Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#101

Beitrag von Firestarter » Dienstag 14. November 2017, 22:24

:thumbsup klappt doch schon super!

Ja das mit den 13L +/- führt ein wenig zur Verwirrung, wenn man beide Grenzwerte nimmt. Wollte hier zeigen in welchen Mengen man sich in etwa bewegt. Limitierender Faktor bei normalen Nutzung ist das Malzrohr. Da der Kessel selber aber mehr Volumen hat, kann man mit dem Nachguss ein wenig jonglieren.

Reproduzieren geht mit dem BM sehr gut! Wirst sehen das sich Deine Werte einpendeln. Bin gespannt was Du noch berichtest.

Viele Grüße
Matthias

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#102

Beitrag von Jan82 » Mittwoch 2. September 2020, 22:32

Firestarter hat geschrieben:
Donnerstag 3. Dezember 2015, 23:59
versuche mal mit 12,5 Litern einzumaischen. Beim läutern setze das Malzrohr auf die untersten Zapfen zum
abtropfen, lass das Grobsieb oben im Rohr und gieße etwa 3L Wasser mit ca. 78°C nach (nach und nach - ohne
das das Grobsieb trockenläuft, sonst macht die Malz zu).
Hallo Matthias,
heißt das, das Feinsieb zuerst entfernen, Grobsieb wieder auflegen und dann den Nachguss drüber geben? Oder darf das Feinsieb auch drauf bleiben? Und: Speidel beschreibt in seiner Anleitung ja etwas von Einstechen mit einem Kochlöffel etc, allerdings ohne zu erwähnen ob vor oder nach dem Nachguss...ich vermute nachdem der Nachguss hinzugegeben wurde?
Viele Grüße, Jan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#103

Beitrag von SchlatzPopatz » Donnerstag 3. September 2020, 09:12

Ich nehme immer beide Siebe raus und lege dann das Grobsieb wieder drauf. Sinn der Sache ist, dass sich der Nachguss besser an der Oberfläche verteilt und den Treber nicht aufwirbelt. Bei mir läuft der Treber immer mal wieder trocken, weil ich den Nachguss mit einem einstellbaren Wasserkocher erhitze. Der heizt nicht so schnell wie das Wasser durchläuft. Geschadet hat es noch nicht.
Einschneiden oder Einstechen macht man, wenn der Nachguss nur schwer durchläuft oder der Treber komplett "zu macht" (Nachguss läuft nicht mehr durch). Dazu nehme ich immer ein Brotmesser und schneide ein grobes Schachbrettmuster rein, allerdings nicht komplett bis unten durch.
Gruß aus Dresden
:Drink
Markus

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#104

Beitrag von Jan82 » Donnerstag 3. September 2020, 12:13

SchlatzPopatz hat geschrieben:
Donnerstag 3. September 2020, 09:12
Ich nehme immer beide Siebe raus und lege dann das Grobsieb wieder drauf. Sinn der Sache ist, dass sich der Nachguss besser an der Oberfläche verteilt und den Treber nicht aufwirbelt. Bei mir läuft der Treber immer mal wieder trocken, weil ich den Nachguss mit einem einstellbaren Wasserkocher erhitze. Der heizt nicht so schnell wie das Wasser durchläuft. Geschadet hat es noch nicht.
Einschneiden oder Einstechen macht man, wenn der Nachguss nur schwer durchläuft oder der Treber komplett "zu macht" (Nachguss läuft nicht mehr durch). Dazu nehme ich immer ein Brotmesser und schneide ein grobes Schachbrettmuster rein, allerdings nicht komplett bis unten durch.
Besten Dank, in der Regel habe ich bisher versucht das Wasser komplett vorzubereiten, sollte bei den paar Litern die ich bei der BM10 brauche wohl auch jetzt wieder klappen. Also vielleicht komm ich dann um das Treber einschneiden oder Einstechen sogar drum herum. Werde ich mal ausprobieren. Und das mit dem Grobsieb mach ich dann auch mal so wie von Dir beschrieben :) Danke!

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#105

Beitrag von Boludo » Montag 22. März 2021, 11:00

Ich grab das eben mal wieder aus, da ich ernsthaft überlege, mir einen BM 10 zu kaufen. Ich hab einfach keinen Bock mehr, das ganze Geraffel meiner 40 Liter Anlage jedes Mal vom Keller in den Garten oder die Garage zu tragen. Das Reinigen nervt auch sehr und bei schlechtem Wetter hab ich schon gar keinen Bock mehr zu brauen.
Der BM 10 passt halt super unter den Dunstabzug und in meiner Phantasie stelle ich mir vor, dass ich dann midestens alle zwei Wochen mal kurz eine Kiste Bier braue. Das Abfüllen verliert damit auch deutlich an Schrecken.
Da ich gerne höhere Stammwürzen habe, müsste ich aber in dem Fall zwei Mal einmaischen.
Wie lange dauert denn bei Euch so ein normaler Brautag mit dem BM 10? Eventuell wäre ja auch ein Doppelsud denkbar um die doppelte Menge zu erzielen, was ich bisher immer vermieden habe.

Stefan, der hier immer gegen Brauautomaten gewettert hat :redhead

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#106

Beitrag von hyper472 » Montag 22. März 2021, 11:19

Hallo Stefan,
Aus meiner Erfahrung war es so, dass der power Tag an sich nicht viel kürzer war als vorher. Aber zwischendrin hast du deutlich mehr Zeit.
Die meiste Zeit Ersparnis hast du beim reinigen. Mit Oxi -Wasser durch pumpen, dann mit klarem Wasser pumpen, fertig.
Viele Grüße, Henning
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#107

Beitrag von Jan82 » Montag 22. März 2021, 11:28

Hallo Stefan,
ich fühle mich mal so halb angesprochen. Bin ja vor 4 Suden vom Einkocher zum BM 10 gewechselt aus den Gründen Platz und Zeitsparen. Tatsächlich hatte ich "drinnen statt draußen Brauen" bei der Entscheidung nicht auf dem Schirm, das hat sich aber für mich als der größte Vorteil erwiesen :) Ich hake mal aus meiner Sicht ab...

1. Platz sparen: Tatsächlich brauche ich seit dem BM 10 mehr Platz für Brauequipment, einfach weil der BM 10 sich nicht so schön vollstopfen lässt wie ein Einkocher. Ist aber nicht weiter schlimm...bin auch selber schuld immer wieder mehr Krams zu kaufen, den ich austesten will...

2. Zeit sparen: Die ersten zwei Sude hab ich sehr straight durchgezogen und war damit definitiv etwas schneller als früher. Die letzten beiden Sude haben ähnlich lang wie mitm Einkocher gedauert, einfach weil ich mehr mit Nachgüssen (mehrfach durchfließen lassen etc) herumgespielt habe. Das muss ja aber nicht sein. Glaub inkl Aufbau, Malz schroten, am Ende sauber machen und aufräumen bin ich bei etwa 7 Stunden. Hört sich immer noch viel an, ABER: Entscheidender Vorteil ist für mich tatsächlich die Zeit während der Braumeister einfach vor sich hin arbeitet...in der Zeit kann ich nun mit meiner Tochter spielen :) Und von den 7 Stunden bitte nicht abschrecken lassen, das ist bei mir noch alles andere als optimiert...

3: Drinnen vs Draußen: Tatsächlich konnte ich mit dem Einkocher nur draußen brauen, nachdem ich mir damit in der alten Wohnung mal die Küchen-Fronten versaut habe (aufgequollen dank heißem Dampf). Hatte mit dem BM 10 nie das Ziel das zu ändern. Tatsächlich habe ich aber genau das getan. Immer auf schönes Wetter an einem Wochenende warten ist im Norden ganzschön nervig. Deshalb das für mich, völlig unerwartet, der aller größte Vorteil! Nur zum Kühlen trage ich ihn noch nach draußen um die Spirale an den Gartenschlauch zu schließen.

4. Mengen: nur 9-12 Liter und dafür öfter mal ein neues Bier hat sich für mich auch schon mehr als bewährt. Stärkere Biere mit doppeltem Einmaischen muss ich allerdings noch ausprobieren, da bin ich gespannt drauf.

5. Reinigen: Auch ein deutlicher Vorteile, einfach kleinere weniger sperrige Teile...kein auseinanderbauen des Hahns mehr, keine Läuterhexe die es zu reinigen gilt...hat alles auch früher gut funktioniert, ist jetzt aber komfortabler.

Tatsächlich bin ich von einem 2 Wochen Takt noch weit entfernt - aber einmal im Monat bekomm ich nun endlich problemlos hin!
Viele Grüße, Jan
Zuletzt geändert von Jan82 am Montag 22. März 2021, 11:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#108

Beitrag von JokerPs » Montag 22. März 2021, 11:29

Boludo hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 11:00
Wie lange dauert denn bei Euch so ein normaler Brautag mit dem BM 10? Eventuell wäre ja auch ein Doppelsud denkbar um die doppelte Menge zu erzielen, was ich bisher immer vermieden habe.
Wie wäre es da mit einem BM20 mit verkürztem Malzrohr? Dann sparst Du Dir bei 70% der von Dir beschriebenen Varianten das doppelte Einmaischen.

Mit voreingestelltem Heizbeginn kann ich mit dem BM20 so gegen 12:00 Uhr komplett durch (sauber) sein, wenn ich gegen 7:00 Uhr einmaische. Mit Kombirast auch schneller.

Mit dem + sparst Du Dir noch das Reinigen einer Kühlspirale.

Gruss
Mike

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#109

Beitrag von Boludo » Montag 22. März 2021, 11:36

JokerPs hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 11:29
Boludo hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 11:00
Wie lange dauert denn bei Euch so ein normaler Brautag mit dem BM 10? Eventuell wäre ja auch ein Doppelsud denkbar um die doppelte Menge zu erzielen, was ich bisher immer vermieden habe.
Wie wäre es da mit einem BM20 mit verkürztem Malzrohr? Dann sparst Du Dir bei 70% der von Dir beschriebenen Varianten das doppelte Einmaischen.

Mit voreingestelltem Heizbeginn kann ich mit dem BM20 so gegen 12:00 Uhr komplett durch (sauber) sein, wenn ich gegen 7:00 Uhr einmaische. Mit Kombirast auch schneller.

Mit dem + sparst Du Dir noch das Reinigen einer Kühlspirale.

Gruss
Mike
Der BM 20 passt dann schon nicht mehr so richtig unter den Dunstabzug.
Außerdem hab ich grad ein sehr gutes Angebot für einen BM10 und das ist mir eigentlich schon teuer genug.

Danke für eure Antworten!

Stefan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#110

Beitrag von M79576 » Montag 22. März 2021, 12:30

Hallo Stefan,
in Kürze: beim Aufheizen über Nacht, dank eingebauten Times von 7 bis 14 Uhr, inkl. putzen. Ich wil da nichts beschönigen.
Nicht untypisch ist folgender Ablauf
Einmaischen ab 7.15 Uhr
Rasten bis 8.45 Uhr
Läutern(aufheizen bis 9.15 Uhr
Kochen/Nachiso... bis 11.15 Uhr
Kühlen bis 12.15 Uhr
Gärfass/Hefe bis 12.30 Uhr
Putzen /ende 13.30 Uhr
Zeit zwischendrin lässt sich anderweitig nutzen.
2 mal maischen, plus 60 Minuten....
Hier wurde schon von 4 Stunden berichtet. Ich schaff das nicht, Die Kochzeit und die Nachgussmenge überdenke ich gerade, da lässt sich vielleicht eine halbe Stunde sparen. Ich kühle nicht mit Leitungswasser sondern im Umlauf. Da mag mit herrichten/verräumen der Pumpe und Behältern etwas länger sein als wenn man mit Leitungswasser kühlt. Allerdings brau ich meistens UG und strebe 8 Grad an.
Ganz unabhängig vom BM möchte ich auch nicht in der Küche brauen: zuviel Geklecker, Geplantsche. Und ob Deine Ablufthaube auf Dauer den Wasserdampf verträgt? Die Speidelbrüdenhaube ist prima als Einmaischtrichter und passt ins genau ins 12 Liter Speidelgärfass beim Ablassen der Würze. Aber auch mit deren Benutzung gibt es bei voller Pfanne mitunter Siedeverzüge!
2 mal Einmaischen mache ich öfter. Aufgrund des einfachen Läuterns geht das prima. Der 'Weichnachtsbock' wird super im BM.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#111

Beitrag von Boludo » Montag 22. März 2021, 12:44

Ob das mit dem Brauen in der Küche unter dem Dunstabzug wirklich so eine tolle Idee ist, weiß ich gerade auch nicht.
Ein 30L Grainfather gibt es für deutlich weniger Geld und den kann man ja einfach auf die Terrasse oder Garage stellen und dann ist auch gut und es kommt deutlich mehr dabei raus :Grübel
Mir geht´s in erster Linie wirklich darum, nicht immer das ganze Zeug durch´s Haus zu schleppen.
Danke für Eure Erfahrungen, ich schlaf da erstmal drüber.

Stefan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#112

Beitrag von hyper472 » Montag 22. März 2021, 12:57

Die Vor- und Nachteile eines Automaten sind ja hinreichend diskutiert worden.
Für mich ist das nichts, weil mir das Würze-bereiten Spaß macht. Das lasse ich mir nicht wegnehmen.
Wer mit guten Gründen mehr Wert legt auf Gärung und Hefe tätscheln, soll sich ruhig einen Automaten anschaffen.
Aber eine spezielle Frage zu deiner Situation:
Hast du keinen Platz im Garten, wo du eine selbstgezimmerte Kiste mit Braumaterial hinstellen kannst? Da kommt der ganze Krempel rein, bei Bedarf wird er rausgeholt, gebraut, dann ist er wieder weg. Das wäre mein Ansatz nach deiner Beschreibung.
Viele Grüße, Henning
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#113

Beitrag von Boludo » Montag 22. März 2021, 13:07

hyper472 hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 12:57
Hast du keinen Platz im Garten, wo du eine selbstgezimmerte Kiste mit Braumaterial hinstellen kannst? Da kommt der ganze Krempel rein, bei Bedarf wird er rausgeholt, gebraut, dann ist er wieder weg. Das wäre mein Ansatz nach deiner Beschreibung.
Viele Grüße, Henning
Nein, leider kann ich mir da keinen Schuppen bauen, ich wohn auch zur Miete, da will ich nicht in Gartenhütten investieren.
Ich möchte einfach nicht mehr alles aus dem Keller hin und hertragen und einfach mal auf die Schnelle Brauen, indem ich einen Automaten in den Garten oder die Garage stelle und fertig.
Die Nachteile sind mir zur Genüge bekannt. Die Vorteile aber auch.
Ich mach mich mal über den GF schlau, der Preis ist ja super und die Technik bewährt und auch das Reinigen soll ja relativ einfach gehen.

Und ganz ehrlich brauch ich glaub in der ganzen Corona Tristesse einfach mal einen neuen Push im Hobby, etwas, mit dem ich mich beschäftigen und Freude haben kann. Dank geschlossener Gastronomie und fehlenden Urlaubsfahrten bleibt ja schon der eine oder andere Euro momentan übrig.
Das solls hier auch schon gewesen sein, ich möchte den Thread nicht hijacken. Eure Beiträge waren mir trotzdem eine große Hilfe.


Stefan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#114

Beitrag von §11 » Montag 22. März 2021, 14:05

Boludo hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 13:07
hyper472 hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 12:57
Hast du keinen Platz im Garten, wo du eine selbstgezimmerte Kiste mit Braumaterial hinstellen kannst? Da kommt der ganze Krempel rein, bei Bedarf wird er rausgeholt, gebraut, dann ist er wieder weg. Das wäre mein Ansatz nach deiner Beschreibung.
Viele Grüße, Henning
Nein, leider kann ich mir da keinen Schuppen bauen, ich wohn auch zur Miete, da will ich nicht in Gartenhütten investieren.
Ich möchte einfach nicht mehr alles aus dem Keller hin und hertragen und einfach mal auf die Schnelle Brauen, indem ich einen Automaten in den Garten oder die Garage stelle und fertig.
Die Nachteile sind mir zur Genüge bekannt. Die Vorteile aber auch.
Ich mach mich mal über den GF schlau, der Preis ist ja super und die Technik bewährt und auch das Reinigen soll ja relativ einfach gehen.

Und ganz ehrlich brauch ich glaub in der ganzen Corona Tristesse einfach mal einen neuen Push im Hobby, etwas, mit dem ich mich beschäftigen und Freude haben kann. Dank geschlossener Gastronomie und fehlenden Urlaubsfahrten bleibt ja schon der eine oder andere Euro momentan übrig.
Das solls hier auch schon gewesen sein, ich möchte den Thread nicht hijacken. Eure Beiträge waren mir trotzdem eine große Hilfe.


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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#115

Beitrag von Boludo » Montag 22. März 2021, 14:09

§11 hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 14:05

Die Hauptsache es bleibt noch genug für nen USA Urlaub in Zukunft :Wink
Der USA Trip steht übrigens in der Tat ganz oben auf der Liste der Nach-Corona Aktivitäten!
:Pulpfiction :Drink

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#116

Beitrag von §11 » Montag 22. März 2021, 14:28

Boludo hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 14:09
§11 hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 14:05

Die Hauptsache es bleibt noch genug für nen USA Urlaub in Zukunft :Wink
Der USA Trip steht übrigens in der Tat ganz oben auf der Liste der Nach-Corona Aktivitäten!
:Pulpfiction :Drink
Jetzt kapern wir zwar den Faden entgültig, aber wir ziehen um. Wir bleiben in Aurora, aber wenn alles glatt geht, ziehen wir auf ein fast 6,5 Hektar Grundstück mit Wald. Tinas Pferd wird mit einziehen (also nicht ins Haus, sondern in den Stall daneben) und ich werd auch wieder eine Brauerei bekommen. Diese Woche räumen wir hoffentlich die letzten Hürden aus dem Weg und dann ist im April Spatenstich und im September oder Oktober Einzug.
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#117

Beitrag von Safari-Guide » Montag 22. März 2021, 14:55

Zum Thema: schau dir auch den GF an. Dort gibt es ein "Micro Pipe" Zubehör, mit dem man auch gut nur 10l brauen kann. Heute morgen habe ich damit ein Pale Ale gebraut - viertel vor acht eingemaischt, kurz nach 12 waren 11l angestellt im Kühlschrank. Dazwischen habe ich noch das Mittagessen gekocht und wir haben gegessen, so dass sich das restliche Saubermachen noch bis ca. 14 Uhr "gezogen" hat.

Beim Maischen hast Du quasi für die Dauer der Maische deine Ruhe (bis auf die pH-Messung), beim Kochen ebenfalls bis auch die Hopfengaben... Insgesamt ein sehr entspannter Brautag.

Der GF hat in meinen Augen gegenüber dem BM den wesentlichen Vorteil, auch noch einen sehr guten Kühler dabei zu haben...

Erik

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#118

Beitrag von Boludo » Montag 22. März 2021, 15:01

Safari-Guide hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 14:55
Zum Thema: schau dir auch den GF an. Dort gibt es ein "Micro Pipe" Zubehör, mit dem man auch gut nur 10l brauen kann. Heute morgen habe ich damit ein Pale Ale gebraut - viertel vor acht eingemaischt, kurz nach 12 waren 11l angestellt im Kühlschrank. Dazwischen habe ich noch das Mittagessen gekocht und wir haben gegessen, so dass sich das restliche Saubermachen noch bis ca. 14 Uhr "gezogen" hat.

Beim Maischen hast Du quasi für die Dauer der Maische deine Ruhe (bis auf die pH-Messung), beim Kochen ebenfalls bis auch die Hopfengaben... Insgesamt ein sehr entspannter Brautag.

Der GF hat in meinen Augen gegenüber dem BM den wesentlichen Vorteil, auch noch einen sehr guten Kühler dabei zu haben...

Erik
Ja, ich mach mich gerade schlau. Das Teil macht echt einen sehr guten Eindruck, auch wenn ich das Prinzip noch nicht komplett verstanden habe.

Stefan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#119

Beitrag von Brauladi » Montag 22. März 2021, 15:11

Das Prinzip ist ähnlich wie das des BM, also Malzrohrsystem. Steuerung über APP im Handy und Computer, ebenso Rezeptentwicklung am PC. Ich bin Anfang des Jahres von BM 20 auf GF umgestiegen. Das Teil ist richtig gut und deutlich preiswerter wie der BM. Verarbeitung ist ebenso gut. Mit der kleinen Pipe brauen von 10 - 25l möglich.
Der vertreibt bestimmt den Corona Blues.
Gruß

Hans Dieter

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#120

Beitrag von konkret » Montag 22. März 2021, 17:21

Hallo,

Ich bin von einer 20 Liter Anlage (Induktion und Einkocher) auf den BM10 gewechselt. Hauptgründe waren der geringe Bierkonsum, Platzmangel bzw. Platzeinsparung und der Wunsch öfter und mehr verschiedene Sorten zu brauen. Derzeit das passende Setup für mich.
Ich braue immer in der Küche und reinige alles in der Spüle bzw. im Geschirrspüler. Die Größe des BM10 ist dafür ideal geeignet.
Bei Starkbieren ist man aber limitiert. Da ich aber hauptsächlich (nur) Standardstärken im Bereich 10-13°P braue ist das für mich keine wirkliche Limitierung.

Zeitgleich habe ich von Flaschen auf 10 Liter Fässer umgestellt, was den Gesamtprozess nochmals vereinfacht hat.

Die Verarbeitung ist sehr gut, das Handling einfach. Ein durchschnittlicher Brautag dauert ca. 6 h.
Zu den anderen Produkten GF oder Brauheld/Hopfengott kann ich nichts sagen, da ich sie nicht kenne.

Wie immer gilt: Die Anforderungen / Erwartungen abklären und dann das entsprechende Equipment besorgen.
Wenn du 40 Liter brauen willst, dann ist der BM10 aber nichts für dich.

Balkonienbräu
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#121

Beitrag von Balkonienbräu » Montag 22. März 2021, 21:36

Guten Abend,

bin nicht im Besitz von einem BM oder aber GF. Habe auch noch sehr wenig Erfahrung. Ich setze mich trotzdem seit meinem Braustart mit BM und GF auseinander (Familienvater, wenig Zeit, etc.).

Ein Indiz für mich, welches ich jetzt seit 3 Monaten beobachte ist, dass bei der kleinen Bucht die BM's zu Hauf angeboten werden. Sogar in allen Größen.
Der GF hingegen ist so gut wie nie gebraucht zu haben.

In wie weit bestimmte Faktoren hierbei eine Rolle spielen mag ich nicht beurteilen. Jedoch war es meiner Erfahrung nach in Vergangenheit so, dass gerade Dinge welche sehr beliebt sind und funktionieren, bei der kleinen Bucht auch nicht zur Verfügung standen.

Vielleicht für dich ja eine Entscheidungshilfe =).

Gruß
Fabian (hat erst 4 Sude "Erfahrung")

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#122

Beitrag von hyper472 » Montag 22. März 2021, 23:02

Zurück zu Stefans Ausgangssituation:
eine Hendi, ein kleiner Kochtopf und ein 11l-Thermoport passen locker in eine Tragetasche des schwedischen Hobbybrauerausstatters; das Ziel, ohne viel Aufriss kleine Sude zu brauen, lässt sich auch ohne Automaten erreichen (-> Schmalhans). Vom eingesparten kaufst Du Deiner Frau was schönes.
Viele Grüße, Henning
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#123

Beitrag von konkret » Montag 22. März 2021, 23:19

Balkonienbräu hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 21:36
Ein Indiz für mich, welches ich jetzt seit 3 Monaten beobachte ist, dass bei der kleinen Bucht die BM's zu Hauf angeboten werden. Sogar in allen Größen.
Denke das liegt auch daran, daß seit einigen Monaten eine neue Generation an Braumeistern auf dem Markt ist, da gibts sicher den ein oder anderen, der jetzt schnell sein Altgerät abstoßen will für den Umstieg.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#124

Beitrag von Boludo » Dienstag 23. März 2021, 06:27

Eigentlich soll das hier ja kein Vergleich GF vs BM werden, aber je mehr ich über den GF lese, desto besser gefällt er mir. Die ganze App Sache ist echt super gemacht, am besten gefällt mir, dass man mit den Stammwürzen viel flexibler ist als beim BM und man vernünftige Nachgussmengen benutzt. Oxidation ist beim GF auch ein Thema, es plätschert aber nicht ganz so wild wie beim BM.
Man kann sicher mit beiden Systemen glücklich werden, keine Frage.
Ein gemeinsames Problem haben beide, und zwar die Ansprüche an die Schrotqualität. Keine Ahnung, ob ich da mit meiner Porkert glücklich werde.
Ob ich mich auf das Abenteuer Brauautomat nach 13 Jahren Ablehnung wirklich einlasse, weiß ich noch nicht. Wenn, dann wird es aber der GF.
Ein bisschen reizt es mich ja schon. Das Bier wird sicher nicht besser als vorher, aber ein bisschen technische Spielerei und entspanntere Brautage sind schon ein wenig verführerisch.
Schon allein mit dem GF Kühler spare ich enorm viel Zeit.

Stefan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#125

Beitrag von Bahnbrauer » Dienstag 23. März 2021, 07:36

Wenn es dich reizt, dannn mach das doch - und gerade beim GF ist die Investition im Vergleich zum BM nicht horrend. Und solltest du drauf kommen, dass da doch nichts für dich ist, dann bekommst du den GF sicher zu einem vernünftigen Preis wieder recht schnell verkauft. Ich bin selbst vor einem Jahr vom Einkocher-Setup auf den Automaten (in meinem Fall BM 20) umgestiegen und bereue es nicht (auch wenn ich mein altes Setup noch immer in der Hinterhand habe, falls es mich doch noch dazu zurückziehen sollte).

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#126

Beitrag von Boludo » Dienstag 23. März 2021, 18:48

Bahnbrauer hat geschrieben:
Dienstag 23. März 2021, 07:36
Wenn es dich reizt, dannn mach das doch
Gerade passiert :Smile :Pulpfiction :Greets

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#127

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 23. März 2021, 19:17

Oxidation ist beim GF auch ein Thema, es plätschert aber nicht ganz so wild wie beim BM.
Man kann sicher mit beiden Systemen glücklich werden, keine Frage.
Ein gemeinsames Problem haben beide, und zwar die Ansprüche an die Schrotqualität. Keine Ahnung, ob ich da mit meiner Porkert glücklich werde.
Das Problem Oxidation kannst du beim GF minimieren, indem du das Malzrohr per Flaschenzug anhebst und zwar immer nur so weit, dass die Füße noch in der Brühe stehen (du verstehst, was ich meine). Beim BM plätscherts halt schon beim Maischen, weil die Würze außen am Malzrohr entlang fließt.

Porkert ist DIE Mühle für dich. Malz konditionieren und die Mühle von grob Richtung fein verstellen, bis gerade so keine ganzen Körner mehr durchgehen.

Cheers, Ruthard
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#128

Beitrag von Boludo » Dienstag 23. März 2021, 19:55

Brauwolf hat geschrieben:
Dienstag 23. März 2021, 19:17

Porkert ist DIE Mühle für dich. Malz konditionieren und die Mühle von grob Richtung fein verstellen, bis gerade so keine ganzen Körner mehr durchgehen.

Cheers, Ruthard
Danke, genau das wollte ich hören :thumbsup

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#129

Beitrag von integrator » Dienstag 23. März 2021, 22:59

Brauwolf hat geschrieben:
Dienstag 23. März 2021, 19:17
Oxidation ist beim GF auch ein Thema, es plätschert aber nicht ganz so wild wie beim BM.
Man kann sicher mit beiden Systemen glücklich werden, keine Frage.
Das Problem Oxidation kannst du beim GF minimieren, indem du das Malzrohr per Flaschenzug anhebst und zwar immer nur so weit, dass die Füße noch in der Brühe stehen (du verstehst, was ich meine).
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 50#p382969
Ich :Drink du ... läuft.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#130

Beitrag von M79576 » Mittwoch 24. März 2021, 17:29

Brauwolf hat geschrieben:
Dienstag 23. März 2021, 19:17
Das Problem Oxidation kannst du beim GF minimieren, indem du das Malzrohr per Flaschenzug anhebst und zwar immer nur so weit, dass die Füße noch in der Brühe stehen (du verstehst, was ich meine). Beim BM plätscherts halt schon beim Maischen, weil die Würze außen am Malzrohr entlang fließt.
Plätschern? Na ja bem BM 10 ist das doch wohl eher ein 'müdes Rinnsal', das sich über den Malzrohrrand ergiesst. Für einen Schwimmdeckel habe ich beim BM10 noch nie Bedarf gesehen. Dafür gibt es dann beim Läutern weniger Geplätscher als bei Anlagen ohne Malzrohr. Der GF ist aufgrund seiner Größe doch eher eine Alternative zum BM 20. Wenn ich neu kaufen würde, würde ich mir den GF auf jeden Fall ansehen wenn die Handlichkeit nicht an erster Stelle steht.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#131

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 24. März 2021, 17:52

M79576 hat geschrieben:
Mittwoch 24. März 2021, 17:29
Brauwolf hat geschrieben:
Dienstag 23. März 2021, 19:17
Das Problem Oxidation kannst du beim GF minimieren, indem du das Malzrohr per Flaschenzug anhebst und zwar immer nur so weit, dass die Füße noch in der Brühe stehen (du verstehst, was ich meine). Beim BM plätscherts halt schon beim Maischen, weil die Würze außen am Malzrohr entlang fließt.
Plätschern? Na ja bem BM 10 ist das doch wohl eher ein 'müdes Rinnsal', das sich über den Malzrohrrand ergiesst. Für einen Schwimmdeckel habe ich beim BM10 noch nie Bedarf gesehen. Dafür gibt es dann beim Läutern weniger Geplätscher als bei Anlagen ohne Malzrohr. Der GF ist aufgrund seiner Größe doch eher eine Alternative zum BM 20. Wenn ich neu kaufen würde, würde ich mir den GF auf jeden Fall ansehen wenn die Handlichkeit nicht an erster Stelle steht.
(Malzrohrhöhe - Flüssigkeitsstand) x Malzrohrumfang = Fläche, der die Würze dem Luftsauerstoff ausgesetzt ist. Der dünne Würzefilm läuft über die komplette Maischzeit über diese Fläche, ähnlich wie bei einem Rieselkühler. Die sind bewusst so konstruiert, um möglichst viel Sauerstoff in die Würze einzubringen, weil das bei diesem Produktionsschritt erwünscht ist. In der Maischephase ist das genau nicht erwünscht, weil von Nachteil. Auch wenn es nicht plätschert.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#132

Beitrag von Safari-Guide » Mittwoch 24. März 2021, 18:15

Ich kenne den BM nicht im Detail, aber beim GF plätschert beim Maischen gar nichts? Die Maischeflüssigkeit / Würze wird unten angepumpt und dann wieder oben auf den Malzkorb per Schlauch gegeben?

Erik

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#133

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 24. März 2021, 18:26

Safari-Guide hat geschrieben:
Mittwoch 24. März 2021, 18:15
Ich kenne den BM nicht im Detail, aber beim GF plätschert beim Maischen gar nichts? Die Maischeflüssigkeit / Würze wird unten angepumpt und dann wieder oben auf den Malzkorb per Schlauch gegeben?

Erik
Beim Pumpen selbst ist die Würze keinem Sauerstoff ausgesetzt.
Wenn der Schlauch aus dem die Würze austritt in die Flüssigkeit taucht, plätschert da nichts.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#134

Beitrag von Boludo » Mittwoch 24. März 2021, 18:29

Ich kenne jemand der lange Zeit mit dem BM 50 gebraut hat. Er hat jetzt eine konventionelle 1,5 hl Anlage und das identische Rezept erzeugt ein deutlich helleres Bier.
Ob es jetzt am Überlauf oder am Läutern beim BM liegt weiß ich nicht, aber das Thema Oxidation lässt sich beim BM nicht weg diskutieren. Beim GF vermutlich auch nicht, aber da hat man wenigstens während dem Maischen kein Problem.

Stefan

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#135

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 24. März 2021, 18:42

Ich sagte es bereits, das Plätschern beim Anheben des Malzrohrs kannst du verhindern, indem du das untere Ende stets in den Flüssigkeitsspiegel tauchen lässt. Das gilt sowohl für den BM wie den GF. Praktikabel ist das bei beiden nur mit einem Flaschenzug.

Cheers, Ruthard
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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#136

Beitrag von Safari-Guide » Mittwoch 24. März 2021, 19:19

Danke, guter Tipp, probiere ich das nächste Mal aus.

Zum Glück ist mein Brauraum auch gleichzeitig mein Wildraum, da habe ich auch einen Haken an der Decke :)

Erik

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#137

Beitrag von M79576 » Mittwoch 24. März 2021, 20:47

Brauwolf hat geschrieben:
Mittwoch 24. März 2021, 17:52
M79576 hat geschrieben:
Mittwoch 24. März 2021, 17:29
Brauwolf hat geschrieben:
Dienstag 23. März 2021, 19:17
Das Problem Oxidation kannst du beim GF minimieren, indem du das Malzrohr per Flaschenzug anhebst und zwar immer nur so weit, dass die Füße noch in der Brühe stehen (du verstehst, was ich meine). Beim BM plätscherts halt schon beim Maischen, weil die Würze außen am Malzrohr entlang fließt.
Plätschern? Na ja bem BM 10 ist das doch wohl eher ein 'müdes Rinnsal', das sich über den Malzrohrrand ergiesst. Für einen Schwimmdeckel habe ich beim BM10 noch nie Bedarf gesehen. Dafür gibt es dann beim Läutern weniger Geplätscher als bei Anlagen ohne Malzrohr. Der GF ist aufgrund seiner Größe doch eher eine Alternative zum BM 20. Wenn ich neu kaufen würde, würde ich mir den GF auf jeden Fall ansehen wenn die Handlichkeit nicht an erster Stelle steht.
(Malzrohrhöhe - Flüssigkeitsstand) x Malzrohrumfang = Fläche, der die Würze dem Luftsauerstoff ausgesetzt ist. Der dünne Würzefilm läuft über die komplette Maischzeit über diese Fläche, ähnlich wie bei einem Rieselkühler. Die sind bewusst so konstruiert, um möglichst viel Sauerstoff in die Würze einzubringen, weil das bei diesem Produktionsschritt erwünscht ist. In der Maischephase ist das genau nicht erwünscht, weil von Nachteil. Auch wenn es nicht plätschert.

Cheers, Ruthard
Nur Vorab ich will sicher kein Problem wegreden, nur weil ich den Pott mal gekauft habe. Was ich sage gilt nur für den BM 10. Von mir aus auch nur für meinen und meine Malze...

Deine Beschreibung, dass sich über den gesamten Malzrohrrand während der Maischphase die Würze ergiesst stimmt einfach nicht!
Nur ganz am Anfang des Einmischens fliesst die Würze wie Du das beschreibst. Nach kurzer Zeit erzeugen die gequollenen Malzbestandteile einen erheblichen Widerstand, so dass nur in einem kleinen Bereich die Würze langsam über den Rand läuft. Glückwunsch allen, die die Oxidation aus genau diesem Effekt aus dem Bier herausschmecken können!

Das hier konstruktionsbedingt Sauerstoff eingetragen wird, ist klar. Der Vergleich mit einem Rieselkühler dramatisiert den Effekt vollkommen und ist irreführend. Anders als bei einem Kühler entspricht die Malzrohrtemperatur etwa der Würzetemperatur. Mit zunehmender Temperatur der Würze nimmt die Löslichkeit des Sauerstoff in der Würze ab, sodass auch potentielle Oxidationseffekte abnehmen, gerade umgekehrt zum Rieselkühler.
Ansonsten würde ich dann gern mal Messergebnisse des Sauerstoffgehalts der Würze aus den verschiedenen Hobbyanlagen im Vergleich sehen.
Bis dahin bezweiflich ich weiterhin, dass der BM10 konstruktionsbedingt ein großes Problem hat. Aber zum Glück darf ja jeder glauben, was er mag und ist in der Wahl in der Anlage frei.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#138

Beitrag von konkret » Donnerstag 25. März 2021, 08:43

Glückwunsch allen, die die Oxidation aus genau diesem Effekt aus dem Bier herausschmecken können!
:thumbsup

Ich glaube Ruthard meint das Rieseln beim Abläutern, wenn das Malzrohr über der Würze hängt.
Halte ich aber beim BM10 ebenfalls für vernachlässigbar, zumal das Abläutern ja auch nicht lange dauert.

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#139

Beitrag von Boludo » Donnerstag 25. März 2021, 10:43

M79576 hat geschrieben:
Mittwoch 24. März 2021, 20:47
Glückwunsch allen, die die Oxidation aus genau diesem Effekt aus dem Bier herausschmecken können!
Ob man das sofort schmeckt, ist eine gute Frage, man sieht es aber zumindest farblich sehr deutlich. Die hellsten Biere hab ich übrigens mit Bottichmaische hinbekommen, da hat man so gut wie gar keinen Sauerstoff beim Maischen.
Das Problem ist eigentlich ein ganz anderes: Jedes Bier hat ein begrenztes Reduktionspotential. Je mehr man davon in die Flasche rettet, desto länger ist das Bier haltbar. Verschwendet man schon sehr viel davon im Sudhaus, dann muss man sich nicht wundern, wenn es dann in der Flasche oder im Keg schnell altert. Und das schmeckt man dann deutlich, auch wenn das Bier beim Abfüllen bis auf die Farbe geschmacklich unauffällig war.
Man kann es drehen und wenden wie man will, eine Malzrohranlage hat spätestens beim Läutern immer ein Oxidationsproblem, solange man keine Tricks wie den Flaschenzug anwendet.
Und trotzdem hab auch ich mir einen GF bestellt, weil er eben auch seine Vorteile hat.

Stefan

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Re: Braumeister 10 Liter (BM10) - Erfahrungen aus der Praxis

#140

Beitrag von M79576 » Freitag 26. März 2021, 17:04

Hallo, na denn viel Spass mit dem GF. hört man ja viel Gutes drüber

Ein wichtiger Grund weshalb ich ein Malzrohrsystem gekauft habe, war tatsächlich die Läuterprozedur. Wenn man Malzrohrsysteme richtig verwendet schätze ich das Oxidationspotential durch Sauerstoff als eher gering ein. Für den BM 10 braucht man keinen Flaschenzug. Das Malzrohr kann man in 2 Stufen anheben. Beim Abmaischen hebe ich das Rohr auf die erste Stufe, das Malzrohr hängt noch in der Würze und ich gebe den Nachguss auf. Wenn der Nachguss eingesickert ist, hebe ich dann das Malzrohr in einen anderen Topf, in den dann der Nachguss läuft. Etwas Geklecker ist da unvermeidbar. Der Sauerstoffeintrag in die Würze dürfte in den paar Sekunden vernachlässigbar sein. Dann heize ich BM und Nachguss auf und gebe den gekochten Nachguss erst nach dem Würzebruch in den BM. Auch wenn ich dazu keine Daten zum Vergleich mit Bottichmaischen habe, denke ich, dass man das Ablassen der Würze aus dem Maischebottich in die Sudpfanne sehr gut steuern können muss, um weniger Sauerstoff einzutragen.

Bei Doppelsuden, vor allem um das Ausschlagsvolumen zu erhöhen, überfülle ich den BM beim Einmaischen, so dass das Brauwasser bis an den Malzrohrrand reicht. Da blubbert dann garantiert gar nichts.
Generell ist die Oxidation beim Maischen komplex. Jan Brücklmeier hatte dazu ja mal die Dissertation von O. Franz (Weihenstephan 2004) verlinkt. Franz hat eine ganze Pallette anlagenunabhängiger Faktoren messtechnisch sowie durch Verkostungen untersucht, auch um deren Einfluss auf die Alterung des Bieres zu erfassen. Unter anderem spielte die Herkunftsregion der Gerste eine Rolle. Ein zitierter Autor hatte sogar einen Unterschied durch das Schroten des Malzes gefunden. Nun ich kann und will nicht unter einer ‚Stickstoffglocke‘ schroten und maischen. Was mir da an für mich umsetzbaren Hinweisen in Erinnerung geblieben ist, war die Verwendung von Melanoidinmalzen, sofern die ins Rezept passen und die Ansäuerung der Würze mit Milchsäure. Beides erhöht die Reduktionsfähigkeit der Würze.

Da wir nur kleine Mengen Bier konsumieren sehe ich tatsächlich im kleinen Volumen des BM10 einen Vorteil: Bierschäden durch Alterung kann ich fast vernachlässigen, es wird zu schnell verbraucht! Wobei ich dunkle Bockbiere auch noch nach weit über einem Jahr getrunken habe, besser als nach 6 Wochen fand ich die zwar nicht, aber immerhin interessant.

Gruß, Michael

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