Hendi mit Steuerung

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Harplip
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Hendi mit Steuerung

#1

Beitrag von Harplip » Samstag 24. März 2018, 15:45

Hallo erst einmal,
ich bin neu und mache mir sehr viele Gedanken was ich als Einstieg mir kaufen soll....
bin von einer Seite für den BM20 und von der anderer Seite vieleicht doch ein Kessel mit dem
Hendi mit einer einfachen Steuerung. Packt denn das Hendi einen 50l Kessel zu beheizen ohne das es ewig dauert?
Wäre schön wenn jemand mir seine Erfahrung mit dem Hendi schildern könnte...
Gruß Walter

nochwas... wie ist Qualität von den BRWPGNDA Kessel...

Danke https://hobbybrauer.de/forum/download/f ... &mode=view

OS-Schlingel
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Re: Hendi mit Steuerung

#2

Beitrag von OS-Schlingel » Sonntag 25. März 2018, 08:55

Hallo Walter,
im Braumagazin gabs einen Artikel über Brauanlagen.
Ich selber habe mit dem Einkocher, "Einer für Alles", angefangen.

Mittlerweile koche ich die Sude, größer 50 L im Amihopfen Topf 68L auf der Hendi.
Trotzdem möchte ich viel probieren, auch Dekoktion.
Ich habe jetzt noch einen Thermoport gekauft.

Ich habe also keine vollautomatische Anlage, sondern stelle mir die erforderlichen Teile zusammen.
Steuerung ist die mirosikaru.

Viel Spaß die bei einem super Hobby

Stephen


http://braumagazin.de/article/klassengesellschaft/
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Boludo
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Re: Hendi mit Steuerung

#3

Beitrag von Boludo » Sonntag 25. März 2018, 11:35

Ich würde erst mal ohne Steuerung brauen. Wenn Du dich am ersten Brautag auch noch mit zusätzlicher Technik rumschlagen musst, wird es eventuell zu viel.
Viele Biere kann man auch mit einer sogenannten Kombirast brauen. Da muss man nur bei der richtigen Temperatur einmaischen und kann nach einer Stunde Läutern.
Ich persönlich würde eher schauen, dass es eine Möglichkeit gibt, die Gärtemperatur aktiv steuern, was gar nicht so schwierig ist, aber das Bier wesentlich mehr in seiner Qualität beeinflusst als ein gesteuertes Maischeverfahren.
Und die beste Brauanlage macht schlechtes Bier, wenn das Brauwasser nicht passt.
Eine Steuerung ist was feines, keine Frage. Bei mir hätte sie aber die letzte Priorität.

Ob BM oder nicht ist Ansichtssache. Ich hab damit auch schon geliebäugelt. Ich bin mit meiner Kochtopf Lösung auf Hendi aber letztendlich doch sehr zufrieden. Ein BM macht nicht die bessere Würze, eher im Gegenteil und man ist nicht so flexibel, da die Hauptgussmenge festgelegt ist. Und man muss sehr auf die Schrotqualität achten. Der große Vorteil ist der geringe Platzbedarf und die Automatisierung. Und das Läutern geht auch fix ohne Katastrophe, dafür hat man eine relativ schlechte Ausbeute und ein großes Loch im Geldbeutel.
Da ich eh nur ca alle 2 Monate braue und am Brautag genügend Zeit habe, kann ich auf eine Automatisierung verzichten. Bei anderen sieht das natürlich anders aus und man ist froh, wenn man nebenher noch was anderes erledigen kann.

Stefan

Archie
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Re: Hendi mit Steuerung

#4

Beitrag von Archie » Sonntag 25. März 2018, 18:22

Hallo harplip,

ich habe mich zu Beginn meiner Karierre für eine Lösung mit einer Hendiplatte und einem 34l Topf von Amihopfen entschieden. Dieses Equipment benutze ich, drei Jahre später, heute noch. Ich glaubte als Anfänger, das ich das größte Augenmerk auf die exakte Einhaltung der Rasttemperaturen legen müsste. Aus diesem Grund braue ich seit meinem ersten Sud automatisch mit der "Kleinen Brausoftware" von emilio und ich bin sehr zufrieden damit. https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ausoftware

Eine Liste der funktionierenden Hardwarekomponenten und eine Umbauanleitung der Hendi werden angeboten. https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ware#p9126 und https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... hilit=ulli

Der Vorteil dieses Systems liegt, meiner Meinung nach, in der Möglichkeit der Erweiterung und Verbesserung der eigenen Anlage. Ich habe mir mittlerweile ein Rührwerk, einen Läuterbottich, eine 2. Heizplatte für die Nachgüsse und einige neue Edelstahltöpfe angeschafft. Die Steuerung habe ich auf Wlan umgebaut und einige weitere Kleinigkeiten haben mir das Brauen erleichtert und die Zeit erheblich verkürzt.

Ob die Hendi einen 50l Sud zum wallenden Kochen bringt kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen, aber im Forum wird das bejaht.

Gruß
Archie

OS-Schlingel
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Re: Hendi mit Steuerung

#5

Beitrag von OS-Schlingel » Montag 26. März 2018, 12:03

Hallo @ Archie,

das mit dem wallenden Kochen klappt bei mir sogar mit 64 L Würze im 68L A-Topf!
Was auch gleich die Frage nach der möglichen Tragkraft für die Hendi beantwortet.


Gruß

Stephen
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morcalavin
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Re: Hendi mit Steuerung

#6

Beitrag von morcalavin » Donnerstag 29. März 2018, 16:02

Hi,
wir standen letztlich vor den selben Fragen, abgelaufen ist das dann so.

- Grainfather gekauft, 3 mal gebraut und wieder verkauft, weil einfach zu viel abgenommen wird und man eigentlich fast nichts machen muss.
- 34 l Amihopfen + Einkocher für NG + TP38 Liter + Hendi gekauft und damit 3 Sude gemacht, Ausschlagmenge so ca. 25-30l wurde aber bald zu wenig
- Tiefkühltruhe mit Inkbird und Wärmematte besorgt -> Bisher beste und wichtigste Anschaffung
- Kühlspirale angeschafft
- 57 Liter BRWPGND gekauft, TP bis zum Anschlag ausgereizt (so 12-13 kg Schüttung) -> 8 Sude
- Umstellung auf Kegs (NC), wieder zu wenig Bier...
- Rührwerk von BRWPGND im 57 Liter Topf, 70 Liter TP ersetzt 38 Liter TP, 38 L TP als Nachgusswasserbehälter
- Im Zulauf 75 Liter Topf von SS Brewtech, 1/2 bbl Unitank + Nasskühler. Da die Dinger langsam teuer werden, muss ich entweder öfter brauen oder wieder ein wenig HG machen um auf meine +- 80 Liter fertiges (UG) Bier zu kommen....

OG sind wir mit viel guten Willen bei 90-95 Litern pro Sud.
Je nachdem wie hoch Dein Budget ist würde ich sagen:

Hendi, 34 Liter Topf, TP 25/38 mit Blech oder Hexe, Kühlspirale, günstige TK-Truhe, Tauchsieder oder Einkocher

Da kannst Du fast alles weiterverwenden, wenn Du Dich vergrößerst, hast wenig Wertverlust, bist sehr flexibel und hast nicht so hohe Kosten.
Das ein oder andere kommt sowieso noch dazu, Monofilamentfilter, Spindel, Flaschenblast,
Steuerung ist überbewertet, die ersten 50 Biere kannst Du mit Kombirast machen. Wenn dann doch mal was anderes gemacht werden soll findet sich schon ein Braukumpel, der Dir das mal ausleiht. Wenn es unbedingt sein muss: Software von emilio hier aus dem Forum. Funzt und ist supereinfach zu nutzen.

Immer wieder gern empfohlen:
https://braumagazin.de/article/klassengesellschaft/


Edith sagt: Formatierung !

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