Braukessel Empfehlung

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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jonnie_bb
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Braukessel Empfehlung

#1

Beitrag von jonnie_bb » Donnerstag 26. November 2020, 21:45

Hallo zusammen,

da das mein erster Beitrag ist stell ich mich hier erstmal vor:

Ich heiße Dennis, bin 33 und komm aus dem Raum Stuttgart. Ich steh ziemlich am Anfang was das Brauen angeht... vor paar Jahren schon mal zusammen mit Kumpels mit Fertigsets gebraubt, was eigentlich auch ganz gut geklappt hat... aber natrülich nicht so das Wahre ist...

Jetzt solls bei mir auf jeden Fall richtig losgehen. Ich les hier schon eine Weile mit, hab mir das Buch vom Laudage geholt, und hab mich schon recht gut informiert denk ich, hab aber noch ein paar Fragen zum Thema "Ausrüstung". Ich hoff ihr seid noch nicht zu arg genervt von Anfänger-Kauf fragen :redhead

Ich hab nach seeehr viel lesen entschieden, dass ich den Einkochautomat überspring und mir eine Induktionsplatte und nen passenden Topf dazu kaufe. Allein schon dass, egal welches Modell, der Kocher beim einen wallend kocht und beim anderen nicht... Da reg ich mich nachher nur auf :puzz
Bin ich ja nicht der erste der sich hier so entscheidet ;)

Platte soll es die werden https://www.ggmgastro.com/induktionsherd-5-kw.html steht ja dazu auch einiges schon hier im Forum.

Meine Brauvorhaben werden sich erstmal auf 20l Sude beschränken, eventuell später auch mehr...
MIr geht's grad Hauptsächlich um den Braukessel.
Problem ist gerade dass sehr viel ausverkauft ist, vielleicht auf Grund der aktuellen Situation... z.b Amihopfen 34l, was hier ja oft empfohlen wird.
Gibt's grad aktuell was an Braukesseln in der Größenordnung das empfehlenswert ist? (Ich will nicht irgendwie Löcher selber stanzen müssen wenns geht)

Was ich gefunden habe ist:

https://www.brouwland.com/de/unsere-pro ... 36-x-36-cm 35l für 170€

https://www.brauhardware.de/de/T34.html für 135€ (+ hahn)

Dann habe ich noch das hier gefunden:

https://www.amihopfen.com/MegaPot-12-15 ... -Kugelhahn

Eine ganze Nummer größer mit 57L für 140€ mit Hahn.

Meine Frage ist: Ist in dem Fall größer = besser? Vor allem da der Preis ja ähnlich ist wie bei den kleineren Kesseln.
Hat es irgendwelche Nachteile in einem 57l Kessel erstmal Sude für 20l Bier zu brauen?

Denkt ihr dass man mit sowas lang genug was anfangen kann, oder ists vielleicht dann eher so dass man sagt "ok ich kauf mir jetzt nen ganz günstigen 35l Kessel und steig dann später bei 50l auf was viel hochwertigeres um". Ich weiß, das ist eine persönliche Einstellung aber Eure Erfahrungen würden ich interessieren.

Mir gehts nicht um jeden Euro, aber wenn ich seh dass ich für nen ähnlichen Preis "mehr" krieg, ist man als Schwabe halt schon am überlegen :P

So, ich hoff das war jetzt nicht zu viel, und viele n Dank schon mal für die Eure Hilfe.


Gruß
Dennis

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Alt-Phex
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Re: Braukessel Empfehlung

#2

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 26. November 2020, 22:03

Es kann nie schaden etwas Luft nach oben zu haben. Und du kannst auch mal 40l Bier brauen, wenn dir danach ist. Beim Maisch- und Sudkessel ist das egal wenn der größer ist als eigentlich benötigt. Beim Läuterbottich sieht es etwas anders aus. Wenn die Treberhöhe zu niedrig ist, wegen zu großen Durchmesser, kann das zu Problemen führen. Wie und womit möchtest du denn überhaupt läutern?
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Re: Braukessel Empfehlung

#3

Beitrag von jonnie_bb » Donnerstag 26. November 2020, 22:09

Jetzt für die ersten Male hät ich mir einfach einen 30l Plastik Läutereimer geholt mit einer Läuterhexe dazu und von da wieder in den Topf geläutert... Da kann ich ja dann immer noch auf einen Thermoport aufrüsten wenns dann mal gut klappt mit dem Prozess..

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Re: Braukessel Empfehlung

#4

Beitrag von guenter » Donnerstag 26. November 2020, 22:33

Der Preisunterschied liegt im Material, meist Edelstahl, und der Dicke - da gibt es schon Unterschiede, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind. Und bei Induktion ist ein Sandwich-Boden Pflicht.
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Re: Braukessel Empfehlung

#5

Beitrag von jonnie_bb » Donnerstag 26. November 2020, 22:45

Ok verstehe,

Sandwichboden haben alle 3 so wie ich das sehe. Von der Dicke ist der Brewferm und der Megapot bei 1mm, der andere bei 0,8..
Qualität vom Edelstahl ist für mich so nicht einschätzbar...
vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit einem der Töpfe und kann dazu was sagen, oder ne ganz andere Empfehlung die aktuell verfügbar ist. Freu mich über jeden Input.

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Re: Braukessel Empfehlung

#6

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 26. November 2020, 22:56

Also ich hab mir letztens für schlappe 75€ einen 36L Induktionstopf bei Royal Catering gekauft. Ich bin mit der Qualität vollkommen zufrieden, würde ich wieder kaufen. Auf einen Hahn habe ich bewusst verzichtet und pumpe die gekühlte(!) Würze mit einem XL Bierheber in den Gärbottich. Den Bierheber kann ich zerlegen und heisswarm durchspülen. Fertig. Wäre vieleicht für dich auch eine Option.
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Re: Braukessel Empfehlung

#7

Beitrag von jonnie_bb » Donnerstag 26. November 2020, 23:18

Ist auf jeden Fall ne Option für mich, werd ich mir mal anschauen. Danke.

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Re: Braukessel Empfehlung

#8

Beitrag von Zoigl Jehovas » Freitag 27. November 2020, 09:05

Und das gesparte Geld dann in einen Thermoport investieren. Kaufst Du Dir sowieso irgendwann und Du kannst Dir den Plastikeimer sparen.
Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn.

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Re: Braukessel Empfehlung

#9

Beitrag von matschie » Freitag 27. November 2020, 10:26

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 26. November 2020, 22:56
Auf einen Hahn habe ich bewusst verzichtet [...]
Du maischt aber nicht darin, oder?

Die Frage ist ja, wie man die Maische in den Läuterbottich bekommt. Klar, kann man umschöpfen, aber schön ist was anderes. Ich würde mein Maische/Sudpfanne Gefäß nicht auf den Abmaischhahn (2" TC) verzichten wollen. Da wirds halt mit dem nachträglich dranmachen schwierig. Ich hab meinen von Brewpaganda, den kann ich bedenkenlos weiterempfehlen.
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Braukessel Empfehlung

#10

Beitrag von DerDallmann » Freitag 27. November 2020, 10:48

Wie du auf ganz schlankem Weg zu guten Ergebnissen kommst und auch flexibel bist für Erweiterungen ist BIAB.
Eine gute Induktionsplatte (Yato, Saro oder die von dir verlinkte), dazu einen 50L VA Pott (Einfach Ausführung, ohne Loch) Royal Catering bei Ebay, oder zB. WAS (Metro) und einen Maischesack, fertig. Den 50l Pott kriegst du für deutlich unter 100€, Maischesäcke gibts hier: https://www.amihopfen.com/Brewbag

So kannst du locker kleine Sude machen um die 20l oder auch bis 45l, völlig flexibel. Wenn du irgendwann umsteigen/läutern willst, kaufst du dir nen Termoport mit Hexe dazu, oder sonstigen Topf mit Hahn + Läutervorrichtung.

BIAB finde ich super. Die Ausbeute ist zwar etwas schlechter, das stört mich aber nicht. Die Biere sind astrein, die Brauzeit ist kürzer und die Anschaffungskosten sind nicht hoch.

Durch das fehlende Loch/Hahn musst du natürlich von oben abziehen. Entweder wie von Bernd beschrieben oder mit einem Abziehrohr. Geht super easy und man spart sich das reinigen des Hahns/Abdichten etc.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch Postleitzahl 21255 und Umgebung, bei Interesse PN

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Re: Braukessel Empfehlung

#11

Beitrag von coyote77 » Freitag 27. November 2020, 11:34

matschie hat geschrieben:
Freitag 27. November 2020, 10:26
Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 26. November 2020, 22:56
Auf einen Hahn habe ich bewusst verzichtet [...]
Du maischt aber nicht darin, oder?

Die Frage ist ja, wie man die Maische in den Läuterbottich bekommt. Klar, kann man umschöpfen, aber schön ist was anderes. Ich würde mein Maische/Sudpfanne Gefäß nicht auf den Abmaischhahn (2" TC) verzichten wollen. Da wirds halt mit dem nachträglich dranmachen schwierig. Ich hab meinen von Brewpaganda, den kann ich bedenkenlos weiterempfehlen.
Wo liegt das Problem beim Umschöpfen? Ich mache das immer, habe mir dazu einen 3l-Messbecher gekauft, dauert keine Minute.
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Braukessel Empfehlung

#12

Beitrag von matschie » Freitag 27. November 2020, 12:03

coyote77 hat geschrieben:
Freitag 27. November 2020, 11:34
Wo liegt das Problem beim Umschöpfen? Ich mache das immer, habe mir dazu einen 3l-Messbecher gekauft, dauert keine Minute.
Gibt keins, wenn man das so machen möchte. Ich persönlich hätte da keine Lust (mehr) drauf. Ich wollte wenigstens drauf hingewiesen haben.
Immer eine Handbreit Bier unterm.. äh, ne das ging anders.

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Re: Braukessel Empfehlung

#13

Beitrag von jonnie_bb » Freitag 27. November 2020, 12:36

Wär für mich kein Problem mit nem großen Messbecher umzufüllen. Mir gefällt auch die Idee mit dem BIAB und einem 50l Topf. Wär glaub ne Möglichkeit schnell zu einem guten Ergebnis zu kommen und es ist noch genug Luft nach oben...Allerdings muss ich mich da noch etwas informieren wie das genau funktioniert...

Kann man da einfach jedes Rezept nehmen und von Anfang an Hauptguss+Nachguss zum Einmaischen nehmen? Gibt's scheints auch unterschiedliche Meinungen ob man da einen Nachguss machen sollte oder der überflüßig ist...

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Re: Braukessel Empfehlung

#14

Beitrag von Innuendo » Freitag 27. November 2020, 13:52

Ich bin mit einem Megapot gestartet. Der war nicht schlecht und funktionierte. Mittlerweile habe den Megapot für kleine Euronen wieder verkauft und bin auch auf einen Braukessel von brewpaganda umgestiegen. Die Braukessel mit 2" Abmaischvorrichtung und ein gedämmter Läuterbottich mit Senkboden machen viel Spaß.

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Re: Braukessel Empfehlung

#15

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 27. November 2020, 15:03

Umschöpfen geht doch wirklich Ratzfatz und tut auch nicht weh. Das ist mehr so eine Kopfsache. Ich maische aber tatsächlich nicht darin sondern in einem Thermoport. Faule Kombirast und dann läutere ich in den 36L Kessel.
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Re: Braukessel Empfehlung

#16

Beitrag von San » Freitag 27. November 2020, 17:58

Contacto bietet Töpfe mit dickerem Sandwichboden an als die meisten anderen Hersteller. Ich glaube 6mm statt 4mm, wobei meist 1mm oben und unten Edelstahl ist, sodass die induktionswirksame (Aluminium?-) Schicht mit hoher Wärmeleitfähigkeit doppelt so dick (4mm statt 2mm) wäre.
Kostet zwar etwas mehr, sorgt aber für eine bessere Temperaturverteilung im Boden, was gerade bei Induktion mit lokal recht begrenztem Heizbereich von Vorteil sein kann.

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