Formgebung Rühwerk

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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Seduceddirtguy
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Formgebung Rühwerk

#1

Beitrag von Seduceddirtguy » Mittwoch 12. April 2017, 12:30

Moin moin liebe Liebhaber.

Ich baue grade auf "Keg Anlage" um. Also Ich schweiße ein 50 und ein 30L Fass zusammen damit ich genug Volumen habe. Nun geht es um das Rührwerk.
Ich nöchte es unten auf einem kleinen Dornen auf dem Boden führen und Stufenlos regeln.
Erste Möglichkeit wäre quasi ein Blech welches der Kontur des Bodens folgt und ganz knapp über diesem Läuft, nach oben kämen dann Flügel.
Zweite Möglichkeit ist unten Ketten über den Boden laufen zu lassen (damit nichts anbrennen kann) und dann im untersten Drittel ein Propeller zu setzen der dann vom Boden saugt und je nach Drehzahl in Maische und beim Hopfenkochen gut funktioniert.

Brauhardware (glaube ich) hat quasi die Ertse Möglichkeit im verkauf. Ich denke mir nur das damit die ganze masse nur in Drehung versetzt wird.

Ich glaube die Umwälzung Oben/unten ist wichtig, daher Propeller und ggf auch noch Brechungsbleche. Die aber erst nach Testlauf.

Was sind eure Erfahrungen im Selbstbau?

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Bierwisch
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Re: Formgebung Rühwerk

#2

Beitrag von Bierwisch » Mittwoch 12. April 2017, 12:33

Such hier mal nach "Impeller" - das hat sich als sehr effektiv erwiesen.

Gruß,
Bierwisch
Der Klügere kippt nach!

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Re: Formgebung Rühwerk

#3

Beitrag von Freetoast » Mittwoch 12. April 2017, 12:37

Ich betreibe hochzufrieden ein Selbstbauimpellerrührwerk mit Scheibenwischermotor.
Kein Anbrennen (jedenfalls nicht bis zu einem Wasser/Malz-Verhältnis von 2,6, mehr hab ich nicht probiert), und ein sehr kleiner Temperaturgradient in der Maische.
Der Impeller hat m.E. den Vorteil, dass die Maische gründlich umgewälzt wird. Die Flügel pressen die Maische am Boden von innen nach außen, dort wird sie von der nachkommenden Maische nach oben geschoben, an der Oberfläche fließt sie wieder nach innen und wird dort nach unten gesaugt. Feine Sache.

Edit: Bierwisch war schneller, aber auch kürzer. :Wink

Fuldabraeu
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Re: Formgebung Rühwerk

#4

Beitrag von Fuldabraeu » Mittwoch 12. April 2017, 12:53

Impeller ist nur der Überbegriff für innenlaufende Propeller. Und genau das willst du ja.
Beim Bier kann man da ja nicht so dermaßen viel falsch machen, dir geht es ja nicht um ein Optimum, sondern nur um eine Umwälzung deiner Maische, damit der Temperaturgradient klein bleibt. Ansonsten als Stichworte für Google kannst du "Vertikalrührwerk" oder "Kreuzbalkenrührer" nutzen. Noch zwei Ideen wäre Wendelrührer oder Ankerrührer, die funktionieren auch recht gut bei so hochviskosen Medien.
Ich würde auch ggf eine Hülse auf den Boden deines Topfes zu befestigen und dieses als Loslager für deine Impellerwelle zu nutzen. Am oberen Ende deines Topfes kannst du ja dann direkt einen Motor befestigen, dann hättest du eine ziemlich einfache Lösung gefunden (Scheibenwischermotor? Die haben oft direkt ein Schneckengetriebe angeflanscht.).

Gruß, Marc
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Seduceddirtguy
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Re: Formgebung Rühwerk

#5

Beitrag von Seduceddirtguy » Mittwoch 12. April 2017, 13:31

Was hier als impeller läuft wirkt doch raidal. Dadurch hat man ja je nach höhe über Boden eine sagen wir mal nicht direkte Vermischung. Durch den Axial wirkenden Propeller (oder auch nur Angestellte Bleche) kriegt man glaube ich die dierekte Umwälzung hin.

Wie ist das mit anbrennen? wenn ich 10kw über den Boden ins Gesöff schicke vermute ich das ich mit Bodenschabern arbeiten sollte.

Antrieb soll Bohrmashine mit Winkelgetriebe aus ner Flex werden. Das gibt Drehmoment. :Drink

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Re: Formgebung Rühwerk

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 12. April 2017, 13:47

Mit zwei übereinander geschweißten Kegs wird der Maischebottich sicherlich recht hoch und schlank. Da haben Rührwerke ihre Problemchen bei der Temperaturverteilung von unten nach oben. Besonders wenn Du High Gravity Schüttungen machst. Entgegenwirken kannst Du mit breiteren Impellerflügeln (Richtwert 10-15% der Behälterhöhe) und/oder mit höheren Drehzahlen.
Bei Töpfen, bei denen die Höhe etwa dem Durchmesser entspricht, funktionieren Rührwerke meiner Erfahrung nach besser (mit geringeren Drehzahlen).

Hier gibt es ganz viel Input zu dem Thema.
https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=18756
Ich hatte mir den "Doppelimpeller" von BerndH nachgebaut und bin damit sehr zufrieden. Im 24 Liter Einkocher (Durchmesser=Höhe) hat er bei dicken Maischen allerdings etwas besser funktioniert als im 40iger Einkocher (d=30, h=46).
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ? Aus Zeitgründen derzeit kein Hefeversand.

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Re: Formgebung Rühwerk

#7

Beitrag von Seduceddirtguy » Freitag 14. April 2017, 14:00

Gut, der Versuch hat gezeigt das meine Theorie grundlegend falsch war und die Thermodynamik viel schwächer sein wird als die Fliehkraft..
Also bau ich nachher doch nen doppel impeller!
Danke für eure Anregungen!

mbr
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Re: Formgebung Rühwerk

#8

Beitrag von mbr » Dienstag 18. April 2017, 00:31

Wenn der untere Impeller von innen nach außen drückt und dadurch die Maische am Rand hochkommt, sollte der obere dann nicht von außen nach innen ziehen?
Wo entsteht der Kreislauf?

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Re: Formgebung Rühwerk

#9

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 18. April 2017, 01:11

Der Maische ist es völlig egal ob sie nur gerührt oder "impelliert" wird.

Ein Rührwerk sollte folgendes leisten:
a) gleichmäßige Temperturverteilung.
b) ein anbrennen verhindern.

Alles andere ist Technik-Nerd-Geraffel, das sicherlich Spaß macht, für das Bier aber Irrelvant ist.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

mbr
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Re: Formgebung Rühwerk

#10

Beitrag von mbr » Samstag 22. April 2017, 08:29

Zum Ideensammeln...
Hier mein bsp mit 3 Blätter die nach unten drücken und 2 die von innen nach außen drücken. Die gehen aber nicht ganz nach innen, weil ich dort nicht heize.

https://youtu.be/HxOloOqt-HI

https://youtu.be/v2Y3XNYKR6w

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