Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
Antworten
Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#1

Beitrag von Tozzi » Freitag 11. März 2016, 21:53

Servus zusammen,

nachdem die SHA bei meinem ersten Sud mit fertig geschrotetem Malz nicht so berauschend war (ca. 60%) und man immer wieder von 70%+ liest, während der Hersteller auch immer wieder darauf hinweist, dass ein bestimmter Mahlgrad für das Resultat recht entscheidend ist, habe ich blutenderweise nochmal tief ins Portemonnaie gegriffen und mir die Mattmill Klassik besorgt.
(Geiles Teil nebenbei bemerkt; da wird die Wertigkeit wirklich zur Kunstform erhoben. Das ist echt "Made in Germany" in der gaaaanz traditionellen Bedeutung. Die können meine Enkel noch verwenden).

Inzwischen habe ich für mein Equipment fast das Dreifache der ursprünglich geplanten Investitionssumme hingelegt, aber ich denke, das ist normal. Das verselbständigt sich irgendwann und auch das Kleinvieh macht halt eine Menge Mist.
Bin aber jetzt wirklich ganz gut ausgestattet und auch der DHL Bote wird nicht mehr dreimal am Tag vorbeikommen müssen...


Zum Thema:
Die Klassik ist ja auf 1,3 mm Walzenabstand eingestellt ab Werk. Passt das oder soll ich nachjustieren?

Ich habe auch eine Mail an info@grainfather.com geschrieben, die Antwort werde ich natürlich hier posten (sobald ich eine erhalte), aber vorab hätte mich interessiert, ob da schon jemand praktische Erfahrungen gesammelt hat.
Habe hier noch nichts dazu gefunden, beim Braumeister ist halt doch vieles ganz anders...speziell wenn's um die Rezirkulation beim Maischen geht...

EDIT: Thread Titel ergänzt.
Zuletzt geändert von Tozzi am Mittwoch 27. April 2016, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather

#2

Beitrag von Tozzi » Montag 14. März 2016, 13:17

So, ich habe Antwort erhalten:
we recommend a mill setting of between 1.27 and 1.4 so you should be fine with a 1.3mm gap
Das Ganze wird an Ostern dann in der Praxis erprobt. :Drink
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
chaos-black
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1879
Registriert: Dienstag 10. Juli 2012, 21:38
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather

#3

Beitrag von chaos-black » Dienstag 15. März 2016, 00:07

Dankeschön fürs Posten, zum Glück ist meine Mühle ab Werk so eingestellt gewesen :) Hier brauch ich also nichts zu verändern. Viel Spaß bei deinem Brautag!

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather

#4

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 27. April 2016, 22:58

Ich schreib mal hier weiter, da scheint mir das am besten aufgehoben, beziehe mich aber auch auf diesen Faden ("Schrotbild"):
viewtopic.php?f=4&t=8428

Beim allerersten Sud hatte ich fertig geschrotetes Malz benutzt und eine SHA von etwa 62% erzielt, mein bisher nach wie vor bestes Ergebnis.

Mit der MattMill Klassik war die Vorgeschichte dann, dass diese wohl auf 1,6 mm voreingestellt war und ich noch ganze Körner drin hatte.
Diesen Sud hatte ich aber fast 3 Stunden lang bei 68 Grad gemaischt (das Rezept sah das auch so vor).
Ausbeute lag bei grottigen 54%. Das Bier ist trotzdem gut geworden, ich habe entsprechend aufgezuckert und dem Porter hat das nicht schlecht getan.
War eh ein chaotischer Brautag.

Dann habe ich laut Empfehlung von Dave (GF UK) 1,3 mm eingestellt und das Dark Impact gebraut.
Das Schrotbild erschien mir selber und auch einigen anderen hier immer noch sehr grob und daher hatte ich schon erwartet, dass die Ausbeute ähnlich schlecht wird und 2 Liter weniger Nachguss gegeben.
Damit habe ich dann fast die erwarteten Plato erreicht, allerdings natürlich nur 19 Liter rausbekommen. Also wieder weit drunter.
Zumal da ja genug Muscovado Zucker drin war um das Ergebnis etwas zu relativieren.

Gestern bin ich nun auf einen Walzenabstand von 1,2 mm runtergegangen und habe mich bemüht, den Akkuschrauber nicht zu schnell drehen zu lassen.
(Nebenbei bemerkt ging natürlich beim letzten Kilo der Akkuschrauber kaputt und ich musste Ersatz besorgen. Handkurbel ist bestellt...)
Die Spelzen waren noch recht intakt, und der Mahlgrad erschien mir deutlich besser, wenn auch vielleicht immer noch etwas grob.
Ich hatte allerdings einen nicht unbeträchtlichen Anteil von feinem Mehl dabei.
Habe dann das "Durstige Mammut" von MMuM gebraut.
Läutern/Nachguss ging problemlos, hat eine gute halbe Stunde gedauert, also völlig OK, weder zu schnell, noch zu langsam.

Resultat:
Bei 26 Litern Ausschlagwürze und 7 Kg Schüttung wieder nur magere 14˚P (anstelle der angepeilten 16). Bin eh schon von nur 59% ausgegangen.
Also wieder nur knapp 57%.
Wahrscheinlich war es auch wieder zu viel Nachguss, die App berechnet da fast 2 Liter mehr als die Formel in der Anleitung.
Dank des Zwischenfalls mit dem Akkuschrauber hatte ich nicht viel Zeit übrig und habe einige Messungen zwischendrin übersprungen.
Das wird nächstes mal nachgeholt um das Problem einzugrenzen.

Denn irgendwie weiß ich sonst nicht mehr so recht weiter.
Einerseits mahlen manche mit Walzenabstand von 1,2 - 1,3 mm und haben gute Ergebnisse.
In den englischsprachigen Foren gibt es Beiträge, wo die Leute mit 2 Walzen auf 0,9 bis 1,1 mm gute Erfahrungen haben.

Ich werde jetzt mal ganz brachial den Walzenabstand auf 1 mm einstellen und das Malz ggf. vorher konditionieren.
Frisch genug ist es, so dass das eventuell nicht mal nötig sein wird.

Wie gesagt, es geht mir nicht unbedingt um eine super hohe Ausbeute, aber reproduzierbar über 60% sollte sie schon liegen.
Ich braue gerne etwas stärkere Biere und hätte gerne dennoch volle Gäreimer.

Den GF Support habe ich nochmal angeschrieben, mal sehen was die sagen.
Ansonsten werde ich halt einfach weiter experimentieren und mir notfalls künftig mit Malzextrakt behelfen, bis das Problem gelöst ist, und weiter berichten.

Es hat nicht zufällig sonst noch jemand die Kombi GF / MM Klassik am Start?
Mit der Student scheint es ja ganz gut hinzuhauen.
Wird schon werden, so schnell geb ich nicht auf... :Drink
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
gulp
Moderator
Moderator
Beiträge: 8521
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 21:57
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#5

Beitrag von gulp » Mittwoch 27. April 2016, 23:17

Das "durstige Mammut" hat 20 % Spezialmalze. Das hat natürlich Einfluß auf die Ausbeute. Du braust hier ein fettes Spezialbier nach dem Anderen auf der Suche nach besserer Ausbeute? Nimm mal 100% PiMa. Rast 75min/66°. Mal sehen ob du dann über 60 % kommst.

Unterm Strich verstehe ich aber das Problem nicht, wenn das Bier gut schmeckt. :Greets

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://stixbraeu.de/
https://biergrantler.de

Benutzeravatar
Alt-Phex
Moderator
Moderator
Beiträge: 6851
Registriert: Mittwoch 1. Februar 2012, 01:05
Wohnort: Düsseldorf

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#6

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 27. April 2016, 23:30

Da hat der Peter vollkommen Recht. je mehr Dunkle/Kara/Spezialmalze du in deiner
Schüttung hast und je höher du die Stammwürze anpeilst, desto niedriger ist deine
Sudhausausbeute.

Mal ganz abgesehen davon das diese Malzrohrsysteme schon, technisch bedingt,
eine niedrigere Ausbeute zur Folge haben.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#7

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 28. April 2016, 02:48

Ja, Ihr habt ja recht. :Greets

Es gibt wirklich weitaus schlimmere Probleme als meines.
Mir geht es auch hauptsächlich darum, den Prozess zu optimieren und damit vielleicht auch anderen, die sonst künftig dieselben Fragen stellen, ein wenig Hilfestellung zu geben.
Unter anderem haben wir ja dafür das Forum.
An sich bin ich mehr als zufrieden mit meinen Bieren, bisher! :thumbup
Sowohl das Amber/Copper IPA als auch das "Rabenschwarz" Porter sind erstaunlicherweise genau nach meinem Geschmack und genau wie erwartet.
Der Barley Wine ist abgefüllt, harrt seiner Dinge und ist schon weggesperrt, den ignoriere ich erst mal, und das Dark Impact wird morgen gestopft, nach 2 Wochen HG.
gulp hat geschrieben:Du braust hier ein fettes Spezialbier nach dem Anderen auf der Suche nach besserer Ausbeute?
Ja, ich habe mir und meinen Braugerätschaften (durchaus auch absichtlich) mehr zugemutet, als für einen Anfänger wie mich empfehlenswert wäre.
Das ist mir bewußt. Dein Kommentar ist absolut gerechtfertigt und ich muss sogar über mich selber ein wenig lachen.

Ich will halt das Optimum im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten finden und dann mir künftig darüber keine Gedanken mehr machen müssen.
Wenn bei einer Mischung wie dem "durstigen Mammut" mit meinem Equipment nicht mehr als 57% drin sind, dann soll's halt so sein und alles ist gut.
Aber ich möchte meine Ressourcen optimal nutzen...von Reproduzierbarkeit erstmal ganz zu schweigen...
Wie gesagt, ich will niemand damit auf die Nerven gehen und werde versuchen, selber herauszufinden woran es liegt bzw. was man verbessern kann; da ist halt eine Testreihe angesagt. :Angel

Als nächstes steht das "Guinness 1880 Porter" auf dem Programm, mal sehen wie das wird.
Ich werde noch etwas feiner mahlen (da scheint wirklich noch Spielraum zu sein) und den Nachguss um 2 Liter reduzieren, dann komme ich, denke ich, in einen "normalen" Bereich.
Ein Fehler war sicherlich, der iPad App zu vertrauen. Hätte ich die Berechnungsformel aus dem Benutzerhandbuch genommen, sähe alles schon ein wenig anders aus.
Die App ist leider sowieso noch voller Bugs und stürzt auch manchmal reproduzierbar ab.
Ich habe meine Mitarbeit angeboten, aber bisher noch keine Antwort erhalten (obwohl ich ziemlich sicher bin zu wissen, wo das Problem liegt)...
Aber das ist wieder ein anderes Thema...
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
Alt-Phex
Moderator
Moderator
Beiträge: 6851
Registriert: Mittwoch 1. Februar 2012, 01:05
Wohnort: Düsseldorf

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#8

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 28. April 2016, 03:14

Es liegt ja nicht nur an deiner Schrotung, sondern auch an deiner Anlage und der Schüttung.

Ich habe im Durchschnitt 60% SHA, das ist der Wert mit dem ich rechne. Habe ich viele dunkle
Malze in der Schüttung kann die SHA auch mal drunter liegen. Habe ich viel Pilsener Malz in der
Schüttung, komme ich auch mal auf 65% SHA. Da spielen viele Faktoren mit, die wirst du niemals
für alle Biere auf einen Nenner bekommen. Du jagst ein Phantom.

Nachguß reduzieren ist eher kontraproduktiv, denn in dem Treber sitzt der ganze Extrakt, der
dir am Ende fehlt. Das ist der Nachteil dieser Malzrohrsysteme, die sind eher auf Vorderwürze
Biere ausgelegt. Nachgüsse sind hier eher Kür als Pflicht. Mit ~ 60% bist du doch schon gut dabei.

Gruß
Bernd
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#9

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 28. April 2016, 03:40

Hallo Bernd,

nun ja, zwischen der Formel im GF Benutzerhandbuch und der berechneten Menge an Nachguss in der App sind halt doch gut 2 Liter Unterschied...
Was mir vor allem noch fehlt, ist Erfahrung; das ist klar.
Vor mir liegt jetzt eine Testreihe mit so vielen Messungen wie möglich (wenn ich's nicht wieder vergesse... :redhead )
Ich habe schon den Eindruck, dass die letzten 2 Liter Nachguss eigentlich nicht mehr viel bringen.
Das was da am Ende noch rauströpfelt ist schon wirklich recht dünn.
Man kann ja auch ganz einfach länger kochen, nur muss dann halt die Zeit der Hopfengaben anders berechnet werden.
Ich werd mich da rantasten. Beklagen tu ich mich ja nicht. Prinzipiell funktioniert alles, und das Bier schmeckt. :Drink
Optimierungspotenzial ist aber dennoch da... :P
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
Sura
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2256
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#10

Beitrag von Sura » Donnerstag 28. April 2016, 07:29

Das mit den Hopfen ist doch Quatsch. Wenn du deinen Hopfen 60 Minuten kochen willst, dann koch den halt nur 60 Minuten. Niemand zwingt sich den direkt nach dem Würzebruch reinzuwerfen. Bei Vorderwürzehopfung schaut das ein wenig anders aus, aber die ~1-2 Ibu mehr die dabei dann rauskommen (wenn überhaupt), sind nun wirklich egal.

Du machst dir aber einfach zuviel Gedanken um nichts. Vor allem bei vergleichsweise kleinen Suden wo jeder verlorere halbe Liter der Berechnung weh tut, ist das ganze Gerechne auf mehr als 5% Genauigkeit für verschiedenen Biere Mumpitz. Dein Optimierung in Ehren, aber warum denn eigentlich, solange das in halbwegs ordentlichen Bahnen läuft?
Da ist soviel Platz..... ich habe neulich am selben Tag zwei Sude gemacht. Beides reine Vorderwürze. Bei ersten hatte ich etwas Zeitdruck, da ist der Treber nicht optimal trockengelaufen und es waren mehr als ein paar Spezialmalze drin. Ergebnis: ~55%. Das zweite lief mehr als Trocken, weil ich mit dem ersten noch an Gange war und hatte kaum Spezialmalze. Ergebnis: ~65%. Nur so als Bespiel.....

Ich plane bei meinen Suden ca. 20% mehr. Ich plane und mache wenig bis keinen Nachguss, weil ich lieber 1,5€ mehr für ne Schippe Malz ausgebe, als ne halbe Stunde mehr vor dem Läuterrinnsal zu sitzen. Und ob ich da jetzt ein halbes P mehr oder weniger rausbekomme..... interessiert mich ehrlich gesagt garnicht. Ich mache den Nachguss nur, bis es in etwa passt. Ich messe nicht mal wieviel ich geläutert habe, das wird schon reichen für ein paar Flaschen. :) .... und ob das Bier em Ende nun 4,1% oder 4,3% hat ist beim ersten mal wo man ein Rezept ausprobiert doch sowieso relativ egal. Davon abgesehen ist das am Ende auch noch von der Hefe und deren Tagesform in deiner Umgebung abhängig.
Und wenn du Zucker statt Speise nimmst, der Rezepteersteller aber Speise genommen hatte, ist das Verhältnis Restextrakt/Alkohol sowieso in keinster Weise mehr mit dem übereinstimmend was da in einem anderen Keller mal rausgekommen ist.

Von daher: Lebe mit einem Wert der halbwegs da hingeht wo es hinsoll, gleiche das in etwa an, und stecke die Zeit lieber in was anderes was auch mit dem brauen zu tun hat...... vielleicht in eine eigene Tabellenkalkulation die mit deinen Umgebungsvariablen und deinen Vorlieben perfekt zusammenarbeitet, und dir für den Brautag gleich ne Korrekturtabelle rauswirft.

Mir doch egal was der Rechner gerne gehabt hätte und was ich nach der Meinung von wem auch immer hätte haben müssen..... solange mir das schmeckt, kann mir das alles mal den Buckel runter rutschen. Lass dich und deine Freude am brauen und am geniessen dir doch nicht von ein paar Zahlen versauen. Wenn du das mal beruflich machen willst und das richtige rauskommen muss weil die Etiketten schon gedruckt sind... dann kannst du mit so nem Kram anfangen, aber jetzt in deiner Findungsphase doch noch nicht...... :Drink
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

Benutzeravatar
chaos-black
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1879
Registriert: Dienstag 10. Juli 2012, 21:38
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#11

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 28. April 2016, 10:57

Hey Tozzi und alle anderen,
ja, in unseren Dimensionen ist das alles nicht tragisch, wenn man keine Spitzenausbeute hat, aber ich kann schon verstehen, dass einen das wurmt und man wenigstens nachvollziehen können will, woran das liegt. Ich habe genau deine Kombi (Mattmill Klassik + Grainfather) und habe jetzt nach 3 Suden laut Brauhelfer einen durchschnittliche Ausbeute von 68,4%. Ich schreibe hier einfach mal ein bisschen wie die Sude bei mir liefen, vielleicht gibts da irgendwas, was dir hilft.

Allgemeine Infos: Mattmill Klassik etwa 3 Jahre alt, wird seitdem in Werkseinstellung benutzt (ehrlich gesagt keine Ahnung wie groß der Abstand is, hatte nie Probleme damit). Mein Wasser hat diese Werte ( https://www.stadtwerke-goettingen.de/pr ... eranalyse/ ) und ich habe es noch nie aufbereitet. Zur Ermittlung der Hauptguss- und Nachgussmenge nehme ich die Formel von GF: Hauptguss in Liter = Malzmasse in kg x 2,7 + 3,5 | Nachguss in Liter = Pfanne-voll-Volumen in Liter – Hauptguss in Liter + Malzmasse in kg x 0,8. Ich habe bisher auch noch nie PH-Werte in Maischen gemessen, habe aber mal gehört, dass das Wasser meiner Gegend besonders gut für beinahe helle Biere sei, was wohl auch dem Einbecker Bock zum Ruhm verholfen haben soll, der hier in der nähe gebraut wird.

Sud1: braun-rotes Amber Ale. 90% Pale Ale Malz, 8% Caramünch, 2% Carapils. Kombirst 67°C für 60min war Rezept, habe ich wegen für Jodnormalität auf 75min erhöht und habe entgegen des Rezeptes auch noch eine Abmaischrast 78°C für 10min eingelegt. Läutern ging so mittelschnell würde ich sagen, hat etwa 50min gedauert. Ergebnis: Sagenhafte 79% Ausbeute.

Sud2: Irish Oatmeal Dry Stout. 70% Pale Ale Malz, 25% rohe Haferflocken blütenzart, 5% Röstgerste. Gummirast 40°C 20min, Kombirast 66°C 70min, Abmaischen bei 78°C ohne Rast. Läutern ging ziemlich lahm, glaube etwa 90min dürfte es gedauert haben. Ergebnis 63,1% Sudhausausbeute (ich denke das liegt an Rohfruchtanteilen + geröstetes hat ja auch immer etwas weniger Gehalt).

Sud3: quasi ein Kölsch. 90% PiMa, 8%MüMa, 2% Cara Hell. Maltoserast 62°C 40min, Verzpckerungsrast 72°C 20min, Abmaischen 78°C 10min. Dies ist der erste Sud, bei dem ich auf High Gravity eingebraut habe (maximalsetting des Brauhelfers ist 50% -> 6,7kg Malz drin). Läutern war echt flott, knapp unter einer halben Stunde hat es gedauert da wars durch, was mir erst Sorgen bereitet hat). Trotzdem am Ende eine Sudhausausbeute von 69%.

Ich hoffe das hilft dir irgendwie. Wenn du möchtest, kann ich auch mal mein Maßband bemühen, und checken auf was die Mühle steht.

Liebe Grüße,
Alex

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#12

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 28. April 2016, 17:36

Hallo Alex, alle,

danke für Eure Antworten!
@Alex: Deine Zusammenfassung hilft mir sehr weiter.
Wenn Du zufällig irgendwo eine Fühlblattlehre rumliegen hast, würde mich die Einstellung Deiner Mattmill schon interessieren...

Aber zumindest zu einem recht großen Teil kann ich jetzt nachvollziehen, woran es gelegen hat.
Du hast das Sparge Wasser von Hand berechnet, ich habe die App genommen.

Dave vom Grainfather UK Office hat mir auch gerade geantwortet und meinte, mit meinem Prozess sei alles in Ordnung, auch die Schrotung sei OK.
Er hat mir dann vorgerechnet, dass die App wohl 3,5 Liter zuviel Nachguss berechnet hat. :Ahh

Mit Deinen 68,4% kann ich da noch nicht mithalten, komme aber wohl wenigstens auf ein "vernünftiges" und für mich absolut akzeptables Resultat...
Aber etwas feiner kann ich wohl auch mit der Mühle noch gehen, ohne die Spelzen zu zerstören.

Meinen nächsten Sud kann ich leider erst in ein paar Wochen machen, aber ich werde dann nochmal berichten, eventuell hilft es ja auch künftig jemandem.
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#13

Beitrag von Tozzi » Montag 16. Mai 2016, 17:49

Servus zusammen,

so, gestern hab ich einen Sud gebraut und mit 57% SHA gerechnet.
Was ist rausgekommen? Sagenhafte 71% bei 7 Kg Schüttung!
(Was mir in dem Fall gar nicht so lieb ist aber was soll's, Hauptsache ich krieg irgendwann ein reproduzierbares Resultat, das nicht grottig ist)...

Was hab ich anders gemacht als sonst?

Zunächst habe ich die MattMill auf gute 1,3 mm eingestellt (so zwischen 1,3 und 1,35).
Das (unkonditionierte) Malz habe ich dann diesmal mit der Kurbel geschrotet und nicht mit dem Akkuschrauber, also viel langsamer.
Beim Einmaischen habe ich ebenfalls mehr Geduld gezeigt und nach jeweils 2 Schaufeln gut gerührt. Bei den letzten 2 Kilo wird das mühsam, geht aber.
Beim Hauptguss habe ich einen Tick mehr Wasser reingetan, statt der berechneten 22,4 Liter waren es wohl so an die 22,7.

Keine Ahnung, woran es nun genau gelegen hat, wahrscheinlich eine Kombination aus allem.

Noch ein Tipp zum Grainfather:
Man muss aufpassen, dass man nicht zu viel am Rezirkulationsschlauch rumfummelt.
Wenn das obere Sieb "kippt", und das passiert leicht, hat man ein Problem. Gut dass ich dicke wasserfeste Küchenhandschuhe da hatte.
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
chaos-black
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1879
Registriert: Dienstag 10. Juli 2012, 21:38
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#14

Beitrag von chaos-black » Montag 16. Mai 2016, 17:54

Freut mich wirklich, dass du dieses Problem endlich nach so langer Zeit (2 Monaten?) begraben kannst! :thumbup Gratuliere!

Benutzeravatar
gulp
Moderator
Moderator
Beiträge: 8521
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 21:57
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#15

Beitrag von gulp » Montag 16. Mai 2016, 17:56

Keine Ahnung, woran es nun genau gelegen hat, wahrscheinlich eine Kombination aus allem.
Ganz bestimmt die 0,3l mehr Einmaischwasser in Verbindung mit der 1,3254 mm Einstellung der Mattmill. :Bigsmile
Sorry, aber der musste sein. :Smile

Gruß
Peter und wech...
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://stixbraeu.de/
https://biergrantler.de

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#16

Beitrag von Tozzi » Montag 16. Mai 2016, 18:00

gulp hat geschrieben:Sorry, aber der musste sein. :Smile
Es sei Dir vergönnt... :P
chaos-black hat geschrieben:Freut mich wirklich, dass du dieses Problem endlich nach so langer Zeit (2 Monaten?) begraben kannst! :thumbup Gratuliere!
Danke!
Vielleicht schaffe ich es ja sogar, irgendwann eine einigermaßen verlässliche Prognose zu machen. :Smile

EDIT:
Die Einstellung der MattMill war übrigens so nicht wirklich beabsichtigt, ich hatte 1,35 angepeilt mit Fühlblatt, aber so genau kriegt man das ja nicht hin.
1,35 passen nicht mehr durch, 1,3 recht locker.

War mein 6. Sud, mal sehen, nach dem 10. erreiche ich dann vielleicht auch mal die wirklich beabsichtigte Stammwürze... :Grübel
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
CastleBravo
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 81
Registriert: Donnerstag 14. Dezember 2017, 14:09

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#17

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 31. Januar 2018, 19:09

Servus!
Ich betätige mich hier kurz einmal als Nekrophiler den Thread betreffend. Ich braue mit dem Grainfather und stehe vor der Entscheidung mir eine Mühle zuzulegen. Ich habe diesbezüglich ein Auge auf die Mattmill Student geworfen, bin mir aber inzwischen unsicher aufgrund des festen Walzenabstandes. Bekomme ich mit der Kombination Probleme oder würdet ihr mir hierzu raten.
Herzlichen Dank vorab.
Viele Grüße,
Sepp

Benutzeravatar
Logan86
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 25
Registriert: Mittwoch 29. November 2017, 17:46
Wohnort: Graz

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#18

Beitrag von Logan86 » Mittwoch 31. Januar 2018, 19:46

Hi,

ich hab die Student (Modell 2017) und einen Grainfather und finde, dass hier der Mahlgrad recht gut passt. Grainfather empfiehlt einen Walzenabstand von 1,27 - 1,4mm, die Student hat 1,3, sollte somit auch technisch passen.

LG
Stefan
Instagram: @kerberos_braeu

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#19

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 31. Januar 2018, 20:01

Die (neue) Student dürfte für Malzrohrsysteme wie GF oder BM die ideale Mühle sein. :thumbup
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
CastleBravo
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 81
Registriert: Donnerstag 14. Dezember 2017, 14:09

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#20

Beitrag von CastleBravo » Mittwoch 31. Januar 2018, 20:05

Das beruhigt mich! Vielen Dank euch beiden für die schnelle Antwort!

fg100
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1355
Registriert: Sonntag 5. August 2012, 00:05

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#21

Beitrag von fg100 » Mittwoch 31. Januar 2018, 21:18

gulp hat geschrieben:
Montag 16. Mai 2016, 17:56
Keine Ahnung, woran es nun genau gelegen hat, wahrscheinlich eine Kombination aus allem.
Ganz bestimmt die 0,3l mehr Einmaischwasser in Verbindung mit der 1,3254 mm Einstellung der Mattmill. :Bigsmile
Sorry, aber der musste sein. :Smile

Gruß
Peter und wech...
Hi Peter,
der war gut.

Wir zwei waren ja anscheinend die ersten die den GF in D getestet haben. Dass wir den zwiespältig fanden und die vermutlichen Probleme damals schon prognostiziert haben finde ich schon sehr interessant. Für uns war klar dass wir bei unseren bisherigen Systemen zu bleiben.
Aber jeder soll gerne das haben was er meint zu brauchen.

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#22

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 31. Januar 2018, 22:05

Nun ja, seitdem hat sich schon einiges getan und der GF hat sich inzwischen durchaus bewährt, nicht nur bei mir... :P
Dieser Thread ist ziemlich Nekro.

Ihr habt das Teil ja damals auch ganz schön an seine Grenzen gebracht (was natürlich bei einem Test auch richtig ist).
Zu feine Schrotung ist halt bei jedem Malzrohrsystem problematisch, zu grobe (in meinem Fall waren das über 1,6 mm) geht halt schnell extrem zulasten der Ausbeute; ganze Körner zu maischen hat Nachteile. :Wink
Und von der Schüttung her ans Äußerste zu gehen ist auch bei einem Braumeister alles andere als empfehlenswert.
Viele Grüße aus München
Stephan

fg100
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1355
Registriert: Sonntag 5. August 2012, 00:05

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#23

Beitrag von fg100 » Donnerstag 1. Februar 2018, 08:43

Tozzi hat geschrieben:
Mittwoch 31. Januar 2018, 22:05
Nun ja, seitdem hat sich schon einiges getan und der GF hat sich inzwischen durchaus bewährt, nicht nur bei mir... :P
Dieser Thread ist ziemlich Nekro.

Ihr habt das Teil ja damals auch ganz schön an seine Grenzen gebracht (was natürlich bei einem Test auch richtig ist).
Zu feine Schrotung ist halt bei jedem Malzrohrsystem problematisch, zu grobe (in meinem Fall waren das über 1,6 mm) geht halt schnell extrem zulasten der Ausbeute; ganze Körner zu maischen hat Nachteile. :Wink
Und von der Schüttung her ans Äußerste zu gehen ist auch bei einem Braumeister alles andere als empfehlenswert.
Hallo Stephan,
du hast schon Recht. Ich wollte damit auch nicht schreiben dass er schlecht ist. Er hat ja auch seine Stärken. Aber eben auch seine langläufig bekannten und hauptsächlich systembedingten Probleme.
Mich stört eher, die von manchen (nicht von dir), in anderen Threads verbreitete Ansicht, dass der GF die ultimative Lösung ist. Ich habe den Eindruck, dass wird vor allem gerne Anfängern bei der Frage nach dem Systemen das sie kaufen sollen suggeriert.
Grüße Franz

Benutzeravatar
Michael Wendt
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 297
Registriert: Mittwoch 1. Juni 2016, 23:11
Wohnort: Hoya

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#24

Beitrag von Michael Wendt » Donnerstag 1. Februar 2018, 10:26

fg100 hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 08:43
Mich stört eher, die von manchen (nicht von dir), in anderen Threads verbreitete Ansicht, dass der GF die ultimative Lösung ist. Ich habe den Eindruck, dass wird vor allem gerne Anfängern bei der Frage nach dem Systemen das sie kaufen sollen suggeriert.
Grüße Franz
[/offtopic an]
Ich versuchs mal andersherum:
- Nicht optimal für Anfänger ist ein System, zu dem sie sich eine Anleitung zusammensuchen müssen.
- Nicht optimal für Anfänger ist ein System, bei dem sie sich die Teile zusammensuchen müssen.
- Nicht optimal für Anfänger ist ein teures System, weil sie evtl. feststellen, dass Brauen doch nichts für sie ist.

Hat jemand Vorschläge für ein anderes gutes, günstiges, vergleichsweise geschlossenes System, bei dem außer einem Rührpaddel und einem Gärbehälter alles drin ist?

Das soll jetzt gar keine Werbung für den Grainfather sein. Auch damit kann man viel falsch machen. Und mir persönlich stinkt schon das fummelige Einsetzen der Silikondichtungen als objektiv vielleicht kleinstes Übel. Klar, er hat auch Schwächen, das sollte niemand bestreiten. Dennoch scheint er mir für Anfänger, wenn man von der obigen Definition ausgeht, das beste System. Nicht ultimativ, aber unter Berücksichtigung der Alternativen bestmöglich.
[/offtopic aus]

Viele Grüße
Michael
„Ah, das schmeckt wie ein richtiges Vierzehnzwanziger“

Meine Anlage: viewtopic.php?f=20&t=12052
Meine Vorstellung: viewtopic.php?f=50&t=11885
Haus, Auto und Frau zeig ich nicht.

Hind65
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 12
Registriert: Freitag 20. Januar 2017, 11:23
Wohnort: Biel

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#25

Beitrag von Hind65 » Donnerstag 1. Februar 2018, 11:00

:goodpost:

Koni

integrator
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 221
Registriert: Montag 16. Mai 2016, 22:03

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#26

Beitrag von integrator » Donnerstag 1. Februar 2018, 19:00

[/offtopic an]
Entgegen dem User fg100 kann ich einem Einsteiger, der auch ein bisschen auf Geld schauen muss, den GF wärmstens empfehlen. Ich brau seit 2 Jahren mit dem Teil und habe es nie bereut. Die kleinen Besonderheiten/Nachteile kann man locker umschiffen oder locker damit leben. Es ist natürlich auch klar das jede Anlage Vor- und Nachteile hat. Natürlich ist das aber immer eine individuelle Entscheidung :Greets
[/offtopic aus]

Da ich mir jetzt auch eine Malzmühle (Brewferm) zugelegt habe, kann ich demnächst auch über das Zusammenspiel zwischen Schrotung und Grainfather berichten. Starten werde ich mit dem mehrfach erwähnten DVD-Spalt :Pulpfiction

Benutzeravatar
haefner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 282
Registriert: Montag 12. Dezember 2016, 09:06
Wohnort: Württemberg
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#27

Beitrag von haefner » Donnerstag 1. Februar 2018, 19:15

Also ich hab mit der Student mit Akkuschrauberbetrieb gar keine guten Erfahrungen gemacht. War viel zu fein und ich hab mir jetzt auch die Brewferm bestellt.

Der GF hat wie jedes Brausystem oder Anlage seine Eigenheiten die man berücksichtigen muss. Tut man das und stellt sich drauf ein oder um, macht man echt spielend leicht grandioses Bier.
Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.

Mein Hobbybrauer Blog: http://www.bierreserve.de

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#28

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 1. Februar 2018, 21:28

haefner hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 19:15
Also ich hab mit der Student mit Akkuschrauberbetrieb gar keine guten Erfahrungen gemacht. War viel zu fein und ich hab mir jetzt auch die Brewferm bestellt.
Das "alte" Modell mit 1,2 mm Spalt oder das neue mit 1,3 mm?
Mit dem Akkuschrauber zu schnell gedreht?
Ich hab's bei meiner Klassik mit dem Akkuschrauber nicht hinbekommen.
Perfektes Schrot hatte ich erst, als ich auf Kurbel umgestiegen bin, und jetzt mit dem passenden Motor.
Viele Grüße aus München
Stephan

Benutzeravatar
haefner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 282
Registriert: Montag 12. Dezember 2016, 09:06
Wohnort: Württemberg
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#29

Beitrag von haefner » Donnerstag 1. Februar 2018, 21:47

Es war das neue Modell. Habe extra ganz langsam gedreht. Der Matthias meinte aber, das wäre auch dann zu schnell.
Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.

Mein Hobbybrauer Blog: http://www.bierreserve.de

Benutzeravatar
haefner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 282
Registriert: Montag 12. Dezember 2016, 09:06
Wohnort: Württemberg
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#30

Beitrag von haefner » Mittwoch 14. Februar 2018, 16:17

Mal ne Rückmeldung bezüglich Grainfather, Mahlgrad und Mühle für andere Interessenten:

Bin jetzt von der MM Student zum Billigheimer von Brewferm umgestiegen. Handkurbelbetrieb, also nicht mit Akkuschrauber. Das geht viel schneller als Gedacht, und macht für mich den Akkuschrauberbetrieb überflüssig. Habe ne DVD für den Abstand durchgelassen. Perfekt geschrotetes Malz. Nicht zu fein, nicht zu grob, alle Spelzen intakt. Das Läutern lief sehr schnell und die SHA war zufriedenstellend (nicht ganz 60%). Vielleicht maische ich nächstes mal noch besser ein.
Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.

Mein Hobbybrauer Blog: http://www.bierreserve.de

integrator
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 221
Registriert: Montag 16. Mai 2016, 22:03

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#31

Beitrag von integrator » Mittwoch 14. Februar 2018, 17:35

Das ist ja mal eine positive Rückmeldung :Bigsmile

Ich habe mir auch die Mühle von Brewferm geholt und das brauen steht am Samstag an. Eingestellt habe ich auch mit einer DVD ... mal schauen ob ich ähnliche positive Rückmeldung geben kann. Bedenke das ein zu schnelles läutern aber auch nicht gut ist.

Benutzeravatar
haefner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 282
Registriert: Montag 12. Dezember 2016, 09:06
Wohnort: Württemberg
Kontaktdaten:

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#32

Beitrag von haefner » Mittwoch 14. Februar 2018, 17:45

Ja, damit war eher gemeint, dass es schön durchlief und nicht ewig gebraucht hat. So wie ich es auch von meiner alten Anlage gewöhnt war. Habe wirklich einiges probiert. Geschrotet bestellt von diversen Verkäufern, geschrotet mit der Corona und der Student. Entweder wars zu fein oder zu grob bei allen Beteiligten. Gepasst hat es am ehesten noch vom Schnapsbrenner. Aber so gut wie mit der Brewferm wars (bei meinen Versuchen) noch nirgends.
Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.

Mein Hobbybrauer Blog: http://www.bierreserve.de

Benutzeravatar
Michael Wendt
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 297
Registriert: Mittwoch 1. Juni 2016, 23:11
Wohnort: Hoya

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#33

Beitrag von Michael Wendt » Mittwoch 14. Februar 2018, 23:03

integrator hat geschrieben:
Mittwoch 14. Februar 2018, 17:35
Das ist ja mal eine positive Rückmeldung :Bigsmile

Ich habe mir auch die Mühle von Brewferm geholt und das brauen steht am Samstag an. Eingestellt habe ich auch mit einer DVD ... mal schauen ob ich ähnliche positive Rückmeldung geben kann. Bedenke das ein zu schnelles läutern aber auch nicht gut ist.
Ich danke erstmal, auch für die Rückmeldung!
Zum Läutern: Malzkorb hochziehen und Laufen lassen - was könnte man da beim GF variieren? Seilzug vielleicht?
Edit: Oder stand ich gerade auf dem Schlauch, und die sprichst den Mahlgrad an?


Viele Grüße
Michael
„Ah, das schmeckt wie ein richtiges Vierzehnzwanziger“

Meine Anlage: viewtopic.php?f=20&t=12052
Meine Vorstellung: viewtopic.php?f=50&t=11885
Haus, Auto und Frau zeig ich nicht.

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#34

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 14. Februar 2018, 23:34

Ich glaub, der Erfolg beruht vor allem auf der Kurbel... :Wink
Die meisten hier nehmen einen Akkuschrauber, der im niedrigen Drehzahlbereich einfach nicht genug Drehmoment bringt.
Dann wird halt Gas gegeben. Hab ich anfangs auch nicht anders gemacht.
Ein Akkuschrauber, der bei den nötigen Drehzahlen genug Power hat kostet eine Menge Geld.
Daher bin ich auch zunächst auf Kurbel umgestiegen und hab mir dann das passende Motor Set für die MattMill geholt (und das auch nur für den BM50; so eine GF Schüttung kann man locker selber kurbeln).
Viele Grüße aus München
Stephan

integrator
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 221
Registriert: Montag 16. Mai 2016, 22:03

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#35

Beitrag von integrator » Donnerstag 15. Februar 2018, 19:58

Michael Wendt hat geschrieben:
Mittwoch 14. Februar 2018, 23:03
integrator hat geschrieben:
Mittwoch 14. Februar 2018, 17:35
Das ist ja mal eine positive Rückmeldung :Bigsmile

Ich habe mir auch die Mühle von Brewferm geholt und das brauen steht am Samstag an. Eingestellt habe ich auch mit einer DVD ... mal schauen ob ich ähnliche positive Rückmeldung geben kann. Bedenke das ein zu schnelles läutern aber auch nicht gut ist.
Ich danke erstmal, auch für die Rückmeldung!
Zum Läutern: Malzkorb hochziehen und Laufen lassen - was könnte man da beim GF variieren? Seilzug vielleicht?
Edit: Oder stand ich gerade auf dem Schlauch, und die sprichst den Mahlgrad an?


Viele Grüße
Michael
Mahlgrad :Drink

Benutzeravatar
karlm
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 310
Registriert: Sonntag 27. November 2016, 22:33
Wohnort: Karlsruhe

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#36

Beitrag von karlm » Donnerstag 15. Februar 2018, 20:45

Ich benutze einen BOSCH Akku Bohrschrauber GSR 10,8 2-Li 10,8 Volt mit meiner Mattmill Klassik. Im ersten Gang hat der genug Power um gemütlich in Handkurbelgeschwindigkeit zu schroten. Geht ganz hervorragend.
Altes und neues Forum gleichzeitig durchsuchen:
https://cse.google.de/cse/publicurl?cx= ... nxhfbgci_y

integrator
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 221
Registriert: Montag 16. Mai 2016, 22:03

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#37

Beitrag von integrator » Montag 19. Februar 2018, 16:06

So, am Samstag wurde das erste mal mit meiner neuen Brewferm-Mühle (Handkurbel und DVD Spalt) gemahlen und es lief sehr gut. Läutern lief mir noch etwas zu schnell aber es stehen ja noch weitere Sude an. Hier mal mein Bild von der Schrotung (Münchner, Pale Ale und Pilsner Malz) ...
IMG_4244.JPG
:Angel Sofern der Threadersteller nicht möchte das andere Mühlen beschrieben werde einfach melden.

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#38

Beitrag von Tozzi » Montag 19. Februar 2018, 16:09

Sieht doch gut aus!
Wie war die Ausbeute? Wie lange dauerte der Nachguss?
integrator hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 16:06
Sofern der Threadersteller nicht möchte das andere Mühlen beschrieben werde einfach melden.
Nein, der hat da nix dagegen. :Wink
Geht vor allem um den Mahlgrad für GF, welche Mühle auch immer...
Viele Grüße aus München
Stephan

integrator
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 221
Registriert: Montag 16. Mai 2016, 22:03

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#39

Beitrag von integrator » Montag 19. Februar 2018, 16:16

Tozzi hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 16:09
Sieht doch gut aus!
Wie war die Ausbeute? Wie lange dauerte der Nachguss?
Sorry ... klar die Daten :Ahh SHA lag bei 60% und 20l. Nachguss waren in ca. 15 min. durch.

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#40

Beitrag von Tozzi » Montag 19. Februar 2018, 16:20

Klingt doch OK.
15 Minuten ist schon sehr schnell, aber ob man jetzt wegen ein paar Prozent feiner mahlen will ist die Frage.
Ich würd mich zufrieden geben.
Sonst kannst ja mal so einstellen, dass die DVD richtig eng drinsitzt.
Viele Grüße aus München
Stephan

integrator
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 221
Registriert: Montag 16. Mai 2016, 22:03

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#41

Beitrag von integrator » Montag 19. Februar 2018, 16:53

Tozzi hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 16:20
Sonst kannst ja mal so einstellen, dass die DVD richtig eng drinsitzt.
So war der Plan :Wink

Benutzeravatar
Tozzi
Moderator
Moderator
Beiträge: 2389
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 23:17
Wohnort: München

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#42

Beitrag von Tozzi » Dienstag 20. Februar 2018, 01:03

Lass uns wissen, wie's geklappt hat.
Der optimale Abstand ist halt ein wirklich schmaler Grat...
Viele Grüße aus München
Stephan

uli74
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5213
Registriert: Mittwoch 21. September 2011, 19:43

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#43

Beitrag von uli74 » Dienstag 20. Februar 2018, 07:48

Michael Wendt hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 10:26
Ich versuchs mal andersherum:
- Nicht optimal für Anfänger ist ein System, zu dem sie sich eine Anleitung zusammensuchen müssen.
- Nicht optimal für Anfänger ist ein System, bei dem sie sich die Teile zusammensuchen müssen.
- Nicht optimal für Anfänger ist ein teures System, weil sie evtl. feststellen, dass Brauen doch nichts für sie ist.

Nix gegen den GF (ich find ihn generell gut), aber es gab schon Brauanfänger, lange bevor es den GF gab. Und die haben mit ihrer Ausrüstung problemlos Bier gebraut, weil sie sich mit der Materie auseinandergesetzt haben.

Klar ist es sehr bequem sich ein fertiges Gerät zu kaufen und draufloszubrauen. Aber wenn man sich die einschlägigen Threads anschaut haben viele GF-Besitzer auch ihre Probleme, trotzdem sie sich keine Anleitung oder Teile zusammensuchen müssen.
Gruss

Uli

Benutzeravatar
CastleBravo
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 81
Registriert: Donnerstag 14. Dezember 2017, 14:09

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#44

Beitrag von CastleBravo » Dienstag 20. Februar 2018, 08:14

Ich hab mir nach meinem zweiten Sud den GF gekauft um weniger „Freiheitsgrade“ während des Brauens zu haben und reproduzierbarere Ergebnisse zu erzielen. Für mich im nachhinein die perfekte Entscheidung (abgesehen vom 700€ Hammerpreis). Sowohl das brauen wie auch das kühlen geht absolut problemlos. Wenn ich an den Ärger mit dem Einkocher zurückdenken graust es mir noch immer.
Wie gesagt meine Erfahrung.

reinhold_eins
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 85
Registriert: Sonntag 22. November 2015, 11:13

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#45

Beitrag von reinhold_eins » Dienstag 20. Februar 2018, 19:48

integrator hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 16:06
So, am Samstag wurde das erste mal mit meiner neuen Brewferm-Mühle (Handkurbel und DVD Spalt) gemahlen und es lief sehr gut. Läutern lief mir noch etwas zu schnell aber es stehen ja noch weitere Sude an. Hier mal mein Bild von der Schrotung (Münchner, Pale Ale und Pilsner Malz) ...
IMG_4244.JPG
Hi integrator,

welche von den verschiedenen Brewferm Mühlen hast du denn?


Grüße,

Rey

integrator
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 221
Registriert: Montag 16. Mai 2016, 22:03

Re: Optimaler Mahlgrad für Grainfather (MattMill Klassik)

#46

Beitrag von integrator » Mittwoch 21. Februar 2018, 11:25

reinhold_eins hat geschrieben:
Dienstag 20. Februar 2018, 19:48
integrator hat geschrieben:
Montag 19. Februar 2018, 16:06
So, am Samstag wurde das erste mal mit meiner neuen Brewferm-Mühle (Handkurbel und DVD Spalt) gemahlen und es lief sehr gut. Läutern lief mir noch etwas zu schnell aber es stehen ja noch weitere Sude an. Hier mal mein Bild von der Schrotung (Münchner, Pale Ale und Pilsner Malz) ...
IMG_4244.JPG
welche von den verschiedenen Brewferm Mühlen hast du denn?
Diese hier https://hobbybrauer.de/forum/download/f ... &mode=view

Habe aber noch nicht den passenden Eimer gefunden :Smile

Antworten