Brüdenhaube 45 Bauanleitung

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Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#1

Beitrag von TrashHunter » Samstag 29. November 2014, 19:56

.... oder wie aus einer Gastro-Schüssel eine Brüdenhaube wurde...

Moin :)

Gastro- Rühr- Salatschüsseln aus Edelstahl im Durchmesser 45 (!) Zentimeter sind nicht in jedem Supermarkt zu finden, aber vielleicht gibt ja dieser Bericht den Anlass dazu, dass Brauwolf und/oder Birk in Abhängigkeit von Eurem Feedback das Ding schultern und eine Sammelbestellung organisieren. Dies vor allen, da der Einzelkämpfer für Schüsseln dieser Größe richtig tief in die Tasche greifen muss. Die Dinger sind - will man Qualität - richtig teuer.

Tjo, solche Schüsseln sind nicht in jedem Supermarkt zu finden, aber Ruthard (Brauwolf) hat EINE organisiert und mir heute Morgen zukommen lassen um zu sehen, was man damit machen kann.

Nun, aus solch einer Schüssel kann man eine wunderbare, auf einen 70-Liter-Kessel passende Brüdenhaube bauen. Die von Amihopfen.com angebotenen 70-Liter-Pötte entsprechen meinen Kesseln und haben einen Durchmesser von 45cm. Die Schüssel ebenfalls, also passt sie perfekt.

Also genug der Worte... lasst Bilder sprechen...

Wir brauchen eine Schablone
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Die Schablone dient dazu, das Loch für den Kamin in die Schüssel zu machen. Die kleinen Kreise sind Bohrungen 6,5mm welche einfach gebohrt werden. Die großen Kreise sind Löcher 22mm, welche mit einer Schraubstanze gemacht werden. Der Gesamtdurchmesser beträgt für mein Projekt 99,8mm da mein "Kamin" 100mm Durchmesser hat.

Die nackte Schüssel
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Die ausgeschnittene Schablone wird in Milch eingeweicht
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Und dann mittig auf den Boden der Schüssel gelegt
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Sobald die Schablone getrocknet ist, haftet sie aufgrund des in der Milch enthaltenen Kaseins wie eine Selbstklebeetikette

Das Werkzeug welches gebraucht wird
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Von rechts nach links: Hammer, Körner (ersatzweise Reißnadel) Bohrer Kobald (für Edelstahl), Stufenbohrer Titan, Lochstanze 22m, Maulschlüssel SW17 oder Ratsche mit passender Nuß, Kombizange und Seitenschneider. Die Blechschere wurde nicht benötigt. Dazu kommt eine leichte Bohrmaschine,.

Mit dem Körner überall da, wo die Kreuze in der Schablone sind, einmal kräftig ankörnen. Mein Tip hier: Ein kräftiger Schlag ist besser als viele leichte Schläge, da der Körner sonst auf dem Edelstahl "tanzt".
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Wir körnen von innen nach außen, da der Boden der Schüssel auf einer stabilen Unterlage sich nicht verzieht.

Mit 3er und 6,5er Bohrer werden die 22 Löcher gebohrt (Wieder von innen nach außen, so hat der Boden auf der Unterlage ein Widerlager). Hier gilt: Bei Edelstahl nicht mit dem Schneidöl sparen. Zur Not tut es auch Nähmaschinenöl. Hauptsache ist, das der Bohrer und das Material permanent gekühlt werden, sonst glüht der Bohrer aus. Gebohrt wird mit wenig Druck - Eigengewicht der Bohrmaschine - und bei mittlerer Geschwindigkeit.
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Die Löcher des inneren Kranzes werden jetzt mit dem Stufenbohrer auf 10mm erweitert
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Die Zugschraube der Lochstanze 22mm (1/2") hat ein M10 Panzergewinde.

Mit der Lochstanze werden jetzt die großen Löcher in den Boden der Schüssel gestanzt. WICHTIG: Der Stempel der Lochstanze hat drei "Zähne" (Erhöhungen). Beim Ansetzen der Stanze immer darauf achten, dass einer der Zähne sich zwischen zwei der kleineren Bohrungen des äußeren Lochkranzes befindet. Das wird vor allen bei den letzten Stanzungen wichtig, da dann das Material des Boden im inneren des Kreises nicht mehr stabil ist und die Stanze nicht greift, wenn nicht genug Fleisch da ist.
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Die Stanze wird von Außen durch den Boden geführt, so dass der Stempel von innen durch das Material drückt. Eventuelle Verformungen am Rand kommen uns später entgegen, da sie nach außen gehen.
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Hier zeigt sich was ich meinte, als ich von der Position des Zahnes der Stanze sprach. Das ausgeschnittene Material im inneren Kreis ist so instabil, dass bei den letzten drei Löchern kein kompletter Druchbruch mehr, aber trotzdem ein sauberer Auschnitt gelang.
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Nachdem mittels der flachen Vorderkante der Kombizange die verbliebenen Spitzen im Lochkranz nach außen gebogen wurden, soll jetzt der Kamin (Ein Becher aus Edelstahl d=100mm, dessen Boden ich entfernt habe) in das Loch eingepasst werden.
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Dazu wird die Schüssel mit dem Boden auf einen Meßbecher / Eimer gelegt
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Und dann der Kamin mit einem Gummihammer durch den Boden getrieben
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Da der Becher an der Oberkante einen kleinen 2mm breiten Kragen und das geschaffene Loch nur rund 99,8mm hat, deckt der Kragen die Unregelmässigkeiten der Bohrung sauber ab. Das Material des Schüsselbodens verzieht sich während des Einschlagens des Kamins und passt sich der Form an.
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Das Abluftrohr ist ein PE-Rohr 110mm und wird mit einer Kette an der Zimmerdecke befestigt.
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Und zum Fenster heraus geführt. Version 2 wird eine Plexi- oder Spanplatte erhalten durch die das Rohr läuft und welche in den Fensterrahmen passt.
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Der Deckeldichtring eines CC-Fasses über den Kamin gestülpt dient als Verbindung zwischen dem Edelstahlkamin und dem PE-Rohr. Die Brüdenhaube hat hinreichend Halt und die Angelegenheit ist Dicht.
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Die Lagerung des Kamins im PE-Rohr und die Kette erlauben es, die Höhe der Haube zu variieren
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Der horizontale Abgang des Rohres hat zum Fenster hin ein leichtes Gefälle
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Hier kann man sehr schön sehen, dass durch den Spalt zwischen Kesselrand und Haube (ca. 30mm) ein Jet-Effekt eintritt, welcher Luft von außen nach innen saugt und dadurch die Brüden in die Haube lenkt
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Blick auf das Ende des Rohres. Da nebelt es ganz schön und man kann den Kondenswassertropfen an der Unterkante des Rohres schön sehen. Ich habe vorhin 20 Liter Wasser verkochen lassen :redhead und da kam ein schöner warmer Regen aus dem Rohr :Bigsmile
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Viel Spaß beim Schrauben :Smile

Greets Udo

Nachtrag: Zieht Handschuhe bei der Arbeit an. Der Edelstahl wird durch die Stanze an den Kanten rasierklingenscharf. Ich hab das erst sehr spät bemerkt... als das Blut auf den Boden tropfte... und ich am linken Zeigefinger unterhalb des ersten Gelenkes fast bis aufn Knochen gucken konnte :puzz

Edith: Buchstabendreher im Text entfernt / korrigiert.
Zuletzt geändert von TrashHunter am Samstag 29. November 2014, 22:31, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Brüdenhaube 45

#2

Beitrag von BierBauer » Samstag 29. November 2014, 20:04

Großes Kino Udo!!!
Viele Grüße,
Stefan

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Re: Brüdenhaube 45

#3

Beitrag von Rumpelstilzchen » Samstag 29. November 2014, 20:46

Servus,

sieht super aus. Fehlt nur noch die Wärmerückgewinnung mittels Wärmetauscher eines ausrangierten Kondenswäschetrockners.
Dann wird die Zuluft gleich aufgewärmt. Evtl kann man gleich das Bodenteil mit dem Lüfter verwenden :Grübel

Gruße,
Rumpelstilzchen

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Re: Brüdenhaube 45

#4

Beitrag von TrashHunter » Samstag 29. November 2014, 20:59

Die "Brüden-Shisha"
Brüdenshisha II.jpg
ist das Folgeprojekt :Bigsmile

Das Ergebnis eines telefonischen Brainstormings mit Thomas führte zur Idee einer Brüden-Shisha, welche den Brüden die Feuchtigkeit entziehen soll um inhäusig Würze kochen zu können ohne Löcher in Wände stemmen zu müssen oder während des Kochens das Fenster zu öffnen. Ich denke, die Problematik wird sein, das System so kompakt zu bauen und die Absaugung gleichzeitig entsprechend saugstark zu konfigurieren um den Shisha-Effekt zu erzeugen. Wie eine Shisha funktioniert, dürftet Ihr alle wissen. Die Shisha ist bis zu einem gewissen Füllstand mit Wasser gefüllt. Die Pfeife mündet in einem Rohr unterhalb der Wasseroberfläche. Wird durch das Mundstück Luft aus der Shisha gesaugt, entsteht eine Unterdrucksituation durch welche Luft durch die Pfeife gezogen wird. Die durchströmende Luft in der Pfeife bringt die Kohle zum glühen, der Tabak verbrennt und mit der Luft wird der entstehende Rauch durch das Rohr gezogen. Dabei passiert der Rauch das Wasser und wird gekühlt. Um Brüden zu kondensieren muss aus einem geschlossenen Behälter, welcher mit Wasser gefüllt ist, die Luft mit hoher Leistung abgesaugt werden. Das Fallrohr der Konstruktion endet unterhalb der Wasseroberfläche. Durch den entstehenden Unterdruck wird die Luft aus dem Rohr, welches an der anderen Seite in der Brüdenhaube endet, gesaugt. Mit der Luft werden auch die Brüden abgezogen. Diese Beginnen schon im Fallrohr zu kondensieren. Und da sie das Wasser in der Brüden-Shisha passieren, kondensieren sie endgültig, denn zum Kondensieren sind nur wenige °C Temperaturunterschied notwendig. SInd Höhe des Fallrohres und Durchsatz der Absaugung ausreichend dimensioniert, verlässt ausschließlich leicht erwärmte Luft die Ausgangsmündung der Absaugung. Ich stelle mir die Brüdenshisha bestehend aus ein paar PVC-Rohren, einer stabilen Futtertonne (60 Liter) und einem Rohrlüfter als Absaugung vor. Um den Kühleffekt innerhalb des Fallrohres zu erhöhen, könnte man dieses nicht aus PVC, sondern aus Aluminium-Flexschlauch fertigen. An der dünnen metallischen Oberfläche des Fexschlauches dürfte es bereits zum Auskondensieren der Brüden kommen, so dass unten in der Shisha im Prinzip nur noch Wasser und Luft ankommen. Der Körper der Shisha muss so groß gewählt werden, dass er mit ausreichend Wasser befüllt werden und das während des Kochens verdampfte Wasser aufnehmen kann. Der Körper der Shisha muß aus einem stabilen Material bestehen, welches sich durch das entstehende Vakuum nicht zusammenzieht. Deshalb fällt die Wahl auf eine runde Futtertonne, denn diese sind üblicherweise recht stabil.

...aber das ist Zukunftsmusik. Mal sehen, vielleicht taugt der Motor der ausgedienten Abzugshaube (in Bild 23 und 24) ja für den Zweck.

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#5

Beitrag von alexbrand » Samstag 29. November 2014, 22:09

Interessante Bohrtechnik! :-D
Sprach was gegen eine Stichsäge?

Gruß

Alex
Home brewing. More control. Less risk. If I had to explain you wouldn't understand.

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#6

Beitrag von TrashHunter » Samstag 29. November 2014, 22:16

alexbrand hat geschrieben:Interessante Bohrtechnik! :-D
Sprach was gegen eine Stichsäge?

Gruß

Alex
Gegen die Stichsäge sprach, dass ich keine Stichsäge, geschweige denn passende Blätter für Edelstahl, besitze :)

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#7

Beitrag von Roemer46 » Sonntag 30. November 2014, 10:29

Hallo Udo,
da hast du dir ja richtig viel Arbeit gemacht mit der Edelstahlschüssel.
Ich habe das mit einer Ikea-Lampenhaube und einem Lüftermotor Ø 100 gemacht.
Funktioniert, aber mir tropft jede Menge Kondeswasser von der Haube am Topf vorbei auf den Boden da ich Ihnen keine Rinne habe.
Falls jeamd einen guten Vorschlag hätte wäre ich da sehr dankbar.
Ich werde später mal Bilder machen und einfügen. (wenn heute noch geht :puzz )

Muss jetzt erst mal auf den Weihnachtsmarkt, weil meine Kinder diesen um 11.00 Uhr mit dem örtlichen Spielmannszug eröffnen.
Anschließend Entschädigungs-Glühweintrinken mit den anderen Vätern, die sich einen Weihnachtsmarkt am Sonntag schon ab 11.00 Uhr antun müssen.
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#8

Beitrag von TrashHunter » Sonntag 30. November 2014, 12:27

Moin :)

Dein Problem liegt wohl darin begründet, dass der Durchmesser Deiner Haube an der Basis größer als der des Kessel ist.
Ergo würde ich die Haube am unteren Rand soweit kürzen, dass ihr Durchmesser gleich, bzw. marginal kleiner als der des Kesselsaumes ist.... hol die Flex aus der Bastelkiste ;)
Sind äußerer Rand der Haube und des Kessels vom gleichen Durchmesser, tropft es allenfalls zurück in den Kessel. Tropfen sollte aber eigentlich Nix. Die Brüden sollten eigentlich komplett durch den Kamin gehen und nicht an der Haube kondensieren.... zumindest spätestens dann, wenn das richtige Kochen einsetzt, sollte die Haube selber so heiß werden, dass da so gut wie Nichts mehr dran kondensieren kann.

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#9

Beitrag von Beerbrouer » Sonntag 30. November 2014, 15:10

Moin,

ich habe das offenbar so ähnlich gelöst wie Romer46 (mit IKEA-Lampenschirm).

Bei mir tropft auch ein wenig neben denTopf. An die Stelle lege ich ein kleines Handtuch. Mir ist es aber lieber so, als wenn es in den Topf zurücktropft.

Gruß

Gerald

EDIT: ich wollte dir natürlich nicht deinen Tröt zerschießen, Udo. Sorry. Die Arbeit mit der Edelstahlschüssel sieht auf jeden Fall sehr gut aus, deutlich edler als mein IKEA-Teil.
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#10

Beitrag von TrashHunter » Sonntag 30. November 2014, 15:50

Den Tröt zerschiessen ?

Neee, ich sehe das nicht so. Ich denke, dass es gut ist wenn Du und Andere Eure Konzepte mit einbringen :thumbsup

Je mehr Anregungen Suchende finden, desto besser. Und stell Dir vor... Da sitzt eine/r und grübelt über die fällige Brüdenhaube nach und dann kommt Ihr mit dem Ikea-Lampenschirm.... und es macht PING :puzz PING im Kopf dieser Person..."Ich hab doch auch noch diese hässliche Lampe im Keller liegen....."

DAS kann doch nur gut sein.

Also haut rein, pfeffert Eure Brüdenhauben-Lösungen ruhig in diesen Thread und lasst uns über die damit zusammen hängenden Probleme und Nöte sprechen. DAFÜR ist ein Forum doch da. Oder ned ?

Deine Lösung mit dem ALU-Flexschlauch und dem Brett am Fenstergitter gefällt mir übrigens sehr gut. An dem Konzept stört mich lediglich, dass das Rohr / der Flex-Schlauch stetig aufwärts geht. Hätte er ein gewisses Gefälle, würde weniger Kondenswasser zurück in Richtung Würzepfanne rinnen. Also vielleicht das Brett mit dem Ausgang des Schlauches tiefer hängen und jenseits des Brettes nochmal ein Winkelrohr, welches die Brüden nach rechts jenseits der Wand abführt.

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#11

Beitrag von Beerbrouer » Sonntag 30. November 2014, 16:45

Danke für die Blumen, Udo :redhead .

Am Ende des Flexschlauches (am Fenster) hängt ja ein kugelgelagerter Ventilator mit 125 mm Durchmesser. Der zieht fast alles weg. Wie gesagt, das, was da zurücktropft, ist nicht der Rede wert (man sieht, dass beim rechten Topfgriff ein kleines Handtuch sitzt. Das nimmt fast alles auf). Und für das Alu-Flexrohr hatte ich mich entschlossen, weil es
a) flexibel ist - dadurch kann ich leicht die Haube in der Höhe verstellen (kommt mir wegen des Scherenhubwagens auch entgegen) und
b) sie ist gegenüber den preiserteren Flexschläuchen deutlich hitzebeständiger.

Viele Grüße

Gerald
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#12

Beitrag von TrashHunter » Sonntag 30. November 2014, 16:50

Das mit dem Motor ist cooool :thumbsup

Ich überleg auch, ob ich in die Platte, welche ich in den Fensterrahmen einpassen will - Zukunftsmusik - nicht auch einen Rohrlüfter setze in welchen ich das Rohr leite....

...oder ob ich nicht über kurz oder lang die Brüden-Shisha bauen soll...

Greets Udo
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#13

Beitrag von cyrano330 » Montag 1. Dezember 2014, 21:09

Hi Udo,

ist es nicht erklärtes Ziel das das Kondenswasser nicht zurück in den Kessel läuft? Stichwort DMS austreiben und so... :Grübel

Grüße
Henry
:Greets

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#14

Beitrag von TrashHunter » Montag 1. Dezember 2014, 21:22

cyrano330 hat geschrieben:Hi Udo,

ist es nicht erklärtes Ziel das das Kondenswasser nicht zurück in den Kessel läuft? Stichwort DMS austreiben und so... :Grübel

Grüße
Henry
Richtig Henry.
Das wird aber erst beim wallenden Kochen relevant da die Substanzen, welche wir nicht im Bier haben wollen, erst beim Kochen ausgetrieben werden. Vorher - weil die Brüdenhaube ja auch erst mal auf Temperatur kommen muss - lässt sich Kondensation am Metall der Haube wohl kaum verhindern. Aber solange es nicht kocht, ist das meines Erachtens nicht relevant.

Während meiner Testläufe habe ich zumindest lediglich vor Einsetzen des Kochens Kondensation an der Haube bemerkt. War die Haube erst einmal richtig heiß durch die Dämpfe, kondensierte da auch Nichts mehr und somit erfüllt die Haube ihren Zweck.

Greets Udo
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#15

Beitrag von Brauwolf » Montag 1. Dezember 2014, 21:43

Der Trick an diesem System ist der Spalt zwischen Topf und Haube (der durchaus kleiner sein könnte).

Bild

Durch den Kamineffekt werden alle Schwaden in das HT-Rohr gesaugt. Mit aufliegender Haube würde das nicht funktionieren.


Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#16

Beitrag von Roemer46 » Montag 1. Dezember 2014, 22:51

So nun habe ich auch mal Bilder gemacht. Sieht im Prinzip aus wie bei Gerald. Der Lüfter sitzt bei mir vor dem senkrechten Rohr und hat einen Ø von 100 mm.
N2014 011.jpg
N2014 012.jpg
Allerdings tropt das Kondenswasser bei mir auch beim Kochen. Würde mal schätzen das das deutlich mehr als ein 1/4 Liter ist.
Wer mit der Herde läuft, kann nur den Ärschen folgen.

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#17

Beitrag von hofbrauer » Montag 1. Dezember 2014, 23:55

Hallo,
das Problem der extremen Kondensatbildung liegt mir schon länger im Magen. Ich hätte kurz über lang mit einer eigenen Anfrage bei euch gestartet, nun ist es aber ja ohnehin Thema.

Anfangs hatte ich den Vorschlag aus dem Forum aufgegriffen und den Ikea-Lampenschrirm am 100er KG-Rohr betrieben.
Da der Schirmdurchmesser größer als mein 50L Topf ist, tropfte das Kondenssat überwiegend am Topf vorbei. Die dabei entstehende Schweinerei nervte aber trotzdem.

Dann habe ich einen anderen Vorschlag aufgegriffen und die Ikea-Abzugshabe eingesetzt. Zunächst mit, dann ganz ohne Original-Nirofilter.
Das Konstrukt ist nicht zu gebrauchen.
Bin mir nicht sicher, ob die Katastrophe auf dem Foto sichtbar wird, versuche es aber trotzdem einmal:
IMG_20141024_180019.jpg
Es bilden sich Unmengen von Tropfen am Gebläsekörper, die, da mittig über dem Topf, natürlich genau in den Topf zurück fallen.

Den oben beschriebenen Kamineffekt in Verbindung mit einer entsprechenden Haube verstehe ich, und der ist sicher ein Optimum.

Es gibt im Forum so viele Bilder mit Brüden- bzw. Abzugshauben, die aber offenbar auch funktionieren.

Wo liegt dann bei mir die Ursache, was kann ich verändern? :Waa
Würde mich freuen, wenn es dafür eine Lösung gibt.

Greets
vom hofbrauer

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#18

Beitrag von Beerbrouer » Dienstag 2. Dezember 2014, 07:13

Mein Rohrventilator hat wie gesagt einen Durchmesser von 125 mm und - glaube ich - auch eine stärkere Leistung (ich hatte damals nicht die billigen Teile genommen; zudem ist er kugelgelagert). Außerdem ist bei mir der Abzugsweg nach draußen nicht so groß. Vielleicht liegt das daran.

Gruß

Gerald
Die Würze des Bieres ist unantastbar!

JanBr

Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#19

Beitrag von JanBr » Dienstag 2. Dezember 2014, 07:33

hofbrauer hat geschrieben:Hallo,
das Problem der extremen Kondensatbildung liegt mir schon länger im Magen. Ich hätte kurz über lang mit einer eigenen Anfrage bei euch gestartet, nun ist es aber ja ohnehin Thema.

Anfangs hatte ich den Vorschlag aus dem Forum aufgegriffen und den Ikea-Lampenschrirm am 100er KG-Rohr betrieben.
Da der Schirmdurchmesser größer als mein 50L Topf ist, tropfte das Kondenssat überwiegend am Topf vorbei. Die dabei entstehende Schweinerei nervte aber trotzdem.

Dann habe ich einen anderen Vorschlag aufgegriffen und die Ikea-Abzugshabe eingesetzt. Zunächst mit, dann ganz ohne Original-Nirofilter.
Das Konstrukt ist nicht zu gebrauchen.
Bin mir nicht sicher, ob die Katastrophe auf dem Foto sichtbar wird, versuche es aber trotzdem einmal:
IMG_20141024_180019.jpg
Es bilden sich Unmengen von Tropfen am Gebläsekörper, die, da mittig über dem Topf, natürlich genau in den Topf zurück fallen.

Den oben beschriebenen Kamineffekt in Verbindung mit einer entsprechenden Haube verstehe ich, und der ist sicher ein Optimum.

Es gibt im Forum so viele Bilder mit Brüden- bzw. Abzugshauben, die aber offenbar auch funktionieren.

Wo liegt dann bei mir die Ursache, was kann ich verändern? :Waa
Würde mich freuen, wenn es dafür eine Lösung gibt.

Greets
vom hofbrauer
Hallo,

Ich hab unter meiner Ikea Haube ein schräges Blech mit Ablauf angebracht. Damit tropft das Kondensat aus der Abzugshaube in das Blech und nicht in den Topf. Durch die Schräge laufen Tropfen, die am Blech selber kondensieren, zur Seite und fallen ebenfalls nicht in den Topf.

Jan

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#20

Beitrag von TrashHunter » Dienstag 2. Dezember 2014, 18:18

Roemer46 hat geschrieben:So nun habe ich auch mal Bilder gemacht. Sieht im Prinzip aus wie bei Gerald. Der Lüfter sitzt bei mir vor dem senkrechten Rohr und hat einen Ø von 100 mm.

Allerdings tropt das Kondenswasser bei mir auch beim Kochen. Würde mal schätzen das das deutlich mehr als ein 1/4 Liter ist.
Moin :)

Die Konstruktion an sich ist in Ordnung und sehr sauber realisiert. Aber ich ahne den Schwachpunkt des Konstruktes zu erkennen.
Die Haube sitzt so weit oberhalb des Kessels, dass die heißen Brüden sie nicht erreichen. Durch den Lüftermotor wird permanent von der Seite her im kompletten Radius kalte Raumluft nachgezogen, welche das Blech der Haube kühlt.
Ich würde - wie schon vorgsechlagen - die Flex ansetzen und die Haube von unten her so weit kürzen, dass ihr Durchmesser dem des Kessels entspricht. Und dann würde ich sie deutlich tiefer hängen, bzw. bei Deinem Scherenhubtisch an der Winde drehen und den Kessel anheben. Und zwar so lange, bis da nur noch 30 bis 40mm Spalt zwischen Kesselrand und Haube sind.
Dadurch würdest Du erreichen, dass die Brüden auch das Metall der Haube berühren und somit aufheizen. Und heiß werden muss die Haube, denn sonst kondensieren die Brüden weiterhin daran und Du hast Tropfwasser auf dem Boden.

Ideal wäre es, säße die Haube direkt auf dem Kesselrand auf. Dann würde aber eine thermische Situation unter der Haube entstehen, welche u.U. zum Siedeverzug in der Würze führt und es überkocht. (Das hatte ich bei meinem 36l-Kessel) Das macht nur dann Sinn, wenn - wie bei der Braueule oder industriellen Anlagen - kein Spalt zwischen Haube und Kessel und der Freiraum über der Würze ausreichend groß ist um zu verhindern, dass die überkochende Würze in den Kamin aufsteigt.
Man muss sich also die goldene Mitte suchen und die besteht zwischen größt möglicher Nähe zwischen Haube und Kessel und dem schmalen Spalt für den Kamineffekt.

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#21

Beitrag von Roemer46 » Dienstag 2. Dezember 2014, 20:08

@ Udo: Weiter runter, bzw. den Abstand zwischen Topf und Haube verkürzen wäre kein Problem. Aber bevor ich die Haube mit der Flex kürze, werde ich nochmal einen 2. Lüfter testen den ich direkt nach dem ersten Bogen setzen will.
@hofbrauer: mit diesem Problem habe ich mich auch eine ganze Weile rumgeschlagen, bis ich die Haube entsorgt habe.
@Jan: Ich bin ja handwerklich auch nichht ganz ungeschickt, aber wie ich einen kostengünstigen und funktionellen "Kehner mit Ablauf" dran bekomme, darüber grübel ich schon eine Weile.

Wie gesagt über Ideen und Vorschläge, vielleicht sogar mit Foto wäre ich sehr dankbar.

Grüsse Uwe
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#22

Beitrag von TrashHunter » Dienstag 2. Dezember 2014, 20:41

Roemer46 hat geschrieben:@ Udo: Weiter runter, bzw. den Abstand zwischen Topf und Haube verkürzen wäre kein Problem. Aber bevor ich die Haube mit der Flex kürze, werde ich nochmal einen 2. Lüfter testen den ich direkt nach dem ersten Bogen setzen will......

Grüsse Uwe
Moin :)

Wichtig ist halt, dass Du realisiert bekommst, das möglichst wenig Nebenluft in die Haube gelangt um die Kühlwirkung der Luft zu reduzieren. Das Absenken der Haube / Anheben des Kessels kommt dem sicher entgegen. Ich sehe bei ungekürzter Haube dann allerdings gewisse Probleme beim Handling hinsichtlich der Hopfengaben. Weil, wenn die Haube unterhalb des oberen Kesselrandes endet, wird es schwer Hopfengaben in den Kessel zu bringen.

Greets Udo
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#23

Beitrag von afri » Dienstag 2. Dezember 2014, 22:02

Und was wäre, wenn man die Haube außen isolierte, müsste dann die Taupunkttemperatur der Haube nicht sehr schnell erreicht werden können? Nur so ein Gedanke...
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#24

Beitrag von TrashHunter » Mittwoch 3. Dezember 2014, 18:03

Moin :)

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht :puzz

Gute Idee, finde ich. Gerade die kegelförmigen Hauben von Uwe und Gerald sollten sich recht einfach isolieren lassen. Selbstklebendes Armaflex zugeschnitten und drauf gebabbt und das sollte wohl helfen. Und damit das Design nicht leidet, kann man ja das Aluminiumbedampfte Armaflex nehmen.
Eine Halbkugel wie die meine zu isolieren, wäre schon aufwändiger. ;)

Ich würd das auf jeden Fall zusätzlich probieren und auch das senkrechte Kaminstück oberhalb der Haube isolieren, damit dort die Kondensatbildung gleichfalls verringert wird.

Greets Udo
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#25

Beitrag von Roemer46 » Sonntag 21. Dezember 2014, 10:26

Hallo zusammen.
Ich habe gestern mal wieder gebraut und die Haube weiter runter, fast auf den Kessel, gezogen. Das Abtropfen des Kondeswassers war zwar schon deutlich besser, aber noch nicht optimal.
Allerdings hatte ich das Gefühl, dass es weniger wallend kocht. Möglicherweise sorgt das Absaugen direkt über dem Topf für einen zu grossen Wärmeentzug.

Das Handling bzgl. Hopfengaben oder Wasser nachfüllen stellt kein grosses Problem dar, da der Topf ja auf einem Heber steht und abgelassen werden kann.
Dem Isolieren stehe ich ein wenig skeptisch gegenüber, da sich auf der offenen Oberfläche jede Menge Kellerstaub absetzt und die Haube in kurzer Zeit relativ unansehnlich aussieht.
Die Idee einen 2. Lüfter einzubauen, habe ich erstmal wegen dem Wärmeentzug wieder verworfen.
Das Anbringen eines Kehners mit Abfluss sehe ich immer noch als die beste Lösung an.

Muss da noch weiter "hirnen", wie ich das realisieren kann.

Gruss und schönen Sonntag
Uwe
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Seb

Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#26

Beitrag von Seb » Sonntag 21. Dezember 2014, 12:11

Moin,

eine Frage zu dem Dampfauffang. Muss der so stark gewölbt sein wenn der Dampf mit einem Rohrventilator abgesaugt wird? Oder könnte man auch so etwas verwenden?
http://www.der-spanien-shop.de/advanced ... el&x=0&y=0

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#27

Beitrag von Frostie » Sonntag 21. Dezember 2014, 13:32

Um Kondensat aufzufangen: Sammelring (halbiertes Rohr ?) im Dunstkamin innen anbringen.

Gruß

Matthias

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#28

Beitrag von Roemer46 » Sonntag 21. Dezember 2014, 13:56

Hallo Matthias,
ja soweit war ich mit meinen Gedanken auch schon. Die Fragen denen ich mich gerade widme sind: wie halbiere ich ein Kuststoffrohr ab Ø 25 mm auf ca. 2 mtr. Länge halbwegs genau und wie befestige ich das am Alu-Schirm.

Gruß Uwe
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#29

Beitrag von Captain Brewley » Sonntag 21. Dezember 2014, 13:57

Als Lösung für die Befestigung der Abzugshaube an der Decke würde mir ein Gelenkarm oder ein Scherengitter wie für Leuchten üblich gut gefallen. Damit wäre man flexibel mit dem Abzug und nach Gebrauch wäre die Haube nicht mehr im Weg. Allerdings könnte es mit dem Abzugsrohr schwierig werden...

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#30

Beitrag von Roemer46 » Sonntag 21. Dezember 2014, 14:01

Die Haube habe ich befestigt. Die Frage ist wie befestige ich den Kehner.
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#31

Beitrag von hoggel1 » Sonntag 21. Dezember 2014, 14:03

Roemer46 hat geschrieben:Hallo Matthias,
ja soweit war ich mit meinen Gedanken auch schon. Die Fragen denen ich mich gerade widme sind: wie halbiere ich ein Kuststoffrohr ab Ø 25 mm auf ca. 2 mtr. Länge halbwegs genau und wie befestige ich das am Alu-Schirm.

Gruß Uwe
Hallo Uwe,

ich habe keine Brüdenhaube, aber so rein interessehalber: Was passiert, wenn du die Haube mit 2 cm Gefälle aufhängst?
Wenn die Brüden dann auf eine Stelle laufen, könnte man dort eine kurze Rinne dranbauen. Das wäre evtl. deutlich einfacher, als um die komplette Haube.

MfG
Thomas

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#32

Beitrag von Roemer46 » Sonntag 21. Dezember 2014, 14:25

Hallo Thomas,

dann müsste ich zumindest eine halbe Rinne anbringen, weil alles wird sicherlich nicht an einen Punkt laufen. Und eine ganze Rinne ist kaum mehr Auwand als eine halbe Rinne.

Gruß
Uwe
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#33

Beitrag von Roemer46 » Sonntag 21. Dezember 2014, 14:29

@seb: Habe deine Frage erst jetzt gesehen:
Möglicherweise tropfen dir mit einem flachen Deckel zuviele verdampfte Hopfenöle zurück in die Suppe. Aber bei den Deckelpreisen kannst du ja mal einen Feldversuch machen. Den Lüftermotor benötigt du ja sowieso, egel ob flacher oder gewölbter Deckel.

Gruß
Uwe
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Seb

Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#34

Beitrag von Seb » Sonntag 21. Dezember 2014, 14:54

Ich werde das in jedem Fall mal testen. Da es auch einige gibt die den Deckel halb aufgelegt lassen kann das doch eigentlich nicht so schlimm sein?
Wobei sich auch die Frage stellt, was ein Zuviel beim Zurücktropfen ist?
Bei ausreichend zug, dürfte doch eigentlich nicht all zuviel kondensieren. Und könnte man das nicht einfach durch ein paar Minuten Verlängerung der Kochzeit kompensieren?

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#35

Beitrag von Roemer46 » Sonntag 21. Dezember 2014, 18:53

Also bei mir kondensiert gut ein 1/4 Liter, der innen an der der Haube runterläuft und aussen am Topf vorbei auf den Boden tropft. Genug Zug habe ich wohl auch. Ich habe eher Bedenken, dass zuviel Zug sich negativ auf das Kochverhalten auswirkt.
Übrigens macht auch ein 1/4 ltr. ganz schön Schweinerei auf dem Boden. Dafür habe ich aber keine Tropfen mehr an der Kellerdecke!
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#36

Beitrag von Frostie » Montag 22. Dezember 2014, 16:44

Roemer46 hat geschrieben:Hallo Matthias,
ja soweit war ich mit meinen Gedanken auch schon. Die Fragen denen ich mich gerade widme sind: wie halbiere ich ein Kuststoffrohr ab Ø 25 mm auf ca. 2 mtr. Länge halbwegs genau und wie befestige ich das am Alu-Schirm.

Gruß Uwe
Hallo Uwe,

spontan würde ich jetzt an eine kleine passende Kuchenbackform denken (Loch in Mitte) , die von aussen im Dunstkamin verschraubt wird, um sie zu fixieren. Wenn zusätzlich einen Schlauch / Rohr in die Form geführt wird, kann das Kondensat kontinuierlich abfliessen.

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#37

Beitrag von Roemer46 » Montag 22. Dezember 2014, 20:54

Hallo Frostie,
eine "Gugelhupf"-Form oder sowas ähnliches mit Ø 60 cm kenne ich nicht. Ausserdem währe der " Kehner" zu groß. Da würde wahrscheinlich der Dampf dran kondensieren und von da dann zurück in die Suppe tropfen.
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#38

Beitrag von Bierjunge » Dienstag 23. Dezember 2014, 07:17

hofbrauer hat geschrieben:Dann habe ich einen anderen Vorschlag aufgegriffen und die Ikea-Abzugshabe eingesetzt. Zunächst mit, dann ganz ohne Original-Nirofilter.
Das Konstrukt ist nicht zu gebrauchen. (...)
Es bilden sich Unmengen von Tropfen am Gebläsekörper, die, da mittig über dem Topf, natürlich genau in den Topf zurück fallen. (...)

Es gibt im Forum so viele Bilder mit Brüden- bzw. Abzugshauben, die aber offenbar auch funktionieren.

Wo liegt dann bei mir die Ursache, was kann ich verändern?
Das frage ich mich ehrlich gesagt auch.
Denn ich habe auch eine stinknormale Küchen-Abzugshaube, habe die Filter entfernt, und ich behaupte, dass mir noch nie ein Tropfen zurückgefallen ist. Obwohl ich direkt drunter bis zu 60 l stundenlang wallend koche. Bild siehe hier.

Nur eine ganz ganz vage Idee:
Kochst Du mit Strom oder Gas? Ich könnte mir allerhöchstens vorstellen, dass beim Kochen mit Gas genug erhitzte Luft mit abgesaugt wird, die ein Auskondensieren vor bzw. an dem Ventilator verhindert.

Moritz

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#39

Beitrag von HolgerR » Dienstag 23. Dezember 2014, 11:18

Hallo,

ich habe gestern zum Brauen folgendes Abluftsystem zusammengesteckt, und es hat ohne Kondenswasser Richtung Topf funktioniert. Die Rohre haben 125 mm Durchmesser, in Höhe Fenster hatte ich einen 100 mm PC-Lüfter 12V/0,5A drin. 35 Liter Bock 75 Minuten gekocht, der Lampenschirm und die Rohre sind nur warm geworden.

Grüße Holger
IMG_20141222_110228.jpg

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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#40

Beitrag von Roemer46 » Samstag 27. Dezember 2014, 23:51

Nur eine ganz ganz vage Idee:
Kochst Du mit Strom oder Gas? Ich könnte mir allerhöchstens vorstellen, dass beim Kochen mit Gas genug erhitzte Luft mit abgesaugt wird, die ein Auskondensieren vor bzw. an dem Ventilator verhindert.
Hallo Bierjunge,
möglicherweise ist da was dran. An der Standard-Dunstabzugshaube hat beim Kochen mit Gas auch nicht soviel kondensiert wie beim Kochen mit der Hendi. Aber den Topf kurz verschließen und ab und zu das Ventilatorgehäuse abreiben musste ich trotzdem. Ich denke das ist ganz stark mengenabhängig.

Gruß
Uwwe
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Re: Brüdenhaube 45 Bauanleitung

#41

Beitrag von Jo Wun » Sonntag 24. November 2019, 18:15

Uralter Thread -ich weiß

gibts hierzu die ultimative Lösung? :puzz

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