Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

Alles zum Thema Brauanlagen-Selbstbau. Für Steuerung und Automatisierung bitte das Unterforum "Automatisierung" nehmen.
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Kero
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Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#1

Beitrag von Kero » Freitag 15. März 2019, 19:54

Hallo Forum,

ich habe vor, mich in Zukunft in meiner Sudgröße deutlich zu verkleinern. Aktuell braue ich von allem immer >20 l. Soviel trinke ich aber gar nicht und fast alle biertrinkenden Menschen in meiner Umgebung sind wenig bis gar nicht experimentell angehaucht (mit allem über Pale Ale - was die Fernsehpilsdistanz angeht - brauche ich da gar nicht kommen, von alternativen Zutaten wie Kaffee, Milchzucker oder Früchten ganz zu schweigen).

Ich persönlich würde aber gerne mehr Stile ausprobieren, mehr Rezepte nachbrauen und etwas mehr über den Tellerrand schauen, was Zutaten angeht. Bisher habe ich fast ausschließlich klassische Biere gebraut, einmal ein Experiment mit Kaffee (Split-Sud) gewagt. Es haben sich in den letzten Monaten über 10 Rezepte angesammelt, die ich am liebsten alle sofort ausprobieren würde.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist der immense Aufwand, den ein Brautag bei mir mitbringt, da ich im Prinzip nichts stehen lassen kann und das ganze Equipment erstmal aus dem Keller in den 3. Stock schleppen muss - über das Herumtragen der Komponenten während des Brauvorgangs schweige ich hier mal lieber. Außerdem ist - da ich mir als Student die Hendi noch nicht leisten wollte - die Aufheizzeit doch echt lange. Summa sumarum würde ich meinen Brautag gerne von 8 (wenns gut läuft) auf ~5 h mit allem, inklusive Aufräumen, drücken.

Daher jetzt meine Idee: von allem nur eine geringe Menge herstellen, und zwar auf dem Herd. Dabei dachte ich an den IKEA Topf mit 10 l Inhalt und BIAB, um ca 5-8 l herzustellen. Vergären würde ich das dann am liebsten möglichst platzsparend in einem kleinen Eimer oder ähnlichem Gefäß.

Mein Ziel ist es dabei ausdrücklich NICHT, ein Bier perfekt nach Rezept nachzubrauen und auch nicht, eine traumhafte SHA zu bekommen, sondern eher, möglichst viele Stile, Rohstoffe und Einflussfaktoren kennenzulernen, ohne dabei immer gleich 2 Tage (mit der Abfüllung) und 2 Kästen Bier zu vernichten :) Wenn mir oder Freunden & Familie etwas dann besonders gut mundet, wird es im "großen" Stil (20 Liter) nachtgebraut.


Nach dieser langen Einleitung komme ich mal zu meinen Fragen:

1) Kennt jemand ein für diese Größe sinnvolles BIAB? Kann auch ruhig improvisiert sein. Ich bin immer noch fasziniert von der Idee mit dem DM Wäschesack, traue mich aber nach den ganzen Forenbeiträgen nicht mehr so richtig. Gibt es da nicht auch was aus Baumwolle oder Edelstahl? Im Zweifel muss ich wohl auf das Pütz'sche Baumwolltuch zurückgreifen :Smile

2) Kriegt man vielleicht irgendwo im Baumarkt oder Einzelhandel lebensmittelechte 5 oder 10 Liter Eimer? Oder hat es schonmal jemand mit sowas probiert? https://www.ikea.com/de/de/catalog/products/10393064/

3) Hat jemand Erfahrung mit Minimaischen in der Thermoskanne? Wäre ja in einer 3 Liter Kanne mit einem 5 Liter Topf auch eine Alternative. Oder gibt es sonstige "arbeitserleichternde" Maische-Möglichkeiten?


Falls ihr sonst noch Anmerkungen habt, immer gerne. Bin mir recht sicher dass ich noch nicht an alles gedacht habe. Danke schonmal im Voraus.

P.S.: Ich war mir nicht so sicher, ob ich im richtigen Bereich bin..."Brauanlagen-Bau" passt irgendwie nicht, aber besser als alles andere was ich gesehen habe

fg100
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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#2

Beitrag von fg100 » Freitag 15. März 2019, 20:02


Kero
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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#3

Beitrag von Kero » Freitag 15. März 2019, 20:13

Genau den Thread hatte ich auch auf dem Schirm, daher auch meine Veranschlagung mit 5 h Brautag. Nur sollte es bei mir alles nochmal etwa halbiert werden. Wie gesagt, es geht eher um Experimente. Da wären mir auch 10 Liter zu schade, wenn es nicht so toll schmeckt. Selbst von meinem Kaffee-Experiment (Cold Brew auf ein Oatmeal Dry Stout) ist seit Oktober noch mehr als die Hälfte da ... und das ist nichtmal untrinkbar, nur etwas zu kaffeelastig / säuerlich geworden. Und damals hatte ich auch nur ca. 5 Liter vom Hauptsud "abgezwackt".

Deshalb die Idee, bei "extremeren" Experimenten eher so ~4-5 Liter, bei "normalen" Rezepten die ich noch nie ausprobiert habe ~8 Liter

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#4

Beitrag von hkpdererste » Freitag 15. März 2019, 21:47

Besorg dir von Hum den kleinen Gäreimer mit 17 Liter und besagtes Wäschenetz (Ruthard hat da mal was geschrieben gehabt zu dem Thema, seitdem verwende ich das auch). Einkocher hast du vorhanden, nehm ich an?

Meine Vorgehensweise ist dann folgende ...

Maischen im Kocher je nach Rezept
Netz in den Gäreimer und da rein umschöpfen
abtropfen und zurück in Kocher
mit Nachguss nochmal ausspülen und dann gehts schon zum kochen (oft reicht 60-70 min)
nach dem kochen ohne Whirlpool durch einen Filter in den Gäreimer und abkühlen lassen
zusammenräumen

Der Eimer geht prima in den Kühlschrank, du kannst daraus mit dem Standard-Abfüllröhrchen ohne grossen aufwand abfüllen, Ausbeute bei mir so 65-70 %, dauer 4 std aufwärts je nach Rastschema. Wenn du das Rezept auf 7,5 Liter rechnest, hast dann 1 Kasten mit 20*0,33

Gruß

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#5

Beitrag von beryll » Freitag 15. März 2019, 22:54

Ich nutze für Testsude und für meine Hefestarter dem GNom: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=21&t=18110

Kann ich echt nur empfehlen das Ding :-)

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#6

Beitrag von Astir » Freitag 15. März 2019, 23:29

Hi,
Ich hab mir eine kleine “Zusatz” Anlage für die Küche zusammengestellt, vielleicht ist das ja was für dich. Kühlbox und Schengler Töpfe gibt es bestimmt auch etwas kleiner wenn dir die 10-15 Liter Ausschlag noch zu viel sind.
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread
Grüße,
Holger
Zuletzt geändert von Astir am Samstag 16. März 2019, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#7

Beitrag von gargarmel » Freitag 15. März 2019, 23:54

Hallo,

ich habe mir gerade zum Experimentieren den Brauheld 15 bestellt, gibt es gerade bei Amazon für ~240€ allerdings ist das für deine Verhältnisse immer noch etwas groß? Bei Facebook gibt es eine Englische Gruppe die sich mit dem Brauen mittels Sous-Vide Stick befasst, das könnte für dich noch eine alternative sein. Das ist auch BIAB Brauen, dafür hat man aber eine sehr exakte Temperaturregelung. Deine gewünschte Größe um die 5 Liter sollten damit gehen, vielleicht ist das ja eine Idee?

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#8

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 16. März 2019, 00:28

Also was die Gäreimer angeht kannst du bei https://www.auer-packaging.com/de/de/Eimer-rund.html mal nachgucken. Gibt es in allen Größen und kosten quasi nichts. Loch für den Gärspund (oder einen Hahn) musst du dir halt selber reinmachen.

Ob BIAB unbedingt die richtige Lösung ist würde ich nochmal überdenken. Das kann halt auch eine ziemliche Sauerei sein. Und den heissen, tropfenden Sack musst du auch in irgendeinem zweiten Gefäß zwischen parken. Da kannst du dir auch gleich einen der Hobboks zum Läuterbottich umbauen. Aussen einen Hahn und innen einen Saugkorb verschraubt. Vieleicht hat auch noch jemand ein Reststück einer Läuterspirale das du benutzen kannst.
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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#9

Beitrag von tbln » Samstag 16. März 2019, 02:11

Ich braue um die 8 Liter mit dem Beeketal Thermobehälter BTE-12 + 10 Liter Edelstahltopf. Brauche in der Regel 4-5 Stunden. Die 8 Liter lassen sich prima für "Experimente" auf zwei 5 Liter Weinballons teilen.
Für geringere Mengen, würde ich mir zum Läutern Passiersiebe oder Durchschläge anschauen wie IDEALISK von Ikea.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#10

Beitrag von hyper472 » Samstag 16. März 2019, 11:37

tbln hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 02:11
Ich braue um die 8 Liter mit dem Beeketal Thermobehälter BTE-12 + 10 Liter Edelstahltopf. Brauche in der Regel 4-5 Stunden. Die 8 Liter lassen sich prima für "Experimente" auf zwei 5 Liter Weinballons teilen.
Für geringere Mengen, würde ich mir zum Läutern Passiersiebe oder Durchschläge anschauen wie IDEALISK von Ikea.
Das habe ich so auch vor, für kleine Experimente neben der „großen“ Anlage für 25 l.
Wie und womit läuterst du denn aus dem Thermoport?
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#11

Beitrag von tbln » Samstag 16. März 2019, 11:55

hyper472 hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 11:37
Das habe ich so auch vor, für kleine Experimente neben der „großen“ Anlage für 25 l.
Wie und womit läuterst du denn aus dem Thermoport?
Viele Grüße, Henning
Läuterfreund 1040 (wie zu sehen). Den Ablaufhahn habe ich gegen einen Kugelhahn getauscht.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#12

Beitrag von Kero » Samstag 16. März 2019, 12:09

Erstmal vielen Dank für das ganze Feedback. Der GNom gefällt mir richtig gut, aber der ist mir momentan noch zu viel Bastelei. Bin da leider noch nicht so versiert wie die meisten hier.

Der Thermobehälter klingt auch echt super, vor allem gegen mein bedenken, Temperaturen bei den kleinen Mengen im Topf ordentlich zu halten. Da muss man dann auch nicht permanent kontrollieren.

Ein richtiges Brausystem würde ich mir jetzt nicht kaufen, das ist etwas zu teuer und aufwändig für die Mini Maischen.

Denke Mal ich werde mir den 10 Liter Topf kaufen (der sollte ja in der Küche noch anderweitig Verwendung finden können) und entweder BIAB mit dem Wäschesack oder das besagte Sieb von IKEA, wenn das auf den Topf passt. Für die BIAB würde ich den eh schon vorhandenen 5 Liter Topf nehmen um den Sack da reinzulegen. Könnte man ggf. sogar noch etwas Nachguss mit machen.

Die Seite mit den Eimern ist ja Mal top, so günstig hätte ich die gar nicht erwartet. Wenn ich jetzt nur einen Eimer bestelle, ist der Versand ja 3x so teuer wie das Produkt...Mal gucken ob jemand aus Essen noch Interesse hat an einer Sammelbestellung :D

Danke nochmals für euren Input, ich berichte wenn ich die Sache angehe ... Aktuell habe ich noch geschrotetes Malz für einen 20 Liter Süd, danach werde ich mich Mal im örtlichen IKEA umsehen!

Viele Grüße
Nils

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#13

Beitrag von Brauwolf » Samstag 16. März 2019, 15:31

Wenn du sowieso zu Ikea gehst, kannst du dir gleich die LILL-Gardine zu 3,99 € mitbringen. Im Gegensatz zu den Wäschesäcken kannst du die zu jeder passenden Topfgröße zuschneiden. Lege den Stoff doppelt und wirf ihn nach der Benutzung weg. Bei diesem Preis (24ct/m²) lohnt sich waschen nicht. Vor der Benutzung solltest du die Gardine einmal durch die Waschmaschine jagen.

Der komplette Brauprozess sieht dann so aus:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... tch#p32543

Cheers, Ruthard
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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#14

Beitrag von matschie » Samstag 16. März 2019, 17:35

Brauwolf hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 15:31
Wenn du sowieso zu Ikea gehst, kannst du dir gleich die LILL-Gardine zu 3,99 € mitbringen. Im Gegensatz zu den Wäschesäcken kannst du die zu jeder passenden Topfgröße zuschneiden. Lege den Stoff doppelt und wirf ihn nach der Benutzung weg. Bei diesem Preis (24ct/m²) lohnt sich waschen nicht. Vor der Benutzung solltest du die Gardine einmal durch die Waschmaschine jagen.

Der komplette Brauprozess sieht dann so aus:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... tch#p32543

Cheers, Ruthard
Woah.., Bis 40° Waschbarer Polyester in >60° Maische (Sauer) ist da das eine (So ein Bier möchte ich nicht trinken, dann lieber Öttinger)
Aber dann auch noch Wegwerfmentalität dabei??

Dann doch lieber einen Maischesack, kostet auch nicht die Welt und wandert bei der nächsten 60°-Wäsche mit in die Maschine. So mache ich Starter und Kleinsude.

Edit: Hier nochmal meine Easy-6L-Minibatch (Startwürze) BiaBiaB (Brew in a Bag in a BAckofen) Methode imHefe-Banking-Thread, das geht alles in die Spül- oder Waschmaschine.
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
MQTT Device für CBPi: Link
Vorstellung meiner Anlage: Klick
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#15

Beitrag von Brauwolf » Samstag 16. März 2019, 18:07

Das haben wir doch alles schon bis zum Erbrechen diskutiert (siehe Suchfunktion). Diese Gardine zerfällt bei 41°C in absolut tödliche Stoffe, mit denen man die halbe Menschheit ausrotten kann. Schon mal daran gedacht, dass 40°C genügen, um den Stoff sauber zu waschen - vielleicht ist das mit der Angabe 40°C gemeint? Heißer gewaschen könnte er über die angegebenen 2% einlaufen. Man darf den Stoff übrigens bis 150°C bügeln. Es ist auch jedem unbenommen, den Stoff genauso wie den Maischesack zusammen mit Ommas Schlüpper bei 60°C in der Waschmaschine zu waschen und wieder zu verwenden.
Woraus besteht eigentlich der Maischesack? Hat da mal jemand den Produktionsweg bis zum Hersteller rückverfolgt?

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#16

Beitrag von hkpdererste » Samstag 16. März 2019, 18:08

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... er#p109722

Das kann man schon so machen wie der Ruthard schreibt, de mann weiss was er tut und das wegschmeissen kann man dann ja auch bleiben lassen. Mit dem mitwaschen in der Waschmaschine am besten noch mit Weichspüler hätt ich aber eher bedenken wie mit dem Material an sich.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#17

Beitrag von Kero » Sonntag 17. März 2019, 10:33

Selbst wenn es sich preislich nicht lohnt die Gardine wiederzuverwenden, muss man die doch jedes Mal neu zusammennähen wenn man die wegwirft? Ist es da nicht (unabhängig von Wegwerfmentalität oder Preis) sinnvoller, die zu waschen und wiederzuverwenden?

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#18

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 17. März 2019, 11:01

Kero hat geschrieben:
Sonntag 17. März 2019, 10:33
Selbst wenn es sich preislich nicht lohnt die Gardine wiederzuverwenden, muss man die doch jedes Mal neu zusammennähen wenn man die wegwirft? Ist es da nicht (unabhängig von Wegwerfmentalität oder Preis) sinnvoller, die zu waschen und wiederzuverwenden?
Genäht werden muss gar nichts. In der verlinkten Braudoku haben wir die komplette Gardine genommen und zweimal gefaltet, hatten also vier Lagen Stoff im Topf. Man kann auch ein passendes Stück zuschneiden (wofür wir zu faul waren) und doppelt legen, das reicht.
Wäre was genäht, wäre es B.I.A.B. (brew in a bag), es ist aber B.I.T.C.H. (brew in the curtain @ home). So ist auch das waschen einfacher.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#19

Beitrag von Kero » Sonntag 17. März 2019, 15:07

Okay, ich denke ich werde es mit BIAB und mit Gardine Mal ausprobieren. Wobei mir der Mini-Thermoport auch immer verlockender vorkommt....aber "aufrüsten" geht ja immer, v.a. da ich den passenden Topf ja so oder so holen würde.

Das ganze Setting würde sich ja auch perfekt für komplette Neueinsteiger eignen, die nicht beim ersten Mal Unsummen investieren wollen. Im besten Fall ist der große Topf schon vorhanden, dann braucht's nur noch die Gardine und Rohstoffe (vielleicht noch eine Spindel und ein paar Kleinteile), und schon kanns losgehen

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#20

Beitrag von matschie » Sonntag 17. März 2019, 15:36

Brauwolf hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 18:07
Das haben wir doch alles schon bis zum Erbrechen diskutiert (siehe Suchfunktion). Diese Gardine zerfällt bei 41°C in absolut tödliche Stoffe, mit denen man die halbe Menschheit ausrotten kann. Schon mal daran gedacht, dass 40°C genügen, um den Stoff sauber zu waschen - vielleicht ist das mit der Angabe 40°C gemeint? Heißer gewaschen könnte er über die angegebenen 2% einlaufen. Man darf den Stoff übrigens bis 150°C bügeln. Es ist auch jedem unbenommen, den Stoff genauso wie den Maischesack zusammen mit Ommas Schlüpper bei 60°C in der Waschmaschine zu waschen und wieder zu verwenden.
Woraus besteht eigentlich der Maischesack? Hat da mal jemand den Produktionsweg bis zum Hersteller rückverfolgt?

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Naja, die Produktionsbedingungen sind schon unterschiedlich, ob etwas für Lebensmittelkontakt hergestellt wird oder nicht.

A propos Produktion: es gibt immer Produktionsrückstände. Ich würde auch den Maischesack nicht verwenden ohne ihn vorher zu reinigen, geschweige denn eine Gardine.

Und sich z.B. Alu löst sich nicht direkt auf, Bier brauen würde ich darin trotzdem nicht.

Aber okay, muss jeder selbst wissen und wurde ja offensichtlich diskutiert.
hkpdererste hat geschrieben:
Samstag 16. März 2019, 18:08
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... er#p109722
Mit dem mitwaschen in der Waschmaschine am besten noch mit Weichspüler hätt ich aber eher bedenken wie mit dem Material an sich.
Naja deine Trockentücher etc wäscht du doch auch, oder?
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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#21

Beitrag von hkpdererste » Sonntag 17. März 2019, 16:17

matschie hat geschrieben:
Sonntag 17. März 2019, 15:36
Naja deine Trockentücher etc wäscht du doch auch, oder?
Ja schon ... Aber ob ich damit mal kurz drüber wische oder die ne Stunde auslauge ist doch n unterschied oder?
Ausserdem hab ich sowohl Waschmaschine als Spülmaschine schon zerlegt von innen gesehen ... ich sag mal so, appetitlich ist auch anders.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#22

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 17. März 2019, 16:47

Ohne Grundreinigung sollte neues Braumaterial nie eingesetzt werden, das versteht sich wohl von selbst. Ich wundere mich nur in das große Vertrauen in Händler und Hersteller der ganzen Maischesäcke und Brewbags. Ein Gabel/Glas Symbol tragen die alle nicht und den Leuten in Engeland oder Pakistan, wo diese Beutel zusammengetackert werden, ist vermutlich sehr egal, wo das Grundmaterial herkommt. Wer glaubt, er könne auf naturfarbene Baumwolle ausweichen, der soll sich mal die Produktionsschritte angucken, vom Strauch bis zum Wäscheschrank.

Cheers, Ruthard
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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#23

Beitrag von emjay2812 » Sonntag 17. März 2019, 19:11

Ich Braue ach nur 10 - 11 Liter. Für die Gärung verwende ich einen Kochtopf mit 15 Liter Inhalt. Gibt es immer wieder günstig bei Edeka oder im Baumarkt. Mein Onkel hat noch ein Loch rein geschnitten und einen Hahn eingeschraubt.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#24

Beitrag von matschie » Sonntag 17. März 2019, 19:33

Brauwolf hat geschrieben:
Sonntag 17. März 2019, 16:47
Ohne Grundreinigung sollte neues Braumaterial nie eingesetzt werden, das versteht sich wohl von selbst. Ich wundere mich nur in das große Vertrauen in Händler und Hersteller der ganzen Maischesäcke und Brewbags. Ein Gabel/Glas Symbol tragen die alle nicht und den Leuten in Engeland oder Pakistan, wo diese Beutel zusammengetackert werden, ist vermutlich sehr egal, wo das Grundmaterial herkommt. Wer glaubt, er könne auf naturfarbene Baumwolle ausweichen, der soll sich mal die Produktionsschritte angucken, vom Strauch bis zum Wäscheschrank.

Cheers, Ruthard
Da gebe ich dir vollkommen recht. Dennoch setze ich persönlich (für mein Gewissen) lieber Dinge ein, die für diesen Zweck angeboten werden, als eben z.B. eine Gardine. Dann liegt die Verantwortung dafür erstmal nicht bei mir, sondern beim Verkäufer oder Hersteller. Zumindest in DE sollte man eigentlich davon ausgehen, dass etwas, das für einen bestimmten Zweck verkauft wird, auch dafür geeignet ist. So zumindest meine (vielleicht etwas Naive) Erwartungshaltung.

Und daher denke ich, dass gerade Neulinge auch dafür sensibilisiert sein sollten. Wie oft hat man schon Giesskannen-Nachgussverteiler o.ä. gesehen, weil viele da einfach nicht drüber nachdenken. Und klar habt ihr das irgendwann schonmal durchdiskutiert. Aber um das zu finden muss man auch erstmal danach suchen, und das tut man erst wenn man weiss dass das Thema/Problem existiert. Deswegen werde ich auch in Zukunft immer auf die Problematik hinweisen. Wie man dann mit der Information umgeht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

VG, Matthias
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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#25

Beitrag von CH-Brauer » Montag 18. März 2019, 05:11

Hallo,

Schau mal hier:
https://www.beercraftr.com

Mein Vorschlag für Kleinstsude ist:
- benutze einen handelsüblichen Kochtopf 12Liter
- kauf oder bastel Dir einen Biab Sack
- benutze die Kochplatte als Hitzequelle
- stell den Topf in den Ofen wenn auf Temperatur oder isoliere den dann
- spaghetti sieb als auflage für Biab Sack

Alternativ gibts auch solche die einen Sous-vide Heizstab verwenden dann kannst Du sogar Rasten fahren.
Siehe hier ein paar gute Inputs
https://youtu.be/SMML1MRCpIQ

Gruess aus Michigan,
CH-Brauer

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#26

Beitrag von emjay2812 » Montag 18. März 2019, 07:09

@ch Brauer
Ein 12 Liter Kochtopf ist nicht ausreichend, wenn man am Ende 10 Liter Bier haben möchte.
Selbst mein 15 Liter fassender Einkochtopf ist beim Hopfenkochen regelmäßig übergekocht.

Darum verwende ich jetzt auch einen normalen Einkocher.
Rasten kann man ganz normal fahren.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#27

Beitrag von beryll » Montag 18. März 2019, 07:34

Ich bekomme zwischen 9 und 11 Liter mit dem 18-Liter GN-Behälter raus - ich springe hier emjay zur Seite :-)
Der Topf zum Kochen muss größer sein.

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Re: Mikro- (oder Nano-) Sudgröße

#28

Beitrag von Kero » Montag 18. März 2019, 12:33

Das mit dem Ofen klingt auch interessant, hatte ich bisher noch nicht drüber nachgedacht. War aber auch bis gestern der festen Überzeugung, man müsste bei Rasten immer Rühren. Auf dem Herd fände ich sonst schon praktischer wegen Temperaturkontrolle, allerdings denke ich daß die Maische im 10 l Topf schon schneller auskühlt.

Zur Topfgröße muss man aber auch bedenken, dass ja viel mehr verdampft was man wieder mit Wasser ausgleicht, wenn man nicht versehentlich einen Bock herstellen will... Könnte mir also schon vorstellen dass man mit 10l Topf etwa 8 Liter Ausschlagswürze hinbekommt.

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