Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

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Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#1

Beitrag von Diabetikerbrodt » Dienstag 7. April 2015, 18:46

Hallo, ich braue nun seit fast 1,5 Jahren und mache eine Ausbildung zum Brauer.
Ich möchte mein System vergrößern und habe mir 2 50L Fässer von der Brauerei mitgenommen. Nun habe ich das KegFitting abgeschraubt und wollte dort ein Rohr mit Hahn reinschrauben. Der Boden des Fässes wird dann mit dem Plasmaschneider aufgeschnitten und mit Läuterboden hab ich dann meinen Läuterkessel.
Nun zu meinem Problem : Laut meinen Abmessungen ist das ein 2Zoll Rohr mit einem 1,75 Gewinde. Weiß jemand wo ich so etwas (natürlich aus Edelstahl) finde? Ich suche mich verrückt und finde kein Rohr, bzw. Winkel mit den passenden Abmessungen...

Ich hoffe jemand von euch weiß Bescheid und viele Grüße,
Maurice :Drink

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#2

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 7. April 2015, 19:11

Das ist ein Sonderformat/Gewinde. Da wirst du vermutlich nichts passendes finden.

Schneid es oben auf und lass dir unten einen Gewindestutzen/Anscheißnippel dran schweissen.
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#3

Beitrag von Nansen » Dienstag 7. April 2015, 20:07

Nein, schneid es unten auf. An den Fitting lässt du einen 1"-VA-Rohrbogen schweißen. (IG/IG)
Da kommt dann ein Rohrdoppelnippel + Hahn dran. edit: + Muffe zwischen Hahn und Doppelnippel. (etwas umständlich vielleicht :Wink )
Der Fuß wird das abgeflexte Unterteil. Dann noch ein rundgeflextes Lochsieb und fertig ist der Läuterbottich.
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IMG-20130413-01580.jpg
IMG-20130413-01578.jpg
Die Idee hab ich von nem anderen User aus dem alten Forum.
Funktioniert super, obwohl der Raum unter dem Sieb recht groß ist.

Grüße,
Marco
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#4

Beitrag von Skaari » Dienstag 7. April 2015, 22:56

Was bringt es denn das unten aufzuschneiden? Sind die Neigungen des Bodens\Deckels so unterschiedlich?
Das Metall ist jetzt nicht so dick dass man da keine Borddurchlass\Loch mit Anschweissnippel etc. dran bekommen könnte.

Also ich hab meine Fässer alle oben aufgetrennt, so hat man wenn man es richtig anstellt auch noch praktische Tragegriffe :thumbup

In einem anderen Thread habe ich gelesen dass der Mattmill Läuterboden 357 mm perfekt reinpasst. Ich selbst arbeite aber mit Panzerschlauch.

Gruß,

Max

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#5

Beitrag von Diabetikerbrodt » Dienstag 7. April 2015, 23:11

Hallo, danke für die Antworten. :)
Der Vorteil für mich, es unten aufzuschneiden war dass ich direkt nen mittigen Hahn hätte, eben ohne rumzuschweißen... Habe belgische Fittings, die sehen etwas anders aus als die Butburger Fittings.
Naja, dann frag ich mal meinen Metallbaukumpel, wann ich bei ihm vorbeikommen kann :) Bin trotzdem noch für jeden Tipp offen! :)

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#6

Beitrag von Lehabraeu » Dienstag 7. April 2015, 23:18

Bei den Preisen die man heute hat versteh ich das gebastelt nicht mehr.

50l Topf mit Hahn. 142,-€
[/url]http://www.polsinelli.it/de/shop/produk ... lt-50.html[/url]

Passender Edelstahl Läuterboden für 45,-€

Die ansprechende Optik, unbezahlbar :Greets
Bierige Grüsse,
Hans

Am Morgen ein Bier und der Tag gehört dir.

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#7

Beitrag von Braumeister2005 » Dienstag 7. April 2015, 23:28

hab aus 2 30er Kegs einen 60l Totalinhalt Läuterbottich zusammengeschweisst( hatte leider nix anderes. ich benutze das Fitting Innengewinde als Lagerschale für ein doppelt gelagertes hackwerk und habe meine Quellgebiete ganz normal am Fassboden angeschweisst . Die 6 Anstiche am Fassboden, damit ich beim läutern gleichmässig am kompletten Senkboden ziehe (im hobbybraubereich aber wohl eher ungewöhnlich).
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#8

Beitrag von Diabetikerbrodt » Dienstag 7. April 2015, 23:32

50L Edelstahlfass, Säurebeständig und co : 30€.
Selbst gebauter Läuterboden 20€ - 40€.
Hahn und Rohre max.20€.
Außerdem lernt man nie zu Ende, da bastel ich lieber rum statt soviel Geld auszugeben ;)

Braumeister 2005: Da musste ich aber 2 mal schauen um daraus schlau zu werden :Bigsmile
Hast du mit dem Hahn von Maischekessel zu Läuterbottich nicht zu viel Risiko der Oxidation?

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#9

Beitrag von Braumeister2005 » Dienstag 7. April 2015, 23:41

da du eine Lehre zum Brauer und Mälzer machst, hast du bestimmt schon mal was von einem Schwanenhals gehört. bevor man Abmaischventile im LB hatte , hatt man meistens von oben per Schwanenhals in den LB abgemaischt, die Maische läuft hierbei an der LB Wandung herunter. Ich mache das bei mir, indem ich einen Holzschaffel in den Strahl vom MB halte und die Maische so an die LB Wand drücke. Damit wird die O2- Aufnahme "im Rahmen" gehalten

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#10

Beitrag von Diabetikerbrodt » Dienstag 7. April 2015, 23:47

ich mache meine Lehre in Belgien und da wirst du für sowas gesteinigt... :D bei uns wird alles von unten in vorgelegtes Wasser gepumpt...
aber ich mein, als hobbybrauer kann man sich sowas natürlich irgendwo durchgehen lassen.. :)

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#11

Beitrag von Braumeister2005 » Mittwoch 8. April 2015, 00:09

Aber wie kannst du denn in einen mit Wasser vorgelegten Läuterbottich abmaischen( dann müsste ja der Läuterbottich überhalb des Senkbodens mit Wasser befüllt sein)

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#12

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 8. April 2015, 00:12

Braumeister2005 hat geschrieben:Aber wie kannst du denn in einen mit Wasser vorgelegten Läuterbottich abmaischen( dann müsste ja der Läuterbottich überhalb des Senkbodens mit Wasser befüllt sein)
Das ist ja nichts ungewöhnliches, sollte man bei einem Läuterblech auch machen.
Damit sich dort keine Lufteinschlüsse bilden und sich der Treber evt. zuzieht.
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#13

Beitrag von Diabetikerbrodt » Mittwoch 8. April 2015, 00:43

Ja, das macht man ja auch so. und durch nachspülen (oder eben auch nicht) stellt man dann seinen zuckergehalt ein :)

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#14

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 26. Dezember 2017, 07:47

Nansen hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2015, 20:07
Nein, schneid es unten auf. An den Fitting lässt du einen 1"-VA-Rohrbogen schweißen. (IG/IG)
Da kommt dann ein Rohrdoppelnippel + Hahn dran. edit: + Muffe zwischen Hahn und Doppelnippel. (etwas umständlich vielleicht :Wink )
Der Fuß wird das abgeflexte Unterteil. Dann noch ein rundgeflextes Lochsieb und fertig ist der Läuterbottich.

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Grüße,
Marco
hier nochmal eine Frage zu einem altem aber aussagekräftigem Thema an die Selbstbauexperten.

Spricht was dagegen die ganze Öffnung für den Degen direkt am Fass abzuflexen und den Winkel (Bogen) direkt an den Fassboden (bzw Deckel, Oberseite) anzuschweißen?

Sinn ist, sich des zusätzlichen Aufbaus zu ersparen, also kein Abflexen des Fassunterteils und so die Griffe oben zu erhalten.
Ziel wäre daher das Ablaufrohr noch innerhalb des Tragerings enden zu lassen um es beim Abstellen nicht zu beschädigen. Frage ist aber ob das Gefälle dann noch ausreicht.

Ich hab das Fass auf den Fotos und frage mich ob evtl auch dieser Seitenauslass irgendwie benutzt werden könnte oder ob der überhaupt dicht hält. Für was is der eigentlich?

Am liebsten wäre mir ja eine Lösung ohne Schweißen. Aber den Degen krieg ich irgendwie nicht ab.. Feder ist ganz schön fest eingespannt
Und wie könnte ich überhaupt etwas statt dem komischen schwarzen Hartgummi da dran dicht kriegen..
Hat jemand mal an das vorgesehene Zapfventil als Abmaischventil (Feststellen wird ja irgendwie möglich sein) gedacht oder ist das jetzt kompletter Quatsch?

Fragen über Fragen..

Vg
Shlomo
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#15

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 26. Dezember 2017, 07:50

Das mit der exotischen Schraubverbindung (statt Schweißen) kann man weiterhin vergessen oder?
(siehe Beitrag 2)
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#16

Beitrag von Nansen » Donnerstag 28. Dezember 2017, 08:44

Hallo,
schweißen ist am besten und auch schnell gemacht/machen lassen.
Ich habe hier noch solch einen kompletten Läuterbottich inkl. Läutersieb und Hahn usw. zu stehen, den ich nicht mehr brauche.
Falls Selbstabholung aus der Nähe von Berlin in Frage kommt, kannst du den sehr günstig haben.

Schöne Grüße
Marco
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#17

Beitrag von Barney Gumble » Donnerstag 28. Dezember 2017, 08:59

Danke fürs Angebot, siehe PN.

Hab jetzt einige meiner (wirren) Fragen noch in diesem chat

http://hobbybrauer.de/modules.php?name= ... d&tid=8762

beantwortet bekommen.

Was mir immer noch nicht klar ist (habe auch dieses Flachzapfkopffitting mit der Nummer sk 184.02 drauf), was für ein Material genau ist dieses Fitting worauf ich schließlich schweißen müsste? Ist das 1.4301 wie das Fass (oder etwa 1.4401 oder 1.4408)?

Und darf man 1.4301 mit den anderen beiden verschweißen? Ich finde nur Edelstahlbögen -muffen etc mit den 1.44- Werkstoffnummern.

Auch einen Schweißdraht mit 1.4301 finde ich nicht.

Vg
Shlomo (Schweißlaie)
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#18

Beitrag von Barney Gumble » Samstag 30. Dezember 2017, 21:05

Ein Freund vom Freund hat mir die Frage jetzt beantwortet, dass alle austenitischen Edelstähle und dazu sind die Werkstoffe 1.4301 und auch 1.4408 bzw. 1.4401 zu zählen ohne Probleme miteinander verschweißbar sind. Wichtig ist beizen und bei WIG ohne CO2 im Argongas.
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#19

Beitrag von Braubastard » Mittwoch 10. Januar 2018, 15:35

So habe ich es gemacht.

Motivation:
Mein Ziel war es mit geringstmöglichem Aufwand den Eintritt in die 50l-Klasse zu bewerkstelligen.
Ich will in Sommer 5 Sude parallel brauen.

Der Aufbau:
Das ganze Ding steht auf einem Hockerkocher.
Die Führung der Läuterhexe am Rand, damit gut gerührt werden kann.

Der Aufwand:
Ca. 5 Stunden Arbeit. Material 150€. Inklusive Hockerkocher. Keine Schweissarbeiten.

Noch anzuschaffen:
Gärbehälter, Thermometer,

Der Aufbau ist kaskadenartig. Der Gärbehälter ist nebenberuflich Auffang für den Klarlauf vorm Hopfenkochen.
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IMG-20171215-WA0003.jpeg

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#20

Beitrag von Braubastard » Mittwoch 10. Januar 2018, 16:07

Noch ein kleiner Nachtrag:

Ich persönlich halte die hier beschriebenen Ansätze für zu kompliziert.

Ich braue nun seit etwa 10 Jahren. Meine Umsetzung mag für den einen oder anderen nicht ideal erscheinen. Auf alle Fälle stecken da etliche Gedanken, wie auch verschiedenste Umsetzungen drinnen. Bei aller Begeisterung für Schweißverbindungen sollte auch über das Handling beim Brauen wie auch die Demontage zur Reinigung bedacht sein. Die Kosten lassen sich zu Lasten von Aussehen und Funktion noch weiter drücken.

Ich freue mich auch schon darauf mein mobiles Equipment mit einem Gang zum Auto im Kofferaum verschwinden zu lassen.
Weil...
...ein Brauerkollege Brautag hat und ich einfach dazustoßen und mit ihm gemeinsam anstoßen kann.
Denn das ist die Achse, um die sich alles dreht!
Zuletzt geändert von Braubastard am Freitag 12. Januar 2018, 06:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#21

Beitrag von uli74 » Donnerstag 11. Januar 2018, 08:00

Dann hoff ich mal dass Euch Euere Kegs auch tatsächlich gehören. Das tun sie nämlich nicht wenn Ihr nur irgendwann mal Pfand dafür bezahlt habt.

Alles andere wäre Sachbeschädigung und sehr unfair der Brauerei gegenüber, die die Kegs angeschafft hat. Die schwimmt nämlich auch nicht im Geld.
Gruss

Uli

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#22

Beitrag von Braubastard » Freitag 12. Januar 2018, 06:11

Recht hast Du!
Natürlich reichen 30€ deshalb nicht aus.
Das Fass kommt dann eher 65-85 €.

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#23

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 12. Januar 2018, 06:31

Hallo "Braubastard",

finde Deine Anlage gar nicht so unansehnlich.
Kompliment.

Denselben Ansatz verfolge ich übrigens auch, mit simplen Mitteln möglichst variabel und rezeptmäßig ursprünglich Brauen zu können. Pumpen etc sind für mich zB tabu. Und Hochglanz braucht es auch nicht solange die Materialien lebensmittelecht sind und das Produkt nicht leidet.

Mein jetzt 2. Fass habe ich auch wieder geschenkt bekommen, das erste von Brauerei selbst (damals haben die Jungs das noch gemacht), hat deswegen auch eine kleine Delle im Ring.
Und das 2. von Brauerkollegen dem ich vertraue und der lokal bekannt ist.

Mich würde interessieren wie Du den Hahn dichtest, hält das lang genug?
Ich wollte eigentlich auch ohne Schweißen, aber die Rundung des Fasses hält mich davon ab, hast Du die vorher leicht geglättet?

Vg
Shlomo
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#24

Beitrag von Braubastard » Montag 15. Januar 2018, 16:14

Moin Shlomo,

Ich habe einfach eine Papp-Dichtung genommen.
Innen 20 mm... aus dem Baumarkt.
Hitzstabile Hummus sind teuer.

Aber bisher hab es lediglich einen Test

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#25

Beitrag von Braubastard » Montag 15. Januar 2018, 16:16

Gemacht habe ich mir der Dichtung nichts. Einfach zwischen T-Stück und Kesselwand. Alles nur handfest angezogen.

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#26

Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 19. Januar 2018, 10:43

Schöne Anlagen. Ich hab ein 50 L Fass bei einer Brauereiauflösung geschenkt bekommen und werde das in nächster Zeit zum Maischekessel, bzw. Würzepfanne umbauen. Geheizt wird mit Hockerkocher.
Die obere Öffnung hab ich mit einem Plasmaschneider ausgeschnitten. Unten wird noch ein 2" Tri-Clamp Stutzen eingeschweißt.
Wenn der Bottich fertig ist stell ich mal ein paar Fotos ein.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#27

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 19. Januar 2018, 18:40

2 Zoll? Das ist mega. Sind fast 5 cm oder?
Mir reicht einhalb
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#28

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 23. Februar 2018, 20:08

Hab es bei mir jetzt endlich so realisiert und komme tatsächlich unter den Rand mit dem Winkel.
An das Rohr noch 1/2 Zoll Kugelhahn (3teilig), Bogen und Schlauchtülle.
Ein Bildchen noch zur Innenansicht.
Vz
Shlomo
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#29

Beitrag von hohenlohechief » Mittwoch 7. März 2018, 20:43

Barney Gumble hat geschrieben:
Freitag 19. Januar 2018, 18:40
2 Zoll? Das ist mega. Sind fast 5 cm oder?
Mir reicht einhalb

Hallo zusammen. Ich bin der Neue, ich komm jetzt öffter!
Ich denke zum Maische in den Läuterbottich ablassen ist halb zoll zu klein. Das ist hier sicher das Ziel. Du willst mit dem KEG läutern nehm ich an!? Da reicht ja halb Zoll vollkommen.
Hier mal der Link zu der Anlage von nem Kumpel und mir:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=20&t=16941
Haben den Ablauf unten in der Mitte. Das geht auf der Fass-Unterseite aber natürlich nur mit "Füsen" unter dem KEG.
Gruß Schorsch
Wenn man Bier ins Licht hält, sieht es aus wie flüssiges Glück! :Bigsmile

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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#30

Beitrag von Barney Gumble » Mittwoch 7. März 2018, 23:22

Hast Recht, ich maische damit nur ab.
Fürs Ablassen sind 2 Zoll dann schon besser. Ich schöpfe.

Nochmal eine Frage an die Metallexperten. Mein Schweißer hat die Innenseite gebeizt aber ich seh jetzt ganz dünn Rost drauf, seht Ihrs auch?

Was soll ich tun? Zitronensäure hat rein gar nix gebracht.

Vg
Salomon
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Re: Bierfässer zu Kesseln umfunktionierend

#31

Beitrag von uli74 » Donnerstag 8. März 2018, 08:23

hohenlohechief hat geschrieben:
Mittwoch 7. März 2018, 20:43
Barney Gumble hat geschrieben:
Freitag 19. Januar 2018, 18:40
2 Zoll? Das ist mega. Sind fast 5 cm oder?
Mir reicht einhalb

Hallo zusammen. Ich bin der Neue, ich komm jetzt öffter!
Ich denke zum Maische in den Läuterbottich ablassen ist halb zoll zu klein. Das ist hier sicher das Ziel. Du willst mit dem KEG läutern nehm ich an!? Da reicht ja halb Zoll vollkommen.
Hier mal der Link zu der Anlage von nem Kumpel und mir:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=20&t=16941
Haben den Ablauf unten in der Mitte. Das geht auf der Fass-Unterseite aber natürlich nur mit "Füsen" unter dem KEG.
Gruß Schorsch
Ich hab an meinen großen Pötten überall 1 1/2" Anschweißnippel, damit ich darin Maischen, Kochen und Läutern kann. Zum Abmaischen sind 1 1/2" die Untergrenze, weniger würde ich nicht empfehlen. Zum Läutern und füllen der Gärfässer ist das natürlich viel zuviel, drum hab ich auf die Anschweißnippel flachdichtende Verschraubungen geschraubt.

Folgende Bauteile hab ich vearbeitet:

Generell an jedem Topf:

1 1/2" Anschweißnippel - 1 1/2" Verschraubung

Und zwei unterschiedliche Varianten für Maischen, Läutern, Ausschlagen:

Maischen:

1 1/2" Kugelhahn IG/AG - 45°-Winkel - 1 1/2" Schlauchtülle

Läutern, Ausschlagen:

Reduzierstück von 1 1/2" auf 1/2" - 1/2" Kugelhahn - 45°-Winkel - GeKa-Kupplung

Die flachdichtenden Verschraubungen sind im Vergleich zu TriClamps sehr günstig, dafür halt auch etwas umständlicher.
Gruss

Uli

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