70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

Alles zur Nutzung und Herstellung von Utensilien (Töpfe, Braupfannen, Heizgeräte etc.), die für das Brauen nützlich sind.
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SvenF
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70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#1

Beitrag von SvenF » Samstag 10. Oktober 2015, 12:00

Hallo zusammen,
ich braue seit gut 1,5-2 Jahren in der Einkocherklasse. Nun möchte ich mich aber mal etwas ambitionierter Ausrüsten und auch für abseits der 20 Liter Klasse gewappnet sein. Ich habe keine Lust mehr auf Tauchsieder, Isomatte und dann doch kein wallendes kochen...
Ich habe mir die Kessel von Amihopfen angeschaut und würde damit maischen und kochen wollen. Insbesondere der Preis inklusive Ablasshahn passt. Allerdings bin ich noch nicht ganz sicher ob es der 50 oder 70 Liter Topf sein soll. Langfristig kann ich mir kaum vorstellen jemals über 50l zu brauen... vorerst würde ich aber wohl in der 20l-30l Klasse bleiben wollen, da meine restliche Ausrüstüng für mehr Bier erst noch wachsen müsste. Das geht bei mir alles Schritt für Schritt :Wink
Gibt es Probleme mit dem größeren Topf, wenn ich nur 20l-30l braue? Oder macht das nichts, wenn der nur halb voll ist?

Außerdem stellt sich die Frage der Befeuerung. Hendi oder doch lieber Gas? Prinzipiell habe ich nichts gegen Gas und kann mir das auch gut vorstellen. Hat hier jemand einen Tipp für einen guten Brenner? Ich braue hauptsächlich draußen auf der Terasse.
Bei der Hendi wäre der Vorteil, dass sie sich irgendwann mal leichter automatisieren ließe... aber das soll jetzt eigentlich erstmal nicht der Fokus sein und prinzipiell geht das ja mit dem Gasbrenner auch...
Kann ich bei beiden Befeuerungsarten meinen Panzerschlauch während des Maischens im Topf haben und dann direkt aus dem Topf läutern?

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Hinweise geben, wie ich am besten zu einer vernünftigen und zukunftssicheren Anlage komme.

Grüße und Danke,
Sven

hoggel1
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#2

Beitrag von hoggel1 » Samstag 10. Oktober 2015, 13:14

Hallo Sven,

Ich würde dir zum 70 Liter Topf raten, da kannst du bequem 50 Liter drinnen kochen. 20 Liter gehen natürlich auch. Einzig kann es sein, das deine Verdampfungsrate etwas zu hoch wird, aber dann kannst du ja Wasser nachkippen oder die Heizquelle runterdrehen. :Bigsmile

Hendi oder Gas: Geht beides. Was halt viele nicht beachten: 3,5 kW an der Steckdose ist schon eine Ansage.
Will sagen: Je nachdem wie deine Verkabelung im Haus aussieht, kann es sein, das du in einen Überlastbereich kommst.

Panzerschlauch sollte bei beiden Varianten gehen, bei der Hendi auf jeden Fall, beim Gasbrenner kommt es darauf an. Bei den gänigen Hockerkochern sollte es auch keine Probleme geben.

MfG

Thomas

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Ricard0
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#3

Beitrag von Ricard0 » Samstag 10. Oktober 2015, 14:36

hoggel1 hat geschrieben:Ich würde dir zum 70 Liter Topf raten, da kannst du bequem 50 Liter drinnen kochen. 20 Liter gehen natürlich auch.
Je nach Läutertechnik aber auch nicht, bzw. nicht effektiv.

Ich passe bei kleinen Suden das Hautpguss-/Nachguss-Verhältnis an, damit die Eintauchhülse überhaupt bis in die Maische reicht. Außerdem habe ich dann ein sehr niedriges Treberbett im Maischebottich mit integrierter Läuterhexe. Unter 30l Ausstoß habe ich mich mit dem 70l-Topf noch nicht getraut.

Beste Grüße
Ricardo
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#4

Beitrag von SvenF » Samstag 10. Oktober 2015, 23:46

Danke für eure Antworten!
Läutern tue ich wie beschrieben mit dem Panzerschlauch/Läuterhexe und per "Batch Sparging". Also sprich, kessel leer laufen lassen, kompletter oder halber Nachguss rein, umrühren, sich setzen und anschließend wieder leerlaufen lassen. Damit bin ich bisher immer super gefahren und würde keinen Grund sehen dies zu ändern. Von dem stundenlangen läutern, Tröpfchen für Tröpfchen halte ich nicht viel, aber das ist ja auch eine Glaubensfrage.
Was genau meinst du mit Eintauchhülse, welche die Maische erreichen soll?
Dass meine Ausbeute aber bei kleineren Mengen schlechter wird kann ich mir schon vorstellen (niedriges Treberbett). Wäre für mich jetzt aber kein Grund zum kleineren Topf zu greifen. Ich würde die Maische vielleicht einfach umkippen und im 30l Gäreimer läutern. Oder ich schmeiß halt ein bisschen mehr Malz rein. Wir machen das hier ja alle zum Spaß und nicht um auf 2-3€ zu schauen ;-)
Ich würde dann also zum 70l Topf von Amihopfen mit Gasbefeuerung tendieren. Hat hier jemand Erfahrung mit diesem Setup? Insbesondere auch bei kleineren Suden? Kann mir jemand einen Brenner Empfehlen? Ich kenne mich in dem Bereich gar nicht aus und weiß absolut nicht was ich brauche. Hatte auch noch nie einen Gasgrill...

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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#5

Beitrag von gulp » Sonntag 11. Oktober 2015, 00:13

Hat hier jemand Erfahrung mit diesem Setup? Insbesondere auch bei kleineren Suden?
Ja schon, guggst du hier:


Der Hockerkocher ist im Einsatz und unter 30 l pro Sud gehe ich nicht, weil das Murks wird.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#6

Beitrag von Birk » Sonntag 11. Oktober 2015, 07:57

100% von alle Töpfe bei AmiHopfen kann mit Induktion ODER Gas benutzt werden ohne Problem. Wir haben alle getestet !
____________________
http://www.AmiHopfen.com
Hopfen vom Ami, aus Amiland und anderswo

Schwarzbraeu
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#7

Beitrag von Schwarzbraeu » Sonntag 11. Oktober 2015, 08:00

Ich kann dir folgenden Hockerkocher empfehlen: http://www.propan-profis.de/Hockerkocher
Und zwar den 7. auf der Liste: "8,8 kW zündgesichert mit Pilotflamme".
Falls du einmal auf irgendeine Art von automatischer Brausteuerung erweitern willst, brauchst du nur ein Magnetventil zwischen Pilot- und Hauptflamme zu setzen und sparst dir einen Gasfeuerungsautomaten.
Ich sehe gerade, dass das hier: viewtopic.php?f=21&t=1494&hilit=Pilotfl ... ead#unread noch mal schön erklärt ist.
Der oben beschriebene Kocher ist gut und stabil verarbeitet und hat ordentlich Bumms. Der Händler ist auf Internethandel nicht eingestellt, du musst ihn anrufen.

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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#8

Beitrag von SvenF » Sonntag 11. Oktober 2015, 09:59

Hallo zusammen, danke für die Antworten und die Bestätigung, dass die Amihopfen Töpfe geeignet sind. Warum das bei kleinen ~20l Suden Murks werden soll, kann ich aber nach wie vor nicht ganz nachvollziehen. Kleines Treberbett ist klar, aber wenn das wirklich so schlimm ist, könnte ich für diese Sudgrößen ja auch noch meinen Einkocher nehmen und im Gäreimer läutern. Kessel und Brenner in dem Fall dann halt nur für den Nachguss und das Hopfenkochen. Dass die Verdampfungsrate eventuell zu hoch ist, sehe ich jetzt eher als Luxusproblem :Wink ...notfalls kippe ich halt etwas Wasser nach... was meint ihr?

Sid1991
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#9

Beitrag von Sid1991 » Dienstag 20. Oktober 2015, 10:11

Hallo zusammen,

welche Topfserie von Amihopfen verwendet ihr? Bringen die stärkeren Topfwände und Böden, bei der Professional oder Pullmann Serie, bei Gasbefeuerung irgendwelche Vorteile?

Grüße Simon

pilsener
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#10

Beitrag von pilsener » Dienstag 20. Oktober 2015, 11:13

Ich benutze ebenfalls ein 70LTopf mit 20mm dicker Isolierung Amaflex. Platte manuelle Hendi PC gesteuert. Max. Würze 60l. Beim Hochheizen muss ich manchmal nicht bei jedem Sud "Stützfeuer" mit 2000W. Tauchsieder geben dh. insgesamt rauschen 5000W durch die Leitungen. Zur Info Hendi Platte Einstellung 3500W n. Display real 2900W gemessen. Wenn es kocht hält die Platte die Temp. allein. Auch nach Hopfengabe ztw. "Stützfeuer".
Der Tauschsieder liegt auf eine seperate 16A Leitung, also von Hendi getrennt.
Im Mai habe ich mir einen Braukeller eingerichtet mit 230V Anschluss. Vom Zähler bis Keller 4mm² 25A abgesichert. Dann Unterverteiler im Keller 3x 16A je 1,5mm² und FI-Schalter auf 4mm² Leitung. Mit dieser Ausstattung noch keinen Sicherungsfall gehabt.
Wichtig: den Topf unbedingt isolieren.

rudiruder
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Re: 70L Amihopfen Kessel mit Gas oder Hendi?

#11

Beitrag von rudiruder » Mittwoch 21. Oktober 2015, 09:31

Moin,

also ich heize mit Gas - 9,5 KW Hockerkocher.
70 ltr. Schengler Topf.
Der Topf ist mit einer Isomatte aus Keramikfasern isoliert und aussen mit dünnem Alublech umwickelt - nicht schön hält aber schon 2 Jahre.

Wichtiger ist, dass Gas einen extrem schlechten Wirkungsgrad hat. Eine große Flasche reicht bei mir immer nur für 2 Sude.
Das sind 14 € pro Sud.
Ebenso ist mir die Maische immer ein wenig angebrannt. Die Gasflamme ist relativ punktuell also Kreisförmig und der Topf zu dünn.
Hier empfiehlt sich immer ein dicker Sandwichboden.
Mir hat eine 5 mm dicke Kupferplatte zwischen Topf und Flamme geholfen. Leider gibt es da dann auch Übergangsprobleme.

Also falls ich nocheinmal die Wahl hätte - dicker Sandwichboden und Induktion!

BG RR

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