Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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recycler
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#1001

Beitrag von recycler » Sonntag 3. Februar 2019, 10:57

Die Würze im Automaten kühlen bringt aber höhere Infektionsgefahr mit sich (wenn man später in den Gärbehälter abfüllt), weshalb ich das wie oben beschrieben praktiziere. Der Bazokafilter im MS ist nicht der Hit, weshalb ich immer noch den Monofilament beim Wirlpool dahinter hänge.

Zum Thema Sauerstoffeintrag. Bei der Hefezugabe schlage ich mit dem Schaumbesen die abgekühlte Würze auf. Welche Rolle spielt dann ob ich beim Abkühlen/Läutern/Schlauchen vorher 02 einbringe?

Gleiches Thema beim Karbonisieren bzw. Umfüllen davor (ich schlauche immer über Monofilament in die Bauhaus-Eimer, damit ich genau weiß welche Menge ich karbonisieren muss, geben dann das Zuckerwasser unter leichtem Rühren dazu, kippe dann alles in ein sauberes Faß (bringe somit viel O2 ein) und fülle dann in die Flaschen ab.

Klärt mich doch bitte darüber auf (hab etwas vom Geschmack gehört, aber die Resthefen brauchen ja noch Zucker und O2 zum Schaffen/Vermehren).

Schönes Wochenende

recycler

jmsanta
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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#1002

Beitrag von jmsanta » Sonntag 3. Februar 2019, 14:01

Danke für die Klarstellung! Ja, das würde passen.
Blondes hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 20:53
Huch, Jan,
vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt: also es sind innen oben an den engsten Stellen noch 32,5cm, da passt Deine 31cm Spirale doch noch rein...?!
Gruß, Jan
FCK ZLL

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#1003

Beitrag von BierArchitekt » Sonntag 3. Februar 2019, 17:49

recycler hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 10:57
Die Würze im Automaten kühlen bringt aber höhere Infektionsgefahr mit sich (wenn man später in den Gärbehälter abfüllt), weshalb ich das wie oben beschrieben praktiziere. Der Bazokafilter im MS ist nicht der Hit, weshalb ich immer noch den Monofilament beim Wirlpool dahinter hänge.

Zum Thema Sauerstoffeintrag. Bei der Hefezugabe schlage ich mit dem Schaumbesen die abgekühlte Würze auf. Welche Rolle spielt dann ob ich beim Abkühlen/Läutern/Schlauchen vorher 02 einbringe?

Gleiches Thema beim Karbonisieren bzw. Umfüllen davor (ich schlauche immer über Monofilament in die Bauhaus-Eimer, damit ich genau weiß welche Menge ich karbonisieren muss, geben dann das Zuckerwasser unter leichtem Rühren dazu, kippe dann alles in ein sauberes Faß (bringe somit viel O2 ein) und fülle dann in die Flaschen ab.

Klärt mich doch bitte darüber auf (hab etwas vom Geschmack gehört, aber die Resthefen brauchen ja noch Zucker und O2 zum Schaffen/Vermehren).

Schönes Wochenende

recycler
Die Infektionsgefahr ist ziemlich sicher höher, wenn du im Gärbehälter kühlst, da weder die Temperatur noch die Kontaktzeit des Suds mit der Kühlspirale oder dem Gärbehälter ausreichen um diese zu desinfizieren. Den Gärbehälter spritze ich vorm einfüllen des Suds mit Starsan oder ähnlichem aus. Ich finds außerdem extrem mühsam die Kühlspirale zu säubern und bin mir bei dieser nie 100% sicher ob ich nicht doch noch irgendwo nicht sauber gemacht habe. Da beruhigt es das Teil einfach 15 min. mitkoch zu lassen.

Wenn man dann im MS fertig abgekühlt hat lässt man den Sud durch ein Monofilament in den Gäreimer auf die bereits vorgelegte Hefe plätschern und kann sich den Sauaerstoffeintrag durch den Schneebesen sparen. Die Hefe braucht diesen Sauerstoff um sich vermehren zu können.

Der Sauerstoffeintrag ist bis auf diese Ausnahme über den ganzen Brau- und Gärprozess hinweg jedoch gänzlich zu vermeiden. Die Farbe des Biers wird durch erhöhten Sauerstoffeintrag dunkler, es entstehen Fehlaromen, der Hopfengeschmack hält sich nicht,...

Falls du wissen willst wie man möglichst während allen Brauschritten den Sauerstoffeintrag minimieren kann, dann lies dir mal Beiträge zu Low Oxygen Brewing (LOB) durch. Ist aufjedenfall interessant.
Zuletzt geändert von BierArchitekt am Sonntag 3. Februar 2019, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#1004

Beitrag von Blondes » Sonntag 3. Februar 2019, 20:30

jmsanta hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 14:01
Danke für die Klarstellung! Ja, das würde passen.
Blondes hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 20:53
Huch, Jan,
vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt: also es sind innen oben an den engsten Stellen noch 32,5cm, da passt Deine 31cm Spirale doch noch rein...?!
Puh, das war knapppp...! :thumbsup
Dennmanntao - der MS mächt ächt Laune!

Viele Grüße und "gut Sud!",
Martin

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#1005

Beitrag von Blondes » Sonntag 3. Februar 2019, 21:35

Randbemerkungen zur Ausführung ( :thumbup ) von Bierarchitekt: kleiner Nachteil beim Kühlen im MS ist, das man zunächst die gerade ausgeschalteten Heizspiralen mitkühlen muß. Dafür kann man aber die Pumpe ab 80°C nutzen, was die Spirale deutlich besser umspült und die Kühlung beschleunigt (wegen O2 mit Schlauch unter Würzoberfläche oder mit dem Whirlpoolarm). Ich brauch maximal 35 Minuten (im MS 30l) von 100 auf 25°C, dann durch den Monofilament in den Gärbottich (so wie Bierarchitekt schreibt), die kritische Infektionsphase ist damit ziemlich kurz. Weiterer "cooler" Vorteil (neben den Ausführungen von Bierarchitekt): ich seh die ganze Zeit die Temperatur der Würze im Display des MS.

Viele Grüße und "gut Sud!",
Martin

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Re: Klarstein Mundschenk - Neues vollautomatisiertes Brausystem

#1006

Beitrag von BierArchitekt » Sonntag 3. Februar 2019, 23:07

Blondes hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 21:35
Randbemerkungen zur Ausführung ( :thumbup ) von Bierarchitekt: kleiner Nachteil beim Kühlen im MS ist, das man zunächst die gerade ausgeschalteten Heizspiralen mitkühlen muß. Dafür kann man aber die Pumpe ab 80°C nutzen, was die Spirale deutlich besser umspült und die Kühlung beschleunigt (wegen O2 mit Schlauch unter Würzoberfläche oder mit dem Whirlpoolarm). Ich brauch maximal 35 Minuten (im MS 30l) von 100 auf 25°C, dann durch den Monofilament in den Gärbottich (so wie Bierarchitekt schreibt), die kritische Infektionsphase ist damit ziemlich kurz. Weiterer "cooler" Vorteil (neben den Ausführungen von Bierarchitekt): ich seh die ganze Zeit die Temperatur der Würze im Display des MS.

Viele Grüße und "gut Sud!",
Martin
Das mit dem Abkühlen der Heizspiralen stimmt natürlich. Hab mir u.a. deswegen ein Rommelsbacher Tauchsieder gekauft mit 2000W Leistung. Damit überbrücke ich die langen aufheizphasen vorm einmaischen und um den Sud zum kochen zu bringen. 15 min. vor Kochende könnte man die Heizspiralen des MS ausschalten und nur noch mit dem Rommelsbacher arbeiten, dann müssten die Heizspiralen bis zum Ende des Whirlpools ausreichend abgekühlt sein.

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