Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

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Pfaffenbrauer
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Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#1

Beitrag von Pfaffenbrauer » Freitag 7. August 2015, 12:21

Liebe Brauer
Sicherlich ein absolutes Randthema, doch ich würde mich über ein paar Echos freuen, bevor ich investiere … :thumbup
Derzeit braue ich noch in der 20l-Klasse mit 30l-Gärkübeln aus Plastik. Beim Abfüllen des Jungbiers in Flaschen hat mich die Platzierung des Auslaufhahns immer geärgert (zu hoch): Wenn ich nicht wollte, dass noch verhältnismässig viel Bier im Kübel blieb, musste ich den Kübel kippen, was immer wieder mal Hefe aufgewirbelt hat. Darum habe ich angefangen, das Jungbier mit einem Würzesyphon abzuziehen, was wunderbar geklappt hat.
Nun will ich mir Alu-Gärbottiche für 50l-Sude zulegen und habe entdeckt, dass die bei Braupartner mit (http://www.braupartner.de/shop/Gaerbott ... 2265.phtml) oder ohne (http://www.braupartner.de/shop/Brautopf ... _231.phtml) Hahn zu haben sind. Der Preisunterschied ist irrelevant (die Hahnen sind ja auch aus Plastik). Mein erster Gedanke war: Ich ziehe eh ab, dann kann ich gleich die ohne Hahn nehmen; vereinfacht auch das Putzen ungemein. Doch dann habe ich mich gefragt, ob ich da ev. etwas übersehe, und mich nachher grün und blau ärgere, weil ich unter diesen oder jenen Umständen doch einen Hahn gebraucht hätte. Deshalb möchte ich die Frage in die Runde werfen: Was denkt Ihr: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn?
Danke und Gruss
Stefan

P.S.: Wo finde ich eine Anleitung, wie ich Hyperlinks einfügen kann?

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gulp
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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#2

Beitrag von gulp » Freitag 7. August 2015, 12:37

Auslaufhahn oder nicht? Geht wieder in den Glaubens-Bereich. Ich habe beides, die Fässer ohne Hahn nehme ich aber nur wenn die anderen belegt sind.

Viel wichtiger wäre die Frage ob Aluminium für Gärbottiche sinnvoll ist, Alzheimer-mäßig.
Aluminium in die Suche eingeben.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#3

Beitrag von Crocodile Dundee » Freitag 7. August 2015, 12:57

Hallo Stefan,
ich hab mir einen Gärbottich von Polsinelli zugelegt und werde den Hahn zum Stammwürzemessen verwenden.
So kann ich den Bottich verschlossen lassen.
Ok, kleiner Nachteil ist, dass die Menge, die ich zum Messen im Spindelzylinder benötige, verloren ist.
Aber dafür reduziere ich meiner Meinung nach erheblich das Infektionsrisiko.

Gruß
Frank
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jemo
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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#4

Beitrag von jemo » Freitag 7. August 2015, 12:57

Für einen Gärbottich ohne Auslaufhahn, kannst Du auch einen Schengler-Topf nehmen. Ist aus Edelstahl und zudem preiswerter.
Ich habe mir das auch schon überlegt, weil dadurch ein großer Infektionsherd, der Auslaufhahn, wegfällt. Letztlich ist das dann aber auch deutlich unbequemer...
Viele Grüße,
Jens

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#5

Beitrag von hoggel1 » Freitag 7. August 2015, 13:15

Crocodile Dundee hat geschrieben:Hallo Stefan,
ich hab mir einen Gärbottich von Polsinelli zugelegt und werde den Hahn zum Stammwürzemessen verwenden.
So kann ich den Bottich verschlossen lassen.
Ok, kleiner Nachteil ist, dass die Menge, die ich zum Messen im Spindelzylinder benötige, verloren ist.
Aber dafür reduziere ich meiner Meinung nach erheblich das Infektionsrisiko.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

suche mal im Forum nach Spindelprobe und Auslaufhahn. Da bekommst du sehr viele Treffer. Du bekommst den Hahn nicht mehr ordentlich sauber und erhöhst eher das Risiko, anstatt es zu senken.

Ich habe gar keine Gärbottiche mit Auslaufhahn, dafür aber einen Bierheber. Für die Refaktometermessung nehme ich Schnapsgläser aus Glas. Für die Spindelprobe würde ich warten, bis der Schaum fast weg ist, und dann die Spindel im Gärbottich schwimmel lassen. Dann kann man öfters messen, ohne Bierverlust.

MfG
Thomas

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#6

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 7. August 2015, 13:25

Richtig, den Hahn bekommst du nur schwer sauber wenn du den für die Spindelproben benutzt.

Den verlust beim Spindeln kann man eingrenzen, mit dieser kleinen Spindel.
Mini Bierspindel + Standzylinder 40ml

Ich schöpfe mir die Probe von oben mit einer Suppenkelle ab. Die wird vorher mit kochendem Wasser überbrüht.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#7

Beitrag von Borni94 » Freitag 7. August 2015, 13:33

Wenn man den Hahn direkt nach der Probeentnahme mit Alkohol ausspült und desinfiziert sollte das Infektionsrisiko sehr gering sein. Wenn mans nicht tut bieten die Jungbierreste natürlich ein hervorragendes Buffet für Organismen. Das ist und bleibt ne Glaubensfrage. Andererseits bietet die Kräusendecke auch nen schutz. Wie sonst können Brauereien bei offener Gärung Infektionen aufs wahrscheinlichste vom Bier fernhalten. Die spindel sollte natürlich ordentlich desinfiziert sein.

Gruß,
Jan, der einen gäreimer mit Auslauf verwendet :thumbsup
Der gute Mensch, so glaubt es mir, der redet nicht und trinkt sein Bier

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#8

Beitrag von Pfaffenbrauer » Freitag 7. August 2015, 13:56

Vielen Dank für Eure raschen und hilfreichen Antworten.
Zum Thema Alu steht bei Braupartner: «Laut ‹Uni Jena› und anderen brautechnischen Anwendern/Instituten ist Lebensmittel-Alu der am besten geeignete Werkstoff für Gärbehälter.», aber wenn ich die Preise für die Schengler-Töpfe sehe (Danke jemo!!!), dann überzeugt mich plötzlich Edelstahl wieder umso mehr … :Wink Ich glaub, ich kauf mir solche.
Gruss
Stefan

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#9

Beitrag von mf_aut » Freitag 7. August 2015, 14:09

für den Schengler-Topf kannst du ja mal hier mitbieten:
Auktion in der Bucht!
2. Auktion
Ansonsten direkt eine Mail an den Verkäufer senden, die machen normalerweise sehr gute Angebote! :Drink

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#10

Beitrag von robie » Freitag 7. August 2015, 21:53

kein Alu
wenn du dich verbesser willst

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/G ... um100.html

gruß ro

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#11

Beitrag von afri » Freitag 7. August 2015, 23:02

Nach meinen neuesten Erkenntnissen (Abziehen des Jungbiers von oben) würde ich keinen Gärbehälter mehr mit Hahn ordern, weder aus Edelstahl noch aus Alu. Kostet ja auch alles zusätzlich Geld. Ich rate vom Hahn ab.
Achim
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#12

Beitrag von Crocodile Dundee » Freitag 7. August 2015, 23:17

hoggel1 hat geschrieben: Ich habe gar keine Gärbottiche mit Auslaufhahn, dafür aber einen Bierheber.

MfG
Thomas
Würdet Ihr eher einen Bierheber wie z.B.
http://www.hobbybrauerversand.de/Automa ... egular-3-8

oder ein Abziehrohr wie z.B.
http://www.schnapsbrenner.eu/Abziehrohr ... t-Antitrub

empfehlen ?

Funktioniert die "Anti-Trub-Vorrichtungen" ?
Lassen die Dinger sich gut reinigen ?

Gruß
Frank
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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#13

Beitrag von hoggel1 » Samstag 8. August 2015, 00:14

Hallo,
Ich habe den Bierheber. Ich bin damit zu frieden.
Antitrub dient dazu, das du nicht von ganz unten ansaugen kannst. Vereinfacht gesagt, du kannst das Ansaugrohr auf den Boden stellen und saugst keine Hefe an. Ob du das brauchst, musst du entscheiden.
Reinigen geht gut. Nur kochendes Wasser und hochprozentigen Alkohol vertragen die Bierheber nicht.

MfG Thomas

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#14

Beitrag von Bernstein » Samstag 8. August 2015, 09:04

Ich würde einen Thermoport mit Hahn nehmen. Damit kannst Du läutern und später auch vergären.
Den Hahn musst Du bei der HG ja nicht benutzen.

Gruss, Matthias

Gru
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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#15

Beitrag von Gru » Samstag 8. August 2015, 12:51

jemo hat geschrieben:Für einen Gärbottich ohne Auslaufhahn, kannst Du auch einen Schengler-Topf nehmen. Ist aus Edelstahl und zudem preiswerter.
Ich habe jeweils einen 47L Schengler-Topf und einen der baugleich ist mit den Amihopfen Töpfen als Gärbottich im Einsatz.

Vom Schengler Topf kann ich nur abraten. Der Deckel schliesst richtig schlecht und klemmt, ich hab den Topf schon nachgebogen damits nicht mehr so schlimm ist.
Der Topf ist überhaupt nicht hochwertig. Ich glaube nur falls man damit auf Gasflamme ohne Deckel kochen will ist er geeignet.

Der Amiphopfen Topf ist schon deutlich hochwertiger, Deckel passt gut. Natürlich hat man bei beiden Töpfen keinen richtig dichten Verschluss, also auch kein Gärröhrchen.

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#16

Beitrag von ZeroDome » Samstag 8. August 2015, 13:14

Bernstein hat geschrieben:Ich würde einen Thermoport mit Hahn nehmen. Damit kannst Du läutern und später auch vergären.
Den Hahn musst Du bei der HG ja nicht benutzen.

Gruss, Matthias
Im Thermoport vergären? Würde ich nur, wenn man eine Kühlspirale drin hängen hat. Durch die Isolierung steigt durch die Wärmeentwicklung bei der Hauptgärung die Temperatur dann so weit an, das kann nicht gut sein wenn man nicht gerade was belgisches produziert. 19°C Raumtemperatur werden dann sicher schnell mal 25°C Gärtemperatur oder mehr.
Der Amiphopfen Topf ist schon deutlich hochwertiger, Deckel passt gut. Natürlich hat man bei beiden Töpfen keinen richtig dichten Verschluss, also auch kein Gärröhrchen.
Finde ich auch nicht unbedingt wichtig.

Ich vergäre im 33L Schengler (mit Hahn), der dann im Kühlschrank temperaturgeregelt wird, das klappt hervorragend. Den Deckelrand hatte ich mal mit Sikaflex ausgefüllt, damit kein Spalt mehr vorhanden ist, aber da würde ich auch drauf verzichten, stände ich wieder vor der Wahl.

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#17

Beitrag von Pfaffenbrauer » Dienstag 11. August 2015, 11:52

Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Mir scheint, gulp hat 100% recht:
gulp hat geschrieben:Geht wieder in den Glaubens-Bereich.
Da ich die Hahnen eh schon kaum benutzt habe, werde ich sie bei der nächsten Anschaffung weglassen.
Ebenfalls im Glaubensbereich zu liegen scheint mir die Frage, wie dicht der Deckel auf den Gärbottich nun wirklich schliessen muss. Ich denke, ich kauf mir die von Schengler, und wenn der Deckel nicht ganz schliesst, dann bezeichne ich es als «halb-offene Gärung» :Bigsmile

Danke nochmals für Eure Hinweise
Stefan

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#18

Beitrag von sb11 » Samstag 15. August 2015, 18:31

Crocodile Dundee hat geschrieben: oder ein Abziehrohr wie z.B.
http://www.schnapsbrenner.eu/Abziehrohr ... t-Antitrub
Funktioniert dieses Abziehrohr zufriedenstellend? Ich überlege, ob ich meinen Gärbehälter gleich ohne Hahn bestellen soll und dafür dieses Abziehrohr verwenden soll...

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#19

Beitrag von bolllek » Montag 17. August 2015, 12:30

Wenn man einen Edelstahlbottich nutzt, wo mit hoher Sicherheit ein Edelstahlhahn dran sein wird, könnte man doch den Hahn vor der Entnahme und nach der Entnahme mit nem kleinen Brenner erhitzen.?
Oder sehe ich das falsch, bin der Meinung dies schon öfter in größeren Brauereien gesehen zu haben.

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#20

Beitrag von uli74 » Montag 17. August 2015, 13:50

bolllek hat geschrieben:...könnte man doch den Hahn vor der Entnahme und nach der Entnahme mit nem kleinen Brenner erhitzen.?
Handelsübliche Kugelhähne werden durch zwei Kunststoff-Dichtringe abgedichtet. Zu große Hitze oder gar einen Brenner werden die Dichtringe nicht verkraften, auch wenn sie kochende Flüssigkeiten vertragen. Wenn man keine toten Ecken haben möchte in denen sich Bierschädlinge vermehren können würde ich anstatt eines Hahns einen 1/2" Silikonschlauch auf eine in der Topfwand befestigte Schlauchtülle schieben und das freie Ende des Hahns einfach höher als den Flüssigkeitsstand im Topf lagern. Das Schlauchende sollte natürlich verschlossen sein und der Schlauch vor der Verwendung ausgekocht oder desinfiziert werden.
Gruss

Uli

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#21

Beitrag von riegelbrau » Montag 17. August 2015, 23:39

sb11 hat geschrieben:
Crocodile Dundee hat geschrieben: oder ein Abziehrohr wie z.B.
http://www.schnapsbrenner.eu/Abziehrohr ... t-Antitrub
Funktioniert dieses Abziehrohr zufriedenstellend? Ich überlege, ob ich meinen Gärbehälter gleich ohne Hahn bestellen soll und dafür dieses Abziehrohr verwenden soll...
Ja, das funktioniert super! Du hast aber keinen Heber, sondern musst selbst ansaugen oder es anderweitig zum Laufen bringen. Für das Abziehen der Würze nach dem Hopfenkochen nehme ich dieses Rohr, seit mir einige Mitbrauer sehr deutlich gemacht haben, dass der Bierheber aus Plastik dafür nicht gemacht ist... (gehalten hat er aber das eine Mal). Den nehme ich jetzt nur noch zum Abfüllen, weil dann ja das Bier schon kalt ist.

Bei beiden fehlt noch eine geschickte Lösung für die Befestigung am/im Topf. Selbst mit den zu beiden erhältlichen Klammern ist es nicht sicher, weil die das Rohr eben nur oben am Topfrand halten. Das Rohr mit dem Schlauch oben bildet einen ordentlichen Hebelarm, der selbiges leicht mal zur Seite drücken kann. Da muss man sich irgendwas einfallen lassen. Festhalten ist auch blöd, weil das Edelstahlrohr durch die heiße Würze auch heftig heiß wird.
AbziehrohrHeiss.jpg
Vorsicht heiß!
Christoph

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#22

Beitrag von Malzwein » Dienstag 18. August 2015, 08:15

Mir ist auch schon ein Bier umgekippt, vor zwei Jahren das letzte mal. Die Ursache kenne ich nicht genau, seitdem reinige ich aber die Kegs systematischer. Aber rechtfertigt die Angst davor den Aufwand, zumal auch der Heber gereinigt werden muss? Ist ein Infektionsrisiko durch das Hantieren von oben im Gärbottich nicht zumindest genau so hoch? Wenn ich "selbstansaugen" lese, kringeln sich meine Fußnägel, auch sind kleine Winkel ähnlich wie am Hahn schwer zu reinigen.

Ich entnehme Proben duch den Hahn meiner Plastikfässer und spühle diesen danach mit Isopropanol. Bisher ohne Probleme. Brauereien nutzen doch auch eine Zwickelmöglichkeit?
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#23

Beitrag von Crocodile Dundee » Mittwoch 16. September 2015, 09:17

riegelbrau hat geschrieben: Ja, das funktioniert super!
Hallo Christoph,
hab' jetzt auch ein solches Abziehrohr, verwende ihn aber nur zum Umfüllen aus dem Gärbottich heraus.
Ich suche aber noch einen passenden Schlauch, der möglichst lebensmittelecht und kochbeständig sein sollte.
Welchen hast du denn dafür verwendet?

Gruß
Frank
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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#24

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 16. September 2015, 09:31

Brauereien nutzen doch auch eine Zwickelmöglichkeit?
Ja, aber der Zwickel wird mit einer Lötlampe abgeflämmt.
Ich suche aber noch einen passenden Schlauch, der möglichst lebensmittelecht und kochbeständig sein sollte.
Welchen hast du denn dafür verwendet?
Nimm einen Silikonschlauch, bekommst du u.a. auch bei HuM.
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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#25

Beitrag von riegelbrau » Mittwoch 16. September 2015, 12:34

Crocodile Dundee hat geschrieben:
riegelbrau hat geschrieben: Ja, das funktioniert super!
Ich suche aber noch einen passenden Schlauch, der möglichst lebensmittelecht und kochbeständig sein sollte.
Welchen hast du denn dafür verwendet?
Ich hab auch den Silikonschlauch von HuM, den Du oben auf dem Bild sehen kannst. Neben dem Rohr ist aber auch der ganz schön heiß beim Hopfenseihen. Daher liebäugele ich mit diesem hier: http://www.schlauch-profi.de/getraenkes ... t-155?c=41. Der kostet natürlich ganz schön, dürfte aber stabiler sein und evtl. auch nicht so heiß werden.

Für das Rohr ist mir eingefallen, ob ein Stück Schaumisolierung, wie es für Heizungsrohre verwendet wird, praktikabel ist.

Das mit der Infektionsgefahr durch ansaugen sehe ich in dem heißen Bereich nicht so. Da ist eher die Gefahr, sich die Schnauze zu verbrühen.

Gut Sud!
Christoph

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Re: Gärbottich mit oder ohne Auslaufhahn

#26

Beitrag von gulp » Mittwoch 16. September 2015, 13:13

Mir ein Rätsel, warum man sich freiwillig das Schlauchgefrickel antun mag. Der Schlauch kommt bei mir nur zum Einsatz, wenn beide 60l Gäreimer (mit Hahn) belegt sind. Hahn auf, Suppe Verlustfrei abfüllen, fertig. :Bigsmile

Gruß
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