Planung

Alles zum Thema Brauanlagen-Selbstbau. Für Steuerung und Automatisierung bitte das Unterforum "Automatisierung" nehmen.
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Zackenknecht
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Planung

#1

Beitrag von Zackenknecht » Freitag 3. Juni 2016, 16:13

Hallo Bierfreunde,
ich habe meine ersten Sude mit Einkocher und MattMill Leutereimer gemacht. Schnell aber mit einigen Behelfsmitteln (Schwanenhals und einigen Kundtstofffässern)
und einem 60l Topf meine Ausschlagmenge auf 50l erhöht. Möchte aber von Bastel und Behelfslösungen Stück für Stück loskommen.
Jetzt habe ich meine Gasrückzahlung bekommen und die bessere Hälfte sagt kauf dir "Brauzeugs" dafür. :Bigsmile
Meine Idee ist zwei (150l u. 200l) Polsinellitöpfe zu Kaufen, der 200er mit nachträglich eingebautem Hahn zum Kochen, und der 150er mit eingebauter Läuterhexe zum Maischen und Läutern. Den Nachguss würde dann der alte 60er machen. Heizen würde ich über 2 große Paellabrenner. Meinen Haus und Hofschlosser muss ich noch mit einigen Selbstgebrauten überreden mir die Umbauten und die Gestelle zu machen.
Kann das so gehen? Macht das jemand so? Ist das sinnvoll?
Danke für eure Antworten.
Gruß Thomas
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Re: Planung

#2

Beitrag von diapolo » Freitag 3. Juni 2016, 16:42

Hi,
Hast du dir auch schon Gedanken zur Gärführung und Lagerung gemacht?
Bei 200l brauchst 400 Flaschen, Fässer wären hier evtl ratsamer.
Ansonsten sind die polsinelli Sachen wirklich gut und zu empfehlen!

Mit freundlichen Grüßen

Bernd
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Re: Planung

#3

Beitrag von Zackenknecht » Sonntag 5. Juni 2016, 08:27

Hallo Bernd,
die Idee ist in mereren Gärbehältern zu vergären und in Flaschen und KEGs abzufüllen. Außerdem muss mann ja nicht zwingend die volle Menge Brauen. Ein Kühlhaus ist vorhanden und ein Raum für die Gärung auch.(ehemalige Fleischerei)
Meine große Frage ist, kann man in einem Topf Maischen und Läutern und macht das Sinn.

Schönen Sonntag wünscht
Thomas
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Re: Planung

#4

Beitrag von leo1 » Sonntag 5. Juni 2016, 11:33

Hallo Bernd,

brauen ist nicht das Problem.
Lagern und trinken must du es ja auch.
Ich muss mich auch immer bremsen mit dem brauen.
Das Bier schmeckt mit der Zeit auch anders.
Ich trinke am liebsten frisches Bier.

Leo1

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Re: Planung

#5

Beitrag von Zackenknecht » Sonntag 5. Juni 2016, 12:50

Hallo Leo,
bis jetzt war das Bier immer schneller getrunken als gebraut, die Jungs von der Feuerwehr und vom Heimatverein haben immer Durst und denen schmeckt mein selbstgebrautes recht gut. (möchte auch mal eine Kiste hinstellen ohne zu denken "mist das ist die letzte") :Ahh

Gruß Thomas
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Re: Planung

#6

Beitrag von Gustl » Sonntag 5. Juni 2016, 13:27

Zackenknecht hat geschrieben: Meine große Frage ist, kann man in einem Topf Maischen und Läutern und macht das Sinn.
Das machen wohl einige so, aus meiner Sicht spricht auch nichts dagegen.

Hier im Braumagazin gibt noch noch einige interessante Gedanken zur Auslegung und Abstimmung von Brauanlagen.

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Re: Planung

#7

Beitrag von schloemi » Sonntag 5. Juni 2016, 13:43

Maischen und Läutern in einem Topf ist nichts Ungewöhnliches, wobei ich gerne immer von Biertyp zu Biertyp unterscheide. Gerade bei der Kombirast oder Dekoktion ist dies bei mir Standard, wobei du dir für ne ordentliche Kombirast etwas zur Wärmeisolierung überlegen solltest. Wenn ich Infusion mache, trenne ich gerne Läutern vom Maischen und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich dann besser rühren kann. Ich sage jetzt nicht das es unmöglich ist mit Hexe und Rürwerk zu arbeiten, allerdings solltest du dir über deine neuen Dimensionen bewußt sein. Die Energiezufuhr über zwei Paella-Kocher ist halt was anderes als eine 1,8 KW Heizspirale im Einkocher. Da brennt dann schon eher mal schnell was an. Aber es spricht ja auch nichts dageben, bei deinem Setup auch mal im großen Topf zu maischen, in kleinen zu läutern und anschließend wieder im Großen zu kochen. Solche Anlagen gibt es hier im Forum ja ausreichend dokumentiert.

Ansonsten gebe Bernd Recht, plane lieber von hinten, d.h. was bedeuetet dies an Gär- und Lagerbehältern. Ist dann auch doof, wenn man nur alle 2-3 Monate brauen kann weil die Fässsr / Flaschen allokiert sind. Platz scheinst du ja genug zu haben.

Bei diesen Sprung in die 200 Liter-Klasse ist des Weiteren zu bedenken, dass das Handling insgesamt nicht mehr ohne weitere Hilfsmittel sinnvoll zu bewerkstelligen ist. Die Anlage muss so geplant sein, dass du im Idealfall keine Töpfe und Flüssigkeiten mehr bewegen kannst oder willst (Pumpe etc.)

Also viel Erfolg

cu schloemi

2006 Hobbybrauer
2016 Biersommelier (Doemens)

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Re: Planung

#8

Beitrag von fg100 » Sonntag 5. Juni 2016, 13:44

Maischen und Läutern aus einem Topf geht problemlos.
Aber lese dir trotzdem mal Folgendes durch
viewtopic.php?f=3&t=8710&p=133947&hilit=Spaß+am+brauen#p133947

Zackenknecht
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Re: Planung

#9

Beitrag von Zackenknecht » Sonntag 5. Juni 2016, 14:58

Uffff,
ihr gebt mir ja wieder tolle Denksportaufgaben, der gedanke beim 200er Topf war luft nach oben zu haben und nicht nach einem halben Jahr schon wieder über Grundgerätschaften nachzudenken. Klar kommt dann so nach und nach der Rest wie Pumpe, Abfüller usw dazu um die Abläufe zu verbessern.
Bis jezt war es die gleiche Arbeit bei 20 und 50 Liter und man muss ja nicht bis ans limit seiner Gerätschaften gehen (also 100l in 200er Topf oder so).
Probesude wollte ich weiter auf dem Einkocher machen.


Gruß Thomas
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El Gordo

Re: Planung

#10

Beitrag von El Gordo » Sonntag 5. Juni 2016, 15:34

Spätestens ab 50 Liter betritt man eine andere Welt. Mit Muskelkraft geht da nichts mehr. Man braucht Pumpen, Schläuche, Seilzüge usw. Das Thema Reinigung ist dann noch mal was ganz anderes, einfach in die Spülmaschine stellen geht natürlich nicht mehr. Hier ist der Einsatz von Chemie gefragt. Ein Brautag mit allem drum und dran dauert dann schon mal schnell 12 Stunden, wenn es nicht richtig Läutert oder sonst was schief geht auch mal deutlich länger. Außer natürlich man kauft sich für sehr viel Geld was richtig professionelles.
Wasseraufbereitung und Treberentsorgung sind dann auch ein anderes Kaliber. Und eine gute und günstige Hefequelle ist auch kein Fehler. Kegs sind da eigentlich Pflicht, wenn man nicht die ganze Freizeit mit Flaschen reinigen und füllen verbringen will.
Das ist natürlich alles machbar und ich hab ja selber lange auf einer 4,5h Anlage gebraut, bei der alles Handarbeit war. Es ist aber wie gesagt eine andere Welt und ob das auf Dauer Spaß macht, muss jeder selber wissen.
Die Rückkehr in die Einkocherklasse hat mir die Freude am Brauen wieder gegeben, aber das ist ein anderes Thema.

Stefan

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