Ein Altbau-Braukeller in Ostwestfalen

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cicero85
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Ein Altbau-Braukeller in Ostwestfalen

#1

Beitrag von cicero85 » Dienstag 10. September 2019, 20:57

Hallo!

Demnächst werden wir in unser „neues“ Haus umziehen, so dass ich mich so langsam an die Planung meines ersten festen Brau- / Hobbykellers machen kann.

Der Raum hat eine Größe von etwa 4 x 4 m, jedoch eine Raumhöhe von nur 1,89 m.
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Ich braue meist mit aufsteigender Infusion, gelegentlich auch mit „Kombinats“. Ich möchte mir aber grundsätzlich auch die Möglichkeit für andere Maischverfahren offenhalten.

Derzeit besteht meine Ausrüstung aus:

50l-Topf mit 3/4“-Anschweißnippel und Kugelhahn auf Hendi 3500M Induktionsplatte

Proficook Einkochautomat

38,5l Thermoport mit werkseitig montiertem Hahn und MattMill Läuterblech

noch nicht verbaut: 12V Chinapumpe

Der Plan ist, den 50l-Topf noch mit einem Rührwerk auszustatten.

Die Maische würde ich dann gerne in den Thermoport umpumpen und von dort in einen noch zu beschaffenden Läutergrant (z. B. Gastronom-Behälter) zu läutern.

Von dort soll die Würze wieder in den zwischenzeitlich gereinigten 50l-Topf gepumpt werden.

Der Einkochautomat soll als Nachgussbereiter fungieren, das Nachgusswasser würde ich dann mit der Chinapumpe auf den Thermoport-Läuterbottich geben.

Die Abläufe habe ich versucht in einem Schaubild darzustellen, kursiv gedruckte Ausrüstungsgegenstände muss ich noch beschaffen.
brauskizze.001.jpeg
Während des Kochens muss ich die Brüden geordnet abführen, aufgrund der Keller-Situation dachte ich hier an einen Brüdenkondensator.

Für Kühlzwecke wollte ich das Wasser aus dem auf dem Grundstück vorhandenen Brunnen verwenden. Im Zuge des Ausbaus soll der Kellerraum einen Warmwasseranschluss sowie zwei Kaltwasseranschlüsse (ein mal Stadt- und ein mal Brunnenwasser) erhalten. Für das Abwasser hoffe ich, an den im Raum in einem Revisionsschacht laufenden Schmutzwasserkanal anschließen zu können. Derzeit kühle ich noch mit Eintauchkühler (aus Edelstahlwellrohr), überlege jedoch auf einen Plattenwärmetauscher zu gehen.

Ein erster Gedanke war, einen 1,40 m breiten und 70cm tiefen Gastro-Arbeitstisch zu kaufen und entsprechend zu modifizieren, eine erste grobe Skizze seht ihr hier:
brautisch.jpg
Daneben soll dann noch ein 70x70cm Spültisch zur Reinigung der Braugerätschaften. An den Rest der Wand können dann noch Gärgefäße und ggf. irgendwann mal ein Kühler für diese.


Meine Fragen zu diesem Thema sind folgende:

1) Welche Pumpe könnt Ihr mir für Maische empfehlen? Für Würze finden sich ja viele Pumpen jedoch hat meine Flüssigkeit ja Feststoffe drin.

2) Wo finde ich Informationen zum Thema Brüdenkondensator? Eine Suche im Forum brachte eher widersprüchliche Informationen zu Tage. Ihr dürft mir auch gerne über eure Eigenbauten berichten.

3) Fallen euch in meinen Überlegungen Denkfehler auf?


Vielen Dank für eure Beiträge zu meinem Projekt, ich werde die Umbauten (die sicher erst im nächsten Jahr stattfinden) gerne hier dokumentieren.


viele Grüße aus Bad Oeynhausen

Kilian

stefan78h
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Re: Ein Altbau-Braukeller in Ostwestfalen

#2

Beitrag von stefan78h » Dienstag 10. September 2019, 21:41

Brüdenkondensator macht nur sinn wenn du kein Fenster hast!
Ich kann dir den Brüdenabzug nach Braumagazin Venturidüse empfehlen. Hab ich jetzt schon 2x beim brauen für sehr gut getestet.
Gruß
stefan

stefan78h
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Re: Ein Altbau-Braukeller in Ostwestfalen

#3

Beitrag von stefan78h » Donnerstag 12. September 2019, 10:01

Gruß
stefan

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afri
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Re: Ein Altbau-Braukeller in Ostwestfalen

#4

Beitrag von afri » Donnerstag 12. September 2019, 12:09

Von Wellrohr-Eintachkühler auf PWT zu gehen würde in meinen Augen eine Verschlechterung bedeuten. Umgekehrt wäre besser. Ansonsten fällt mir nix auf.
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