Hauptgärung

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flogsch
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Hauptgärung

#1

Beitrag von flogsch » Montag 12. Januar 2015, 20:43

Hallo Leute,

hab letzten Dienstag mein erstes Bier gebraut. Und so wie es aussieht, ist die Hauptgärung nach sechs Tagen abgeschlossen.
Es wurde untergärig bei ca 12,5°C vergoren. Hefe: Saflager S-23 http://www.fermentis.com/wp-content/upl ... S23_DE.pdf

Nun meine Frage:
Meiner Meinung nach ging das Vergären ja ziemlich schnell. Die Schaumbildung war ja auch nicht besonderlich hoch wie Ihr auf den Bildern erkennen könnt.
(Die Bilder sind Chronologisch von Tag 1 bis Tag 6 geordnet)
Vllt. habe ich beim Hefe ansetzen etwas falsch gemacht, ich habe sie nur etwas 5-10 min in Malzzuckerwasser aufleben lassen.



Der Ansatz beträgt 10 Liter wovon ich 2 Liter ohne Hefe beseite gestellt habe. Mein nächster Schritt wäre nun das ganze in Flaschen abzufüllen inkl der 2 Liter beiseitegestellten Würze und das ganze Reifen lassen.

Was meint Ihr dazu? Danke für eure Hilfe.
MfG flogsch
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Tag 1 bis 6
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Re: Hauptgärung

#2

Beitrag von schnapsbrenner » Montag 12. Januar 2015, 21:02

Moin,

erst mal willkommen, zweitens wäre es schön wann du dich erst mal vorstellst.

Trotdem mal ein Antwort
ob die Hauptgärung durch ist lässt sich nicht an die Schaumbildung ablesen.
Hier hilft nur messen, wieviel Plato beim anstellen, wieviel Plato jetzt?

Ein blick in mein Kristallkugel sagt die S-23 braucht noch Zeit

VG

Simon
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Re: Hauptgärung

#3

Beitrag von flogsch » Montag 12. Januar 2015, 21:07

Hallo Simon,

ich bin Flogsch aus Niederbayern.
habe leider keine Messgeräte. Weder Refraktometer noch eine Spindel. Ich braue sozusagen blind.
Weiß deine Kristallkugel auch wieviel Tag das Bier noch braucht?
MfG

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Re: Hauptgärung

#4

Beitrag von chemograph » Montag 12. Januar 2015, 21:11

Wenn du kein Messgerät besitzt lass doch das Bier noch zwei Wochen stehen, dann ist mit aller Wahrscheinlichkeit die Gärung durch!
Geographen torkeln nicht, sie mäandrieren!
SUCHE: -Speidel Gärfass 30l (gebraucht)

Mein Blog: Hackelsteiner Hausbräu

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Re: Hauptgärung

#5

Beitrag von flogsch » Montag 12. Januar 2015, 21:16

OK, das schadet also nicht? und wenn ich es in Flaschen inkl den 2 Litern Würze abfülle? Ist ja auch nicht verkehrt oder?

Muss da auch Hefe mit rein, damit es weiter gären kann, oder wie funktioniert die weitergärung dann? reicht da die gelöste Hefe die in der vergorenen Würze enthalten ist?

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Re: Hauptgärung

#6

Beitrag von mf_aut » Montag 12. Januar 2015, 21:27

Lies dir mal das durch:
viewtopic.php?f=7&t=212&view=unread&sid ... 54a#unread

Zusätzlich würde ich dir eine Bierspindel und etwas mehr Lektüre empfehlen.

So ein Blindflug, und dann noch mit 20% Speise, ist gefährlich. -> Flaschenbomben! :Shocked

Edith sagt: sicherer wäre mit Zucker nachzugären! :Grübel

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Re: Hauptgärung

#7

Beitrag von schnapsbrenner » Montag 12. Januar 2015, 21:37

Moin Flogsch,

lasse das Bier noch mindestens 2 Wochen stehen, auf gar kein Fall vorher die Speise zugeben und abfüllen.
Ohne zu messen ist entweder Speise oder Zucker zugeben ein Risiko, da können dein Flaschen, kleine Bomben werden.
Da dein Bier doch noch 2 Wochen steht hast du Zeit genug ein Spindel zu besorgen, das hilft jetzt nicht mehr um die Speisemenge zu berechnen, aber nach 3 Tagen unverändert Wert sollte dein Bier durch sein.
Du könntest dein Speise messen und dann könntest du auch ausrechnen wieviel Speise du zugeben kann.

Alles andere bringt nichts.

VG

Simon

flogsch hat geschrieben:Hallo Simon,

ich bin Flogsch aus Niederbayern.
habe leider keine Messgeräte. Weder Refraktometer noch eine Spindel. Ich braue sozusagen blind.
Weiß deine Kristallkugel auch wieviel Tag das Bier noch braucht?
MfG
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Re: Hauptgärung

#8

Beitrag von afri » Montag 12. Januar 2015, 21:46

20% Speise sind zu viel, das sage ich dir so. Viele hier sind bei 10% und das halte ich ebenfalls für nicht zu wenig, aber ein Fünftel, ich weiß nicht. Woher hast du denn diese Angabe? Und wenn du keinerlei Messgeräte hast, wird dir Zucker auch nicht helfen... Sei bitte vorsichtig beim Brauen, platzende Flaschen sind kein Spaß, wirklich nicht.

Wenn du nicht beratungsresistent bist und dir selbst einen Gefallen tun möchtest: kippe die Speise in den noch gärenden Sud (der ist recht sicher noch nicht vollständig durch bei nur 12,5°C). Lasse das ganze mindestens zwei weitere Wochen gären, gern auch vier (da passiert nix am Bier) und speise dann mit genau berechneter Zuckerlösung auf.

Noch besser: besorge dir zumindest eine Spindel, idealerweise 0-7°P, es tut aber hinreichend genau auch 0-20°P, die sind wohl etwas günstiger im Preis. Die Wartezeit bis zum Abfüllen nutzt du dann bitte dazu, dich hier und anderswo in einige grundlegende Basics einzulesen, sowie die Spindel zu beschaffen und zu benutzen. Alles andere wäre doch ein wenig fahrlässig. Dieser Rat ist ernst gemeint!
Achim
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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Re: Hauptgärung

#9

Beitrag von schnapsbrenner » Montag 12. Januar 2015, 21:53

afri hat geschrieben:20% Speise sind zu viel, das sage ich dir so. Viele hier sind bei 10% und das halte ich ebenfalls für nicht zu wenig, aber ein Fünftel, ich weiß nicht. Woher hast du denn diese Angabe? Und wenn du keinerlei Messgeräte hast, wird dir Zucker auch nicht helfen... Sei bitte vorsichtig beim Brauen, platzende Flaschen sind kein Spaß, wirklich nicht.

Wenn du nicht beratungsresistent bist und dir selbst einen Gefallen tun möchtest: kippe die Speise in den noch gärenden Sud (der ist recht sicher noch nicht vollständig durch bei nur 12,5°C). Lasse das ganze mindestens zwei weitere Wochen gären, gern auch vier (da passiert nix am Bier) und speise dann mit genau berechneter Zuckerlösung auf.

Noch besser: besorge dir zumindest eine Spindel, idealerweise 0-7°P, es tut aber hinreichend genau auch 0-20°P, die sind wohl etwas günstiger im Preis. Die Wartezeit bis zum Abfüllen nutzt du dann bitte dazu, dich hier und anderswo in einige grundlegende Basics einzulesen, sowie die Spindel zu beschaffen und zu benutzen. Alles andere wäre doch ein wenig fahrlässig. Dieser Rat ist ernst gemeint!
Achim
Haben mf_aut und ich was anders geschrieben?
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Re: Hauptgärung

#10

Beitrag von SIK » Montag 12. Januar 2015, 21:54

Höre auf Achim. Das war die! Antwort.
Gruß, Siegfried

flogsch
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Re: Hauptgärung

#11

Beitrag von flogsch » Montag 12. Januar 2015, 21:56

Sehr gut Danke! Ich werde in eine Spindel investieren.


Vielen Dank für eure Hilfe!

flogsch
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Re: Hauptgärung

#12

Beitrag von flogsch » Mittwoch 28. Januar 2015, 15:40

Grüß euch,

muss jetzt dann wenn man das Bier in Flaschen abfüllt Hefe mit rein tun? Oder reicht da die gelöste Hefe in der Flüssigkeit? Also ich meibe zum weitergären inkl Speise.
Danke für eure Antworten.
MfG flogsch

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Re: Hauptgärung

#13

Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 28. Januar 2015, 15:47

Nix mehr reintun, die schwebende Hefe selbst in sehr klarem Bier reicht völlig aus.
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

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Boludo
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Re: Hauptgärung

#14

Beitrag von Boludo » Mittwoch 28. Januar 2015, 15:54

Ohne Spindel/Refraktometer Brauen ist wie Autofahren ohne Tacho.
Geht zwar irgend wie, man darf sich aber nicht wundern, wenn man irgend wann mal massive Probleme bekommt und bestraft wird.
Du weißt ja nicht mal welche Stammwürze Dein Bier hat und die Stammwürze ist etwas, was auf das fertige Bier einen großen Einfluß hat.

Was mich schon auch wirklich interessieren würde ist, wie Du auf die 20% Speise kommst.
Das ist wirklich irre viel.
Ich würde die zum Rest dazu geben und das ganze ausgären lassen. Da das meiste vermutlich schon gelaufen ist, ruhig auch etwas wärmer, das macht geschmacklich nicht viel aus. Und dann mit einer berechneten Menge Zucker aufspeisen.

Den link hast Du ja schon bekommen, da steht einiges drin.


Stefan

uli74
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Re: Hauptgärung

#15

Beitrag von uli74 » Mittwoch 28. Januar 2015, 18:54

:Troll
Gruss

Uli

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Re: Hauptgärung

#16

Beitrag von flogsch » Mittwoch 28. Januar 2015, 21:41

Hauptsache es schmeckt am Schluss!

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Corvus
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Re: Hauptgärung

#17

Beitrag von Corvus » Mittwoch 28. Januar 2015, 22:17

flogsch hat geschrieben:Hauptsache es schmeckt am Schluss!
Hallo Flogsch,

nimm die Ratschläge ernst, denn wenn Dir die Flaschen um die Ohren und/oder ins Auge fliegen, schmeckt so schnell nix mehr. Ein Braukumpel hatte mal Flaschenbomben nach deren Explosion die Scherben in der Wand steckten.
Also, besser Vorsicht walten lassen.

Andreas

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