Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

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Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#1

Beitrag von TobiasM » Samstag 29. November 2014, 16:23

... und da ich das noch nie gemacht habe, möchte ich natürlich so gut wie möglich vorbereitet sein! Daher wollte ich mein "Bier-Setup" hier nochmal von euch überprüfen lassen :Wink

Als erstes meine Gerätschaften:

- Weck WAT 14a Einkochautomat
- 25 Liter-Selbstbau-Läutereimer mit Panzerschlauch-Konstruktion
- 25 Liter Gäreimer
- rieeeeesiger Holzkochlöffel
- Bierwürzespindel mit Meßzylinder
- Bierjod
- Nudelsieb mit Küchenhandtüchern zum Hopfensieben
- Digitalthermometer
- Küchenwaage

Dazu kommen die Zutaten für folgendes Rezept: http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... rtype=DESC
Die habe ich alle bestellt und jetzt vorrätig da; in doppelter Menge jeweils, für den Fall, dass was schiefgeht :Angel :Angel :Angel

Jetzt habe ich mir folgenden "Brauplan" ausgearbeitet:

1.) Malz in einer Schüssel zusammenmischen
2.) Wasser im Weck auf 56°C erhitzen
3.) Währenddessen auf dem Herd schon einmal Wasser abkochen, um gegen später dann den Stammwürzegehalt, falls nötig, reduzieren zu können
4.) Einmaischen und die diversen Raste einhalten, am Schluss dann Abmaischen bis Jodnormalität
5.) Danach das Ganze in den Läuterbottich. Dort 20 Minuten (?) warten, bis sich der Malz unten angesetzt hat. Währenddessen den Weck putzen, um das Hopfenkochen durchführen zu können
6.) Vom Läutergefäß dann alles wieder in den Weck laufen lassen
7.) 90 Minuten kochen: Dabei von Anfang an 10 g Hopfen zufügen, ab der 70ten Minute dann noch weitere 20 g (?)
8.) Alles durch meinen Nudelsieb-Handtuch-Hopfenfänger lassen und im Gärbehälter auffangen
9.) Den Gärbehälter mit der Würze in ein kaltes Wasserbad stellen und auf 20°C herunterkühlen
10.) Die Hefe zufügen - soll ich die davor in Wasser lösen oder sonst was damit anstellen?
11.) Umrühren und dann eine Woche lagern, immer wieder spindeln

Das wären die Schritte, die ich mir für morgen überlegt hatte. Fällt jemandem ein Fehler auf? Oder kann mir an der Stelle noch weiterhelfen? Einige Teile im Brauplan sind mit Fragezeichen versehen, da wäre es schön, wenn mir da jemand noch eine Bestätigung oder Korrektur dafür geben könnte.

Ich versuche den morgigen Tag auch auf Bildern festzuhalten und werde dann auch ausführlich berichten :Smile

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe! :Drink :Drink :Drink

Liebe Grüße, Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#2

Beitrag von DerDennis » Samstag 29. November 2014, 16:47

1) kannst du dir sparen
3) brauchst du erst später (während 7)
4) erst Maischen und Rasten bis jodnormal, dann aufheizen auf Abmaischtemperatur und unverzüglich abmaischen
6) die ersten paar Liter sind sehr trüb, die solltest du nochmal ins Läutergefäß zurückschütten
9) nach dem Abkühlen Probe entnehmen und spindeln, Wert notieren: wenn nötig Würze mit abgekochtem Wasser verdünnen (Leitungswasser geht auch).
10) ja, Trockenhefe 20-30 Minuten vorher in etwas abgekochtem 20°C-Wasser rehydrieren
11) erst spindeln, wenn keine Gäraktivität mehr sichtbar ist (Schaumbildung/Blubbern im Gärröhrchen)

Das wird schon, insgesamt stimmt der Ablauf!

Viel Erfolg und gut Sud,

Dennis

Edit - wenn der Gärbehälter wirklich nur 25 Liter fasst, dann kannst du darin vermutlich maximal 18 Liter obergäriges Bier mit einer Weizenhefe vergären (die allgemein zu starker Schaumbildung bei der Gärung neigt), und du solltest die Zutatenmenge anpassen.
Zuletzt geändert von DerDennis am Samstag 29. November 2014, 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#3

Beitrag von Bierjunge » Samstag 29. November 2014, 16:48

Im Prinzip passt das schon alles - Dich ehrt sehr, dass Du Dir vorher eingehend Gedanken machst. :thumbup
Viel Erfolg!

Ein paar Anmerkungen noch:
  • 1) kann entfallen, das "Mischen der Malze" geschieht beim Einmaischen eh.
  • 3) kann auch entfallen; verdünnen kannst Du auch noch z.B. während oder nach der Gärung.
    Stattdessen fehlt mir in Deiner Liste das Erwärmen des Nachgusswassers - benenne diesen Schritt einfach um!
  • Zwischen 7) und 8) ist noch ein Whirlpool sinnvoll (siehe Suchfunktion)
  • 10) steht auf dem Hefetütchen idR genauestens drauf - ja, bitte in lauwarmem Wasser aufquellen lassen.
  • 11) nicht allzu oft öffnen wegen Infektionsgefahr, warte einfch eine Woche, bis der Schaum weg ist, und spindele dann.
Viel Erfolg, das wird schon!

Moritz

Edit: Dennis war 1 min schneller :Drink
Zuletzt geändert von Bierjunge am Samstag 29. November 2014, 16:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#4

Beitrag von Tyrion » Samstag 29. November 2014, 16:55

Noch eine Anmerkung zum Gäreimer. Der ist mit 25 Litern für >20 Liter Würze zu knapp bemessen. Da werden die Kräusen oben raus wollen. :thumbdown


Gruss
Matthias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#5

Beitrag von TobiasM » Samstag 29. November 2014, 17:05

Hmmm... wenn der zu klein ist, dann splitte ich auf den großen und noch einen kleinen Eimer - sowas hab ich noch hier :thumbup

Vielen Dank für eure Antworten - den Nachguss hatte ich allerdings wirklich in dem Moment vergessen! Den Whirlpool ebenso, auch den lasse ich mit einfließen.

Ich habe gerade meinen Durchlauferhitzer im Badezimmer getestet und war ob dessen Temperaturtreue erstaunt: 56°C am Drehregler eingestellt, und nach 5 Metern Rohr bis zum Wasserhahn in der Badewanne hat das Wasser dort knappe 55°C - perfekt, um morgen das Einmaischwasser einfach dort rauszulassen :thumbup So spare ich mir auch das Erhitzen von kaltem Wasser... geht so deutlich schneller :Smile

Was das spindeln angeht: Ich schaue also erst nach dem Wert, wenn die Gärung rum ist? Und das eine Mal nach dem Abkühlen der Würze? Ich dachte, das sollte kontinuierlich gemacht werden, oder bin ich da falsch gewickelt?

Was mir an dem Rezept auch noch fehlt: Der Zielwert der Stammwürze nach dem Hopfen kochen. Oder ist das in dem Rezept das 13%, das oben angegeben ist? Auf diesen Wert muss ich das Ganze ja verdünnen, oder? :Waa

Das mag sich für euch mit Sicherheit dilettantisch anhören, aber für jemanden, der das noch nie gemacht hat, ist das teilweise doch ziemlich verwirrend :Mad2

Danke euch nochmal!

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#6

Beitrag von DerDennis » Samstag 29. November 2014, 17:13

Man spindelt, um zu bestimmen, ob die Gärung beendet ist (und um anhand der Differenz vorher/nachher den Vergärgrad ermitteln zu können). Deshalb einmal vor der Hefegabe, und dann erst wieder wenn man denkt dass die Gärung durch ist, und noch ein weiteres Mal zwei Tage später, um ganz sicher zu gehen dass die Gärung beendet ist. Wenn die letzten beiden Messungen gleich sind, ist das Bier ausgegoren.

Die 13% sind der Zielwert, richtig - wenn du drüber liegst dann vorsichtig(!) verdünnen, nicht zu viel auf einmal.

Das mit dem Wasserboiler ist ja praktisch, erstes Problem gelöst. :Smile

Grüße
Zuletzt geändert von DerDennis am Samstag 29. November 2014, 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#7

Beitrag von Bierjunge » Samstag 29. November 2014, 17:15

TobiasM hat geschrieben:Was das spindeln angeht: Ich schaue also erst nach dem Wert, wenn die Gärung rum ist? Und das eine Mal nach dem Abkühlen der Würze? Ich dachte, das sollte kontinuierlich gemacht werden, oder bin ich da falsch gewickelt?
Da gibt es verschiedene Philosophien.
In großen Brauereien wird in jeder Schicht gespindelt und damit eine schöne Fieberkurve gezeichnet, aus der sich der Fortgang der Gärung überwachen lässt.
Wenn Du aber aus deinen knappen 20 l täglich 250 ml Spindelprobe abzweigst, sind es nach einer Woche schon 2 Liter weniger...
Außerdem birgt das ständige Auf-und-Zu eine gewisse Infektionsgefahr, und den Hahn sollte man besser auch noch nicht benutzen, sonst gammelt es dort zuerst.
Später könnte mal ein Refraktometer ganz nett sein, da genügt dann 1 Tropfen, dafür muss man aber auch mehr rechnen.

Wie ich das mache (ohne jeden Anspruch auf Alleingültigkeit):
Ja, ich mache eine Referenzmessung vor Hefegabe.
Dann lasse ich in aller Ruhe gären, bis der Schaum zusammenfällt und sich erste kahle Stellen bilden (Gärspund verwende ich eh keinen). Dann geht die (desinfizierte) Spindel direkt im Bottich baden, und wenn der Wert 2 Tage lang gleich bleibt, wird geschlaucht.
TobiasM hat geschrieben:Was mir an dem Rezept auch noch fehlt: Der Zielwert der Stammwürze nach dem Hopfen kochen. Oder ist das in dem Rezept das 13%, das oben angegeben ist? Auf diesen Wert muss ich das Ganze ja verdünnen, oder?
Ganz genau das ist er!

Moritz

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#8

Beitrag von Tyrion » Samstag 29. November 2014, 17:21

TobiasM hat geschrieben:


Was mir an dem Rezept auch noch fehlt: Der Zielwert der Stammwürze nach dem Hopfen kochen. Oder ist das in dem Rezept das 13%, das oben angegeben ist? Auf diesen Wert muss ich das Ganze ja verdünnen, oder? :Waa
Du kannst auch vor dem Kochen mal eine Spindelprobe nehmen (immer erst auf ca. 20°C runtegekühlt). Die sollte idealerweise um die 11,5°P haben, dann kommst du mit rund 10% Verdunstung beim Kochen auf etwa 13°P STW.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#9

Beitrag von TobiasM » Samstag 29. November 2014, 17:22

Was mich an der Stelle interessiert: Ich hab bei Gärbottichen schon welche mit und ohne Hahn gesehen. Wie ist das denn, wenn kein Hahn dran ist? Wird das dann per Kelle in die Bierflaschen gefüllt? Ehrlich gesagt würde ich bei meinem Gärbottich nämlich auch gerne auf den Hahn verzichten, gerade wegen der Infektionsgefahr... die Wände des Bottichs sind glatt, die kriegt man gut keimfrei!

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#10

Beitrag von Bierjunge » Samstag 29. November 2014, 17:29

Stimmt, bei Deiner Materialliste sind noch keine Schläuche...
Damit kann man Würze und Bier nach dem Saugheber-Prinzip von oben her abziehen.
Aber bitte nicht mit dem Mund (Bakterienherd erster Güte) dran nuckeln, sondern den schlauch vorher mit Wasser füllen, damit der Saugheber anspringt.
Aber ein Auslaufhahn am Bottich ist nicht grundsätzlich böse, sofern man ihn erstmals beim Schlauchen benutzt, sondern sogar ungemein praktisch.

Moritz

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#11

Beitrag von Tyrion » Samstag 29. November 2014, 17:31

Wenn du was hochprozentiges zuhause hast (idealerweise Isopropanol 70%) kannst du den Hahn damit ne Stunde vorher kurz spülen. Wenn du ihn vorher schon benutzt hast, etwa für die Spindelprobe, würd ich ein Stück Küchenpapier zu einem Zipfel drehen,mit Alkohol tränken und erstmal durchwischen.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#12

Beitrag von TobiasM » Samstag 29. November 2014, 17:37

Ha... Saugheber! Perfekt! So werde ich das machen :thumbup So erspare ich mir den - in meinen Augen - Bakterienherd Wasserhahn :thumbsup

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#13

Beitrag von Bierwisch » Samstag 29. November 2014, 17:46

Wenn Deine Gärung durch ist, gibst Du eine definierte Menge Zuckerwasser oder Speise (einfach mal hier einlesen) in Deinen Einkocher und lässt dann, wie von Moritz beschrieben, das Jungbier dort hinein.
Dann rührst Du das ganze vorsichtig um, damit sich das Bier und die Zuckerlösung gut vermischt und kannst dann durch den Auslaufhahn am Einkocher in Flaschen abfüllen. Damit verbleibt der größte Teil der Hefe im Gärbehälter. Keine Angst, zu dem Zeitpunkt ist noch genügend Hefe in der Schwebe für die Nachgärung.

Und keine Angst - Bier wirds immer!

Gruß,
Bierwisch
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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#14

Beitrag von TobiasM » Samstag 29. November 2014, 17:53

Super Bierwisch... das ist auch ne geniale Idee! Merci vielmals :-)

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#15

Beitrag von TobiasM » Samstag 29. November 2014, 20:35

So... und nu ging die Mail an den Zoll raus. Eigentlich wollte ich ja erst in ner Woche brauen, aber nachdem das Wetter morgen zum fliegen nich geeignet sein soll - ab gehts und einen leckeren Sud gemacht :Smile

Dank eurer Hilfe müsste ansich alles richtig gut klappen - es ist alles vorbereitet!

Ich würde mich über Kontaktdaten von euch freuen, sollte morgen im Laufe des Brauprozesses was schief gehen und ich Hilfe benötigen - als kleines Dankeschön kann ich mir einen kleinen Flug über die schwäbische Alb vorstellen :thumbsup

Liebe Grüße,

Euer Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#16

Beitrag von afri » Samstag 29. November 2014, 23:38

Fliegst du auch bis ins Weserbergland? Dann kann ich mir direkte Hilfe schon vorstellen :-) Nein, nur Spaß, du scheinst recht gut aufgestellt zu sein und Hilfe morgen wird sicherlich kaum nötig sein. Der erste Sud ist immer was ganz besonderes, spätere Sude werden diesen sicher noch toppen, genieße es. Mit jedem weiteren Sud erhöht sich der Spaß an der Sache, weil es komischerweise immer _noch_ besser wird :-) Bier wird's immer.
Achim
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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#17

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 30. November 2014, 01:27

Du solltest deine Nachgüsse nicht einfach draufkippen, das könnte zu Kanalbildung im Treber
und dadurch zu einer schlechteren Ausbeute führen. Oder es wirbelt dir den Treber auf, was
auch eher suboptimal ist.

Lass das Nachgusswasser einfach über einen Schaumlöffel oder ein Sieb drauflaufen.

Um beide Hände frei zu haben, habe ich mir sowas hier gebaut - Nur als Inspiration.
09_Nachgussdusche.jpg
Da ich in der Küche braue, kann ich den Nachguß einfach im Kochtopf erhitzen und gebe
den mit nem Meßbecher durch das Sieb. Schön langsam und kreisend um den Rand.

Lass den Treber möglichst nicht trockenlaufen. Also immer unter Wasser halten.
Wenn es doch mal trockenläuft ist das auch kein Drama, muss aber nicht sein.

Ansonsten scheinst du gut vorbereitet zu sein. Das wird schon klappen.
Wenn du dir bei irgendwas unsicher wirst - Keine Panik, frag hier einfach.

Sind eigentlich immer genug Leute online die dir in wenigen Minuten antworten werden.

Ich wünsch dir viel Spaß morgen, bleib Cool und halte dich an die Abläufe, dann wird auch nichts schiefgehen.
Du wirst ggf. feststellen das manche Arbeitsabläufe nicht optimal waren, aber das kannst du beim nächsten Sud
entsprechend ändern. Du musst deine Brauanlage erstmal kennenlernen, da mussten wir alle mal durch.

Das erste Bier ist eh immer das geilste, egal was man da gebraut hat :Drink

...
*Hüstel* - Es sei denn man war auf einem Komiker-Brau-Seminar und hat sich mit "Gelb" und "Malzbier" schwergetan :Devil
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#18

Beitrag von chri » Sonntag 30. November 2014, 09:07

Hallo Tobias,

So wie du vorbereitet bist, gibt es sicher keine Probleme. Vieles erklärt sich von selbst, wenn es um die praktische Umsetzung geht.
Ein wichtiger Teil ist imho später das Abfüllen.
Dazu ein Link den du sicher schon kennst : viewtopic.php?f=7&t=212&view=unread#unread
Welche Hefe hast du denn gekauft?

Viel Spass bei deinem ersten Sud, ich war definitiv weniger vorbereitet, hat aber trotzdem geklappt :thumbsup
Gruß,
Chris

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#19

Beitrag von TobiasM » Sonntag 30. November 2014, 11:25

So... der Sud steht auf seiner ersten Rast bei 62°C, daher hab ich ein bisschen Zeit zu schreiben :-) Bisher sieht alles ganz vernüftig aus, auch klappt das mit dem Weck-Einkochautomat sehr gut - ich dachte, ich müsste alle Minute die Temperatur anpassen, aber der Sud hält die Temperatur ziemlich gut.

Als Hefe benutze ich Safbrew S-33, als Hopfen hab ich Tettnanger Pellets genommen - sollen wohl beide für Weizenbiere ganz gut sein :-)

Viel Spaß auch euch beim heutigen Brautag!

Grüße, Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#20

Beitrag von TobiasM » Sonntag 30. November 2014, 13:17

Blöde Frage: Hopfen rein, wenns kocht, oder schon davor?

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#21

Beitrag von saarmoench » Sonntag 30. November 2014, 13:19

Bei Vorderwürzehopfung schon in die frisch aus dem Läuterbottich fließende Würze.
Bei "normalen" Hopfengaben erst wenn es kocht.

Grüße,
Markus

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#22

Beitrag von TobiasM » Sonntag 30. November 2014, 14:56

Vielen Dank! Die Würze kocht jetzt gemütlich vor sich hin... wird gleich Zeit für die nächste Hopfung! :-)

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#23

Beitrag von Schweiz1 » Sonntag 30. November 2014, 21:39

Hallo Tobias,
wie ist es gelaufen? Bist Du total erschöpft und froh, dass alles vorüber ist? :Wink
Gruß Stefan
Wir sollten aufhören...
... weniger zu trinken!

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#24

Beitrag von TobiasM » Montag 1. Dezember 2014, 09:44

So ähnlich :Bigsmile

Nein, ich war mit meiner besseren Hälfte noch im Kino und dann wollte ich nicht nochmal den Rechner hochfahren - müde war ich dann schon.

Also, Bilder hab ich hier jetzt noch keine, die kommen dann in den nächsten Tagen. Es war auf jeden Fall sehr aufschlussreich und ich habe wieder was dazugelernt :thumbup

Es lief alles perfekt glatt, und ich dachte schon: "Kann es wirklich sein, dass alles so problemlos geht?" - denn bis auf die Tatsache, dass mir beim Hopfenkochen der Sud kurz überkochte, lief alles super.

Das hielt auch an, bis ich mit dem Hopfenkochen und dem Whirlpool fertig war. Ich wollte das Ganze also ablassen, öffnete den Ablaufhahn - und es tröpfelte nur heraus. In der Geschwindigkeit wäre der Sud bis jetzt noch nicht aus dem Weck gelaufen gewesen :Angry

Langsam dämmerte mir auch, warum es dazu gekommen war: Ich hatte nach dem Malz einkochen den Einkocher gereinigt, aber den Hahn dabei vergessen! :puzz :Ahh :puzz :Ahh

Nachdem ich den Sud dann halt per (hoffentlich steril genügender) Schöpfkelle in mühsamer Arbeit umgeschöpft hatte, konnte ich den Hahn abschrauben und sah meine These absolut bestätigt.

Nun hoffe ich, dass durch das Umschöpfen nicht zuviele Bakterien in den Sud gelangt sind - das wäre seeeeehr schade! Die Hefe tut schon ihren Job, ich werde am Freitag morgen mal spindeln, und wenn sich bis Sonntag nichts mehr getan hat, kommt das Ganze dann in Flaschen. Da brauche ich dann vermutlich noch Hilfe bezüglich der Carbonisierung, aber das hat ja noch Zeit :Smile

Am Sonntag möchte ich dann auch noch ein Bier brauen, entweder noch ein Weizen oder auch gerne mal ein Kölsch. Habt ihr mir da vielleicht auch einen Tipp bezüglich eines "Anfänger-Kölsches"?

Grüße, Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#25

Beitrag von Boludo » Montag 1. Dezember 2014, 09:47

Ich hätte da keine Bedenken wegen Infektion, das wird sicher ein schönes Bier!

Stefan

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#26

Beitrag von Trooper » Montag 1. Dezember 2014, 10:13

Hi Tobias,

schöner Thread, war mal interessant zu lesen, dass es nicht nur bei mir etwas chaotischer ablief als geplant :Bigsmile Und einige Deiner Fragen traten bei mir exakt genauso auf.

Hatte meinen ersten Sud eine Woche vor Dir und ebenfalls Probleme mit dem Übertragen der Würze in den Gäreimer. Habs dann auch ziemlich angestresst mit der Schöpfkelle gemacht und auch sonst ziemlich viel Luftkontakt produziert, was mir im Nachhinein auch große Sorgen bereitet hat. Gestern habe ich in Flaschen abgefüllt und das Jungbier mal probiert. Scheint zumindest nicht infiziert worden zu sein und schmeckte bereits nach Altbier, wenn auch noch relativ bitter.

Schöne Grüße,

Franky

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#27

Beitrag von chriiisss » Montag 1. Dezember 2014, 17:11

Ich würde dir empfehlen nochmal ein Bier zu machen, was du mit der selben Hefe vergären möchtest. So hast du frische aktive Hefe und musst ach keine neue kaufen.
MfG Chris

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#28

Beitrag von TobiasM » Dienstag 2. Dezember 2014, 21:35

So... weil mir vorher der Deckel runtergefallen ist, habe ich gedacht, ich kann gleich mal spindeln. Dabei kam raus, dass ich nur noch sechs Grad Plato habe. Was ist denn der Zielwert bei meinem leckeren Weizen? :Bigsmile

Dass ich in zwei Tagen auf jeden Fall nochmal spindeln werde, ist klar, aber ist ein Wert von sechs schon realistisch für die Abfüllung? Einfach nur als eine Art Richtwert?

Danke für eure Antworten!

Grüße. Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#29

Beitrag von Bierwisch » Mittwoch 3. Dezember 2014, 07:00

Hallo Tobias,
ich hatte in meinem obigen Beitrag einen Link gesetzt - wenn Du dem folgst, den verlinkten Beitrag liest und verstehst, dann weißt Du auch, was Du jetzt machen mußt.

Gruß,
Bierwisch
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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#30

Beitrag von TobiasM » Mittwoch 3. Dezember 2014, 10:11

Hallo Bierwisch,

danke für deine Antwort. Meine Frage bezog sich aber eher auf die Erfahrungswerte bzgl. Restgrad Plato - weil mir 6 halt zu hoch vorkam.

Den von dir verlinkten Thread habe ich selbstverständlich schon durchgelesen :thumbsup

Grüße, Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#31

Beitrag von Bierwisch » Mittwoch 3. Dezember 2014, 10:44

Hallo Tobias,
die Aussage „6°P“ bedeutet in diesem Zusammenhang gar nichts und alles. Das ist der scheinbare Restextrakt, weil der Messwert durch den entstandenen Alkohol verfälscht ist. Wenn Deine Würze ursprünglich 8°P hatte, dann sind 6°P ziemlich wenig und man kann noch was erwarten. Bei einem Ausgangswert von 20°P wäre es dagegen recht wenig...
Wenn der scheinbare RA über drei Tage konstant bleibt, dann ist das Bier durchgegoren und kann abgefüllt werden.

Gruß,
Bierwisch
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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#32

Beitrag von Tyrion » Mittwoch 3. Dezember 2014, 10:57

TobiasM hat geschrieben: Dass ich in zwei Tagen auf jeden Fall nochmal spindeln werde, ist klar, aber ist ein Wert von sechs schon realistisch für die Abfüllung? Einfach nur als eine Art Richtwert?
Deuten denn die optischen Anzeichen schon auf ein Ende der Gärung hin ? Also kein Blubbern im Gärspund und kein Schaum auf der Oberfläche des Junbieres ?
Solange diese Anzeichen noch auf Gärung hindeuten, musst du eigentlich garnichts machen.

Normale Weizenbierstammwürze (12-13°P) vorausgesetzt, sind 6°P scheinbarer RE noch deutlich zuviel.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#33

Beitrag von TobiasM » Donnerstag 4. Dezember 2014, 09:33

Hallo miteinander,

der Schaum ist so gut wie nicht mehr vorhanden - und ich habe immer noch 6°P, was mir auch etwas hoch vorkommt.

@Bierwisch: Im Rezept, das ich im ersten Beitrag verlinkt habe, stehen die 13°P, die ich anfangs auch hatte - sorry dafür! :Smile

Einen Gärspund habe ich bei diesem ersten Bier leider keinen, bei meinem zweiten dieses Wochenende habe ich dann aber auf jeden Fall einen - habe jetzt ein richtiges Gärfass gekauft, mit allem drum und dran!

Grüße, Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#34

Beitrag von TobiasM » Freitag 5. Dezember 2014, 09:23

So... nun hab ich gestern Abend mal eine Probe (bei 6°P) entnommen und folgendes probiert: Zucker in die Probe gekippt und dann mal über Nacht gewartet was sich tut. Und was tat sich? Nichts! Kann es sein, dass meine Hefe irgendwie nicht ihren Dienst tut? Normal sollten ja irgendwas um die 2-3°P sein, wenn die Gärung beendet ist. Die 6°P habe ich nun schon seit Dienstag Abend...

Soll ich vielleicht noch etwas Hefe nachfüllen? Ich hab halt wirklich Muffe vor Flaschenbomben...

Danke für eure Hilfe!

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#35

Beitrag von Boludo » Freitag 5. Dezember 2014, 09:44

Wie warm ist es denn? Und taugt die Spindel was (mess mal Wasser)?
Ich würd auf keinen Fall abfüllen, wenn Du Dir nicht sicher bist.
Und wärmer stellen ist nie ein Fehler, man kann auch vorsichtig aufrühren.

Stefan

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#36

Beitrag von TobiasM » Freitag 5. Dezember 2014, 09:49

Ich hab gestern dann auch aufgerührt - und heute morgen wieder nur minimaler Schaum. Das Bier steht seit Anfang an bei Temperaturen zwischen 22-24°C. Wenn ich Wasser spindele, was muss dann dabei rauskommen? Im Prinzip ja 0, weil kein Zucker drin ist?

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#37

Beitrag von Boludo » Freitag 5. Dezember 2014, 09:52

Die Temperatur ist ok und natürlich zeigt die Spindel in Wasser null an.
Du kannst auch Zuckerlösungen ansetzen und damit die Spindel überprüfen, wie das geht, steht irgend wo im Forum.

Stefan

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#38

Beitrag von Tyrion » Freitag 5. Dezember 2014, 10:07

TobiasM hat geschrieben: Normal sollten ja irgendwas um die 2-3°P sein, wenn die Gärung beendet ist.
So tief wirst du mit der S33 und 30min Maltoserast wohl nicht kommen.

Wenn ich an meine ersten Weizenbiere denke, muss ich auch sagen, dass ich mit 45min Maltoserast und der Wyeast 3068 auch nicht unter 4,5°P sRE kam (bei ca. 13°P STW). Erst seit ich länger kalt einmaische komm ich auf scheinabre Vergärgrade um 80%.

Dass die HEfe aber trotz Zuckerzugabe scheinbar nicht mehr gären will ist etwas seltsam. Eventuell braucht die Hefe aber auch einfach etwas mehr Zeit als 12 Stunden. Wieviel Zucker hast du denn auf wieviel Jungbier zugegeben ?

Gruss
Matthias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#39

Beitrag von TobiasM » Freitag 5. Dezember 2014, 10:12

100 ml Jungbier und dazu zwei Esslöffel (!) Zucker - das sollte mehr als genug sein, um eine sichtbare Reaktion zu zeigen.

Ich werde am Sonntag dasselbe Bier nochmals brauen - jetzt, wo ich weiß, was ich an meinen Abläufen verbessern muss.

Eine Sache fällt mir da noch ein: Ich habe am Montag, nachdem kaum Schaum auf dem Bier war, das Bier umgerührt - was dazu geführt hat, dass der Gärbehälter übergelaufen ist, da durch die Hefe ja CO2 produziert wurde, was durch das Rühren auf einmal aufschäumte. Kann es auch was damit zu tun haben? Logisch ist es nicht, denn eigentlich kann das Rühren ja nicht zu einem "Hefesterben" führen...

Fragen über Fragen :Grübel

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#40

Beitrag von Tyrion » Freitag 5. Dezember 2014, 10:20

TobiasM hat geschrieben:100 ml Jungbier und dazu zwei Esslöffel (!) Zucker - das sollte mehr als genug sein, um eine sichtbare Reaktion zu zeigen.
Hast du denn die aufgezuckerte Probe mal gespindelt.
Ausserdem sind 2 Esslöffel auf 100ml schon heftig (ich gehe mal von mind. 10g pro Löffel aus). Damit hast du die 100ml um ca. 20°P aufgezuckert, damit kann man Hefe natürlich ganz schön schocken.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#41

Beitrag von Bierwisch » Freitag 5. Dezember 2014, 10:21

Sehr viele sinnvolle Erklärungen gibt es nicht. Da wäre:

-Hefe gekillt wegen zuviel Alkohol
-nichts vergärbares mehr da (wenn Du beim Maischen sehr viel unvergärbare Zucker erzeugt hast)
-zu kalt
-keine Lust

Was Du jetzt machen kannst:
-noch wärmer stellen (meine Saisonhefen machen unter 27°C gar nichts)
-vorsichtig aufrühren
-abwarten (wenn das Jungbier jetzt mal ein-zwei Wochen unbeobachtet herumsteht, passiert nichts schlimmes, außer daß Deine Geduld auf die Probe gestellt wird)
-fülle ca. 100ml Jungbier in ein Gefäß, verschliesse es mit Frischhaltefolie oder Alufolie und stelle das schön warm (30°C) und beobachte was mit dieser Schnellvergärprobe passiert

Und keine Angst – Bier wirds immer.

Gruß,
Bierwisch
Der Klügere kippt nach!

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#42

Beitrag von TobiasM » Freitag 5. Dezember 2014, 10:25

Danke für eure Antworten... ich werd allerdings auch nicht wirklich schlau draus. Ich werde weiter berichten :-)

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#43

Beitrag von Boludo » Freitag 5. Dezember 2014, 10:28

Ok, das mit der S-33 hab ich übersehen, die hat wirklich einen sehr niedrigen EVG.
Hab irgend wie gedacht, es ginge um ein Hefeweizen.
Zusammen mit einer schlechten Spindel könnte das Bier vollends vergoren sein, zumal die Hefe normalerweise nach spätestens 3 Tagen fertig ist.
Das Zuckerexperiment halte ich auch nicht für sehr sinnvoll, da zu viel Zucker.
Versuch aber auf jeden Fall noch mal irgend wie zu messen oder überprüfe die Spindel.
Oder hol mich mit dem UL ab, ich hab jede Menge Meßgeräte :Smile

Stefan

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#44

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 5. Dezember 2014, 10:33

Lasst euer Bier doch einfach mal ein paar Tage in Ruhe. Frühestens nach 5 Tagen anfangen zu spindeln.

Am Anfang knabbert sich die Hefe die leicht vergärbaren Zucker weg, für die "anderen" braucht die
etwas mehr Zeit. Also einfach mal Geduld haben.
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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#45

Beitrag von cyme » Freitag 5. Dezember 2014, 10:46

TobiasM hat geschrieben:So... nun hab ich gestern Abend mal eine Probe (bei 6°P) entnommen und folgendes probiert: Zucker in die Probe gekippt und dann mal über Nacht gewartet was sich tut. Und was tat sich? Nichts! Kann es sein, dass meine Hefe irgendwie nicht ihren Dienst tut? Normal sollten ja irgendwas um die 2-3°P sein, wenn die Gärung beendet ist. Die 6°P habe ich nun schon seit Dienstag Abend...
Was für eine Spindel hast du denn? Wenn's ähnlich wie mein 0-20°P "Hobby"-Schätzeisen ist, dann kann es auch sein, dass der Sud von 6,2°P auf 5,8°P runter ist, man mangels Messgenauigkeit aber gar nicht sehen kann.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#46

Beitrag von mf_aut » Freitag 5. Dezember 2014, 12:06

Hallo Hobbybrauergemeinde,

ich bin 27 Jahre aus Tirol und ganz neu hier, lese aber schon seit einigen Wochen mit.
Wollte mich hier mal kurz melden, da ich ziemlich den gleichen Plan wie TobiasM habe und am 08.12.(bei uns Feiertag) mein erstes Bier brauen werde. Ich habe mich für die Almtaler Hefeweisse nach Hanghofer(https://brauerei.mueggelland.de/rezeptd ... s/126.html) entschieden und habe auch alle Zutaten und Gerätschaften bereits da.

Habe mir aufgrund von den Tipps hier und vom Buch von Herrn Hanghofer meine Gerätschaften ausgewählt. An dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN an die Community.

@TobiasM: Falls es für dich in Ordnung ist, würde ich ein paar wenige Details/Fotos/Probleme hier posten, da die Biere relativ ähnlich sind und auch die Verbindung unseres ersten Bieres besteht. Falls nicht, würde ich einen separaten Thread öffnen, wollte aber grundsätzlich keinen 2. ähnlichen Thread aufmachen.

Bin schon richtig gespannt auf meinen ersten (richtigen) Brautag. :Drink
Zuletzt geändert von mf_aut am Montag 15. Dezember 2014, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#47

Beitrag von TobiasM » Freitag 5. Dezember 2014, 13:09

Hallo mf_aut,

ein eigener Thread ist sinnvoll, da "mein" Thread dann auch noch deine Fragen beinhaltet und die Antworten darauf, und das der Lesbarkeit nicht unbedingt zugute kommt. Daher mach am besten einen eigenen auf :thumbsup

Zu meiner Spindel: Ich habe auch so eine "Hobbyspindel" von 0-20°P - dass die nicht so genau sein wird, denke ich mir. Aber einen Unterschied zwischen 6 und 3 sieht man doch recht genau...

Grüße, Tobias

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#48

Beitrag von mf_aut » Freitag 5. Dezember 2014, 13:15

Alles klar, kein Problem!

Auf alle Fälle danke für deinen Thread - da habe ich nochmal kontrollieren können ob ich auch wirklich alles habe.

Schöne Grüße aus Tirol!

LG :thumbup

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#49

Beitrag von cyme » Freitag 5. Dezember 2014, 13:27

Große Unterschiede sieht man mit der Hobbyspindel, aber den Unterschied feststellen zwischen "Gärung steht" und "Gärung schreitet langsam voran" kann ich damit nur schwer. Deshalb ist die "drei Tage keine Veränderung"-Faustregel bei mir auch verlängert auf "5 Tage keine Veränderung".

Aber nachdem du erst am Sonntag gebraut hast, bist du ohnehin noch nicht im Zugzwang. Hast du einen zweiten Gärbehälter? Dann schlauche an deinem kommenden Brautag einfach darin um und nimm einen Teil des Bodensatzes von diesem Sud um den nächsten damit anzustellen. Sollte es eine stockende Gärung sein, könnte ihm das umschlauchen evtl. auch wieder auf die Sprünge helfen.

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Re: Morgen wirds Zeit für das erste Bier...

#50

Beitrag von TobiasM » Samstag 6. Dezember 2014, 15:19

Sodele... nachdem ich jetzt den vierten Tag in Folge 5°P habe, hab ich weiter Ursachenforschung betrieben. Ich habe also - nachdem ich alle Hardware-seitigen Fehlerquellen ausgeschlossen habe - nach der Hefe gegoogelt. Und siehe da: hier und hier wird beschrieben, dass die Hefe wohl sehr schnell mit einem niedrigen Vergärungsgrad arbeitet. Also kann ich wohl davon ausgehen, dass mein Bier auch fertig ist :Pulpfiction

Jetzt würde ich es gerne morgen Abend in Flaschen füllen. Dazu bräuchte ich nochmals eure Hilfe: Ich würde gerne Zuckerlösung pro 0,5 l Flasche einfüllen. Wie soll ich das am besten bewerkstelligen? Und was für eine Zuckerlösung benutzt ihr dazu? Wieviel Zucker löst ihr in wieviel Wasser?

Danke für eure Hilfe!

Grüße, Tobias

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