Messen mit Digitalrefraktometern

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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Messen mit Digitalrefraktometern

#1

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 3. Dezember 2014, 20:16

Bei Beachtung der folgenden Punkte sollte es problemlos möglich sein, verlässliche Messwerte von Würze und Jungbier zu ermitteln:


1. Obwohl diese Digitalrefraktometer eine eigene Lichtquelle mit definierter Wellenlänge besitzt, sollten Messungen nicht in direktem Sonnenlicht durchgeführt werden (Tageslicht, Kunstlicht ist ok, wenn es nicht direkt von oben auf die Messmulde fällt).

2. Die zu vermessenden Lösungen sollten keine groben Partikel enthalten (z.B. Hopfenpartikel direkt nach dem Hopfenkochen. Am besten kurz absetzen lassen und klare Würze in eine Spritze einziehen. Unter kaltem Wasser mit verschlossener Spitze auf 30 - 40°C abkühlen, das geht rel. schnell). Feinverteilter Trub stört nicht.

3. Digitalrefraktometer enthalten eine ATC = Automatic Temperature Compensation, meist im Bereich von 10 - 40°C. Messungen im Bereich von 30 - 35°C führen erfahrungsgemäß zu verlässlichen Messwerten.

4. Vor der Messung mit destilliertem Wasser kalibrieren.

5. Die Messmulde stets blasenfrei und gut füllen. Dadurch ergibt sich eine rel. große Schichtdicke. Da die Messung am Glasboden der Mulde erfolgt, gibt es keine ständig wechselnden Messerte durch Verdunstung von Wasser (bzw. Alkohol beim Vermessen von Jungbier).

6. Im Abstand von 5 Sekunden drei Messungen durchführen. Dabei sollte immer der gleiche Wert angezeigt werden. Wenn nicht, solange weitermessen, bis das der Fall ist. Das wird aber meist in längstens 5 Messungen erreicht.


Wichtig: Werden Jungbierproben vermessen, ist zu beachten, dass aus dem abgelesenen Brixwert noch der Fehler durch den vorhandenen Alkohol herausgerechnet werden muss.

Dazu eignen sich Onlinerechner wie z.B. der Refraktometerrechner auf der MaischeMalzUndMehr Webseite vom Sandro (Muldengold) oder
mit der Refraktometerkorrektur auf der Müggeland Brauereiseite vom Jörg (Berliner).


Weitere Infos und Erfahrungen von anderen Hobbybraukollegen sind hier nachzulesen.

Gruß
Michael
Beste Grüße
Michael

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#2

Beitrag von braugnom » Mittwoch 3. Dezember 2014, 22:39

Nabend zusammen,

kann ich 1-zu-1 unterschreiben. Die Anleitung ist stimmig und passt! Vielen Dank für's zusammenschreiben!

Grüße,
Max
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FloMeGue

Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#3

Beitrag von FloMeGue » Freitag 13. Februar 2015, 18:53

Welches digitales Refraktometer könnt ihr denn empfehlen? Habe meine Spindel gerade geschrottet... :Angry :Mad2

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#4

Beitrag von tauroplu » Freitag 13. Februar 2015, 19:07

Ich persönlich habe das Hanna HI 96811 im Einsatz, dass seit 2 Jahren zuverlässig seinen Dienst tut. Etwas teuer, lohnt sich aber. Der Bereich geht von 0 - 50% Brix, was völlig ausreicht, außer man will unbedingt solche Unsinnigkeiten wie Sink the Bismarck basteln.

Gruß
Michael
Beste Grüße
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#5

Beitrag von Bierolo » Freitag 13. Februar 2015, 19:10

FloMeGue hat geschrieben:Welches digitales Refraktometer könnt ihr denn empfehlen? Habe meine Spindel gerade geschrottet... :Angry :Mad2
Interessiert auch mich !
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#6

Beitrag von peka76 » Freitag 13. Februar 2015, 19:28

tauroplu hat geschrieben:Ich persönlich habe das Hanna HI 96811 im Einsatz,
Hallo Michael!

Wo, außer in Amerika gibts das denn zu kaufen? Ich finde nur ein extrem teures bei Conrad und Voelkner.
Und in welchem Temperaturbereich korrigiert das Teil automatisch.

Gruß
Peter

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#7

Beitrag von tauroplu » Freitag 13. Februar 2015, 19:47

Oben in meinem post habe ich ja einen link gesetzt, wo ich dat Dingen vorgestellt habe, da sind alle Infos drin.

Wie kommst Du denn auf Amerika? Ich habe das in DE gekauft für 178 Euro, aber ich sagte ja, dass es teuer ist. Etwas preiswerter gibt es das bei Schnapsbrenner.

Qualität hat halt seinen Preis und ist mit Spindelpreisen (selbst professionellen) nicht vergleichbar.

Gruß
Michael
Beste Grüße
Michael

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#8

Beitrag von auftauer » Dienstag 17. Februar 2015, 18:26

tauroplu hat geschrieben:Oben in meinem post habe ich ja einen link gesetzt, wo ich dat Dingen vorgestellt habe, da sind alle Infos drin.

Wie kommst Du denn auf Amerika? Ich habe das in DE gekauft für 178 Euro, aber ich sagte ja, dass es teuer ist. Etwas preiswerter gibt es das bei Schnapsbrenner.

Qualität hat halt seinen Preis und ist mit Spindelpreisen (selbst professionellen) nicht vergleichbar.

Gruß
Michael
Hallo Michael,

denkst du das von Schnapsbrenner tut es auch, oder soll ich lieber den Fuffi für den bei Conrad drauflegen?
Gruß


Helmut

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#9

Beitrag von Rudiratlos » Dienstag 17. Februar 2015, 18:56

Ich kann das MA885 von Schnapsbrenner aus deinem link absolut empfehlen.
Ich hatte bei Simons Forum-Sonderpreis-Aktion zugeschlagen und bin 100% zufrieden mit dem Teil.

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#10

Beitrag von tauroplu » Dienstag 17. Februar 2015, 18:58

Das ist natürlich jetzt eine knifflige Frage, denn ich weiß, wie das ausgehen kann. Da empfehle ich Dir das Hanna, weil das grüne öfter mal Probleme gemacht hat und prompt erwischst Du ein Hanna Montagsgerät.
Aber ich weiß, dass einige mit dem grünen Teil so ihre Probleme hatten. Ob das jetzt nun ein Montagsgerät war, kann ich nicht sagen. Aber da Du mich gefragt hast: Ja, investiere das Mehrgeld, Ich kann das von Hanna empfehlen, da ich es seit geraumer Zeit ohne Probleme einsetze. Kannst ja hier nochmal in aller Ruhe durchgehen, ich glaube, da sind auch die Erfahrungen mit dem grünen Teil beschrieben (und weitere positive Meldungen zum Hanna).

Viele Grüße
Michael
Beste Grüße
Michael

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#11

Beitrag von Bierolo » Dienstag 17. Februar 2015, 19:57

Bei <22 EUR Chianateilen ohne Einfuhrumsatzsteuer
ist es manchmal Lehrgeld, wer billig kauft, kauft 2 mal.

Jenseits der 100 EUR sind natürlich beide digitalen nicht mehr billig.
Generell würde ich mal schauen, wie es mit Service bestellt ist.
Generalvertrieb in D / EU / "Reisfeld".

OT: Unser Miele-Staubsauger (Kauf beim Fachhändler) war mal vor ca. 8 Jahren nach 4 Jahren digital geworden (nur Aus / kein Sog , kein Ton).
wurde auf Kulanz repariert. (Der saugt immer noch, nach 12 Jahren, ich klopf auf Holz)
Oder Bosch grün vs Bosch blau, wenn ich mal die Farbsprache zweckentfremdet erwähne.

Rein vom Design bin ich für das Hana.
Und da ich noch kein optisches Refraktometer habe, ist es auch für mich eine "schlaflose" Überlegung ein "Geld vesenken in "teurer" zu machen.
siehe 2 mal Kaufen oder nicht billig aber preiswert ?

Es ist auch eines der letzten offenen Positionen auf meiner Einkaufsliste.

VG
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#12

Beitrag von Ladeberger » Dienstag 17. Februar 2015, 20:33

Digitale Refraktometer sind super, aber vielleicht als Information für Einsteiger: Das ist einfach nur Komfort und ein schönes Gimmick für alle, die sich nach Jahren der Spindel-Dreherei mal was Schönes gönnen wollen. Ein digitales Refraktometer wird weder euer Hobby professionalisieren, noch das Bier besser machen. Das leistet nur der Erfahrungsaustausch, Brauen und gute Literatur. Von dem Geld kann man sich bei den einschlägigen Braushops oder meinetwegen Amazon 5-10 Bücher kaufen.

Gruß
Andy

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#13

Beitrag von Bierolo » Dienstag 17. Februar 2015, 21:22

Hallo Andy,
danke für den Wink mir der Braukelle,
evtl. war es meinerseits missverständlich, dass ich nicht erwähnt habe, klassich mit einer 20er Spindel anzufangen. Handwerk grob also.
Mein Problem ist halt mit Dioptrien-Handicap (Nasenfahrrad), ob ein Prisma mir helfen würde, oder ein digitales "nice to have - Luxus" doch die bessere Wahl ist.
Insbesondere wenn ich eher Dunkel OG Weizen / Guiness orientiert bin.
(Kristall /Pils war bislang nicht mein Ding)
Und OT: Ich kenne den Spruch, das gute/teure Kochtöpfe nicht einen guten Koch bedeuten.

VG
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#14

Beitrag von auftauer » Dienstag 17. Februar 2015, 21:44

Schon klar, das Bier wird nicht besser, aber damit zu messen ist bestimmt einfacher als zu spindeln, ein wesentlich geringerer Aufwand beim abkühlen und viel weniger Verlust wenn eine Probe aus dem Gärbehälter gemessen werden soll. Die Kohle ist das eine, aber der Komfort das andere.....also schxxxx auf die Kohle ;-)

Ich raff nur noch nicht wo (außer dem Messbereich) der Unterschiede der beiden hier ist....

http://www.conrad.de/ce/de/product/1047 ... archDetail

http://www.conrad.de/ce/ProductDetail.h ... 2-Brix03-C

HILFE :puzz
Gruß


Helmut

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#15

Beitrag von Bierolo » Dienstag 17. Februar 2015, 21:58

Eventuell mag es auch dekadent klingen,
bei einem BM200 Sud sind spindeln mit 200 ml Peanuts,
aber in der eigentlichen Hobby-Brauer-Fraktion mit < 200 Liter/Jahr und Einkocher sind bei 20 L / Brauvorgang mehrere Proben a 200ml echter "Verlust" der kostbaren Ausbeute.
(In Bezug auf Inverst-Kosten von 200-1000 EUR verzichte ich mal auf AFA und Rendite)
VG
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#16

Beitrag von Bierolo » Dienstag 17. Februar 2015, 22:15

auftauet hat geschrieben:...
Ich raff nur noch nicht wo (außer dem Messbereich) der Unterschiede der beiden hier ist....

http://www.conrad.de/ce/de/product/1047 ... archDetail

http://www.conrad.de/ce/ProductDetail.h ... 2-Brix03-C

HILFE :puzz

Mein Zauberwort "Produktvergleich"
u.a.

0 - 50% Brix/0 - 80 °C
0 - 85% Brix/0 - 80 °C

plus die kalibrierten Varianten.

VG Reinhard
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#17

Beitrag von auftauer » Dienstag 17. Februar 2015, 23:05

Bierolo hat geschrieben:Eventuell mag es auch dekadent klingen,
bei einem BM200 Sud sind spindeln mit 200 ml Peanuts,
aber in der eigentlichen Hobby-Brauer-Fraktion mit < 200 Liter/Jahr und Einkocher sind bei 20 L / Brauvorgang mehrere Proben a 200ml echter "Verlust" der kostbaren Ausbeute.
(In Bezug auf Inverst-Kosten von 200-1000 EUR verzichte ich mal auf AFA und Rendite)
VG
Reinhard
Nö, ist nicht dekadent !! Vielleicht ist es dekadent ca. 250 € mal einfach so raus zu hauen, ich mach es trotzdem....

P.S ich braue mit einem BM 20, und da kann ich den Verlust (bewusst ohne " " geschrieben) nicht verschmerzen...... ;-)

edtit: watt is AFA ?
Gruß


Helmut

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#18

Beitrag von auftauer » Dienstag 17. Februar 2015, 23:07

Bierolo hat geschrieben:
auftauet hat geschrieben:...
Ich raff nur noch nicht wo (außer dem Messbereich) der Unterschiede der beiden hier ist....

http://www.conrad.de/ce/de/product/1047 ... archDetail

http://www.conrad.de/ce/ProductDetail.h ... 2-Brix03-C

HILFE :puzz

Mein Zauberwort "Produktvergleich"
u.a.

0 - 50% Brix/0 - 80 °C
0 - 85% Brix/0 - 80 °C

plus die kalibrierten Varianten.

VG Reinhard
dass habe ich mit Messbereich gemeint....
Zuletzt geändert von auftauer am Dienstag 17. Februar 2015, 23:18, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß


Helmut

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#19

Beitrag von Bierolo » Dienstag 17. Februar 2015, 23:16

auftauer hat geschrieben:
Bierolo hat geschrieben:...#

edtit: watt is AFA ?

Sorry für die fiskalische Abkürzung für Abschreibung
http://de.wikipedia.org/wiki/Absetzung_ ... _Abnutzung
VG
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#20

Beitrag von auftauer » Dienstag 17. Februar 2015, 23:52

Kein Thema. ....
Gruß


Helmut

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#21

Beitrag von hoepfli » Mittwoch 18. Februar 2015, 00:13

...will unbedingt solche Unsinnigkeiten wie Sink the Bismarck basteln....
ist sicherlich nen lecker Bier, werde es noch etwas lagern.

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#22

Beitrag von Fauntleroy » Mittwoch 18. Februar 2015, 10:43

tauroplu hat geschrieben:2. Die zu vermessenden Lösungen sollten keine groben Partikel enthalten (z.B. Hopfenpartikel direkt nach dem Hopfenkochen. Am besten kurz absetzen lassen und klare Würze in eine Spritze einziehen. Unter kaltem Wasser mit verschlossener Spitze auf 30 - 40°C abkühlen, das geht rel. schnell). Feinverteilter Trub stört nicht.
Hallo Michael,

vielen Dank für den Beitrag. Ich möchte das nur ergänzen mit dem Hinweis, dass die Würze möglicherweise vor der Messung vorsichtig durchgerührt werden sollte (ohne Lufteintrag), z. B. nach dem Läutern bzw. wenn die Würze etwas gestanden hat - sonst misst man sich auch 'ne Naht zurecht ;-)

Gruß - Martin
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#23

Beitrag von Trisman » Mittwoch 18. Februar 2015, 10:58

...will unbedingt solche Unsinnigkeiten wie Sink the Bismarck basteln....
Und selbst solche hohen Stammwürzen lassen sich messen indem man die Würzeprobe 1:1 mit Wasser verschneidet und dann die gemessene Stammwürze verdoppelt. Das ganze geht natürlich auch mit 1:2 verschneiden und mit 3 multiplizieren usw...

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#24

Beitrag von Odin » Mittwoch 18. Februar 2015, 14:29

Wenn es mal wieder eine Sammelbestellung von sowas http://www.schnapsbrenner.eu/Refraktome ... -0-50-Brix gibt, dann wäre ich gerne dabei. Evtl. besteht ja auch bei anderen Interesse? Die letzte SB ist ja nun schon ne Weile her
Bierherstellung beginnt mit dem Ausschlagen der Würze

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#25

Beitrag von Griller76 » Freitag 10. April 2015, 16:16

Bei Conrad habe ich entdeckt, dass es die Hanna Refraktrometer sowohl in unkalibriert und kalibriert gibt. Macht das Sinn, sich solch ein kalibriertes zu kaufen, oder sind die eh so genau ab Werk auch ohne zusätzliche Kalibrierung?
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#26

Beitrag von Fauntleroy » Freitag 10. April 2015, 18:20

Auf jeden Fall unkalibriert. Man kalibriert selber über die Zero-Taste mit Dest-Wasser.
Gruß - Martin
Zuletzt geändert von Fauntleroy am Freitag 10. April 2015, 19:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#27

Beitrag von prueegg » Freitag 10. April 2015, 18:29

An die iPhone Besitzer:

Ich schätze diese App um die Berechnungen unkompliziert zu machen:
„Refracto - Refraktometerrechner für Hobbybrauer“ von Michael Schmidt
https://appsto.re/ch/-2964.i

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#28

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 19. August 2015, 13:32

Das sehe ich ganz genau so. Ich kalibriere schon seit geraumer Zeit nur noch mit dem Wasser, mit dem ich auch braue, nämlich meinem Leitungswasser.

EDIT: Huch, Beitrag plötzlich weg...aber ich bleibe dabei und empfehle mit Leitungswassser zu kalibrieren.
Beste Grüße
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#29

Beitrag von chixxi » Mittwoch 19. August 2015, 16:28

tauroplu hat geschrieben: EDIT: Huch, Beitrag plötzlich weg...aber ich bleibe dabei und empfehle mit Leitungswassser zu kalibrieren.
Ich war gerade deinen Beitrag am lesen, leider habe ich dann mal auf Reload geklickt und dein Eintrag war weg (bzw. geändert)...

Ich muss dem mal nach gehen denn mir stellt sich die Frage warum eher mit Leitungswasser als mit destiliertem Wasser kalibriert werden soll. Gibt es dazu Infos?
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#30

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 19. August 2015, 16:40

Nein, nein, bevor ich meinen post geschrieben habe, gab es da einen Beitrag, in dem gesagt wurde, dass mit Leitungswasser kalibriert wurde. Und der war plötzlich weg. Darauf bezog sich das "Huch..."

Das kann ich nicht wissenschaftlich sondern nur praktisch erklären: Ich braue mein Bier mit Leitungswasser und nicht mit destilliertem oder demineratlisiertem Wasser. Da ist es in meinen Augen nicht sinnvoll, mit destilliertem Wasser zu kalibrieren. Ist aber sowieso alles relativ zu sehen, da im Hobbybraubereich die Unterschiede praktisch vernachlässigbar sind. Und weil das so ist, kalibriere ich erst recht nicht mit destilliertem Wasser.
Beste Grüße
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#31

Beitrag von chixxi » Mittwoch 19. August 2015, 16:54

Ah sorry, war etwas verwirrt.

Habe bis jetzt immer mit destiliertem Wasser kalibriert, habe ich sowieso immer zu Hause für die Venus-Fliegenfallen. Werde beim nächsten brauen mal den Unterschied versuchen zu erörtern, wahrscheinlich hast du recht und der Unterschied wird kaum zu messen sein (übrigens habe ich ein normales Refraktometer, kein digitales...).
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#32

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 19. August 2015, 17:05

Zitat: "(übrigens habe ich ein normales Refraktometer, kein digitales..."

So, so...wäre dann aber der falsche thread, auch wenn das mit dem destillierten Wasser für beide Arten von Refraktometern gilt... :Greets
Beste Grüße
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#33

Beitrag von Charles » Mittwoch 19. August 2015, 18:30

Ich habe beim Kalibrieren verglichen mit Leitungswasser (einmal im Sommer und einmal im Winter), destillierten Wasser und keimfreies Wasser (aus der Apotheke, für meine Zigarrenhumidore).

Unterschied zeigt das Digitalrefraktometer: Null. Niente. Nada.

Seitdem tu ich nur noch mit Leitungswasser kalibrieren.

Charles

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#34

Beitrag von Fauntleroy » Mittwoch 19. August 2015, 18:41

Ach, mir fällt noch ein Grund ein, warum man ein Hanna-Digitalrefraktometer mit destilliertem Wasser kalibrieren sollte: Es steht im Handbuch ;-)

Gruß - Martin
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HI96811-814 Kalibrierung
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#35

Beitrag von tauroplu » Sonntag 4. November 2018, 15:23

Ich kalibriere mit Leitungswasser, da ich den Wert mit einem geeichten Labor pH-Meter verglichen habe und es keinen Unterschied zwischen meinem Leitungswasser und A. dest. gibt.
Beste Grüße
Michael

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#36

Beitrag von afri » Sonntag 4. November 2018, 21:59

Und ich dachte immer, mit Refraktometern misst man Extrakt, keinen pH-Wert?! :-)
Achim
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#37

Beitrag von mrloth62 » Samstag 12. Januar 2019, 22:21

Hallo
Ich hätte eine kurze Frage zum Refraktometer.
Zurzeit suche ich die ganzen Utensilien für meine erste Brauanlage zusammen. Meine Freundin hat ein Refraktometer, dass ich mir leihen könnte.
Das Problem dabei ist, dass das ein Refraktometer für die Messung von Milch für Kälbchen ist.
In der Anleitung steht da recht wenig zu dem Refraktometer, also frage ich mich, ob ich das einfach so verwenden kann oder ob ich da auf etwas bestimmtes achten muss. Falls es was bringt, kann ich den Link noch reinstellen, ist aber relativ dürftig von den Infos her.
PS: Das ist mein erster Post und ich hoffe es reicht wenn ich mich erst in ein paar Wochen vorstelle, wenn ich einen besseren Plan von allem habe.
LG
Jonas

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#38

Beitrag von chickenfarmer » Samstag 12. Januar 2019, 22:47

mrloth62 hat geschrieben:
Samstag 12. Januar 2019, 22:21
Hallo
Ich hätte eine kurze Frage zum Refraktometer.
Zurzeit suche ich die ganzen Utensilien für meine erste Brauanlage zusammen. Meine Freundin hat ein Refraktometer, dass ich mir leihen könnte.
Das Problem dabei ist, dass das ein Refraktometer für die Messung von Milch für Kälbchen ist.
In der Anleitung steht da recht wenig zu dem Refraktometer, also frage ich mich, ob ich das einfach so verwenden kann oder ob ich da auf etwas bestimmtes achten muss. Falls es was bringt, kann ich den Link noch reinstellen, ist aber relativ dürftig von den Infos her.
PS: Das ist mein erster Post und ich hoffe es reicht wenn ich mich erst in ein paar Wochen vorstelle, wenn ich einen besseren Plan von allem habe.
LG
Jonas
Solange das Refraktometer eine Brix-Skala besitzt kannst du es benutzen.

VG
Peter

mrloth62
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#39

Beitrag von mrloth62 » Samstag 12. Januar 2019, 22:51

Danke, hat es.
LG
Jonas

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#40

Beitrag von afri » Samstag 12. Januar 2019, 23:52

Das ist schon mal gut, aber was genau hindert dich, ein eigenes Refrakto anzuschaffen? So teuer sind die nun nicht. Ansonsten misst es was es soll, die Umrechnung in °P mit Alkoholfehler hast du ja sicher oder hoffentlich auf dem Schirm.
Achim
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#41

Beitrag von Pappelbräu » Dienstag 18. August 2020, 14:06

Ich habe ein Refraktometer (Chinaware), mit dem ich auch ganz zurecht komme. Oft kann ich es gut ablesen, nur manchmal ist die Trennlinie nicht scharf, dann fällt es schwer zu sagen, ob es z.B. 12.4 oder 12.6 oder gar 12.8 Brix sind (Skala sind 0.2 Brix). Mir ist nicht ganz klar, unter welchen Bedingungen eine klare bzw. keine klare Trennlinie zu erwarten ist.
Liegt das an
Menge der Würze?
Verunreinigungen (Hefe o.ä.)?
an anderem?

Ich wiederhole dann meine Messung, aber so richtig scharf ist die Trennlinie oft trotzdem nicht... Und ja, ich weiß dass man an dem Objektiv drehen kann, um die Schärfe auf die Augen einzustellen, die Skalastriche selbst sind ja scharf, nur die blaue Grenzlinie nicht.
Versteht Ihr mein Problem?

Danke!

Tobias
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#42

Beitrag von tauroplu » Dienstag 18. August 2020, 14:12

Hallo, Tobias,
abgesehen davon, dass es in diesem Thread eigentlich um Digitalrefraktometer geht...ja, ich verstehe, was Du meinst. Mit ein Grund, warum ich auf Digitalrefraktometer umgestiegen bin. Trubstoffe erschweren die Ausbildung einer scharfen Trennlinie. Daher entweder vor der Messung filtrieren oder,
Tipp: ziehe die Messlösung aufs Prisma, befestige mit einem Gummiband und lege das Refraktometer mit dem Prisma nach unten zeigend auf den Tisch. Nach ca. 1 Min. ist die Trennlinie scharf.

Im Wiki steht auch Einiges zum Thema Refraktometer.
Zuletzt geändert von tauroplu am Dienstag 18. August 2020, 14:19, insgesamt 2-mal geändert.
Beste Grüße
Michael

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Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#43

Beitrag von JackFrost » Dienstag 18. August 2020, 14:16

Pappelbräu hat geschrieben:
Dienstag 18. August 2020, 14:06
Ich habe ein Refraktometer (Chinaware), mit dem ich auch ganz zurecht komme. Oft kann ich es gut ablesen, nur manchmal ist die Trennlinie nicht scharf, dann fällt es schwer zu sagen, ob es z.B. 12.4 oder 12.6 oder gar 12.8 Brix sind (Skala sind 0.2 Brix). Mir ist nicht ganz klar, unter welchen Bedingungen eine klare bzw. keine klare Trennlinie zu erwarten ist.
Liegt das an
Menge der Würze?
Verunreinigungen (Hefe o.ä.)?
an anderem?

Ich wiederhole dann meine Messung, aber so richtig scharf ist die Trennlinie oft trotzdem nicht... Und ja, ich weiß dass man an dem Objektiv drehen kann, um die Schärfe auf die Augen einzustellen, die Skalastriche selbst sind ja scharf, nur die blaue Grenzlinie nicht.
Versteht Ihr mein Problem?

Danke!

Tobias
Hier geht es um digitale , also elektronische Refraktometer.
Wenn die Trennlinie nicht scharf ist, dann leg das Refraktometer auf den Kopf, so das nicht das Prisma nach oben Zeigt sonder nach unten.
Warte ein paar Minuten und dann sollte der Strich schärfer sein.

Gruß JackFrost
Meine Hardware:
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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#44

Beitrag von §11 » Dienstag 18. August 2020, 14:23

tauroplu hat geschrieben:
Dienstag 18. August 2020, 14:12
Hallo, Tobias,
abgesehen davon, dass es in diesem Thread eigentlich um Digitalrefraktometer geht...ja, ich verstehe, was Du meinst. Mit ein Grund, warum ich auf Digitalrefraktometer umgestiegen bin. Trubstoffe erschweren die Ausbildung einer scharfen Trennlinie. Daher entweder vor der Messung filtrieren oder,
Tipp: ziehe die Messlösung aufs Prisma, befestige mit einem Gummiband und lege das Refraktometer mit dem Prisma nach unten zeigend auf den Tisch. Nach ca. 1 Min. ist die Trennlinie scharf.
Dazu nur ein paar Anmerkungen die mir immer wieder auffallen beim Thema digital vs. analog. Klar lässt sich in so einem Fall das digitale Gerät besser ablesen. Ist ja nur eine Zahl, aber wissen wir ob die Messtechnik nicht die selben Probleme hat wie wir? Hier sehe ich einen klaren Nachteil der digitalen Messtechnik, sie macht in gewisser Weise blind. Im Beispiel ist jedem beim analogen Refraktometer klar das der Messwert, auf Grund der unscharfen Linie, mit Fehlern behaftet sein kann. Wir "lernen" mit der Zeit mit solchen Werten "umzugehen". Ein digitales Messgerät "filtert" diese Information bereits. Heisst es zeigt uns einen stabilen Wert. Ob der nun stimmt oder nicht, steht aber auf einem vollkommen anderen Blatt und die Information wie "vertrauenserweckend" der Wert ist, wird aber nicht mitgeliefert. Problem ist aber, die Technik suggeriert vielen das der Messwert wesentlich genauer ist.

Und noch eine kleine Anmerkung, Filtration kann beim Extraktmessen, gerade bei kleinen Volumina, auch ins Auge gehen. Das Filterpapier saugt sich voll Wasser aus der Würze und der Extrakgehalt wird verfälscht. Ich lasse ein kleines Volumen "absetzen" und ziehe dann mit der Pipette von oben den Überstand ab.

Gruss

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#45

Beitrag von Pappelbräu » Dienstag 18. August 2020, 14:26

Oops, lesen hilft, das kleine Wörtchen "Digital" habe ich glatt überlesen... OK, den Trick mit dem auf den Kopf legen werde ich mal ausprobieren, danke!
Bei der unscharfen Trennlinie muss man dann möglicherweise so ehrlich zu sich sein, dass der Messfehler dann halt größer ist als angenommen. Bei meiner 0.2 Brix Skala kommt man dann halt auf einen Fehler von mindestens +/-0.2.
Tobias

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#46

Beitrag von tauroplu » Dienstag 18. August 2020, 15:10

Stimmt natürlich alles, was Du sagst, Jan. Auch wenn die Anzeige auf 0,1 Einheiten anzeigt, ist die Genauigkeit mitnichten immer identisch. Auch mein Digitalrefrakto hat eine Genauigkeit von +- 0,2 %Brix. Aber selbst ein Digirefrakto hat so seine Eigenarten, man muss z.B. darauf achten, dass die Mulde so voll wie möglich gefüllt wird, sonst gibt es durch Abdampfen von Wasser Schwankungen in den Werten bzw. es wird fast unmöglich, einen stabilen Endwert angezeigt zu bekommen.
Das digitale Dingen hat für mich aber den entscheidenden Vorteil, dass es auch trübe Flüssigkeiten stabil und zuverlässig vermessen kann (die Trubteilchen dürfen hingegen nicht zu groß sein, sonst gibt es ebenfalls keine stabilen Anzeigen).
Die mit einem RM ermittelten Werte sind genau so exakt/unexakt wie Spindelmessungen und liefern gleiche Ergebnisse.
Als Träger einer Gleitsichtbrille hatte ich zunehmend Probleme mit der Ablesung des optischen RM (nicht wegen unscharfer Trennlinie, sondern mit der Ablesung an sich), sodass ich mich entschieden habe, auf digital umzustellen. Ich bereue es bis heute nicht und Vergleiche mit Messungen des Endprodukts in einem Labor zeigen, dass mein RM zuverlässige Werte anzeigt.
Beste Grüße
Michael

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Re: Messen mit Digitalrefraktometern

#47

Beitrag von hiasl » Dienstag 18. August 2020, 16:28

§11 hat geschrieben:
Dienstag 18. August 2020, 14:23
Dazu nur ein paar Anmerkungen die mir immer wieder auffallen beim Thema digital vs. analog. Klar lässt sich in so einem Fall das digitale Gerät besser ablesen. Ist ja nur eine Zahl, aber wissen wir ob die Messtechnik nicht die selben Probleme hat wie wir? Hier sehe ich einen klaren Nachteil der digitalen Messtechnik, sie macht in gewisser Weise blind. Im Beispiel ist jedem beim analogen Refraktometer klar das der Messwert, auf Grund der unscharfen Linie, mit Fehlern behaftet sein kann. Wir "lernen" mit der Zeit mit solchen Werten "umzugehen". Ein digitales Messgerät "filtert" diese Information bereits. Heisst es zeigt uns einen stabilen Wert. Ob der nun stimmt oder nicht, steht aber auf einem vollkommen anderen Blatt und die Information wie "vertrauenserweckend" der Wert ist, wird aber nicht mitgeliefert. Problem ist aber, die Technik suggeriert vielen das der Messwert wesentlich genauer ist.
Ich stimme dir zu, dass hier ggf. Information verloren gehen könnte. Aber: Die Technik des Refraktometers stellt ja nicht übermäßig viele Informationen zur Verfügung. Das, was du als "Filter" beim digitalen Refraktometer bezeichnest, gibt es eigentlich nicht. Die Technik zwischen digital und analog unterscheidet sich geringfügig, weswegen die Trübungsproblematik eben beim digitalen keine Rolle spielt. Das Handrefraktometer arbeitet bezüglich der Lichtquelle für die Skalendarstellung und das Messergebnis, also die Lichtbrechung im ein und denselben Strahlengang. Hier wird die Probe also durchstrahlt, wobei Streuung an Partikel zur bekannten Unschärfe führt. Das digitale Refraktometer bestrahlt die Probe mittels mehr oder weniger monochromatischem Licht, das dann reflektiert wird. Somit ist die Beschaffenheit der Probe (fast) nicht relevant.

Hier sind die Unterschiede i.m.A. ganz gut dargestellt:
https://www.kruess.com/campus/refraktom ... aktometer/

Handrefraktometer:
Bild

Digitalrefraktometer:
Bild

Bild
(https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... ple_v2.png)
Gruß
Matthias
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