Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheizen!

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treibi
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Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheizen!

#1

Beitrag von treibi » Mittwoch 4. Februar 2015, 11:07

Hallo Braukollegen!

Ich mache mir schon länger Gedanken über den Neubau meiner Brauanlage. Ich hätte vor diese mit einem Außenwärmetauscher (Rohrspirale in Wasserbad) zu beheizen. Zum Maischen möchte ich das Wasser aus einem ausreichend dimensionierten Pufferspeicher beziehen und als Heizmedium um die Rohspirale pumpen. Der Pufferspeicher wird von der vorhandenen Hackschnitzelheizung beheizt bzw. auf Temperatur gehalten. Das Wasser hat ca. 80 Grad C, was bei geeigneter Isolierung und Pumpenleistung der Maische- sowie der Umwälzpumpe reichen müsste.

Meine eigentliche Frage wäre aber, ob ihr eventuell andere technische Lösungen wisst wie meine Brauanlage mit Biomasse heizen könnte.

Insbesondere das Würze kochen macht mir ein wenig Sorgen. Ich möchte das Ganze auch halbwegs automatisieren und möchte auch beim Würze kochen nicht händisch befeuern müssen.
Hat wer Infos zu Dampferzeugern, die mit Biomasse beheizt werden könnten?

Ich streben ein 3 Geräte Sudwerk (Maischepfanne, Würzepfanne, Whirlpool) mit ca. 200 bis 300 l an.

sg

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DerDennis
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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#2

Beitrag von DerDennis » Mittwoch 4. Februar 2015, 17:04

Wie wärs mit Solarenergie? Die kann man bequem speichern (Batterien) und dann konzentriert wieder abgeben - ich denke da an "ein paar Tage Akkus laden für 90 Minuten elektrisch beheiztes Würzekochen"... Ansonsten ist eigentlich der direkte Weg (befeuern mit Holzfeuer) der beste - Brennholz ist ja auch Biomasse. Klappt wohl ganz gut mit solchen alten feuerbeheizten Waschkesseln, der ein oder andere hier macht das wohl mitunter so.

Oder Biogas und Hockerkocher? Oder ein Benzinbrenner den du mit Bioethanol befeuerst?

Grüße
*"Männer-Malzbier": Magnum/Select/Tettnanger auf 26 IBU, WLP2308, ca 70-80 EBC, 6 % vol (Nachgärung)

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#3

Beitrag von Ausgefunkelt » Mittwoch 4. Februar 2015, 19:40

Hallo

du must als heizungswasser( die flüssigkeit die im deinem heizkreis ist) eine flüssigkeit nehmen die einen höheren siedepunkt hat als 100 grad. Thermalöl geht problemlos bis 300C. Wenn du dich im kesselbau und druckbehälter bau auskennst kannst du auch die anlage mit Druck beaufschlagen damit verschiebst du auch den siedepunkt.




ist doof auf einem handy zuschreiben mit meinem fingern

mfg

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#4

Beitrag von treibi » Mittwoch 4. Februar 2015, 19:53

Solarenergie wäre durchaus ein Thema, da hast du recht. Aber wenn es hier um die Effizienz geht hängt diese System gegen Hackgut weit hinten nach.
Zum Zweiten ist es so, dass ich das Hackgut selbst aus dem eigene Wald beziehen kann und dadurch sehr geringe Energie kosten habe.

Wenn du die Batterie ansprichst hast du wohl recht, aber neben der Photovolatikanlage ist die Batterie alles andere als günstig. Eine 5 KWp PV- Anlage kostet ohne Förderung in Österreich um die 8000€ und die Batterie wahrscheinlich nochmal das gleiche. Wenn ich 200- 300 l 1,5 Stunden kochen möchte werde ich wohl doch eine entsprechende Energiemenge brauchen,... korrigiert mich bitte aber ich schätze mal, dass unter 20KW hier wohl nichts gehen wird.

Die Idee mit Gasbrenner und Biogas klingt auch sehr interssant. Aber bekommt man Methan aus Biogasanlagen in Flaschen bzw. Tanks abgefüllt? ... die werden doch meist vor Ort in KWK Anlagen verbraucht.

Hab jetzt im Internet mal eine Möglichkeit mit Heißwasser gefunden.
http://www.kohlbach.at/de/cetest-firstp ... serkessel/

Die Brauanlage mit Doppelwandigen Behältern aufbauen und durch eine Heißwasserpumpe umspülen. Heizen wäre dann Pumpe ein und bei den Rasten einfach die Pumpe aus.

Hat jemand Erfahrung mit solchen Systemen?
Ausgefunkelt hat geschrieben:Hallo

du must als heizungswasser( die flüssigkeit die im deinem heizkreis ist) eine flüssigkeit nehmen die einen höheren siedepunkt hat als 100 grad. Thermalöl geht problemlos bis 300C. Wenn du dich im kesselbau und druckbehälter bau auskennst kannst du auch die anlage mit Druck beaufschlagen damit verschiebst du auch den siedepunkt.




ist doof auf einem handy zuschreiben mit meinem fingern

mfg
Auf das hätte ich auch schon gedacht. Aber normale Hackgutheizsysteme sind nicht auf solche Temperaturen ausgelegt. Ich hätte da mal bei der Firma Hargassner gefragt, der Vertreter hätte gemeint, da gibts keine Lösung.

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#5

Beitrag von adlismatter » Mittwoch 4. Februar 2015, 20:41

Salue z'sammen

Siehe
http://www.uelus-homebrew.ch
Er braut mit Solarstrom.
Gruß
Wilfried

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#6

Beitrag von HarryHdf » Mittwoch 4. Februar 2015, 22:51

Die hier brauen komplett mit Hackschnitzeln. Der Braumeister ist sehr nett, mal ihn sich mal an. Ist zwar ne ganze Ecke großer als 3HL, aber vielleicht hat er ja ein paar gute Tipps.
mögen die IBU mit euch sein, Harry

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden. (K. Adenauer)

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#7

Beitrag von Tron » Donnerstag 5. Februar 2015, 06:24

Guck am besten nach Dampfkesseln die entweder mit Pellets oder, besser weil preiswerter, mit Hackgut befeuert werden können. Den Dampf kann man gut leiten, er liegt im richtigen Temperaturbereich und kann je nach Bedarf erzeugt werden.

Einziges Manko ist der hohe Wartungs- und Prüfaufwand.
Gruß

Mario

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#8

Beitrag von treibi » Donnerstag 5. Februar 2015, 16:34

Die Sache mit den Dampfkessel ist etwas schwierig.
Es gibt zwar Biomassedampfkessel für Pellets oder Hackgut, diese werden aber meist erst ab 400 KW oder in etwa diesem Leistungsbereich angeboten. Ich hätte für 300 l so ca. 20-40 KW angestrebt.

Ich hab jetzt mal so etwas gefunden.
http://jumag.de/de/dampferzeuger/abhitzekessel

Ich hätte mir gedacht, diesen Abhitzkessel an meine bestehende Heizung dran zu hängen. Also mit den Abgasen Dampf erzeugen.
Dann könnte ich mit dem Wasser aus dem Pufferspeicher als Übertragungsmedium Maischen. Und anschließend mit dem Dampf heizen.
Oder, so fern das funktioniert, meinen Heizkessel sozusagen auf Durchlauf zu stellen (ohne Wärmeabnahme in den Pufferspeicher) und dann die volle Wärme in Dampf um zu wandeln und dann mit dieser maischen und kochen.
Ich hab gelesen, dass die Abgase aus Biomasseheizungen mit mehrere Schadstoffen behaftet sind, also weit nicht so rein sind, wie andere aus Gas- oder Ölbrennern, könnte es damit eventuell in diesem Abhitzkessel Probleme geben?

Kennt sich damit jemand aus?

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Herbert52
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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#9

Beitrag von Herbert52 » Donnerstag 5. Februar 2015, 22:57

Hallo treibi,
grundsätzlich handelt es sich bei solchen Anlagen um Gesamtkonzepte. Abhitzekessel werden in Hochtemperatursyteme eingesetzt, Hierbei handelt es sich um Abgastemperaturen von über 250°C bis 500°C, solche Temperaturen hast du aber nur aus Produktionsprozessen, Thermalöl oder Hochdruckdampfanlagen. Diese Technik wendet man aber nicht zum Selbstzweck an, sondern nur um den Wirkungsgrad von Anlagen, bzw. die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen.
Solch ein System an eine Holzpelletanlage zur Hausheizung ins Abgassystem einzubauen, ist nicht möglich, weil der Energieinhalt der Abgase viel zu klein Ist. Übliche Abgasverluste liegen heute bei ca.5-10%.
Hast du eine Vorstellung was so eine Dampfanlage von jumag kostet, auch ist die Beheizung mit Dampf die teuerste Energieform. Auch sind solche Anlagen, mit Hochdruckdampf, TÜV überwachungspflichtig.
Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist Themalöl. Holzbeheizte Thermalölkessel haben den Vorteil, dass es sich hierbei nicht um einen Druckkörper handelt und auch somit nicht überwachungspflichtig sind.
Das Haupt-Problem wird aber in der Regelung bestehen, Holzfeuerungen sind schwer zu regeln, Gas und Ölbrenner kann man regeln oder einfach ausschalten. Was machst du mit Holz, wenn dies auch noch automatisiert werden soll. Ich mach mal eine leichte Schätzung mit Pelletfeuerung automatisiert, Thermalölkessel, Pelletlager, Regelung, Pumpen, Pufferspeicher und und und, ca. 30-40.000,- Euro. Dafür kannst du viel Bier kaufen.
Mach es so wie DerDennis schon geschrieben hat:
DerDennis hat geschrieben:... Ansonsten ist eigentlich der direkte Weg (befeuern mit Holzfeuer) der beste - Brennholz ist ja auch Biomasse. Klappt wohl ganz gut mit solchen alten feuerbeheizten Waschkesseln,
Dann ist aber manuelle Regelung angesagt.
Gruß Herbert

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#10

Beitrag von treibi » Freitag 6. Februar 2015, 17:41

Najo,.. also ich habe vor mir diesen Sommer so und so eine Haschnitzelheizung anzuschaffen. Von der Leistung her soll sie auch um die 70KW haben. Wenn ich die Leistung der Heizung so ansehe und meine Recherche aus dem Forum zum Heizleistung vergleiche müsste ich doch damit locker die 300l brauen können.
Von den Kosten her, gesamt gesehen, werden da auch ca. 25000 anfallen.

Ich möchte , wenn ich schon eine neue Heizung baue, diese gleich von Beginn an so konzipieren, dass ich auch damit brauen kann.

@Herbert: das Maischen über den Pufferspeicher müsste doch funktionieren oder?

Zum Würze kochen hab ich jetzt an folgendes gedacht. Die Heizung ohne Wärmeabnahme des Heizkreises befeuern und die Abgase dann über einen Rohbündelwärmetauscher im Kamin leiten. Durch diesen WT pumpe ich dann das Thermalöl welches mir meine Würze in der Doppelwandung des Würzekessel kocht.

Reichen die Temperaturen der so erzeugten "Abgase" aus um das Thermalöl ausreichend zu erwärmen?
Kann ich so eine Heizungsanlage über ohne einen Wärmeabgabe an den Heizkreis betreiben?

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#11

Beitrag von hutschpferd » Freitag 6. Februar 2015, 21:03

IMO kompletter Blödsinn. Dann musst ja immer heizen wenn du brauen willst.

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Herbert52
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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#12

Beitrag von Herbert52 » Freitag 6. Februar 2015, 22:06

hutschpferd hat geschrieben:IMO kompletter Blödsinn. Dann musst ja immer heizen wenn du brauen willst.
nicht nur dass, du erreichst die nötigen Temperaturen nicht zum kochen, da kann die Kesselanlage noch so groß sein, zudem haben moderne Hackschnitzelkessel, systemisch Wasser, mit max 85-90°C. Wie oben schon geschrieben, muß der Kessel auf Thermalöl aufgebaut sein, über einen Abgaswärmetauscher ist dass völlig unmöglich.

Ich hatte geglaubt dir klar gemacht zu haben, dass dein Unterfangen nicht möglich ist.

Gruß Herbert

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#13

Beitrag von treibi » Mittwoch 8. Juli 2015, 18:00

Hallo !

Mich lässt der Gedanke, dass das System mit Hackggut doch irgendwie funktionieren muss einfach nicht los. Ich hab mir dazu jetzt in den letzen Wochen ein wenig den Kopf zerbrochen und möchte nun mal meine aktuellen Gedanken zur Diskussion stellen.

Also kurz zum Hintergrund. Ich führe selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb und kann so das Hackgut selbst erzeugen. Und da ich in den nächsten Jahren so und so in eine neue Heizung investieren muss führt auch kein Weg an der Energiequelle Hackgut vorbei. Der neue Heizraum der gebaut werden soll befindet sich unmittelbar neben dem Raum in dem die Brauerei entstehen soll. Auf lange Sicht strebe ich an die Brauerei, zumindest im Kleingewerbe, offiziell zu betreiben. Die räumliche Situation ist ziemlich günstig. Ich habe zur Errichtung ca. 150 m2 zur Verfügung. Könnte ich das System mit dem Hackgut umsetzen würde sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einige Förderung (Heizungssanierung, Biomasseförderung, LEADER) lukrieren lassen.

Zur aktuellen Idee meiner Anlage:

Ich hätte es jetzt mal als Zweikesselsystem im Kopf. Die Maische/Würzepfanne ist einer Ziegelummantelung (auch die Optik soll ein wenig mitspielen) zur Isolierung eingemauert und durch ein laserzugeschnitte Platte bis zu den Kesselwänden sauber abgedichtet. Zum Maischen wird die Maischen durch einen Pumpe in einen Koaxialwärmetauscher ( http://www.anthermo.de/w%C3%A4rmetausch ... metauscher ) gepumpt und anschließend wieder zurück in den Maischebottich. Dieser wird im Gegenstrom durch eine zweite Pumpe durch das erhitzte Wasser (ca. 88°C) aus dem Pufferspeicher der Hackggutanlage gegengespeist. Die Rasttemperaturen sowie die Abläutertemp. 78° dürften sich mit den Heißwasser aus den Pufferspeicher ausgehen. (?) Für die Einhaltung der Rasten möchte eine automatische Steuerung (LOGO) verbauen, die einfach durch Pumpe EIN/AUS die Heizzyklen steuert.

Zum Läutern fließt die Maische in den tiefer angeordneten Läuterbottich und von diesem, über ein Zwischengefäß, mittels Pumpe wieder zurück in die Maische/Würzepfanne. Unter dieser Pfanne ist ein Hackgutbrenner eingebaut (Nur der Brenner) (http://www.heizerschwaben.de/smok_hacks ... inger.html. Mit dieser direkten Befeuerung soll dann die Würze zum Kochen gebracht werden. Der Whirpool soll durch einen tangentialen Pumpeneinlauf erzeugt werden. Beim Whirlpool wird die heiße Würze wider durch den Koax. WT gepumpt, dieser wird aber jetzt mit Kaltwasser aus dem Brunnen gegengespeist. Den ersten Teil des Wasser aus dem Gegenstrom möchte ich gleich für Reinigungszwecke ableiten.

Ich habe das ganze mal Skizzenhaft per Hand auf Papier gebracht.

Ich würde mich über eure Kritik und Anregungen freuen.

Danke!

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#14

Beitrag von Rudiratlos » Mittwoch 8. Juli 2015, 18:37

Zunächst mal will ich feststellen, dass ich absolut kein Experte in solchen Sachen bin, möchte aber trotzdem meinen Senf dazugeben. Vielleicht hilfts dir ja was:
Einen Schwachpunkt sehe ich vor allem bei der Maischeerhitzung mit dem Wärmetauscher: damit das einigermaßen funktioniert müsste der Tauscher doch entweder sehr effizient arbeiten (hohe Tauscherfläche und/oder sehr langsamer Volumenstrom), und/oder das Delta T zwischen den Medien im Tauscher muss recht groß sein. Wenn ich das richtig verstehe, soll aber normales "Heizungswasser" durch den Tauscher, also max. so in Richtung 90°C. Da kann ich mir vorstellen ,dass das Aufheizen auf Abmaischtemperatur ziemlich zäh geht.

Und noch ein Gedanke: Wenn du den gleichen Wärmetauscher auch zum Runterkühlen verwendest, kann ja dein Heizwasserkreislauf nicht komplett geschlossen sein? Kann mir vorstellen ,dass das für den Heizkreislauf nicht so toll ist, wenn da laufend "frisches" Wasser mit ordentlich Potential zum Kalkablagern und Oxidieren der Leitungen rein kommt.

Aber warum überhaupt so kompliziert:
Zum Würzekochen nimmst du ja eh einen Brenner ,der deine Hackschnitzel packt. Mit einem ordentlichen Rührwerk kannst du den Brenner auch zum maischen nutzen. Ich zumindest habe keine Probleme, im holzbefeuerten Kessel zu maischen. Automatisieren wird da aber vielleicht bisschen kompliziert. Und wenn die Maische- und Würzepfanne eingemauert ist, wird die Ummauerung wohl auch etwas nachheizen.


Allerdings schreit eine holzbefeuerte Anlage meiner Meinung nach sowieso nach Dekoktion!!! Und da wäre wohl auch ein Großteil der Automatisierung hinfällig!?
Zuletzt geändert von Rudiratlos am Mittwoch 8. Juli 2015, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#15

Beitrag von Rudiratlos » Mittwoch 8. Juli 2015, 18:40

Was mir grade noch einfällt: Wie wär es denn mit einer Art Holzvergaser, und mit dem Holzgas wird dann direkt befeuert?

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#16

Beitrag von Seed7 » Mittwoch 8. Juli 2015, 18:48

Zum kochen geht sowas fuer direkte beheitzung, leider habe ich nicht den platz dafuer. Wenn der kessel doppelwaendig ist und mit thermischen Oel gefuellt geht maischen auch.

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Ingo
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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#17

Beitrag von treibi » Donnerstag 9. Juli 2015, 09:05

@Rudiratlos: Du hast das Kernproblem bereits angesprochen, das bereitet auch mir am meisten Kopfzerbrechen darum hab ich es hier eingestellt. Das Delta T zum Aufheizen auf Abläutertemperatur wird dann immer geringer, das stimmt. Ich schätze die Rasten von 45- 62°C anzufahren dürfte nicht das große Problem sein, wenn im Gegenstrom 88°C fließen. Gegen Enden wirds dann wohl knapp.
Diese KoaxWT kann man genau so anfertigen lassen wie es die Anlage erfordert. Ich hätte eben da an einen EdelstahlWT gedacht mit Innenrohr 1,5 Zoll und und Außenrohr 3 Zoll. Bei der Länge ist es ähnlich, die Anzahl de Wendelungen bzw. Gesamttauscherfläche ist auch zu ordern. I schätze, bitte nagelt mich nicht fest ich kann es zur Zeit leider nur schätzen, wenn ich eine Gesamtlänge von 7- 10 m anfertige müsste das doch eigentlich reichen?

Kennt ihr wen im Forum, der hier Erfahrungen oder Fachwissen mitbringt?

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#18

Beitrag von hutschpferd » Dienstag 19. Januar 2016, 09:14

servus treibi
Bin über eine Biomassebefeuerung in Kärnten gestolpert:
http://bierseite.at/ShillingBrauerei.htm
Schulz hats gebaut, infos kriegst sicher beim besitzer.

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#19

Beitrag von Jm010265 » Samstag 23. Januar 2016, 21:11

Eure Vorschläge in aller ehren.
Ich heize bereits mein Haus mit Stückholz und hab ne PV Anlage auf dem Dach.
Nebenbei betreibe ich 3kleine PV Insel Anlagen.
Ein ein bisschen Wirtschaftlichkeit sollte auch ein Aspekt sein.
Pelletsbrenner und PV Batterien sind sehr teuer.
Das günstige wäre wohl in der 100Liter klase ein Holzbadeofen Untersatz gibt für ca.200Euro.
Das ganze unter Umständen mit einem -jetzt könnte es teuer werde- dafür gefertigten Edelstahl Behälter versehen.
Ich hab mal in einer Brauerei ein Vorstellungsgespräch gehabt dort wurde mit Holz geheizt zum aufheizen beim Maischen wurde Holz nach gelegt zum Rast halten der nasse Hopfentreber auf die Glut geschaufelt .....usw.
Was anderes ist nicht im Ansatz vernünftig zu bezahlen,zumindest nicht in der Klasse bis 100Liter und
darüber eigentlich nur Direkt beheizen.
In einem normalen Pufferheizsystem sind Temperaturen von weit über 70 Grad unsinnig da die Verluste zu hoch sind und die Vorlauftemperatur im Heizsystem eh nur max 60 Grad betragen soll. Aus diesem System die zum heizen benötigte Energie zu entziehen scheidet eigentlich aus.
Mein Vorschlag 2Geräte kombinierte Maisch und Würzepfanne (direkt mit Hackschnitzel beheizt)kombinierter Maisch und Läuterbottich.
Alles andere zu teurer Schnick Schnack.
Dann lieber einen Pfaduko und die Abwärme für deine Heizung verwenden.
Gruß Jm010265

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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#20

Beitrag von hutschpferd » Sonntag 24. Januar 2016, 19:43

hier gehts ja um ein vielfaches von 100 litern

Jm010265

Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#21

Beitrag von Jm010265 » Sonntag 24. Januar 2016, 20:34

Um das doppelte bis 3 fache ich habe es gelesen.
Die 2-3 hl wollte auch einer mit Akkus aus Solarenergie kochen........
Die Pfanne will der Ersteller doch eh mit Hackschnitzeln heizen, warum dann nicht in dieser Pfanne die vorhandene Heizquelle mit Biomasse nutzen.
Dann mit einem Plattenkühler die Würze kühlen und damit die Energie zurück holen.
Selbst ein Pfaduko ist bei dieser größe wirtschaftlich....................
Die Maische mit Wasser aus der Heizung zu erwärmen funktioniert meiner Meinung nicht!
Gruß Jm010265


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Re: Brauanlage mit Biomasse (Hackschnitzel, Pelltes) beheize

#22

Beitrag von HarryHdf » Montag 25. Januar 2016, 03:46

Vielleicht solltest Du Dich da mal mit dem Chef der Rittmayer-Brauerei unterhalten. Der hat zwar eine deutlich grössere Dimension, aber die komplette Brauerei wird mWn mit Hackschnitzeln betrieben. Daraus wird der gesamte Strom erzeugt und nebenbei dteht da noch ein kompletter Tank mit unterschiedlichen Temperaturzonen im Wasser ...
mögen die IBU mit euch sein, Harry

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