Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#751

Beitrag von dagor525 » Mittwoch 28. März 2018, 20:32

Huch, da hätte ich nicht gedacht, dass das gegen Null geht. Das ist dann was anderes. Allerdings ist die Reaktionsgeschwindigkeit bei 100° ca. 15-fach höher als bei 63. Ich denke immer noch, dass der Luftsauerstoff reichen könnte, um die Aromastoffe zu Epoxiden zu oxidieren .. dafür braucht sich auch nicht viel Sauerstoff lösen. Aber nachdem ich das jetzt gesehen habe, bin ich deutlich entspannter :)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#752

Beitrag von Brewolino » Mittwoch 28. März 2018, 20:50

dagor525 hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 20:32
Huch, da hätte ich nicht gedacht, dass das gegen Null geht. Das ist dann was anderes. Allerdings ist die Reaktionsgeschwindigkeit bei 100° ca. 15-fach höher als bei 63. Ich denke immer noch, dass der Luftsauerstoff reichen könnte, um die Aromastoffe zu Epoxiden zu oxidieren .. dafür braucht sich auch nicht viel Sauerstoff lösen. Aber nachdem ich das jetzt gesehen habe, bin ich deutlich entspannter :)
Sauerstoffeintrag, also Oxidation findet, wenn , in der Maische, beim Läutern und beim Runterkühlen der Würze statt .Daher ja auch der Schlauch am Pumpenrohr und Würze über der Maische. Bei schneller Kühlung über Gegenstrom oder Platte ist Oxidation zu vernachlässigen, denke ich. Anschließend brauchts den Sauerstoff ja wieder für die Hefe.
Ich habe mir vor vielen Jahren ( da gabs noch keine Hausbrauer und das Beschaffen der Rohstoffe war schwierig aber die Quellen sprudeln immer noch :thumbsup ) das Brauen von einem befreundeten Braumeister beibringen lassen. Allerdings nur das Brauen nach dem Reinheitsgebot. CraftScene gabs damals in D-Land nicht. Hausbrauen war nicht legal möglich.

Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm, sonst würde ich einmal fragen, wie das heute industriell mit dem Kochen gehandhabt wird. Damals wallend über Brüdenabsaugung. So habe ich es seither auch immer gemacht aber bei der kleinen Mundschenkanlage wäre es schon supi nicht mehr offen unter der Haube kochen zu müssen.
Gíbts hier keine Brauer die im Brauhandwerk ausgebildet sind ? Die müssten das doch wissen.

Grüßle Brewolino

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#753

Beitrag von dagor525 » Mittwoch 28. März 2018, 21:18

Brewolino hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 20:50
Daher ja auch der Schlauch am Pumpenrohr und Würze über der Maische. Bei schneller Kühlung über Gegenstrom oder Platte ist Oxidation zu vernachlässigen, denke ich. Anschließend brauchts den Sauerstoff ja wieder für die Hefe.

Ja, den Schlauch hatte ich jetzt auch dran, bis ca. 1 cm oberhalb der Flüssigkeit. Und auf dem oberen Sieb habe ich dann ein 10*10 cm 100µ Stück Siebgewebe gelegt, wo es eben aus dem Rohr rausströmt .. damit bremst man den austretenden Strom gut ab und ich hatte dann Null Beeinträchtigung im Treber :)

Das mit dem Plattenkühler habe ich mir von Dir abgeschaut, und den auch bestellt .. der kam dann allerdings erst am Montag, deshalb konnte ich dann erst brauen. Das war gut investiertes Geld und eben einfach an den Hahn anzuschliessen.

Ich fermentiere schon seit über 10 Jahren Wein, und ich habe mich noch _nie_ um Belüftung gekümmert. Gärung startet auch so innerhalb von 8 Stunden. Mag bei Volumina >20 l natürlich wichtiger sein. Aber da es sich hier im Thread um den Mundschenk handelt, gehe ich mal von diesem Volumen aus (damit man auch beim Thema bleibt ;) )

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#754

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 28. März 2018, 21:19

Brewolino hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 20:50
Gíbts hier keine Brauer die im Brauhandwerk ausgebildet sind ? Die müssten das doch wissen.
Doch, gibt es. Viele sogar. Die meisten davon werden aber nicht hier im Mundschenk Faden rumhängen, wo ihr gerade Patentlösungen für zielsicheres Brauen von DMS Bieren entwickelt. Oder sie schütteln nur andächtig mit dem Kopf :Bigsmile
Fehlaromen muss man ja auch erstmal kennen lernen. Braut mal einen schönen Sud mit viel hellem Malz und Deckel drauf. Die paar Liter, die ihr dadurch nicht verdampft, schüttet ihr später sicher weg :Greets
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#755

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 28. März 2018, 21:33

Brewolino hat geschrieben:
Mittwoch 28. März 2018, 20:50
Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm, sonst würde ich einmal fragen, wie das heute industriell mit dem Kochen gehandhabt wird. Damals wallend über Brüdenabsaugung. So habe ich es seither auch immer gemacht aber bei der kleinen Mundschenkanlage wäre es schon supi nicht mehr offen unter der Haube kochen zu müssen.
Die industriellen Kochsysteme sind nicht einheitlich, es gibt verschiedene Systeme mit individuellen Vor- und Nachteilen. Im Kern dreht sich alles um die Minimierung von Energie- und Rohstoffkosten bei Aufrechterhaltung der Würzequalität. Wenn sich begleitend die Verweilzeit der Würze im Sudhaus reduzieren lässt, nimmt das jede Brauerei auch gerne mit.

Tatsächlich drehen sich daher aber viele Lösungen moderner Kochsysteme um Probleme, die überhaupt erst durch "moderne" Kochsysteme vorheriger Generationen geschaffen wurden. Den Hobbybrauer braucht das weder inhaltlich, noch qualitativ zu interessieren: An einer offenen, atmosphärischen, intensiv wallenden Kochung ist technologisch nichts auszusetzen.

Gruß
Andy

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#756

Beitrag von dagor525 » Mittwoch 28. März 2018, 21:46

So, habe eben helles Malz genommen, mit Deckel drauf .. und noch keine 48 Stunden später bin ich bei grob 7% alc. und einer Dichte von 1,015. Das schmeckt als extrem junges Bier schon lecker, und da schütte ich nichts weg ;)

Allerdings werden sich Brauer wohl kaum mit 20l abgeben, wo das Oberfläche/Volumen-Verhältnis viel günstiger ist und sich deshalb alleine schon wegen ihren ungünstigeren Bedingungen einen Kopf um DMS machen müssen. Wer weiss dann auch wo sie aus Kostengründen ihr befallenes Malz her haben ;) ;)

Dass die Gärung so schnell geht beunruhigt mich ein wenig

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#757

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 28. März 2018, 22:31

Nur weil man sensorisch nicht in der Lage ist einen Fehlgeschmack zu erkennen, heisst das nicht das er nicht vorhanden wäre. Das gleiche leidige Thema wie mit dem untergärigen Bier das bei 20°C vergoren wird. Es darf halt nicht sein was man nicht wahr haben will.

Wenn der Andy (Ladeberger) etwas schreibt, dann hat das Hand und Fuß. Das denkt der sich ja auch nicht aus um euch zu ärgern. Aber wenn ihr das gerne von einem gelernten Brauer & Mälzer bestätigt haben möchtet, ich bin einer, ja die Brüden müssen raus. Ob das nun sprudelnd, wallend oder rollend kocht sei mal dahin gestellt. Es geht um eine ausreichende Verdampfung während des Würzekochens. Und das erreicht man nicht mit Deckel drauf.

Einfach vor dem offenen Küchenfenster brauen und das Problem ist schon gelöst. Garage, Balkon, Terrasse, Garten. Oder man muss sich eine Abzugshaube installieren.

Und mit diesen Umpump-Malzrohr-Maschinen darf man vor Oxidation keine Angst haben, sonst dürfte man die nämlich gar nicht benutzen. Der Sauerstoffeintrag dürfte hier weit höher sein als bei "konventionellen" Brauanlagen. Insbesondere wenn von oben draufgeplätschert anstatt von unten nach oben gepumpt wird, wie beim Speidel Braumeister. Das ist aber meist weniger dramatisch als oft angenommen, immerhin gibt es noch reichlich Brauereien die mit Siphon läutern und ein Kühlschiff und/oder einen Berieselungskühler benutzen. Die machen auch gutes Bier (z.b. Uerige). Natürlich hat Oxdation Auswirkungen auf das Produkt. Die müssen aber nicht zwingend negativ sein, kommt halt immer drauf an was man braut. Helle Biere sind da wesentlich empfindlicher als Dunkle.

Gruß
Bernd
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#758

Beitrag von dagor525 » Donnerstag 29. März 2018, 00:03

Na gut, dann besorge ich mir nächste Woche eben einen DMS-Standard und stecke das ins GC/MS damit ein wenig Objektivität rein kommt :)

Ich ärgere mich halt im Moment eher daran, dass ich ein paar Flaschen Alt gekauft habe, was zwar kein DMS enthalten mag, aber dennoch ein kompletter Fehlgeschmack ist .. wenigstens kann ich die Bügelflaschen verwenden.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#759

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 29. März 2018, 00:28

Danke das du meine Ausführungen auch noch bestätigst, also die fehlende Sensorik und das "nicht-wahr-haben-wollen" von brautechnischen Fakten.
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#760

Beitrag von Sura » Donnerstag 29. März 2018, 02:32

Ehrlich gesagt halte ich alles ab Post 700 größtenteils für einen gut vorbereiteten Aprilscherz.... ich freu mich schon auf das große Finale.
:popdrink

Aber ehrlich gesagt sollte jemand mal alles richtigstellen was in den letzten Posts an Blödsinn geschrieben wurde und den Thread dann schliessen.....

Für DMS kann ich schnell folgenden Tipp geben: Wenn ihr unbedingt ausprobieren wollte wie das schmeckt, nehmt ein geschmacksneutrales Pils und kippt ein Schnapsglas Dosenmaiswasser rein.
Dann müsst ihr nicht 10kg Malz verschwenden....
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#761

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 29. März 2018, 03:15

Das wäre aber ein sehr böser Aprilscherz, gerade gegenüber den China-Automaten Anfängern.
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#762

Beitrag von Innuendo » Donnerstag 29. März 2018, 05:37

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 29. März 2018, 03:15
gerade gegenüber den China-Automaten Anfängern.
Wie war das gleich mit der fehlenden Sensorik? :Bigsmile
Sura hat geschrieben:
Donnerstag 29. März 2018, 02:32
Aber ehrlich gesagt sollte jemand mal alles richtigstellen was in den letzten Posts an Blödsinn geschrieben wurde und den Thread dann schliessen.....
Ich finde die Diskussion sehr interessant und wenn es wie du schreibst alles nur Blödsinn ist, dann stell es bitte richtig. Das könnte mich Anfänger vor einem Fehlinvest in eine geführte Ablufthaube (Haube an Schlauch ans Fenster) bewahren.

Ich habe gestern in einer kleinen Privatbrauerei zugeschaut. Hopfenkochen ca. 500l mit Rührwerk bei 96°C, geschlossener Deckel mit Abluftschlauch ca. 5cm dick. An einer seitlichen Klappe konnte man sehen, wie Kondensat zurücktropft bzw. eher zurückfließt. Das soll kein Beweis für Deckel drauf sein!
Leider war der Braumeister nicht da, sondern nur ein Mitarbeiter, der die Arbeitsschritte auswendig kann.
Innu

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#763

Beitrag von Westvleteren » Donnerstag 29. März 2018, 07:13

Sura hat geschrieben:
Donnerstag 29. März 2018, 02:32
Aber ehrlich gesagt sollte jemand mal alles richtigstellen was in den letzten Posts an Blödsinn geschrieben wurde und den Thread dann schliessen...
Wäre es nicht besser, diese off-topic Diskussionen, die nichts direkt mit dem Mundschenk zu tun haben, zu unterbinden bzw. in einen eigenen Thread zu verschieben?
Ich fand den Erfahrungsaustausch zum Mundschenk hier bisher eigentlich ganz interessant (bis zum DMS-Thema) und würde mich ärgern, wenn man den Thread einfach schließen würde.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#764

Beitrag von Sura » Donnerstag 29. März 2018, 07:58

@Westvleteren & Innuendo:
Ich bin in diesem Thread sonst nie, daher meine Verwunderung über die Themen und Schlussfolgerungen.... seis drum, hier mal ne Kurzform zu ein paar Sachen, dann bin ich hier auch wieder weg:

-------------------------

DMS-Entstehung und der Verbleib davon ist vom Malz, und von der Zeit- und Energie bzw. der daraus resultierenden Verdampfung abhängig. Da gibts aber soviel wo man sich ausgiebig informieren kann, daß ich das jetzt nicht aufdrösel.

Oxidation ist ein Thema beim maischen, beim läutern, beim hopfenseihen, und beim abfüllen. Beim kochen ist das kein Thema. Um Oxidation zu schmecken, einfach das älteste helle Bier aus einem Craftbiershop kaufen. (Nicht von vorne nehmen, da kommt eventuell noch Lichtgeschmack hinzu!)

Kombirast ist keine Erfindung der Brauindustrie sondern ein ganz normales Brauverfahren. Im angelsächsischen Raum mehr verbreitet, weil deren Mälzereien sich eher mit enzymstarken Malzen auseinandergesetzt hatten. Mit den modernen Malzen kann man sich so einige Steps bei einigen Stilen sparen, bzw. sind die sogar kontraproduktiv.

Infektionen bekommt man auch selten in einem geschlossenen(!) Topf der von 100°C einfach runterkühlt. Ein Durchlaufkühler durch welchen Würze incl. Trubstoffe gepumpt wird und der nach Gebrauch nicht ausreichend(!) gereinigt und danach komplett trocken gelagert wird, ist da deutlich kritischer zu sehen. Schnell runterkühlen macht man übrigens auch wegen DMS. 40-60°C sehe ich übrigens kaum als kritisch an. Was bei der Temperatur otimal wächst ist bei 20°C wiederum aufgeschmissen. Wo sollen die also herkommen? Den Bereich unter 30-40°C sehe ich als deutlich problematischer an, vor allem weil da auch wilde Hefen ins Spiel kommen.

Verkleisterungstemperatur ist keine feste Größe. Die ändert sich von Jahr zu Jahr, und ist momentan wohl eher etwas höher. (>63°C) ... aber auch das gilt nicht grundsätzlich für die ganze Welt, sondern ist halt auch ernteabhängig.

Nachgüsse gibt man bis die Stammwürze da ist wo man sie haben will, oder/und das Glattwasser noch mehr als 3°P hat. (Bzw. sollte man einfach darauf achten das der pH des Glattwassers nicht zu hoch wird, aber das führt jetzt in ein anderes Gebiet....) ... feste Werte sind dort fehl am Platz, es sei den man kennt das Rezept in der Zusammensetzung mit den Zutaten und dem Braugerät schon in- und auswendig.

Wenn der Treber dicht macht, hilft erstmal gröberes geschrotetes Malz, oder auch eine Konditionierung vor dem schroten. Wenn man hacken muss, dann stimmt da was grundsätzlich nicht. Zur Hilfe, wenn mans garnicht schafft, kann man auch mal Reishüllen mit einmaischen. Ich hab zwar keinen Maischeroboter, aber wenn ich den beim maischen betütern muss, dann ist das Konzept des Roboters Murks, oder das womit ich ihn befülle/bediene.

------------------------------------------------

Und lasst beim recherchieren die Finger weg von der Seite brulosophy.... das was dort gemacht wird hat selten mal Hand und Fuß, auch wenn es so aussieht.

(Falls ich mich irgendwo vertan habe, bitte ich Bernd, Andy oder Jens mich zu berichtigen. Danke.)

edit:
Ergänzung
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#765

Beitrag von dagor525 » Donnerstag 29. März 2018, 11:06

Um auf das Thema zurückzukommen:
mit Deckel reicht eine Leistung von 300W um die Temperatur zu halten (köchelnd)
ohne Deckel reicht 700W (kochend) bis 1000W (wallend)
Eine Gefahr für Überhitzung des Heizelements ist also recht gering, zumehr das Element nur so alle 2 Minuten für 10-20 Sekunden anspringt.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#766

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 29. März 2018, 11:38

dagor525 hat geschrieben:
Donnerstag 29. März 2018, 00:03
Na gut, dann besorge ich mir nächste Woche eben einen DMS-Standard und stecke das ins GC/MS damit ein wenig Objektivität rein kommt :)
Nur zu... wie sagt man doch so schön: A month in the lab can save you a day in the library! :Wink

Gruß
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#767

Beitrag von dagor525 » Donnerstag 29. März 2018, 13:02

Ladeberger hat geschrieben:
Donnerstag 29. März 2018, 11:38
dagor525 hat geschrieben:
Donnerstag 29. März 2018, 00:03
Na gut, dann besorge ich mir nächste Woche eben einen DMS-Standard und stecke das ins GC/MS damit ein wenig Objektivität rein kommt :)
Nur zu... wie sagt man doch so schön: A month in the lab can save you a day in the library! :Wink
*lach* .. aber der ganze Spass von einem Anfänger ist doch, Erfahrung zu sammeln, blöde Ideen zu haben und auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen und dann Leute zu fragen, die mehr Erfahrung haben und Wissen gesammelt haben. "Das ist so, weil das so ist und weil das schon immer so war" zu hören ist dabei eher kontraproduktiv ;) Wenn ich als Anfänger morgen schon gleich das perfekte Bier brauen würde, wäre der ganze Spass weg, und würde ich wahrscheinlich sofort aufhören. Und es wird mal Zeit, dass ich was wegwerfen kann .. wer soll das denn alles trinken, und mir gehen die Flaschen aus :)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#768

Beitrag von ForrestBeer » Dienstag 3. April 2018, 22:08

Und wieder zurück zu Euren Mundschenk Erfahrungen: Kann jemand seine Erfahrungen mit Weizenbieren teilen? Ich möchte mich als einen der nächsten Sude an einen mit hohem Weizenanteil (BBB Indira Weizen IPA von MMuM) wagen, habe aber noch einige kritische Meldungen / Probleme weiter oben in diesem Thread bezüglich des Mundschenks und Weizenmalzen im Kopf. Es soll dann im xxl eventuell auch einer werden, der um die 40 L ist. Any Tips oder Erfahrungswerte?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#769

Beitrag von Innuendo » Dienstag 10. April 2018, 07:43

Hallo Ihrs,

ich habe eine Verständnisfrage zum Läutern, Anschwänzen und der Aufteilung in HG:NG bei einem Malzrohrsystem:
Ich verstehe mein Malzrohrsystem als ein Dauer-Läuter-und-Anschwänzen-System. Der NG soll Restextrakt beim Anschwänzen aus dem Treber lösen, bis das Glattwasser etwa 2mas% erreicht. Das kann systembedingt gar nicht gemessen werden, weil der NG direkt in die Vorderwürze läuft. Aber Ziel der Aufteilung in HG:NG ist es doch, eine Stammwürze herzustellen, die nach Verdampfung durch Kochen die Ziel-Stammwürze ergibt. Wenn das Malzrohrsystem beim Maischen stetig läutert und mit dem Pumpensystem den Treber anschwänzt, was kann ein NG dann noch Gutes aus dem Treber lösen? Macht eine Aufteilung in HG:NG bei einem Malzrohrsystem überhaupt Sinn? Hat mal jemand das Malzrohr ganz entfernt und eine Messung durchgeführt?
Ohne diesen Messwert erscheint es mir logischer, in einem Malzrohr systembedingt mit einem Guss zu arbeiten und einen hohen mas% anzustreben, um nach Kochende durch Zumischung einen exakten mas% einstellen zu können. Ich habe an meinem Pumpenauslauf einen ca. 20cm Schlauch angebracht. Den Durchfluss der Pumpe stelle ich nun so ein, dass immer min 1cm Brauwasser über dem oberen Sieb in einer leichten Kreiselbewegung aufliegt. Ist es vielleicht sogar kontraproduktiv, den so bearbeiteten Treber noch anzuschwänzen, weil Gerb- oder Trubstoffe gelöst werden?
Dem Gedanken folgend wäre es spannend zu diskutieren, ob systembedingt die 78°C Rast verlängert werden sollte.
Liege ich falsch?
Innu

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#770

Beitrag von M0ps » Dienstag 10. April 2018, 11:11

Hallo Innuendo,

ich hab zwar kein Malzrohrsystem, schreibe aber trotzdem 1-2 Worte.
Also der Nachguss soll ja systemunabhängig einfach nur den Zucker, der noch im Malzmatsch drin ist, herausspühlen. Man könnte allgemein zu Lasten der Ausbeute auf den Nachguss verzichten und nur mit der Vorderwürze arbeiten (mach soweit ich weiß auch einige hier)
Etwas Gerbstoffe löst man durch den Nachguss immer, aber das ist eben ein Kompromiss unter Berücksichtigung der Ausbeute. Wenn man es aber mit dem Nachguss nicht übertreibt halte ich es für fraglich, ob der Unterschied zu mit ohne Nachguss wirklich schmeckbar ist.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#771

Beitrag von Innuendo » Dienstag 10. April 2018, 13:33

Hallo M0ps
M0ps hat geschrieben:
Dienstag 10. April 2018, 11:11
Man könnte allgemein zu Lasten der Ausbeute auf den Nachguss verzichten und nur mit der Vorderwürze arbeiten (mach soweit ich weiß auch einige hier)
Und genau das ist die Fragestellung, ob es in einem Malzrohrsystem überhaupt (nennenswerte, also >2mas%) Verluste gibt.
Als Grund im Malzrohr mit NG zu arbeiten, weil auf youtube video clips es zeigen oder weil es mit einem Loiterbottich immer so gemacht wurde, empfinde ich (für mich und mein Vorgehen, nicht Deine Antwort!) als unbeantwortet.
Ich war mir sicher, ein Malzrohr Benutzer hat den NG mal gespindelt. Muss ich am nächsten Brautag einfach selber machen ;-)
Ich hab beim letzten Versuch schlicht nicht daran gedacht. Erst beim nachbereiten und notieren, aber da war der Treber schon im Eimer für die Hühner vom Nachbarn. Ich habe meine Malzreste (1.7kg Schüttung) für eine kleine Rezeptänderung verarbeitet. Die Menge HG war grad 1-2cm über den unteren Sieb und wäre zum Einmaischen zu wenig gewesen. Kurzerhand habe ich umgestellt und in einem Guss gebraut.
brauen1.jpg
Der Faktor 6,2 hat sich durch klicken bis 0l NG ergeben - ansonsten eher sinnfrei.
brauen.jpg
Der Versuch ist angestellt. Nunja, so ist meine Nachfrage zustandegekommen :Grübel
Innu

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#772

Beitrag von Sura » Dienstag 10. April 2018, 14:47

Das Problem ist, das ihr wahrscheinlich nie von Hand gebraut habt, und nun die Zusammenhänge und die Begrifflichkeiten nicht zusammenbekommt.
Der Nachguss schwemmt alles was noch an Zuckern gelöst ist aus dem Treber. Das kann die Vorderwürze logischerweise nicht, weil zu dem Zeitpunkt der Treber ja noch Teil der Maische ist. "Treber" ists eigentlich erst nach dem läutern. Du läuterst auch nicht die ganze Zeit, du läuterst erst ab dem Moment, wo du den Treber aus der Maische entfernst.
Idealerweise läutert man nun so lange bis die gewünschte Stammwürze erreicht ist, oder das Glattwasser (das was aus dem Treber läuft) unter 2-3°P kommt. Je nachdem was eher passiert. Normalerweise plant man seinen Sud so, das beides ziemlich gleichzeitig passiert.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#773

Beitrag von dagor525 » Dienstag 10. April 2018, 15:01

Innuendo hat geschrieben:
Dienstag 10. April 2018, 07:43

Wenn das Malzrohrsystem beim Maischen stetig läutert und mit dem Pumpensystem den Treber anschwänzt, was kann ein NG dann noch Gutes aus dem Treber lösen? Macht eine Aufteilung in HG:NG bei einem Malzrohrsystem überhaupt Sinn? Hat mal jemand das Malzrohr ganz entfernt und eine Messung durchgeführt?
Ich habe erst zweimal mit dem Mundschenk gebraut, aber dazu folgendes

Ja, NG macht Sinn. Der Treber bindet sehr viel Flüssigkeit. Ich habe es noch nicht ausgewogen (wollte ich immer mal machen), aber bei z.B. 11l Brauwasser schätze ich, dass ca. 3-4 l im Treber hängt. Da gibt es sicher genauere Werte.

Diese 'gebundene' Flüssigkeit enthält genausoviel Maltose, wie die im Kessel. Bei einem z.B. 8l:3l Verhältnis hängt noch 27% von dem Zucker im Treber. Wenn Du dann sukzessive frisches Wasser auf den Treber gibst, spülst Du diesen Zucker aus dem Treber raus. Angenommen, du hattest 19° P (= ca. 570g Zucker in 3l) am Anfang und spülst mit 5 l bis 5 °P (kannst Du zwar in dem System nicht messen), dann hast Du jetzt nur noch 150 g Zucker im Treber. Das sind alles nur Schätzwerte .. habe es nicht echt gemessen.

Die Menge an Zucker im Kessel ist dann von 1520g auf 1940 erhöht. Verdünnt hast Du von 19 °P auf 15° P in 13 l Würze. Ein bisschen kochen und dann bist Du wieder bei 16-17

ich hatte jetzt mit 2,7 kg Malz, 11l HG, 5-6l NG am Ende 11,5 l Würze bei 17,3 °P. Ich war ziemlich erstaunt über die Ausbeute, die _deutlich_ besser war als beim ersten Mal. Mag auch daran liegen, dass ich so fein geschrotet habe, wie die Mühle zulässt.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#774

Beitrag von dagor525 » Dienstag 10. April 2018, 15:10

aaahm *3,7* kg Malz

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#775

Beitrag von Innuendo » Dienstag 10. April 2018, 15:52

Sura:
Zwischen Malzrohr und Kessel (bei mir ca. 6l Volumen) entsteht beim Maischen eine Luftschicht zum unteren Sieb. Viele Benutzer dieser Systeme haben ja genau hier ein Problem mit dem Trockenlaufen, wenn die Pumpe auf viel zu viel Durchfluss eingestellt ist oder der Treber dicht macht. Es läuft also schon durch, wie beim Läutern und Schwänzen, daher meine Umschreibung "ich verstehe mein Malzrohrsystem als Dauer-Läuter-und-Anschwänz-System".
Deine Erklärung zum NG habe ich verstanden, hatte ich aber auch so in meiner Frage formuliert. Bei 17,3°P dürfte aber doch gar nicht mehr viel Extrakt im Treber stecken. Irgendwo habe ich mal 19°P als Ende des Möglichen gelesen, finde die Stelle aber nicht. Dann wäre mit Glattwasser rein rechnerisch nur noch 1,7mas% zu holen. Korrigier mich bitte, wenn das Unsinn ist.

dagor:
Unwidersprochen ist, dass die gebundene Flüssigkeit im Treber verlorene Würze ist und dass der NG Extrakt und gute Würze aus dem Treber löst.
Das Läutern dauert bei meinem kleinen 30l Kessel mit NG etwa 90min. Wenn der NG durch ist schneide ich den Treber und lockere die obere Schicht auf. Deine Idee, das Malzrohr zu wiegen ist sehr gut. Ist notiert.
Mit meinem Versuch wie oben beschrieben war ich lediglich erstaunt über die Stammwürze ohne Nachguss.
Ich behaupte nicht, dass die Erde eine Scheibe ist und deshalb der NG abgeschafft gehört!
Innu

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#776

Beitrag von Sura » Dienstag 10. April 2018, 15:58

Das Ende des möglichen ist theroretisch eine SHA von 80%. Wie weit du da rankommst liegt an dir und deinem System.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#777

Beitrag von dagor525 » Dienstag 10. April 2018, 16:57

Kurzantwort (weil ich über die anderen Fragen nachdenken werde): ja, bei mir ist das auch 6-7l Totvolumen unter dem unteren Sieb. Ich hatte aber keine Probleme mit Trockenlaufen, da ich bei der Maltoserast alle 5 Minuten den Durchfluss nachgeschaut und ggf. korrigiert habe (war mit 1-2l/min recht wenig). Später blieb die Konsistenz vom Treber konstant, so dass ich nichts mehr nachregeln musste. Ich habe es auch so eingestellt gehabt, dass über dem oberen Sieb nur ca. 1 cm Flüssigkeit stand.

Wenn man Angst vor Oxidation beim Maischen hat (habe ich eher weniger), dann ist es tatsächlich nicht schön, dass sich zwischen unterem Sieb und Flüssigkeit im Kessel Luft bildet .. man hört, bei geringem Durchfluss, wie es so leise plätschert. Ich werde in ein paar Wochen sehen, ob das Bier darunter gelitten hat. Ich habe schon drüber nachgedacht, das Totvolumen unterm Sieb mit irgendeinem inerten Material (z.B. mit Steinen .. ist ein Witz! keine Steine, aber irgendwas) zu reduzieren wenn mich die Luft stört, oder halt doch gleich mit 20l zu brauen.

Wenn allerdings die Würze von unten durchgedrückt würde, läuft die an der Aussenseite vom Malzrohr runter und bildet da einen dünnen Film, der mit Luft austauscht .. also auch nicht wirklich besser.

Was, die Erde ist keine Scheibe?? Wieso hat mir das noch keiner gesagt! ;)
Zuletzt geändert von dagor525 am Dienstag 10. April 2018, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#778

Beitrag von dagor525 » Dienstag 10. April 2018, 17:05

Mich wundert, dass der NG so lange gedauert hat. Ich hatte hauptsächlich Gerstenmalz, aber immerhin ca. 8% Weizenmalz und bei mir lief der NG sehr gut durch, obwohl ich fein geschrotet hatte. Und bei ca. 3l/kg war das auch nicht wenig Malz.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#779

Beitrag von Innuendo » Dienstag 10. April 2018, 17:43

dagor525 hat geschrieben:
Dienstag 10. April 2018, 17:05
Mich wundert, dass der NG so lange gedauert hat. Ich hatte hauptsächlich Gerstenmalz, aber immerhin ca. 8% Weizenmalz und bei mir lief der NG sehr gut durch, obwohl ich fein geschrotet hatte. Und bei ca. 3l/kg war das auch nicht wenig Malz.
Das liegt an meinem Müssiggang :Bigsmile
Wenn die Vorderwürze gespindelt ist, ergibt sich die Menge NG. Dafür habe ich zus. einen 25l Wasserkocher, welcher die Temperatur ziemlich gut trifft. Ich zapfe kleinen Mengen ab und verteile ihn über den Treber. Ich weiß nicht mehr, wo ich es gelesen habe, aber irgendwo steht sinngemäß, dass man mit Ruhe und ohne Hektik den NG geben soll, wobei der Treber nicht trocknen soll.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#780

Beitrag von dagor525 » Dienstag 10. April 2018, 18:37

*lach* bei mir war es freitagabend, und ich wollte fertig werden :Bigsmile . Ich nehme halt den haushalts-wasserkocher, schütte 0.2 l kaltes Wasser auf 1l heisses dazu, und dann ist die Temperatur auch genau richtig. Das habe ich 4-5 mal gemacht, und das passt gut vom Tempo.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#781

Beitrag von Matze27 » Freitag 20. April 2018, 19:00

Wenn einer mit der 50er Variante liebäugelt, wär jetzt ne günstige Gelegenheit - beim brouwmarkt gerade im super Sonderangebot! :Smile mit Kühlspirale!

https://www.brouwmarkt.nl/de/arsegan-ea ... ystem.html

Gebe allerdings zu bedenken, dass der Reklamations Service schlecht ist, musste ich leider selbst feststellen!

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#782

Beitrag von Innuendo » Montag 23. April 2018, 07:18

Hallo,
wie programmiert ihr euren Automaten?
Ich habe verschiedene Tests gemacht und komme auf diese Programmschritte. Im Grunde wiederholen sich die Schritte nach dem Muster Zieltemperatur mit 2500W erreichen, 1 Minute (kleinste Auswahl) verweilen und dann mit 500W die Temperatur in der Rast für die gewünschte Zeit halten.

Auto R0S1 Einmaischtemp, 2500W, 1min -> Den 1. Programmschritt will der Automat mir Start bestätigt haben, deshalb 1min
Auto R0S2 Einmaischtemp, 500W, 5min -> Zeit abhängig von Schüttung
-> R0S1 und R0S2 kann man auch zusammenfassen in Einmaischtemp, 2500W, 1min und nach dem Einmaichen Start drücken
Auto R0S3 1. Rast, 500W xx min -> wenn die Temp der 1.Rast unter der Einamischtemp liegt, sonst wie oben anpassen
Auto R0S4 2. Rast Temp, 2500W, 1min -> 2500W zum Erreichen der Temp
Auto R0S5 2. Rast, 500W, xx min
Auto R0S6 3. Rast Temp, 2500W 1min -> 2500W zum Erreichen der Temp
Auto R0S7 Abmaischen, 500W 20min -> Zeit abhängig von Abmaischdauer
Auto R0S8 96°C, 2500W, 1min -> Schmand abschöpfen - der Schritt ist unwichtig
Auto R0S9 100°C, 2500W, xx min -> Kochen -> Kochbeginn mit Start bestätigen (bei mir nach 1. Hopfengabe)
HOP1, HOP2,... über Timer

So habe ich den letzten Sud gebraut und dabei mit Tempfühlern unter dem Malzrohr und auf dem oberen Sieb die Temperaturanzeige kontrolliert. Unter dem Malzrohr hatte ich mehr oder weniger 1-1,5°C höhere Temperaturen, als mein Automat angezeigt hat. auf dem oberen Sieb war die Temperatur fast identisch zur Anzeige. Die Temperaturen wurden in den Rasten durch die 500W sehr gut gehalten. Es gab keine Schwankungen von mehreren °C in der Automatenanzeige, wie ich es in den vorherigen Suden mit 1500-2000W Rastleistung festgestellt hatte.
Der Pumpendurchfluss war dabei durchgehend etwa auf 1/4 Hahnstellung - vor der Maltoserast etwas mehr, zur 72 Grad Verzuckerung etwas weniger. An das Pumpenrohr habe ich ein Schlauchstück von ca. 20cm aufgesteckt. Das liegt entlang des Malzrohrs und erzeugt eine ganz leichte Kreiselbewegung auf dem oberen Sieb. Zumindest plätschert es nicht mehr immer nur auf eine Stelle.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#783

Beitrag von Innuendo » Montag 23. April 2018, 14:12

dagor525 hat geschrieben:
Dienstag 10. April 2018, 15:01
Ja, NG macht Sinn. Der Treber bindet sehr viel Flüssigkeit. Ich habe es noch nicht ausgewogen (wollte ich immer mal machen), aber bei z.B. 11l Brauwasser schätze ich, dass ca. 3-4 l im Treber hängt. Da gibt es sicher genauere Werte.
Hallo dagor,
ich habe beim letzten Sud das Malzrohr gewogen: 2,6kg Flüssigkeit verbleiben im Treber bei meinem 30l Automaten.
Das Malzrohr wurde ohne Treber Ausrücken aber mit kleine Quadrate schneiden entnommen.
HG: rund 17l
NG: rund 6l in 1,5l Portionen
Faktor HG auf 5,0 erhöht, bedingt durch das Volumen unter dem Malzrohr (3,4kg, Münchner Hell).
Innu

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#784

Beitrag von Westvleteren » Donnerstag 26. April 2018, 08:22

Innuendo hat geschrieben:
Montag 23. April 2018, 07:18
Hallo,
wie programmiert ihr euren Automaten?
Ich habe verschiedene Tests gemacht und komme auf diese Programmschritte. Im Grunde wiederholen sich die Schritte nach dem Muster Zieltemperatur mit 2500W erreichen, 1 Minute (kleinste Auswahl) verweilen und dann mit 500W die Temperatur in der Rast für die gewünschte Zeit halten.
In dieser Programmier- und HG/NG-Hilfe ist es ähnlich, es werden statt 500W sogar nur 200W vorgeschlagen:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... 2137475785

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#785

Beitrag von Westvleteren » Montag 7. Mai 2018, 08:59

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Mundschenk bei hohen Anteilen von Weizenmalz?
Habt ihr Tipps, wie ich Probleme beim Maischen (insb Überlauf) und Läutern vermeiden kann?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#786

Beitrag von ForrestBeer » Montag 7. Mai 2018, 22:06

Ich habe kürzlich das Triticum Wormatia mit 50 % Weizenanteil gebraucht und keinerlei Probleme damit gehabt - im Gegenteil. Beim Maischen habe ich das Weizenmalz ganz am Ende eingemaischt.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#787

Beitrag von Westvleteren » Dienstag 8. Mai 2018, 12:56

@ForrestBeer: Danke für die Rückmeldung. Ist dabei was über den Überlauf gegangen, oder hast Du die Pumpe so abgeregelt, dass es darunter blieb? Zufälligerweise plane ich auch den "Klassiker" Triticum Wormatia. Hast Du eventuell noch Aufzeichnungen über Deine HG/NG-Wassermengen?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#788

Beitrag von ForrestBeer » Dienstag 8. Mai 2018, 23:05

Ja, habe ich (Basis ist mein XXL) . Dem ganzen mal vorweg geschickt, dass ich mich noch an den Mundschenk und die Brauerei heran taste, das Wormatia war mein 3ter Sud damit.

Laut meinen Aufzeichnungen war mein Hauptguss 26 l, Nachguss 16. Damit habe ich etwa 22 Liter Sud bekommen, die ich mit 1,5 L Wasser auf 14° P STW verdünnte.

Die befürchteten Läuterprobleme sind mir dabei völlig erspart geblieben, im Gegenteil. Ich habe das Weizenmalz nach den anderen Malzen eingemaischt und immer wieder mit einem Schneebesen aufgelockert und bewusst darauf geachtet, den Treber nicht zu pressen. Geschrottet hatte ich genauso wie das andere Malz . Am Ende konnte ich die Pumpe die ganze Zeit offen Laufen lassen, was ansonsten noch bei keinem Sud so der Fall war. Auch die Nachgüsse waren kein Problem.

Ob das so "normal" ist :Grübel :Waa , werden die nächsten Weizensude zeigen ;)

Ich wünsche Dir viel Glück und gut Sud damit, dass Bier reift noch und verheißt gutes! :thumbsup

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#789

Beitrag von Snison » Mittwoch 9. Mai 2018, 01:45

Interessant. Hatte gestern ein Kölsch mit 2Kilo Weizen im xxl gebraut. Verhältnis 1:4 zu Gerste. Musste die Pumpe niedrig halten und das läutern dauerte ewig. Aber dafür war die Sudhausausbeute sehr gut. Mein Fehler: ich habe zuerst das Weizenmalz eingeschüttet,welches mir das Sieb verstopft hat. Nächstes Mal weiß ich 's besser. :Wink
Bier darf man auch alleine trinken - Wein schon weniger - Schnaps gar nicht! :Drink

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#790

Beitrag von Westvleteren » Mittwoch 9. Mai 2018, 11:20

@ForestBeer: Danke für die Infos. Du hast also im XXL einen Sud gebraut, der prinzipiell auch in den "kleinen" Mundschenk gepasst hätte.
Hast Du das obere Sieb garnicht aufgelegt gehabt - Du schreibst, dass Du das Malz beim Maischen öfters mit dem Schneebesen augelockert hast.
Wie war Deine Sudhausausbeute?

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#791

Beitrag von ForrestBeer » Mittwoch 9. Mai 2018, 12:23

Ja... der Sud war kleiner als möglich, da ich auch Läuterprobleme gefürchtet hatte, habe ich nicht voll gemacht und mich an so das Weizen heran getastet. Mit den Erfahrungen werde ich aber beim nächsten Weizen voller machen.

Nein, der obere Sieb war naürlich (ohne drücken) aufgelegt, zudem habe ich wie die meisten hier einen kurzen Silikonschlauch an der Pumpe. Den Treber habe nur beim *Ein*maischen mit dem Schneebesen soweit und intensiv als möglich aufgelockert; erscheint mir als besser geeigent dafür als das Braupaddel. Ich wollte damit alles tun, den Treber so locker wie möglich zu halten.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#792

Beitrag von Westvleteren » Donnerstag 10. Mai 2018, 20:19

Danke - ich bin gespannt, wie es morgen bei mir läuft. Habe den kleinen Mundschenk, von daher ist wahrscheinlich nicht alles 1:1 übertragbar. Dein Verhältnis der Gesamtwassermenge (42L) im Vergleich zur Ausschlagswürze (22L) hat mich aber doch etwas gewundert. Wo ist nur das ganze Wasser geblieben?
Ich plane für morgen für 27L Ausschlagswürze mit gut 40L Gesamtwassermenge. Für die Berechnungen nutze ich die von mir weiter oben verlinkte Excel-Tabelle. Die dortigen Standardwerte zu "boil-off rate", "loss to grain absorbtion" und "loss to trub and hops" hatten bei meinen zwei früheren Suden ziemlich gut gepasst. Hoffe mal, das ist auch morgen so...

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#793

Beitrag von Westvleteren » Freitag 11. Mai 2018, 22:20

Hier die Rückmeldung. Leider war es im Endeffekt ein ziemlich frustrierender Weizen-Sud. Meine Befürchtungen sind eingetroffen und der Treber hat dicht gemacht, und dies trotz aller Versuche, das zu vermeiden.
Bereits bei der zweiten Rast musste ich die Pumpe komplett runterregeln, damit es nicht nur durch den Überlauf ging. Wenn allerdings nicht genügend Wasser nachkommt, dann kühlt es "oben" sehr schnell ab und die Maischtemperatur stimmt nicht mehr. Da ist es irgendwann besser, dass was durch die Pumpe kommt und den Überlauf geht (natürlich mit Einbußen in der SHA) als wenn man so weit runterregelt, dass man bei der 72er Rast oben 69°C misst und für "unten" 73°C angezeigt werden.
Mir kam es auch so vor, als wenn die Pumpendurchflussmenge nicht konstant blieb - ich habe häufiger nachregeln müssen.
Irgendwann habe ich dann das obere Sieb entfernt und den Treber zerschnitten. Hat leider auch nicht viel gebracht.
Das Läutern hat sich dann auch über eine Stunde hingezogen... Bei den Nachgüssen habe ich dann frühzeitig abgebrochen, weil ich schon ahnte, dass die Sudhausausbeute schlecht ausfallen wird und ich zumindest annähernd meine Zielstammwürze erreichen wollte. Das hat dann immerhin ganz gut geklappt und ich bin bei ca. 24L und 12,8°P gelandet. Die Sudhausausbeute ist mit 52% natürlich ziemlich mies. Bisher hatte ich mit dem Mundschenk meist um die 60% und mit dem Einkocher mit Rührwerk zwischen 62-65%.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#794

Beitrag von Innuendo » Samstag 12. Mai 2018, 07:11

Hallo Westvleteren,
ein paar Ideen: hast Du vielleicht zu fein gemahlen und war Deine Schüttung durchgemischt oder ein "Schichtsalat"? Hast Du beim Einmaischen die Schüttung gut im Wasser gelöst? Bei 40l würde ich die Anordnung der Überlaufrohre erst das kurze, dann das lange nehmen, damit das obere Sieb mehr Bewegung hat und das Malzrohr nicht zusammendrückt. Wenn schneiden oder zerhacken nicht geholfen hat, könnte/müsste am unteren Sieb eine Kleisterschicht entstanden sein. Das ist mir auch mal passiert. Ich habe den Automaten in der 2. Rast pausiert, das obere Sieb entfernt und das Malzrohr mit stehendem Wasser durchgemischt (mit einem Schaumlöffel von unten angehoben und aufgelockert). Es ging danach deutlich besser, aber die Lösung begeistert eher weniger.
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#795

Beitrag von Westvleteren » Samstag 12. Mai 2018, 09:04

Innuendo hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 07:11
Hallo Westvleteren,
ein paar Ideen: hast Du vielleicht zu fein gemahlen und war Deine Schüttung durchgemischt oder ein "Schichtsalat"?
Ich bestelle immer vorgeschrotet bei HuM. Der Mahlgrad war also wie immer im mittleren Bereich. Das Weizenmalz habe ich zuletzt eingemaischt und dabei mehrere Pausen gemacht um alles aufzulockern und besser im Wasser zu lösen.
Innuendo hat geschrieben:
Samstag 12. Mai 2018, 07:11
Bei 40l würde ich die Anordnung der Überlaufrohre erst das kurze, dann das lange nehmen, damit das obere Sieb mehr Bewegung hat und das Malzrohr nicht zusammendrückt.
Genau so habe ich es gemacht. Am Ende des Läuterns lag das obere Sieb bei gut 6kg Schüttung aber auf dem mittleren Zwischenstück auf.

Generell wüsste ich nicht, was ich beim nächsten Mal anders machen könnte. Das ist ja das frustrierende. Meine früheren Sude mit Einkocher/Rührwerk waren um einiges stressfreier als mit dem Mundschenk. Die Temperatur hat gepasst, die Maische war gut durchmischt und Weizensude meist auch kein Problem. Von der guten Sudhausausbeute garnicht zu schweigen.
Am nervigsten finde ich dieses ständige Messen und Nachregulieren von Temperatur und Durchfluss. Eigentlich hatte ich mir das Gegenteil erhofft, d.h. etwas mehr Automatisierung und nicht die ganze Zeit daneben stehen müssen. Momentan bin ich stark am Überlegen, zum Einkocher zurückzukehren oder auf eine etwas größere Anlage mit Hendi, Inkbird etc. (~36L) umzurüsten.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#796

Beitrag von dagor525 » Mittwoch 30. Mai 2018, 18:16

Ich versteh das nicht. Ich habe jetzt ein paar mal gebraut, das letzte mal mit 20l und 5,7 kg Schüttung. Geschrotet habe ich auf feinster Stufe (0,02 auf meiner Mühle). Nach ca. 5 Minuten nach Anfang der Maltoserast habe ich den Durchfluss so reguliert, dass der Sud ca. 3 cm über dem Sieb stand (Sieb frei aufliegend). Der Hahn stand auf halbem Durchfluss. Bis zum Ende habe ich nicht einmal nachregulieren müssen. Gibt es denn so viel Unterschied beim Malz? (einmal hatte ich sogar Weizenmalz dabei)

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#797

Beitrag von Westvleteren » Freitag 1. Juni 2018, 12:35

Die Probleme beim Maischen hatte ich ja v.a. bei den beiden Suden, die einen hohen Weizenmalzanteil hatten bzw. wo auch noch Haferflocken (NEIPA) verwendet wurden. Wenn ich den Durchfluss auf die Hälfte heruntergeregelt habe führt das bei mir normalerweise zu starken Temperaturabweichungen zwischen "unten" und "oben". Macht ja auch Sinn, denn es kommt oben weniger heißer Sud an und gleichzeitig kühlt es nicht unerheblich aus.
Im Grunde ist die Temperatur, die unten gemessen wird bzw. angezeigt wird ja auch unerheblich. Wichtig ist die Temperatur der Maische im Malzrohr. Diese sollte man im Blick haben. Da das direkte Messen mit aufgelegtem Sieb nicht möglich ist, kann man dafür behelfsmäßig die Temperatur des Suds der über dem Sieb steht heranziehen. Aber nicht direkt am Ausgang der Pumpe messen! Man könnte nun die Temperatur "unten" auf die oben gemessene kalibirieren, allerdings würde diese bei jeder Änderung von Durchflussmenge etc. nicht mehr stimmen.
Klar, Bier wird es wahrscheinlich immer und eventuell habe ich mich durch das ständige Messen auch immer etwas verrückt gemacht. Aber selbst bei den "einfacheren" Suden mit weniger als 7kg Schüttung, die nur aus Gerstenmalz bestanden konnte ich den Mundschenk nicht einfach "mal so machen lassen", sondern musste Durchflussmenge kontrollieren/regulieren, Temperatur kalibrieren und habe an der Watteinstellung bei den Rasten rumgetüftelt um das Überschwingen zu verringern. Was mir auch fehlt ist die Stammwürzemessung beim Läutern. Ein Vorteil wiederum ist, dass ich wenige Pötte rumstehen habe. Aber stressfreier ist das Brauen für mich nicht geworden - früher mit dem Einkocher konnte ich einfach alles direkt und selbst beeinflussen, der Mundschenk machte mich eher zum Sklaven eines Roboters mit Unzulänglichkeiten.
Ergo: Mundschenk ist verkauft und 36L-Topf ist bestellt, auf den bereits eine Hendi wartet.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#798

Beitrag von Innuendo » Sonntag 3. Juni 2018, 08:28

Hallo Westvleteren,
ich habe gestern noch einen kleinen Sud (20l) gebraut und dabei ein Tempf-Fühler in das Malzrohr gelegt (also mitten drin).
Das Delta lag bei 0,6°C zw. Automat und Temp-Fühler. Den Durchfluss habe ich auf ca. 1/4 zum Start eingestellt und bis zum Abmaischen nicht verändert.
Ich habe aber auch weniger verklebende Zutaten verwendet: Pilsner, Cara hell, Cara Pils
Wenn bei Dir die Maische ständig zur Dichtschlemme mutiert, liegt die Ursache vlt noch wo anders (Wasser+Weizen+Hafer -> Dichtschlemme -> Ursache Mundschenk?). Aber möglicherweise ist der Automat tatsächlich für bestimmte Schüttung eher ungeeignet bzw man muss ständig auf Problemchen reagieren. Aber Du hast ja jetzt eine Lösung.
Innu

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#799

Beitrag von Westvleteren » Sonntag 3. Juni 2018, 10:16

Hallo Klaus,
0,6°C klingt gut, da würde ich mir auch keinen Kopf machen. Aber es war halt auch ein 20L Sud ohne besondere Schüttung. 5kg Sude mit 100% Gerstenmalz waren bei mir auch kein Problem.
Nur hatte ich die Grunderwartung an den Mundschenk, meinen Ausschuss etwas zu vergrößern und keine größeren Einschränkungen bezüglich Malzsorten etc. zu haben.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#800

Beitrag von apicsmart » Donnerstag 7. Juni 2018, 11:32

Hallo zusammen,

ich interessiere mich nun auch für den Mundschenk, würde aber gerne wissen ob es eine Mindestmenge gibt die man beim Brauen mit dem 30 Liter Gerät braucht?
So wie ich es sehe, machen die meisten mit dem Mundschenk immer Mengen von 20-25 Liter.
Ich würde aber gerne auch mal kleinere Ansätze von 10 Litern oder knapp darunter brauen um z.B. neue Rezepte auszuprobieren.

Meines Wissens brauche ich aber beim Malzrohr Verfahren immer soviel Wasser das der obere Siebdeckel im Malzrohr mit Wasser bedeckt ist.
Kann ich den evtl. beim Mundschenk in der Höhe verstellen oder ähnliches?

Danke für Eure Hilfe.

Sorry, falls die Antwort schon im Thread steht, aber ich habe leider nicht die Zeit gefunden aller 16 Seiten durchzulesen und über die SuFu habe ich nicht die passende Antwort gefunden.

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