Zusammenstellen eines RIMS-Systems

Alles zum Thema Brauanlagen-Selbstbau. Für Steuerung und Automatisierung bitte das Unterforum "Automatisierung" nehmen.
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Brew_Josh
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Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#1

Beitrag von Brew_Josh » Mittwoch 29. November 2017, 17:58

Hallo zusammen,

ich möchte gerne in die Welt des Bierbrauens einsteigen und mir dazu eine kleine "Anlage" bauen. Ich habe bisher noch keine praktischen Erfahrungen sammeln können (nur Theorie via YouTube, Forum, Blogs etc.) und wäre daher sehr dankbar für Ratschläge :)

Ich habe mir vorgenommen mir ein kleines (Halb-) automatisiertes BIAB-System (->geändert in RIMS) zusammen zu stellen. Die fertigen Produkte (Braumeister etc.) sehen zwar sehr gut aus, sprengen jedoch den finanziellen Rahmen. Außerdem denke ich, dass sich ein selbstgebautes System später besser modifizieren lässt + "Bastelspaß" :Smile

Die Komponenten bisher:
  • Braukessel
Ich bin mir nicht ganz sicher welche Größe die richtige für mich ist. Ich möchte in der Lage sein kleine Mengen zu brauen (Einstieg und Experimente), würde später aber sicher gerne auch einmal größere Mengen brauen -> So groß wie möglich, so klein wie nötig. Ich habe mich erst einmal im Bereich von 37 Litern umgeschaut:

Braukessel "Professional" 37 Liter von Amihopfen:
https://www.amihopfen.com/Braugeraetsch ... :1652.html

Bild

  • Malzkorb
Ich weiß nicht ob es auch einen praktischen Vorteil gegenüber einem Kunststoff Maischesack gibt, aber ich würde mit Edelstahlvariante wahrscheinlich lieber arbeiten und da ich eine Heizung innerhalb des Kessels plane bräuchte ich ohnehin einen doppelten Boden..

https://www.ebay.de/itm/310x300mm-Stain ... Swo4pYRVZm

Bild
  • Kessel Anbauteile
Auch hier habe ich noch lange nicht alles bis ins Detail durchdacht. Die grobe Vorstellung:

- Kessel unten: 1 Kugelhahn (Zirkulation und Abpumpen)
- Kessel mitte: Temperatursensor DS18B20: https://de.aliexpress.com/item/1x-DS18B ... eLevelAB=2
- Deckel: Einlass für Zirkulationsrücklauf mit "Spirale": https://www.ebay.de/itm/1-4-2-BSP-316L- ... G-CqnIRs9A

  • Heizelement
Ich würde gerne bei einer E-Heizung bleiben, da ich keinen Aufwand mit den Gasflaschen habe und sich das ganze -für mich- leichter steuern lässt. Die nötige Leistung ist natürlich abhängig vom Kesselvolumen, ich habe da an so etwas gedacht:

240V 3500W Edelstahl Heizelement

Bild

  • Pumpe
Ich weiß nicht genau ob ich diesen Plastik-China-Niedervolt-Pumpen trauen möchte. Sie scheinen ja zu funktionieren, aber die Novax Pumpe sieht so aus als könnte ich daran noch länger Freude haben. Falls jemand noch ein preisliches und qualitatives Mittelding kennt, würde ich mich freuen es zu sehen ;)

https://www.agrieuro.de/bierpumpe-novax ... -3765.html

Bild


  • Steuerung
Bei der Temperatursteuerung dachte ich an einen Raspberry mit "CraftBeerPi" + SSR für das Heizelement und die Pumpe.

http://web.craftbeerpi.com


So viel ganz grob zu meinem Plan bisher. Kann man das grundsätzlich so machen oder bin ich total auf dem Holzweg ? Ich wäre sehr dankbar für Anmerkungen und Ratschläge !

Viele Grüße
Brew_Josh
Zuletzt geändert von Brew_Josh am Mittwoch 29. November 2017, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Sura
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Re: Zusammenstellen eines (e)BIAB-Systems

#2

Beitrag von Sura » Mittwoch 29. November 2017, 19:31

Ich würde beim BIAB den Kessel nicht direkt beheizen wollen. Wie willst du gescheit für Temperaturverteilung sorgen?

edit:
Achso, du willst zirkulieren. Dann wird das aber eher ein RIMS und kein BIAB. Da kann ich nicht viel helfen, aber für den Preis den du ausgeben würdest (nebst Kleinkram) würde ich an deiner Stelle überlegen was fertiges, funktionierendes zu kaufen.....
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Beerbrouer
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Re: Zusammenstellen eines (e)BIAB-Systems

#3

Beitrag von Beerbrouer » Mittwoch 29. November 2017, 19:46

Hm, du hast bisher keine praktischen Erfahrungen? Du weißt aber schon, dass man für den Einstieg auch mit wesentlich kleinerem Aufwand gescheite Biere brauen kann (Stichwort Einkochtopf)? Man kann natürlich gleich größer einsteigen, aber woher weißt du, dass du bei dem Hobby bleiben wirst?

Nur mal so als Gedankengang...

Gruß

Gerald

Btw: vergiss am besten die meisten Videos, die du gesehen hast, und lies dich erstmal hier im Forum gut ein.
Die Würze des Bieres ist unantastbar!

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#4

Beitrag von Brew_Josh » Mittwoch 29. November 2017, 22:39

Danke für die Kommentare.
Sura hat geschrieben:
Mittwoch 29. November 2017, 19:31
Dann wird das aber eher ein RIMS und kein BIAB.
In der Tat, das ist der korrekte Begriff :Smile Ich habe die Überschrift angepasst.
Sura hat geschrieben:
Mittwoch 29. November 2017, 19:31
aber für den Preis den du ausgeben würdest (nebst Kleinkram) würde ich an deiner Stelle überlegen was fertiges, funktionierendes zu kaufen.....
Ich komme mit den oben vorgestellten Komponenten + "Kleinkram" wie Verbinder, Schläuche, Elektronik auf etwa 450€. Für diesen Preis sehe ich im Moment nur ein fertiges System und von den Klarstein Mundschenk Bewertungen bin ich nicht allzu angetan... (Auch wenn ich natürlich nicht weiß ob ich mit meinem System weniger Probleme haben werde)
Beerbrouer hat geschrieben:
Mittwoch 29. November 2017, 19:46
Du weißt aber schon, dass man für den Einstieg auch mit wesentlich kleinerem Aufwand gescheite Biere brauen kann (Stichwort Einkochtopf)?
Ja das habe ich gesehen. Da ich jedoch ziemlich sicher bin bei dem Hobby bleiben zu wollen, möchte ich ungern doppelt investieren sondern irgendwo im (Hobby-) Mittelfeld einsteigen. Außerdem reizt mich die Automatisierung/Steuerung eines Selbstbau-Systems.

Viele Grüße
Brew_Josh

DarkUtopia
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#5

Beitrag von DarkUtopia » Mittwoch 29. November 2017, 23:25

An dem system bin ich auch sehr interessiert! Im amerikanischen Forum gibt's es zu dem Thema echt viel

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#6

Beitrag von Brew_Josh » Donnerstag 30. November 2017, 01:01

Das ist schön zu hören, dass ich nicht der einzige bin ;)
DarkUtopia hat geschrieben:
Mittwoch 29. November 2017, 23:25
Im amerikanischen Forum gibt's es zu dem Thema echt viel
In der Tat. Ich werde mich morgen weiter durch Homebrewtalk.com und dieses Forum arbeiten.

Hier wurden verschiedene Kesselqualitäten diskutiert. Da die einhellige Meinung war, dass bspw. die Materialdicke für Hobbybrauer eher unerheblich ist, würde ich wohl eher die günstigere Amihopfen Variante mit 34 Litern nehmen:
https://www.amihopfen.com/Braugeraetsch ... ::835.html

Die Abmessungen dieses Kessels: 36cm (Durchmesser innen) x 34cm (Höhe innen)
Die Abmessungen des Malzkorbes: 31cm Durchmesser, 30cm Höhe inkl. Gestell (welches jedoch u.U. etwas zu kurz sein könnte mit dem Heizelement)

Da der Korb mit seinen Abmessungen sehr gut in den Kessel zu passen scheint, könnte ich mir vorstellen, dass es ganz gut funktionieren könnte. Bei der Zirkulation dürfe mehr Wasser durch Malz "gezwungen" werden, da wenig Platz um den Malzkorb herum ist.
Dies ist ein Grund warum ich denke, dass der 47 Liter Topf eher kontraproduktiv wäre bei gleichem Malzkorb oder gibt es da andere Meinungen bzw. andere Gründe die dagegen sprechen mit einem Kessel nahe der 50 Liter Marke anzufangen ?
Maße des 47 l Amihopfen Kessels: 40cm (Durchmesser innen) x 37cm (Höhe innen)

Viele Grüße
Brew_Josh

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#7

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 30. November 2017, 02:07

Wenn du ohnehin ein Heizelement einbauen willst, brauchst du doch keinen teuren Induktionstopf mit Sandwichboden. Da reicht doch auch ein günstiger Schengler Pott.

http://www.ebay.de/itm/Topf-Edelstahlto ... Swv-ZaGG4M
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#8

Beitrag von Patrick » Donnerstag 30. November 2017, 06:14

Ich bin mir unsicher ob es mit dem Malzkorb so gut funktionieren wird.
Besser wäre es wenn sie Mantelflächen geschlossen sind und nur der Boden durchlässig,
dadurch stellst du sicher das es der Würzestrom auch durch das Malz fließt und nicht direkt oben und an den Seiten aus dem Korb.

Ich hatte auch zu Beginn ein RIMS System gebaut, mit zwei Schenglertöpfen ineinander (30l und 25l).
in den 30l Topf habe ich zwei 1,5kW Heizelemente eingbaut und zwei Anschlüsse, einen in der Mitte (Wilpool) und einen unten (Absaugen).
Beim 25l Topf habe ich den Boden geschlitzt und in der mitte des Bodens eine 1/2" Muffe eingeschweißt um ein Überlaufrohr anzubringen, das ist das gleiche Prinzip wie beim Grainfather.
Es hat schon funktioniert nur bin ich damit irgendwie nicht so ganz glücklich gewesen.


Nun habe ich komplett umgestellt:

-Wecktopf aus Edelstahl (98€ Amazon) mit Rührwerk (109€ Brauhardware) und Läuterhexe (28€ Brauhardware)

-Amihopfentopf (89€) und Hockerkocher 7,5kW (33€ Ebay)

Der alte Schenglertopf mit den Heizelementen dient nun noch als Nachgusserhitzer.

Gesteuert wird das ganze über einen Raspberry Pi.

Dazu habe ich mir einen Schaltschrank gebaut mit:
-3x Temperaturfühler (Onewire-Bus)
-3x Schuko-Steckdose geschaltet via SSR
-4x 12V Dose geschaltet via Relaisboard, Stromversorgung über PC-Netzteil -hier würde ich aber in Zukunft auch SSR nehmen um die PWM Funktion von Craftbierpi nutzen zu können

Gruß Patrick

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#9

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 30. November 2017, 07:41

Wir könnten ja mal sammeln, was Selberbastler wirklich ausgeben, bis sie das System lauffähige haben. Die Kosten von Kleinteilen und deren Versandkosten und Sackgassen, bei denen noch mal neu geplant werden muss, werden gerne unterschätzt. Man muss nur mal den Raspi-Thread überfliegen, um einen Eindruck zu bekommen.

Das Rad jedesmal neu zu erfinden, statt eines der fertigen zu benutzen macht vielleicht Spaß, aber kann auch in ökonomischem Unsinn enden.

Und das ganze für eine Sache, von der man keine Ahnung und keinerlei praktische Erfahrung hat, halte ich persönlich - sorry für die deutlichen Worte - für ziemlich dämlich.

Da ist ein Einstieg mit bewährten Komponenten von denen man immer einen Teil weiter verwenden kann sollte man sich doch verändern wollen, m.E. die bessere Alternative.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#10

Beitrag von gulp » Donnerstag 30. November 2017, 08:37

Das Rad jedesmal neu zu erfinden, statt eines der fertigen zu benutzen macht vielleicht Spaß, aber kann auch in ökonomischem Unsinn enden.

Und das ganze für eine Sache, von der man keine Ahnung und keinerlei praktische Erfahrung hat, halte ich persönlich - sorry für die deutlichen Worte - für ziemlich dämlich.

Da ist ein Einstieg mit bewährten Komponenten von denen man immer einen Teil weiter verwenden kann sollte man sich doch verändern wollen, m.E. die bessere Alternative.
Hier geht es ja nicht nur darum Bier zu brauen, sondern eine Anlage zusammenzustellen und zu automatisieren. Auch wenn ich das auch nicht so richtig verstehe, worin dieser Reiz besteht, so akzeptiere ich ihn doch. Oder mit anderen Worten: Dergleichen abwertende Kommentare wie oben zitiert, kann man sich auch mal sparen, gell! :Grübel

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#11

Beitrag von DarkUtopia » Donnerstag 30. November 2017, 08:51

Was ich noch zum Malz Korb anmerken mag, ein Freund betreibt ein herms System und der hatte Probleme mit dem Läuterboden, der ist ihm immer geknickt... Bis was stabiles drinnen war.

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#12

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 30. November 2017, 08:58

Natürlich kann jeder machen, was er will. Auch zur Fortbewegung ein Fahrzeug mit sagen wie mal drei Rädern und zwei Kufen selber bauen, wenn man noch kein Auto fahren kann. Das Basteln macht ja auch Spaß.

Ich selber habe die Erfahrung mit der Automatisierung gemacht und viel Geld versenkt und hätte mir gewünscht, es hätte mich jemand auf Risiken hingewiesen. Ich war vor vielen, vielen Jahren nur im Gegensatz zum Threadersteller nicht so schlau, hier zu fragen. (Das war damals aber auch noch kein großes Thema. )

Das Selbstgebasteltes meist deutlich mehr kostet, als ursprünglich geplant, davon bin ich überzeugt. Wenn man die Risiken kennt, ist das auch ok.

Edit: Oder meinst du die Verwendung des Begriffs "dämlich"? Da unterscheidet ich schon zwischen Handlungen und Personen. Jeder mach mal was dämliches, ist aber deswegen nicht automatisch dämlich. Und jeder kann etwas anderes dämlich finden. Die Verwendung des Wortes "dämlich" ist dann vielleicht von mir dämlich gewesen.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#13

Beitrag von sdf » Donnerstag 30. November 2017, 10:11

Malzwein hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 07:41
Wir könnten ja mal sammeln, was Selberbastler wirklich ausgeben, bis sie das System lauffähige haben. Die Kosten von Kleinteilen und deren Versandkosten und Sackgassen, bei denen noch mal neu geplant werden muss, werden gerne unterschätzt.
... und es geht doch https://www.youtube.com/watch?v=ZIdP0or8mn0

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#14

Beitrag von Brew_Josh » Donnerstag 30. November 2017, 12:37

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 02:07
Wenn du ohnehin ein Heizelement einbauen willst, brauchst du doch keinen teuren Induktionstopf mit Sandwichboden. Da reicht doch auch ein günstiger Schengler Pott.
http://www.ebay.de/itm/Topf-Edelstahlto ... Swv-ZaGG4M
Da hast du recht, das dürfte reichen und ist deutlich preiswerter!
Patrick hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 06:14
Besser wäre es wenn sie Mantelflächen geschlossen sind und nur der Boden durchlässig,
dadurch stellst du sicher das es der Würzestrom auch durch das Malz fließt und nicht direkt oben und an den Seiten aus dem Korb.
Da hatte ich auch schon drüber nachgedacht und dabei im Ami Forum diesen Thread gefunden: https://www.homebrewtalk.com/forum/thre ... et.589492/
Beide Varianten scheinen zu funktionieren, wobei die Topfvariante wohl anfälliger für's "verstopfen" ist, wobei sich das Risiko wohl durch gröbere Schrotung minimieren lässt. Bei dem Maschenkorb kann es -wie du schon geschrieben hast- natürlich passieren, dass mehr drum herum fließt als hindurch... Ich bin mir da unsicher welcher Weg der geschicktere ist :/
Patrick hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 06:14
Es hat schon funktioniert nur bin ich damit irgendwie nicht so ganz glücklich gewesen.
Könntest du etwas konkreter schreiben was dir daran nicht gefiel ? :)

Abgesehen davon, dass ich nur einen Kessel benötige, reizt mich die Einfachheit des Läuterns beim BIAB System, weshalb ich eigentlich ganz gerne bei dem Grund Prinzip bleiben wollen würde. Viele scheinen damit auch gute Erfahrungen gemacht zu haben oder sollte ich da doch noch einmal grundsätzlich drüber nachdenken ?
Malzwein hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 07:41
Einstieg mit bewährten Komponenten von denen man immer einen Teil weiter verwenden kann
An was hattest du da bspw. konkret gedacht ?
sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 10:11
... und es geht doch https://www.youtube.com/watch?v=ZIdP0or8mn0
Ok, eine Bastlerlösung mit Hausmitteln. Das mag gut funktionieren und ist sicherlich an Kosteneffizienz kaum zu überbieten, ist jedoch nicht das was ich mir vorstelle. Ich möchte versuchen Komponenten und Materialien zu verwenden die nicht nur funktionell, sondern auch haptisch und optisch einen guten Eindruck machen, sodass es mir Spaß macht mit der Anlage zu arbeiten.

Viele Grüße
Brew_Josh

sdf
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#15

Beitrag von sdf » Donnerstag 30. November 2017, 12:39

Erstaunlich wie ähnlich sich deine Planungen sich mit meinen überschneiden. Habe in unserem Haus das komplette Heizungssystem inkl. Aufbau eines Pelletofens, -lagers mit Zirkulationsleitung, Fußbodenheizung, Abwasser und Lüftungsanlage eingebaut. Etliche Meter Kupfer verlegt und verpresst. Da werde ich eine kleine Brauanlage auch selber basteln können. Zumal es so unendlich viele tolle Hinweise in diesem Forum, auf Youtube, Blogs und den anderen Homebrew-Foren gibt. Allein schon die Planung rund um das System macht Spaß!

So habe ich mir mein System vorgestellt:

- Braukessel: Schengler Thermoport 38,5L

- Malzrohr: Ofenrohr+Läuterblech 33x33cm Den unteren Rand habe ich sternförmig mit einer Flex eingeschnitten (Blechknabber geht auch) und passend um das Ofenrohr gebogen. Den Innenrand habe ich dann mit einem Silikonkantenschutz versehen. Durch das zweite Innenrohr aus Läuterblech (Über einen 6cm dicken Holzstab geklöppelt) will ich das zirkulierende Wasser spülen. Ob dass allerdings notwendig ist? Zumindest spare ich mir die Düsen und das Malz wird von oben bis unten gleichmäßig mit Wasser durchgespült. Zusätzlich wollte ich, dass das Malzrohr rotiert. Dann wird die Konstruktion allerdings sehr kompliziert.
Bild

- Heizelemet: 6000 Watt 220 Volt.. Mir gefällt an dem Sternförmigem Heizelement die gleichmäßige Hitzeverteilung und die flachere Bauweise. Ob 6000 Watt dann doch zu viel sind? Ich habe mich noch nicht entschieden.

- Pumpe: Speck Pumpe NPY-2051. War ein Tipp hier aus dem Forum und habe gerade eine sehr gut erhaltene gebrauchte aus der Bucht für € 59 erworben.

- Steuerung: Ich schwanke zwischen dem simplen System Inkbird ITC-310T-B und http://web.craftbeerpi.com/. Da ich aber gerne auch den iSpindel einsetzen möchte(auch schon zugelegt aufgebaut und teilweise kalibriert), werde ich mich wohl der craftbeerpi-Lösung anschließen.

- Hähne Ventile: Mir gefallen die martialisch aussehenden Dreiteiligen TriClamp VentileBild

- Rohrverbindungen: In einigen Bereichen möchte ich gerne Camlock 1/2 Zoll einsetzen.

- Würzekühlung: Da nehme ich dann einen Plattenwürzekühler Edelstahl mit 36 Platten in Verbindung mit Blichmann™ ThruMometer™ (in-line-thermometer) Beides zusammen gibt es das in Bündelung bei Brouwland günstiger.

- Fermentation: Fermentasaurus Startpaket in Verbindung mit dem Fermentasaurus Fermentasaurus Druck-Set. Brouwland gab es das Druckset kostenfrei zu dem Fermentator dazu.

- Abluft beim Hopfenkochen: Weil ich das ganze System in unserem Keller aufbaue und Gerüche vermeiden möchte, gefällt mir die Lösung Dampfkondesator statt Brüdenhaube sehr gut. Das System werde ich mit 3 x 5 Nebeldüsen aus 50mm TriClamp Rohren konstruieren und die Abluft direkt in die Abwasserentlüftung einspeisen.

- Spindel: iSpindel

- Wasseraufbereitung: Für die Wasseraufbereitung habe ich mir 2 Gastronombehälter in den Größen 2/1 mit Deckel zugelegt. Darin möchte ich die Wasseraufbereitung mit Calciumchlorid vornehmen.

Deothor
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#16

Beitrag von Deothor » Donnerstag 30. November 2017, 13:42

Nachdem ich seit längerer Zeit anscheinend ein "Recirculating Infusion Mash System" betreibe ohne es zu wissen, hier -basierend auf Deinen Vorschlägen- meine Anmerkungen.
Hardware:
Ein Schenglertopf genügt wenn Du mit einem el. Heizstab oder mit Gas heizt.
Nach der Faustformel für die Heizleistung = > 1KW/10 Liter ist der Heizstab ausreichend dimensioniert.
Ob der Heizstab in der Dünnmaische ankokeln wird ? Mmmhh.
Die von Dir gezeigte Pumpe ist geeignet, aber sehr laut.
Lebensmittelechte und temperaturbeständige Schläuche sind obligatorisch. Silikonschläuche sind mechanisch nicht stabil, d.h. sie müssen u.U. gestützt werden.
Der Basket ist o.k. Er ist aber ziemlich teuer, oder als Chinateil nicht auf die Schnelle zu beschaffen.
Du musst ev. noch nachdenken wie Du ihn oberhalb des Heizstabes aufstellen kannst.
Benötigen wirst Du noch ein Hebezeug (z.B. Flaschenzug) für den Korb. Es sei denn Du möchtest Deine Oberarme trainieren. Der Vorteil beim Flaschenzug ist, dass man den Korb in jeder Höhe fixieren kann
Braussteuerung:
Für den Anfang würde ich mir einen Inkbird oder einen TS125 zulegen. Die kannst du später immer noch brauchen (z.B. für die Temperaturführung bei der Gärung)

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#17

Beitrag von Brew_Josh » Donnerstag 30. November 2017, 14:39

@sdf:
In der Tat, wir scheinen in etwa das gleiche bauen zu wollen :)
Nur dass deine Planungen und Vorbereitungen schon wesentlich fortgeschrittener sind als meine! Ich finde deine Komponentenauswahl sehr interessant.
sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:39
Braukessel: Schengler Thermoport 38,5L
Siehst du einen Vorteil bei der Verwendung des Thermoports ? Ich könnte mir vorstellen, dass es durch die doppelwandige Konstruktion etwas schwieriger ist zu bohren und die Anbauteile zu montieren. Außerdem ist er etwas teurer als die einfache Variante. Vorteile die ich sehe sind, dass du wohl eine etwas gleichmäßigere Temperaturverteilung erreichst (Relevanz bei kleinem Topf ?) und deine Heizung entlastest was aber bei deinem 6000W Element wohl eher zu Langeweile führen wird :D
Spaß beiseite, da fehlt mir wieder mal die Erfahrung, vielleicht macht es auch Sinn mit dem Topf ;)
sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:39
Malzrohr
Deine Malzrohrkonstruktion sieht ziemlich gut aus finde ich! Jedoch überlege ich trotzdem erst einmal die Korb-Kauflösung aus China zu probieren, obwohl ich mir sehr gut vorstellen kann, dass die Effizienz mit deinem Rohr höher ausfallen wird. Wenn ich nicht noch mehr Argumente gegen die Maschenkorblösung finde, bleibe ich denke ich erst einmal bei dem Prinzip, dann könnte man ja eventuell später einmal einen Vergleich machen.
Das mit der Rotation leuchtet mir nicht ganz ein, da die ganze Konstruktion doch konzentrisch ist !?
sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:39
Heizelemet
Das Heizelement finde ich vom Aufbau auch deutlich besser als meins, nur leider finde ich es nicht mit weniger Leistung. Bei 6000 Watt habe ich starke Bedenken, dass da etwas dran anbrennt.
sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:39
Pumpe: Speck Pumpe NPY-2051
Wie auch Deothor schon geschrieben hat, soll die Novax die ich herausgesucht habe sehr laut sein. Eventuell habe ich auch Glück und finde noch ein Speck-Schnäppchen bei eBay oder so.
sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 12:39
Würzekühlung
Ich hatte da bei mir an so einen gedrehten Edelstahl Würzekühler gedacht. Der ist preiswerter und man hat denke ich eine bessere Temperaturkontrolle, da man den ganzen Inhalt herunterkühlt. Vorteile die ich bei dem Plattenkühler sehe sind, dass es schneller gehen dürfte (Kühlen und Abpumpen in einem Durchgang) und er weniger Platz weg nimmt. Waren das auch deine Argumente ?

Sonstiges:
  • Der Fermentasaurus sieht wirklich sehr gut aus.
  • Die Idee deiner Abluftabführung gefällt mir. Ich werde es aber erst einmal ohne probieren und im Sommer kann man dann hoffentlich auch mal draußen brauen ;)
  • Zum Thema Wasseraufbereitung: Ich muss erst noch einmal unser Leitungswasser testen lassen. Ich habe gesehen, dass einige ihre Wasserzusätze auch einfach beim ersten Aufheizen des Wassers mit in den Kessel geben. Ich weiß nicht ob da etwas gegen spricht.
  • iSpindel: Wow! Tolles Projekt, das lässt mein Elektronikerherz höher schlagen ! Da ich in letzter Zeit einige Designs auf Grundlage des auch dort verwendeten ESP8266 erstellt habe, werde ich mir dafür wenn etwas Zeit ist denke ich mal eine Platine entwerfen. Aber wichtiger ist erst einmal der Kessel etc. ;)
@ Deothor:

Vielen Dank auch für deine Anmerkungen.
Deothor hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 13:42
Ob der Heizstab in der Dünnmaische ankokeln wird ? Mmmhh.
Heizt du mit Gas oder wie machst du das ?
Deothor hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 13:42
Der Basket ist o.k. Er ist aber ziemlich teuer, oder als Chinateil nicht auf die Schnelle zu beschaffen.
Ich würde wohl die 3 Wochen und das Risiko in Kauf nehmen und den in China bestellen. Hast du eine Alternative ?

Viele Grüße
Brew_Josh

Deothor
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#18

Beitrag von Deothor » Donnerstag 30. November 2017, 15:00

Ja ich heize mit Gas. Das ist aber wegen des Aufwandes nur empfehlenswert, wenn kein Drehstrom verfügbar ist und größere Ausschlagsmengen produziert werden sollen (so ab 70 L aufwärts)
Zum Thema Basketbestellung gibt es bereits Threads, schau mal unter "Selbstbau Edelstahl-BIAB"

sdf
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#19

Beitrag von sdf » Donnerstag 30. November 2017, 15:35

Brew_Josh hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 14:39
Braukessel: Schengler Thermoport 38,5L
Siehst du einen Vorteil bei der Verwendung des Thermoports ? Ich könnte mir vorstellen, dass es durch die doppelwandige Konstruktion etwas schwieriger ist zu bohren und die Anbauteile zu montieren.
Ne überaupt nicht. Das Blech ist so dünn, da kommt man spielend mit Senkbohrern durch. Dein Topf ist härter, da mit Senkbohrer o.ä. durchzukommen ist aufwendiger. Ich habe vor einen Abfluss daran zu montieren. Außerdem verfügt der TP (Thermoport) bereits über einen Hahnanschluss so ggfls. für Whirlpool.

Malzrohr
Deine Malzrohrkonstruktion sieht ziemlich gut aus finde ich! Jedoch überlege ich trotzdem erst einmal die Korb-Kauflösung aus China zu probieren
Teuer ist es nicht Ofenrohr 26 € und 15€ Läuterblech 33x33cm. Dafür stabile Ausführung. Das innenliegende zweite Rohr zur Wasserspülung ist ja nur optional! Das kostet natürlich extra. Werde mal eine Bauanleitung hier posten.

Heizelemet

Das Heizelement finde ich vom Aufbau auch deutlich besser als meins, nur leider finde ich es nicht mit weniger Leistung. Bei 6000 Watt habe ich starke Bedenken, dass da etwas dran anbrennt.
Dafür ist es größer. Die von Brewpi verkaufen die Teile mit 5500 Watt für 40cm. Bei den 38,5 Liter TP werden laut
Deothor hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 13:42
Nach der Faustformel für die Heizleistung = > 1KW/10 Liter ist der Heizstab ausreichend dimensioniert.
benötigt. Also ca 4000 Watt. Im Thermoport sind vermutlich 3000 auch ausreichend. Nur habe ich keine Sternförmigen Heizelemente unter 6000 Watt gefunden.


Pumpe: Speck Pumpe NPY-2051
Wie auch Deothor schon geschrieben hat, soll die Novax die ich herausgesucht habe sehr laut sein. Eventuell habe ich auch Glück und finde noch ein Speck-Schnäppchen bei eBay oder so.
Die haben auch so eine hohe Pumpleistung die gedrosselt werden muss, das steigert dann noch den Krach?! Da nehme ich doch lieber "Made in Germany", mit einer niedrigeren Umwälzleistung.

Würzekühlung
Ich hatte da bei mir an so einen gedrehten Edelstahl Würzekühler gedacht. Waren das auch deine Argumente ?
Platz und Geschwindigkeit! Mir hat der Durchflussbegrenzer von Blichmann gefallen. Der Gedrehte hätte ich mir auch selbst gebaut, aber dann mit doppelter bzw. zwei Windungen.
Die Idee deiner Abluftabführung gefällt mir. Ich werde es aber erst einmal ohne probieren und im Sommer kann man dann hoffentlich auch mal draußen brauen ;)
Bis ich alle Braugerätschaften nach draußen transportiere, baue ich mir die Abluft direkt in das Abwassersystem. Evtl. sogar eine Konstruktion um mit dem angefallenen Wasser die Braunlage zu spülen.
Zum Thema Wasseraufbereitung: Ich muss erst noch einmal unser Leitungswasser testen lassen. Ich habe gesehen, dass einige ihre Wasserzusätze auch einfach beim ersten Aufheizen des Wassers mit in den Kessel geben. Ich weiß nicht ob da etwas gegen spricht.
Lese dich mal in das Thema auf dem Braumagazin ein. Da ist einiges an Geschmack für die Biere herauszuholen!

Dann mal weiterhin viel Glück. Habe jetzt bereits 3 Monate Planung und Bastelei so pö à pö hinter mir. Ich lasse mir auch Zeit und es macht Spaß etwas selber aufzubauen. Wie die Vorredner bereits erwähnten. Viel billiger wird es dabei nicht. Aber dann kann ich sagen, die Anlage habe ich im Griff.

Brew_Josh
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#20

Beitrag von Brew_Josh » Donnerstag 30. November 2017, 17:46

sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 15:35
Nur habe ich keine Sternförmigen Heizelemente unter 6000 Watt gefunden.
Ich habe noch ein Heizelement gefunden welches für 380 V gedacht ist. Wenn ich dieses jedoch mit 230 V betreiben würde, käme ich rechnerisch bei der 380V-9000W Variante auf 3300W, was sich für meine Kesselgröße ganz vernünftig anhört. Mir gefällt bei der Sternkonstruktion sehr gut, dass ich es durch den Topfboden befestigen kann, was wesentlich besser abzudichten sein dürfte als wenn ich den großen Teller durch die gebogene Seitenwand stecke. Das 9 kW Element hätte einen Durchmesser von 30 cm -> Denke ich auch sehr gut für meinen Kessel mit d=35 cm. Außerdem relativ flacher Aufbau.

Bild
sdf hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 15:35
Da nehme ich doch lieber "Made in Germany", mit einer niedrigeren Umwälzleistung.
Würde ich dir absolut zustimmen, ich bin jetzt auf jeden Fall ab von der großen, lauten, teuren Novax. Ich bin gerade über dieses Video gestolpert und muss sagen, dass ich nun dahin tendiere mit so einer sehr preiswerten 12V Pumpe anzufangen. Ich war zwar ursprünglich nicht angetan von diesen Kunststoffpumpen aber viele scheinen damit gute Erfahrungen gemacht zu haben. Etwa 7 l/min dürften mir reichen und man kann sich ganz gut reinigen wie er auch kurz in dem Video gezeigt hat. Offiziell soll sie sogar 100°C abkönnen aber ich denke nicht, dass ich sie beim Kochen einsetzen muss (andere Meinungen ?).

Dir auch weiterhin viel Erfolg ! :)

Viele Grüße
Brew_Josh

sdf
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#21

Beitrag von sdf » Donnerstag 30. November 2017, 22:49

Brew_Josh hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 17:46
Ich habe noch ein Heizelement gefunden welches für 380 V gedacht ist. Wenn ich dieses jedoch mit 230 V betreiben würde, käme ich rechnerisch bei der 380V-9000W Variante auf 3300W,

Wenn das so einfach geht, dann nehme ich auch diese Lösung. Guter Tipp!

Pumpe:
Der Engländer nutzt die 12v Pumpe in Kombination mit den Schengler Thermoport. Deutlich leiser als die Novax und haltbarer als gedacht.

Deothor
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#22

Beitrag von Deothor » Donnerstag 30. November 2017, 23:56

Ich habe nichts gegen diese Kleinpumpen aber es gibt einen guten Grund warum man bei RIMS eine leistungsstarke Pumpe verwenden sollte: Um die Temperatur der Dickmaische im Basket und die der Dünnmaische außerhalb des Baskets möglichst schnell anzugleichen.
Eine gute Heizleistung erfordert deshalb eine starke Pumpe um das Auseinanderdriften der Temperaturen zu reduzieren. So sind beim Anheizen auf eine Rasttemperatur Abweichungen von 3-6 Grad bei mir (ich verwende eine Gasheizung mit 14,5 KW ) nichts Ungewöhnliches. Aber wer will das schon.
Auf der anderen Seite kann es bei zu hoher Pumpenleistung zu einem Stau im Malzrohr kommen. Wenn dann die Dickmaische über das Malzrohr hinaus ansteigt und sich mit der Dünnmaische außen vermischt ist das auch nicht schön.
Wichtig ist also das Setup zwischen Heizleistung, Pumpenleistung und der Durchlassfähigkeit des Baskets.
Beim Korb ist also auch auf die Maschenweite zu achten.

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#23

Beitrag von Brew_Josh » Freitag 1. Dezember 2017, 00:36

Danke für die Rückmeldungen.
Deothor hat geschrieben:
Donnerstag 30. November 2017, 23:56
Wichtig ist also das Setup zwischen Heizleistung, Pumpenleistung und der Durchlassfähigkeit des Baskets.
Beim Korb ist also auch auf die Maschenweite zu achten.
Hmm das ist für mich jetzt sehr schwer einzuschätzen wie viel Leistung ich benötige. Ich habe noch eine andere Pumpe für den Betrieb mit 12 V gefunden welche laut Händler 10 l/min schaffen soll und mit 18 W auf jeden Fall schon mal mehr Leistung besitzt als die andere Pumpe (anscheinend 8,4 W). Im Idealfall würde ich also meine Dünnmaische in etwa 2 Minuten umpumpen können.

Der Korb besitzt eine Maschenweite von 300 µm.

Die Heizleistung liegt vermutlich etwa bei 3300 W in einem 33 Liter Kessel.

Was würdest du / würdet ihr aus eurer Erfahrung sagen ? Passt das zusammen ?

Viele Grüße
Brew_Josh

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#24

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 1. Dezember 2017, 01:52

Ich sehe folgende Probleme die du in den Griff bekommen musst.

- Der Treber muss, ohne Kanalbildung, gleichmäßig durchspült werden.
- Die Temperatur darf nicht zu sehr abweichen, zwischen Topfboden und oben aufgebrachter "Pumpwürze".
- Zusetzen der Pumpe durch zuviele Feststoffe aus dem Schrot.
- Anbrennen der Feststoffe an der Heizspirale.

Was, ausser deinem Basteltrieb, spricht denn gegen eine einfachere Anlage ?

Die Grundidee mit dem Malzkorb und dem sternförmigen Heizelement finde ich Prima. Das ganze in einem Thermoport verbaut würde ich folgendes machen. Hauptguss auf Einmaischtemperatur erhitzen, so das man mit Malzzugabe auf Kombirasttemperatur landet. Dann 60-90min die Rast halten. Bei Jodnormal ziehst du den Malzkorb raus (wie bei BIAB) und parkst den in einem Eimer. Paar Nachgüsse drüber und gut ist. Was da rauskommt zurückgiessen und kochen. Hopfenseihen und Fertig. Keep it simple and stupid.
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#25

Beitrag von Malzwein » Freitag 1. Dezember 2017, 08:22

Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 01:52
...

Die Grundidee mit dem Malzkorb und dem sternförmigen Heizelement finde ich Prima. Das ganze in einem Thermoport verbaut würde ich folgendes machen. Hauptguss auf Einmaischtemperatur erhitzen, so das man mit Malzzugabe auf Kombirasttemperatur landet. Dann 60-90min die Rast halten. Bei Jodnormal ziehst du den Malzkorb raus (wie bei BIAB) und parkst den in einem Eimer. Paar Nachgüsse drüber und gut ist. Was da rauskommt zurückgiessen und kochen. Hopfenseihen und Fertig. Keep it simple and stupid.
So etwas meine ich. Und hier - eine tolle Idee - kombiniert mit einer ausbaufähigen Lösung. Erst Kombirast im Thermoport. Später kann das mit einem Umwälzsystem versehen werden. Wenn ich mich richtig erinnere, kocht irgendwer im Thermoport mit Tauchsieder. Dann würde ich sogar ohne Heizelement anfangen. Aber da bin ich ein Langeweiler und sehe nur das Ergebnis, ein selbstgemachtes Bier.

Das man den Basteltrieb genauso wenig bändigen kann wie andere Triebe, beweist das Forum ja täglich aufs neue.
:Drink
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#26

Beitrag von Brew_Josh » Freitag 1. Dezember 2017, 13:00

Hallo Alt-Phex,
Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 01:52
Was, ausser deinem Basteltrieb, spricht denn gegen eine einfachere Anlage ?
Im Grunde nichts. Ich sehe nur noch nicht den großen Unterschied zwischen der von dir vorgeschlagenen einfachen Lösung und meinem Vorhaben. Wenn ich es richtig vorstanden habe, schlägst du folgendes vor:

- Thermoport mit dem Heizelement versehen
- Hauptguss erhitzen, geschrotetes Malz im Malzkorb zugeben
- Bei Jodnormal Korb herausnehmen und Nachgüsse
- Kochen und Hopfenseiehen

Das war auch meine Grundidee (BIAB). Nur dann habe ich mir die fertigen "Automaten" angesehen und festgestellt, dass die mit Zirkulation arbeiten. Das leuchtete mir auch ein, da man eine bessere Temperaturverteilung erzielt und doch im Grunde auch immer eine bessere -oder im schlechtesten Fall gleichwertige- Durchspülung erzielen müsste. Aus dem Grund dachte ich es wäre besser eine Zirkulationspumpe einzusetzen.
Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 01:52
- Der Treber muss, ohne Kanalbildung, gleichmäßig durchspült werden.

Da wird doch bei reinem BIAB erst recht nichts "durchgespült" oder ?
Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 01:52
- Die Temperatur darf nicht zu sehr abweichen, zwischen Topfboden und oben aufgebrachter "Pumpwürze".
- Anbrennen der Feststoffe an der Heizspirale.
Ich denke, dass ich ohne Zirkulation oben und unten noch höhere Temperaturunterschiede bekommen dürfte oder ?
Auch dürfte doch das Risiko steigen, dass etwas anbrennt, wenn ich nicht zirkuliere !?
Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 01:52
- Zusetzen der Pumpe durch zuviele Feststoffe aus dem Schrot.
Da wäre ich davon ausgegangen, dass die Maschen mit 300 µm eng genug sind um größere Feststoffe zurückzuhalten welche der Pumpe gefährlich werden könnten.

Ich bestehe absolut nicht auf meine Pumpenlösung wenn es quatsch ist, aber ich habe das Gefühl, dass wir etwas an einander vorbei reden und ich nicht verstehe, warum die Punkte die du aufgezählt hast ohne Pumpe weniger problematisch sind. Wäre nett wenn mich jemand aufklären könnte. :Smile

Viele Grüße
Brew_Josh

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#27

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 1. Dezember 2017, 13:20

Beim BIAB und/oder einer Single Infusion Mash (Kombirast) ist es auch nicht nötig das irgendwas durchgespült wird. Heizen muss man auch nicht. In einem isolierten Behälter bleibt die Temperatur ja über den benötigten Zeitraum (realtiv) konstant.

Wenn du aber rumpumpen und heizen willst, dann kann es halt zu den von mir angesprochenen Problemen kommen.

Um gutes Bier zu brauen braucht man keine RIMS Anlage. Du musst also selber entscheiden wo deine Prioritäten liegen. Monatelang an einer Anlage rumbasteln oder einfach mal Bier brauen. Ohne Brauerfahrung finde ich es auch etwas schwierig zu verstehen worauf es technisch ankommt und wo die Schwierigkeiten liegen.
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#28

Beitrag von Deothor » Freitag 1. Dezember 2017, 15:03

Er will halt kein BIAB mit Single Infusion Mash sondern die Rasten durchfahren.
Am Besten soll der Prozess auch noch halb/vollautomatisch gesteuert werden können.
Dazu muss gepumpt werden, das ist schon ok.
Wichtig ist doch dass er bereits in der Planungsphase die damit verbundenen Probleme erkennen und berücksichtigen kann.
Klar ist dass alle Verfahren irgendwie auch Nachteile haben. Die beim RIMS möglichen Probleme sind bereits aufgeführt worden. Aber dem echten Bastler kann das nur ein Ansporn sein.

Zur Maschenweite: 300 micro sind für Hopfensiebe geeignet. Für Malzrohre sind 400 micro besser.
Zum Zusetzen der Pumpe: Wenn nicht gerade eine ausgewiesene Klarwasserpumpe oder eine Minipumpe verwendet wird gibt es damit keine Probleme.
Ergänzung:
Wenn die Pumpe einen Durchlauf der gesamten Dünnmaische innerhalb von 2 Minuten schafft ist das ausreichend.
Tipp: Um die Rohre/Schläuche nach Gebrauch elegant leeren zu können wäre eine Pumpe mit umschaltbarer Pumprichtung ideal (die Novax kann das..)

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#29

Beitrag von markrickenbacher » Freitag 1. Dezember 2017, 17:24

Hi Brew_Josh
Nur Mut zum Basteln. Deine Überlegungen sind für mich schlüssig und klar, Du hast einen Plan. Du kennst Dein System danach perfekt, kannst es modifizieren und vor allem reparieren, sollte mal was defekt sein.

Pumpenmässig habe ich schon einige Erfahrungen machen können, ich habe sie quasi alle durch :Pulpfiction

Die Novax 20B habe ich im Braulokal im Betrieb um bei der 120L Anlage die Würze via Plattenkühler in den Gärtank zu pumpen. Glaub mir, mit der wirst Du bei Deiner Anlage nicht glücklich! Das Ding ist laut und hat auch zu viel Power für Deine Anwendung! Du müsstest die Pumpe via 1-Ph Frequenzumrichter dämpfen oder gegen einen Hahn drücken lassen, was in noch mehr Lautstärke endet.

Ich habe bei der 20Liter Malzrohranlage für die Maischezirkulation diese Pumpe im Einsatz. Die kannst Du regeln ist schön leise und kommt auch mit grösseren Partikeln in der Würze gut zu recht. Einziger Nachteil, sie ist aus Messing und kann max. 85°C (Beim Braumeister ist die gleiche Pumpe drin)
http://www.pumpendiscounter.de/ReigaGbR ... rc-E3.html

Bei der 120 Liter Anlage habe ich diese Pumpe für die Maischezirkulation im Einsatz. Die ist genial und würde für Deine Anwendung sicher perfekt passen. Material V4A und das Pumpenrad ist aus Lebensmittelechtem Hartkunststoff. Temperatur 100°C kein Problem.
https://store.brewpi.com/mashing/brewin ... ewing-pump

Schau dich auch sonst in diesem Store etwas um, da hat es viel Nützliches für den Bau Deiner Anlage, nicht nur Heizelemente (übrigens etwas teuer). Schau mal die Lock-Nuts an, damit kannst Du, wenn die Wandstärke nicht zu dick ist ganze einfach die 47mm Löcher für das Heizelement machen
https://store.brewpi.com/q-max-sheet-me ... punch-47mm

Ebenfalls eine gute und sehr günstige Quelle für Armaturen, Camlock Kupplungen usw. hier
https://megaironuptop.de.aliexpress.com ... b61dthSRxU

Das sternförmige Heizelement gefällt mir gut. Das habe ich beim Bau meiner grossen Anlage (8.5kW/3-Ph/400V) leider nicht gefunden. Die Anschlüsse sind einzeln durchgeführt, der Anschluss an 230V sollte problemlos möglich sein. Bei 16A Absicherung ist dann aber keine Reserve mehr da!

Gruss, Mark

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#30

Beitrag von Brew_Josh » Freitag 1. Dezember 2017, 22:43

Mir ist aufgefallen, dass das Unibräu-System stark so aussieht wie das was ich mir vorstelle. Ich hätte nur den Rücklauf von der Pumpe durch den Deckel geführt, ich weiß nicht warum die sich dafür entschieden haben es von der Seite zu machen.
Deothor hat geschrieben:
Freitag 1. Dezember 2017, 15:03
Zur Maschenweite: 300 micro sind für Hopfensiebe geeignet. Für Malzrohre sind 400 micro besser.
Das Unibräu-System nutzt ebenfalls einen 300 µm Korb, eventuell ist das sogar der den ich bei eBay herausgesucht habe. Das Problem ist, dass es kaum Alternativen auf dem Markt zu geben scheint die nicht 2-3 mal so viel kosten. Worin liegt das Problem mit 300 µm ? Schnelleres "verstopfen" ?

@ Mark:

Danke für deine Tipps und die zahlreichen Links !
Eine der beiden weiter oben verlinkten China 12V Pumpen hast du noch nicht in den Fingern gehabt oder ? Die Brewpi Pumpe wäre qualitativ sicher eine sehr gute Wahl, kostet aber leider 10 mal so viel wie das China Derivat. Wenn du mir wegen der geringeren Pumpleistung von -offiziell- 10 l/min bei der 12 V Pumpe nicht davon abraten würdest, würde ich vermutlich erst einmal dabei bleiben und sie testen.

Der Hole-Puncher und Aliexpress Shop sehen auch sehr interessant aus!

Viele Grüße
Brew_Josh

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#31

Beitrag von sdf » Samstag 2. Dezember 2017, 10:35

Pumpe:
Nochmal zur Pumpe, so wie ich es aus Recherchen festgestellt habe setzt Braumeister eine Zirkulationspumpte mit dem Namen Xylem ein. Hauptsache die Zirkulationspumpe kann 95 C° transportieren. Da finden sich einige Deutsche Modelle bei denen im Falle eines Defektes der Pumpenkörper Lowara ecocirc PRO 1M (anscheinend Baugleich mit Braumeister Xylem) ausgetauscht werden kann und somit Kompatibel mit verschiedenen anderen Deutschen Modellen ist. Einstiegspreis ist ab 100€ oder gebraucht in der Bucht noch günstiger.

Heizspirale
Braumeister setzt eine Ringspirale ein. Rechne ich die 2,5 Ringe in Länge um, so sind das knapp 2,5 Meter. Eine ähnliche Länge dürfte das Sternförmige Heizelement auch haben.

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#32

Beitrag von saschabouchon » Samstag 2. Dezember 2017, 10:56

Hi,
Ich habe seit kurzem auch Malzkörbe im Angebot. Dieser passt in den Einkocher oder 34/36l Topf.
https://www.brauhardware.de/malzkorb/

Zudem passen die Rühwerke auch noch in Kombination mit den Körben. Evtl ist das auch eine Option für dich, da du dann 100% flexibel bist.

Beste Grüße
Sascha
http://www.brauhardware.de
Rührwerk selber bauen, von der Einkocher- bis zur 70l Brauklasse! Läuterfreund, Edelstahlhähne etc...

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#33

Beitrag von Deothor » Samstag 2. Dezember 2017, 11:47

Nochmals zurück zum Thema „Maschenweite“.
Der Urvater der Brewbaskets "UtahBiodieselSupply" empfiehlt folgendes:

"Micron Recommendations:
234 - Great for herbal brewing, essential oils, & medicinal items
300 - Great for pellet hops
400 - Great for whole leaf hops & grain brewing (most popular size)
500-600- Great for larger grains
800 - Great for mash straining"

Mein Korb ist mit 400 micro Maschenweite demnach bereits sehr fein gedrahtet.
Bei voller Pumpenleistung meiner Novax und bei bestimmten Schüttungen (z.B. Weizen- und Roggenmalz- Anteile) verstopft der Korb. Ich muss dann die Pumpe drosseln.
Damit steigt leider auch die Temperaturdifferenz zwischen der Dick- und Dünnmaische.
Um dieses Auseinanderdriften zu reduzieren bin ich dann gezwungen die Heizleistung des Brenners zurückzufahren.
Damit bin ich wieder beim Thema Setup von Pumpenleistung, Heizleistung und Maschenweite.

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#34

Beitrag von Brew_Josh » Sonntag 3. Dezember 2017, 00:56

Hallo Deothor,

die 300 µm Maschenweite scheint also nicht optimal zu sein.

@ saschabouchon: Du hast einen sehr ähnlichen Korb mit gleicher Maschenweite in dein Produktsortiment aufgenommen. Hast du bereits Rückmeldungen dazu erhalten oder eigene Erfahrungen damit gemacht ?

Viele Grüße
Brew_Josh

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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#35

Beitrag von markrickenbacher » Sonntag 3. Dezember 2017, 20:39

Hi Brew_Josh

Nein die beiden verlinkten China Pumpen kenn ich nicht. Ich habe diese Pumpe als Ersatz bestellt. Die empfiehlt auch Daniel für den BT140
https://de.aliexpress.com/item/Three-ph ... 0.0.85mvoX

Diese Pumpe habe ich aber bisher noch nicht getestet. Ich denke es macht Sinn eine Pumpe zu wählen, bei welcher Du die Pumpleistung regeln kannst. Wenn ich Dich korrekt verstehe ist ja der Malzkorb oben offen. Mit zu viel Pumpleistung läufst Du Gefahr, dass Dir das Malz oben rüber geht. Beide Pumpen, die von BrewPi und auch die jetzt verlinkte kommen mit Potentiometer zur Einstellung.

Ich denke Du weisst um die relativ schlechte Sudhausausbeute bei BIAB. Ich habe mich deswegen damals für ein seitlich geschlossenes Malzrohr entscheiden bei welchem ich von unten eingepumpt habe und oben via Sieb das Malz zurückgehalten habe. Das Prinzip funktioniert bis heute sehr gut, die Sudhausausbeute ist aber mit 54% sehr tief geblieben. Ich denke bei Deiner Idee mit einem "offenen" Malzkorb ist es wichtig, dass Du die Maische/Würze ins Korbzentrum pumpst respektive eine Art Rohr mit löchern im Zentrum hast. Pumpst Du dann in Intervallen so sollten sich keine Strömungskanäle bilden und Du müsstest die Ausbeute merklich steigern können.
https://de.aliexpress.com/item/Free-Shi ... eLevelAB=5

Das Non-Plus-Ultra wäre natürlich Dein Prinzip mit einem Rührwerk zu kombinieren
https://www.polsinelli.it/de/50-l-motor ... -P1293.htm
https://www.polsinelli.it/de/korbfilter ... -P1085.htm

Am 3/4 Zoll Anschluss kannst Du dann die BrewPi Pumpe anbringen und nach oben zurück in den Korb pumpen. Mit 650 Euro (ohne Heizelement, Armaturen und Versandkosten) hättest Du dann eine Top Anlage. Schau Dir die anderen Grössen noch an, z.B. 75Liter :Smile

Gruss, MArk

Tombo
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Re: Zusammenstellen eines RIMS-Systems

#36

Beitrag von Tombo » Samstag 20. Oktober 2018, 13:46

Was würde eigentlich dagegen sprechen, das ganze nur mit dem Rührwerk zu betreiben anstelle der Pumpe?

Dann bräuchte man nur den motorisierten Topf von Polsinelli und den Filterkorb. Ist doch viel einfacher!? Also Brew in a Basket mit Rührer!

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