Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

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Fridurener
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Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#1

Beitrag von Fridurener » Dienstag 8. November 2016, 11:23

Hallo Freunde,

natürlich habe ich mir die Produktbeschreibung durchgelesen. Dennoch möchte ich mir hier einen Rat einholen welche Mühle es werden soll und warum. Wann sollte es eher die Klassik werden oder warum reicht die Kompakt aus?

Geschrotet wird pro Braugang um die 35kg.

Bin sehr dankbar für hilfreiche Beiträge.

Gruß

Heiko
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#2

Beitrag von saarmoench » Dienstag 8. November 2016, 11:41

Bei 35kg pro Sud würde ich die Klassik empfehlen. Da lässt sich einfacher ein großer Malztrichter dranbauen.

Grüße, Markus

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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#3

Beitrag von der_dennis » Dienstag 8. November 2016, 12:53

Sehe ich auch so und ich hab die Kompakt.
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#4

Beitrag von realholgi » Dienstag 8. November 2016, 18:55

Habe die Compact und kann die bis 10kg absolut empfehlen. einfach, problemlos und stressfrei....
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#5

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 8. November 2016, 19:17

Bei 35Kg Schüttungen möchtest Du sicher nicht (immer) kurbeln, oder?
Falls Du die Mühle mit Scheibenwischermotoren antreiben willst, dann ist die Klassik besser geeignet als die Kompakt.
Meine Klassik läuft mit einem kräftigeren 12V Scheibenwischermotor und gutem 24V Netzteil wie geschmiert (in der Konstellation 160 U/min). Die Kompakt hat einen größeren Walzendurchmesser und fordert dadurch ein höheres Drehmoment ab, verglichen mit der Klassik. Mit Pech musst Du da zwei Motoren anbauen und beide Walzen antreiben.
Hier kannst Du ein bisschen was dazu lesen. Dennis hat es getestet.
viewtopic.php?f=21&t=10810&p=164965
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#6

Beitrag von realholgi » Dienstag 8. November 2016, 19:26

Also ich nehme mit meiner Cmpact einfach meine olle Bosch Bohrmaschine und habe 10 kg in weniger 5 min durch. Keine grossen Aufbauten nötig.
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#7

Beitrag von HeavyHop » Dienstag 8. November 2016, 19:50

saarmoench hat geschrieben:Bei 35kg pro Sud würde ich die Klassik empfehlen. Da lässt sich einfacher ein großer Malztrichter dranbauen.
Worauf hast du die montiert? Bekommt man die auf einem Tisch befestigt?
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:Bei 35Kg Schüttungen möchtest Du sicher nicht (immer) kurbeln, oder?
Kann man die Kompakt nicht, wie die Klassic auch, mit einem Akkuschrauber oder einer Bohrmaschine betreiben?
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#8

Beitrag von HeavyHop » Dienstag 8. November 2016, 19:53

Ups, habe deinen Beitrag nicht gesehen, realholgi.....
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#9

Beitrag von Jomsviking » Dienstag 9. Januar 2018, 14:33

Ich Grab das Thema nochmals aus:

Gibt es eigentlich einen Qualitativen Unterschied des Schrotbildes der beiden Mühlen?
Ich werde mir eine von beiden Anschaffen (Mit Motor von Mattmill) und frage mich, wie groß der Unterschied der beiden „Arten“ ist. Vor, bzw. Nachteile?
1x Dünne lange rollen
1x Dicke kurze Rollen

Zudem hab ich gelesen, dass es bei der Kompakt vorkommen kann das Malz zwischen die Rollen und dem Gehäuse gelangt. Ist das so und muss die Mühle zum reinigen dann komplett Zerlegt werden?

Weiß jemand, wieviel kg Malz in den Auffangbehälter der Klassik passen?
So einen Behälter o.Ä. Gibt es nicht für die Kompakt oder?

Mein Bauchgefühl sagt Klassik. —> Ist halt alles dabei.. Auffangbehälter, Trichter
Im Altem Forum stand das die Kompakt jedoch die beste Hobbybraumühle sei, bzw. Welche bis dahin gesehen wurde. (Laut Weihenstephan etc.http://hobbybrauer.de/modules.php?name= ... 084&page=2& )

Oder mach ich mir da einfach viel zu viele Gedanken und es ist vollkommen egal welche der beiden Mühlen es wird? —-> weil beide Geil :Drink
Gruß
Felix

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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#10

Beitrag von Exedus » Dienstag 9. Januar 2018, 14:41

Bin kein Mühlenexperte, aber dicke Walzen sollen für das Schrotbild besser sein. Ich bin mir aber sicher, dass beide Mühlen einen sehr guten Job machen.

Ich hab mir kürzlich die Mattmill Kompakt Komfort inkl. 24V Motor und Trichter geholt und bin mehr als zufrieden. Gut, sollte bei über 400€ aber auch zu erwarten sein...

Wieviel Malz darein geht hängt halt von der Malzsorte ab. 3KG gehen aber meistens rein. Trichter passt auch bei der Kompakt.
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

Steven

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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#11

Beitrag von Matthias H » Dienstag 9. Januar 2018, 15:51

Hallo, falls ich gefragt werde:
Ja, es stimmt, dass die dicken Walzen der Kompakt- und Studentmodelle das technologisch bessere Schrot machen, weil sie mit der feineren Textur (fein geradfräsgerändelt) tiefgreifender ausschroten.

Dennoch haben die Klassik und auch die Basic weiterhin Vorteile z.B. bei den Anwendern von Zirkulationssystemen, welche ein eher grobkörniges Schrot mit mehr Grobgriesanteil benötigen. Das können grob fräsgerändelte Walzen am besten.

Die von mir 2012-13 entwickelten Kompaktmodelle mit den dicken Walzen haben Vor- und Nachteile. Nachteil ist der etwas erhöhte Bedarf an Drehmoment und dass unbedingt langsam angetrieben werden muss, max. 2-300/min. da brauchts kräftige, langsamlaufende Maschinen mit hohem Drehmoment, was eine normale Bohrmaschine beispielsweise nicht bieten kann.

(Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es aktuell ganz neu auch die MattMill Braumeister, die dicke, etwas schmalere Walzen mit grober Textur hat und sich somit für Anwender von Zirkulationssystemen optimal eignet. (gemessener Drehmomentbedarf bei feinster Einstellung mit extrem widerspenstiger Weizenrohfrucht ca. 14Nm, im Normalfall 7Nm und recht komfortabel auch mit Kurbel oder mittlerem Akkuschrauber zu bedienen. Durchsatz 10gr./Umdrehung)
Diese MattMill Braumeister ist aber eher high-end, mit einem riesen Edelstahltrichter und Ständerwerk, demnächst auch mit 230V-Motor, und in der hier angehängten Übersicht als Auswahlhilfe auch noch gar nicht drin.)

MattMill Auswahlhilfe.pdf
(141.14 KiB) 365-mal heruntergeladen
Viele Grüße
Matthias H

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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#12

Beitrag von Jomsviking » Dienstag 9. Januar 2018, 16:23

Hallo,

vielen dank für die Antwort.
Ein Malzrohrsystem habe ich nicht. Ich braue mit einer Braueule.
Somit wäre die Kompakt wohl die bessere Anschaffung.
Die Mattmill Braumeister fällt aus diesem Grund auch raus.

Die Kompakt Komfort sollte ja mit dem Motorkit und dem Netzteil laufen.
Einen Extra Auffangbehälter gibt es hierzu leider nicht. Müsste dann halt gebastelt werden =)
Gruß
Felix

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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#13

Beitrag von Brauer-Tom » Donnerstag 11. Januar 2018, 20:29

Hallo,
Ich habe die Kompakt und habe einen Getriebemotor angebaut.
Wir brauchen zwar nur ca. 8kG Schüttung, aber die sind in 2 Minuten durch.
Die Frage ist eventuell wie es mit der Haltbarkeit aussieht.
Wir haben bis jetzt erst 20-25 Schüttungen damit geschrotet.

LG
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#14

Beitrag von Tozzi » Donnerstag 11. Januar 2018, 23:46

Das einzige, was passieren kann, ist, dass mal einer der Gummiringe reißt (Steinchen oder anderweitig extreme Belastung), aber dafür sind ja praktischerweise schon Ersatzteile mit dabei.
Viele Grüße aus Selva di Fasano
Stephan

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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#15

Beitrag von Brauer-Tom » Freitag 12. Januar 2018, 15:57

Na dann, ;-)
Gegen Fremdkörper ist unsere Mill gut geschützt, denn der Antrieb schafft es gerade so die Mühle anzutreiben und wenn etwas rein fallen würde bleibt er einfach stehen.
Mann muss den Motor erst einschalten, wenn Malz drauf liegt läuft er nicht an.
Es ist ein kleiner 250W/400V Getriebemotor der mit der Steinmetzschaltug an 230V deutlich an Leistung einbüst.
Damit keine radialen Kräfte vom Antrieb auf die Lager kommen habe ich eine Kupplung dazwischen gebaut.
Die Drehzahl weis ich leider nicht, aber es waren deutlich unter 300 U/min-1 (Wenn es jemand nachbauen will kann ich mal messen)
Ich halte es für eine gute Lösung deswegen hier mal ein Bild vom Setup.
IMG_4237.JPG
IMG_4237.JPG (123.34 KiB) 3261 mal betrachtet
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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#16

Beitrag von Matthias H » Freitag 12. Januar 2018, 16:19

Hallo,
ja, die Kompakt braucht ca. 180W zum Antrieb.
Das wären bei ca. 86/min Getriebeuntersetzung dann ein sinnvolles Drehmoment (für den Anlauf aus dem befüllten Stand) von 20Nm.
Formel:
Leistung[kW] = Drehzahl[1/min.] * Drehmoment [Nm] / Faktor 9550

Zur Haltbarkeit: Es gibt für die 2012 auf den Markt gekommene Kompakt mangels mir bekanntem Bedarf an Ersatz für verschlissene Walzen noch keine Erkenntnisse.
Für die gleichgelagerte Klassik gab es mal nach 32Tonnen Ersatzbedarf für neue Walzen. Lager habe ich noch nie ausgetauscht, weil es notwendig gewesen wäre. Die Lagerung ist eher grob und robust konstruiert.
Viele Grüße
Matthias H

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Re: Anschaffung MattMill Kompakt vs. Klassik

#17

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 12. Januar 2018, 20:56

Ich schwöre noch immer auf die Klassik mit 18V Makita Akkuschrauber Antrieb.
1A Schrotbild bei 1,25mm Walzenabstand und konditioniertem Malz. SHA liegt beim BM50 im Schnitt bei 65%. Beim kurzen Malzrohr etwa 10% darunter, was klar ein Konstruktionsproblem dieses Malzrohres ist.
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Viele Grüße
Jens

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