Kurze Frage, kurze Antwort

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12001

Beitrag von Blondes » Sonntag 17. Mai 2020, 12:21

Braufex hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 12:03
Ausgefunkelt hat geschrieben:
Dienstag 28. April 2020, 17:15
Ich habe mal eine Frage. Wo kauft ihr euer Milchsäure mit 80%. Bei Amazon, Apotheke oder gibt es das auch im Drogeriemarkt?
Gibts bei uns im Dehner-Gartenmarkt (Vina Most/Milchsäure; 80%; 0,125g; ca. 5€) in der Fruchtwein-Abteilung zusammen mit Reinzuchthefen und Gärbehältern.

Gruß Erwin
50€/l? :Grübel

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12002

Beitrag von Braufex » Sonntag 17. Mai 2020, 13:09

Blondes hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 12:21
Braufex hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 12:03
Ausgefunkelt hat geschrieben:
Dienstag 28. April 2020, 17:15
Ich habe mal eine Frage. Wo kauft ihr euer Milchsäure mit 80%. Bei Amazon, Apotheke oder gibt es das auch im Drogeriemarkt?
Gibts bei uns im Dehner-Gartenmarkt (Vina Most/Milchsäure; 80%; 0,125g; ca. 5€) in der Fruchtwein-Abteilung zusammen mit Reinzuchthefen und Gärbehältern.
Gruß Erwin
50€/l? :Grübel
Servus Martin,
Du hast vollkommen recht, 5€ für 125g (40€/kg) ist nicht günstig.
Hatte allerdings damals kurzfristig am Vorabend des Brautages entschieden mein Brauwasser mit Milchsäure zu behandeln und der Gartenmarkt ist nur 6km entfernt ...
Ausserdem reicht mir die Milchsäure für ca. 20 - 25 zu behandelnde Sude.
Für mich geht das in Ordnung ...
Übrigens: wer genau im Zitat schaut, bemerkt einen von mir angegebenen Preis von 40.000 €/kg; das wär mir dann doch zu teuer :Pulpfiction :Wink

Gruß Erwin :Greets

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12003

Beitrag von Blondes » Sonntag 17. Mai 2020, 15:58

Braufex hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 13:09
Blondes hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 12:21
Braufex hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 12:03

Gibts bei uns im Dehner-Gartenmarkt (Vina Most/Milchsäure; 80%; 0,125g; ca. 5€) in der Fruchtwein-Abteilung zusammen mit Reinzuchthefen und Gärbehältern.
Gruß Erwin
50€/l? :Grübel
Servus Martin,
Du hast vollkommen recht, 5€ für 125g (40€/kg) ist nicht günstig.
Hatte allerdings damals kurzfristig am Vorabend des Brautages entschieden mein Brauwasser mit Milchsäure zu behandeln und der Gartenmarkt ist nur 6km entfernt ...
Ausserdem reicht mir die Milchsäure für ca. 20 - 25 zu behandelnde Sude.
Für mich geht das in Ordnung ...
Übrigens: wer genau im Zitat schaut, bemerkt einen von mir angegebenen Preis von 40.000 €/kg; das wär mir dann doch zu teuer :Pulpfiction :Wink

Gruß Erwin :Greets
Ach schade, Erwin,

ich hatte schon den Tanklaster Milchsäure für Dich und den Pool (nebst kleinem Anwesen) für mich bestellt... :Bigsmile

Aber Du hast natürlich Recht: einst im Urlaub hatte meine hochschwangere Frau sooo Bock auf Alio Olio - Öl und Spaghetti hatten wir, aber keinen Knoblauch! Auf n Sonntag nachmittag, alles zu. Ich hab alles abgeklappert: Läden, Kneipen, Tanken - Nix...! Auf dem Rückweg geh ich an so m kleinen Laden vorbei, grad stellt der Besitzer den Müll raus. Ich frag ihn einfach, er grinst, und kommt mit ner Rieseknolle zurück. 50 Cent, sagt er, 5€ hab ich ihm gegeben. Das war einer der besten Deals meines Lebens... :Drink

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12004

Beitrag von Braufex » Sonntag 17. Mai 2020, 16:24

Blondes hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 15:58
Das war einer der besten Deals meines Lebens... :Drink
Genau, trotz des hohen Preises eine typische Win/Win-Situation :Smile
Da sieht man schön, wie man sich über eine Knolle Knoblauch für 5€ freuen kann :Bigsmile
Gruß :Drink

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12005

Beitrag von Chrischner » Sonntag 17. Mai 2020, 17:02

Kurze Frage: habe heute das erste mal mit 1l Flaschen gearbeitet, da ist das schon korrekt dass ich da knapp 7g Zucker pro Flasche rein knalle wenn ich auf 5g/l co2 kommen möchte? Hab irgendwie nicht wirklich Lust auf mir um die Ohren fliegende Flaschen :thumbup
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12006

Beitrag von JokerPs » Sonntag 17. Mai 2020, 17:12

Chrischner hat geschrieben:
Sonntag 17. Mai 2020, 17:02
Kurze Frage: habe heute das erste mal mit 1l Flaschen gearbeitet, da ist das schon korrekt dass ich da knapp 7g Zucker pro Flasche rein knalle wenn ich auf 5g/l co2 kommen möchte? Hab irgendwie nicht wirklich Lust auf mir um die Ohren fliegende Flaschen :thumbup

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Ja passt

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#12007

Beitrag von monsti88 » Sonntag 17. Mai 2020, 22:53

Ich habe mir für die Malzmühle einen Scheibenwischermotor (12V) zugelegt. Kann ich den auch mit einem alten Laptop-Netzteil (19V) betreiben? Google sagt, dass der Überschuss an Volt in Wärme umgewandelt, aber von Dauerbetrieb abgeraten wird. Sind denn die ca. 5 Kg Malz schon Dauerbetrieb?
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12008

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Montag 18. Mai 2020, 00:02

Der Motor wird mit wesentlich höherer Drehzahl laufen und sehr warm werden.
Ich würde es probieren, aber bleib dabei und beobachte die Erwärmung der Kabel und des Motorgehäuses.
Brau, schau wem.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12009

Beitrag von DerSchwabe » Montag 18. Mai 2020, 17:54

Hallo in die Runde!

https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre ... 3917216956

Überlege mir diesen Spundungsapperat zu holen, hat den jemand und würde den als brauchbar einstufen, oder ratet ihr mir von vorne ab?

Liebe Grüße

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12010

Beitrag von CastleBravo » Montag 18. Mai 2020, 19:21

Ich hab das gleiche Modell. Macht was es soll, wenngleich die Konstruktion auch recht wacklig ist.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12011

Beitrag von Braufex » Montag 18. Mai 2020, 19:40

DerSchwabe hat geschrieben:
Montag 18. Mai 2020, 17:54
https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre ... 3917216956
Überlege mir diesen Spundungsapperat zu holen, hat den jemand und würde den als brauchbar einstufen, oder ratet ihr mir von vorne ab?
Hab mir zuerst einen, dann nochmal 2 Stück nachgekauft.
Das Membranventil kann zum Reinigen zerlegt werden.
Der Spundungsdruck kann sauber eingestellt werden.
Ist ein bisserl wackelig aber dicht und tut was es soll.
Für unter 20 € völlig okay

Gruß Erwin

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12012

Beitrag von DerSchwabe » Montag 18. Mai 2020, 21:16

Perfekt vielen Dank dann ist das für mich Perfekt :)
Habt ihr das mit 0-40 psi oder 0-60 psi ?

Grüße DerSchwabe

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12013

Beitrag von Braufex » Montag 18. Mai 2020, 22:15

DerSchwabe hat geschrieben:
Montag 18. Mai 2020, 21:16
Habt ihr das mit 0-40 psi oder 0-60 psi ?
40psi / 2,7 bar
Regelt grad die Nachgärung meines "Münchner Dunkles"
Gruß Erwin
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12014

Beitrag von Cohumulon » Dienstag 19. Mai 2020, 14:58

Hallo :) Mir stellt sich aktuell folgende Frage:

Ich habe einen IPA-Sud mit der US-05 bei 30 °C angestellt. Der Sud ist dann relativ schnell (ca. 6 Stunden) auf 20 °C abgekühlt. Erste Kräusen haben sich auch erst nach 20 Stunden gezeigt. Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Bedingungen? Wird das Bier einigermaßen neutral, etwas fruchtig oder sogar deutliche Fehlaromen haben?

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12015

Beitrag von domingo » Dienstag 19. Mai 2020, 15:06

Hallo und willkommen, Cohumulon!

Bei einem gestopften IPA wohl nicht allzu kritisch, da die Hopfenaromen etwaige Gärfehler überdecken. Bei einem feinen Blonde Ale würde man wohl das Anstellen bei 30°C rausschmecken.

Bei der US-05 hatte ich die letzten paar Male öfters ein unerwünschtes Pfirsicharoma gehabt - nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass dies durch eine eher zu kühle Gärung (ca. 16°C) hervorgerufen wurde. Die US-05 also lieber zu warm als zu kalt vergären lassen?

Dominik

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12016

Beitrag von Cohumulon » Dienstag 19. Mai 2020, 15:56

Danke, das ist beruhigend :) Ja, das Bier soll noch ordentlich gestopft werden, und hat auch schon einigen Hopfen im Whirlpool gesehen.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12017

Beitrag von Ausgefunkelt » Dienstag 19. Mai 2020, 16:14

Moin

Ich habe mal eine Frage. Ich habe heute gebraut und 30 Liter mit 15%stammwürze. Nur soll das Bier am 21.06.2020 getrunken werden. Welche Hefe würdet ihr empfehlen.

Zur Verfügung hätte ich:

Gozdawa German Lager w35 2 Päckchen oder Gozdawa old german Altbier 9 ein Päckchen. Kühl Möglichkeiten vorhanden.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12018

Beitrag von bwanapombe » Dienstag 19. Mai 2020, 16:43

Die Hefen sind beide für Lagerbiere, einmal untergärig, einmal obergärig. Lagerbiere brauchen deutlich länger als einen Monat. Mit Altbier habe ich allerdings keine Erfahrungen.

Zwei Päckchen sind auf jeden Fall besser als eins, besonders wenn kalt vergoren werden soll. Vielleicht sollte man es danach entscheiden.

Dirk
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12019

Beitrag von CastleBravo » Dienstag 19. Mai 2020, 17:14

Ich seh das anders, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass du innerhalb von ca. 48 Stunden einen ordentlichen Starter gezogen bekommst mit dem du die richtige Pitching Rate erzielst. Zudem ist die Pitching Rate bei OG pro ml*°P auch einen Faktor 2-3 geringer als bei UG und die Gärung ist bei OG auch schneller durch. Um mich kurz zu fassen, ich würde einen Starter mit der Altbierhefe herstellen und in 2-3 Tagen anstellen. Somit bleibt dir eine im Vergleich deutlich längere Lager-(Reif-)zeit.
Viele Grüße

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12020

Beitrag von Beerkenauer » Dienstag 19. Mai 2020, 18:13

Aber er hat doch schon gebraut...daher wird das mit dem Starter schwierig :Greets

Wie oben geschrieben. Die Zeit ist viel zu kurz für ein UG Bier.
Mein Tipp. Nehme die German Lager und vergäre das Bier kalt und gebe ihm die Zeit die es braucht.
An dem Termin wo es fertig werden soll würde ich mir ein gutes Kaufbier gönnen. Es wäre schade an diesem Termin ein mittelmäßiges Selbstgebrautes auszuschenken.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12021

Beitrag von CastleBravo » Dienstag 19. Mai 2020, 19:45

Das hab ich überlesen.
Eine Variante wäre anstellen mit der Hälfte der Altbierhefe und parallel einen Starter ziehen.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12022

Beitrag von graf_drakeli » Dienstag 19. Mai 2020, 20:07

bwanapombe hat geschrieben:
Dienstag 19. Mai 2020, 16:43
Die Hefen sind beide für Lagerbiere, einmal untergärig, einmal obergärig. Lagerbiere brauchen deutlich länger als einen Monat. Mit Altbier habe ich allerdings keine Erfahrungen.

Zwei Päckchen sind auf jeden Fall besser als eins, besonders wenn kalt vergoren werden soll. Vielleicht sollte man es danach entscheiden.

Dirk
wie verschieden doch die Meinungen hier sind. Bin auch eher dieser Meinung (wobei bei meinem letzten hellen Bock die HG in etwas mehr als einer Woche durch war), man liest hier aber auch in Bezug auf UG von wesentlich kürzen Zeiten, da mehr mit Geschmackseinbußen einhergehen würde.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12023

Beitrag von Ausgefunkelt » Dienstag 19. Mai 2020, 21:07

Danke für die Antworten. Ich werde untergärig bei 11-12 C Celsius vergären. Vielleicht passt es zeitlich noch.

Viele Grüße

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12024

Beitrag von afri » Dienstag 19. Mai 2020, 21:21

Du wirst es bereuen, schätze ich. Die Gärung kann gut und gern mal drei Wochen dauern, gelegentlich auch länger. Dann hättest du noch knapp zwei Wochen für die NG bis zum 21.6., das ist nicht nur sportlich, sondern kaum zu machen. Zumal du dann noch nicht mal eine Reifezeit hast. Trinken kann man das dann schon, aber das ist noch lange nicht gut. Herbstbeginn, wenn du heute anstellst und alles nach Plan verläuft, aber nicht Sommeranfang.

Daher schließe ich mich Stefan an: kauf' dir für den Tag was gutes, Industriebier ist nicht alles so pöse, wie es hier gern dargestellt wird, und genieße deine 30 Liter Selbstbräu lieber, wenn es fertig ist. Mit einem Beutel OG-Hefe (Alt ist noch immer obergärig und kein Lager, oder änderte sich das jüngst?) würdest du gnadenlos underpitchen, auch das würde vermutlich bis zum 21.6. nichts werden.

Falls jedoch jemand in deiner Nähe wohnte und zufällig noch drei Päckchen obergärige Hefe hätte sowie dir zur Verfügung stellte, dann und nur dann könnte es klappen. Dafür müsste man jedoch wissen, wo du zu finden bist. Eventüll hat ja auch jemand gerade ein Jungbier fertig und massenhaft obergärige Hefe aus dem Gärfass wartet nur darauf, deinen Sud zu vergären. Aber auch hier: wo ist das?
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12025

Beitrag von Ausgefunkelt » Dienstag 19. Mai 2020, 21:34

Moin
Dann müssen wir den Termin eben verschieben oder gutes Stauder trinken.
Ich komme aus 46244 Kirchhellen.

Viele Grüße

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12026

Beitrag von CastleBravo » Dienstag 19. Mai 2020, 21:53

Definitiv sinnvoller als UG.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12027

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 19. Mai 2020, 23:25

Auf Termin brauen war und ist generell keine gute Idee. Zumindest nicht wenn der Termin so kurzfristig ist. Abgesehen davon ist ein 15°P Bier auch nicht grade das geeignete Party Bier. Für ein schnelles Weizen würde die Zeit eher reichen. Das braucht keine lange Reifezeit und ist eigentlich frisch aus der Nachgärung schon gut trinkbar. Müsstest du dich aber trotzdem ranhalten jetzt.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12028

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 20. Mai 2020, 18:19

afri hat geschrieben:
Dienstag 19. Mai 2020, 21:21
[...]
Mit einem Beutel OG-Hefe (Alt ist noch immer obergärig und kein Lager, oder änderte sich das jüngst?) [...]
Ich glaube, Dirk bezog sich hier auf den für z.B. Kölschbiere historisch nicht unüblichen Begriff der "obergärigen Lagerbiere". Ob man Altbiere auch jemals so genannt hat, weiß ich allerdings nicht.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12029

Beitrag von bwanapombe » Mittwoch 20. Mai 2020, 20:52

Oha, ich dachte, man trinkt Alt nicht jung. Sollte ich Kölsch nicht scharf genug von Alt unterschieden haben? Aus der Entfernung (ostelbischer Wohnsitz) kann das schon mal verschwimmen.

Habe aber nie gesagt, dass nicht obergärig wäre. Lager und untergärig sind nicht 100% synonym, siehe Kölsch.

Bei aller Begrifflichkeit, gingen die Ratschläge ja in diesselbe Richtung, dass es für den Termin zu spät ist und Eile keine gute Zutat im Bier ist.

Dirk
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12030

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 20. Mai 2020, 21:14

Johnny H hat geschrieben:
Mittwoch 20. Mai 2020, 18:19
afri hat geschrieben:
Dienstag 19. Mai 2020, 21:21
[...]
Mit einem Beutel OG-Hefe (Alt ist noch immer obergärig und kein Lager, oder änderte sich das jüngst?) [...]
Ich glaube, Dirk bezog sich hier auf den für z.B. Kölschbiere historisch nicht unüblichen Begriff der "obergärigen Lagerbiere". Ob man Altbiere auch jemals so genannt hat, weiß ich allerdings nicht.
Ja, das gab es früher tatsächlich mal. Schumacher ist es gewesen die den Begriff "obergäriges Lagerbier" anno damals mal benutzt haben. Alt- und Kölschhefen werden ja auch gerne mal als Hybridhefen bezeichnet. Da sie bei kühlen Temperaturen relativ neutrale Biere erzeugen können. Und natürlich weil sie (normalerweise) auch 4-6 Wochen kalt reifen dürfen.

Hier gibt es Bild der Schumacher Pulle.
https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=22090
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12031

Beitrag von afri » Mittwoch 20. Mai 2020, 23:03

Also watt denn nu? Ent- oder weder. Kölsch wie Alt (ist eigentlich das gleiche, auch wenn mich jetzt mancher hier steinigen möchte) ist obergärig, Punkt. Oder nicht? Unabhängig davon, wie lange man das reifen lässt.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12032

Beitrag von Johnny H » Mittwoch 20. Mai 2020, 23:18

Das Verständnis von (Lagerbier = untergärig) war nicht immer so. Kölsch und Alt sind natürlich obergärige Biere, aber vor ein paar Jahren hat sogar mal jemand eine Brauerei verlinkt, die ihr Bier eindeutig als "obergäriges Lagerbier" beschreiben und vermarkten.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12033

Beitrag von scne59 » Donnerstag 21. Mai 2020, 01:20

Take that, BJCP fanboys! ;-)

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12034

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 21. Mai 2020, 01:28

Coole Bilder!

Jan meinte in Bezug auf Bierstile und Bezeichnungen erst neulich zu mir, dass da nichts beständiger sei als der Wandel...
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12035

Beitrag von scne59 » Donnerstag 21. Mai 2020, 02:02

Ja, Wandel ist normal. Wie ein Bier bezeichnet wird ist aber auch immer besonders eine Frage von Ort und Zeit. Oder auch in besonderem Maß der Intention des Brauers/Vertreibers. Beispiel: http://barclayperkins.blogspot.com/2020 ... t-ipa.html

Mein Blutdruck steigt aber immer dann, wenn Leute auf Grundlage eines Bewertungssystems für Hobbybrauer-Wettbewerbe, das aus einem Kulturkreis stammt, dessen Verständnis von Bier durch eine Prohibition vollständig ausgerottet und für alle Zeit deformiert worden ist, sich anmaßen, fremden Bierkulturen ihre kleingeistigen, faktenfreien und übergriffigen Maßstäbe aufzuzwingen.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12036

Beitrag von Johnny H » Donnerstag 21. Mai 2020, 06:54

scne59 hat geschrieben:
Donnerstag 21. Mai 2020, 02:02
[...]http://barclayperkins.blogspot.com/2020 ... t-ipa.html

Mein Blutdruck steigt aber immer dann, wenn Leute auf Grundlage eines Bewertungssystems für Hobbybrauer-Wettbewerbe, das aus einem Kulturkreis stammt, dessen Verständnis von Bier durch eine Prohibition vollständig ausgerottet und für alle Zeit deformiert worden ist, sich anmaßen, fremden Bierkulturen ihre kleingeistigen, faktenfreien und übergriffigen Maßstäbe aufzuzwingen.
Ich würde es nicht so hart formulieren, aber ich verstehe, was Du meinst: die zahlreichen Stilführer legen eine historische Kontinuität nahe, die es oft nie gab, oder sie führen historische Zusammenhänge gleich komplett ad absurdum. Das tschechische Pilsner als Urahn und Begründer des Stils gibt es ja bei bjcp auch nicht mehr, dafür deutsches und amerikanisches.

Ron Pattinson meinte in einem Online-Seminar über britische Bierstile neulich auch, wie oben, dass er bis auf die Bezeichnung keinen Unterschied sähe zwischen PA und IPA. Porter und Stout haben sich ebenfalls komplett verändert über die Jahrhunderte.

In Deutschland ist es mit dem "Export" ähnlich verwaschen: das gab es auch in allen Farben (Wiener und Münchner) und wurde teilweise, weil als Exportware nicht ans RHG gebunden, lange sogar mit Reis, Mais, Zucker etc. gebraut. Aus irgendwelchen Gründen hat sich die Dortmunder Version nun als eigenständiger Bierstil in den Stilführern durchgesetzt, aber eigentlich war "Export" m.E. gar kein Bierstil sondern höchstens eine Stärkekategorie oder gar nur eine Warenbezeichnung. Und zumindest in Süddeutschland verschwimmt der Begriff heute mit dem "Spezial", was aber m.W. in keinem Stilführer auftaucht.

Und um die Stilführer ein bisschen zu verteidigen: die sollten ja für Wettbewerbe Stile beschreiben und nicht vorschreiben.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12037

Beitrag von bwanapombe » Donnerstag 21. Mai 2020, 12:20

afri hat geschrieben:
Mittwoch 20. Mai 2020, 23:03
Also watt denn nu? Ent- oder weder. Kölsch wie Alt (ist eigentlich das gleiche, auch wenn mich jetzt mancher hier steinigen möchte) ist obergärig, Punkt. Oder nicht? Unabhängig davon, wie lange man das reifen lässt.
Achim
Hallo Achim,

Du mußt da irgenwas, falsch aufgenommen haben. Ich sehe hier niemanden - mich eingeschlossen - der es anders dargestellt hat.

Dirk
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12038

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 21. Mai 2020, 13:17

afri hat geschrieben:
Mittwoch 20. Mai 2020, 23:03
Also watt denn nu? Ent- oder weder. Kölsch wie Alt (ist eigentlich das gleiche, auch wenn mich jetzt mancher hier steinigen möchte) ist obergärig, Punkt. Oder nicht? Unabhängig davon, wie lange man das reifen lässt.
Achim
Alt und Kölsch sind nicht das gleiche. Wer das behauptet zeigt nur das er von den beiden Bierstilen keine Ahnung hat. Sie sind verwandt, das lässt sich nicht bestreiten. Aber ausser den sehr ähnlichen Hefen und dem kühlen Gär- und Lagerprozess (Lager!) unterscheiden die sich schon deutlich.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12039

Beitrag von Sandersen777 » Donnerstag 21. Mai 2020, 16:36

Howdy,

Braue gerade ein Roggenbier, Roggen-Ritter Malzmischung, und soweit läuft alles nach Plan. Vorwürze-Plato etwas höher als erwartet, aber okay...

Beim Würze Kochen setzt sich nun (wohl) Eiweiß an der Oberfläche ab. Hab mal ein Bild angehangen. Muss ich mir Gedanken machen? Oder ist das normal?


Gruß und weiterhin einen sonnigen Feiertag
Sandersen
Grüße aus dem Pfälzer Holzland :Greets

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12040

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Donnerstag 21. Mai 2020, 17:01

Hallo Sanderson,
ohne das Bild gesehen zu haben behaupte ich, das ist der Eiweissbruch. Denn lässt du drin, ist wichtig für die spätere Schaumstabiltät.

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12041

Beitrag von Sandersen777 » Donnerstag 21. Mai 2020, 17:36

Howdy Dieter,

Hab ihn drin gelassen. Wird jetzt beim Abziehen ins Gärfass ja gefiltert...

Danke...
Grüße aus dem Pfälzer Holzland :Greets

Sandersen :Drink

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12042

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Donnerstag 21. Mai 2020, 22:52

Alles richtig gemacht!
Brau, schau wem.

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12043

Beitrag von Chrischner » Freitag 22. Mai 2020, 17:38

Hallo zusammen,

mir ist gestern beim Hopfenseihen vom Einkocher in den Gäreimer das Tuch/Sieb in den Gäreimer gerutscht und jetzt hab ich ne gute Menge Hopfen/Heißtrub im Gäreimer. Habs heute trotzdem einfach mal angestellt.
Kann mir vielleicht jemand sagen ob sich das sehr auf den späteren Geschmack auswirken wird? Würde ungern in drei-vier Wochen voller Vorfreude die erste Flasche aufmachen und dann enttäuscht sein und darum vorab schonmal für Klarheit sorgen :thumbup

Liebe Grüße
Chris

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12044

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 22. Mai 2020, 18:57

Das kann über die lange Kontaktzeit schon zu grasigen, unangenehmen Aromen führen. Deswegen soll man ja auch nicht zu lange den Stopfhopfen drin lassen. Ich würde aber erstmal abwarten was passiert. Für die Zukunft kaufst du dir einen Monofilamentfilter und nimmst die Lappen zum aufwischen von Kleckereien. Wir sind doch nicht mehr in den 90ern.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12045

Beitrag von Chrischner » Freitag 22. Mai 2020, 19:18

Okay vielen Dank für die Antwort, dann stell ich mich schon mal drauf ein. Aber zu meiner Verteidigung: Ich hab extra Passiertrücher gekauft und benutze da keine Lappen für :Bigsmile

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12046

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Freitag 22. Mai 2020, 19:27

Würde nach der Hauptgärung ohne viel aufzuwirbeln in einen anderen Behälter umschlauchen und dann von dort aus in Flaschen füllen. Dann sollte sich der Trub auf der Hefe absetzen und dort verbleiben.

Grüßle Dieter
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12047

Beitrag von §11 » Freitag 22. Mai 2020, 21:06

scne59 hat geschrieben:
Donnerstag 21. Mai 2020, 02:02
Ja, Wandel ist normal. Wie ein Bier bezeichnet wird ist aber auch immer besonders eine Frage von Ort und Zeit. Oder auch in besonderem Maß der Intention des Brauers/Vertreibers. Beispiel: http://barclayperkins.blogspot.com/2020 ... t-ipa.html

Mein Blutdruck steigt aber immer dann, wenn Leute auf Grundlage eines Bewertungssystems für Hobbybrauer-Wettbewerbe, das aus einem Kulturkreis stammt, dessen Verständnis von Bier durch eine Prohibition vollständig ausgerottet und für alle Zeit deformiert worden ist, sich anmaßen, fremden Bierkulturen ihre kleingeistigen, faktenfreien und übergriffigen Maßstäbe aufzuzwingen.
Wobei die Auslegung der BJCP nirgends so extrem ist wie in Deutschland. Wir sind halt doch das Volk der Kaninchen Züchter und da gibt die Rassebeschreibung halt genau her wie der verdammte Hase auszusehen hat. Gilt natürlich auch für Tauben :Wink

Ich lege jedem immer nahe auch mal das Vorwort des BJCP Styleguides zu lesen oder Ende des Jahres mein Buch

Schöne Grüße

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12048

Beitrag von §11 » Freitag 22. Mai 2020, 21:13

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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12049

Beitrag von Johnny H » Freitag 22. Mai 2020, 21:35

§11 hat geschrieben:
Freitag 22. Mai 2020, 21:06
Wobei die Auslegung der BJCP nirgends so extrem ist wie in Deutschland. Wir sind halt doch das Volk der Kaninchen Züchter und da gibt die Rassebeschreibung halt genau her wie der verdammte Hase auszusehen hat. Gilt natürlich auch für Tauben :Wink
[...]
Das kann ich mir gut vorstellen! 🙂

Wobei es die Kritik an der Fixierung auf Stilführer auch im englischsprachigen Raum gibt. Auf Pattinsons Blog z.B. wird oft über "beer style na zis" etc. hergezogen.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

#12050

Beitrag von scne59 » Freitag 22. Mai 2020, 21:52

Johnny H hat geschrieben:
Freitag 22. Mai 2020, 21:35
§11 hat geschrieben:
Freitag 22. Mai 2020, 21:06
Wobei die Auslegung der BJCP nirgends so extrem ist wie in Deutschland. Wir sind halt doch das Volk der Kaninchen Züchter und da gibt die Rassebeschreibung halt genau her wie der verdammte Hase auszusehen hat. Gilt natürlich auch für Tauben :Wink
[...]
Das kann ich mir gut vorstellen! 🙂

Wobei es die Kritik an der Fixierung auf Stilführer auch im englischsprachigen Raum gibt. Auf Pattinsons Blog z.B. wird oft über "beer style na zis" etc. hergezogen.
ACK
Das Problem sind nicht die Guides, sondern die Leute, die ihnen Gesetzeskraft zuschreiben.

Und mit Systematik gibt es auch überall Probleme.
In der Biologie geht man z.B. bei einem Bären erstmal von einem Raubtier aus. Und dann gibt es da die Pandas....
Und im Bierbereich gibt es so einige Pandas.

J.

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