Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
long150
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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#301

Beitrag von long150 » Montag 25. Januar 2021, 09:51

Hi, ich bin neu hier und heute kam mein neuer Brauheld Pro 35 an. Testlauf mit Wasser schon gemacht. Fast alles dicht :) Ist schon erstaunlich, dass die noch nicht bemerkt haben, das die obere Verbindung der so genannten "Kreislaufleitung" nicht dicht sein kann, da eine Dichtung fehlt, bzw. die Mutter auf das untere Fitting trifft, bevor das Rohr festgezogen ist. Egal, Dichtung rein gemacht, gut ist.
Nur habe ich meinen Läuterfreund (mit Vorspannung) eingebaut. Bin gespannt wie es funktioniert. Ich werde berichten. Ansonsten muss ich sagen, ja, dünnes Blech, das Display und die Bedienung gefällt mir schonmal, mal sehn wie alles beim ersten Sud funzt. Ich werde berichten.

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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#302

Beitrag von sebschilling » Montag 25. Januar 2021, 15:04

Na dann mal viel Spaß, bin auf Deinen Bericht gespannt! Ich habe jetzt am Wochenende ein Schwarzbier im BH 45 gebraut. Ich hatte das Malz mit 1,4 mm geschrotet und vor der Verzuckerungsrast die Maische noch mal ordentlich mit dem Braupaddel durchgerührt. Das hat zu einem Anstieg der SHA um 8 % auf 63 % geführt. Kannst Du ja vielleicht mal ausprobieren...

VG und Gut Sud!

Sebastian

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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#303

Beitrag von Wischerbräu » Montag 25. Januar 2021, 17:48

Hallo im Forum, ich bin Brau-Neuling. Ich habe einige Male 4 l im Topf gebraut und vor kurzem auf den Klarstein Brauheld Pro 30 l umgestiegen und habe bisher 3x10 l und 1x20 l Sude gebraut, deshalb hier meine ersten Erfahrungen.
Für die ersten beiden 10 l Sude habe ich geschrotetes Malz bestellt, von 2 verschiedenen Lieferanten. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass sehr unterschiedlich fein geschrotet wurde. Das hat dazu geführt, dass einmal der Bazookafilter von Anfang an, schon kurz nach dem Einmaischen, zugefahren ist und das System trocken lief, das Malz war einfach zu mehlig, das hält die untere Bodenplatte des Malzrohrs nicht zurück. Ärgerlich, aber irgenwie zu Ende geführt. Daher war mir klar, ab jetzt wollte ich selber schroten und habe mir eine einstellbaren Schrotmühle gegönnt. Einstellung 1,4 mm, am nächsten Brautag dann ca.1,2 mm. Damit gab es dann auch keine Probleme mehr, der 20 l Sud lief einwandfrei. Also kurzum, ich glaube schon, dass mit einem Malzrohrsystem selbst geschrotet werden sollte, auch wenn es sicher Ansichtssache ist.
Was noch: Die Wertigkeit des Brauheld ist schon okay, wenn auch andere Systeme stabiler und wertiger sind. Eben dem Preis entsprechend.
Kritik: Auch bei mir leckte die Verschraubung am oberen Überlaufbogen, kleiner Gummi eingesetzt, dicht. Hallo Klarstein und Partner, warum kriegt ihr das nicht hin, es ist schon so oft kritisiert worden.
Die Steuereinheit ist abnehmbar, aber es ist sinnlos, diese auf dem Tisch abzulegen, sie kippt durch die Kabelführung um, denn das Kabel wird nach unten aus dem Gehäuse geführt, nach hinten geht auch nicht, seitlich müsste doch möglich sein.
Trotzdem ist die Pultform ein Vorteil gegenüber Vorgängermodellen, denke ich.
Ich werde maximal 20 l brauen, hab leider einmal beim Hopfenkochen kurz nicht aufgepasst, schon hat sich der Sud über den Rand auf und davon gemacht. Sauber machen hat etwas länger gedauert. 30 l Sud könnte problematisch werden.
Verhältnis Hauptguss - Nachguss: Da muss man tatsächlich beachten, dass ca. 3 l unter dem Malzrohr verschwinden und einfach dem Hauptguss zugerechnet werden müssen. Je nach Rezept wird dann der Nachguss angepasst. Das habe ich anfangs auch nicht beachtet, merkt man aber beim Einmaischen recht schnell.
Zum Hopfenkochen benutze ich eine Hopfenspinne, damit ich den Bazooka, soweit es geht, freihalte.
Temperatursteuerung: Bisher habe ich die Programmautomatik noch nicht genutzt, bin aber zufrieden mit der Leistung, der Temperatursteuerung und es ist jederzeit möglich, in die Prozesse einzugreifen. Also Hopfenkochen beginne ich mit voller Leistung (2500 W) für die Haltetemperatur brauche ich nur 1300 – 1600 Watt. Die Bedienung ist einfach, die Bedienungsanleitung aber praktisch nicht vorhanden, das ist ein erheblicher Mangel!!
Alles in allem ein Braugerät, was soweit in Ordnung ist, mit einigen Abstrichen. Ich bin ganz zufrieden, weil ich genau die Summe von unter 400 € ausgeben wollte, nicht mehr. Also muss man mit den Kompromissen leben und akzeptieren oder man lässt es sein. Zum Glück gibt es Alternativen.

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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#304

Beitrag von indiana1972 » Montag 25. Januar 2021, 20:54

Hi, ich gehöre auch zu den Brauheld(en) ich selber habe einen Brauheld Pro 35L und braue standardmässig 25l Sude (bis jetzt 6 Stück seit August). Ich habe mir auch von Anfang an eine Läuterhexe eingebaut (dazu später mehr). Also bis jetzt ist alles so weit ok. Das Malz sollte nicht zu fein geschrotet werden, sonst stockt der Fluss im Malzrohr, und alles läuft durch den Überlauf, damit passen dann die Temperaturen in der Maische nicht mehr. Sonst hält mein Gerät die Temperaturen gut ein (ich messe stets mehrfach nach) und bei vollem Topf schaffe ich zwischen 1 und 1,5°C pro Minute mit 1800W beim Maischen ohne zusätzliche Isolierung, angebrannt ist bisher auch nix. Zur "Läuterhexe": ich bin da zwiegespalten, es kommt immer wieder zu Schwierigkeiten, gerade wenn feines Schrot verwendet wird - sie setzt sich extrem schnell zu (man kriegt sie auch schnell wieder frei, aber es nervt trotzdem). Beim Kochen muss man die Pumpe definitiv ausschalten, sonst setzt sich alles zu und die Pumpe läuft trocken. der Anbrennschutz ist daher zumindest beim Hopfenkochen für die Füße.
Bei den letzten zwei Suden habe ich mit meiner eigenen Mühle geschrotet, erst ca 1,2mm, zuletzt 1,4 mm - 1,2mm geht, aber ich würde dann Reishülsen einsetzen, 1,4 mm ging vom Fluss her gut, aber die Ausbeute war schlechter (ich habe aber auch nach dem Maischen nicht mehr gerührt, was ich sonst bis ca 20 Minuten von Maisch-Ende mache.)
Generell bin ich mit dem Gerät zufrieden, was allerdings nicht gleichbedeutend mit einer Kaufempfehlung ist. Ich denke, dass man zumindest in diesem Preissegment über einen Brewzilla nachdenken sollte (bessere Ersatzteilversorgung, Ausstattung und Modellpflege) oder für ein wenig mehr Geld über einen Grainfather (Internetanschluss, Fernbedienbarkeit und Gegenstromkühler, sowie Ersatzteilversorgung und Modellpflege).
Lieben Gruß,
Oli
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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#305

Beitrag von long150 » Donnerstag 28. Januar 2021, 23:49

sebschilling hat geschrieben:
Montag 25. Januar 2021, 15:04
Na dann mal viel Spaß, bin auf Deinen Bericht gespannt! Ich habe jetzt am Wochenende ein Schwarzbier im BH 45 gebraut. Ich hatte das Malz mit 1,4 mm geschrotet und vor der Verzuckerungsrast die Maische noch mal ordentlich mit dem Braupaddel durchgerührt. Das hat zu einem Anstieg der SHA um 8 % auf 63 % geführt. Kannst Du ja vielleicht mal ausprobieren...

VG und Gut Sud!

Sebastian
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Gute Idee.
Am Samstag ist es soweit. Schaun wir mal. Werde mal was völlig unspektakulären machen und zwar ein Kölchrezept für den Grainfather von mashcamp. Ich bin gespannt.

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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#306

Beitrag von long150 » Donnerstag 4. März 2021, 09:00

So, nun mal ein kleiner Bericht, nachdem ich 3 Sude hinter mich gebracht habe. Wie bereits erwähnt habe ich in den Klarstein den Läuterfreund (mit Spiralvorspannung) eingebaut. Funktioniert soweit super, schließe mich aber indiana1972 an, beim Kochen setzt er sich zu, somit Pumpe aus. Bisher habe ich mit 1,3mm geschrotet und bewege mich bei der SHA bei ca. 57%. Ich werde beim nächsten Sud mal vor der Verzuckerungsrast das Braupaddel einsetzen. Mal schaun ob's tatsächlich was bringt ;) Ansonsten bin ich mit dem Klarstein top zufrieden und tatsächlich ist trotz der abgeschalteten Pumpe beim Kochen noch nichts angebrannt, obwohl ich teilweise mit über 2kW hochheize.
Definitv war es für mich im nachhinein die richtige Kaufentscheidung.

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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#307

Beitrag von indiana1972 » Donnerstag 4. März 2021, 10:17

long150 hat geschrieben:
Donnerstag 4. März 2021, 09:00
So, nun mal ein kleiner Bericht, nachdem ich 3 Sude hinter mich gebracht habe. Wie bereits erwähnt habe ich in den Klarstein den Läuterfreund (mit Spiralvorspannung) eingebaut. Funktioniert soweit super, schließe mich aber indiana1972 an, beim Kochen setzt er sich zu, somit Pumpe aus. Bisher habe ich mit 1,3mm geschrotet und bewege mich bei der SHA bei ca. 57%. Ich werde beim nächsten Sud mal vor der Verzuckerungsrast das Braupaddel einsetzen. Mal schaun ob's tatsächlich was bringt ;) Ansonsten bin ich mit dem Klarstein top zufrieden und tatsächlich ist trotz der abgeschalteten Pumpe beim Kochen noch nichts angebrannt, obwohl ich teilweise mit über 2kW hochheize.
Definitv war es für mich im nachhinein die richtige Kaufentscheidung.
Hi, ich komme ohne Rühren bei 25l Sud auf 56% (Mahlgrad 1,4mm, 2 „Handvoll“ Reishülsen) und mit Rühren (3-4 mal durchrühren bis zur Verzuckerungsrast) auf 60-62% SHA. Nur so als Vergleichswerte.
Ohne Rühren gibt es außerdem einen Temperaturgradienten von bis zu 3°C in der Maische vom Rand (oben unten außen) zum Kern was auch die schlechten Endvergärgrade bei niedrigen Rasten (62°C) teilweise erklären kann. Was für mich klar für „Rühren“ spricht.
Im großen und ganzen bin ich mit meinem „Eimer“ auch zufrieden...
Lieben Gruß,
Oli
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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#308

Beitrag von sebschilling » Donnerstag 4. März 2021, 10:39

Hi, ich komme ohne Rühren bei 25l Sud auf 56% (Mahlgrad 1,4mm, 2 „Handvoll“ Reishülsen) und mit Rühren (3-4 mal durchrühren bis zur Verzuckerungsrast) auf 60-62% SHA. Nur so als Vergleichswerte.
Ohne Rühren gibt es außerdem einen Temperaturgradienten von bis zu 3°C in der Maische vom Rand (oben unten außen) zum Kern was auch die schlechten Endvergärgrade bei niedrigen Rasten (62°C) teilweise erklären kann. Was für mich klar für „Rühren“ spricht.
Im großen und ganzen bin ich mit meinem „Eimer“ auch zufrieden...
Kann ich genau so bestätigen. Ich komme mit 1,4 mm Schrotung und Rühren auch auf 63 % Ausbeute. Reishülsen setze ich nur bei hohem Weizenmalzanteil ein. Bei Schüttungen mit überwiegend Gerstenmalz hat der Durchlauf und das Läutern bisher auch so super funktioniert.

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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#309

Beitrag von indiana1972 » Donnerstag 4. März 2021, 10:58

Hi, ich habe die Reishülsen eingesetzt, weil es, wenn ich programmgesteuert Maische (also alles einmaischen, Sieb und Deckel drauf und durchlaufen lassen), öfter zum aufstauen der Dünnmaische im Malzrohr kam. Mit Reishülsen ist das vermeidbar. Wenn ich rühre, sind Reishülsen tatsächlich nicht notwendig, da die Maische ab ca 68°C auch so gut durchläuft. Das Problem mit dem Temperaturgradienten habe ich im Letzten Sud versucht, dadurch zu lösen, dass ich auf 65°C hochgehe. Dadurch erreiche ich überall Temperaturen zwischen 62,5 und 65°C. Der Sud fermentiert gerade, mal sehen was rauskommt.
Generell bin ich immer noch dabei, meine Anlage kennenzulernen und experimentiere daher bei jedem Sud ein wenig. Was am Ende das beste Verfahren ist (für jeden Sud) wird sich zeigen.
Lieben Gruß,
Oli
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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#310

Beitrag von long150 » Donnerstag 4. März 2021, 12:19

Hi, ich nochmal,
wie geht ihr vor, wenn ihr rührt?
Wenn ihr vor der Verzuckerungsrast rührt, Deckel ab, Malzrohr aus? Dann Deckel wieder drauf und Malzrohr an?
Wenn während der Verzuckerungsrast gerührt wird, Deckel ab, rühren, Jodprobe bis neutral und dann? Ohne Deckel und Malzrohr aus, bis auf 78 Grad hochheizen und dann läutern auch ohne Deckel? :Grübel
Danke
Beste Grüße :Drink
Armin

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Re: Klarstein Brauheld - Nachfolger vom Mundschenk

#311

Beitrag von indiana1972 » Donnerstag 4. März 2021, 13:53

Hi,
Ich lege das Sieb-Blech nicht drauf und lasse die Pumpe laufen, dann rühre ich ca. 2 Minuten durch, dass alles einmal bewegt wurde, also insbesondere auch von tief nach hoch. Das mache ich je nach Dauer der Rasten 3-4 mal, also alle 10-15 Minuten einmal. Wenn ich mit der Kombirast oder der Maltoserast durch bin, lege ich das Sieb wieder auf und mache die Verzuckerungsrast mit aufgelegtem Sieb und Deckel, damit sich das Maischebett setzt.
Während der Verzuckerungsrast rühre ich nicht mehr, und die Jodprobe nehme ich nach dieser Prozedur aus dem Zirkulationsrohr , die ist aber eigentlich nicht mehr nötig, wenn die Maische klar läuft (und war am Ende auch immer negativ/jodnormal). Gemacht habe ich sie trotzdem...
Lieben Gruß,
Oli
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