann ein 30cm Rohr genommen und ein 33cmx33cm rechteckigen Läuterboden mit Rv 1,5-2,5. Das Blech kann man entweder mit einer Stichsäge, Blechknabber oder Flex rundschneiden. Danach am Rand ca. 4 bis 5cm im Abstand sternförmige Abschnitte ausschneiden, rund biegen und mit dem Edelstahl-Ofenrohr verschrauben oder vernieten. Ich habe sogar eine Silikonlippe über den Rand gezogen, ist aber vermutlich nicht nötig.
Welche Materialstärke hat den das Kaminrohr?
Soweit ich gelesen hab gibts diese in 0,5 / 0,6 / 0,8 / 1,0 mm.
Weit verbreitet scheint das 0,5er System zu sein. Reicht das aus wegen der Stabilität?

Gruß
frankenbonsai

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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#14

Beitrag von sdf » Samstag 10. Februar 2018, 23:40

Auf jedenfalls, ein Nylonsack hat null Stabilität. Vor allem V4A Edelstahl ist extrem hart und wiederstandsfähig, da hatte ich Schwierigkeiten mit einen Bohrer durchzukommen.

frankenbonsai
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Re: Pumpenerweiterung BIAB

#15

Beitrag von frankenbonsai » Sonntag 11. Februar 2018, 12:08

sdf hat geschrieben:
Samstag 10. Februar 2018, 23:40
Auf jedenfalls, ein Nylonsack hat null Stabilität. Vor allem V4A Edelstahl ist extrem hart und wiederstandsfähig, da hatte ich Schwierigkeiten mit einen Bohrer durchzukommen.
Ist schon klar, dass der Nylonsack null Stabilität hat und damit jedes Rohr besser als eben ein Sack ist.
Die Frage wäre aber welche Materialstärke ist die Richtige?
Ich kann nicht einschätzen ob ein 0,5er Rohr schon so stabil ist das es einen "ordentlichen" Eindruck macht. Speziell auf seitlichen Druck auf das Rohr. Wenn es recht "wabbelich" ist dann würde ich mir eins mit höherer Materialstärke kaufen wollen.
Weiß jemand was Speidel beim Braumeister 50 verwendet?

Gruß
frankenbonsai

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