Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#701

Beitrag von Brewolino » Mittwoch 14. März 2018, 12:28

Mjoelnir hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 09:52


10 Liter müssten gut gehen. Es kann höchstens sein, dass du dann auf Nachgüsse verzichten musst. Ich denke das geringste Volumen hängt davon ab, dass man unter dem Malzkorb ein Volumen hat das gefüllt werden muss zum einmaischen. Du musst halt immer so viel Wasser drin haben, dass du dein Malz einrühren kannst. Wobei man da zur Not schon die Pumpe laufen lassen kann. Vielleicht geht sogar noch weniger. Müsste man mal ausprobieren. Wenn du dann auf Nachgüsse verzichtest, leidet die SHA aber das Volumen bleibt klein.
Ich würde die Menge so bemessen, dass bei dem Kurzen Rohr der Flüssigkeitsstand höchstens fünf Zentimeter unter dem Überlauf ist, sonst läuft die Maschine eventuell trocken.Die Pumpe würde ich nicht laufen lassen beim Einmaischen,sonst spülst du dir den Mehlanteil gleich in die Würze. Erst einmaischen und dann die Pumpe laufen lassen, dann hast du auch ein Filterbett aus den Spelzen.

Gruß Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#702

Beitrag von Brewolino » Mittwoch 14. März 2018, 12:32

dh26883 hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 11:22
Ich werde die Ergebnisse ggf. nicht 1:1 wiedergeben können, da ich keinen Klarstein Mundschenk kaufen werde, sondern folgendes: https://www.braugschaeftl.de/collection ... urzekuhler
Das sollte dann aber in Zukunft ggf. die nächste Generation der Mundschenks werden...
Was willst du uns damit sagen. Wir sollen einen Clon vom Clon kaufen zum höheren Preis :Grübel
Warum soll das die nächste Generation vom Mundschenk werden. Der ist doch identisch, nur eben wie alle Clone anders beschriftet, je nach Vertreiber.
Aber wer für den dreißig Liter Topf mit anderem Aufdruck mehr ausgeben will der soll das tun :Drink

der Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#703

Beitrag von dh26883 » Mittwoch 14. März 2018, 12:38

Brewolino hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 12:32
dh26883 hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 11:22
Ich werde die Ergebnisse ggf. nicht 1:1 wiedergeben können, da ich keinen Klarstein Mundschenk kaufen werde, sondern folgendes: https://www.braugschaeftl.de/collection ... urzekuhler
Das sollte dann aber in Zukunft ggf. die nächste Generation der Mundschenks werden...
Was willst du uns damit sagen. Wir sollen einen Clon vom Clon kaufen zum höheren Preis :Grübel
Warum soll das die nächste Generation vom Mundschenk werden. Der ist doch identisch, nur eben wie alle Clone anders beschriftet, je nach Vertreiber.
Aber wer für den dreißig Liter Topf mit anderem Aufdruck mehr ausgeben will der soll das tun :Drink

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Da muss ich wehemend widersprechen. Schau dir mal die Spezifikationen etc. an.
Das Teil kann mehr und hat auch sonst nette Ad-Ons wie z.b. die externe Ablesesäule der im Topf befindlichen Würze nur als ein kleines Beispiel...

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#704

Beitrag von dh26883 » Mittwoch 14. März 2018, 13:03

Darüber hinaus ist auch hier beim etwas höheren Preis schon ein Würzekühler, ein Hopspider und ein Braupaket für 25 Liter Bier deiner Wahl dabei. Das relativiert es auch wieder...
Und hier gibt es auch keinen Hahn mehr zum Würze ablassen, das wird durch einen Bodenfilter direkt aus dem Kessel abgezogen innerhalb von 3 Minuten...

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#705

Beitrag von Snison » Mittwoch 14. März 2018, 21:05

Die Chinesen lernen schnell :thumbsup
Bier darf man auch alleine trinken - Wein schon weniger - Schnaps gar nicht! :Drink

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#706

Beitrag von Mjoelnir » Mittwoch 14. März 2018, 21:09

dh26883 hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 13:03
Und hier gibt es auch keinen Hahn mehr zum Würze ablassen, das wird durch einen Bodenfilter direkt aus dem Kessel abgezogen innerhalb von 3 Minuten...
Verstehe ich nicht. Wie wird denn abgezogen?
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Grüße
Daniel

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#707

Beitrag von LaxJonez » Donnerstag 15. März 2018, 02:03

Mjoelnir hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 21:09
dh26883 hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 13:03
Und hier gibt es auch keinen Hahn mehr zum Würze ablassen, das wird durch einen Bodenfilter direkt aus dem Kessel abgezogen innerhalb von 3 Minuten...
Verstehe ich nicht. Wie wird denn abgezogen?
Anstatt dem Hahn wird einfach mit der Pumpe mit 8L/min abgepumpt

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#708

Beitrag von dh26883 » Donnerstag 15. März 2018, 07:43

korrekt

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#709

Beitrag von Brewolino » Donnerstag 15. März 2018, 07:50

LaxJonez hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 02:03


Anstatt dem Hahn wird einfach mit der Pumpe mit 8L/min abgepumpt
Ist für mich eine Verschlimmbesserung.Der Hahn erlaubt mir den Whirlpool und das Ablaufen einer sehr klaren Würze. Das geht beim Graini so nicht , deshalb auch habe ich den Mundschenk vorgezogen.Wenn der "neue" das nun auch über die Pumpe tut, erkenne ich keinen Vorteil, aber dem Graini wirds ähnlicher. Auch der Füllstandsgimmik kann nur undicht werden. Ein Brauer litert seine Gerätschaften und kennt seine Würzeliterung. Aber für Anfänger mag das natürlich ein Vorteil sein.
Aber genug dazu von mir, das hier ist schließlich der Mundschenk Thread :Wink

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#710

Beitrag von dagor525 » Donnerstag 15. März 2018, 17:21

Naja, letzten Endes handelt es sich um diesen Typ mit der Untervarianten. Sobald entweder der Brewmonk (=Mundschenk) oder der Beacon verfügbar ist, will ich mir auch eins zulegen.
Ich verstehe nicht ganz, warum man auf den Hahn verzichtet hat. Auf die Füllstandsgimmick beim Beacon kann ich auch verzichten. Die Würze abpumpen könnte man auch mit dem Mundschenk, wenn man eben ein selbstgebasteltes Sieb aus Siebgewebe auf den Boden legt (da könnte man sogar mit unterschiedlichen Porengrössen experimentieren)
Dass man das Malzrohr des Beacons in 2 unterschiedliechen Positionen parken kann halte ich schon für einen Vorteil, oder ist das auch nur schnickschnack?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#711

Beitrag von ForrestBeer » Donnerstag 15. März 2018, 18:18

Ich denke, was wir hier am Start haben, ist eine modifizierte Variante des Mundschenks. Der Distri hat sich seine Gedanken gemacht, wie er das System verbessern und marktgerecht platzieren kann. Wurde ja oben schon so schön als der „Clon vom Clon“ beschrieben.

Dieser muss aber nicht ungebingt schlechter sein, im Gegenteil: Als Besitzer eines Mundschenks bin ich schon sehr gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte! Ob Schnickschnack oder nützliche Ergänzung, wird sich dann sehr schnell zeigen - vielleicht zeigt sich ja wirklich Verbesserungspotential für die Mundschenks! :thumbup :thumbsup

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#712

Beitrag von Innuendo » Freitag 16. März 2018, 05:27

Hallo Ihrs,
bei meinem ersten Test ist mir mein Brew Monk 30l mehrfach trocken gelaufen. Der Hauptguss hat den Überlauf nie erreicht, sodass ich den Treber einige Male auflockern musste, damit unter das Malzrohr wieder Brauwasser zusammenlief. Verwendet hatte ich fertig geschrotetes Malz.
In diesem Forum habe ich folgende Tipps gefunden, um meinen Bedienfehler zu beheben:
- die Hauptgussmenge ist um das Volumen unter dem Malzrohr zu vergrößern (ca. 6.5l)
- das obere Sieb liegt auf dem Treber auf und ist nicht gem. Anleitung fest montiert zwischen Verbindungsstück und zweites Rohrstück (Anleitung 2.3.1)
- ein kurzes Schlauchstück an das Bogenrohr ermöglicht eine bessere Kreisel-Zirkulation/Verteilung Brauwasser über dem Treber
Meine geplante Schüttung beträgt lediglich 3,4kg bei einer Ausschlagmenge von 20l. Das wäre laut Anleitung die Einstellung 2 kleine Malzmenge -> also auf das untere Sieb wird erst das kurze Rohrstück montiert und oben das Lange. D.h. das obere Sieb kommt nicht tiefer, als der Verbinder auf dem kurzen Rohrstück. Stimmt das so? Wie würdet Ihr das Überlaufrohr zusammenbauen?
Und gibt es sonst noch Tipps gegen Trockenlaufen? Wäre doch schade um das schöne Malz :Smile
Gruß Innu

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#713

Beitrag von Brewolino » Freitag 16. März 2018, 08:04

Hallo Innu
Alles richtig was du zusammengefaßt hast.
Allerdings verwirrt die Anleitung was die Benutzung des Überlaufrohres angeht. Je nach Malzmenge nimmst du das kurze oder lange Stück alleine oder, wenn es erforderlich ist, auch alle drei.Das obere Sieb liegt immer locker auf dem Treber. Nicht zu fest auflegen sonst verdichtest du die Schüttung.
Es sollte immer ein wenig Würze über dem Sieb sein. Der Abstand zum Überlauf und das ist immens wichtig, nicht mehr als maximal 10 cm, eher weniger.So kann die Würze, wenn sie nicht mehr durchs Treberbett läuft, durch den Überlauf bevor das Gerät trocken läuft. Viele Nutzer machten den Fehler das Rohr zu lang zu wählen und meinten das Gerät sei kaputt, weil es natürlich irgendwann abschaltet.
Nun regelst du die Pumpe so, dass die Würze möglichts nicht durch den Überlauf abläuft, weil das deine Ausbeute merklich verringert. Wenn die Pumpe sich nicht so weit runterregeln läßt, dass es nicht durch den Übrelauf geht, dann drückst du Pause, nimmst das Sieb ab und schneidest deinen Treber mit einem Tapeziermesser auf. Schneiden , nicht rühren. Anschließend Deckel drauf , starten und es sollte wieder durch den Treber laufen. Aber meistens läuft es ab ohne dass man unterbrechen muß. Ach ja, auf das jeweilige Rohr zum oberen Abschluß die Schraube mit dem Teilgewinde aufsetzen.
Und jetzt viel Erfolg bei deinem nächsten Sud.
Ich benutze zwar den XXL aber das Prinzip ist ja dasselbe.

Braugruß
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p.s. Beim Einmaischen schon etwas rühren, nicht erst wenn alles reingeschüttet ist. Also reinschütten, gleichzeitig rühren und das Treberbett sitzt locker und filtert sehr gut. Bei den Filmchen im Netzt wird es sehr oft falsch gemacht.Notfalls zu zweit einmaischen, dann geht das Rühren besser.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#714

Beitrag von Innuendo » Freitag 16. März 2018, 09:07

@Brewolino: vielen Dank :thumbup

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#715

Beitrag von dagor525 » Freitag 16. März 2018, 14:57

Brewolino hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 08:04
nimmst das Sieb ab und schneidest deinen Treber mit einem Tapeziermesser auf. Schneiden , nicht rühren.
Danke für deine Tips!
Aber warum würdest Du nicht rühren? Solange Du Stärke hast, wird die den Treber verkleistern (die Temperatur bei der Gerstenstärke verkleistert beträgt 62,5°). Während des Maischens hat der Treber eh keine Filterfunktion, deshalb ist das doch egal, ob der ein geschlossenes Bett bildet oder nicht?

Wie gesagt, ich habe das Teil noch nicht, hatte mir aber schon überlegt, während des Maischens den 'Treber' ab und zu vorsichtig aufzurühren, damit die Durchlässigkeit dann wieder gegeben ist, und ggf. auch die Ausbeute gesteigert wird. Kurz vorm Läutern soll dann kaum noch Stärke vorhanden sein, und erst dann wird es wichtig, dass sich der Treber vernünftig absetzt, sodass er gut filtern kann.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#716

Beitrag von Brewolino » Freitag 16. März 2018, 18:14

Doppelpost gelöscht
Zuletzt geändert von Brewolino am Freitag 16. März 2018, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#717

Beitrag von Brewolino » Freitag 16. März 2018, 18:18

Ich habe mir das Maischeschneiden einfach irgendwann angewöhnt. Auch beim Anschwänzen mache ich das nach jedem Durchlauf so.Ich mische auch die Malzschrote nicht vor dem Einmaischen. Bei Hefeweizen wird bei mir immer zuerst das Gerstenschrot vorgelegt, anschließend das Weizenschrot. Immer zuerst das Malz mit den besten Spelzen. Die möchte ich dann nicht mehr aufrühren. Bei der Kesselinfusion kann man im offenen Gerät natürlich immer rühren und tut das ja auch zwischen den Rasten. Beim Malzrohrsystem möchte ich nicht, dass die leichten Mehlanteile, die du ja nie verhindern kannst, wieder eingerührt werden. Die schwimmen nämlich in der Würze auf wenn der Durchlauf weniger wird. Daher schneide ich.Alles bleibt im Großen und Ganzen wo es ist, aber die Kanäle werden unterbrochen oder der Pack gelockert. Wenn man das Malz nicht zu fein schrotet und beim Einmaischen schon während der Schüttung gut einrührt, dann brauchts das Schneiden eigentlich nicht, außer man verbraut Rohfrucht, was ich als Reinheitsbrauer ohnehin nicht mache. Allerdings muß man im Verlauf des Maischeprozesses die Leistung der Pumpe immer wieder anpassen, d.h. den Durchfluß verringern. Mit zunehmender Verzuckerung wird der nämlich schlechter. Daher auch den restlichen gelösten Zucker aus dem Treberkuchen mit dem Nachguß ausschwemmen.Den Nachguß teile ich immer in drei Schüttungen auf, lasse komplett trockenlaufen und schneide dann auch jeweils vor dem nächsten Guß den Treberkuchen .
Man kann also das Gerät nicht einfach befüllen, einschalten und auf den Weckruf des Maischeendes warten. Immer mal wieder ein Kontrollblick und Pumpenleistung anpassen. Hat man sich einmal mit dem Prozess vertraut gemacht, sind die Ergebnisse sehr gut und störungsfrei erzielbar. Dennoch rühre ich ab und zu auch gerne in meinen hundert Liter Kesseln und lass den Mundschenk ausruhen :Bigsmile

Gruß
Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#718

Beitrag von dagor525 » Samstag 17. März 2018, 11:10

Vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Beschreibung :Bigsmile

Das Siebgewebe ist gestern gekommen (100µ und 200µ). Ich werde heute einen kleinen Ansatz fahren, und dann sehen, wie die Würze auf diesen Filter reagiert. (Ich tendiere immer noch zum Mundschenk, finde die Idee, die Würze über die Pumpe herauszupumpen, interessant .. geht aber nur mit Filter, um die Pumpe zu schützen).
Die Pumpe wird von beiden Porengrössen ausreichend geschützt sein, Ich will nur wissen, ob der Filter sich zusetzt oder nicht (was auch nicht gut für die Pumpe wäre, wenn sie gegen zuviel Widerstand pumpen muss). Und wie klar die Würze nachher ist im Vergleich zum Whirlpool. Allerdings habe ich eh nichts gegen trübes Bier, so dass ich das eh nicht sooo wichtig finde.

Und Du hast recht! Einfach einschalten und abwarten wäre eh nicht meins. Der halbe Spass vom Brauen ist eh, dass man dabei ist, und macht und tut (mit nem Bierchen in der Hand natürlich :) )

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#719

Beitrag von Brewolino » Sonntag 18. März 2018, 10:43

dagor525 hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 17:21
Dass man das Malzrohr des Beacons in 2 unterschiedliechen Positionen parken kann halte ich schon für einen Vorteil, oder ist das auch nur schnickschnack?
Ja, das kann ein Vorteil sein. Zum einen kann man den Korb erst einmal halb anheben und warten bis durch den Ablauf der Würze der "Restweg" zum endgültigen Anheben leichter wird, zum anderen hat mein bei kleiner Malzmenge vielleicht beim ablaufen weniger Oxidation, weil die Brühe schneller unten ankommt. Ob das allerdings merkbar ist, ist sicherlich eher eine Glaubens, denn eine Geschmacksfrage.
Für mich wäre das kürzere Anheben das Kriterium. Ich werde mir aber ohnehin einen Flaschenzug über dem Kessel montieren weil beim xxl das volle Gewicht schon eine Aufgabe darstellt.

Brauergruß Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#720

Beitrag von ForrestBeer » Sonntag 18. März 2018, 11:10

Hallo zusammen,

ich habe gestern meinen ersten Sud im XXL fertig gestellt, es hat dank der vielen Tips hier auch absolut super geklappt und super viel Spass gemacht. Ein herzliches Dankeschön an alle Vorredner, die hier so fleissig mit schreiben und Ratschläge beisteuern! :thumbup

Bei zwei Fragen könntet ihr mir aber vielleicht noch mit Tips weiter helfen:
  • Wie macht ihr das, wenn Malze (oder andere Maischebestandteile) später zugegeben werden? Da ich nicht in der heißen Maische rumfummeln wollte, habe ich den Korb in Abmaischeposition hoch gezogen, den oberen Sieb abgebaut und dann halt nachgegeben. (Und den Treber dabei auch gleich ein wenig gelockert). Hat da irgendjemand einen „eleganteren“ Weg gefunden?
  • Wie haltet ihr es mit den Rasten? Als ich durch die divesten Threads geplügt bin, hatte ich schon den Eindruck, dass sich die Kombirast häufig als „State of the Art“ etabliert hat (und bitte!: Nein, ich möchte keine neue Grundsatzdiskussion provozieren :Smile). Gerade der Mundschenk bietet ja aber durch die Programmierbarkeit doch gute Argemente, mehrere Rasten durchzufahren (so habe ich es gestern gemacht). Wie haltet ihr es?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#721

Beitrag von dagor525 » Sonntag 18. März 2018, 11:15

Jau, zumehr die oxidierbaren Bitter- und Aromastoffe erst später dazu kommen. Flaschenzug hört sich gut an! :)

So, und der Test hat ergeben: Das Eiweiss aus der Würze setzt das 100µ Sieb schon nach einem Liter so zu, dass mit normaler Schwerkraft nichts mehr durchfliesst. Beim 200µ gab es Null Probleme, also werde ich das auf alle Fälle auf den Boden legen, um die Pumpe zu schützen. Ist ja aus Edelstahl.

http://www.metallwaren-riffert.at/siebgewebe.htm

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#722

Beitrag von Brewolino » Sonntag 18. März 2018, 12:04

ForrestBeer hat geschrieben:
Sonntag 18. März 2018, 11:10
  • Wie macht ihr das, wenn Malze (oder andere Maischebestandteile) später zugegeben werden? Da ich nicht in der heißen Maische rumfummeln wollte, habe ich den Korb in Abmaischeposition hoch gezogen, den oberen Sieb abgebaut und dann halt nachgegeben. (Und den Treber dabei auch gleich ein wenig gelockert). Hat da irgendjemand einen „eleganteren“ Weg gefunden?
  • Wie haltet ihr es mit den Rasten? Als ich durch die divesten Threads geplügt bin, hatte ich schon den Eindruck, dass sich die Kombirast häufig als „State of the Art“ etabliert hat (und bitte!: Nein, ich möchte keine neue Grundsatzdiskussion provozieren :Smile). Gerade der Mundschenk bietet ja aber durch die Programmierbarkeit doch gute Argemente, mehrere Rasten durchzufahren (so habe ich es gestern gemacht). Wie haltet ihr es?
Wenn du was zugeben willst, drückst du die Pause, stellst die Pumpe ab und dann wartest du bis der Flüssigkeitsspiegel die zwei Griffe freigibt. Dann die Rohrschraube ab (die ziehe ich nur wenig an so dass ich sie mit der Hand wieder runter kriege). Nun kannst du das obere Sieb bequem nach oben rausziehen, "Feststoffe" zugeben und Deckel wieder drauf, Schraube wieder dran und Pumpe an und weiter mit dem Maischprozess.

Ich maische immer mit allen Rasten, weil ich beim Brauen Zeit habe und weil ich nicht die Vorgaben der Industriebrauerei nachahmen will. Von denen kommt die Kombirast, spart Zeit. Erklärungen gibts immer die sowas begründen. Hier zum >Beispiel die bessere Malzqualität , der modernen Mälzereien und dadurch besser arbeitende Enzyme. Wers glaubt soll es so machen. Ich braue nach alter Väter Sitte mit allen erforderlichen Rasten. Das Gerät gibts zudem her. Ich brauche auch keine Schaumtaste an dem Zapfhahn um Schaum zu bekommen. Den hat mein Bier durch den Brauvorgang schon selbst. Und stabiler ist er ohnehin. Die Älteren unter uns wissen vielleicht noch, wie die Wirtin früher in der Kneipe den Schaum beim Zapfen vom Glas geschoben hat. So soll mein Bier auch heute noch sein. Aber wie geschrieben, jeder nach seinen Vorlieben und Vorstellungen.

Allen jedenfalls alluzeit Gut Sud und immer das Bier im Glas was man beim Brauen erwartet hat. :Drink

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#723

Beitrag von Schlupfer » Sonntag 18. März 2018, 15:00

Hi,

für das Ausschlagen der Würze mittels der eingebauten Pumpe gibt es noch eine einfache Lösung. Dazu braucht man nach dem Whirlpool nur einen Stutzen in den Bodenablauf setzen, welcher in der gleichen Höhe ablaufen lässt wie der außen angebrachte Ablasshahn.
Praktisch umgesetzt sieht das bei mir so aus:
Stab1.jpg
10 mm Messingrohr mit Schlitzen.
Stab1.jpg (86.14 KiB) 3561 mal betrachtet
In ein 10 mm Messingrohr habe ich mit einem Dremel Schlitze geschnitten, aber dabei die zum Trubkegel zugewandte Seite ausgelassen.
Das Loch im Deckel sitzt beim 30er Topf praktischerweise über dem Bodenauslauf, was die blinde Positionierung des Rohres in der heißen Würze erheblich vereinfacht.

Hier nochmal im Detail:
Stab2.jpg
Stab2.jpg (52.19 KiB) 3561 mal betrachtet
Die Einstellung der Ablaufhöhe und die Abdichtung zum Bodenablauf erfolgt mit einem übergezogenem Stück Silikonschlauch.

Grüße
Michael

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#724

Beitrag von dagor525 » Montag 19. März 2018, 18:07

Das sieht auch gut aus! Pumpst Du die Würze jetzt raus oder verwendest Du das Aussenrohr nur zum Siphonieren? Quasi am gebogenen Ende oben ein Stück Schlauch anbringen, das geschlitzte Rohr innen verwenden, die Pumpe kurz anwerfen, und dann laufen lassen?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#725

Beitrag von Brewolino » Montag 19. März 2018, 19:21

Warum wollt ihr unbedingt abpumpen. Der Vorteil des Mundschenk ist doch der, dass ich einen Whirlpool rühren kann. Dann lasse ich ganz gezielt die Würze über den Hahn ablaufen. Kommt der Trubkegel zum Vorschein wird langsamer abgelassen und der letzte Rest wird durch leichtes Kippen des Gerätes abgezogen. Da bleibt so gut wie nichts an Würze zurück. Wenn man möchte kann man um den Trubkegel, ein Kollege aus dem Forum, macht das so, wenn ich es richtig gesehen habe, eine Backform legen. An dem Hahn habe ich ein Gardena Teil angebaut und mit dem Läuft dann die Würze kristallklar durch den Gegenstromkühler und ich kann sie sofort auf die Hefe setzen. Ich bin ein fauler Hund, möchte nicht alles komplizierter machen als es ohnehin beim Brauen zuweilen ist. :Wink
Welchen Vorteil seht ihr durch das Abpumpen? Vielleicht sehe ich es ja nur nicht.

Gut Sud Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#726

Beitrag von dagor525 » Montag 19. März 2018, 19:28

Nee, Du hast mich schon längst überzeugt, dass ablassen über den Hahn die bessere Wahl ist .. der einzige Nachteil ist, dass das Teil dann nicht am Boden stehen kann ;) Hätte halt nicht gedacht, dass WP über den Hahn so gut funktioniert. Ich hatte das mit dem Abpumpen nur überlegt, falls ich mich für den Beacon entscheiden würde .. der hat keinen Hahn.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#727

Beitrag von Schlupfer » Montag 19. März 2018, 20:00

Brewolino hat geschrieben:
Montag 19. März 2018, 19:21
Warum wollt ihr unbedingt abpumpen. ...Welchen Vorteil seht ihr durch das Abpumpen? Vielleicht sehe ich es ja nur nicht.

Gut Sud Brewolino
Das erkläre das gerne:
Ich muss die Würze irgendwie in meinen kleinen ZKT bekommen. Der ist ca. 150 cm hoch. Wenn ich den Ablasshahn vom Brautopf benutzen wollte hätte ich 2 Möglickheiten. In ca. 2m Höhe brauen um aus dem Hahn direkt in den ZKT auszuschlagen. Oder erst in einem Eimer auszuschlagen und die Würze von da aus in den Tank zu kippen. Da ist das abpumpen mit der Pumpe wesentlich bequemer, zumal ich heiß ausschlage und erst im Tank abkühle.

Grüße
Michael

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#728

Beitrag von Brewolino » Dienstag 20. März 2018, 07:38

O.k. Michael, dann ist das schon klar.Ich stelle das Teil halt auf zwei Bierkästen und schließe den Gegenläufer an, lasse dann in einen Eimer ablaufen und kippe alles in das Gärfass. Durch das schnelle Abkühlen ist eine Infektion fast ausgeschlossen und die Würze bekommt durch die Schütterei schonmal richtig Sauerstoff, sodass die Hefe gleich fressen kann. Allerdings muß ich das Malzrohr von der Leiter aus anheben. Daher muß ein Flaschenzug her . Im Übrigen war der Gegenläufer die sinnvollste Bastelei in meinem ganzen Brausystem, kann ich doch die Würze in Sekundenschnelle auf meine Anstelltemperatur runter kühlen. Der empfindlichste Bereich zwischen 6o und 40 Grad dauert bei anderen Kühlvariationen relativ lange, was die Gefahr einer Infektion begünstigen kann..
Oh jetzt bin ich wieder vom Thema abgekommen :redhead

Gruß Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#729

Beitrag von morcalavin » Donnerstag 22. März 2018, 11:25

Hi,
kann mir bitte kurz einer die sinnvollen (min/max) Schüttungsmengen für den 30er (neue Version) und 50er nennen ?
Vielleicht wäre das Teil was für einen meiner Braubuddies, der praktisch keinen Platz zuhause hat :-)

Danke Euch

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#730

Beitrag von Snison » Donnerstag 22. März 2018, 13:04

Hallo, für den 50er kannst du locker 10Kilo Malz nehmen - dann nur nicht mit dem Wasser übertreiben. Ich persönlich nehme für mein Lager gerne mehr Wasser wie angegeben, dafür weniger Nachguß und muß dann auch nicht nachschwänzen. Bei mir gingen bei 10Kilo max. 35l Hauptguss (an die Markierung halten, nicht am Meßbecher orientieren weil das Gerät schon 2l für den Läutertrub abzieht). Bei größeren Mengen Malz dann halt weniger Wasser...
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#731

Beitrag von Brewolino » Freitag 23. März 2018, 08:03

Snison hat geschrieben:
Donnerstag 22. März 2018, 13:04
Hallo, für den 50er kannst du locker 10Kilo Malz nehmen - dann nur nicht mit dem Wasser übertreiben. Ich persönlich nehme für mein Lager gerne mehr Wasser wie angegeben, dafür weniger Nachguß und muß dann auch nicht nachschwänzen.
Wie meinst du das mit dem Wasser übertreiben?
Du schreibst dann du nimmst lieber mehr Wasser für den Hauptguß. Das verstehe ich nicht. Nimmst du jetzt mehr Wasser für den Hauptguß oder sparst du mit dem Wasser, wenn du nicht übertreibst, oder verstehe ich es bloss falsch? :Grübel
Nachschwänzen würde ich jedoch immer. Das Malzrohrverfahren ist zwar ein ständiges "Schwänzen" jedoch bleibt nach dem Läutern immer noch mindestens soviel Zucker im Treber wie du in der Pfannenvollwürze hast. Den würde ich immer auswaschen wollen durch Nachschwänzen. Du verschenkst sonst Ausbeute.

Es sprach der Sohn zum Bauer, da werd ich lieber Brauer :Drink

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#732

Beitrag von Snison » Freitag 23. März 2018, 13:31

Der Vorteil (vielleicht auch Nachteil) beim Mundschenk ist das man den Treberbottich anhebt und den Nachguss direkt nachgeben kann. Natürlich kann man für eine genaue Würzeberechnung auch schon die Vorderwürze ablassen und später wieder reingeben - macht aber alles auch umständlich. Ich ermittele die Stammwürze und nehme gute 10l raus und dann fange ich mit dem Nachschwänzen an. Der verbindet sich mit dem Rest der Vorderwürze. Ab und an eine Würzebestimmung und bei 1°P unter gewollter Würze mache ich dann Schluß (habe ja noch 10l über °P im Eimer). In aller Regel ist der Pott dann wieder bis zum Rand voll - natürlich könnte man noch weiter Nachschwänzen (viele schwänzen ja bis zu 7°P runter) - aber so viel Nachgeben bekommt man in 90 min Kochzeit gar nicht unter.

Laut einem (es gibt viele!) Rezept nimmt man beim Export 10 kilo Malz, 34l Hauptguss und 29l Nachguss. Ich habe 37,5l Hauptguss und 24.5l Nachguss gegeben. Die Folge war das ich nicht den ganzen Malz untergebracht hatte und wieder 2 1/2l Wasser aus dem Hahn ablassen mußte. Erst als der Malz drin war passte das Wasser wieder rein. Ich nutze halt gerne das Volumen des xxl aus. Sinnvoll oder nicht? Siehe Text oben.

Der von mir gewählte Begriff Nachschwänzen ist natürlich Mist, beschreibt er ja quasi den Vorgang des Nachgusses - ich meinte damit das Einstellen der Würze mit Dünnwasser (Verdünnungswasser), das bei meiner Würzeausbeute bislang immer ausblieb.
Zuletzt geändert von Snison am Freitag 23. März 2018, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#733

Beitrag von Brewolino » Freitag 23. März 2018, 14:21

Dank Dir jetzt hab ichs begriffen. :thumbup
Nach ein paar Suden brauchts das Messen allerdings nicht mehr , denn man kennt sein System. Ich berechne die Sude immer mit Hanghofers Exelplaner.
Den hab ich meinem System angepasst. Dann stimmt eigentlich der ganze Sud und ich muß nicht mehr so viel messen. Am ANfang bischen mehr Gedöns, aber es zahlt sich dann , wenns einmal stimmt aus.

Gruß Brewolino

p.s. mit dem Refraktometer komme ich nicht klar und der Schwimmer braucht mir zuviel von der kostbaren Würze :thumbsup

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#734

Beitrag von dagor525 » Samstag 24. März 2018, 17:51

So, heute ist das Teil gekommen (der Kleine), und der Trockenlauf mit 25l Wasser lief einwandfrei. Bei 2500W heizt es diese Menge mit etwa 8 Minuten/10° auf. Bei 63° zeigt das Thermometer 61,5° oben an. Auf Kochtemperatur bringen geht schneller, und das Wasser kocht heftig (da werde ich dann sehen, wie weit ich die Leistung runternehmen kann). Reinigen geht auch schnell. Ich bin zunächst zufrieden. Gebraut wird dann irgendwann diese Woche.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#735

Beitrag von Westvleteren » Sonntag 25. März 2018, 20:14

Temperaturunterschiede zwischen "unten" und "oben" entstehen auch schnell, wenn die Maische ziemlich dicht ist bzw. nur schlecht durchströmt wird. Bei meinen letzten Sud, einem NEIPA mit Haferflocken und Weizenmalz ist es mir so ergangen. Die Pumpe konnte ich nur auf einer sehr niedrigen Stufe fahren, sonst wäre fast alles über den Überlauf zirkuliert.
Da oben immer viel Flüssigkeit lange über dem Malzrohr stand, ist diese entsprechend abgekühlt und die Temperatur passte nicht mehr wirklich zu der angezeigten. Ich habe die Temperatur dann neu kalibriert und mich an der oben gemessenen orientiert. Eine andere Möglichkeit ist es in solchen Fällen, ein wenig Überlauf zuzulassen, wodurch sich die kältere Flüssigkeit von oben mit der unteren vermischt und sich die Temperaturen besser angleichen.
In jedem Fall finde ich es wichtig, bei jedem Sud die Temperatur oben im Blick zu haben (nicht direkt am Rohrausgang messen!). Ansonsten hätte ich meine Kombirast beim letzten Sud beispielsweise 3-4 Grad zu kalt gefahren, was sich schon bemerkbar machen sollte...

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#736

Beitrag von dagor525 » Dienstag 27. März 2018, 11:10

Gesternabend wurde gebraut. Nach dem ich mit dem Trockenlauf zufrieden war, bin ich jetzt richtig begeistert.

Gebraut wurde mit der Hälfte eines Braupakets.
- 2500 g Pilsner
- 250 g Weizenmalz
Ich habe mittelgrob geschrotet.

- 10 l Wasser

Ich habe nur das lange Rohr verwendet und das obere Sieb aufgelegt.

Das Schema sieht 10 Minuten bei 45° vor. Da läuft das Wasser glatt durch.

Bei 62° (Einstellung 63°) bildet sich 1-2 cm Flüssigkeit über das obere Sieb. Die Pumpe muss voll durchlaufen, um überhaupt Flüssigkeit über den Treber anzusammeln. Die Durchlässigkeit ist sehr hoch. Nach nur 10 Minuten ist die Brühe klar. Wenn man das ober Sieb vorsichtig auflegt, gibt es auch überhaupt keine festen Bestandteile im Sud.

Verzuckerung geht gut voran: am Ende des Maischens habe ich ungefähr 17 °P.

Anschwänzen ist nicht so leicht, da das Wasser schnell durch den Treber läuft. Insgesamt ca. 5 l. 3-4 Minuten nachdem das letzte Wasser drauf gegeben war, tropft es eigentlich nur noch leicht aus dem Treber.

Kochen geht super: anfangs mit 700W, nachher habe ich auf 300W reduziert. Die Temperatur von 100° wird gehalten. Da verkocht dann kein Wasser mehr (was mit Deckel drauf eh kaum der Fall ist), aber Einkochen ist IMO eh reine Energieverschwendung, da kann man dann besser die Wassermengen am Anfang reduzieren (ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen).

Whirlpool, und dann, wie Brewolino schon beschrieben hat: klare Würze langsam über den Hahn ablassen. Und seine Idee, die Würze gleich über einen Plattenkühler zu kühlen, habe ich auch geklaut :) Das war das Beste überhaupt :)

Am Ende ergab das dann knappe 10 l mit einer Stammwürze von 14,6 °P (2 davon rühren von der zugesetzten Glukose her ;) ).

Und das wichtigste: Reinigung .. sehr einfach, da sich nichts festgesetzt hatte. Lediglich ein ganz leichter Nutella-ähnlicher Film hatte sich am Boden abgesetzt.

Fazit: super easy, keine Sauerei beim Läutern da ein Bottich, Temperaturen gut eingehalten, Flüssigkeit läuft (zu) schnell durch den Treber, Ausbeute gut (ich habe mir den Treber nachher angeschaut .. da war möglicherweise noch etwas nicht aufgelöste Stärke drin), klare Würze am Ende, 10 l geht einwandfrei, einfach zu reinigen.

Beim nächsten Mal würde ich etwas feiner schroten .. zumindest für so eine Schüttung. Ich erwarte nicht, dass es bei jeder Zusammensetzung so gut mit der Durchlässigkeit klappt.

Ich bin wirklich begeistert. Wenn jetzt die Elektronik ein paar Jahre hält .. ;)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#737

Beitrag von t-u-f » Dienstag 27. März 2018, 11:36

dagor525 hat geschrieben:
Dienstag 27. März 2018, 11:10

..... Da verkocht dann kein Wasser mehr (was mit Deckel drauf eh kaum der Fall ist), aber Einkochen ist IMO eh reine Energieverschwendung, da kann man dann besser die Wassermengen am Anfang reduzieren (ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen) .....
Deckel drauf???? :Shocked :Shocked :Shocked
Ich lasse bei meinem Einkocher IMMER den Deckel weg...
wegen dem Dimethylsulfid (DMS) austreiben...
...oder habe ich da im Kontext was falsch verstanden...???

Gruß euer
T-u-F
t-u-f ne Abkürzung für Tüddeln und Fummeln :thumbup


Falls ich nicht SOFORT und UNVERZÜGLICH auf Fragen in einem Thread reagiere:
Es liegt daran, dass ich ein wichtigers Hobby habe als den Computer:

Meine Familie!!! :thumbsup

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#738

Beitrag von Brewolino » Dienstag 27. März 2018, 12:12

t-u-f hat geschrieben:
Dienstag 27. März 2018, 11:36

Deckel drauf???? :Shocked :Shocked :Shocked
Ich lasse bei meinem Einkocher IMMER den Deckel weg...
wegen dem Dimethylsulfid (DMS) austreiben...


Gruß euer
T-u-F
Ich sehe das auch so, arbeite daher, mit einer Brüdenhaube, mit Rohr nach draußen. Es sollte die Würze schon wallend kochen, auch damit die Eiweisse koagollieren. Bei 40 l Vorderwürze verdampfen mir beim Kochen 3-4,5 l. Da ist dann kein "Gemüse" mehr drin.
Inwieweit das bei kleinen Mengen relevant ist vermag ich allerdings nicht zu sagen.

Gruß Brewolino

p.s. Dagor, feut mich, dass alles so gut geklappt hat. Aber lass beim nächsten mal wallendes Kochen zu und den Deckel runter. Die 35Cent mehr Strom sind ein Klacks gegen den Frust eines "Frutarier Bieres" :Bigsmile

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#739

Beitrag von dagor525 » Dienstag 27. März 2018, 13:00

Hat jemand schon mal den Versuch gemacht, mit und ohne Deckel?

DMS hat ein Siedepunkt von 37° .. Es würde schon fast an ein wissenschaftliches Wunder grenzen, wenn das nach mehr als eine Stunde beim Maischen 63-73 ° noch spürbar vorhanden wäre. Es wird leider auch viel 'überliefert' ohne dass man sich gross Gedanken macht, ob das so stimmt oder nicht.
Und auch wenn das beim Kochen noch vorhanden wäre: der Deckel hat garantiert eine höhere Temperatur als 37°, so dass es am Deckel nicht kondensieren kann.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#740

Beitrag von scne59 » Dienstag 27. März 2018, 14:03

Solltest Du vielleicht mal den entsprechenden Artikel im Braumagazin lesen, bevor Du weiter solche abwegigen Theorien verbreitest?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#741

Beitrag von dagor525 » Dienstag 27. März 2018, 15:00

Ich habe mir die Quellen angesehen: das sind wissenschaftliche Artikel (z.B. Journal of the American Society of Brewing Chemists), in denen die Bedingungen, worunter die Daten erhoben worden sind, genau beschrieben sind. Das sind Forschungen, die für eine Grossindustrie relevant sind. Ich hüte mich davor, solche Ergebnisse auf meinen 30l Kessel zu übertragen. Hobby bedeutet für mich eins: experimentieren und heraus finden was geht, und was nicht geht. Die Probleme der Grossindustrie sind nicht meine, weil das setup nicht vergleichbar ist. Wenn der Deckel zu Fehlgeschmack führt, dann schmeiss ich den Sud weg und versuche ohne .. solange das aber nicht der Fall ist, werde ich keine Sachen blind übernehmen :) Wenn andere ohne Deckel glücklich sind, dann ist das auch OK :)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#742

Beitrag von Brewolino » Dienstag 27. März 2018, 16:02

Brewolino hat geschrieben:
Dienstag 27. März 2018, 12:12

Inwieweit das bei kleinen Mengen relevant ist vermag ich allerdings nicht zu sagen.

Darum schrieb ichs. Da ich erst mit dem Mundschenk in die Kleinstbrauerei eingestiegen bin mach ich es eben so wie mit den 200 Liter Suden. Da macht das offen Kochen schon deshalb Sinn um die Farbe des Bieres den Erfordernissen anzupassen, die Fremdhefen im Schrot sicher abzutöten und den Eiweissbruch sauber hin zu bekommen.

Wenns bei Kleinsuden mit Deckel geht ist das sicherlich ein Vorteil, braut man in geschlossenen Räumen. Man braucht keine Aussenabluft und Brüdenhaube und man spart Energie

Grüßle
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#743

Beitrag von dagor525 » Dienstag 27. März 2018, 16:13

Eben, das ist ja noch ein Grund :) Ich braue in der Küche, und der Dampf kondensiert überall. Ich habe die andere Hälfte vom Braupaket noch da, und das könnte ich mal mit mehr Wasser und einkochen versuchen. Wenn ich allerdings keinen Unterschied schmecke, komme ich raus und verfolge euch in eurem Schlaf! *lach*

Das hat wirklich gut geklappt: klare Würze über den Hahn, und dann über den Kühler laufen lassen. Ich habe noch nicht mal einen Anschluss auf einen Wasserhahn gebraucht. Eine kleine Aquariumpumpe in die mit Wasser gefüllte Spüle getaucht, und so den Kühler im Kreis gekühlt. Lief super. Danke für deine Tipps! :)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#744

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 28. März 2018, 10:13

dagor525 hat geschrieben: Und auch wenn das beim Kochen noch vorhanden wäre: der Deckel hat garantiert eine höhere Temperatur als 37°, so dass es am Deckel nicht kondensieren kann.
Ich würde bei den Brüden nicht nur DMS betrachten. Es gibt so einige Substanzen von verschiedensten Dampfdrücken, die raus müssen.

Eine Brüdenhaube, die Kondensat in nennenswerter Menge zurück in die Sudpfanne tropfen lässt, ist einfach schlecht konstruiert.

Gruß
Andy

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#745

Beitrag von Brewolino » Mittwoch 28. März 2018, 10:22

Ladeberger hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 10:13

Eine Brüdenhaube, die Kondensat in nennenswerter Menge zurück in die Sudpfanne tropfen lässt, ist einfach schlecht konstruiert.

Gruß
Andy
Allerdings spielt das keine große Rolle, denn die leicht flüchtigen, unerwünschten Stoffe dampfen aus, was zurücktropft ist "destilliertes Wasser" zumindest ist es geruchs und geschmacksneutral. Eine Brüdenhaube die alles zurücktropft hat keinen ausreichenden Abzug und ist dann eher ein Deckel :Bigsmile
Grüßle Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#746

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 28. März 2018, 10:30

Es sind eben nicht alle unerwünschten Stoffe "leicht flüchtig".

Gruß
Andy

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#747

Beitrag von dagor525 » Mittwoch 28. März 2018, 11:06

Hmm .. ein wenig hat der Andy schon recht .. beim Kochen gehen ja auch Substanzen raus, die einen Siedepunkt >100° haben, die dann oben wieder kondensieren (ich habe ein wenig Erfahrung mit Destillation: alle Apfelaromen z.B. haben einen Siedepunkt zwischen 120 und 150° und die kommen mit rüber).

ABER: die Frage ist, was man mit dem Kochen austreibt: was ist unerwünscht, und was nicht? Gerade alle Aromastoffe fallen mit Sicherheit in dieser Kategorie, Zitrusnoten kommen schon bei 70-80° mit dem Wasser rüber. Ob es dann schadet, dass die mit dem Kondensat zurücklaufen? Schwierig, schwierig ..

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#748

Beitrag von Brewolino » Mittwoch 28. März 2018, 17:16

dagor525 hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 11:06
Hmm .. ein wenig hat der Andy schon recht .. beim Kochen gehen ja auch Substanzen raus, die einen Siedepunkt >100° haben, die dann oben wieder kondensieren (ich habe ein wenig Erfahrung mit Destillation: alle Apfelaromen z.B. haben einen Siedepunkt zwischen 120 und 150° und die kommen mit rüber).

ABER: die Frage ist, was man mit dem Kochen austreibt: was ist unerwünscht, und was nicht? Gerade alle Aromastoffe fallen mit Sicherheit in dieser Kategorie, Zitrusnoten kommen schon bei 70-80° mit dem Wasser rüber. Ob es dann schadet, dass die mit dem Kondensat zurücklaufen? Schwierig, schwierig ..
Interessantes Thema. Was passiert eigentlich, wenn ich zu Beginn wallend koche und nach dem Würzebruch einfach nur noch siede. Nach eurer Betrachtung, wenn ich es richtig interpretiere, wären dann ja alle Eiweiße gebrochen und die Schadaromen flöten. Man sparte jede Menge Energie und könnte die Stammwürze bereits vor dem Würzekochen einstellen. Man bräuchte keine Außenentlüftung, weil außer bis zum Würzebruch kaum noch Verdunstung stattfände, weil ja der Deckel drauf wäre.
Wie machen das die Profibrauereien?
Ich habs vor Jahren von einem Braumeister mit dem wallenden Kochen übernommen und das, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, dann immer so gehandhabt.

Grüßle Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#749

Beitrag von dagor525 » Mittwoch 28. März 2018, 19:19

Interessante Idee! Ich denke mal: ausprobieren. Ich denke mir immer: alle haben tierisch Angst vor Oxidation, und kochen dann wallend .. wobei dann seeeeeehr viel Austausch mit Sauerstoff statt findet. Das war für mich auch eine Überlegung, ein bisschen schonender zu kochen. Ich habe halt noch zu wenig Erfahrung, um das so richtig beurteilen zu können.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#750

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 28. März 2018, 20:16

Wie soll der Sauerstoff denn in die Würze kommen? Bei 100 °C löst sich doch nichts: https://www.engineeringtoolbox.com/air- ... d_639.html

Gruß
Andy

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