Läutern mit dem Grainfather

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Steffen
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Läutern mit dem Grainfather

#1

Beitrag von Steffen » Dienstag 22. Dezember 2020, 19:31

Hallo zusammen, Das Läutern mit dem Grainfather ist recht langwierig. Hat jemand eien Idee wie man den Läutervorgang eventuell verkürzen kann?
Grüße Steffen :Grübel

fg100
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#2

Beitrag von fg100 » Dienstag 22. Dezember 2020, 20:30

Zieht man da nicht einfach das Malzrohr raus??

ProBier
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#3

Beitrag von ProBier » Dienstag 22. Dezember 2020, 22:48

Hallo Steffen

Du hast vermutlich zu fein geschrotetes Malz oder einen hohen Anteil an Weizenmalz in der Schüttung. Wenn Du nicht gröber schroten kannst ist es möglich Reisspelze mit einzumaischen. Das erleichtert den Läutervorgang erheblich.

Grüsse
Frank

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toaster
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#4

Beitrag von toaster » Dienstag 22. Dezember 2020, 23:09

ProBier hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 22:48
Hallo Steffen

Du hast vermutlich zu fein geschrotetes Malz oder einen hohen Anteil an Weizenmalz in der Schüttung. Wenn Du nicht gröber schroten kannst ist es möglich Reisspelze mit einzumaischen. Das erleichtert den Läutervorgang erheblich.

Grüsse
Frank
+1 :thumbsup

Adr5an
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#5

Beitrag von Adr5an » Mittwoch 23. Dezember 2020, 06:27

Wieder was gelernt :thumbsup
Wieviel wird da dazugemischt zb. bei einem G30?
Zuviel sollte es ja auch nicht, da beim Nachguss dadurch weniger Inhaltstoffe ausgeschwemmt werden?

ProBier
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#6

Beitrag von ProBier » Mittwoch 23. Dezember 2020, 08:18

Ich mische so ca. 2-5% vom Schüttungsgewicht an Reisspelzen dazu.
Mit mehr Weizenanteil oder wenn die Gesamtschüttungsmenge gross ist nehme ich 5%. Ansonsten weniger.
Zuviel ist sicherlich nicht gut.

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Steffen
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#7

Beitrag von Steffen » Mittwoch 23. Dezember 2020, 09:41

Hallo zusammen, Danke für die Antworten. Zu fein geschrotet habe ich eigentlich nicht und Weizenmalz wurde nicht verwendet. Zum schroten benutze ich eine Mattmill kompackt mit 1,4 mm Walzenabstand. Beim lätern mit eien Läuterbottich und Läüterhexhe klappt alles super. Aber gestern brauchte ich für das Läutern mit dem Grainfather locker 2 Std. bis die 14 Liter Nachguß durch waren . Mit dem Reis wewrde ich mal probieren. Ich hatte mal daran gedacht bevor ich das Malzrohr rausziehe noch mal umzurühren, 15 Min Läuterruhe einzulegen und malö sehen was passiert.
Grüße Steffen

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Re: Läutern mit dem Grainfather

#8

Beitrag von Safari-Guide » Mittwoch 23. Dezember 2020, 12:53

Steffen,
ich läutere direkt nach dem Rausziehen des Malzkorbs, sobald der obere Filter anfängt, trocken zu laufen... Geht bei mir eigentlich bis jetzt sehr gut, allerdings habe ich bis jetzt nur 5 Sude damit gemacht. Einer war schwierig, da war das Malz allerdings zu fein geschrotet, da habe ich den Treber noch mal vorsichtig aufgeschnitten...

Erik

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christianf
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#9

Beitrag von christianf » Mittwoch 23. Dezember 2020, 14:04

Steffen hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 09:41
Aber gestern brauchte ich für das Läutern mit dem Grainfather locker 2 Std. bis die 14 Liter Nachguß durch waren .
Da stimmt was nicht. Wenn das Malz das Nachgusswasser nur tropfenweise durchläßt, dürfte vorher auch die Zirkulation im wesentlichen durch den Überlauf gegangen sein. D.h. die Ausbeute dürfte unterirdisch sein.
Typisch an Malzrohrsystemen von Grainfather-Typ ist, dass der Nachguss relativ schnell durchläuft.

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Re: Läutern mit dem Grainfather

#10

Beitrag von musicos » Donnerstag 24. Dezember 2020, 17:43

Hi, das hatte ich aber auch schon mehrmals. Vor allem bei Weizenmalz. Ist schlimm stundenlang zu warten bis alles durch ist!
Habe eine Mattmill Kompakt auf Werkseinstellung....

integrator
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#11

Beitrag von integrator » Montag 28. Dezember 2020, 12:36

Steffen hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 09:41
Hallo zusammen, Danke für die Antworten. Zu fein geschrotet habe ich eigentlich nicht und Weizenmalz wurde nicht verwendet. Zum schroten benutze ich eine Mattmill kompackt mit 1,4 mm Walzenabstand. Beim lätern mit eien Läuterbottich und Läüterhexhe klappt alles super. Aber gestern brauchte ich für das Läutern mit dem Grainfather locker 2 Std. bis die 14 Liter Nachguß durch waren . Mit dem Reis wewrde ich mal probieren. Ich hatte mal daran gedacht bevor ich das Malzrohr rausziehe noch mal umzurühren, 15 Min Läuterruhe einzulegen und malö sehen was passiert.
Grüße Steffen
Wenn du keinen oder hohen Anteil an Weizenmalz hast, muss das auch ohne Reisspelzen gehen. Versuche beim nächsten Mal etwas länger und ruhiger einzumaischen. Wenn das letzte Malz drin ist, locker ich es noch mal auf indem ich mit meinem Paddel "rumstocher".
Allzeit guten Sud :Drink
Ich :Drink du ... läuft.

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Re: Läutern mit dem Grainfather

#12

Beitrag von Parlue » Montag 28. Dezember 2020, 16:33

Also bei meinen GF geht das Läutern viel zu schnell... 2 Stunden kann ich mir nicht vorstellen.
There is no place like home.. klack klack klack

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Re: Läutern mit dem Grainfather

#13

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 31. Dezember 2020, 14:18

Schau dir wirklich nochmal alle Stellschrauben zum Läutern an. Bei mir läutert der Grainfather wirklich sehr schnell - teilweise so schnell, dass ich da schon fast Bauchschmerzen bekomme. Aber wenn die SHA trotzdem stimmt, ist es wohl ok. Mein letzter Sud war nach ca 10 Minuten fertiggeläutert, war aber auch ein Leichtbier mit recht wenig Malz. Durchschnitt ist aber eher ~20 Minuten.

Beste Grüße,
Alex
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Re: Läutern mit dem Grainfather

#14

Beitrag von ZeroDome » Donnerstag 31. Dezember 2020, 16:41

Habe den GF 30 nun schon einige Jahre und kann nur sagen, wenn ich mir viel Zeit lasse mit dem Nachguss, bin ich bei maximal 20-30 Minuten. Auch Weizenbiere mit um die 50% Weizenanteil sind da nicht anders. Reisspelzen sehe ich als nicht notwendig, da muss was mit der Schrotung oder Maischeführung nicht in Ordnung sein. Also würde ich vorschlagen am Spaltmaß der Mühle was zu ändern, prinzipiell eher etwas gröber.

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Re: Läutern mit dem Grainfather

#15

Beitrag von Adr5an » Freitag 8. Januar 2021, 15:02

Also ich habe auch Probleme mit dem Läutern. Hab mir die Pale Ale Mischung von Hum bestellt.
Muss der Malzkorb langsam hochgezogen werden, damit sich das Malz nicht zu undurchlässig wird?
Was ist mit der Läuterruhe, macht ihr das oder nicht?
Zuerst ruhen lassen dann den Nachguß?

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Re: Läutern mit dem Grainfather

#16

Beitrag von christianf » Freitag 8. Januar 2021, 17:11

Läuterruhe macht beim GF nicht wirklich Sinn. Du hast da ja bereits das Malzbett, dass sich wärend der Würze-Zirkulation gebildet hat. Beim Abläutern läuft jetzt lediglich das Nachgusswasser anstelle der Würze durch das Malzbett.

In der Anleitung wird ja auch empfohlen, das obere Sieb des Malzkorb lediglich soweit herunterzudrücken, dass es auf dem jetzt ausgelaugten Malz locker aufliegt. Sobald die Würze oberhalb des Siebs abgelaufen wird, den Nachguss auf das Sieb geben, so dass immer einige Fingerbreit Wasser auf dem Sieb stehen. Dadurch reißt die Flüssigkeitssäule nicht ab.

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Re: Läutern mit dem Grainfather

#17

Beitrag von toaster » Freitag 8. Januar 2021, 18:41

Adr5an hat geschrieben:
Freitag 8. Januar 2021, 15:02
Also ich habe auch Probleme mit dem Läutern. Hab mir die Pale Ale Mischung von Hum bestellt.
Muss der Malzkorb langsam hochgezogen werden, damit sich das Malz nicht zu undurchlässig wird?
Was ist mit der Läuterruhe, macht ihr das oder nicht?
Zuerst ruhen lassen dann den Nachguß?
Nein nix warten. Das Malz wird wohl zu fein geschrotet sein für den GF. Selber grober schroten (wenn du das kannst) oder sonst Reisspelzen reinmischen, dann klappt das problemlos.

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