30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

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30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#1

Beitrag von Biermann » Montag 21. Januar 2019, 22:40

Hallo Brauer & -Brauerinnen,

Ich habe da mal eine Verständnisfrage: muß der Zapfdegen ausgebaut werden oder kann man den Degen auch mit dem Faß 'über Kopf' als Wascher benutzen?

Ich wasche meine Kegs kopf-über mit einer Pumpe durch den Bierausgang.

Reihenfolge:
1. Frischwasserspülung,
2. Wasser ausblasen mit CO2,
3. Heißspülen mit PBW (Powder Brewery Wash)
4. Lauge ausblasen mit CO2,
5. Spülen mit Frischwasser,
6. Ausblasen mit Co2,
7. Waschen mit Saniclean,
8. Ausblasen mit CO2
9. Füllen mit CO2 und auf Drucksetzen.

Bei 1., 3., 5. und 7. wird das Faß bewegt.

Dies scheint bei 30L Fässern besser zu gehen wie bei 60L, einfach mal von der Wärmeentwicklung an der Faßaußenseite. Da ich 60L Fässer nur noch für die zweite oder dritte Umfüllung nehme, ohne Ventil ist das kein Problem mehr.

Als Ergänzung: muß die Lauge auf 60°C oder höher gehalten werden, also, brauch ich eine Heizung im Sammeltank?

Beste Grüße, Jörg
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#2

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 22. Januar 2019, 00:39

In der Brauerei werden die auch über den Degen gespült. Und heisse Lauge ist natürlich auch effektiver.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#3

Beitrag von Honey Badger » Freitag 8. März 2019, 18:33

Hallo Jörg, :Smile

hat jetzt nicht direkt mit deiner Ursprungsfrage zu tun, aber wäre es nicht besser/günstiger das Fass vor der Lauge mit Luft auszublasen?
Soweit ich weiß neutralisiert dir die entstehende Kohlensäure einen Teil deiner Waschlauge. Glaube nicht, dass das bei den Mengen groß dramatisch ist, aber warum CO2 verschwenden, wenn man auch Druckluft nehmen kann? (Zumindest, wenn man welche zur Verfügung hat).

Beste Grüße
Jonas

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#4

Beitrag von Biermann » Samstag 9. März 2019, 03:27

Hallo Jonas,

da hast Du wohl recht, doch möchte ich Druckluft soweit wie möglich vermeiden. Wir haben zwar Trockner und Filter installiert, doch möchte ich jede Einbringung von Öl vermeiden und das CO2 ist billig, kaufe das in großen Flaschen.

Danke für Deinen Rat.

Jörg
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#5

Beitrag von Duke » Samstag 9. März 2019, 11:41

Es gibt spezielle Reinigungs(-zapf)köpfe z.B. von Micromatic.
Die haben im Stößel zusätzliche Bohrungen, wenn ich mich
recht erinnere.
Gereinigt wird kopfüber; dabei wird die Lauge durch den Degen gespült
und somit die Fassinnenwände gereinigt. Unten läuft dann die Lauge
durch den ursprünglichen CO2-Einlass wieder in den Reinigungsbehälter
zurück. Ich mach heute Nachmittag mal ein Foto davon und poste es hier.

Die Fässer drücke ich mit einem Flüsterkompressor leer. Zwischen
Kompressor und Fass ist ein Sterilluftfilter (0,1my) gesetzt.

https://www.tooler.de/industrietechnik/ ... 27648.html

Geht natürlich auch mit CO2.
Ich kenne micht mit Saniclean oder PBW nicht aus, aber muss man Saniclean wirklich nicht ausspülen?
Ich meine, wenn es an der Luft trocknen kann kein Thema, aber wenn nach der Saniclean-Anwendung
direkt mit CO2 bedrückt wird dann bleiben doch Rückstände im Fass, oder?
„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“ Kurt Tucholsky

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#6

Beitrag von Sebasstian » Samstag 9. März 2019, 16:09

Duke hat geschrieben:
Samstag 9. März 2019, 11:41
Ich kenne micht mit Saniclean oder PBW nicht aus, aber muss man Saniclean wirklich nicht ausspülen?
Ich meine, wenn es an der Luft trocknen kann kein Thema, aber wenn nach der Saniclean-Anwendung
direkt mit CO2 bedrückt wird dann bleiben doch Rückstände im Fass, oder?
Hier bereits ausgiebig diskutiert (Saniclean ist die schamlose StarSan Variante):
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=4779
Grüße,
Sebastian

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#7

Beitrag von Biermann » Samstag 9. März 2019, 16:38

Hallo Duke,

Danke für Deine Info.

@ Sebaastian -
(Saniclean ist die schamlose StarSan Variante)
das stimmt glaube ich so nicht, beide Produkte sind bei uns vom gleichen Hersteller wie das Bild zeigt. Der Unterschied: StarSan schäumt wie eine Sau in der Rausch, SaniClean aber nicht, ist also viel besser geeignet wo man minimale Rückstände will. Es ist auf Phosphor-basis und sollte keine negative Auswirkungen haben, waschen mit unsauberem Klarwasser ist da für mich gefährlicher. Ich benutze beide seit vielen Jahren und habe seit meinem Umstieg auf diese Produkte kein schlechtes Bier mehr gehabt (natürlich meine Meinung :Smile )
Bild

Cheers, Joerg K.
Dateianhänge
StarSan -SaniClean.JPG
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#8

Beitrag von Sebasstian » Samstag 9. März 2019, 17:08

ich meinte natürlich schaUmlos! :Bigsmile
Grüße,
Sebastian

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#9

Beitrag von Duke » Samstag 9. März 2019, 21:47

Das ist das Teil von Micromatic
K800_20190309_120517.JPG
K800_20190309_120537.JPG
K800_20190309_120945.JPG
Und zum Thema Druckluft und Öl: Wenn ein ölfreier Kompressor verwendet wird,
dann kommt da auch kein Öl rein. Ich mach das mittlerweile seit zwei Jahren
so und hatte noch nie Probleme mit meinen KEGs.

Grüße

Norman
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#10

Beitrag von Duke » Samstag 9. März 2019, 21:52

Duke hat geschrieben:
Samstag 9. März 2019, 21:47
Das ist das Teil von Micromatic

K800_20190309_120517.JPG

K800_20190309_120537.JPG

K800_20190309_120945.JPG

Und zum Thema Druckluft und Öl: Wenn ein ölfreier Kompressor verwendet wird,
dann kommt da auch kein Öl rein. Ich mach das mittlerweile seit zwei Jahren
so und hatte noch nie Probleme mit meinen KEGs.

Grüße

Norman
Edith: Kleiner Nachtrag, wo ich "unsauberes Klarwasser" lese...
Ich reinige mit Lauge und danach spüle ich mehrmals mit Leitungswasser durch und
drücke mit "steriler" Luft die Wasserreste aus. Danach mit CO 2bedrücken, runterkühlen
und mit Bier befüllen. Auch hier hatte ich noch nie Probleme, welcher Art auch immer.
Lieber Leitungswasserreste im KEG als Laugenreste oder sonstwas.


Edith: Sorry hab statt "Beitrag ändern" auf den Zitierknopf gehämmert. :Smile
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#11

Beitrag von Valjean » Samstag 9. März 2019, 22:16

Moin!
den nachfolgenden Text habe ich schon mal im alten Forum geschrieben. Passt aber auch hierhin ;-)

---

Hallo,

zum Thema Reinigen von KEGs gibt es eine vielzahl von unterschiedlichen Theorien. Fast jede Brauerei hat hier Ihre eigene Meinung.
Dazu kommt, dass jedes Bier seine Eigenheiten hat und daher auch das Reinigungsprogramm angepasst werden muss.

Das Standardprogramm, das heute für "normale" Biere (Pils, Alt, Kölsch, kein Weizen) angewendet wird sieht von den Prozeßschritten so aus:

1. Ankoppeln des KEGs mit Restdruckkontrolle
2. Restentleerung mit Sterilluft
3. pulsierende Spülung mit sogenanntem Stapelwasser (wiederverwendetes Heißwasser)
4. Ausdrücken des CO2 mit Sterilluft
5. pulsierende Spülung mit Lauge (ca. 70°)
6. Ausdrücken der Lauge mit Sterilluft
7. pulsierende Reinigung mit Heisswasser (min 80°)
8. Ausdrücken des Heisswassers mit Sterilluft
9. pulsierende Reinigung mit Säure
10. Ausdrücken der Säure mit Sterilluft
11. pulsierende Reinigung mit Heisswasser (min 80°)
12. Ausdrücken des Heisswassers mit Dampf (125°-135°)
13. Aufbau von Dampfdruck zur Sterilisation (ca 20 sec)
14. Ausdrücken von Dampf und Kondensat mit CO2
15. Vorspannen des KEGs mit CO2
16. Füllen mit Bier

Diese Prozeßschritte haben sich in den letzten Jahren als optimal herausgestellt. Insgesamt dauert dieser Ablauf (Reinigung und Füllen) auf einer modernen KEG-Anlage ca. 4,5 Minuten wobei die einzelenen Schritte auf unterschiedlichen Stationen ablaufen. Taktzeiten von 45-60 sec sind heute machbar.

Wird in den KEGs Weizenbier gefahren, womöglich noch mit KEG-Gärung, dann sollte nach Schritt 5 eine Lauge Weichzeit folgen. Es lagern sich vor allem im Fittingbereich Hefereste an, die durch das Einweichen mit der Lauge gelöst werden.
Auf alten KEG-Anlagen kann man das Weichen gut beobachten, hier gibt es meterlange Weichstrecken zwischen den Behandlungsmaschinen, auf denen die KEGs bis zu 20 Minunten verweilen.
Neue Untersuchungen haben jedoch nachgewiesen, dass die Wirkung von Weichzeiten nur gering ist (aktive Reinigung ist besser als passive Reinigung). Die Brauer sind jedoch sehr konservativ und halten an den alten Verfahren oft sehr lange fest.

Die Schritte 7-10 können entfallen, wenn das KEG nach dem Entleeren recht schnell zurück zum Wiederbefüllen kommt, also kurze Umlaufzeiten hat. In kleineren Brauereien wird dann auch oft auf die Dampfsterilisation verzichtet. Dann dauert die Reinigung ca. 3 min.

Die Aussenreinigung sollte sinnvollerweise vor der Innenreinigung stattfinden, da sonst Dreck in die Behandlungsstationen kommen kann. Aussen wird je nach Leistung der Anlage mit Bürste und/oder Hochdruckreinigung gearbeitet. Die Bürstenreinigung benötigt mehr Zeit, kommt in modernen Anlagen immer weniger zum Einsatz.
Nach dem Füllen wird oft der Fittingbereich nochmals mit entmineralisierten Heißwasser abgeduscht, damit dort keine Bierspritzer antrocknen können.,

PS: Es wurde nach den Namen der KEG-Reiniger gefragt - Es gibt zB (ohne Anspruch auf Vollständigkeit: KEGBoy, Monomat. Micromat, Multimat, Transomat, InnoKEG, ContiKEG,
Für alle die sowas mal sehen wollen aber nicht in die Brauerei (Abfüllung) kommen, hier gibt's Videos: http://www.youtube.com/watch?v=NglcEAZO ... re=related

Gruß

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#12

Beitrag von Duke » Sonntag 10. März 2019, 13:32

Dampfsterilisierung am Ende ist natürlich die sicherste Variante. Hab nur leider
kein Moos und Platz für so eine Kiste.
Ich habe übrigens einen Keg-Reiniger von Svidnik

https://pss-svidnik.sk/de/produkte/brau ... g-faesser/
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#13

Beitrag von Biermann » Sonntag 10. März 2019, 15:47

Hallo und Danke für die gute Info :thumbsup

Nur möchte ich noch einwerfen das da ein Unterschied ist zwischen Reinigen und Desinfizieren, eine Tatsache die bedacht werden will (leider in Unglisch, sorry):
PBW is an alkaline, non-caustic, environmentally and user friendly cleaner und

STAR SAN is a high foaming, acid anionic, no-rinse sanitizer oder
SANICLEAN is a low-foaming acid anionic, final rinse product oder
IO-STAR is a low foaming iodophor sanitizer

Übrigens: nein, ich bekomme kein Geld von FiveStar, nur sind deren Produkte bei uns überall erhältlich. Was Ihr in D,land benutzt muß nicht unbedingt auch bei uns erhältlich sein.

Wie schon gesagt, meine besten Biere hab ich seit ich dieses System benutze.

Jörg K.
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#14

Beitrag von Valjean » Sonntag 10. März 2019, 17:09

Duke hat geschrieben:
Sonntag 10. März 2019, 13:32
Dampfsterilisierung am Ende ist natürlich die sicherste Variante. Hab nur leider
kein Moos und Platz für so eine Kiste.
...
Alternativ kann die Dampfsterilisation auch durch 30-60 sek. Heißwasserspülung mit 85°C heißem Wasser ersetzt werden. Das reicht idR auch aus. Auf den Säureschritt kann auch verzichtet werden, wenn die Fässer zeitnah nach dem Entleeren gereinigt werden.
Wichtig ist, dass bei allen Schritten pulsierend mit unterschiedlichem Druck durchs Steigrohr gespült wird. Nur dann wird auch das Steigrohr selbst auch außen gereinigt.

BTW: Was kostet denn der Reiniger von Svidnik?

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#15

Beitrag von Duke » Sonntag 10. März 2019, 17:25

Heißwasser ist bei mir etwa 75°C. Auf Säure verzichte ich auch, weil ich in der Regel ein paar Tage nach der Leerung die
Fässer reinige.

Der Reiniger hat 6300€ brutto gekostet. Vorbildlich ist auch der Kontakt zu Svidnik; selbst nach zwei Jahren meldet sich der
Verkäufer(Ingenieur) bei mir, stellt Fragen und nimmt sogar Verbesserungsvorschläge ernst.
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#16

Beitrag von Jomsviking » Dienstag 26. März 2019, 15:06

Duke hat geschrieben:
Samstag 9. März 2019, 21:47
Das ist das Teil von Micromatic

K800_20190309_120517.JPG

K800_20190309_120537.JPG

K800_20190309_120945.JPG

Und zum Thema Druckluft und Öl: Wenn ein ölfreier Kompressor verwendet wird,
dann kommt da auch kein Öl rein. Ich mach das mittlerweile seit zwei Jahren
so und hatte noch nie Probleme mit meinen KEGs.

Grüße

Norman
Hallo Norman,

wie Zufrieden bist du mit dem Zapfkopf zum Spülen?
Das ist schon der normale Reihenschaltungs Zapfkopf oder?

Konkret interessiert mich, ob das Wasser auch schnell genug abläuft.
Mit einem Normalen Zapfkopf geht das nicht. Da sind zu wenig Löcher vorhanden oder die Gasseite ist zu klein (z.B. DSI)
Ich möchte zukünftig meine Fässer nach dem Reinigen geschlossen spülen.
Hierfür habe ich ein Angebot über einen Umbau eines Zapfkopfes, mit dem das dann möglich sein soll. Preislich ist dieser dann (mit Umbau) jedoch gleich teuer, wie der von Micromatic.

Falls der Micromatic so gut Funktioniert, muss ich mir ja keinen Umbauen lassen.
Gruß
Felix

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#17

Beitrag von Duke » Mittwoch 27. März 2019, 15:07

Moin.

Der Zapfkopf funktioniert gut, also macht das, was er machen soll. Da die Lauge oder das Wasser bei
mir mit Druckluft rausgedrückt wird, leert sich das Fass auch relativ zügig; so in fünf bis zehn Sekunden.
Es sind ja auch immer nur ein paar Liter im Fass.

Gruß

Norman
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#18

Beitrag von Biermann » Samstag 30. März 2019, 18:25

Hallo Norman,

Hast Du eine Micromatic Nr für den Waschkoppler? Ist der Zapfkopf komplett anders wie der normale Bierzapfkopf?

Vielen Dank schon mal, Jörg K.
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#19

Beitrag von Duke » Montag 1. April 2019, 21:07

Ich schau mal morgen drauf; auf der Rechnung stand nix Genaues.
Es könnte dieser hier sein, Ausführung "A-System" in der 1/2"-Version:

http://media.micro-matic.com/download/l ... 8e274c5883

https://www.micro-matic.com/de-de/zapfkoepfe

Gruß

Norman
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#20

Beitrag von Jomsviking » Montag 8. April 2019, 14:32

Hallo,

Jetzt hab ich mir einen geholt: den Normale Flachzapfkopf für Reihenschaltung von MicroMatic um die Fässer Vor und Nach zu Spülen.
Das Funktioniert super. 5/8" Gardena Adapter auf die Getränkeseite und Kopfüber Ausspülen.

Der Unterschied beim Zapfkopf ist die Gasseite.
Diese hat auch 5/8" und es gibt deutlich mehr Löcher (wie bei Norman auf dem Bild)
Es gibt keine Rückschlagventile.
Gruß
Felix

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#21

Beitrag von dast » Montag 8. April 2019, 14:39

Hi Felix,

wo hast Du den gekauft und was hat er gekostet?

BG,
Daniel

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#22

Beitrag von Jomsviking » Montag 8. April 2019, 14:43

Hallo Daniel,

den habe ich vom Zapfanlagendoktor für 69,99€
https://www.zapfanlagendoktor.de/keg-fl ... ltung.html
Gruß
Felix

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#23

Beitrag von Duke » Mittwoch 10. April 2019, 16:20

Jomsviking hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 14:43
Hallo Daniel,

den habe ich vom Zapfanlagendoktor für 69,99€
https://www.zapfanlagendoktor.de/keg-fl ... ltung.html
Genau das ist er! Auf den ZAD hätte man ja auch mal kommen können...
2x 5/8-Abgänge ohne Ventile.
Hatte heute noch die SK-Nummer abgelesen; 184.04. Ist aber nicht
hilfreich, da diese Nummer irgendwie universell vegeben wurde.
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#24

Beitrag von Biermann » Mittwoch 10. April 2019, 16:29

Hallo,

Danke für die Angaben. Ich komme aber damit bei uns bei Micromatic nicht weiter und habe da mal eine Anfrage über deren Webinfodienst gestellt. Mal sehen ob da was kommt.

Ich hatte schon überlegt da mehr Löcher anzubohren, aber die Größe des Steppels sieht größer wie beim normal Zapfkopf aus.

Grüße, Jörg K.
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#25

Beitrag von Duke » Donnerstag 11. April 2019, 00:13

Bestell den Kram doch einfach für die 70€ beim ZAD. Was willst Du denn da rumbohren?
Und 70 Schekel sind ok. Ich habe selbst für Ersatzzapfköpfe (geiles Wort!) beim Neukauf
des Fassreinigers 54€ in der Slovakei bei Svidnik bezahlt.
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#26

Beitrag von Biermann » Donnerstag 11. April 2019, 04:18

Hallo Norman,

die Worte hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Wenn da noch mal €30 Postgebühren drauf kommen ist mir das dann doch schon einige Überlegungen wert. Vielleicht bin ich auch noch aus einer Zeit wo CAD150 nicht so leicht verpfeffered werden.

Danke aber trotz-wohl.

Jürg K.
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#27

Beitrag von Duke » Donnerstag 11. April 2019, 10:13

Ok. Jetzt wird ein Schuh draus: Ich sehe, Du wohnst am anderen Ende des großen Teiches und dann noch einmal
2000km weiter. :Smile

Entschuldige, das hatte ich nicht registriert.

Grüße

Norman
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#28

Beitrag von Biermann » Donnerstag 11. April 2019, 19:18

Quit alright Norman und nach 64 Jahren hab ich zum ersten mal meinen Namen falsch geschrieben (I think, I am losing it).

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#29

Beitrag von Biermann » Donnerstag 18. April 2019, 03:18

Hallo,

da ich von MicroMatic nix gehört habe und wir gut drauf sind mit Umarbeiten habe ich mir schnell mal zwei 'A' Zapfköpfe beim Chinesen bestellt. 2 für €46,20! Einen davon haben wir nun von vier Löchern auf 12 abgeändert und ich werde dann mal sehen wie das mit dem Reinigen funzt. Vielleicht bohren wir die noch etwas auf, mal sehen.

Bild

Gruß, Jörg K.
Dateianhänge
A Zapfkopf-1.JPG
A Zapfkopf-1.JPG (102.25 KiB) 580 mal betrachtet
A Zapfkopf-2.JPG
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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#30

Beitrag von scne59 » Donnerstag 18. April 2019, 16:57

Hi!

Der entscheidende Vorteil des Micromatic Zapfkopfs für Reihenschaltung ist aber, das nicht nur der Stößel aus Edelstahl ist, sondern auch das Gehäuse. Und die haben auch den Stößel so modifiziert, dass der ursprüngliche Gas-Weg einen grösseren Durchmesser hat (voll durchgebohrtes Gehäuse vom Gaseingang her, Stößel im unteren Teil dünner, mehr Löcher im Stößel-Kragen).
Bei deinen modifizierten Chinesen kommt jetzt die Reinigungs-Lauge mit verchromtem/vernickeltem Messing in Kontakt. Das kriegt sicher interessante "Patina".

J.

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Re: 30 & 58L Fässer (Kegs) waschen

#31

Beitrag von Biermann » Freitag 19. April 2019, 15:31

@J., das werden wird dann ja wohl sehen. Da ich keine 1000 Fässer am Tag machen muß, sondern nur 6-8 im Jahr sollte das mit der nötigen Sorgfalt kein Problem sein. Das Volumen und das Problem der Beschaffung waren ja auch eigentlich der Grund für die chinesische Variante. Übrigens, danke für den Hinweis mit dem durch gebohrten Gehäuse, ich werde mir das mal ansehen und eventuell aufdrehen, wenn das Sinn macht.

Übrigens, wir haben das Gehäuse vom zweiten A-Zapfkopf mal angeschliffen und es scheint alles Edelstahl zu sein, aber wir werden sehen.

Frohe Ostern, Jörg K.
Bier ist ein Grundnahrungsmittel

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