Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
Dödi_3030
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Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#1

Beitrag von Dödi_3030 » Sonntag 20. September 2015, 15:37

Liebe Hobbybrauer,

ich möchte mich mit diesem Thema in die Welt dieses Forums einbringen. Mein Status als Hobbybrauer bislang:

- gelegentlicher Über-die-Schulter-Schauer bei Freunden, die mit dem Braumeister 50 arbeiten
- fleißiger Leser hier und von diverser Hobbybrauer-Literatur

Nun juckt mich seit einer Weile der Braumeister 10 Liter für mich selbst. Deswegen eine Frage an alle, die den BM10 tatsächlich haben und damit arbeiten: Wie isses so?

Es geht mir also um konkrete Erfahrungen:
  • - Hat sich die Entscheidung für das 10-Liter-Modell für euch als richtig erwiesen?
    - oder ärgert ihr euch, dass ihr nicht doch mehr brauen könnt?
    - Wie viel Bier kommt am Ende bei unterschiedlichen Braustilen tatsächlich raus?
    - habt ihr schon irgendwelches spezielles Zubehör im Einsatz?
    - Wie sind eure Rahmenbedingungen zum Brauen (z.B. kompakte Küche, Stadtwohnung, Balkon, Hobbykeller etc.)
    - würdet ihr euch als experimentierfreudig bezeichnen?
    - kommt man mit den Mengen der Zutaten in der Praxis zurecht? Je nach Rezept kommt man ja dann z.T. auf Hopfengaben von wenigen Gramm. Mit was für einer Waage arbeitet es sich da besonders gut?

    - Ach ja: Schmeckt's? :Smile

Bitte keine Auskünfte im Stil von "10 Liter sind doch viel zu wenig", "Lohnt sich doch nicht", "zu teuer"
- die gibt es schon zur Genüge in anderen Threads. Würde mich freuen, wenn hier echte Erfahrungsberichte von Nutzern des BM10 gebündelt zusammen kommen.

Gibt es einen solchen gebündelten Thread schon? Dann freue ich mich auf den entsprechenden Hinweis; ich habe ihn in meiner Recherche nicht gefunden.

Als denn, es freut sich auf Antworten

Dödi_3030

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#2

Beitrag von adlismatter » Sonntag 20. September 2015, 19:27

Nur als Tipp, Kauf ein Bm20 mit 10er Malzrohr, dann hast du Potential nach oben.
Gruss
Wilfried

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#3

Beitrag von Firestarter » Sonntag 20. September 2015, 22:18

Servus Dödi,

nach 24 Suden mit dem 10er kann ich Dir glaube gut antworten!

- Hat sich die Entscheidung für das 10-Liter-Modell für euch als richtig erwiesen?

AW: definitiv! Grund war für mich, daß alles in die Küche darf, unter die Dunstabzugshaube paßt und in der Spüle sauber gemacht werden kann. Alles Super!

- oder ärgert ihr euch, dass ihr nicht doch mehr brauen könnt?

AW: Naja ich habe dafür 4 verschiedene Sorten im Kühlschrank. Wenn ich mehr will, mache ich einen Doppelsud. Zudem haben die größeren Modelle nicht die o.g. Vorteile beim Aufstellen und reinigen. Da der BM ohne viele Eingriffe läuft, kann man jede Woche brauen.

- Wie viel Bier kommt am Ende bei unterschiedlichen Braustilen tatsächlich raus?

AW: anfangs nur 8 Liter ohne Nachguß. Aktuell ca.22 Flaschen a 0,5 L also ca. 11 Liter.

- habt ihr schon irgendwelches spezielles Zubehör im Einsatz?

Büdenhaube, sonst nichts. Es empfiehlt sich 2-3 Gärfässer anzuschaffen.

- Wie sind eure Rahmenbedingungen zum Brauen (z.B. kompakte Küche, Stadtwohnung, Balkon, Hobbykeller etc.)

Habe ein großes Haus, aber in der Küche ist alles da was ich brauche. In einer sauberen Umgebung vermeide ich infektionen.

- würdet ihr euch als experimentierfreudig bezeichnen?

Ja, habe nun alle Rezepte selbst entwickelt.

- kommt man mit den Mengen der Zutaten in der Praxis zurecht? Je nach Rezept kommt man ja dann z.T. auf Hopfengaben von wenigen Gramm.

Du musst manche Rezepte anpassen, da es noch keine 10L Rezepte gibt. Gebe gerne Tipps per PM.

Mit was für einer Waage arbeitet es sich da besonders gut?

AW: Habe eine elektronische Feinwaage. Dir Menge bei mir liegt bei ca. 11g (4,3 alpha) beim Weißbier bis 24g (3,8 alpha) beim Hellen.

- Ach ja: Schmeckt's? 

AW: Hammer!!!

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#4

Beitrag von schloemi » Montag 21. September 2015, 08:08

adlismatter hat geschrieben:Nur als Tipp, Kauf ein Bm20 mit 10er Malzrohr, dann hast du Potential nach oben.
Gruss
Wilfried
Dem würde ich uneingeschränkt zustimmen. Der Zeit- und Reinigungsaufwand ist identisch. Vom Platzbedarfs sollte der Unterschied marginal sein. Mit 10 Litern kannst du vermutlich weniger experimentieren, als mit 20 Litern. Letztere kannst du beispielsweise in zwei Batches teilen, mit unterschiedlichen Hefen vergären oder verschiedene Hopfen ausprobieren. Wenn du nicht so viel produzieren möchtest, steht dir immer noch als Fallback das kurze Rohr zur Verfügung. Wenn du Spaß beim brauen hast, werden dir irgendwann die 10 Liter einfach zu wenig sein, wenn du keinen Spaß findest, wirst du dich über die Investition ärgern. Und bedenke: die meisten Braupakete sind auf 20 Liter ausgelegt. Nicht wegen des BM, sondern wahrscheinlich weil dies eine sinnvolle Menge ist. Ich habe keinen BM 10, aber seit gut 9 Jahren einen BM 20 und so manches Mal sehnte ich mir den BM 50 herbei ...

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#5

Beitrag von Hagen » Montag 21. September 2015, 08:15

Dem kann ich mich nur anschließen. Ich weiß, du fragst explizit nach dem BM 10. Dennoch solltest du dich mit Maßen und Gewicht auseinandersetzen, ob der BM20 nicht auch noch deinen Ansprüchen genügt. Letzlich is er unwesentlich teurer und bietet eben die von Schloemi genannten Möglichkeiten.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#6

Beitrag von Firestarter » Montag 21. September 2015, 12:46

Diese Argumente habe ich auch vorher überlegt. Das mit den Brausets für 20L liegt an den gängigen Einkochern und nicht am BM20! Zudem wird man die nur anfangs - wenn überhaupt verwenden und nachfolgen die Zutaten einzeln beschaffen. Habe mich bewusst für den 10er entscheiden, weil nur der unter die Dunstabzugshaube passt. Auch experimentieren kann man mindestens so gut wie im 20er. Ich habe lieber verschiedene Sorten im Kühlschrank, als zuviel von einer. Wer auf Menge aus ist muss einen größeren nehmen ganz klar (oder Doppelsud), aber darum geht es nicht, sondern um Erfahrungen mit dem 10er. Wenn Ihr die habt, dann gerne berichtigen, wenn nicht dann bitte den Hinweis im 1. Beitrag beachten.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#7

Beitrag von schloemi » Montag 21. September 2015, 13:07

Setzt dich doch mal, Firestarter!

Jeder hier hat den Hinweis im ersten Beitrag gelesen. Wenn es sich hier nicht um eine Produkt-Umfrage handelt, sondern um eine tatsächliche mögliche Kaufentscheidung, dann kann man dieses Thema doch mal kritisch beleuchten. Es ist doch schön, dass du mit dem BM10 zufrieden bist,, warum auch nicht - ich und andere Nutzer sehen halt für einen kleinen Preisunterschied beim BM20 mehr Potential nach oben, gerade weil wir wissen, dass im Laufe der Zeit und gewonnener Erfahrung sich Wünsche und Anforderungen verändern können. Und: 60cm BM20 bekomme ich auch problemlos unter meine Dunstabzugshaube, allerdings wird es dann mit dem Läutern und Nachguss schwierig. Aber ich verstehe überhaupt nicht deine aggressive Haltung?!

cu schloemi
Zuletzt geändert von schloemi am Montag 21. September 2015, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#8

Beitrag von flip » Montag 21. September 2015, 13:19

Naja, die Erfahrungen mit dem BVM 10 und BM 20 sollten identisch sein. Der BM10er lohnt sich nur, wenn man eine Glasvitrine hast, wo man ihn hineinstellen möchte. ;)
Oder man sonst ziemlich beengt ist.

Der BM 20 hat gerade einmal einen zehn Zentimeter größeren Durchmesser und kostet - mit dem kleineren Malzrohr - 350€ mehr (ohne 250€).
Da sich am Brauvorgang nichts ändert, reicht das aus, als dass der BM10 sich überhaupt nicht lohnt. Noch nicht einmal finanziell. Abgesehen davon kommt irgendwann der Punkt,
wo man einfach mehr machen möchte, allein schon wenn die ganzen Bekannten ankommen. ;)

Ich hab jetzt so 20 Sude mit dem BM 20 hinter mir und mache das in der Kücher und dem Balkon (Stadtwohnung). Für 10 Liter würde ich nicht extra raus gehen. Das geht auch so.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#9

Beitrag von Firestarter » Montag 21. September 2015, 14:20

@ Schloemi, ich sitze - war nicht aggressiv gemeint :-)! Hier wurde halt nach Erfahrungen mit dem 10er gefragt und nicht welcher der Beste ist - das muß jeder für sich entscheiden.

Wer alle versorgen will muss ich einen größeren BM holen, aber da ist der 20er auch zu klein. Ich will für mich und Gäste ein paar frische Spezialitäten im Kühlschrank haben und das geht. Ich bekomme den BM mit Büdenhaube unter die Abzugshaube und kann läutern ohne den Pott zu bewegen- das war meine Grund und das geht mit dem 20er nicht (habs versucht). Leider höre ich immer Kommentare wie "oh für die Vitrine"...und und und. Das ist definitiv nicht so und ich braue mehr als manch einer mit großem Equipment. Wer sich für den 10er interessiert, hat auch seinen Grund und muss hierzu nicht belächelt werden, sondern hat ein top Gerät, welches gutes Bier braut. Wer eine Kostenrechnung machen will, ist beim Hobbybrauen eh falsch und wird unter 600hl keinen Gewinn machen. Wäre schön wenn sich noch jemand melden würde, der den 10er hat, um die Erfahrung zu tauschen.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#10

Beitrag von flip » Montag 21. September 2015, 14:56

Hehe, mit deiner Argumentation wirst du eh alles klein reden, was deinen BM 10 angreift. Mögen die Argumente noch so sinnvoll sein.
Aber egal, ich will nicht streiten. Es gibt doch von HUM die Möglichkeit, den BM10 zu mieten. Warum also nicht einfach mal ausprobieren, wenn man unschlüssig ist?
Dann weiß man, ob man mit dem Gerät auskommt und ob es in die Wohnung passt.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#11

Beitrag von fmartinr » Montag 21. September 2015, 15:04

Hallo,

ich braue zwar mit dem Bm20, aber einige Deiner Fragen lassen sich auch aus der Erfahrung mit dem größeren beantworten. Zur nicht gestellten Frage Bm10/20 sage ich hier nichts.


- Wie viel Bier kommt am Ende bei unterschiedlichen Braustilen tatsächlich raus?
Bei Bm20 sind 20 l realistisch, am Anfang war es weniger als 20 mit der Zeit wird es mehr als 20. Das läßt sich vermutlich auf den 10er übertragen.

- habt ihr schon irgendwelches spezielles Zubehör im Einsatz?
Feinsiebe

- Wie sind eure Rahmenbedingungen zum Brauen (z.B. kompakte Küche, Stadtwohnung, Balkon, Hobbykeller etc.)
kompakte Küche

- würdet ihr euch als experimentierfreudig bezeichnen?
Im klassischen rezeptbereich ja. Exotisches, Reinheitsgebotfremdes nein.

- kommt man mit den Mengen der Zutaten in der Praxis zurecht? Je nach Rezept kommt man ja dann z.T. auf Hopfengaben von wenigen Gramm. Mit was für einer Waage arbeitet es sich da besonders gut?
Ja, Mengen lassen sich gut Handhaben. Es gibt digitale Küchenwaagen, die Grammgenau anzeigen, das reicht.



- Ach ja: Schmeckt's?

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#12

Beitrag von Firestarter » Montag 21. September 2015, 17:15

@Flip - guter Vorschlag! Anhand der Maße auf der Webseite von Speidel, kann man das auch vorab einschätzen.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#13

Beitrag von dvizard » Montag 21. September 2015, 18:05

Apropos kleine Gewichte, ich hab mir für um 30€ eine digitale Löffelwaage geholt, die ist auf 0.1g genau und der absolute Knüller. Es ist nicht die auf dem Bild, aber ähnlich. Eine top lohnende Investition, auch wenn mal mal z.B. beim Backen kleinere Mengen genauer abwägen will.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#14

Beitrag von Boludo » Montag 21. September 2015, 18:13

Wenn eine Waage das Gewicht auf 0,1g genau anzeigt, heißt das aber noch lange nicht, dass sie auch so genau wiegen kann.

Stefan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#15

Beitrag von Dödi_3030 » Montag 21. September 2015, 20:15

Mensch liebe Hobbybrauer,

das wäre nicht nötig gewesen, dass ihr euch wegen meinen Fragen die Köppe einhaut!

@Firestarter: Danke für deinen Erfahrungsbericht - das bekräftigt mich zumindest schon mal darin, dass es nicht völlig banane sein muss, sich für den 10er zu interessieren...

Hm, das Nachmessen mit dem Meterstab hat gezeigt: Bei mir sind unter dem Dunstabzug gerade mal 48 cm Platz. Das ist genauso groß wieder BM10 hoch (ist der Kleine wirklich so, nun ja: groß ?!?). Das hieße, dass dieser Vorteil schon mal wegfällt.

Bleibt noch die spülentaugliche Reinigung...

Mal sehen. Akut steht eine Kaufentscheidung eh noch nicht an, das muss noch gären und reifen. Auf das Angebot zu Infos per PN komme ich ggf. gerne zurück...

@flip: Danke für den Hinweis mit der Miete - das könnte ich tatsächlich versuchen (wenngleich es aktuell "nicht verfügbar" heißt)

@diejenigen von euch, die sich zu digitalen Waagen geäußert haben: Reagieren eure Waagen tatsächlich auf Zugaben von einem Gramm mehr oder weniger? Meine Waage mit grammgenauer Anzeige kann das nicht, die ist etwas träge. Welche Modelle können sowas - oder anders gefragt: Womit wiegen eigentlich Drogendealer ihre Ware ab? :Grübel

Vielen Dank an alle - und ich freue mich über weitere Erfahrungsberichte mit dem BM10!

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#16

Beitrag von Firestarter » Montag 21. September 2015, 20:30

Schau mal auf Amazon nach "GundG Taschenwaage". Die hat auch Kalibriergewichte dabei und misst 0.01g - das ziemlich genau. So kann man auch ein Pack Tockenhefe auf 5.75g Portionieren. Für Tee ist die auch gut.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#17

Beitrag von Hagen » Dienstag 22. September 2015, 11:13

Boludo hat geschrieben:Wenn eine Waage das Gewicht auf 0,1g genau anzeigt, heißt das aber noch lange nicht, dass sie auch so genau wiegen kann.

Stefan

Naja, Stefan, wir wollen damit nur Hopfen und kein Koks wiegen. Da kommt es selbst bei 10 l nicht auf 0,1 Gramm an, oder? :Wink

Passt bei diesen Waagen allerdings mit den Batterien auf. Viele sind für Knopfzellen ausgelegt. Das wird schnell teuer. Daher auf AAA Batteriebetrieb achten!
Besten Gruß

Hagen

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#18

Beitrag von fmartinr » Dienstag 22. September 2015, 11:19

Hallo,

ich meine, daß eine übliche Batterieküchenwaage mit 1 g Anzeige ausreicht. Mir zumindest. Natürlich gibt es auf der letzten Stelle, wenn die Waage von 3 auf 4 g umspringen soll eine Unschärfe (digit). Mich stört das nicht. Zum Hopfenabwiegen wirst Du z.B. 30 g abwiegen, da kommt es auf 1 g nicht an.

Am kritischsten wäre ein schwachgehopftes Bier (Weizenbier) mit hochalpha-Hopfen möglichst noch fünf Sorten gemischt als Pellets 45. Bei den kleinen Mengen reicht so eine Waage nicht. Aber braucht's das?

Zuckerdosage für einzelne Flaschen zu Nachgärung kann man einfach mit einem Teelöffel machen oder mit der Dosierhilfe von Hum. Da reicht auch eine 1g genaue Waage, um zu probieren. Wenn man etwas experimentiert hat, wieviel man braucht, ist das ganz einfach.

Grüße
Martin

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#19

Beitrag von Firestarter » Dienstag 22. September 2015, 11:30

Ihr habt recht, dass man die Genauigkeit eigentlich nicht braucht, aber wenn vorhanden, kann diese genutzt werden. Verwende diese Waage seit 3 Jahren ohne Batteriewechsel. Außerdem ist die Waage nicht teuer- also was spricht dagegen?

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#20

Beitrag von dvizard » Dienstag 22. September 2015, 13:39

Ja, die Löffelwaage ist definitiv tatsächlich auf 0.1g genau. D.h. ich kann Zucker draufbröseln und die Anzeige steigt schön genau (und hält natürlich auch an, wenn ich damit aufhöre). Ob sie jetzt 100% präzis ist (also ob 10.0g jetzt wirklich 10.0g sind oder evtl 10.2 oder 10.5), ist die andere Frage (ich denke sie ist ganz gut), aber das spielt IMO auch keine Rolle.

Ich finde, es macht schon einen Unterschied, 0.1 oder 1 g Präzision zu haben. Klar reicht es, 10g abzumessen statt 10.2. Aber eine Küchenwaage, die auf 1g Anzeige ausgelegt ist, ist denke ich nicht wirklich dafür gedacht, den Unterschied zwischen 9 und 10 g festzustellen (und die Trägheit wurde ja hier auch schon kommentiert.)

Und ja, solche Löffelwaagen werden glaube ich auch von Drogendealern verwendet. Gab jedenfalls aus meinem Umfeld diverse blöde Kommentare dazu :)

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#21

Beitrag von fassjauche_shanghai » Dienstag 22. September 2015, 15:24

HHH - häng die Haube höher!
Falls nicht der fliesenspiegel oder anderes dagegen spricht sollte das relativ einfach Platz nach oben schaffen

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#22

Beitrag von Hagen » Dienstag 22. September 2015, 16:50

Da müsste er die Haube aber schon sehr viel höher hängen, damit er er darunter noch bequem das Malzrohr heraus heben kann, selbst bei der 10 l-Version.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#23

Beitrag von Firestarter » Dienstag 22. September 2015, 19:22

Stimmt, aber man muss nicht genau drunter stehen, damit der Abzug funktioniert bzw. kann zur Not auch den BM etwas vorziehen zum läutern - und zum kochen zurückschieben.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#24

Beitrag von Firestarter » Dienstag 6. Oktober 2015, 12:02

Habe eine Erfahrung mit dem 10er gestern in die Rubrik "Bebilderte Braudokumentation" gestellt. Denke das passt als Hinweis hier gut rein.

Gruß
Matthias

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#25

Beitrag von Cpt_Dirk » Samstag 10. Oktober 2015, 22:29

So, heute meinen 4. Sud mit dem BM 10 abgeschlossen, deshalb hier mal ein paar Antworten:

- Hat sich die Entscheidung für das 10-Liter-Modell für euch als richtig erwiesen?

Ja, mir reicht der BM10 vollkommen aus

- oder ärgert ihr euch, dass ihr nicht doch mehr brauen könnt?

Nö, so viel trinke ich nicht und es gibt zudem ja noch anderes leckeres Bier, das ich nicht gebraut habe

- Wie viel Bier kommt am Ende bei unterschiedlichen Braustilen tatsächlich raus?

So zwischen 9 und 11 Litern, hängt davon ab.

- habt ihr schon irgendwelches spezielles Zubehör im Einsatz?

Noch nicht, aber die Haube kaufe ich mir noch

- Wie sind eure Rahmenbedingungen zum Brauen (z.B. kompakte Küche, Stadtwohnung, Balkon, Hobbykeller etc.)

Küche, EFH. Der BM10 kann in einem Raum mit ganz normalen Spüle gereinigt werden

- würdet ihr euch als experimentierfreudig bezeichnen?

Ja, ausprobieren macht doch den Reiz aus

- kommt man mit den Mengen der Zutaten in der Praxis zurecht? Je nach Rezept kommt man ja dann z.T. auf Hopfengaben von wenigen Gramm. Mit was für einer Waage arbeitet es sich da besonders gut?

Ich maische immer mit 12 L ein und sehe zu, dass ich nach dem Abläutern wieder 12 L im Braumeister habe. Dann stelle ich nach dem Hopfenkochen die Stammwürze ein. Ca. 1L geht dann beim Hopfenseihen drauf und nochmal 1 L beim Abfüllen. Du bekommst also ca. 10 Liter Bier. Im Moment habe ich eine Sudausbeute von 50%, da will ich noch was dran schrauben. Jedenfalls reicht eine gute Digitalwaage mit 1g Schritten vollkommen aus.


- Ach ja: Schmeckt's? :Smile

Was glaubst Du denn? :Pulpfiction

Gruß

Dirk

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#26

Beitrag von Firestarter » Sonntag 11. Oktober 2015, 22:36

Hi Dirk,
danke für den Bericht! Denke bald kommst Du auch auf 11 Liter abgefülltes Bier! Maische mal mit 12,5 Liter ein und nehme 3 Liter Nachguß - dann Kommst Du auf 13 Liter zum ausschlagen. Schreib bitte mal weiter hier - schön einen Gleichgesinnten hier zu kennen! Ach ja die Thermomanschette ist auch top beim 10er!

Gruß Matthias

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#27

Beitrag von Cpt_Dirk » Dienstag 13. Oktober 2015, 19:05

Okay

Dirk

M79576
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#28

Beitrag von M79576 » Freitag 16. Oktober 2015, 16:20

Hallo Mathias,

ich habe sehr ähnliche Überlegungen wie Du im Vergleich der 10l und 20L Version angestellt, hatte aber zunächst Bedenken, ob denn der Prozess auch noch im 10 Liter Maßstab funktioniert. Deine Beiträge habven mich dann überzeugt und so habe ich mir die handlichere 10 Literversion bestellt. Speidel sagt, die Rezepte für den 20 Liter Braumeiser müssten etwa halbiert werden, dann würde es passen. Ist dass Deine Erfahrung? Ich habe Speidel's Rezepte mal von der 50 L auf die 20 L version umgerechnet und da stimmen die rechnerisch die Ergebnisse nit ganz mit den Rezeptangaabne überein.

Du sagst Du kommst auf 13 Liter Ausschlagsvolumen. Nehmen wir an Du zweigst etwa einen Liter Würze für die Nachgärung ab, und es bleibt ja sicher ein kleiner Rest im Topf, genügen dann die kleinen 12 L Speidelfässer, die Du in Deinem Doppelsudbeitrag zeigst für die Gärung? Mein Verständnis war, dass Du für jeden ein Sud ein Gärfass und nicht zwei nimmst.

Besten Dank und Gruß,

Michael

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#29

Beitrag von Cpt_Dirk » Freitag 16. Oktober 2015, 17:15

Kochen tue ich auch nicht 100% nach Rezept. Lerne Deinen BM kennen und nach und nach, wisst Du wissen, wie Du die Rezepte anpassen musst. Nimm gleich einen 15 L Gärbehälter; je nach Hefe haut es dir den Schmodder aus einem 12 L Fass raus.

Dirk

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#30

Beitrag von Firestarter » Freitag 16. Oktober 2015, 19:36

Hallo Michael,
im Prinzip stimmt die Aussage von Speidel. Dies ändert sich aber wenn Du was ändern möchtest. Allgemeine musst Du die Schüttung an den Gehalt der Malz anpassen. Das heißt je mehr Pilsener Malz, desto weniger Gewicht im Verhältnis. Mein Helles hat einen hohen PiMa Anteil und den gleichen Platowert wie Weizen mit 10% mehr Gewicht, da Weizenmalz weniger ergiebig ist.

Das mit dem Fass stimmt nicht ganz- ich arbeite immer mit den 12l Fässern. Die haben ein Volumen von über 12L. Zwar schlage ich 13L max. aus, bekomme aber nach Abzug von ca. 1L Speise nur 12L max. ins Fass, was mit jeder bisher getesteten Hefe nie zu hoch geschäumt hat. Also keine Panik und 12L Fässer kaufen!

Du wirst viel Spaß mir dem tollen 10er haben!!!!

Viele Grüße
Matthias

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#31

Beitrag von M79576 » Samstag 17. Oktober 2015, 17:16

Hallo Matthias,

besten Dank! Das ist gut zu wissen, da ich die Fässer nicht größer als nötig kaufen möchte, vor allem um den Platz in der Kühltruhe gut auszunutzen.

Gruß,

Michael

wannenbraeu
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#32

Beitrag von wannenbraeu » Sonntag 18. Oktober 2015, 13:47

Hallo zusammen

Ich fülle meinen Braumeister eigentlich immer bis zur maximalen Malzmenge auf und rechne auch die Rezepte dann so um das es passt.
Den Rest kann ich dann mit der Wassermenge und dem Nachguss regeln. Verdünnt ist es ja dann schnell.
Ich braue zwar mit dem BM20, aber das dürfte ja genauso auf den BM10 zutreffen. Wobei wahrscheinlich die Verdunstungsmenge beim Kochen beim 10er grösser ist oder?

Gruss

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#33

Beitrag von Firestarter » Montag 19. Oktober 2015, 16:28

Die liegt bei 1.5 Liter mit Haube und offen bei 2 - 2.5 Liter nach 80min. Wie ist das mit dem 20er ?

Marcus250
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#34

Beitrag von Marcus250 » Mittwoch 21. Oktober 2015, 19:27

Hallo Dödi,

nachdem ich dreimal mit meinem 10L Braumeister gebraut hatte, möchte ich mich auch mal zu dem Thema äußern.

Ich habe vor 2 Jahren mit einer selbstgebauten Einkocheranlage angefangen.

Ich hatte damals schon den BM20 gesehen, mir war aber der Gesamtpreis zu hoch.
Da ich schon länger im Forum migelesen hatte, wußte ich was ich zu beachten hatte.
Der Invest in den Selbstbau lag irgendwo bei 600€ (Einkocher, PID Regler, Rüherwerk geschweißt, Wärmetauscher, Steuerung, Schengler, Matmill, CC Kegs).

Nett, aber alles war mir zuviel rumgematsche.

Beim BM10 kommt zwar nur ein Kasten Bier raus. Aber der Weg dorthin ist deutlich einfacher.
Der letzte Sud brachte 11l, man kann das bestimmt auf 13l hochbekommen.

Ich habe mir eine Isomatte als Isolierung und die Edelstahlhaube von Speidel gekauft.
Ansonsten ist hier ein Refraktometer, eine Kellerfee, Braunol, ein Kompensatorhahn und eine Goldwaage (Internet 30€) im Einsatz.

Ja ich weiß der BM20 kostet nur 300€ mehr, da könnte mal wenn man mal will...
... aber es reicht wenn ich meinen E350 zu 90% im Stadtverkehr fahre.

Ich will den BM10 nichtmehr hergeben.

Als nächstes werde ich eine Gefriertruhe anschaffen um die Reifung und Abfüllung mal etwas unproblematischer zu gestalten.

Marcus

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#35

Beitrag von aalhuhnsuppe » Mittwoch 21. Oktober 2015, 20:07

Marcus250 hat geschrieben:Ansonsten ist hier ein Refraktometer, eine Kellerfee, Braunol, ein Kompensatorhahn und eine Goldwaage (Internet 30€) im Einsatz.
Was machst du denn in dem Zusammenhang mit Braunol, einem Schleimhautantiseptikum?
Herzliche Grüße
aalhuhnsuppe

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#36

Beitrag von Marcus250 » Mittwoch 21. Oktober 2015, 22:13

Hi,
aalhuhnsuppe hat geschrieben:Was machst du denn in dem Zusammenhang mit Braunol, einem Schleimhautantiseptikum?
Das nehme ich mit Wasser verdünnt zum desinfizieren.
Während des Hopfenkochens das Gärfass und den Filter mit der Lösung füllen und in Ruhe das Jod arbeiten lassen.

Mir ist noch nichts sauer geworden.

Marcus

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#37

Beitrag von Hammerwade » Sonntag 25. Oktober 2015, 12:46

Hallo zusammen,

ich arbeite noch mit Einkochern und denke darüber nach mir einen BM zu zulegen.

Ich brau gerne Bockbiere und habe gehört, dass die Stammwürzen beim BM nicht so hoch ist.

Welche max. Stammwürzen lassen sich mit einem BM10 realisieren bei welcher Literzahl?

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#38

Beitrag von Miicha » Sonntag 25. Oktober 2015, 15:33

Hallo Hammerwade

Unser "Rekord" liegt bei 18l mit 32° Plato, allerdings auf einem 50er BM mit kurzem Malzrohr, wir konnten uns nicht vorstellen, 36l Bockbier zu verbrauchen.

Ich denke mal, so etwas geht auch auf einem 10er.

LG Ellen&Micha
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#39

Beitrag von Smeg » Dienstag 3. November 2015, 07:06

Ich habe den BM10 vor kurzen in der Bucht geschossen und werde morgen meinen zweiten Sud aufsetzen!

Vorteil:
kleine Mengen reduzieren den Schaden bei Fehlproduktionen
perfekt für viele verschiedene Sorten
leicht zu reinigen


Nachteil:
die meisten Rezepte sind auf die doppelte Menge ausgelegt. D.h. dass man z.B. nur einen Teil der Hefe nimmt und oder einen Teil verwerfen muss
gleiche Arbeit, jedoch nur die Hälfte an Bier


Bislang bereue ich den Kauf, da ich mir lieber den BM20 hätte kaufen sollen. Das liegt allerdings nur daran, dass ich noch 4 Wochen auf mein erstes selbstgebrautes Bier (knapp über 9 Liter) warten muss und dann befürchte, dass es keine Woche überlebt. Ich wollte jetzt alle 2 - 3 Wochen einen Sud aufsetzen und hoffe, dass meine Befürchtung nicht eintreten wird.

Da ich erst einen Sud aufgesetzt habe, würde ich meinen Beitrag nur bedingt zur Kaufentscheidung heranziehen.



1. Sud IPA
2. Sud Imperial chocolate Stout (geplant)
3. Sud Dunkles Weizen (geplant)
4. Sud Mexican cake clone (geplant)

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#40

Beitrag von Cpt_Dirk » Montag 9. November 2015, 20:54

Welche max. Stammwürzen lassen sich mit einem BM10 realisieren bei welcher Literzahl?
Ich habe vorletztes Wochenende 11 Liter Bock mit 17° Plato in einem BM10 gebraut. Dazu habe ich zweimal 2,5 kg Malz eingemaischt und bin eine Kombirast bei 67°C gefahren. Also über 20° Plato zu kommen sollte bei dreimaligen Maischen kein Problem sein, dauert halt etwas.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#41

Beitrag von Cpt_Dirk » Montag 9. November 2015, 21:03

Smeg hat geschrieben:Ich habe den BM10 vor kurzen in der Bucht geschossen und werde morgen meinen zweiten Sud aufsetzen!

Vorteil:
kleine Mengen reduzieren den Schaden bei Fehlproduktionen
perfekt für viele verschiedene Sorten
leicht zu reinigen


Nachteil:
die meisten Rezepte sind auf die doppelte Menge ausgelegt. D.h. dass man z.B. nur einen Teil der Hefe nimmt und oder einen Teil verwerfen muss
gleiche Arbeit, jedoch nur die Hälfte an Bier


Bislang bereue ich den Kauf, da ich mir lieber den BM20 hätte kaufen sollen. Das liegt allerdings nur daran, dass ich noch 4 Wochen auf mein erstes selbstgebrautes Bier (knapp über 9 Liter) warten muss und dann befürchte, dass es keine Woche überlebt. Ich wollte jetzt alle 2 - 3 Wochen einen Sud aufsetzen und hoffe, dass meine Befürchtung nicht eintreten wird.

Da ich erst einen Sud aufgesetzt habe, würde ich meinen Beitrag nur bedingt zur Kaufentscheidung heranziehen.
Du kannst auch die ganze Tüte Trockenhefe für 10 Liter nehmen, ist kein Problem. Natürlich steigen die Literkosten mit Abbnahme der Sudmenge, ist aber Hobby, so what? Ich bin mit meinem BM10 zufrieden, auch was die Mege Bier angeht.

Dirk

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#42

Beitrag von Smeg » Mittwoch 25. November 2015, 08:44

Cpt_Dirk hat geschrieben: Du kannst auch die ganze Tüte Trockenhefe für 10 Liter nehmen, ist kein Problem. Natürlich steigen die Literkosten mit Abbnahme der Sudmenge, ist aber Hobby, so what? Ich bin mit meinem BM10 zufrieden, auch was die Mege Bier angeht.
Dirk
Danke für den Hinweis! Sofern man Trockenhefe nutzt steigt der Literpreis idR auch nicht ins unermessliche!

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#43

Beitrag von Palby » Freitag 27. November 2015, 15:24

Hallo zusammen. Darf ich mich hier mal einhängen und etwas zum BM10 fragen: Ich habe diesen seit kurzem und bin als Anfänger soweit ganz zufrieden. Was bei meinem BM10 aber jetzt auffällt ist, dass die Heizstangen teilweise schwarz sind. Beim Maischeeinkochen/Läutervorgang benötigt man ja je nach Rezept 6 - 7 l Wasser. Je nach Brauvorgang sind dann die Heizstangen nicht vollständig im Wasser und es gibt schwarze Einbrennungen (welche man dann mit Stahlwolle wieder sauber kriegt). Dies sollte doch eigentlich nicht sein? Ich habe bei meinen jetzt 2 Suden jeweils beim Maischekochen/Läutervorgängen etc. den Deckel offen gelassen. Ich werde diesen beim 3ten Sud jetzt drauftun und hoffen, dass der Wasserdampf so auf die Brennstäbe tropft und das einschwärzen verhindert. Sind diese Heizstangen zu weit oben angebracht? Hat jemand das gleiche Problem, respektive, ähnliche Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank und Grüsse aus der Schweiz!

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#44

Beitrag von Miicha » Freitag 27. November 2015, 15:52

Hi Palby,
Ich wäre zurückhaltend mit Rezepten wo Heizspiralen in der Luft hängen, die könnten, abgesehen vom Karamell auf der Oberfläche und dem Schaden, den sie durch die Behandlung mit Stahlwolle nehmen, einfach durchbrennen und das kostet.

Lg Micha.
Präzision ist genau genommen völlig daneben.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#45

Beitrag von tommes » Freitag 27. November 2015, 15:59

Palby,

im Braumeister brauchst du prinzipbedingt mehr Hauptguss, damit die Heizspiralen eben unter Wasser sind. Die Rezepte musst du dafür anpassen.
Unbenannt.PNG
Bedienungsanleitung Speidel
Prost!

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#46

Beitrag von Cpt_Dirk » Freitag 27. November 2015, 17:36

Wenn Du länger Spaß mit Deinem BM10 haben willst, dann vorher bitte die Betriebsanleitung lesen. Immer mit 12 L einmaischen und die Nachgüsse anpassen. Normalerweise müssen Rezepte für den BM angepasst werden was Haupt- und Nachgüsse angeht. Die Heizstäbe nicht mit Stahlwolle schrubben. :Shocked

Dirk

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#47

Beitrag von Palby » Dienstag 1. Dezember 2015, 11:14

Vielen Dank für die wertvollen Tipps!! Als Anfänger bin ich dankbar darauf angewiesen und habe somit wieder etwas dazugelernt.
Grüsse aus der Schweiz

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#48

Beitrag von Firestarter » Donnerstag 3. Dezember 2015, 23:59

Hallo Palby,

versuche mal mit 12,5 Litern einzumaischen. Beim läutern setze das Malzrohr auf die untersten Zapfen zum
abtropfen, lass das Grobsieb oben im Rohr und gieße etwa 3L Wasser mit ca. 78°C nach (nach und nach - ohne
das das Grobsieb trockenläuft, sonst macht die Malz zu). Lege nach einiger Zeit das Malzrohr in eine große
Schüssel, damit noch die restliche Würze gewonnen wird (diese dann zum Sud geben).

Inklusive dieser "Restwürze" kommst Du nun auf etwa 13L. Messe nun den Platowert (es gibt Spindeln die auf
70°C geeicht sind und das alles einfacher machen. Auf der Webseite von http://fabier.de/biercalcs.html kannst
du die Abweichung zur tatsächlichen Temperatur auswerten. Diese liegt nach meiner Erfahrung bei 78°C bei
+1°Plato). Wenn der Platowert nicht die gewünschte Höhe hat, kannst Du diesen durch entsprechndes Verdampfen
erhöhen. Wärend dem Kochen dann entsprechend Wasser (kochend!) nachfüllen, um den gewünschten Wert zu halten.

So bekommst Du immer ein gutes Bier mit dem 10er! Je nach Rezept und Verfahren dann auch eine Ausschlagmenge
von 12-13Liter, was im Schnitt 22 Flaschen á 0,5Litern Bier gibt. Das Feintuning musst Du aber selber herausfinden :Wink

Viel Erfolg :Drink

Gruß
Matthias

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#49

Beitrag von Zauberglöckchen » Mittwoch 16. Dezember 2015, 18:42

Hallo an alle Braumeister 10 L Erfahrenen,

ich bin momentan in Kaufüberlegung und hätte noch ein paar Fragen, die ich bei Speidel so nicht beantwortet sehe. Ach so, mein 2. Sud Summer Pale Ale blubbert schon vor sich hin.

Ich würde mich über eine Antwort freuen.

1. Mit wieviel kg Malz kann man die geringste Menge brauen?

2. Lässt sich jedes bewährte Rezept z.B. von MuM auf den Braumeister übertragen oder umrechnen?

3. Benötigt man eine Edelstahlhaube zwingend? Ich hätte z.B. eine Kochblume als Deckel, die ich mir dafür auch gut vorstellen könnte. Bild

4.Wieviel Liter sollte das Gärgefäß den haben, wenn das Maximum gebraut wird? Ich arbeite mit Glas.

Das war es schon.

Vorweihnachtliche Grüsse schicke ich Euch

Suzane
:thumbsup

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#50

Beitrag von Cpt_Dirk » Mittwoch 16. Dezember 2015, 18:57

Ad 1: Keine Ahnung. Was hast Du denn vor?
Ad 2: Hatte da noch keine Probleme. Bei Starkbieren musst Du ggf. mehrmals einmaischen und Rezepte müssen angepasst werden.
Ad 3: Edelstahlhaube ist kein Muss.
Ad 4: Ich habe 15 Liter und das passt ganz gut, da ich ca. 12 Liter dann im Gäreimer habe. Meine Sauerbiere vergäre ich in 12 L PET Gärflaschen, da passen dann 10 Liter Würze rein.

Dirk

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