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Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 30. Januar 2019, 00:29
von Ricard0
Chrissi_Chris hat geschrieben:
Dienstag 29. Januar 2019, 15:06
Hat jemand eine schnelle Bezugsquelle für 1,5“ Tri clamp Zubehör was bezahlbar ist ?

LG Chris

AliExpress ist bezahlbar.
Braubebo geht schneller.

Habe auch eine Frage: Welches Verhältnis gkykol:Wasser sollte ich bei meinem Begleitkühker verwenden, um optimale Ergebnisse zu erhalten?
Spielt es eine Rolle ob es destilliertes Wasser ist? Hilft außerdem noch isoprop?

Grüße
Ricardo

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 31. Januar 2019, 11:08
von nrtn
Kann mir wer sagen wie ich mit Flüssiggelatine im Gegensatz zu Blattgelatine umgehe? Muss ich die auch im kalten Wasser "quellen" lassen und dann erwärmen oder nur erwärmen oder direkt so applizieren?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 31. Januar 2019, 11:45
von Benne
Ich habe gerade zwei Sude parallel am vergären seit Sonntag. Der eine Sud mit einer Nottingham kam nach ein paar Stunden direkt in Fahrt. Der andere mit der US-05 ist nach 24 Stunden Immernoch nicht wirklich angekommen. Ich habe des sub belüftet und eine neue Packung Hefe eingestreut worauf hin die Gärung anfing. Jetzt ist nach zwei Tagen bereits Ruhe im Gärröhrchen. Hie einem vorsichtigen Blick in den Behälter habe ich aber schöne Kräusel gesehen? Hattet ihr auch schonmal eine Gärung ohne wirkliche Bewegung im Gärröhrchen? Dicht ist alles, also es entweicht kein co2

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 1. Februar 2019, 00:40
von VolT Bräu
Benne hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 11:45
Hattet ihr auch schonmal eine Gärung ohne wirkliche Bewegung im Gärröhrchen? Dicht ist alles, also es entweicht kein co2
Das kann eigentlich nicht sein. Es müsste so viel CO2 entstehen, dass Druck entsteht oder dieser eben entweicht. Entweder undicht oder Gärung durch (eher unwahrscheinlich nach 2? Tagen) oder Hefe eingeschlafen.... Wie ist denn die Temperatur? Restextrakt messen wäre auch aufschlussreich.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 1. Februar 2019, 08:08
von Benne
VolT Bräu hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 00:40
Benne hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 11:45
Hattet ihr auch schonmal eine Gärung ohne wirkliche Bewegung im Gärröhrchen? Dicht ist alles, also es entweicht kein co2
Das kann eigentlich nicht sein. Es müsste so viel CO2 entstehen, dass Druck entsteht oder dieser eben entweicht. Entweder undicht oder Gärung durch (eher unwahrscheinlich nach 2? Tagen) oder Hefe eingeschlafen.... Wie ist denn die Temperatur? Restextrakt messen wäre auch aufschlussreich.
Ich habe gerade kurz gemessen.
Die Temperatur (im Bier) liegt bei 16,3°C und der Restextrakt bei 3,5 (von 13°P Würze). Also ist die Gärung tatsächlich schon durch.
Da ich den Gäreimer aber grundsätzlich 14 Tage in Ruhe stehen lasse wird dann übernächstes Wochenende nach Plan abgefüllt.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 1. Februar 2019, 17:47
von Kalendin
Ich braue gerade mein erstes Bier und koche gerade den Hopfen ein.
Ich habe als Gäreimer den Fermonster (27l). In der Gebrauchsanweisung steht, dass ich keine Flüssigkeiten über 52 Grad °C in den Behälter sollen.
Wenn ich gleich mit Hopfenkochen fertig bin und den Whirlpool gemacht habe, warte ich ja nur 20 Minuten, dann hat die Würze in dem Einkocher ja sicher noch mind. 85 Grad.
Warte ich dann am besten noch solange bis die Würze abgekühlt ist ?
Ich frage, weil der Hopfen dann ja recht lange drin ist.
Würde mich über eine Antwort freuen.
Viele Grüße
Jan

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 1. Februar 2019, 19:21
von hyper472
Kalendin hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 17:47
Warte ich dann am besten noch solange bis die Würze abgekühlt ist ?
Ich frage, weil der Hopfen dann ja recht lange drin ist.
Ja, dann würde ich lieber warten. Die Zeit, die es dauert, bis die Würze unter 80° hat, sollte man bei der Berechnung der Bittere berücksichtigen.
Wird dann eben etwas hopfenbitterer, aber bestimmt nicht schlechter.

Viele Grüße, Henning

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Freitag 1. Februar 2019, 22:04
von afri
Wenn der Fermonster nicht über 52° kommen soll, hat das sicher einen Grund. Ich würde ebenfalls lieber warten, bis du das da einfüllst.

Ich habe seinerzeit halbwegs gute Erfahrungen damit gemacht, den Einkocher aktiv zu kühlen mit einer Stofflage außen, die ich ringsum mit Wasser eingesprüht habe. Das verdunstet und entzieht dem Inhalt recht schnell relativ viel Energie. Bis herab zu 52° dauert das schon ein wenig, aber es hilft nix, wenn du keinen Eintauchkühler etc. einsetzen kannst oder willst.
Achim

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 2. Februar 2019, 09:46
von Damasus
Kurze Frage zur Reihenfolge nach dem Kochende, da ich seit kurzem ein Würzekühler besitze:

Mein erster Gedanke war:
Plan A: Kocher abschalten, schnell auf 80°C kühlen, Whirlpool andrehen und warten, in den Gärbottich filtern, dort auf Anstelltemperatur weiterkühlen.

Plan B wäre: Kocher abschalten, direkt auf Anstelltemperatur kühlen, Bruch (und sonstiges) absetzen lassen und über den Hahn vorsichtig in den Gärbottich filtern. (Von oben abziehen kann ich aktuell nicht.)

Gibt es Präferenzen oder Plan C, D, E?
Vielen Dank :-)

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 2. Februar 2019, 10:19
von Wintermuffel
Nimm Plan B, dann hast Du den Trub in Pfanne. Durch einen Monofilament filtern. Fertig.
Warum willst Du von oben abziehen?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 2. Februar 2019, 21:54
von afri
Plan B ist effektiv und gut, solltest du so machen. Ruhig auch ein bisschen länger warten, beim Brauen ist Eile fehl am Platz.

Von oben abzuziehen hat den Vorteil, dass bis ganz zum Schluss so gut wie keine Partikel mitkommen. Habe ich eine Zeit lang beim Abfüllen so gemacht: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... en#p182258 Beim Schlauchen sollte das ebenso funktionieren.
Achim

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 4. Februar 2019, 08:36
von Benne
Ich habe vom Wochenende von einer Fete 4 Kästen Bitburger 0,33 Longneck Flaschen mitgenommen (vor Ort direkt ausgespült)
Jetzt bin ich dabei die Etiketten zu entfernen...was ist das denn bitte für ein Kleber an dem Halsetikett? Das normale Etikett fällt nach ein paar Minuten ab aber die Banderole hinterlässt einen Kleberrest der nur mühsam abzukratzen ist. Ich habe die Flaschen seit 24 Stunden im Wasser liegen.
Jemand Erfahrungen?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 4. Februar 2019, 14:49
von Alt-Phex
Pack die doch mal in die Spülmaschine bei 70°C

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 4. Februar 2019, 16:03
von irrwisch
Ja wie Alt Phex schrieb, in die Spüma bei 70 Grad und nach ner Stunde mal aufmachen und die Etiketten abziehen. Nicht bis zum Ende laufen lassen, sonst sorgt das Trocknungsprogramm der Spüma dafür, dass die Etiketten wieder ankleben ;-)
So hat das bisher immer gut gefunzt.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 5. Februar 2019, 12:10
von Woschtepeter
Ich habe eine Frage zur Nachisomerisierung:

Soll der Hopfen beispielsweise 20 Minuten kochen und ich habe ca. 15 Minuten Nachisomerisierungszeit (bis der Sud 80°C erreicht), dann gebe ich ihn 5 Minuten vor kochenede hinzu? Interpretiere ich diese Zeit richtig?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 5. Februar 2019, 17:37
von VolT Bräu
Woschtepeter hat geschrieben:
Dienstag 5. Februar 2019, 12:10
Ich habe eine Frage zur Nachisomerisierung:

Soll der Hopfen beispielsweise 20 Minuten kochen und ich habe ca. 15 Minuten Nachisomerisierungszeit (bis der Sud 80°C erreicht), dann gebe ich ihn 5 Minuten vor kochenede hinzu? Interpretiere ich diese Zeit richtig?
Ganz so einfach ist es nicht. Kommt halt auch drauf an wie das Rezept gerechnet ist. Wenn das von 0 Minuten Nachisomerisierung ausgeht, dann kommt das so ungefähr hin. Da die Alpha Werte der Hopfen meist eh nicht gleich sind, würde ich empfehlen, es in einen Rechner (Mügelland, kleiner Brauhelfer,...) einzugeben und die Hopfengabe an die Nachlaufzeit anzupassen. Die Kochzeit würde ich persönlich übernehmen - spricht aber denke ich auch nichts dagegen sie etwas runter zu setzen... Der Rechner liefert Dir im Rahmen der bekannten Ungenauigkeiten etwa gleichbleibende Ergebnisse (äh naja... jedenfalls gibt es für uns wohl keine bessere Lösung).

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Dienstag 5. Februar 2019, 18:19
von Bierokrat
Ricard0 hat geschrieben:
Mittwoch 30. Januar 2019, 00:29
Habe auch eine Frage: Welches Verhältnis gkykol:Wasser sollte ich bei meinem Begleitkühker verwenden, um optimale Ergebnisse zu erhalten?
Spielt es eine Rolle ob es destilliertes Wasser ist? Hilft außerdem noch isoprop?

Grüße
Ricardo
Guggst du hier:
http://abderhalden-fluids.ch/images/ant ... _TM_de.pdf
Auf Seite 8 sind übliche Verdünnungen gegeben.
Reines Glykol-Wasser Gemische sind höher korrosiv als reines Wasser. Also vielleicht drauf achten, dass (die zu den verwendeten Materialien passenden) Additive zum Korrosionsschutz vorhanden sind.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 6. Februar 2019, 23:05
von Woschtepeter
Hey,

wurde bestimmt schon häufig diskutiert, aber die Suche hat mich nicht zum Ziel geführt: Welches ist denn eine gute Deutsche Brau-Literatur, die nicht nur auf 100 Seiten alles schön blumig vereinfach, sondern auch etwas in die Tiefe geht? Aber auch nicht so theoretisch, dass es sich wie ein Chemie-Lehrbuch liest?

Herzlich Dank :)

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Mittwoch 6. Februar 2019, 23:12
von Alt-Phex
Woschtepeter hat geschrieben:
Mittwoch 6. Februar 2019, 23:05
Hey,

wurde bestimmt schon häufig diskutiert, aber die Suche hat mich nicht zum Ziel geführt: Welches ist denn eine gute Deutsche Brau-Literatur, die nicht nur auf 100 Seiten alles schön blumig vereinfach, sondern auch etwas in die Tiefe geht? Aber auch nicht so theoretisch, dass es sich wie ein Chemie-Lehrbuch liest?

Herzlich Dank :)
Das hier
https://www.ulmer.de/usd-5416052/bier-brauen-.html

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 7. Februar 2019, 09:09
von onkel79
Guten Morgen, bräucht kurz Hilfe zum Thema Gelatine. Ich habe mich bereits das zweite Mal an untergärig versucht, weil der Keller zur Zeit kuschlige 8 Grad bereitstellt. Gärung ist auch bereits angekommen (Hefe W34/70). Nun wollte am Ende der Hauptgärung einen Klärungsversuch mit Gelatine starten. Erste Frage: Macht dieser Versuch überhaupt Sinn, wenn nicht aktiv auf unter 8 Grad gekühlt werden kann?
Zweite Frage: Bleibt die Gelatine am Ende der Kläung im Sud oder muss diese entfernt werden?
Danke und Gruß,
Daniel

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 7. Februar 2019, 09:38
von beryll
Moin Daniel,

das kannst Du machen, mit einem Coldcrash wärst Du natürlich auch gut unterwegs - Du musst mit der Gelatine aber nicht so tief runter, das geht auch so. Entfernen kannst Du sie nicht, die liegt mit dem Trub unten in der Hefe.

VG Peter

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 7. Februar 2019, 12:49
von FloNRW
Hallo, hat jemand ein Rezept oder ein tipp für folgende Hefe:
#1 Sigmund
#2 Rivenes
#3 Stranda
#8 Saure
#1 und #2 liefern wohl Spicy orange (wäre das was für ein IPA ?)
#3 Earthy banana and melon (Amerikanisches Weizen ?Kaltstopfen? )
Gut Sud
Florian

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 7. Februar 2019, 16:52
von Mehrbier
Moin,
bei meinem Witbier ist es jetzt durch einen Fehler beim ermitteln der Stammwürze dazu gekommen, dass ich bereits vor der Karbonisierung mit Zucker beim gewünschten Alkoholgehalt bin. Da ich keinesfalls höher gehen möchte mit dem Alkoholgehalt kam mir die Idee das Bier zu Zwangskarbonisieren.

Ich habe Obergärig gebraut und frage mich jetzt wie ich dann weiter verfahren soll. Die Nachgärung sollte ja nicht bloß zur Karbonisierung sondern auch für den Geschmack durchgeführt werden. Wird es den gleichen Effekt haben wenn ich das Bier erstmal 1-2 Wochen bei Görtemperatur stehen lasse nach dem Zwangskarbonisieren?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 7. Februar 2019, 18:27
von Hopfenfürst
Möchte gerne demnächst ein Porter/Stout brauen, aber bin nicht so sehr ein Fan von den Röstmalzaromen (schokoladige Aromen wären allerdings erwünscht).
Möchte aber dennoch die dunkle Farbe hinbekommen - hab gelesen, dass man die Malze kurz vor dem Läutern beimischen kann - trage ich dadurch nicht Stärke ein, die nicht mehr umgewandelt wird?
Bzw welches vorgehen empfehlt ihr? Kann man die EBCs genauso kalkulieren wie bei einem "normalen" Einmaischen zu Beginn?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Donnerstag 7. Februar 2019, 22:36
von Alt-Phex
Nimm Carafa Spezial, das ist entspelzt und dadurch weniger Röstbitter. Das gibst du dann für die letzten 10min zur Maische oder eben im Läuterbottich. Um Stärke brauchst du dir da keine Soren machen, das Zeug ist so durchgebraten da ist nichts mehr drin was verzuckern könnte oder müsste. Und die Farbe kannst du genauso kalkulieren als wenn du es von Anfang mitgemaischt hättest. Am besten möglichst fein mahlen anstatt zu schroten.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 08:06
von Jeff
Mehrbier hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 16:52
Moin,
bei meinem Witbier ist es jetzt durch einen Fehler beim ermitteln der Stammwürze dazu gekommen, dass ich bereits vor der Karbonisierung mit Zucker beim gewünschten Alkoholgehalt bin. Da ich keinesfalls höher gehen möchte mit dem Alkoholgehalt kam mir die Idee das Bier zu Zwangskarbonisieren.

Ich habe Obergärig gebraut und frage mich jetzt wie ich dann weiter verfahren soll. Die Nachgärung sollte ja nicht bloß zur Karbonisierung sondern auch für den Geschmack durchgeführt werden. Wird es den gleichen Effekt haben wenn ich das Bier erstmal 1-2 Wochen bei Görtemperatur stehen lasse nach dem Zwangskarbonisieren?
Ja :Bigsmile

Nein, ernsthaft: Du kannst die Nachgärung auch weglassen, denn die dient wirklich nur dazu, das Bier zu karbonisieren. Wenn das Bier ausgegoren ist und du in der Flasche nochmal Zucker dazu gibst, ändert sich geschmacklich so gut wie nichts. Klar, die Stammwürze steigt minimal, aber wenn es sich dabei nicht um Unmengen an Zucker handelt, macht das geschmacklich keinen Unterschied. Die "wahre" Geschmacksänderung kommt durch die Lagerzeit, welche bei einem Witt aber auch nicht besonders lange sein muss (1-2 Wochen).

Gruß Jeff
:Drink

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 18:09
von sea-spin
Hallo,

wir haben gerade ein untergäriges Bier mit Saflager W43/70 gebraut. Nun habe ich das Gärfass bei ca. 18 Grad stehen.

In der Halle habe ich 11 Grad.

Kann mir jemand sagen, bei welchen Temperaturen und wie lange jeweils ca. die Hauptgärung, Nachgärung und Reifung sein sollte.

Vielen Dank.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 18:19
von Jeff
sea-spin hat geschrieben:
Samstag 9. Februar 2019, 18:09
Hallo,

wir haben gerade ein untergäriges Bier mit Saflager W43/70 gebraut. Nun habe ich das Gärfass bei ca. 18 Grad stehen.

In der Halle habe ich 11 Grad.

Kann mir jemand sagen, bei welchen Temperaturen und wie lange jeweils ca. die Hauptgärung, Nachgärung und Reifung sein sollte.

Vielen Dank.
Das steht doch auf der Hefe drauf, oder? Ich habe die W34/70 erst einmal verwendet und bei 9 Grad vergoren, das Bier wurde gut, man kann aber auch auf 12 Grad gehen. Also stelle es in die Halle, 11 Grad sind ok, denke ich. :Drink

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 18:57
von sea-spin
zu dieser Hefe lese ich nur unterschiedliche und für mich absolut unklare Angaben.

Kann mir mal jemand genau nenen, bei welchen Temperaturen und wie lange jeweils ca. die Hauptgärung, Nachgärung und Reifung sein sollte.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 19:13
von Johnny H
sea-spin hat geschrieben:
Samstag 9. Februar 2019, 18:57
zu dieser Hefe lese ich nur unterschiedliche und für mich absolut unklare Angaben.

Kann mir mal jemand genau nenen, bei welchen Temperaturen und wie lange jeweils ca. die Hauptgärung, Nachgärung und Reifung sein sollte.
Das wird Dir niemand "genau" sagen können, weil sich die Hefe letztendlich einen Sch... dafür interessiert, was hier jemand schreibt.

Je nach Deiner Rehydrierungspraxis, dem Zustand Deiner Hefe, den Voraussetzungen in der Würze und natürlich der Temperatur oder den Temperaturen während der Gärung kann die Hauptgärung in einer Woche durch sein oder sich bis zu vier Wochen hinziehen. Ich würde mit mindestens zwei Wochen rechnen.

Faustregel: Dauer Hauptgärung = Dauer Nachgärung. Reifung dann entsprechend kürzer oder länger. Wenn die Hefe fit ist und die Bedingungen gut, dann geht alles schneller: Ankommen, Hauptgärung, Nachgärung, Reifung. umgekehrt gilt das gleiche.

Das Thema "Untergäriges Brauen" ist kompliziert und nicht so einfach zu beantworten, wie du es Dir vielleicht wünschst.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 19:21
von Braufex
Dafür ist es jetzt eigentlich schon zu spät. Diese Infos hättest Du Dir früher verschaffen müssen.
Anstellen (hinzufügen) der W34/70 bei 9°C Würzetemperatur wäre schon mal prima. Bei welcher Würzetemperatur hast Du die Hefe angestellt?
Hauptgärung bei 10-12°C Jungbiertemperatur wär auch gut.
Kannst Du die Raumtemperaturen auf 8 -10°C regeln? Durch die aktive Gärung liegt die Temperatur des Jungbieres ca. 2 - 3° über der Raumtemperatur.
Wird die Hefe zu warm angestellt und geführt, können sich Fehlaromen bilden.
Wird die Temperatur des Jungbieres während der Gärung gesenkt, kann die Gärung einschlafen.

Hab mich vor der ersten untergärigen Gärung erst mal eingelesen und mir die Möglichkeit einer kontrollierten Temperaturführung geschaffen (Kühlschrank mit externer Steuerung).
Wie Johnny H schreibt:
Das Thema "Untergäriges Brauen" ist kompliziert und nicht so einfach zu beantworten, wie du es Dir vielleicht wünschst.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 19:33
von sea-spin
Ja gelesen habe ich auch viel, aber halt nie etwas konkretes, angestellt habe ich die Hefe wie auf dem Datenblatt beschrieben bei 23 grad, dann bei 15 grad zugeführt. Nun steht das Fass bei 13 grad im Fahrradraum.

Wir habe uns auch einen passenden Kühlschrank besorgt, ein Stellplatz fürs Fass geschaffen, eine Heizung und einen InkBird gekauft.

Wir können hier alles umsetzen, aber ich finde keine Angaben zu den optimalen Temperaturverläufen

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 19:52
von Jeff
sea-spin hat geschrieben:
Samstag 9. Februar 2019, 19:33
Ja gelesen habe ich auch viel, aber halt nie etwas konkretes, angestellt habe ich die Hefe wie auf dem Datenblatt beschrieben bei 23 grad, dann bei 15 grad zugeführt. Nun steht das Fass bei 13 grad im Fahrradraum.

Wir habe uns auch einen passenden Kühlschrank besorgt, ein Stellplatz fürs Fass geschaffen, eine Heizung und einen InkBird gekauft.

Wir können hier alles umsetzen, aber ich finde keine Angaben zu den optimalen Temperaturverläufen
So kompliziert ist es auch wieder nicht... Kühl die Würze auf 9°C, dann stellst du das Bier rein und die Inkbird (sollte die Würzetemperatur und nicht die Kühlschranktemperatur messen) auf 12°C . Das wird 2-3 Wochen dauern und wenn dein Bier nicht gut wird, liegts nicht an der Gärführung.
Ach ja: Am Ende der HG nochmal 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, um das Diacetyl abzubauen, das baut sich aber auch nach einigen Wochen Lagerung von selbst ab.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 21:02
von Johnny H
Da bei 15°C angestellt wurde (@sea-spin: mit "Anstellen" wird die Hefegabe zum Sud bezeichnet, nicht die Rehydrierung der Hefe), sehe ich wenig Sinn darin jetzt noch auf <10°C zu kühlen - die Hefe könnte das übel nehmen und mit verzögertem Ankommen oder gar Einschlafen reagieren.

Wie viel Päckchen Hefe auf wie viel l Bier waren es denn? Falls es nicht sehr viel Hefe war, würde ich auf jeden Fall bei über 10°C bleiben.

Ich habe mein erstes Pils auch bei (wenn ich mich recht erinnere) 15°C angestellt und bei 12°C vergoren. Ist damals (2013) sehr gut geworden, fand ich, obwohl mein Vorgehen sicherlich nicht optimal war.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 10:54
von Jeff
@Johnny Sehe ich genauso. War auch eher als kurze, allgemeingültige Beschreibung, wie man mit der Hefe nicht viel falsch machen kann gemeint. Jetzt nochmal runterkühlen bringt wahrscheinlich echt nicht viel, aber ich denke auch, dass bis 15°C noch nichts verloren ist.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 15:01
von KCSteevo
Huhu.
Kurze Verständnis Frage. Wenn ich am 1.3. Ein Weizen brauen will und am 2.3. Morgens dann die Hefe zugeben will (Hab noch keine Möglichkeit zum aktiven runterkühle und bisher noch keine Probleme mit fremdkulturen gehabt aber ist auch nicht das Thema hier 😉), wann sollte ich mein Schneider einschenken und das Strippen Ansetzen? Hätte sen bodensatz von 2 bis 3 flaschen genommen... Reichen zum propagieren für ein 25 Liter Ansatz 6 Tage?

Grüße Stefan

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 15:50
von VolT Bräu
KCSteevo hat geschrieben:
Sonntag 10. Februar 2019, 15:01
Kurze Verständnis Frage. Wenn ich am 1.3. Ein Weizen brauen will und am 2.3. Morgens dann die Hefe zugeben will (Hab noch keine Möglichkeit zum aktiven runterkühle und bisher noch keine Probleme mit fremdkulturen gehabt aber ist auch nicht das Thema hier 😉), wann sollte ich mein Schneider einschenken und das Strippen Ansetzen? Hätte sen bodensatz von 2 bis 3 flaschen genommen... Reichen zum propagieren für ein 25 Liter Ansatz 6 Tage?
Moin,

Theoretisch reicht die Zeit zum propagieren locker. Entsprechende Anleitungen findest Du z.B. im Hefebank-Thread oder im Braumagazin. Das Problem beim Strippen ist aber, dass man nie weiß ob es überhaupt klappt und es kann auch mal länger dauern. Eigentlich reicht ja eine lebende Zelle, aber das dauert dann eben sehr viel länger.
Ich würde an Deiner Stelle schon 2 Wochen vorher einen ganz kleinen Starter mit den 3 Bodensätzen machen und ihn ausgären lassen bzw. kühl stellen wenn der sicher angekommen ist. Dann weißt Du, dass Du eine gute Grundlage hast einen Starter zu propagieren. Da sollten dann auch 24h pro weiterer Stufe reichen (je nachdem ob mit Magnetrührer etc... dazu gibt es ja hinreichend Infos in den o.g. Quellen).
Sollte der erste Schritt nicht klappen hast Du noch etwas Zeit es ggf. noch mal zu versuchen oder Ersatz zu besorgen.

Viele Grüße
Volker

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 15:55
von Kolbäck
KCSteevo hat geschrieben:
Sonntag 10. Februar 2019, 15:01
Huhu.
Kurze Verständnis Frage. Wenn ich am 1.3. Ein Weizen brauen will und am 2.3. Morgens dann die Hefe zugeben will (Hab noch keine Möglichkeit zum aktiven runterkühle und bisher noch keine Probleme mit fremdkulturen gehabt aber ist auch nicht das Thema hier 😉), wann sollte ich mein Schneider einschenken und das Strippen Ansetzen? Hätte sen bodensatz von 2 bis 3 flaschen genommen... Reichen zum propagieren für ein 25 Liter Ansatz 6 Tage?

Grüße Stefan
Ja, die Zeit reicht. Ein 3-stufiger Starter sollte genügen (50ml, 0,5L, 3-5L), jeweils 1-2Tage zwischen den Stufen. Z.B. wie im Anhang grob geschätzt.

Edit: Volker war schneller und hat natürlich auch recht; Garantie gibt es keine. Der erste Schritt kann auch etwas länger dauern, nicht gleich wegschütten.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 19:02
von guenter
Und für alle Fälle Trockenhefe parat haben.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 19:43
von sea-spin
Habe mir ein Rührwerk gebaut, dieses dreht mit ca. 21 Umdrehungen pro Minute. Sollte ich das Rührwerk beim rasten lieber ausschalten oder laufen lassen, oder soll das Rührwerk nur beim aufheizen rühren?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 20:11
von KCSteevo
Super. So hab ichs mir schon fast gedacht. Zur Not trink ich halt zwei mal ;) Magnetrührer is alles vorhanden.. Wenn der ausgegoren ist, kann ich den ja auch locker bis zum Gebrauch stehen lassen oder halt direkt auf NaCl setzen und einlagern. Dann würde es sinn machen, da es ja das erste mal ist, gleich anzufangen. Oder habs ich jetzt falsch raus gelesen?

Grüße, Stefan ...

Und Trockenhefe is da... Die lagert schön mitm eingeschweißten Hopfen und dem Malz in der Kühlzelle kühl und trocken...

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 20:38
von Braufex
sea-spin hat geschrieben:
Sonntag 10. Februar 2019, 19:43
Habe mir ein Rührwerk gebaut, dieses dreht mit ca. 21 Umdrehungen pro Minute. Sollte ich das Rührwerk beim rasten lieber ausschalten oder laufen lassen, oder soll das Rührwerk nur beim aufheizen rühren?
Einfach laufen lassen.
Dann hast Du eine gleichmässigere Temperatur.
Und schaden tuts bestimmt nicht (SHA).
Was läuft kann man auch nicht vergessen einzuschalten ...
Gerade wenn dein InkBird versucht die Rasttemperatur zu halten ...

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 20:43
von sea-spin
Danke, InkBird ist zwar vorhanden aber wir heizen mit einem 10 KW Gaskocher... der nächste Schritt wird ein Umbau mit Gasfeuerungsautomat sein

Planungen und Besorgungen laufen

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 22:01
von Fuldabraeu
Falls auch kurze Fragen (Plural :) ) in diesem Thread zulässig sind, here it comes:
  1. Eine Schankanlage, sollte wöchentlich gereinigt werden (und der Hahn eher täglich), das ist fakt. - Wie schaut es aus, wenn ich mir ein 9l-Cornykeg mit Zapfhahn im Kühlschrank und Sodastream-CO2 in den Kühlschrank stellen möchte? 9-11l, d.h. die 2,5-3gal-Größen bekäme ich denke ich in etwa 4 Wochen weg - wäre das noch machbar? Sonst müsste ich mir hier eher Gegendruckabfüller für 19l-Cornys zulegen und damit arbeiten.
  2. Neben der "Schankanlage" ist auch ein Braumeister 50 Plus in Planung - Wie schaut es mit dem Mantelkühler des BM50+ aus, der scheint relativ knapp bemessen. - wie auch leider so oft zu lesen. Ich dachte an einen Gegenstromkühler aus Kupfer (ca. 7m Rohr), klingt das halbwegs vernünftig?

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 22:47
von VolT Bräu
KCSteevo hat geschrieben:
Sonntag 10. Februar 2019, 20:11
Super. So hab ichs mir schon fast gedacht. Zur Not trink ich halt zwei mal ;) Magnetrührer is alles vorhanden.. Wenn der ausgegoren ist, kann ich den ja auch locker bis zum Gebrauch stehen lassen oder halt direkt auf NaCl setzen und einlagern. Dann würde es sinn machen, da es ja das erste mal ist, gleich anzufangen. Oder habs ich jetzt falsch raus gelesen?
Ich bin nicht sicher ob ich die Frage richtig verstanden habe... Ja, Du könntest die Hefe auch jetzt schon strippen. Ich denke ein paar Tage mehr Wartezeit werden die erste Stufe nicht gefährden. Und ja, Du kannst von dem ausgegorenen Starter was abzweigen und auf NaCl legen.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 11. Februar 2019, 19:37
von Hopfenfürst
Beschäftige mich momentan mit der Wasseraufbereitung für mein Flanders Red Ale...
Unter dem Punkt Wassermenge wird Gesamtvolumen gefragt: ist das einfach die Summe von Nachguß + Hauptguß?
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... 0&ms5=Malz

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 11. Februar 2019, 20:16
von Braufex
Hallo Hopfenfürst,
ja, das Gesamtvolumen errechnet sich aus Hauptguss und Nachguss (+ evtl.Reservemenge).
Direkt darunter wird dann dann die Hauptgussmenge abgefragt.
Gruss Erwin

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 11. Februar 2019, 20:25
von afri
Folgendes Szenario, Abkühlen nach dem Kochen mit Spirale, Außenwasserhahn liefert Kühlwasser für die Spirale, das andere Ende mit dem erwärmten Wasser geht auf gleichem Weg hinaus, wie das Kühlwasser in den Keller kam, nämlich durchs erhöhte Fenster. Wenn Würze kalt, mache ich den Schlauch am Wasserhahn ab und hoffe, dass allein durch Schwerkraft Schläuche und Spirale leer laufen. Tun sie aber nicht. Gezeichnet sieht das ganze ca. so aus:
Wasser1.gif
Wenn es nicht leerläuft, heißt das dann, dass das Schlauchende weniger tief liegt, als der untere Punkt der Spirale? Stichwort: verbundene Gefäße und so?
Ach ja, das ist mit ein Grund, warum ich hier irgendwo nach einer Hebemöglichkeit für die Pfanne suchte, denn wenn ich sie mit der Spirale anheben kann, habe ich ja wieder ein paar cm gewonnen, sprich die 120cm sind dann nur noch 80cm.
Achim

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 11. Februar 2019, 20:34
von Braufex
Hallo Achim,
im Prinzip hast Du recht.
Das funktioniert aber nur, wenn das Ende der Leitung oder des Schlauches in einen gefüllten Eimer getaucht ist und somit keine Luft ziehen kann.
Sobald der Schlauch Luft zieht, "hebert" das ganze nicht mehr komplett ab.
Je dünner die Leitung bzw. der Schlauch, desto besser funktioniert es.
Und je tiefer das Ende ...
Gruß Erwin

Re: Kurze Frage, kurze Antwort

Verfasst: Montag 11. Februar 2019, 20:35
von Braufex
Hallo zusammen,
kennt jemand eine einfache Möglichkeit ein Manometer (für die Überwachung der Karbonisierung) in ein 5Liter-Partyfass einzusetzen?
Evtl. in die Bohrung des oberen Verschluss-Stöpsels?
https://www.malzmuehle.eu/Faesser--Beha ... -grau.html
Gruß Erwin