Einstieg in die 100 Liter Klasse

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Schwabenbrauer
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Einstieg in die 100 Liter Klasse

#1

Beitrag von Schwabenbrauer » Dienstag 6. November 2018, 14:36

Hallo zusammen,

wir haben nun ein paar Sude erfolgreich mit unserem Einkocher gemeistert. Allerdings ist die Biermenge für vier Personen schon sehr gering. Deshalb wollen wir nun in die 100 Liter Klasse einsteigen. Derzeit plane ich die Anlage und komme aber auf ein paar Fragen, die ich gerne mit euch diskutieren möchte.

Zum Läutern: Bisher haben wir einen lebensmittelechten Kunststoffeimer mit Flexschlauch verwendet. Die Würze haben wir mit dem Messbecher in den Läuterbottich umgefüllt bzw. zu zweit einfach direkt den Inhalt des Kochers in den Läuterbottich gefüllt. Nun frage ich mich, wie das wohl bei 100 Liter abläuft. Mit dem zwei Liter Messbecher wird das sicher nicht funktionieren und den 100 Liter Topf zu zweit packen und in einen Eimer gießen … ich weiß nicht. Wie macht ihr das?
Was ich bisher gesehen habe:
1. In der Sudpfanne einen Hahn, über den ich ablasse. Für mein Verständnis muss reicht da aber kein Zollhahn um das ohne Verstopfung abzulassen.
2. Mit einer Pumpe umpumpen. Kann ich mir vorstellen, allerdings wird die Würze durch Pumpe und Schlauch sicher unnötig kalt.
3. Die, wie ich sie nenne "Spaghetti-Methode" mit dem gelochten Innentopf in der Sudpfanne. Dies fand ich eigentlich ganz interessant. Allerdings habe ich im Forum gelesen, dass hier die Sudhausausbeute schlecht ist.


Ich freue mich auf Eure Kommentare bzw. Eure Unterstützung!

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Biermensch
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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#2

Beitrag von Biermensch » Dienstag 6. November 2018, 14:46

Hi,
1. Meinst du Abmaischen? Dazu brauchst du 1,5" Innendurchmesser.
2. nein, macht nix. Die Wege sind sehr kurz und anständige Schläuche haben ca. 5mm Wandstärke. Das spürst du nicht.
3. Malzrohr, oder BIAB? Kann man sicherlich machen...Musst halt dann einen Rezirkulierer bauen, allgemein sagt man, das die Ausbeute schlechter ist, hängt mit Schrotung und den Nachgüssen zusammen, soweit ich weis.
Gruß
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matschie
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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#3

Beitrag von matschie » Dienstag 6. November 2018, 14:52

In der 100L-Klasse würde ich entweder wie beschrieben mit einem 1.5", besser 2" Hahn abmaischen und dann die geläuterte Würze über einen Läutergrant in die Pfanne pumpen, oder eine HERMS-Anlage zusammen bauen. Das ist finde ich ab der Größe noch komfortabler, da man alle Töpfe auf einer Ebene aufstellen kann.
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
MQTT Device für CBPi: Link
Vorstellung meiner Anlage: Klick
GitHub: https://github.com/matschie1

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flamberger
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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#4

Beitrag von flamberger » Dienstag 6. November 2018, 16:11

Unser grosser Topf fasst 75l (Bis zum Rand 80l) und wir haben den meist so 3/4 voll beim Maischen. Dass lässt sich zu zweit gerade so noch handhaben. Das heisst wir stellen den Topf auf einen Stuhl und kippen ihn dann. Dies machen wir aber nur so, da die Helden von SS Brew keine anständigen Kugelhähne verbauen!

Wenn ich also jemals was noch grösseres will, dann braucht der Topf zwingend einen 1 1/2" besser 2" Hahn. Damit kann man dann problemlos mittels Schwerkraft in den Läuterbottich umfüllen.

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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#5

Beitrag von metaler143 » Dienstag 6. November 2018, 16:17

Alternativ könntet ihr auch mit einem 70 Liter Thermoport mit Läuterhexe/Läuterfreund maischen und daraus direkt läutern. Eignet sich gut für Kombirast und Dekoktion, jedoch ist auch eine mehrstufige Infusion durch zubrühen möglich, solange die Temperatursprünge nicht zu groß sind.
Bei einem Wasser:Malz Verhältnis von 2,5:1und einer Kombirast bzw. Dekoktion könnten 20kg Schüttung knapp reinpassen, womit bei 12°P und etwa 60% Ausbeute 100 Liter Ausschlag möglichen wären. Müsste man natürlich noch genau durchrechnen, falls ihr diese Methode in der Entscheidungsfindung berücksichtigen wollt.

Kochen dann im 100 Liter Topf mit Gas, Heizelementen oder einer entsprechend leistungsstarken Induktionslösung.

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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#6

Beitrag von afri » Dienstag 6. November 2018, 22:25

Genügend Leergut habt ihr hoffentlich?
Achim
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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#7

Beitrag von Schwabenbrauer » Mittwoch 7. November 2018, 06:40

Hallo zusammen,
Vielen Dank für eure Antworten!
Kurz zum Leergut: wir wechseln im Zuge der Erweiterung auch gleich auf Fassabfüllung. :)
Für unsere Zwecke ist vermutlich die Variante mit 2" Hahn die einfachste. Was ich nun nicht so ganz verstanden habe ist die Sache mit dem Läutergrant: ich dachte bisher, dabei handelt es sich um den Trichter direkt nach dem Läuterhahn?
vielen Dank und schöne Grüße!

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matschie
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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#8

Beitrag von matschie » Mittwoch 7. November 2018, 07:12

Hallo Schwabenbrauer,

Schau mal hier, da habe ich mal einen Sud mit meiner Anlage dokumentiert: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=10&t=18804
Die ist vom Prinzip ähnlich, nur in kleiner (57L Kessel).
Auf einem der unteren Bilder siehst du den Läutergrant:
Bild

Im Prinzip hast du mit dem Trichter recht, hier ist der nur etwas größer um als "Puffergefäß" zu dienen, damit man die Würze mit einer Pumpe hochpumpen kann und diese nicht trockenläuft.
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
MQTT Device für CBPi: Link
Vorstellung meiner Anlage: Klick
GitHub: https://github.com/matschie1

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Re: Einstieg in die 100 Liter Klasse

#9

Beitrag von Schwabenbrauer » Donnerstag 8. November 2018, 18:09

Hallo zusammen,

Vielen Dank für die Antworten!
Ich schaue mich dann nach zwei 100 Liter Töpfen um. Derzeit habe ich Polsinelli und das Catering Portal auf ebay auf dem Schirm was günstige Töpfe angeht.

Was könnt ihr denn für Pumpen empfehlen?

Vielen Dank und schöne Grüße

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