Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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recycler
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Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#1

Beitrag von recycler » Dienstag 27. November 2018, 12:54

Servus,

ich richte gerade meine Hobbybrauerei ein (50l-Anlage) und möchte das Handling der schweren Maischefässer (ich nehm die 60l weißen Kunststoff-Gäreimer mit grünen Deckel) möglichst einfach gestalten. Hab die auch zum Weinmachen in Verwendung und das Schleppen von der Küche in den Keller ist immer eine Buckelei (auch wenn ich körperlich viel Arbeite). Dann sollten diese Fässer auch so hoch stehen, dass man später vom Ablaufhahn gut in Flaschen bzw. Flachkeg-Fässer füllen kann.

Beim Brauen selber (50l Klarstein Mundschenk) gibt es ein weiteres Problem. Steht der Kessel auf der Küchenplatte kann man sicher prima in die Gärfässer Schlauchen, aber wenn ich den Malzkorb ziehe, brauche ich eine Leiter. Steht der Kessel nur auf einem kleinen Podest geht das ohne Leiter, aber zum Schlauchen bleibt nicht genug Platz nach unten. Das Teil hat ja eine eingebaute Pumpe, aber man sollte ja nach dem Wirlpool keine Bewegung mehr einbringen. Externe Pumpe oder Abfüllen in kleinere Eimer ist wohl wegen Sauerstoffeintrag nicht ideal und man muss noch mehr Teile reinigen / desinfizieren.

Wie macht Ihr das, möglichst praktisch und einfach mit diesen Anlagen (Braumeister, Grainfather und die Klarstein-Clone arbeiten ja alle ähnlich)?

Viele Grüße

recycler (Michael)

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Dawnrazor
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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#2

Beitrag von Dawnrazor » Dienstag 27. November 2018, 13:04

Hi

Wir haben einen Seilzug an der Decke angebracht. Gibts billig bei Hornbach
Sollte die Decke nicht hoch genug sein, kannst du auch auf dem Boden brauen und dann mit einer Pumpe arbeiten.

Edit anbei mal ein Bild wie das mit den Grünen Fässern geht:
Hab mal meinen Kumpel unkenntlich gemacht :)
seilzug.jpg
Zuletzt geändert von Dawnrazor am Dienstag 27. November 2018, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus Dortmund
Jens

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#3

Beitrag von gulp » Dienstag 27. November 2018, 13:11

Die einfachste Lösung sind zwei 30er Fässer. Habe ich auch so gemacht. Das hat nur Vorteile, man kann zwei verschiedene Hefen ansetzen, hat also zwei Sude mit einem Braugang und minimalsten Aufwand und man wird unabhängig, weil man die 30er Fässer noch alleine heben kann.

Gruß
Peter
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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#4

Beitrag von Bunauster » Dienstag 27. November 2018, 13:49

Wieso muss der Mundschenk auf der Küchenplatte stehen?
Der Mundschenk hat doch ähnlich dem Grainfather eine Zirkulationspumpe mit dem das Fass ebenerdig befüllt werden könnte.

Ansonsten stehe ich vor dem gleichen Problem.
Gebraut wird in der Küche im EG, gegärt und gelagert im Keller.
Ich stelle meinen Grainfather und mein 60 Liter Gärfass von Anfang an auf einen Möbelroller (günstig in jedem Baumarkt zu bekommen) und kann so wenigstens auf einer Ebene flexibel wandern.
Die Treppenstufen kann ich auch bloß einzeln mit dauerndem Absetzen nehmen.

Gärkühlschrank ist ein Frontlader, sodass ich das Fass nicht bis auf Brüstungshöhe heben brauch und dennoch genügend Höhe zum Flaschen befüllen habe.

Die Idee mit Seilzug ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, schränkt jedoch den Bewegungsraum stark ein.
Zwei 30 Liter Fässer benötigen wieder mehr Platz als ein großes beim Gären und müssen auch gereinigt werden.
Bin auch für weitere Vorschläge offen.

Grüße
Christian

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#5

Beitrag von recycler » Dienstag 27. November 2018, 13:57

Ich habe bereits 3 60l Gärfässer und nur 1 30l aus meiner Weinherstellungszeit und möchte nicht unbedingt weitere anschaffen (das ganze Brau-Geraffel inkl. einem kleinen Rohstofflager ist schon richtig ins Geld gegangen...).

Zum Befüllen mit der Zirkulationspumpe wären Praxistipps ideal, da ich ja wieder Bewegung in die fertig gekochte Würze bringe, oder lass ich das mit dem Wirlpool und hänge einfach ein Hopfensieb hinter den Schlauch der Pumpe und fange somit die Trübstoffe usw. auf?

Vielen Dank

recycler (Michael)

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#6

Beitrag von Dawnrazor » Dienstag 27. November 2018, 14:37

Habe selber noch keine Erfahrung mit einer Pumpe, wollte mir jetzt aber eine zulegen.
Ich stelle mirdas so vor das ich einen Whirlpool mache und dann vom Rand per Schlauch am Kupfer/Edelstahlrohr absauge.
hinter der Pumpe dann nochmals ein Filter.
Grüße aus Dortmund
Jens

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#7

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 28. November 2018, 13:34

Vielleicht offensichtlich, aber auch 60L Fässer kann man mit 30L befüllen :Angel
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#8

Beitrag von brauflo » Mittwoch 28. November 2018, 14:11

Dawnrazor hat geschrieben:
Dienstag 27. November 2018, 13:04
Hi

Wir haben einen Seilzug an der Decke angebracht.
Hi Jens,

so ähnlich habe ich das auch vor.
wie habt Ihr den Gurt am Gärbottich fixiert?

VG

Florian
________________________________________________________________

... wollte ich immer schon mal machen...


Meine Vorstellung:
viewtopic.php?p=184866#p184866

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#9

Beitrag von Dawnrazor » Mittwoch 28. November 2018, 14:23

Hi Florian

wir haben einen normalen Spanngurt genommen
https://www.hornbach.de/shop/Zurrgurt-m ... tikel.html

die beiden Enden aus Messing, die man normalerweise ineinander hakt, haben wir unter dem Deckel gehakt.
Den Spanngurt dann einfach am Seilzug am S-Haken eingehängen

VG
Grüße aus Dortmund
Jens

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#10

Beitrag von brauflo » Mittwoch 28. November 2018, 14:26

Ui,
simpel - aber,
ähh...
mutig
:Smile
________________________________________________________________

... wollte ich immer schon mal machen...


Meine Vorstellung:
viewtopic.php?p=184866#p184866

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#11

Beitrag von Dawnrazor » Mittwoch 28. November 2018, 14:32

Ja, aber ist stabil genug.
Wir heben das Fass raus und stellen es dann auf dem Deckel der Truhe.
Grüße aus Dortmund
Jens

Deothor
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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#12

Beitrag von Deothor » Mittwoch 28. November 2018, 16:04

Ich pumpe nicht aus dem Gäreimer in das Fass sondern sauge. :Smile
Das funktioniert auch bergauf.
Ein Vorteil dabei ist dass man das Jungbier im Fass von oben abziehen kann.
K800_20181007_094906.JPG
K800_20181007_094906.JPG (57.75 KiB) 1042 mal betrachtet

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#13

Beitrag von recycler » Mittwoch 28. November 2018, 16:36

@Deothor: Das ist sehr clever aber auch etwas aufwendiger.

Wer hat denn nun mit Pumpen bzw. Lufteintrag beim Abfüllen aus dem Mundschenk + Co. mit der vorhandenen Pumpe im Gerät Erfahrungen?

Ciao

recycler

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#14

Beitrag von Boludo » Mittwoch 28. November 2018, 18:15

Zwei 30 Liter Fässer benötigen wieder mehr Platz als ein großes beim Gären und müssen auch gereinigt werden.
Im Gegenteil lassen sich 30 Liter Fässer, zumindest die mit dem grünen Deckel, viel einfacher reinigen, da sie in die Spülmaschine passen. Und eine Pumpe muss man auch reinigen und Platz nimmt die auch weg.
Wo ein 60.Liter Fass reinpasst, passen auch zwei 30 Liter Fässer rein. Man braucht ja nicht unbedingt einen Gärspund, aber das ist wieder ein anderes Thema.
60 Liter Fässer sind übel, weil man sie gerade noch heben kann aber eigentlich auch nicht. Und man kommt doch immer wieder in Versuchung, sie mal eben kurz von Hand zu bewegen.
Ich hab auch Peters Lösung mit 2x30 Liter und bin gottfroh, dass die Zeiten mit den 60 Liter Fässern vorbei sind.

Stefan

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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#15

Beitrag von clmnsk » Mittwoch 28. November 2018, 23:14

Bin ich der Einzige dem eigentlich die 25+L in den normalen 30+L Gäreimern schon zuviel zum heben sind?
Ich bin zivildienstgeschädigt. Da wurde uns eingebläut mit dem heben verdammt aufzupassen.

Ich teile oft einen Sud mit 25-28L Ausschlag auf zwei Eimer auf (und stopfe anders bzw. nehme unterschiedliche Hefen).
Was mir zum Thema noch einfällt: Rollwagen und Motoraddhebebühnen.
Grüße, Clemens
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Re: Handling Gärfässer oder Brauen ohne Bandscheibenvorfall?

#16

Beitrag von afri » Donnerstag 29. November 2018, 09:54

clmnsk hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 23:14
Bin ich der Einzige dem eigentlich die 25+L in den normalen 30+L Gäreimern schon zuviel zum heben sind?
Nein, ich mache das ebenso, dass ich mit Portionen zu ca. 15l hantiere. Das kann ich noch relativ gefahrlos heben, volle Malzsäcke sind schon grenzwertig für mich.
Achim (noch kein Rückenleiden habend)
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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