Planung einer automatisierten Brauanlage

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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Innuendo
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Planung einer automatisierten Brauanlage

#1

Beitrag von Innuendo » Montag 10. Dezember 2018, 07:36

Hallo zusammen,
ich plane eine neue Brauanlage, bin mir aber bei der Zusammenstellung unsicher.
Die neue Anlage hat eine Obergrenze durch meinem 60l Fermenter (konisch). Nach dem drucklosen Fermenter werden z.Z. 2x 19l NC Kegs genutzt. Vorhanden ist außerdem ein Edelstahl Braukessel 57l mit 1/2" Kugelhahn und Thermometer. Eine Novax25b mit Camlocks zum Pumpen der abgekühlten Würze in den Fermenter (ca. 20m, Schläuche leider nur max 60°C) ist vorhanden.
Und der für mich interessanteste Teil der neuen Anlage: ich möchte ins CBPi / Arduino Projekt einsteigen. Maischen/Kochen sollen automatisiert/gesteuert werden (mit meinen Rezepten aus kBH). Mein Brew Monk 30l soll ersetzt werden.

Als Maischekessel plane ich den 70l Brewpaganda Expert mit 2" und Rührwerk auf einem GGM-Gastro Induktionskochfeld IDS2 (Steuerung von Matschie).

Zwei Induktionsfelder möchte ich vermeiden. Wenn der Maischkessel durch den 2" in einen Loiterbottich abläuft und der 57l Braukessel das gleiche Induktionsfeld nutzen soll, wie würdet ihr an die Planung gehen, wenn (falls möglich) auch eine Pumpe über CBPi gesteuert werden sollen? Gibt es eine kleinere steuerbare Pumpe als die Novax? 50l+ Töpfe rumwuchten muss ich vermeiden (Rücken).

Danke an alle, die sich hier hineindenken und Tipps haben :Greets
Innu

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beryll
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Re: Planung einer automatisierten Brauanlage

#2

Beitrag von beryll » Montag 10. Dezember 2018, 08:16

Eine zweite Heizquelle wirst Du auf jeden Fall brauchen und zwar für den Nachguss - es sein denn Du kannst das Wasser unaufbereitet direkt aus Deinem Warmwasser im Haushalt nehmen. Das geht bei mir z.B. leider nicht bei allen Bierarten, ich muss aufbereiten.
Mein Lieblingstier ist der Zapfhahn...!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

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Re: Planung einer automatisierten Brauanlage

#3

Beitrag von Cannet » Montag 10. Dezember 2018, 08:19

Hallo Innu

Dein 60l Fermenter ist deine Obergrenze sagst du. Dann brauchst du aber nicht einen 70l Brewpaganda Topf mit 2“ Hahn. Dein 57l Topf zum Maischen (an dem wär der 2“ Hahn schön) und einen 70l Topf zum kochen mit 1/2“ Hahn. Dann kommst du über den Daumen gepeilt auf ca. 50l Bier im Fermenter.
Zu deiner geplanten steuerung kann ich nichts beisteuern.
Gruss Michi

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Innuendo
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Re: Planung einer automatisierten Brauanlage

#4

Beitrag von Innuendo » Montag 10. Dezember 2018, 13:47

Ein 30l Wasserkocher mit Temp-Regler ist vorhanden.
Mein 57l Topf hat leider nur den 1/2" Hahn. Wenn ich aus dem 57l Topf einen Läuterbottich mache und den 70l zum Maischen und als Sudpfanne nutze, müsste ich während der Läuterruhe den 70l reinigen. Zum Ausschlagen und Würze-Kühlen könnte ich wieder den 57l Topf nehmen.

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Re: Planung einer automatisierten Brauanlage

#5

Beitrag von matschie » Montag 10. Dezember 2018, 17:35

Innuendo hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 07:36
Hallo zusammen,
ich plane eine neue Brauanlage, bin mir aber bei der Zusammenstellung unsicher.
Die neue Anlage hat eine Obergrenze durch meinem 60l Fermenter (konisch). Nach dem drucklosen Fermenter werden z.Z. 2x 19l NC Kegs genutzt. Vorhanden ist außerdem ein Edelstahl Braukessel 57l mit 1/2" Kugelhahn und Thermometer. Eine Novax25b mit Camlocks zum Pumpen der abgekühlten Würze in den Fermenter (ca. 20m, Schläuche leider nur max 60°C) ist vorhanden.
Zur Topfgröße sehe ich es wie Michi. Wobei die Frage auch ist 60L Brutto oder Netto? 60L Brutto macht mit 30% Steigraum ja ca. 40-45L Netto, da reicht auch der 57L Topf zum Maischen und Kochen (so mache ich es mit einem 14Gal Chronical.

Zweite Heizquelle wurde auch schon was zu gesagt, aber vielleicht kannst du hier ja einfach deinen alten BrewMonk nehmen?
Und der für mich interessanteste Teil der neuen Anlage: ich möchte ins CBPi / Arduino Projekt einsteigen. Maischen/Kochen sollen automatisiert/gesteuert werden (mit meinen Rezepten aus kBH). Mein Brew Monk 30l soll ersetzt werden.

Als Maischekessel plane ich den 70l Brewpaganda Expert mit 2" und Rührwerk auf einem GGM-Gastro Induktionskochfeld IDS2 (Steuerung von Matschie).
Gute Wahl :thumbsup :Drink

Aber zur Pumpe: Du hast ja eine Novax da. Wofür willst du die Regeln? Das einfachste wäre ja, am Pumpenausgang einen Kugelhahn zu machen, mit dem du den Durchfluss drosselst. Die Pumpe elektronisch mit CBPi zu regeln ist nicht so einfach (Und meistens laut)
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
MQTT Device für CBPi: Link
Vorstellung meiner Anlage: Klick
GitHub: https://github.com/matschie1

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Re: Planung einer automatisierten Brauanlage

#6

Beitrag von Innuendo » Dienstag 11. Dezember 2018, 07:32

Einen gefüllten 57l auf ein Kochfeld hochheben will ich umgehen. Regelbare fest integrierte Pumpen ist aber (muss ich zugeben) Spielerei. Das kann ich mit der Novax lösen. Alternativ habe ich mir Hebebühnen (hier im Forum verlinkt) angeschaut, aber die Hebebühnen kommen auf max ca. 85cm Höhe - das reicht nicht, um es mit Schwerkraft fließen zu lassen. Probleme gibts :Pulpfiction
Der Fermenter ist 60l brutto.

Für den ersten Testaufbau habe ich nun zusammengestellt:
Raspberry + TempSensor DS18B20 + SSR: Steuerung Wasserkocher
Arduino + SSR und 2. TempSensor am Raspberry: Steuerung Induktionsfeld (hab ich noch nicht)
Ich würde an beide Kreise meinen Wasserkocher zum Testen und lernen anschließen. Fehlt etwas für Testaufbau über die Feiertage?

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Re: Planung einer automatisierten Brauanlage

#7

Beitrag von Malzwein » Dienstag 11. Dezember 2018, 07:52

Einen gefüllten 57l auf ein Kochfeld hochheben will ich umgehen.
Das "will" würde ich durch "muss" ersetzen. Zumindest einen Unfall mit schwersten Verbrennungen hatten wir schon im Forum. Heiße Maische / Würze ist brandgefährlich.

Im Forum habe ich mal eine Konstruktion gesehen, wo die Hendi mit einer kleinen Hebebühne von unten gegen die Töpfe gedrückt wurde. Die Töpfe müssen dafür natürlich fixiert sein, da waren sie in einer Arbeitsplatte eingelassen.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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