Vorfreude auf den nächsten Brautag

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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Vorfreude auf den nächsten Brautag

#1

Beitrag von Killa-Bräu » Sonntag 15. Januar 2017, 10:23

Hallo Braufreunde, am Dienstag den 17.Januar habe ich einen besonderen Brautag.
Ein Braumeister (in Rente) braut mit mir zusammen am Dienstag seine Rezeptur eines klassischen Hellen Vollbiers.(Rezept folgt nach dem Brautag)
Er wohnt bei mir gleich um die Ecke , braut mit dem Bielmeier Brausystem und bringt Originalmalz und Hefe von der Brauerei mit.
Bin gespannt beim Parallel-Sud was man da so alles noch lernen kann, und er schaut mir auf die Finger bei meinem Brausystem und meiner Vorgehensweise.
Ich berichte euch dann wie es gelaufen ist und was für mich lehrreiches herausgekommen ist. :thumbsup :Drink

Euch eine schöne Zeit :Drink
Da Killa
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#2

Beitrag von chaos-black » Sonntag 15. Januar 2017, 10:54

Das klingt doch wunderbar! Ich wünsch dir viel Spaß und werde auf jeden Fall für deinen Bericht wieder in den Thread schauen :)

Beste Grüße,
Alex
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#3

Beitrag von Chrissi_Chris » Sonntag 15. Januar 2017, 10:56

Da hast du ja großes Glück solch eine Wissensquelle gleich bei dir in der nähe zu haben, ich werde nach deinem Brautag auf wieder vorbeischauen ;)

Viel Spaß und gut Sud

LG Chris

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#4

Beitrag von Enfield » Sonntag 15. Januar 2017, 11:02

Ja, unbedingt berichten! Und viel Spaß!

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#5

Beitrag von helix » Sonntag 15. Januar 2017, 11:40

Hi.

Das finde ich jetzt auch mal mächtig interessant.
Ich würde ihn aber fragen, ob er mit der Veröffentlichung "seines" Rezeptes einverstanden ist.
Da wünsche ich mal einen tollen Brautag.

LG
helix
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#6

Beitrag von tacitus » Sonntag 15. Januar 2017, 19:07

na dann, gut Sud!
Wird sicher ein toller Event werden !
Rezpt :Grübel :Grübel :Grübel - wäre nicht schlecht vorausgesetzt es ist ok.
Tacitus
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:Wink

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag/Brautag-Doku

#7

Beitrag von Killa-Bräu » Mittwoch 18. Januar 2017, 12:39

Jaaaaa..... meine Lieben gestern war der heißersehnte Brautag mit meinem Braumeister (i.Rente). Da kannst was lernen wenn du bereit dafür bist.
Es war so eine Mischung aus brautechnischen Fakten und eine gehörige Portion Erfahrung die er geschickt für das Hobbybrauen kombinierte.

Das Rezept für ca. 25 Liter , Pils bzw. Helles , die sich nur durch die Hopfenmengen unterscheiden.
(Veröffentlichung genehmigt vom Braumeister)

Hauptguss: 20 Liter
Nachguss: 5 Liter (Senkboden/Abmaischen) , 10 Liter Nachguss
3 Liter verkochtes Wasser nach dem Kochen wieder aufgefüllt ( Zielstammwürze ca. 12,5 Plato)

4,5 kg Pilsner Malz (mit einer Küchenmaschine geschrotet,sehr fein zum besseren Lösen der Inhaltststoffe beim Maischen)
1 kg Pilsner Mals ( mit der Matt-Mill-Schrotmühle geschrotet zum besseren Abläutern )
250 g Carahell beim Pils noch extra

Hefe: Original-Hefe aus der Brauerei , ca. 200ml/pro Sud, untergärig
Hopfen für Pils : 25g Tradition (10% Alpha) 70 min, 6 g Hersbrucker (5% Alpha) 10 min.
für Helles: 17g Tradition (10% Alpha) 70 min, 5 g Hersbrucker (5% Alpha) 10 min.

Rasten: Einmaischen bei 50 Grad
1. Rast 63 Grad C (Tipp1: Die Temperatur nicht unterschreiten, lieber 1 Grad höher als niedriger)
2. Rast 68 Grad C (Tipp:2 Darf zwischen 66 Grad und 69 schwanken, da sich die Malze immer wieder mal änderen (Erntebedingt)
3. Rast 72 Grad C (Tipp:3 auch diese Temperaturstufe lieber 1-2 Grad mehr als zu niedrig)
4. Rast 78 Grad C (Tipp:4 Sofort nach Erreichen abläutern, nicht lange fackeln)

Tipp5: Das Senkbodenwasser auf ca. 95 Grad erhitzen und 5 min vor dem umschöpfen in den Gäreimer mit Läuterblech, in Diesen Einfüllen.
Tipp5a: Vorschießen der Würze in nur 3 sekundigen Intervallen, dabei Hahn voll auf und wieder zu. Nach 300 ml lief die Würze so klar wie nie zuvor. :thumbsup
Tipp6: Wenn man mit einem Teil der abgeläuterten Würze anfängt schon vorher aufzuheizen, sollte man auf keinen Fall höher gehen als 75 Grad bis alles abgeläutert ist. Danach aber volle Pulle.( Org.Ton: um die Enzyme aktiv zu halten) :Fight
Tipp7: Den Whirlpool richitg andrehen. In der Mitte langsam mit dem Paddel anfangen und dann immer schneller werden und nach außen gehen bis zum Rand. Die Trubkegel waren bilderbuchreif. :thumbsup
Tipp8: Direkt in den Gegenstromkühler ohne Filter, nur ein kleiner Metall-Küchenseiher wurde vor den Auslaß gehalten um den Trub abzuhalten.

Nachdem wir die Hefe zugegeben hatten (mit Edelstahlquirl belüftet), haben wir die Gärbehälter (32l, PVC von MMUM) , ohne Gärspund aber mit Deckel (der nur draufgelegt wurde) in den Gärschrank bei 9 Grad abgestellt.
Der Gärschrank ist mein Kühlschrank mit Inkbird 308 und einem Einhell Minilüfter mit 500 Watt. Funktioniert Klasse.

Beginn war 9.45 Uhr und um 16 Uhr waren wir mit den beiden Suden fix und fertig. Für mich persönlich war das Rekord. Heute früh um 9 Uhr waren die Sude schon am Hochkräusen. :Drink
Er hat mir noch soviel erklärt und gezeigt, ich aber war nur noch restlos zufrieden.

Hier noch ein paar Bilder zum Anschauen, die meine Brauanlage zeigen und meine Ausrüstung.
Herzliche Grüße
Da Killa
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#8

Beitrag von DevilsHole82 » Mittwoch 18. Januar 2017, 13:12

Liest sich wunderbar. Wie lang waren denn die Rasten?
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#9

Beitrag von Killa-Bräu » Mittwoch 18. Januar 2017, 13:48

Ich Zipfl hab die Rastzeiten vergessen , sorry. :puzz

Hier nachträglich die Rastzeiten:

1. Rast 63 Grad für 20 Minuten
2. Rast 68 Grad für 25 Minuten
3. Rast 72 Grad für 25 Minuten
4. Rast 78 Grad für 2 Minuten

Herzliche Grüße
Da Killa
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#10

Beitrag von Jürgen » Mittwoch 18. Januar 2017, 13:59

Mahlzeit,
Nachdem wir die Hefe zugegeben hatten (mit Edelstahlquirl belüftet), haben wir die Gärbehälter (32l, PVC von MMUM) , ohne Gärspund aber mit Deckel (der nur draufgelegt wurde) in den Gärschrank bei 9 Grad abgestellt.
Welche Temperatur hatte die Würze beim zugeben der Hefe?

Malz nehmen ich immer das gleiche für mein Helles. Die Rastzeiten werd ich mal auf das Rezept abändern. :thumbup

Gruß

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#11

Beitrag von Boludo » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:02

Ich hätte beim feinen Zerhäckseln der Spelzen im Mixer Bedenken, dass sich so mehr Gerbstoffe aus den Spelzen lösen. Muss aber nicht sein.
Und bei welcher Temperatur habt ihr denn mit der Hefe angestellt?
Das Thema Wasser ist bei so eínem Bier auch immer ein wichtiges Thema. Habt ihr da was gemacht?

Ansonsten Glückwunsch zum gelungenen Brautag :thumbup


Stefan

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#12

Beitrag von Killa-Bräu » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:10

Boludo hat geschrieben:Ich hätte beim feinen Zerhäckseln der Spelzen im Mixer Bedenken, dass sich so mehr Gerbstoffe aus den Spelzen lösen. Muss aber nicht sein.
Und bei welcher Temperatur habt ihr denn mit der Hefe angestellt?
Das Thema Wasser ist bei so eínem Bier auch immer ein wichtiges Thema. Habt ihr da was gemacht?

Ansonsten Glückwunsch zum gelungenen Brautag :thumbup


Stefan

Hallo Stefan, beim zerhäckseln blieben die Spelzen zum Großteil ganz, nur eben feiner und angestellt haben wir bei 13,5 Grad , dann ab in den Gärschrank und langsam auf 9 Grad Celsius runtergekühlt . Diese Temperatur wird jetzt beibehalten in der Hauptgärung.
Das Wasser für den Hauptguß haben wir direkt von der Fernwasserleitung (seitdem unsere Gemeinde einen Tiefbrunnen gebohrt hat, ist unser Wasser wieder top) genommen, für den Nachguß haben wir Osmosewasser (mit Orgonspule für die energetische Ausrichtung) aus meiner Filteranlage (Artesia24 von. Dr.H.Preiss)) genommen.
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#13

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:26

Killa-Bräu hat geschrieben:für den Nachguß haben wir Osmosewasser (mit Orgonspule für die energetische Ausrichtung) aus meiner Filteranlage (Artesia24 von. Dr.H.Preiss)) genommen.
Also ich musste meine Orgonspule für energetische Ausrichtung ja leider wieder zurückschicken, weil auf der Umverpackung der Barcode nicht durchgestrichen war.

Gruß
Andy

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#14

Beitrag von Boludo » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:28

Killa-Bräu hat geschrieben: Das Wasser für den Hauptguß haben wir direkt von der Fernwasserleitung (seitdem unsere Gemeinde einen Tiefbrunnen gebohrt hat, ist unser Wasser wieder top) genommen, für den Nachguß haben wir Osmosewasser (mit Orgonspule für die energetische Ausrichtung) aus meiner Filteranlage (Artesia24 von. Dr.H.Preiss)) genommen.
Warum habt ihr denn für den Nachguß anderes Wasser genommen als für den Hauptguß?

Stefan

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#15

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:30

Boludo hat geschrieben: Warum habt ihr denn für den Nachguß anderes Wasser genommen als für den Hauptguß?
Wegen der energetischen Ausrichtung, Stefan. Sonst klappt der Whirlpool nicht. Logisch oder ?
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#16

Beitrag von cyme » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:36

Ich hab die Filteranlage mal ergoogelt - die würde ich für's brauen nicht nehmen. Da ist ein Kationentauscher drin, der also Calcium entfernt und dafür Natrium einsetzt. Nicht nur ist das für die Maische ungünstig, sondern es widerspricht auch der Werbeaussage, dass das Wasser ach so gesund sei (bei Mineralwasser wird normalerweise auf viel Calcium und wenig Natrium geachtet).

Ansonsten aber ein schöner Braubericht, vielen Dank!

Zu Stufe 6 des Filters sag ich mal nix. :popdrink

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#17

Beitrag von Hagen » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:39

Sorry, fühle mich gerade ein bisschen veräppelt. Esoterisches Brauen hatten wir bisher noch nicht, mal abgesehen von den Vollmondbrauern.
Bin ja immer für Verbesserungen zu haben, aber was bitte soll deine Orgonspule bringen?? Und noch wichtiger, hat es den gewünschten Effekt gehabt?
Wäre nett, wenn du uns aufklären würdest.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#18

Beitrag von Boludo » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:43

cyme hat geschrieben:Ich hab die Filteranlage mal ergoogelt - die würde ich für's brauen nicht nehmen. Da ist ein Kationentauscher drin, der also Calcium entfernt und dafür Natrium einsetzt. Nicht nur ist das für die Maische ungünstig, sondern es widerspricht auch der Werbeaussage, dass das Wasser ach so gesund sei (bei Mineralwasser wird normalerweise auf viel Calcium und wenig Natrium geachtet).
Nach dem Kationentauscher kommt aber, so viel ich verstehe, noch eine Osmosekartusche.
So viel ich weiß ist es durchaus üblich, vor die Osmose noch einen Kationentauscher zu schalten.
Was das genau bringt, kann ich allerdings auch nicht sagen. Vermutlich schont es die Membran der Umkehrosmose.
Nach der Osmose sollte es eigentlich egal sein, ob da ein Kationentauscher vorgeschaltet ist oder nicht.

Zur Esoterikkartusche sag ich lieber auch mal nichts....


Stefan

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#19

Beitrag von §11 » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:44

Die dienen dazu das beim Brauen das Wetter besser ist :Ätsch
Wie ich so am kämpfen bin die Kupferrohre und die Bergkristalle zu bearbeiten, denn der erste mechanische Orgon funktionierte nicht ... hatte ich die Spulen beiseite auf den Boden gelegt und plötzlich war der Himmel frei!
... Aber der Himmel war frei?!!
Erst dachte ich, oh schön, besser Wetter - aber dann viel mir auf das nur im direkten Gebiet über unserem Haus der Himmel ohne Wolken war! Und dann vielen mir schlagartig die alten Ägypter ein - Spulen Djedpfeiler ... Wasser in der Wüste ... Ich nahm die Spulen weg - der Himmel zog sich zu - ich stellte die Spulen hin, der Himmel riß auf! So ging dieses Spiel eine Weile.
Quelle: http://archivmedes.blogspot.com/2013/04 ... steme.html

Klar oder?

Jan
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Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#20

Beitrag von cyme » Mittwoch 18. Januar 2017, 15:30

Boludo hat geschrieben:Nach dem Kationentauscher kommt aber, so viel ich verstehe, noch eine Osmosekartusche.
So viel ich weiß ist es durchaus üblich, vor die Osmose noch einen Kationentauscher zu schalten.
Ah, mein Fehler. Dann könnte das Wasser für ein helles ganz passabel sein.
Zur Esoterikkartusche sag ich lieber auch mal nichts....
Ja, es ist ja ein ganz schöner Braubericht. Da brauchen wir uns nicht an einem einzelnen Detail aufhängen, das wäre schade drum.

Dr.Edelherb

Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#21

Beitrag von Dr.Edelherb » Mittwoch 18. Januar 2017, 15:59

Schöner Bericht, danke dafür :)
Deckt sich ja eigentlich alles ziemlich mit dem was auch hier im Forum immer gelehrt wird.
Interessant find ich auch diese 2. Rast, da is (Olibaer?) ja glaub ich schonmal drauf eingegangen.

Die letzten Bilder haben irgendwie was von rick and morty :D

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#22

Beitrag von Killa-Bräu » Mittwoch 18. Januar 2017, 16:56

Hallo liebe Braugemeinde , einmal melde ich mich noch zu Wort und dann ist gut für mich.

Wir führen eine Reihe von Testsuden durch, in denen wir unser Leitungswasser und mein Osmosewasser in verschieden Kombinationen verbrauen. Ich habe bis vor diesem Sud ausschließlich mit meinem Osmosewasser gebraut und sehr milde ,weiche Biere bebraut die einen schönen langen Nachgeschmack hatten (öbergärig mit S-04). Der einzige Nachteil war die für mich lange Gärzeit von 14 Tagen Hauptgärung und 14 Tagen Nachgärung und einer optimalen Lagerzeit von mind. 4 Wochen.
Mein Braumeister bringt sein untergäriges auf 7 Tage Hauptgärung und 10-12 Tage Nachgärung hin und das Bier ist schon nach 4 Wochen gut trinkbar.

Das rief mich auf den Plan , es doch mal mit ein paar Wassermischungen zu probieren und mein Braumeister war auch daran interessiert ob und wie sich das Bier verändert. (Gärzeit, Geschmack, usw.).
Darum werden wir dieses Jahr immer wieder neue Wassermischungen ausprobieren und protokollieren um für uns das perfekte Verhältnis auf das obengenannte Biere herauszufinden.

Ich bin kein Esotheriker und auch kein Mystiker , sondern nur ein Braubegeisteter der ein bisschen forscht.

Herzliche Grüße
Da Killa
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#23

Beitrag von Boludo » Mittwoch 18. Januar 2017, 17:15

Killa-Bräu hat geschrieben: Ich habe bis vor diesem Sud ausschließlich mit meinem Osmosewasser gebraut und sehr milde ,weiche Biere bebraut die einen schönen langen Nachgeschmack hatten (öbergärig mit S-04). Der einzige Nachteil war die für mich lange Gärzeit von 14 Tagen Hauptgärung und 14 Tagen Nachgärung und einer optimalen Lagerzeit von mind. 4 Wochen.
Jetzt sei bitte nicht beleidigt. Das war ein bisschen eine Steilvorlage, das musst Du zugeben. :Pulpfiction

Wenn du mit 100% Osmosewasser braust, dann fehlt da ganz einfach Calcium im Wasser. Das könnte zu Deinen Problemen führen, Calcium hat im Brauprozess verschiedene Aufgaben.
Ich brauche meistens (je nach Bierstil) mit Osmosewasser, das ich aufsalze.


Stefan

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#24

Beitrag von fly-bier » Mittwoch 18. Januar 2017, 19:19

Ihr habt wahrscheinlich das gleiche Wasser wie wir, 10km weiter südlich.
Wenn du Interesse hast, kann ich dir mal den detailierten Wasserbericht unserer Stadtwerke zukommen lassen, das hilft weiter, gerade beim Verschneiden!
Grüße :Drink
Stefan
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag/Brautag-Doku

#25

Beitrag von Bieriges » Donnerstag 19. Januar 2017, 08:52

Killa-Bräu hat geschrieben:
4,5 kg Pilsner Malz (mit einer Küchenmaschine geschrotet,sehr fein zum besseren Lösen der Inhaltststoffe beim Maischen)
1 kg Pilsner Mals ( mit der Matt-Mill-Schrotmühle geschrotet zum besseren Abläutern )
250 g Carahell beim Pils noch extra
Sag mal, hast du denn durch das fein geschrotete Malz mit der Küchenmaschine auch eine höhere Sudhausausbeute bekommen als sonst?

Jo - auch grade mit dem Gedanken spielend das Malz "zu häckseln"

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#26

Beitrag von ggansde » Donnerstag 19. Januar 2017, 08:58

Moin,
wir haben mal bei Faust gebraut und das Malz durch deren Mühle gelassen. Einzustellen war da nichts und die Walzen waren nach meiner Erinnerung glatt. Das Ergebnis war fast so fein wie Mehl. Die Ausbeute war sehr gut und das Läutern kein Problem. Hatte mich damals sehr gewundert. Der Braumeister meinte aber, dass das so ok wäre.
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#27

Beitrag von universam » Donnerstag 19. Januar 2017, 09:37

Gleiches Erlebnis, am WE geschrotetes Malz für ein Helles von einer netten Brauerei bei Aschaffenburg mitgenommen - war so fein fast mehlig dass ich die Katastrophe erwartet habe :Waa
Gestern also gebraut, und läutern war schon ein Geduldsspiel aber noch okay.
Den Nachguss musste ich bei knapp 5°P abbrechen wegen Pfanne(über)voll. Trotzdem SHA 69% - mein Rekord.

Edith sagt: waren doch 71.2% SHA :Bigsmile
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag/Brautag-Doku

#28

Beitrag von Killa-Bräu » Donnerstag 19. Januar 2017, 12:35

Bieriges hat geschrieben:
Killa-Bräu hat geschrieben:
4,5 kg Pilsner Malz (mit einer Küchenmaschine geschrotet,sehr fein zum besseren Lösen der Inhaltststoffe beim Maischen)
1 kg Pilsner Mals ( mit der Matt-Mill-Schrotmühle geschrotet zum besseren Abläutern )
250 g Carahell beim Pils noch extra
Sag mal, hast du denn durch das fein geschrotete Malz mit der Küchenmaschine auch eine höhere Sudhausausbeute bekommen als sonst?

Jo - auch grade mit dem Gedanken spielend das Malz "zu häckseln"
Mein "kleiner Brauhelfer" sagt 60% effektive Sudhausausbeute und ist im Mittel meiner gebrauten Sude. Also dort keine merkliche Erhöhung bis jetzt. Mir gehts vor allem darum, wie ist der Gärverlauf, die Gärgeschwindigkeit,wie schmeckts und wann schmeckts. Es ist sozusagen ein Versuchs-Sud meinerseits. Mein Braumeister machts immer so und hat als Hobbybrauer schon 60 Sude mit seiner Bielmeier-Anlage gebraut.
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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#29

Beitrag von Boludo » Donnerstag 19. Januar 2017, 12:38

Wenn ihr mit dem Wasser experimentieren wollt, dann würde ich aber nicht für den Hauptguß und den Nachguß verschiedenes Wasser nehmen.
Das macht meiner Meinung nach nicht viel Sinn.
Eigentlich könnt ihr das alles auch anhand der Wasseranalyse ausrechnen und müsst gar nicht groß experimentieren. Dann vwerschneidest Du einfach Dein Osmosewasser mit Leitungswasser bis die Werte passen und gut ist.

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Re: Vorfreude auf den nächsten Brautag

#30

Beitrag von §11 » Donnerstag 19. Januar 2017, 14:38

ggansde hat geschrieben:Moin,
wir haben mal bei Faust gebraut und das Malz durch deren Mühle gelassen. Einzustellen war da nichts und die Walzen waren nach meiner Erinnerung glatt. Das Ergebnis war fast so fein wie Mehl. Die Ausbeute war sehr gut und das Läutern kein Problem. Hatte mich damals sehr gewundert. Der Braumeister meinte aber, dass das so ok wäre.
VG, Markus
Bei grossen Muehlen sind die Walzen haeufiger glatt. Der Effekt mit dem wir bei Hobbybrauer Muehlen Kaempfen ist der Einzugswinkel. Die Walze muss das Korn ja erfassen und in den Spalt zwischen die Muehlen einziehen. Das wird umso schwerer je kleiner der Walzendurchmesser wird. Irgendwann klappt das gar nicht mehr und man muss die Walzen riffeln. Ideal waeren Walzen mit mindestens 250mm Durchmesser. Das hat aber keine mir bekannte Hobbybraumuehle.
Walzen.jpg
Der Mahlgrad muss halt immer zur Anlage passen. Je nach Schichthoehe im Laeuterbottich kann man den Schrot anpassen.

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