Rührwerk für meinen Einkocher

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Freddred
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Rührwerk für meinen Einkocher

#1

Beitrag von Freddred » Sonntag 31. Januar 2021, 19:46

Hey,

ich bin ja ein ganz neuer Hobbybrauer, und ich fand es toll was es so für Selbstbauten gibt.
Daher möchte ich euch meinen noch nicht ganz fertigen Eigenbau, ein Rührwerk für den Einkocher vorstellen.

Da es dank Corona gar nicht so einfach ist bzw. nervig ist sich alles im Kopf vorher zu überlegen was brauche ich anstatt in den Baumarkt zu gehen und sich alles zusammen zu suchen, hat die Planung mich schon etwas Nerven gekostet.
Ich habe mich von Zwieselbräu inspirieren lassen bzw, es quasi nachgebaut. https://zwieselbrau.wordpress.com/2016/ ... einkocher/

Als Motor habe ich einen Scheibenwischermotor genommen von Topran:
https://www.amazon.de/gp/product/B00GI9 ... UTF8&psc=1
--> Hab ihn jetzt eine Stunde mit Wasser laufen lassen um alles zu testen, lief gut durch, wurde ein wenig heißer. Vielleicht gibts noch irgendeine Kühlung..

Als Achse habe ich eine M8 Gewindestange verwendet und diese wie im Forum beschrieben mit Hilfe einer Langmutter mit dem Motor zusammengeführt.

Der Rührer ist ein Ortgangblech aus Alu https://www.bauhaus.info/dachbleche/sar ... p/22322319

Alles ist auf einem Rest Siebruck bei der ich den Rand des Kocher ein wenig eingefräst habe um ihm Halt zu geben. Diese ganze Konstruktion ist an den Griffen des Einkochers festgemacht.

Aber was rede ich, anbei ein paar Bild und ein video

https://www.youtube.com/watch?v=Ya_g8Fo ... e=youtu.be

Wenn euch noch etwas auffällt immer her damit :thumbsup
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coyote77
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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#2

Beitrag von coyote77 » Sonntag 31. Januar 2021, 20:56

Aluminium hat in Würze nichts verloren! Nimm Edelstahl oder Holz
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#3

Beitrag von Freddred » Sonntag 31. Januar 2021, 21:01

coyote77 hat geschrieben:
Sonntag 31. Januar 2021, 20:56
Aluminium hat in Würze nichts verloren! Nimm Edelstahl oder Holz
Boaaah danke das du das sagst, das hatte ich doch auch aufm schirm aber durch dieses blöde im baumarkt online bestellen hab ich schlicht und einfach das falsche bestellt.

Aaaaah

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#4

Beitrag von coyote77 » Sonntag 31. Januar 2021, 21:31

Kein Problem :Bigsmile
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#5

Beitrag von Freddred » Sonntag 31. Januar 2021, 22:07

coyote77 hat geschrieben:
Sonntag 31. Januar 2021, 21:31
Kein Problem :Bigsmile
:Drink

aber es ist zum Mäuse melken, jetzt bin ich schon wieder dabei ein Edelstahl Blech so 3mm dick 15cm hoch und 30breit zu finden.
Entweder bin ich zu blöd oder die Suchfunktionen der Baumärkte sind derart schlecht, dat gibts einfach nicht

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marsabba
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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#6

Beitrag von marsabba » Sonntag 31. Januar 2021, 22:15

Vergiss die Baumärkte. Google nach "Edelstahl Blech kaufen" und du wirst fündig.
Warum 3mm dick ? Edelstahl ist extrem zäh, da reicht 1mm locker.

Grüße
Martin

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#7

Beitrag von ak59 » Sonntag 31. Januar 2021, 22:26

... und nicht vergessen, im Gegensatz zu Edelstahl ist Alu Butter. Da würde ich drüber nachdenken in der Bucht das Blech fertig in Rund zu kaufen und bei einem Schlosser ein Stück abzuschneiden. Dann hast Du gleich einen Deckel, 2 Scharniere ran, wie das viele hier machen.

Gruß,

Andreas

P.S.: Bin meine eigene Rührmaschine und deshalb Theoretiker ;-)

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#8

Beitrag von fg100 » Sonntag 31. Januar 2021, 22:30

1,5 mm dick, 40 mm hoch ist ideal für Einkocher.
Und ein Prallblech hast auch vergessen anzubauen.
Auch hier V2A Blechstreifen. 1,5 mm dick, 40 mm hoch.
Z.b. bei ebay mit der Suche "Edelstahlblech 0,5 - 2mm 1 . 4301 V2A"
Oder Kauf dir gleich was Bewährtes bei einem Shop.

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#9

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 31. Januar 2021, 23:48

Und den Scheibenwischermotor bitte linksrum laufen lassen. Umgepolt auf Rechtslauf kann es zu Elektrolyse kommen. Rührpaddel im Arsch un den Sud kannst du auch gleich entsorgen. Häufiger Fehler bei Selbstbau Rührwerken.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#10

Beitrag von Düssel » Montag 1. Februar 2021, 01:00

Und nicht vergessen: verbinde Motorgehäuse mit Einkochergehäuse! Wegen Elektrolyse!
Gruß Heiner

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#11

Beitrag von KCSteevo » Montag 1. Februar 2021, 06:04

Ist das Problem mit elektromyse eigentlich generell oder nur bei Motoren mit Masse auf'm Gehäuse wie Scheibenwischer.

Hab meins mit einem Stellmotor für einen elektrischen Stuhl gebaut. Durchzug ohne Ende und Geschwindigkeit passt. Steuerbar über n labornetzzeil. Die hab och auch zum honig rühren... Aber hab dann mal durchgemessen und mess eben keinerlei strom am Gehäuse oder sonst wo wen der läuft.
Sind die Hühner flach wie Teller, war der Traktor wieder schneller. Prost!
:Drink

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#12

Beitrag von JackFrost » Montag 1. Februar 2021, 06:46

KCSteevo hat geschrieben:
Montag 1. Februar 2021, 06:04
Ist das Problem mit elektromyse eigentlich generell oder nur bei Motoren mit Masse auf'm Gehäuse wie Scheibenwischer.

Hab meins mit einem Stellmotor für einen elektrischen Stuhl gebaut. Durchzug ohne Ende und Geschwindigkeit passt. Steuerbar über n labornetzzeil. Die hab och auch zum honig rühren... Aber hab dann mal durchgemessen und mess eben keinerlei strom am Gehäuse oder sonst wo wen der läuft.
Wichtig ist auch das das Netzteil GND nicht auf PE hat. Wenn das der Fall ist und das Gehäuse auf + liegt , dann hat man Elektrolyse beim Einkocher.

Wenn eines von beiden nicht gegeben ist gibt es keine Elektrolyse.

Gruß JackFrost
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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#13

Beitrag von jbrand » Montag 1. Februar 2021, 08:40

Aus eigener Erfahrung würde ich den Deckel nicht mehr aus Siebdruckplatte machen. Da kondensiert beim Maischen viel Wasserdampf dran, der tropft dann zurück. Ich weiß nicht, ob sich da nicht irgendwelche Stoffe aus der Beschichtung mit lösen, die man dann im Bier hat.

Ich möchte jedenfalls so schnell wie möglich zu einem anderen Deckel wechseln.
Viele Grüße

Jens

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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#14

Beitrag von KCSteevo » Montag 1. Februar 2021, 17:01

JackFrost hat geschrieben:
Montag 1. Februar 2021, 06:46

Wichtig ist auch das das Netzteil GND nicht auf PE hat. Wenn das der Fall ist und das Gehäuse auf + liegt , dann hat man Elektrolyse beim Einkocher.

Wenn eines von beiden nicht gegeben ist gibt es keine Elektrolyse.

Gruß JackFrost
Ich versteh jetzt nicht ganz was du meinst. Der Motor wird ja mit + und - angesteuert aus dem Labornetzgerät. Ein Widerstand lässt sich in keiner Konstellation messen. Dann müsste es bei dem Stellmotor ja eigentlich passen oder?
Sind die Hühner flach wie Teller, war der Traktor wieder schneller. Prost!
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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#15

Beitrag von Freddred » Montag 1. Februar 2021, 17:56

Hey ihr lieben,

boah vielen Dank erstmal für die Antworten, die mich tatsächlich heut morgen ein wenig erschlagen haben :Shocked
Ihr habt ein paar Sachen angesprochen die mir einfach noch nicht klar gewesen sind.

Daher habe ich jetzt doch ein wenig umdisponieren, denn mich hat der nette Shoegazer angeschrieben, dass er noch ein Braupaddel und eine Welle von Brauhrdware fürn schmalen Taler hat rumliegen. Dies hab ich jetz ihm abgekauft ehe ich wieder die ewige Bestell Odyssee. Wenn ich den Kram einbaue werde ich das natürlich mit hier reinschreiben.

Das mit der Elektrylse hatte ich so gar nicht gewusst, dann werde ich den Motor richtig herum gepolt laufen lassen, dann sollte das ja kein Problem sein.

Prallblech, okay werd ich noch einbauen wenn ich die Muse dazu aktuell finde.

Die Siebruckplatte puh das ist ein guter Einwand werd ich mal im Hinterkopf behalten!

grüß

JackFrost
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Re: Rührwerk für meinen Einkocher

#16

Beitrag von JackFrost » Montag 1. Februar 2021, 20:56

KCSteevo hat geschrieben:
Montag 1. Februar 2021, 17:01
JackFrost hat geschrieben:
Montag 1. Februar 2021, 06:46

Wichtig ist auch das das Netzteil GND nicht auf PE hat. Wenn das der Fall ist und das Gehäuse auf + liegt , dann hat man Elektrolyse beim Einkocher.

Wenn eines von beiden nicht gegeben ist gibt es keine Elektrolyse.

Gruß JackFrost
Ich versteh jetzt nicht ganz was du meinst. Der Motor wird ja mit + und - angesteuert aus dem Labornetzgerät. Ein Widerstand lässt sich in keiner Konstellation messen. Dann müsste es bei dem Stellmotor ja eigentlich passen oder?
Es gibt Netzteile da ist der GND direkt mit dem PE auf der Netzseite verbunden und welche da ist er nur über einen Y-Kondensator verbunden.
Zweitere haben nur ganz kleine Ableitströme, dürften normal <= 250 µA sein.

Die Netzteile die GND direkt mit PE verbunden haben, machen Probleme mit der Elektrolyse. Der Topf vom Einkocher ist ja auch mit dem PE Verbunden. Wenn nur der Rührwerksmotor so angeschlossen ist, das + auf dem Gehäuse ist, dann ist der Topf über den PE mit dem - des Netzteiles verbunden und über die Spannung wird dann die Elektrolyse betrieben.

Der Pfad ist ist dann + Netzteil -> Motorgehäuse -> Maische -> Topf - PE -> - Netzteil

Liegt das Gehäuse des Motors auf - , dann fließt kein Strom, da der Topf ja über PE auch mit - verbunden ist und damit haben sie das gleiche Potential.

Gruß JackFrost
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