Rührwerk Holzklasse

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StJack
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Rührwerk Holzklasse

#1

Beitrag von StJack » Donnerstag 16. April 2015, 10:44

Hallo,

nachdem mein Eigenbau beim ersten Sud schmählich versagt hat, habe ich ein bisschen optimiert und es beim zweiten Sud wieder probiert.

Folgende Bauteile habe ich verwendet:
Wischermotor vom Mercedes W202 hatte ich noch rumliegen, das war nur das schrottige Plastikgetriebe hin. Gut wenn man nicht alles gleich wegschmeißt
Netzteil 5A McPower 8 Spannungen NG-1505-A bei Ebay für 35€
Flanschlager UCF 202 bei Ebay für 9€
Buche Rundstab Baumarkt 5€
4 Pfannenwender aus Holz aus der Küche, haben wir genug von
Holzreste, Kleinteile wie Kabel Schrumpfschlauch Bananenstecker war alles da

Summe: knapp 50€

Die größte Herausforderung war der Anschluss des Rundstabs an den Motor. Dafür habe ich ein bisschen probiert und es am Ende mit zwei Klötzen aus Multiplexholz mit passenden Bohrungen für eine Einschlagmutter und den Rundstab gemacht. Der Rundstab wird mit einer Gewindeschraube mit Flügelmutter in diesem Adapter befestigt und kann so schnell an- und abgebaut werden. Ein passender Splint aus Hartholz wäre natülich auch gegangen.

Das Ganze mal außerhalb des Topfs.
2015-04-14 14.34.23.jpg
Das Rührwerk alleine:
2015-04-14 15.25.15.jpg
So sieht es im Betrieb aus:
Rührwerk.gif
Rührwerk.gif (2.67 MiB) 10344 mal betrachtet
Dass die Maische nicht nur Karussell fährt, kann man hier schön sehen:
Rührwerk2.gif
Rührwerk2.gif (2.68 MiB) 10344 mal betrachtet
Damit der Strom in der Vertikalen auch auf der Vorderseite entsteht, habe ich während es schon lief einen zweiten Pfannenwender vorne angeschraubt.

Die meiste Zeit lief der Motor mit 7,5 V. Das reicht völllig aus und wie man sieht zieht er gerade mal 1,2 A. Schütttung waren übrigens 6,6 KG auf 21 Liter.
2015-04-14 12.29.55.jpg
Das hat meinen zweiten Sud doch deutlich entspannter gemacht als den ersten, die Zeit, die man nicht zum Rühren braucht, kann man halt sinnvoller einsetzen.

Grüße Klaus
Zuletzt geändert von StJack am Donnerstag 16. April 2015, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#2

Beitrag von Aglaia » Donnerstag 16. April 2015, 10:59

Das ist ja mal ein Cooles Rührwerk. Vorallem wenn man kein Edelstahl verarbeiten kann.
LG
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Re: Rührwerk Holzklasse

#3

Beitrag von Berliner » Donnerstag 16. April 2015, 11:57

Aber der Elektromotor pass da doch garnicht.
Göpel oder maximal Wasserrad und Riementrieb wären eher passend.
Gruß vom Berliner

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Re: Rührwerk Holzklasse

#4

Beitrag von StJack » Donnerstag 16. April 2015, 12:04

Berliner hat geschrieben:Aber der Elektromotor pass da doch garnicht.
Göpel oder maximal Wasserrad und Riementrieb wären eher passend.
Was ist denn ein Göpel???
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Rührwerk Holzklasse

#5

Beitrag von chixxi » Donnerstag 16. April 2015, 12:42

StJack hat geschrieben:
Berliner hat geschrieben:Aber der Elektromotor pass da doch garnicht.
Göpel oder maximal Wasserrad und Riementrieb wären eher passend.
Was ist denn ein Göpel???
Als Schweizer heisst das für mich Fahrrad, jetzt bin ich aber gespannt was da wirklich gemeint war.

Wirklich ein Cooles Rührwerk!
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Re: Rührwerk Holzklasse

#6

Beitrag von braugnom » Donnerstag 16. April 2015, 12:49

Göpel: http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6pel
Bild

In England habe ich die Dinger schon als "Horse Engine" gesehen, was ich auch einen sehr tollen Namen fand ;)
this space is for rent

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Re: Rührwerk Holzklasse

#7

Beitrag von Berliner » Donnerstag 16. April 2015, 12:57

Genau, aber der Pferdeantrieb ist die harmlose Variante, Göpel gibt's auch mit menschlichem Antrieb.
Gruß vom Berliner

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Re: Rührwerk Holzklasse

#8

Beitrag von StJack » Donnerstag 16. April 2015, 13:24

na ja ein Pferd hätte ich sogar...
Aber für die 9 Watt lohnt es sich nicht den Gaul durch die Küchentür zu quetschen. Das findet so ein Reitpferd bestimmt auch unter seiner Würde.
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Rührwerk Holzklasse

#9

Beitrag von Ulrich » Donnerstag 16. April 2015, 14:45

Finde ich echt originel Dein Holzrührwerk, , so ein Beitrag macht das Forum doch erst richtig liebenswert. :thumbup

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Re: Rührwerk Holzklasse

#10

Beitrag von AddMoreHops » Freitag 17. April 2015, 08:41

Da geb' ich doch auch mal meinen "Senf" auch dazu.
Bin auch gerade fertig geworden mit meinem "Holzklasse" Rührwerk.
Front.jpg
Front.jpg (32.36 KiB) 9964 mal betrachtet
Als ich Ruthard's Rührwerk gesehen hatte, wusste ich sofort, dass ich das auch so bauen will. :thumbup
Da Ruthard mir leider nicht verraten wollte, wie er seine Kupferrohr-Lösung für die Welle-Motor Verbindung
gemacht hat, hab' ich mich entschlossen es einfach direkt zu probieren.

Nach ein paar Versuchen hat es dann auch geklappt.
Kopplung.jpg
Kopplung.jpg (40.44 KiB) 9964 mal betrachtet
Ganz exakt mit der Topfmitte fluchtet die Welle nicht aber es liegt innerhalb der "Toleranz" :Bigsmile
Welle.jpg
Welle.jpg (25.43 KiB) 9964 mal betrachtet
Das Loch habe ich genau so groß wie die Welle vom Motor gebohrt (8 mm).
Geht mit ein wenig Kraft drauf und sitzt dann gut.
Das Loch für den Splint ist 2.5 mm.
(Zu diesem Motor gibt es im Netz ein Datenblatt mit Zeichnung)

Stromversorgung geht mit 12V Blei-Gel Akku, da ich den sowieso bei mir rumfliegen habe.
Akku.jpg
Akku.jpg (39.48 KiB) 9954 mal betrachtet
Motor: spg dgo 3512 (bei Ebay gekauft, "Getriebemotor 12 V")
Brett: vom Müll
Buchenstange 20mm: Baumarkt
Pfannenwender: Rewe
Metallteile: v2a-schrauben-billiger.de
Kabel, Akku, Ladegerät: vorhanden

Mit Wasser habe habe ich es schon getestet,
auf meinen nächsten Sud warte ich gespannt.

Grüße
Stefan

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Re: Rührwerk Holzklasse

#11

Beitrag von purudin » Freitag 17. April 2015, 08:59

Ich möchte eure Rührwerke nicht schlecht machen.
Ich finde Holz für den Zweck unhygienisch.
Edelstahl ist mein favorit.

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Re: Rührwerk Holzklasse

#12

Beitrag von Neubierig » Freitag 17. April 2015, 09:33

purudin hat geschrieben:Ich möchte eure Rührwerke nicht schlecht machen.
Ich finde Holz für den Zweck unhygienisch.
Edelstahl ist mein favorit.
Maischpaddeln sind traditional aus Holz hergestellt, und die Würze wird später gekocht, ich sehe dein Problem also nicht

Cheers,

Keith :-)
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Re: Rührwerk Holzklasse

#13

Beitrag von Neubierig » Freitag 17. April 2015, 09:43

AddMoreHops hat geschrieben: Da Ruthard mir leider nicht verraten wollte, wie er seine Kupferrohr-Lösung für die Welle-Motor Verbindung
gemacht hat, hab' ich mich entschlossen es einfach direkt zu probieren.
Hast du nicht meine Lösung gesehen (Antwort 71)?

Du kannst dort lesen, dass mein Loch für die Welle 9 mm war, weil 8 mm zu genau war - ich hatte Angst, den Motor beim abziehen zu beschädigen

Cheers,

Keith :-)
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Re: Rührwerk Holzklasse

#14

Beitrag von AddMoreHops » Freitag 17. April 2015, 10:15

Hast du nicht meine Lösung gesehen (Antwort 71)?
Nee, leider übersehen.
Ich hatte das Forum über Google direkt nach Bildern durchsucht.
Da waren die Bilder von deinem Thread nicht dabei.

Aber in einem anderen Thread hatte jemand geschrieben, daß er das mit der
Welle so gemacht hat.

Mit 9 mm Bohrung hat' mir das zu viel gewackelt.
Bis jetzt hat der Motor das mit 8mm überlebt.

JanBr

Re: Rührwerk Holzklasse

#15

Beitrag von JanBr » Freitag 17. April 2015, 11:02

purudin hat geschrieben:Ich möchte eure Rührwerke nicht schlecht machen.
Ich finde Holz für den Zweck unhygienisch.
Edelstahl ist mein favorit.
Ich denke auf dem Malz sitzen wesentlich mehr Keime als auf dem Rührwerk....

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Re: Rührwerk Holzklasse

#16

Beitrag von purudin » Freitag 17. April 2015, 11:07

Mag ja sein.
Finde Edelstahl trotzdem geeigneter.
Ist nur meine Meinung.

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Re: Rührwerk Holzklasse

#17

Beitrag von StJack » Freitag 17. April 2015, 12:51

purudin hat geschrieben:Ich möchte eure Rührwerke nicht schlecht machen.
Ich finde Holz für den Zweck unhygienisch.
Edelstahl ist mein favorit.
Es gibt übrigens Untersuchungen, die zeigen, dass auf Schneidebrettern aus Holz pathogene Keime weniger lang überleben als auf Kunststoff. Und außerdem ist das vor dem Kochen ja wohl eh Latte, deine "Meinung" hin oder her.

@AddmoreHops: Mein Motor hat ein M8 Gewinde, da wäre das so nicht gegangen. Und die ganzen Kräfte auf der Welle vom Motor wollte ich auch nicht, deshalb sitzt die Achse im Lager und der Motor ist da eher locker mit verbunden.
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Rührwerk Holzklasse

#18

Beitrag von JanBr » Freitag 17. April 2015, 13:10

purudin hat geschrieben:Mag ja sein.
Finde Edelstahl trotzdem geeigneter.
Ist nur meine Meinung.
Das steht ausser Frage ob es der geeignetere Werkstoff ist. Es hat halt nicht jeder die Möglichkeit Stahl vernünftig zu verarbeiten und die Kosten sind sicherlich auch ein Faktor. Muss ja nicht immer der Ferrari sein, manchmal tut's eben auch der Golf :Wink

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Re: Rührwerk Holzklasse

#19

Beitrag von StJack » Freitag 17. April 2015, 14:12

JanBr hat geschrieben:Das steht ausser Frage ob es der geeignetere Werkstoff ist. Es hat halt nicht jeder die Möglichkeit Stahl vernünftig zu verarbeiten und die Kosten sind sicherlich auch ein Faktor. Muss ja nicht immer der Ferrari sein, manchmal tut's eben auch der Golf :Wink
Wenn ich mal in Eure Größenordnungen komme, dann denke ich auch mal über Edelstahl nach :Smile

Und es fragt sich ja auch geeignet für was? Um einmal im Monat 25 Liter Maische durch zu quirlen, dafür ist auch ein Braupaddel aus Holz geeignet. Um Kosten zu sparen, weil man das Material eh da hat und mit einfachsten Werkzeugen bearbeiten kann, ist Holz sogar viel geeigneter.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#20

Beitrag von Ulrich » Freitag 17. April 2015, 14:35

purudin hat geschrieben:Ich möchte eure Rührwerke nicht schlecht machen.Ich finde Holz für den Zweck unhygienisch.Edelstahl ist mein favorit.
Von unhygienisch kann ja wohl nicht die Rede sein. Was ist denn an Holz unhygenisch? Mit warmen/heißem Wasser reinigen und trocken lagern, fertig.

Vieleicht werden die Holzrührwerke ja das Maß aller Dinge, Technologie der Zukunft. Da kommt denn einer daher, der beweist, das gutes Bier mit einem Holzrührwerk gemacht werden muß! "Hausgeschmack" Das "I"-Tüpfelchen. Wer weiß wer weiß?

Ich finde diese selbsgebastelten Rührwerke klasse. Bissel Retro, bissel rustikal!
Die halten schon n paar Jährchen und so ein Paddel kann schnell und kostengünstig ausgetauscht werden.

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Re: Rührwerk Holzklasse

#21

Beitrag von Kirk1701 » Samstag 18. April 2015, 22:23

Na das Teil hat schon was :thumbsup

Geht auch Fichte oder muss es unbedingt Buche sein?? Kenne mich mit Holz nicht soooo aus.

Kirk

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Re: Rührwerk Holzklasse

#22

Beitrag von Bilbobreu » Samstag 18. April 2015, 22:46

Nadelhölzer sind wegen des Harzgehalts eher nicht zu empfehlen. Also keine Fichte!
Buche ist schon die beste Wahl unter den gebräuchlichen Nutzhölzern.
Gruß
Stefan

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Re: Rührwerk Holzklasse

#23

Beitrag von afri » Samstag 18. April 2015, 22:49

Buche ist an sich antibakteriell, bei Fichte weiß ich nicht, ob das so ist. Ich würde aber allein aus statischen Gründen zu Buche raten, das Zeug ist echt stabil. Fichte, naja, ist halt Weichholz. Nicht, dass sich das nach zwei Suden auflöst...

Ich habe übrigens mal ein Rührwerk mit Buche gemacht, und zwar klebstofffrei. Alles passte saugend oder auch leicht wackelnd ineinander, nach Kontakt mit Flüssigkeit ist alles etwas aufgequollen, so dass es bombenfest war. Nur mal so als Hinweis, weil Holz gern mit Kaseinleim geklebt wird, den ich nicht so gern im Sud sehe. Wenn ich hätte kleben müssen, hätte ich Epoxydharz verwendet, ist auch lebensmittelecht (glaube ich zumindest).
Achim
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Re: Rührwerk Holzklasse

#24

Beitrag von blub24 » Samstag 18. April 2015, 23:06

hi,

ich hab mich gerade entschlossen auch auf Holz zu setzen, für mein Rührwerk. Ist einfach zu cool was hier zu sehen ist.

Es gab mal Bindan Propellerleim, den man wohl kaum lösen kann, wenn man leinem muss. Hatte bei Stiftung Warentest vor gefühlten 20 Jahren mal eine 0,9 oder so. Wenn es den noch gibt, wäre das meine Wahl.

Muss mal danach suchen.

Ich würde auch Buche nehmen. Fichte und andere Nadelhölzer sind recht harzhaltig. Da hätte ich Bedenken, das Bitterstoffe auf das Bier übergehen (zumindest bei den ersten Suden).

Grüße,

Nikolas

Edith meint die Stiftung Warentest den Leim Bindan-P auch vor 30 Jahren (1/85) schon mit sehr gut bewertet, aber vor 20 Jahren auch noch mal (9/94). 500g kosten 11 €. Wie gesagt, Propellerleim. Davon machen manche mehr als nur einen Sud von abhängig.
Der Geschmack der mich an den meisten Bieren stört ist der der fehlt.

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Re: Rührwerk Holzklasse

#25

Beitrag von AddMoreHops » Sonntag 19. April 2015, 13:57

Edith meint die Stiftung Warentest den Leim Bindan-P auch vor 30 Jahren (1/85) schon mit sehr gut bewertet, aber vor 20 Jahren auch noch mal (9/94). 500g kosten 11 €. Wie gesagt, Propellerleim.
Hmmh warum leimen ?

Es sind eh' nur wenige Befestigungspunkte.
Schrauben dauert nur Minuten, und fertig.
Und mann kann schnell Teile wechseln oder umbauen.

Ich hab' halt überall v2a genommen, da sollte es auch keinen Dreck im Sud geben.

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Re: Rührwerk Holzklasse

#26

Beitrag von StJack » Sonntag 19. April 2015, 17:14

Stimmt schon, die Teile, die mit der Würze in Kontakt kommen, sind nicht geleimt. Nur mit Je zwei Edelstahlschrauben fixiert.

Das Gestell oben und mein Anschlussstück sind aus Schichtholz, weil es eben da war. Das kommt aber nicht mit der Würze in Kontakt.

Und was das Material angeht, da sollte man schon Hartholz nehmen, Weichholz heißt nicht umsonst so, da könnte sich so ein Rundstab schnell mal ordentlich krümmen. Buche ist halt in jedem Baumarkt zu kriegen, aber Eiche oder Mahagoni würde bestimmt auch gehen. Von den Paddeln sind glaube ich sogar welche aus Bambus. Aber da ist es ja völlig egal ob die sich ein bisschen verziehen. Das ganze Teil ist in einer Viertelstunde zusammen gebaut. Vielleicht baue ich schon mal eins auf Vorrat falls das alte irgendwann kaputt geht.
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Rührwerk Holzklasse

#27

Beitrag von uli74 » Sonntag 19. April 2015, 20:58

Fichte ist zwar ein Weichholz, aber aufgrund seiner Eigenschaften DAS Bauholz schlechthin. Widerstandsfähig, elastisch, günstig... Besser als sonst eine Holzart.

Buche neigt zum Verstocken, zum Befall mit dem Bläuepilz und ist relativ schlecht belastbar und aus diesem Grund als Bau- und Konstruktionsholz ungeeignet. Buche wird neben seiner Verwendung als Möbelholz hauptsächlich als Brennholz verwendet... Der einzige Grund der für Bucheholz im Braubereich spricht ist sein niedriger Gehalt an Harz.

Ach ja, und Eiche: Ist extrem Gerbsäurehaltig und macht sich geschmacklich bemerkbar (Barriquegeschmack ist zwar populär aber nicht jedermanns Sache...)
Gruss

Uli

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Re: Rührwerk Holzklasse

#28

Beitrag von afri » Sonntag 19. April 2015, 22:00

uli74 hat geschrieben:Buche neigt zum Verstocken, zum Befall mit dem Bläuepilz und ist relativ schlecht belastbar und aus diesem Grund als Bau- und Konstruktionsholz ungeeignet. Buche wird neben seiner Verwendung als Möbelholz hauptsächlich als Brennholz verwendet... Der einzige Grund der für Bucheholz im Braubereich spricht ist sein niedriger Gehalt an Harz.
Die Belastungen im Rührwerkbereich sind klein, das kann kein Kriterium sein, es für diesen Zweck zu verdammen. Und was Eiche vs. Fichte angeht: das nimmt sich dann wohl nicht so viel vom Eintrag möglicherweise unerwünschter Aromen her. Fragt sich nur, wie lange bzw. nach wie vielen Suden ein Fichte- gegenüber einem Buchenrührwerk keine unerwünschten Aromen mehr abgibt?
Achim (seit jeher mit einem Buche-Rührlöffel Maische umwälzend)
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Re: Rührwerk Holzklasse

#29

Beitrag von uli74 » Sonntag 19. April 2015, 22:35

Ich sag ja: Der einzige Grund der für Bucheholz im Braubereich spricht ist sein niedriger Gehalt an Harz.

Aus dem Grund ist Nadelholz zum Brauen ungeeignet. Was die Festigkeit angeht wäre Fichtenholz der Buche überlegen. Und mit Festigkeit meine ich nicht Härte.
Gruss

Uli

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Re: Rührwerk Holzklasse

#30

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 19. April 2015, 22:50

Kochlöffel sind meistens aus Buchenholz, weniger aus Fichtenholz. Aus Gründen.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#31

Beitrag von StJack » Montag 20. April 2015, 10:11

uli74 hat geschrieben:Ach ja, und Eiche: Ist extrem Gerbsäurehaltig und macht sich geschmacklich bemerkbar (Barriquegeschmack ist zwar populär aber nicht jedermanns Sache...)
An das Barrique habe ich noch gar nicht gedacht. Ist es nicht so, dass diese Harze eher nicht wasserlöslich sind? Nicht umsonst gelten ja Hölzer wie Eiche oder Lärche als unbehandelt wetterfest, weil eben das Harz das Eindringen von Wasser verhindert. Ich dachte, die Harze werden erst vom Alkohol gelöst und nicht schon im Maischbottich. Ich kann es auch einfach mal versuchen, mir die Rührpaddel aus Eiche zu schnitzen, alte Balken aus Eiche habe ich hier noch genug herumliegen. Oder hat das Gerbsäurethema mit dem Harz wiederum nichts zu tun? Es gibt einfach so viel, was man gerne wüsste...
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Rührwerk Holzklasse

#32

Beitrag von DaDoBier » Montag 12. September 2016, 12:52

Hallo zusammen!

Ich sage DANKE!!! für diesen Thread! :thumbsup

Ich wollte mir ein Rührwerk selber bauen, war aber ein wenig ratlos, da ich keine Ausrüstung zur Stahlbearbeitung habe (Bleche schneiden, biegen, schweißen).
Daher habe ich mich im Forum auf die Suche gemacht, ob ich vielleicht Ideen und Anregungen finde. Und dann kam dieser Thread und ich dachte: Hey klasse, das kann ich auch! :Bigsmile

Also habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht: Materialien hatte ich alle da: Holzreste (Rund- und Kanthölzer, Bretter), hölzerne Pfannenschaber, Holzschrauben, Sägen etc. Elektromotor war auch schon bestellt und geliefert, da ich ja schon ein Rührwerk bauen wollte, bevor ich die Holzidee hier fand. Noch von einem alten Netzteil (12V/2A) den Stecker abgezwickt und mit dem Motor verdrahtet, und dann ging die Holzbastelei los:

Bild

Das Rundholz als Welle habe ich unten beidseitig im 45°-Winkel angeschrägt, um die zwei Rührpaddel schräg anzubringen, damit das Rührgut Auftrieb bekommt und sich nicht nur im Kreis dreht:

Bild

Die Rührwelle bekommt ein Loch und einen Schlitz, um die Motorwelle mit Stift aufzunehmen:

Bild

Der Motor bekommt seitlich durch festgeschraubte Klötze Halt, und kann so auch leicht entnommen werden:

Bild

Und noch der Rührer allein im Ganzen:

Bild

Das zusätzliche Paddel auf halber Höhe ist vielleicht gar nicht nötig, aber ich hatte halt noch die abgesägten Griffe der Pfannenwender übrig.

Und beweisen konnte sich die Konstruktion auch schon, am Samstag wurde damit gemaischt. Die 6-kg-Schüttung im Einkocher (mit Läuterhexe) wurde problemlos über den ganzen Maischzeitraum durchmischt.

Also nochmals vielen Dank für diese Anregung! :Drink
Gruß
Dado

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Re: Rührwerk Holzklasse

#33

Beitrag von StJack » Dienstag 20. September 2016, 15:02

Danke für Deinen tollen Beitrag und die Superbilder! :thumbup
Ich selber habe mich mittlerweile mit einem Speidel BM50 versorgt, mein Rührwerk habe ich aber an einen Kollegen verschenkt, der meinen Einkocher und den Thermoport gekauft hat. Der braut weiter damit.
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Rührwerk Holzklasse

#34

Beitrag von LupusLupulus » Mittwoch 21. September 2016, 22:09

Dado, danke für das Ausgraben dieses Threads!

Jetzt weiß ich endlich, wie ich mein Rührwerk baue :thumbup
www.kesselbrauer.de - der Stuttgarter Hobbybrauerverein

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Re: Rührwerk Holzklasse

#35

Beitrag von realholgi » Donnerstag 22. September 2016, 07:19

Nur kurz zur Warnung:
ich hatte auch "früher" ein Holz-Rührwerk bevor ich auf Edelstahl umgestiegen bin; leider ist das holzige nach dem 3. Gebrauch verschimmelt. Es wurde im relativ kühlen Keller im Garten gelagert und war nach Benutzung wohl nicht komplett trocken.

Also: Holz-Rührwerke müssen komplett trocken und gut belüftet gelagert werden, sonst hat man nicht lange daran.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#36

Beitrag von butascratch » Montag 10. Oktober 2016, 17:11

Ich überlege derzeit ebenfalls, ein Holzrührwerk zu basteln und dachte daran mir einen rechtsdrehenden Motor mit Gewindeanschluss zu kaufen und dann mit einem Gewindebohrer in einen Buchenstab zu bohren und den Motor dann einfach einzuschrauben.
Denkt ihr der Stab würde das auf Dauer aushalten oder würde das Innengewinde des Stabs ausreißen?
Außerdem woran erkenne ich welche Motoren rechtsdrehend sind? Ich will den Motor nicht umpolen müssen.
Der Reiche, der Gold besitzt, der Mann, dem Lapislazuli gehört, [...] sie alle warten am Tor auf den, der Gerste hat.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#37

Beitrag von nordsee0815 » Montag 10. Oktober 2016, 17:33

Wow die sehen ja alle richtig klasse aus. So kommt hier im Forum bestimmt keine Langeweile auf, könnte mir glatt vorstellen das ich das mit meinen Jungs im Winter mal versuchen werde nachzubauen. Vielen Dank :thumbsup
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Re: Rührwerk Holzklasse

#38

Beitrag von Alt-Phex » Montag 10. Oktober 2016, 18:12

butascratch hat geschrieben: Außerdem woran erkenne ich welche Motoren rechtsdrehend sind? Ich will den Motor nicht umpolen müssen.
Lass doch das Rührwerk einfach linksrum laufen, der Maische ist es egal wie rum sie gerührt wird. :Greets
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Re: Rührwerk Holzklasse

#39

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 10. Oktober 2016, 18:48

butascratch hat geschrieben:dachte daran mir einen rechtsdrehenden Motor mit Gewindeanschluss zu kaufen und dann mit einem Gewindebohrer in einen Buchenstab zu bohren und den Motor dann einfach einzuschrauben.
Da tränt das Auge beim Lesen .. :Shocked
So bekommt man ein M8 Gewinde in ein Rundholz!
Gewindemuffe M8
Und... Einleimen nicht vergessen bitte, und gerade bohren, und die Muffe gerade einsetzen! :Bigsmile

Ein rechtsdrehender Motor ist immer vorteilhaft, wenn man die Rührwelle mit einem Gewinde am Motor befestigt. Ob der Motor rechts, links oder beidseitig drehen kann steht in der Regel in der Produktbeschreibung.
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Montag 10. Oktober 2016, 19:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#40

Beitrag von Schlafwagenschaffner » Montag 10. Oktober 2016, 18:58

Hallo!
Ich tät die verzinkten Schrauben gegen Edelstahlschrauben austauschen. Würze ist sauer. Kann aber natürlich jeder machen wie Nollte.
Gruß,
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Bier brauen ohne Liebe aber kann man nicht.“ Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

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Re: Rührwerk Holzklasse

#41

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 10. Oktober 2016, 19:12

Da hast Du Recht. Der Link war eigentlich nur zur Veranschaulichung gedacht. Gute Edelstahlmuffen sind sogar noch billiger zu finden.
Ich habe den Link oben nochmal ausgetauscht. Da die Gewinde an den Scheibenwischermotoren immer recht kurz sind würde ich den Typ "B" mit Schlitz nehmen, anstatt die Imbus Version "SK".

Es spricht auch nichts dagegen auf beiden Seiten der Welle eine M8 Muffe zu versenken und unten anstatt der Holzlöffelpaddel einen zurechtgebogenen V2A Streifen anzuschrauben. 2 oder 3mm V2A kann man ohne "Metallwerkzeug" am Schraubstock leicht in die richtige Position bringen.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#42

Beitrag von butascratch » Montag 10. Oktober 2016, 22:27

Alt-Phex hat geschrieben: Lass doch das Rührwerk einfach linksrum laufen, der Maische ist es egal wie rum sie gerührt wird. :Greets
Das was derdasbierbraut sagt:
DerDerDasBierBraut hat geschrieben: Ein rechtsdrehender Motor ist immer vorteilhaft, wenn man die Rührwelle mit einem Gewinde am Motor befestigt. Ob der Motor rechts, links oder beidseitig drehen kann steht in der Regel in der Produktbeschreibung.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben: Da tränt das Auge beim Lesen .. :Shocked
Entschuldigung, sieh es mir nach, in solchen Sachen habe ich weder handwerklich noch von der Fachsprache eine Ahnung (ich habe in meinem Alltag doch sehr wenig mit Gewinden, Muffen und dergleichen zu tun) :redhead
DerDerDasBierBraut hat geschrieben: So bekommt man ein M8 Gewinde in ein Rundholz!
Gewindemuffe M8
Und... Einleimen nicht vergessen bitte, und gerade bohren, und die Muffe gerade einsetzen! :Bigsmile
Vielen Dank, das sieht dann schon solider aus :thumbup
DerDerDasBierBraut hat geschrieben: Es spricht auch nichts dagegen auf beiden Seiten der Welle eine M8 Muffe zu versenken und unten anstatt der Holzlöffelpaddel einen zurechtgebogenen V2A Streifen anzuschrauben. 2 oder 3mm V2A kann man ohne "Metallwerkzeug" am Schraubstock leicht in die richtige Position bringen.
So etwas in diese Richtung dachte ich mir auch, die Kochlöffel überzeugen mich noch nicht so richtig.
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Re: Rührwerk Holzklasse

#43

Beitrag von applican » Samstag 29. Juli 2017, 12:05

Hallo Zusammen

Ich habe kürzlich auch etwas gebastelt und ein Holzklassen-Rührwerk aufgrund der Inspiration hier gebaut.
IMG_0360.jpg
Ich habe einen China-Getriebemotor verwendet (https://www.aliexpress.com/item/2015-Ne ... 37609.html), welcher stufenlos über ein regelbares Netzteil gesteuert werden kann (https://www.banggood.com/110V220V-0-30V ... 21229.html)

Als Rührpaddel wurden Buchenholz-Bratwender benutzt und ein Buchenholz-Rundstab als Welle. Zum Anschluss an den Getriebemotor habe ich einen Adapter im 3D-Drucker erstellt (https://www.thingiverse.com/thing:2458014). Dieser kann an die die Welle des Getriebes geschraubt werden (diese hat ein M4-Gewinde "von unten", also kann einfach eine M4-Schraube mit Unterlagsscheibe benutzt werden). Der Rundholz-Stab wird am anderen Ende eingeführt und mit einer Schraube gesichert.

Der Motor mit Getriebe wurde mit abgelängten Gewindestangen befestigt (habe keine passenden M4-Schrauben gefunden). Jene Schrauben die in der Maische baden wurden in der Edelstahl-Variante verwendet.

Vorerst wird das ganze mit einem Spannset befestigt, die Temperatursensoren mit einem Kabelbinder. Vermutlich wird gelegentlich eine Tauchhülse angebaut für einen Sensor, dann kann auch das Maischprogramm automatisch gesteuert werden. Die provisorische Befestigung aber vermutlich so beibehalten
IMG_20170720_191403.jpg
Den ersten Praxistest hat das Rührwerk gut überstanden. Der Bastelaufwand hat sich mit einem halben Nachmittag ebenfalls in Grenzen gehalten.

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Re: Rührwerk Holzklasse

#44

Beitrag von Bitter » Samstag 29. Juli 2017, 14:38

Hier habe ich schon einmal die wohl einfachste Möglichkeit aufgezeigt, ein Rührgestänge an einen Scheibenwischermotor zu befestigen.

Gruß Lothar

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Re: Rührwerk Holzklasse

#45

Beitrag von beerMeBeerYou » Mittwoch 5. Februar 2020, 12:10

Hallo Leute,

danke mal ganz herzliche für die Diskussion hier, das hilft mir schon sehr viel weiter.
ich habe eine kleine technische Frage und habe bis jetzt noch keine Antwort dazu im Forum gefunden.
Derzeit versuche ich auch mir ein Rührwerk aus Holz zu bauen, der mit einem Wischermotor betrieben werden soll. Ich habe mich von von vorherigen Beiträgen inspirieren lassen.
Ich habe bereits Holzteile samt Schrauben und nun bin ich auf eine Sache gestoßen an die ich nicht gedacht habe. Und zwar geht es um die Verbindung zwischen der Welle (Buche Rundstab) und dem Motor. Meine Idee ist Eine M8 Stockschraube mit dem Holz zu verschrauben und dann über eine M8 Gewindemuffe mit dem Motor zu verbinden.
Das Problem ist nun, das sich der Motor im Uhrzeigersinn dreht und somit beim Rühren sich aus dem M8 Gewinde rausdreht. Anbei ist ein Bild um es zu veranschaulichen.
Untitled-1.png
Veranschaulichung wie der Motor an die Holzwelle angeschlossen wird.
Ich überlege mir nun ob ich die Drehrichtung einfach ändern kann. Da ich sehr wenig Tau von Elektrozeugs habe, frage ich mich wie ich das mache. Derzeit ist der Motor folgendermaßen angeschlossen an einem alten Laptop Adapter, wo ein Kabel (Ummantellung) mit dem Gehäuse vom Motor verbunden ist und das andere Kabel am blauen Kabel. Siehe Foto.
1580235156669.png
Anschluss des Motors an einem alten Laptop Adapter. Der Motor dreht sich im Uhrzeigersinn.
Wie würdet ihr das Problem mit dem Herausdrehen lösen? Kann ich einfach die Kabeln tauscheun und so die Drehrichtung ändern?

Ich verwende diesen Motor: https://www.amazon.de/gp/product/B00GI ... UTF8&psc=1
Danke vorab für eure Antworten!

LG

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Re: Rührwerk Holzklasse

#46

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 5. Februar 2020, 12:28

Beim Umpolen des Motors musst du Maßnahmen gegen (mögliche) Elektrolyse treffen.
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=22340
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=7782
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=8065

Alternative:
Lass die Drehrichtung wie sie ist, klebe die Gewindemuffe mit Loctite an der Motorwelle fest und sichere die Verbindung Stockschraube-M8 <--> Gewindemuffe mit einem Splint.

Die Stockschraube im Holz wird halten. Falls nicht >> auch einkleben
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Re: Rührwerk Holzklasse

#47

Beitrag von ubu » Mittwoch 5. Februar 2020, 12:36

Da der Rührer aus Holz ist sollte Elektrolyse doch eigentlich kein Thema sein.
Gruß
Uwe

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Re: Rührwerk Holzklasse

#48

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 5. Februar 2020, 12:49

Doch. Das Holz bleibt in Maische und Wasserdampf nicht trocken.

PS:
Wobei man sich auch bei Brauhardware.de zum fairen Preis eine Welle, einen Wellenadapter und ein Rührpaddel aus Edelstahl kaufen kann. Den Deckel kann man als Sparfurchs selbst basteln und der Motor ist vorhanden.
Ich wette, dass die Holzbastellösung mit allen nachfolgenden Optimierungen und Ausbesserungen mittelfristig teurer wird. (Erfahrungswert aus meiner Einkocherzeit.)
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Re: Rührwerk Holzklasse

#49

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 5. Februar 2020, 13:26

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 5. Februar 2020, 12:49
Ich wette, dass die Holzbastellösung mit allen nachfolgenden Optimierungen und Ausbesserungen mittelfristig teurer wird. (Erfahrungswert aus meiner Einkocherzeit.)
Nö. Einmal zusammengetackert und läuft:
rue3.jpg
rue3.jpg (60.33 KiB) 2392 mal betrachtet
Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Rührwerk Holzklasse

#50

Beitrag von beerMeBeerYou » Mittwoch 5. Februar 2020, 13:42

Danke für die Links zur Elektrolyse. Das mit der Umpolung werde ich sicher lassen. Der Tip mit Loctite ist hier wohl die beste Lösung.

Ja, stimmt ich hätte mir die Edelstahl-Teile direkt kaufen können und wahrscheinlich werde ich es auch noch tun, aber das Holzrührwerk wollte ich als kleines DIY Projekt angehen.

Dieserer Artikel ist übrigens auch sehr informativ, was alles dabei daneben gehen kann und ist ziemlich abschreckend: https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... d&tid=6379 :puzz

Aber nun bin ich etwas verunsichert, es steht hier (https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=8065), dass die Wischermotoren standardmäßig gegen den Uhrzeigersinn laufen. Ich nehme an, das ist wenn die angeschlossene Rührwerkswelle zum Boden zeigt?
Ich bin mir halt nicht ganz sicher ob bei mir die Verkabelung passt, da ich ja auch einen Laptop-Netzteil verwende. Gibt es eine einfache Möglichkeit dies bei meinem Holzrührwerk zu überprüfen ob Elektrolyse vorliegt? :Waa

Danke nochmal für die Hilfe!

LG

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