Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

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Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#1

Beitrag von respect » Montag 24. April 2017, 20:53

Ich braue jetzt seit 1,5 Jahren. Dank der unglaublichen Forumshilfe auch imho recht erfolgreich. Die Ergebnisse schmecken( - auch Gästen)!
Problematisch wird es aber wenn ich ab & zu bei einem lokalen Wirten ums Eck bin.
Die bei uns erhältlichen Märzen-Biere schmecken mir durchwegs nicht mehr so wie vor meiner Brautätigkeit.
Ziemlich egal welche Großbrauerei auf dem Glas steht. Alles zu süß & zu wenig 'gschmackig'.

Wie geht's euch auswärts - wenn's nicht gerade ein Craftbierlokal ist?

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#2

Beitrag von BRWPGNDA » Montag 24. April 2017, 20:57

Ich liebe es, mir von Zeit zu Zeit ein eiskaltes Premium Pils im Glas zu gönnen.
www.brewpaganda.com
Craft-Bier Portal und Heimbrau-Ausstattung :Pulpfiction :thumbsup :Pulpfiction

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#3

Beitrag von §11 » Montag 24. April 2017, 20:58

Das kommt immer auf die Gegebneheit an. Im Biergarten schmeckt a Helles immer noch um Laengen besser als ein IPA mit 9 Umdrehungen und 100 IBU :Pulpfiction
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#4

Beitrag von quasarmin » Montag 24. April 2017, 21:08

Bin auch seit gut einem Jahr am selbst brauen. Kaufbier gabs zuhause anfangs noch, seit einiger Zeit gar nicht mehr.
Aber über ein frisch Gezapftes Auswärts freue ich mich nach wie vor :-)

Gruß
Armin
Zuletzt geändert von quasarmin am Montag 24. April 2017, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#5

Beitrag von omitz » Montag 24. April 2017, 21:21

Bei mir steht auch noch Kaufbier im Keller. Und da ist auch "Standardbier" dabei.
In der Regel handelt es sich um Weissbier, das ich im Grunde nicht mehr braue.
Ich trinke super gern Weissbier und Schneider, Gutmann und Co sind einfach so super und auch einfach zu bekommen, so dass ich nicht mehr den Sinn sehe, diesen Stil zu brauen. Ein gutes IPA hingegen, ist schwer zu bekommen und kostet eher ne Stange. Daher braue ich das dann gerne selber.
Beim Stout ist es im Grunde das gleiche. Oder beim Red Ale, Pale Ale, Wit, Saison.. :Bigsmile

Gut Sud!
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#6

Beitrag von M0ps » Montag 24. April 2017, 21:27

Puh ich würde nicht behaupten, dass es kein leckeres "Standardbier" zu kaufen gibt. Wenn ich meinen Großvater besuche, freue ich mich immer auf ein kaltes Erzquell :thumbup
Daheim hab ich allerdings momentan das doch weniger standard Atlantik Ale von Störtebecker (und Erdinger alkoholfreies Weizen :redhead ), bin aber auch bei deutschen Brauerzeugnissen experimentierfreudiger geworden. (z.b das Einbecker Ainpöckisch)
Sonst kaufe ich mir ab und zu Einzelflaschen zum Probieren und da ists mal besser mal schlechter. Grade erst das Pils von der örtlichen Brauerei Ernst August getrunken - das war wirklich sehr lecker (und das obwohl ich der Meinung war von Pils und "Standard-"Konsorten gelangweilt zu sein)
Lange Rede kurzer Sinn -> was mir vor der Braukarriere geschmeckt hat, tut es noch und was nicht, das nicht :puzz

Allerdings werde ich schlicht kein Bedarf an Kaufbier mehr haben, wenn ich in die Einkocherklasse einsteige.

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#7

Beitrag von Sura » Montag 24. April 2017, 21:28

Ich kaufe für zu Hause keins mehr. Bzw. nur dann, wenn ich weiss das "normale" Gäste kommen, weil ich keinen Bock habe den ganzen Abend was zu meinen Bieren zu erzählen oder dafür zu Sorgen das richtig eingeschenkt wird. In Kneipen gerne auch. In Gesellschaft mag ich halt eher ein unkompliziertes Bier als "Rahmen" des Abends.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#8

Beitrag von Witbierahoi » Montag 24. April 2017, 22:15

Seit ich selber Bier braue trinke ich bevorzugt unfiltrierte Biere, da sie einfach eine größere Geschmacksvielfalt aufweisen. Aber auch bei einem guten Standard-Fassbier bin ich gerne dabei.
Ein Leben ohne Bier ist möglich, aber nicht sinnvoll!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#9

Beitrag von Boludo » Montag 24. April 2017, 22:23

Standardbier ist ein schwieriger Begriff.
Das meiste, was bei uns in Oberschwaben als "Halbe" verkauft wird, schmeckt mir nicht mehr. Es ist einfach zu malzig und süß.
Ich gebe aber zu, dass ich gerne mal ein paar eiskalte Bitburger zische, gerne auch aus der Dose.
Oder ein schönes Meckatzer vom Faß.
Oder ein Landzüngle von Härle, das ist richtig gut gemacht.
Gutmann und Schneider mag ich auch sehr. Viele andere Hefeweizen schmecken mir dagegen gar nicht mehr, die sind einfach nur langweilig.
Ich finde, das ist eine Frage die man wie so oft nicht einfach beantworten kann.
Man wird anspruchsvoller, aber es würde mir durchaus etwas fehlen, wenn ich nur noch selber gemachtes Bier trinken müsste.

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#10

Beitrag von PabloNop » Montag 24. April 2017, 23:03

Also mir schmeckt das dt. Standardpils nicht mehr. Ich mochte das aber auch nicht wirklich, bevor ich mit dem Brauen angefangen habe.

Der Rest der Kaufbiere ist OK. Gerne greife ich noch zu Weißbieren von Schneider und ausgefalleneren Sachen wie etwa von der Inselbrauerei oder dem Weihnachtsbock unserer lokalen Brauerei.

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#11

Beitrag von gulp » Montag 24. April 2017, 23:56

respect hat geschrieben:Ich braue jetzt seit 1,5 Jahren. Dank der unglaublichen Forumshilfe auch imho recht erfolgreich. Die Ergebnisse schmecken( - auch Gästen)!
Problematisch wird es aber wenn ich ab & zu bei einem lokalen Wirten ums Eck bin.
Die bei uns erhältlichen Märzen-Biere schmecken mir durchwegs nicht mehr so wie vor meiner Brautätigkeit.
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Hört sich für mich wie ne starke "Hopfeninfektion" an. Sowas legt sich nach ein paar Jahren wieder, dann sucht man die filigraneren Aromen. Ich sach mal Belgien.
Natürlich mag ich "Standardbiere", wenn ich das richtig interpretiere, was das sein soll. In Franken ist das aber auch nicht schwierig. Nahezu jedes Kaff in der fränggischen hat eine eigene Brauerei und auf dem Keller will ich kein Craftbier, sondern was solides, wo man auch mal ein, zwei Maß trinken kann ohne dass es einen die Zunge wie ein Wellblech wirft.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#12

Beitrag von Boludo » Dienstag 25. April 2017, 00:13

Da muss ich Peter vollkommen Recht geben.
Pale Ale und IPA werden mit der Zeit wirklich langweilig. Man wird dann immer extremer und Biere, die man früher krass fand, trinkt man irgendwann mal ohne mit der Wimper zu zucken.
Ein paar Perlen findet man allerdings trotzdem immer wieder mal unter den IPAs.

Stefan

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#13

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 25. April 2017, 02:11

gulp hat geschrieben: Natürlich mag ich "Standardbiere", wenn ich das richtig interpretiere, was das sein soll. In Franken ist das aber auch nicht schwierig. Nahezu jedes Kaff in der fränggischen hat eine eigene Brauerei und auf dem Keller will ich kein Craftbier, sondern was solides, wo man auch mal ein, zwei Maß trinken kann ohne dass es einen die Zunge wie ein Wellblech wirft.
Du lebst ja auch im Paradis Peter, da sag ich nur Schäufele. In Düsseldorf und dem Rheinland allgemein gehts mir aber auxh nicht schlecht.
Ich trinke aber sehr gerne auch mal ein Industrie-Pils zwischendurch. Man muss ja auch mal seinen Geschmack kalibrieren.

Also ja, schmeckt mir immer noch.

Wer will schon den ganzen Abend Imperial Russian Stout oder Driple-IPA trinken ? - Ja, OK. Craftbeer-Hipster vieleicht...
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#14

Beitrag von omegator77 » Dienstag 25. April 2017, 02:26

Also ich als "Jungbrauer" .... so jung bin ich auch nicht mehr aber das Brauen hab ich erst kürzlich für mich entdeckt, muss sagen : Ich stelle jetzt schon in der tat fest dass ich Bier jetzt anders "schmecke", also ich schmecke anders, oder intensiver oder wie auch immer! Ich sag mal so... N x-beliebiges, deutsches Standadtpils würd ich mir eher nicht mehr heimholen, da trinke ich lieber meine "Ale Variationen" die ich Freunden und Verwandten auch schon erfolgreich als Märzen angeboten habe! :Drink Was ich nach wie vor gerne trinke ist z.B. ein "Fränkisches Kellerbier" oder ein "Münchner Helles"! Irgendwann werd ich mich auch mal an ein erstes "Helles" wagen, da muß ich was am Wasser machen und mir irgendwas zur Gärfürung überlegen etc. ... Achso sorry, ich schweife ab! ... Ich trinke noch gerne "Standardbier", nämlich das was ich selber (noch) nicht hinbekomme
Grüße aus dem Odenwald!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#15

Beitrag von Aeppler » Dienstag 25. April 2017, 06:09

Mit Brauen habe ich angefangen, weil ich das immer gleiche Industriebier nicht mehr sehen konnte. Langweilig wird das für die Geschmacksnerven bei den vielen Rezepten und irgendwann mal einsetzender Kreativität sicher nicht so schnell.

Kalibrieren der Sensoren wie oben zutreffend geschrieben ist ein Grund zum 'Rückfall'. Der andere natürlich auch um aus dem kürzlich erstandenen frischen Augustiner den schönen Bodensatz zu extrahieren. Das schnelle für zwischendurch wird aber gerne ein Tannenzäpfle sein. Die haben auch so schöne praktische Tragekästen zum mitnehmen von eigenen Erzeugnissen.
Beste Grüße aus Mengelse.
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#16

Beitrag von emjay2812 » Dienstag 25. April 2017, 07:08

Ich habe immer eine wechselnde Vielfalt verschiedener Kaufbiere im Haus. Von Bolten Alt über Gutmann Weißbier bis Moritz Fiege Pils.

Das Standardbier in meiner Region ist Bitburger. Das ist auch nicht so schlecht.

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#17

Beitrag von respect » Dienstag 25. April 2017, 08:12

Natürlich gibt es auch für mich Biere die schmecken.
Jeder versteht unten dem Begriff 'Standardbier' was anderes. Viele von euch sind auch geographisch bevorzugt. Bei uns in Österreich gibt's neben der Brau-Union wenig kleinere Brauereien - meistens wird aber überall ein Märzen ausgeschenkt (Zipfer, Stiegl, ...) und die sind mir mittlerweile alle zu süß.

Es ist irgendwie wie mit dem Brot auch.
Seit ich selber viel backe, kaufe ich nur noch selten Brot & Gebäck. Dann aber von einem guten Bäcker. Die aufgeplusterte Massenware reißt's mir aber nicht mehr runter.


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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#18

Beitrag von Johnny H » Dienstag 25. April 2017, 08:56

Anspruchsvoller bin ich schon geworden, aber im Grunde genommen steh' ich immer noch voll auf gute Schüttbiere. Vor Ort in Berlin wären das z.B. die Lagerbiere bei Hops&Barley oder das Original von Lemke. Oder auch das Rotkehlchen von Bürgerbräu und die Rollberger-Biere.

Im Getränkemarkt ist die Auswahl groß: Schneider oder Maisels-Hefeweizen, Tegernseer Hell, Spalter Hell, Alpirsbacher Pils, vieles von Störtebeker...

Gute Schüttbiere werden m.E. auch bei Verkostungen selten fair beurteilt. Man muss nämlich mindestens eine Halbe (oder sogar mehr) davon trinken, um es angemessen beurteilen zu können! Wenn man nach der ersten Halben gleich die nächste möchte, dann ist es gut!
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#19

Beitrag von Seduceddirtguy » Dienstag 25. April 2017, 09:27

Bei uns sind 30x0,33l Kisten das "normale". Marken Feldschlößchen, Wittinger oder Einbecker. Letzteres war auch mein Lieblings "günstiges Hausbier". Aber seit dem ich die Selbstgebrauten so genossen habe schmeckt es mir nicht mehr... Meine ganze Bierwelt verändert sich grade. Und das nicht zum Schlechteren!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#20

Beitrag von diapolo » Dienstag 25. April 2017, 10:05

Hi,
ich bin bekennder "Standartbiertrinker"...gut ich wohne auch in Franken und habe dementsprechend Auswahl.
Ich brauer eigentlich "nur" noch UG-Biere die gemäß der hier verwendeten Definition "Standartbiere" sind.
Ich habe Dank Prozesstechnik und akribischer VErbesserung es geschafft den klaren Geschmack der "Standartbiere" zu kopieren ohne Nebengeräusche.
Mir ist es jetzt zum Glück möglich Biere reprodizierbar herzustellen. Jetzt kann ich mich auch mal an "kreativere" Sachen wagen...

mfg

Bernd
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#21

Beitrag von Kobi » Dienstag 25. April 2017, 10:20

Standardbier bedarf der Definition... Wenn damit eines der Fernsehbiere gemeint ist, kommen die mir nicht mehr ins Haus, dafür gibt es zum Glück jetzt sogar bei uns im Norden zu viele gute Alternativen. Auf einer Feier, auf der in der Regel nur ein Veltburgbacherdinger ausgeschenkt wird, greife ich inzwischen manchmal schon aus Prinzip zu einem guten Rotwein.
Wenn damit aber auch Kaufbier generell gemeint ist, so finde ich es eher reizvoller als früher, auf die Jagd zu gehen und mit einer guten Beute nach Hause zu kommen. Dabei muss es ganz und gar nicht nur eines der neuen Craftbiere sein; immer nur American Pale Ale und Westcoast IPA wird inzwischen echt etwas öde und schmeckt irgendwie auch immer gleich Cascade-artig; mit einem Augsburger Herrnpils, einem Hövels oder nach wie vor einem guten Einbecker nach Hause zu kommen und es gegen das Eigenbräu antreten zu lassen, hat aber etwas und gehört für mich unbedingt zu einem gelungenen Wochenende dazu!
Viele Grüße
Andreas
Das Leben ist zu kurz, um schlechtes Bier zu trinken! :Drink

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#22

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 25. April 2017, 10:26

Zu Hause gibts bei mir fast ausschliesslich selbst gebrautes. Ab und an kaufe ich ein paar einzelne Flaschen Weizen .. Schneider TAP4, TAP5, TAP7, Ayinger Urweisse.

Gruß

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#23

Beitrag von not » Dienstag 25. April 2017, 10:37

Also ich lass auch noch mal einen ab:

"Funktionsbier" heisst das bei mir und: ja, ich kann das auch. Es schmeckt mir nicht "noch" sondern eher "wieder", ich geniesse es auch schon mal ein 08-15 Pils (oder eher Kölsch) zu trinken, ohne mir einen zacken aus der Krone zu brechen ("Verliere ich jetzt meine Craftbeer-Abzeichen am Revers?" - "Kann ich mir morgen im Spiegel noch in die Augen sehen ohne schlecht von mir selbst zu denken?" - "Habe ich mir jetzt die Geschmacksknospen mit Bitburger verätzt?!").

Die o.g. Gewöhnung an IPA & hohe IBU hat Herr V. Cilurzo wohl 2005 als "lupulin treshold shift" bezeichnet. Da muss glaube ich jeder mal durch https://www.homebrewersassociation.org/ ... threshold/ . Und ein Leben danach ist möglich, wenngleich schwierig ...

:Drink abgestumpft und glücklich grüßt

Sönke - Ahoi!
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#24

Beitrag von danieldee » Dienstag 25. April 2017, 12:45

Bei 65 überwiegend kleinen Brauereien im Landkreis Bamberg und 10 in der Stadt wär ich ja schön blöd nicht auch ein Brauereibier zu trinken!

:Drink
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#25

Beitrag von fabian944 » Dienstag 25. April 2017, 12:47

Moin lieben Leute,

da ich erst 3 Sude gebraut habe, wovon alle noch in der Reifung sind (Braunbier, Kölsch und Maibock, der bis Juni braucht:-)), habe ich natürlich immer ausreichend Dithmarscher Urtyp und Flens Halbe im Lager.

Das sind meine Haus- und Hofbiere. Mal sehen, wie sich mein Geschmack entwickelt. Heute abend gibt´s wieder eine Test-Pulle vom Kölsch (gebraut am 23.3.), neben Flens:-)

Ahoi und Prost zum Dienstag

Fabian

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#26

Beitrag von goudi » Dienstag 25. April 2017, 12:54

Moin,

hier möchte ich mich auch melden...

... zur Frage: Nein - ein Pils der Fernsehbierkategorie schmeckt mir einfach nicht mehr.

... es gibt ja mittlerweile viele, bessere Biere, für die ich auch gerne etwas mehr ausgebe und neben meinem Eigengebräu auch gerne trinke.

Ebenso ist mir aufgefallen, dass das "ungeübte" Umfeld ziemlich oft verwirrt auf richtiges Bier reagiert.

Gruß

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#27

Beitrag von Griller76 » Dienstag 25. April 2017, 13:08

Also auch mittlere und große Brauereien machen bisweilen gutes Bier. Ich habe auch schon erlebt, dass kleine Brauer, wie z.B. Klier Bräu Ettensberg mieses Bier herstellen.
Daher trinke ich manches Standardbier durchaus gerne. Spontan fallen mir da der Augustiner Edelstoff, Schneider Weisse, Schäffler Bräu, Mahrs Bräu, Münchner Hofbräuhaus, Andechser, Rothaus etc. ein.
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

Ich bin: Der Seelenbräu – Himmlisches Bier vereint Herz und Seele!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#28

Beitrag von Ladeberger » Dienstag 25. April 2017, 13:12

Diese "iiiih - Markenbier" Phase hatte ich auch. Das verliert sich dann schnell, wenn man anfängt die Störgeräusche am eigenen Hobbybräu zu erkennen und diese auf ein industrielles Level herunterfahren will.

Gruß
Andy

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#29

Beitrag von not » Dienstag 25. April 2017, 13:22

Ladeberger hat geschrieben:Diese "iiiih - Markenbier" Phase hatte ich auch. Das verliert sich dann schnell, wenn man anfängt die Störgeräusche am eigenen Hobbybräu zu erkennen und diese auf ein industrielles Level herunterfahren will.

Gruß
Andy
... Danke - ein guter Aspekt.

Das ist ein Grund, warum ich sehr (!) gerne Kölsch braue: ein Stil, der herzlich wenig zum Verbergen hat (Kaum Körper, kaum Hopfen, relativ kalte Gärführung für Obergäriges), bei dem Braufehler oder kleinere Abweichungen vom Rezept auch direkt bestraft werden (aus dem Glas heraus).

Ahoi, Sönke
... nicht vergessen: immer schön die Schaumpumpe schmieren!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#30

Beitrag von t.marsel » Dienstag 25. April 2017, 13:58

Da ich in den vergangenen Monaten sehr wenig zum Brauen gekommen bin und ich auch sonst nichts gegen Kaufbier habe, ist davon immer etwas bei mir im Bier-Kühlschrank.
Hier in Berlin ist es auch nicht besonders schwer an gutes Bier zu einem vernünftigen Preis zu kommen: "Alltagsbiere" sind bei mir derzeit vor allem Weizenbiere von Schneider und Maisel, div. Sorten von Störtebeker und immer wieder mal Verschiedenes aus Bayern und Franken. Die Biere von den "hippen" Craft Beer Brauereien kaufe ich eher seltener, da es auf Dauer bzw. bei größeren Mengen einfach zu teuer ist. Die probiere ich dann lieber in einer der vielen Craft Beer Bars direkt vom Zapfhahn wenn ich mal wieder Lust auf etwas Ausgefalleneres habe.
Das typische Fernsehpils schmeckt mir allerdings schon lange nicht mehr (die meisten haben es auch noch nie).

Zuhause in Kärnten/Österreich sieht es auch etwas anders aus, das Standard-Märzen von den größeren Brauereien das überall getrunken wird schmeckt mir irgendwie bei jedem Heimat-Besuch weniger. :Grübel
Es ist auch noch etwas schwieriger an Bier von kleinen Brauereien zu kommen, da die oft nur sehr regional erhältlich sind. Trotzdem wird es auch dort mit der Auswahl immer besser :thumbup
Beste Grüße,
Till

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#31

Beitrag von Einkoch-Theo » Dienstag 25. April 2017, 14:28

Moin,

kaufen tu ich nur noch Alkoholfreies oder Biermisch-Getränke wenn ich weiß, dass ich entsprechende Gäste da habe. Ich trinke nur noch auf größeren Feierlichkeiten Standard-Bier.
Ich kaufe mir aber gerne Bier aus kleineren Brauereien, die man in letzter Zeit öfters hier im Norden beim Getränkehändler findet. Früher sind mir bayerische Biere nicht so aufgefallen. Ein positiver Nebeneffekt der "Craft-Beer-Welle"?
not hat geschrieben:..., warum ich sehr (!) gerne Kölsch braue: ein Stil, der herzlich wenig zum Verbergen hat (Kaum Körper, kaum Hopfen, relativ kalte Gärführung für Obergäriges), bei dem Braufehler oder kleinere Abweichungen vom Rezept auch direkt bestraft werden (aus dem Glas heraus).

Ahoi, Sönke
In diesem Zusammenhang eine Frage: welche Hefe benutzt du für Kölsch?

Gruß,
Theo
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#32

Beitrag von flensdorfer » Dienstag 25. April 2017, 14:37

Einkoch-Theo hat geschrieben:
not hat geschrieben:..., warum ich sehr (!) gerne Kölsch braue: ein Stil, der herzlich wenig zum Verbergen hat (Kaum Körper, kaum Hopfen, relativ kalte Gärführung für Obergäriges), bei dem Braufehler oder kleinere Abweichungen vom Rezept auch direkt bestraft werden (aus dem Glas heraus).

Ahoi, Sönke
In diesem Zusammenhang eine Frage: welche Hefe benutzt du für Kölsch?

Gruß,
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Ich hatte ein Kölsch mit der Colonia F von der Brauwerkstatt gemacht, war sehr gut.
Gruß, Arne

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#33

Beitrag von Humulus » Dienstag 25. April 2017, 15:02

Habe immer mal wieder das gute Fiege Pils zu Hause. Zum einen weil ich die Bügelflaschen brauche, zum anderen weil es für mich mit das beste (Großbrauereien-) Pils aus dem Ruhrgebiet ist. Und das sage ich als Dortmunder, auch irgendwie traurig...
Ansonsten gerne Augsburger Herrenpils, Schönramer Pils und schonmal ein Potts Landbier. Ok, und Atlantic Ale und das Starkbier von Störtebeker.
Und Fassbier aus der Kneipe ist schon immer noch irgendwie top. Hab aber grade auch erst zwei Sude hinter mir, mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

Einmal im Monat kriege ich im Abo die Probier-Kiste des probierclubs.de.. Ist auch schonmal was leckeres dabei, oft aber auch eher langweilige Durchschnittskost.
Sind hier eigentlich noch andere Mitglieder des probierclubs? Hab über die Suche nix gefunden..

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#34

Beitrag von Griller76 » Dienstag 25. April 2017, 15:40

Humulus hat geschrieben: Einmal im Monat kriege ich im Abo die Probier-Kiste des probierclubs.de.. Ist auch schonmal was leckeres dabei, oft aber auch eher langweilige Durchschnittskost.
Sind hier eigentlich noch andere Mitglieder des probierclubs? Hab über die Suche nix gefunden..
Ich war lange Jahre treuer Bezieher des monatlichen ProBierClub-Paketes. Mir ist aufgefallen, dass in den Jahren 2015 und 2016 sich gewisse Brauereien immer wieder wiederholten mit sehr langweiligen Bieren. Im Bezugsjahr 2016 war Maisel & Friends der einzige erfreuenswerte "Ausrutscher". 2015 gab es das Gersdorfer Ale, was dann Bier des Jahres 2016 wurde. Ansonsten war alles andere chrakter- und seelenlos. Da könnte ich gleich ein Löwenbräu aus München trinken.
Traurigerweise wurde das Schlappeseppel Helles zum Bier des Jahres 2017 vom ProBierClub gekürt. Hui, ist das schön langweilig!
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

Ich bin: Der Seelenbräu – Himmlisches Bier vereint Herz und Seele!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#35

Beitrag von not » Dienstag 25. April 2017, 16:23

flensdorfer hat geschrieben:
Einkoch-Theo hat geschrieben:
not hat geschrieben:..., warum ich sehr (!) gerne Kölsch braue: ein Stil, der herzlich wenig zum Verbergen hat (Kaum Körper, kaum Hopfen, relativ kalte Gärführung für Obergäriges), bei dem Braufehler oder kleinere Abweichungen vom Rezept auch direkt bestraft werden (aus dem Glas heraus).

Ahoi, Sönke
In diesem Zusammenhang eine Frage: welche Hefe benutzt du für Kölsch?

Gruß,
Theo
Ich hatte ein Kölsch mit der Colonia F von der Brauwerkstatt gemacht, war sehr gut.
Ich nehme für "unser Standardrezept" die Wyeast 2565 (http://www.wyeastlab.com/yeast-strain/k%C3%B6lsch)- die ist gut verfügbar und macht mit gute EVGs (ca. 75). Habe aber auch ein leckeres Wiess / Kölsch mit gestrippter Hefe von Hellers (Wiess) gemacht, die WLP 29 geht auch gut (Lagern nicht vergessen!).

Wichtig ist ein ordentlicher Starter (lieber mehr und länger, dafür genug Hefe! (Overpitch, die Hefe soll arbeiten!)), ausserdem eine strikte Temperaturführung (ruhig kühl anfangen (15°C die ersten 3 Tage, danach dann langsam über Tage Temperatur anziehen bis 20°C, ausgären lassen, danach dann kühlen und dann erst abfüllen. Es geht auch noch kälter, aber so gefällt mir das Ergebnis einfach gut: wenig aber etwas fruchtige Ester.).

Prost - Sönke



Ahoi, Sönke
... nicht vergessen: immer schön die Schaumpumpe schmieren!

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#36

Beitrag von Scheibelhund » Dienstag 25. April 2017, 16:49

Ich war am Wochenende in zwei Brauereigaststätten in der Ulmer Gegend:

Fazit: Herkömmliche Sorten trinkbar, aber keine Reißer
Craftbier: Überhopftes Zeug, am Rande der ungenießbarkeit
Herausgestochen ist ein Doppelbock der nur extrem süß und alkoholisch war sowie ein Schokoladenbier, was bei näherem Hinsehen ein Biermischgetränk war. Ekelaft

Gestern dann im Landbierparadies in Nürnberg, ein Bier aus dem Holzfaß aus Dörfleins bei Bamberg. Ein Traum.

Ich hab mir geschworen künftig kein Craftbier mehr anzurühren und nur noch Biere aus Oberfranken zu trinken, wenn irgendwie möglich.
Im Winter trink' ich und singe Lieder
aus Freude, daß der Frühling nah ist,
und kommt der Frühling, trink' ich wieder,
aus Freude, daß er endlich da ist.

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#37

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 25. April 2017, 16:59

Scheibelhund hat geschrieben:I
Craftbier: Überhopftes Zeug, am Rande der ungenießbarkeit
...
Ich hab mir geschworen künftig kein Craftbier mehr anzurühren und nur noch Biere aus Oberfranken zu trinken, wenn irgendwie möglich.
Das ist dass Problem wenn jetzt jeder meint er könne "Craftbeer" brauen, weil er einen Hipsterbart trägt und drei Besserbrauer Sets verwurstet hat.
Das führt leider dazu das viele "Hopfen reinschmeissen" mit brauen verwechseln - Genau so hat das letztens mal ein Braumeister gesagt. :P

Was nicht heissen soll das es nicht auch gute Biere von Amateuren gibt aber oftmals ist das eben nicht der Fall.

Ich probiere gerne mal neue Craftbiere. Letztens auf Mallorca war das ein Paradies an Auswahl. Geschmacklich hat mich vlt. ein Drittel überzeugt.
Der Rest war irgendwie nach Schema-F. Hauptsache irgendwelche Hopfen verbraten oder Weizenmalz benutzt. Alles unrund und nicht ausgewogen.
Da wird sich der Markt aber irgendwann von alleine regulieren.
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#38

Beitrag von ggansde » Dienstag 25. April 2017, 17:04

Moin,
Das führt leider dazu das viele "Hopfen reinschmeissen" mit brauen verwechseln
Hatte gestern ein Craft-Beer probiert, bei welchem scheinbar großzügig Aromagaben von Magnum verwendet wurde. Bahh, das reinste Knoblauchwasser.
VG, Markus
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#39

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 25. April 2017, 17:06

ggansde hat geschrieben:Moin,
Das führt leider dazu das viele "Hopfen reinschmeissen" mit brauen verwechseln
Hatte gestern ein Craft-Beer probiert, bei welchem scheinbar großzügig Aromagaben von Magnum verwendet wurde. Bahh, das reinste Knoblauchwasser.
VG, Markus
Und die Grundbittere wurde vermutlich mit Amarillo eingestellt :Ahh
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#40

Beitrag von ggansde » Dienstag 25. April 2017, 17:17

Nee, Hallertauer Blanc.
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#41

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 25. April 2017, 17:24

ggansde hat geschrieben:Nee, Hallertauer Blanc.
VG, Markus
Klingt dann eher nach Hopfen verwechselt beim brauen. :puzz

Woanders würde sowas im Gulli landen. Aber als Craftbeer lässt sich ja alles verkaufen.
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#42

Beitrag von ggansde » Dienstag 25. April 2017, 17:29

Das Bier gehörte wirklich in den Gulli. Von den angekündigten 50 IBU waren auch höchstens 20 zu schmecken. Auch von einem anderen Craft-Beer dieser Brauerei, welches ich letztes Jahr noch sehr gut fand war ich etwas enttäuscht. Ich meine, es hatte einen argen DMS-Fehlgeschmack. Die Standardbiere von denen sind aber weiter ziemlich gut. Kann ein Bubblegum-Geschmack im Bier eigentlich von Summit-Hopfen kommen?
VG, Markus
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#43

Beitrag von Roofio » Dienstag 25. April 2017, 17:34

Ich bin über das Brauen eher zum "Bier-Streuner" geworden, der keinen festen Stil mehr hat sondern spontan entscheidet, was er jetzt mag.
Und da ich selbst nur obergärig braue habe ich mich interessanterweise auch beim Kaufen eher zum Obergärigen hin entwickelt.
Im Haus ist meistens Störtebecker Atlantic Ale, Peter's Kölsch für die Madame und ein Kasten sonstiges leicht Trinkbares (Alt/Helles/Weizen) nebst ein paar Flaschen von Fullers, Mc Chouffe oder Palm und Blanche de Namur.
Ich will halt manchmal einfach ein bier trinken, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie viel ich davon noch hab und wann/ ob ich das mal wieder kriege. Bei dem bisschen, das ich braue, ist mir da mein eigenes zu schade.
Die Lösung: Mehr brauen!
Viele Grüße,
Robert

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#44

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 25. April 2017, 17:48

Kann ein Bubblegum-Geschmack im Bier eigentlich von Summit-Hopfen kommen?
Das ist durchaus möglich, kenne den Hopfen jetzt nicht. Aber manche Sorten können solche Geschmäcker bringen.
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#45

Beitrag von Ladeberger » Dienstag 25. April 2017, 18:03

Bei Bubblegum bzw. künstlich-unangenehmen Fruchtnoten darf man - abseits von Hopfen und Hefe - auch gerne an mikrobiologische Kontaminationen denken, durch die kurzkettige Fettsäuren als Substrat für eine Reihe von Fruchtestern gebildet werden können.

Gruß
ANdy

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#46

Beitrag von Boludo » Dienstag 25. April 2017, 18:12

Scheibelhund hat geschrieben:
Ich hab mir geschworen künftig kein Craftbier mehr anzurühren und nur noch Biere aus Oberfranken zu trinken, wenn irgendwie möglich.
Hab immer gedacht, die Franken machen schon seit Jahrunderten Craft Beer :Wink

Craft Beer ist ein selten dämlicher Ausdruck.
Und Du bist Dir sicher, dass Du dir genügend Überblick verschafft hast, um nur noch oberfränkisches Bier zu trinken?


Stefan

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#47

Beitrag von olibaer » Dienstag 25. April 2017, 19:08

Hallo zusammen,

ich trinke und kaufe natürlich "Standardbier", auch "Fernsehbiere" - in allen Kleingebinden die verfügbar sind(Dose,Glasfalsche,Petflasche).
Wenn ich unterwegs bin sehe ich zwar zu "die regionalen" an die Hand zu bekommen, an den "Tanken" findet man sie allerdings recht selten.
Meistens kauf ich mir zwei Flaschen/Dosen - eine trinke ich kalt, die andere lasse ich warm werden, schenke schaumfrei ein und verkoste.

Wer diesen warm/kalt Vergleich ein paar mal gemacht hat kann/darf Erfahrungen machen, die in keinem Lehrbuch stehen - da findet man den "Großen" mit einem DMS-Problem wie den "Kleinen", der mit exorbitanten Lagerzeiten wirbt und flankierend Acetaldehydkonzentrationen ins Gebinde packt, die einem sprichwörtlich "die Tränen in die Augen treiben" - alles hochinteressant und lehrreich.

Zuhause hab ich gern den "regionalen Mittelstand" auf Lager, greif aber auch mal bei einer 9er-Kiste Fernsehbier zu - meist in Zusammenhang mit "Sonderangeboten". Warum nicht.

Manchmal bin ich eben im Modus "verkosten", manchmal bin ich eben im Modus "durscht & trinken". Im Letzteren bin ich oft ganz froh, wenn mich eben keine besondere Überraschung erwartet und es halt einfach so schmeckt wie es schmeckt und von mir aus auch gerne "immer gleich".
Mein Verhaltensmuster hat seinen Ursprung sicher darin, dass ich mich ständig mit dem Warum rund ums Bier beschäftigen muss und ich einfach froh darüber bin, wenn dieser Konsumpart beim privaten Biergenuss sich ganz weiten hinten einsortiert wiederfindet.

Im Übrigen würde mir im Traum nicht einfallen, dass ich mich hinstelle, mein (Hobby)Bier trinke und drumherum und ggf. im Beisein Dritter anfange zu schwafeln wie "...schmeckt besser als ... vergiss den andern Mist ..". Im Leben nicht - weder hier noch im echten Leben und ich braue Bier in allen Dimensionen beinahe mein ganzes Leben lang.

Gruß
Oli
Gruss
Oli
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#48

Beitrag von Beerkenauer » Dienstag 25. April 2017, 19:39

Seitdem ich braue probiere ich mich gerne durch das Sortiment von verschiedenen Brauereien durch (Insel Brauerei, Ratsherrn, Apostelbräu, Crew Republic etc).
Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich Biere sein können...da kommt einem ein Standardbier schon langweilig vor.
Es ist aber auf jedenfalls so, dass der Stellenwert des Bieres bei mir gestiegen ist. Es ist schon ein wahnsinnig vielseitiges Getränk was Wein im nix nachsteht.:Drink

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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#49

Beitrag von Griller76 » Dienstag 25. April 2017, 20:44

Beerkenauer hat geschrieben: Es ist aber auf jedenfalls so, dass der Stellenwert des Bieres bei mir gestiegen ist. Es ist schon ein wahnsinnig vielseitiges Getränk was Wein im nix nachsteht.:Drink
...oder Wein sogar noch überflügelt. Denn Wein soll angeblich bis zu 2.000 verschiedene Aromen haben. Bier aber soll bis zu 8.000 verschiedene Aromen haben. Ich denke, das sagt einiges.
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Re: Schmeckt euch noch 'Standardbier'?

#50

Beitrag von SingleUser » Dienstag 25. April 2017, 21:05

Das Bewußtsein ist generell gestiegen, vor allem die Wertschätzung für die Arbeit. Ich probiere auch einfach mehr durch.
Standardkaufbiere, bei denen mA viele (insbesondere die "großen" Marken) geschmacklich wirklich austauschbar sind verstellen den Blick mit der Zeit einfach.

Klar trinke ich auch Kaufbiere, aber ehrlich gesagt empfinde ich es halt als "Fast Food" bzw. "Hausküche" im Glas. Das meine ich jetzt nicht verwerflich, die Qualität ist ja in Ordnung. Aber halt auch nichts was einen vom Hocker haut. Trinkt man halt so runter und dies muss ja kein Fehler sein.

Bin jedenfalls echt froh, hiermit angefangen zu haben und ich denke ich werde noch lange Zeit neue Sachen lernen.


P. S.: Wein hat von der Herstellung her einfach ganz andere Herausforderungen als Bier, das ist auch keine so einfache Nummer. Ich kenne einige die dran gescheitert sind ...

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