Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

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Ladeberger
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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#51

Beitrag von Ladeberger » Freitag 18. Januar 2019, 11:46

Malzwein hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 10:25
Wie sich manch eine Automatisierungsorgie hier im Forum mit "Handwerkskunst" im engen Sinne des Wortes verbinden lässt, erschließt sich mir nicht.
Diese Wortzusammensetzung aus Handwerk und Kunst sollte man aber fairerweise getrennt gegen Automatisierung abwägen.

Wenn du "Handwerk" im engeren Wortsinne auslegen möchtest, dann d'accord: Bier aus einer teil- bzw. vollautomatisierten Anlage, ist nicht vollständig bzw. gar nicht "handwerklich" hergestellt. Doch wen genau stört dieser Gegensatz? Doch nur denjenigen, der diesen Anspruch erhebt und dann nicht abliefern kann. Da habe ich nun wirklich keine Hobbybrauer in Verdacht. Gerade die Hardcore-Automatisierer sind doch wahnsinnig stolz auf ihre Anlagentechnik und verstecken sie nicht hinter Floskeln.

Der andere Wortteil ist die "Kunst". Diese ist Ergebnis eines kreativen Prozesses, der sich beim Brauen in der der Auswahl/Kombination von Rohstoffen und der Rezeptgestaltung abspielt. Der künstlerische Aspekt des Brauens ist damit von einer Automatisierung gänzlich unbetroffen.

Gruß
Andy

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#52

Beitrag von cyme » Freitag 18. Januar 2019, 12:21

schlupf hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 11:35
Sag das nicht, ich erinnere mich an einen Thread, da hatte einer seinen ersten Sud mit 100% CaraHell gemacht, weil er die Beschreibung vom Malz so gut fand und hat sich über die Probleme bei der Gärung gewundert.
Das hätte ein Brauautomat aber auch nicht gelöst - der Fehler war dann ja eine falsche Zusammenstellung der Schüttung, nicht die Maischarbeit.

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#53

Beitrag von schlupf » Freitag 18. Januar 2019, 12:25

Wenn es schon um Geld geht, zum Vergleich mal mein Geraffel (das Wort "Anlage" fällt mir bei meiner Ausstattung schwer).

Basis als Anfänger:
- Einkocher 30€ eBay Kleinanzeigen inklusive Entsaftereinsatz und einer Kiste Weckgläser
- Gär- und Läutereimer mit dem MattMill Läuterblech 57€ (aktueller Preis)
- Isomatte 5€ (Decathlon)
- Spanngurte zum Befestigen der Isomatte am Einkocher 10€ (?) (Baumarkt)
- Thermometer Einsteigermodell 7€

Das wären also gute 100€ für die Basisausstattung.
Die Liste ist nicht vollständig, da das Sonstige wie Spindel/Refraktometer, Paddel, Schläuche und so beim Automaten auch nötig ist. Und bis auf das Läuterblech und das Thermometer, die durch was besseres (für meine Zwecke) ersetzt wurden, ist das auch noch in Benutzung. Der Einkocher ist jetzt Nachgussheizer und Eimer kann man eh nie genug haben.

Im Sudhaus-Bereich dazugekommen sind über die Zeit:
- Hockerkocher 60€ (eBay) (Die Kosten für die Gasbuddel zähl ich jetzt nicht, ist ja nur Verbrauch und den Pfand kann man sich zurück holen)
- 50L Schengler Trompetenblech-Pott 40€ (Direktkauf)
- Coleman Xtreme Kühlbox mit tiefem Bodenablauf 50€ (eBay Kleinanzeigen)
- 2000W Induktionsplatte 16€ (eBay Kleinanzeigen) für Dekoktion in Verbindung mit
- 17L Topf induktionsgeeignet 30€ (Amazon)
- Leuterator einzeln 15€ (müsste ich eigentlich das Geld für das Blech gegenrechnen)
- Hoffmann-Klemme 5€
- Gutes Thermometer 30€ (Amazon)

Sind also nochmal ~250€ ist also auch nicht billiger als ein Automat.

Obwohl ich mich bei jeder Erweiterung eigentlich immer für die einfachste und billigste Lösung entschieden habe, sind da doch in Summe einige Investitionen zusammengekommen.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ob ich im Nachhinein betrachtet das Geld lieber in einen Mundschenk investiert hätte, bin ich zwiegespalten.

Ich hatte auf dem Weg zu meinem jetzigen Setup mit vielen Dingen zu kämpfen, und musste mich mit Dingen beschäftigen und Lösungen finden, die in mein Budget passen, das wäre mit einem Automaten einfacher gewesen.
Dafür schätze ich aber auch die Flexibilität im Brauprozess, die mir mein Geraffel bietet.

Als Fazit würde ich meine "Anlage" (und den Weg dahin) nicht gegen einen Automaten eintauschen wollen, aber ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich nichts dagegen hätte, zusätzlich auf einen Automaten zurückgreifen zu können.

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#54

Beitrag von haefner » Samstag 19. Januar 2019, 09:08

Also im Prinzip bin ich erst mal ganz beim Threadersteller und sehe das vielleicht eher kritisch. Ich hab ja jetzt als zweite Anlage auch den GF gehabt und bin dann wieder zurück zum analogen Thermometer. Macht mir mehr Spaß. Kommt aber sicher auf den Mensch an der am Topf steht. Wenn für mich der Brautag trotz der Arbeit Entspannung, unendlicher Spaß und Erfüllung ist, kann das für andere genau das Gegenteil sein. Ich gehöre zu ersteren. Man kann aber vielleicht die Hoffnung hegnen, dass die Automaten früher oder später die Hobbybrauerszene vergrößern werden, weil es für den ein oder anderen dann sicher einfacher und attraktiver ist, mit diesem Hobby anzufangen. Ob und wie wir davon profitieren könnten, steht auf einem anderen Blatt. Ein 10-20-50l Braumeister als technische Spielerei würde mir aber als Zusatzgerät schon gefallen, da bin ich ehrlich :Greets

schlupf hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 12:25

Ich hatte auf dem Weg zu meinem jetzigen Setup mit vielen Dingen zu kämpfen, und musste mich mit Dingen beschäftigen und Lösungen finden, die in mein Budget passen, das wäre mit einem Automaten einfacher gewesen.
Dafür schätze ich aber auch die Flexibilität im Brauprozess, die mir mein Geraffel bietet.

Als Fazit würde ich meine "Anlage" (und den Weg dahin) nicht gegen einen Automaten eintauschen wollen, aber ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich nichts dagegen hätte, zusätzlich auf einen Automaten zurückgreifen zu können.
Geht mir genauso. Ich war von vornherein durch mein relativ niedriges Budget eingeschränkt und es war kein einfacher Weg zu einer für mich optimalen Lösung die wunderbar funktioniert. Rückblickend möchte ich die Erfahrung nicht missen.

Gruß Micha

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#55

Beitrag von hyper472 » Samstag 19. Januar 2019, 10:42

haefner hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 09:08
Ein 10-20-50l Braumeister als technische Spielerei würde mir aber als Zusatzgerät schon gefallen, da bin ich ehrlich :Greets
Genauso sieht´s bei mir aus: Der BM10 ist eine hübsche Erweiterung meiner Brauaktivitäten, (bier-)ernst wird es aber mit Einkocher zum Maischen und 35l-Topp mit Hendi.
Ich empfehle jedem, der sich fürs Brauen interessiert, mit einer lowest-budget-Anlage anzufangen. Nach ein paar Suden hat man dann selber eine Idee, wohin die Reise gehen soll (Rührwerk, Automat, Thermoport...)
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#56

Beitrag von flying » Samstag 19. Januar 2019, 18:38

Ladeberger hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 11:46
Malzwein hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 10:25
Wie sich manch eine Automatisierungsorgie hier im Forum mit "Handwerkskunst" im engen Sinne des Wortes verbinden lässt, erschließt sich mir nicht.
Diese Wortzusammensetzung aus Handwerk und Kunst sollte man aber fairerweise getrennt gegen Automatisierung abwägen.

Wenn du "Handwerk" im engeren Wortsinne auslegen möchtest, dann d'accord: Bier aus einer teil- bzw. vollautomatisierten Anlage, ist nicht vollständig bzw. gar nicht "handwerklich" hergestellt. Doch wen genau stört dieser Gegensatz? Doch nur denjenigen, der diesen Anspruch erhebt und dann nicht abliefern kann. Da habe ich nun wirklich keine Hobbybrauer in Verdacht. Gerade die Hardcore-Automatisierer sind doch wahnsinnig stolz auf ihre Anlagentechnik und verstecken sie nicht hinter Floskeln.

Der andere Wortteil ist die "Kunst". Diese ist Ergebnis eines kreativen Prozesses, der sich beim Brauen in der der Auswahl/Kombination von Rohstoffen und der Rezeptgestaltung abspielt. Der künstlerische Aspekt des Brauens ist damit von einer Automatisierung gänzlich unbetroffen.

Gruß
Andy
Beim Begriff "Handwerkskunst" kräuseln sich mir mittlerweile ziemlich die Fußnägel. Ist man jetzt ein "Kunsthandwerker" wenn man eine Stunde mit dem Rührholz am Kessel steht, ab und zu Temperatur misst und die Heizung ein paar mal ein und aus schaltet? Wohl nicht mehr wie die Besitzer eines Maulhelden oder Brunsmeisters..??

Bezieht man jetzt die "Kunst" ausschließlich auf die Rezeptur kann man es eher mit dem Kochen vergleichen. Meisterköche nutzen ja bekanntlich gerne auch allen möglichen technischen Schnickschnack mit hohen Automatisierungsgrad.
Die Kunst beginnt für mich mit einer Idee und einer Inspiration. Dann beginnt man gedanklich sich dem Werk anzunähern. Man recherchiert, man plant,man testet vielleicht, man verwirft und letztendlich setzt man es um. Der Einsatz der richtigen Technologie ist Teil davon. Das Ergebnis kann man, als Folge des kreativen Prozesses durchaus als "Kunstwerk" bezeichnen. Wobei es natürlich immer große Kunst und Kleinkunst gibt.. :Angel
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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#57

Beitrag von Malzwein » Samstag 19. Januar 2019, 20:47

Ich würde mich nicht so sehr an einem einzelnen Begriff festhalten, aber für mich beginnt Kochkunst, wenn der Koch den Teig "begreift" und erkennt, dass noch etwas Flüssigkeit, Mehl oder Fett zugefügt werden muss. Eine Mischung aus Erfahrung und Gefühl, die mir eine hohe Kunst zu sein scheint. Dazu die Aussage eines Kochs zu Zeiten der unterschiedlichen Gargrade eines Steaks: "Keine Ahnung, aber das fühlt man doch." Dieses "Fühlen" lässt sich mit keiner Zeitangabe ersetzen, weil das Naturprodukt Fleisch nicht statisch ist und eine pauschale Zeitangabe nie in jedem Fall stimmen kann.

Der enge Kunstbegriff des Ausdrücken von Gedanken und Gefühle wird damit nicht abgedeckt. Den sehe ich beim Brauen als Hobby aber auch nicht wirklich bzw nur in weiter Ferne. Ausschließen möchte ich ihn dennoch nicht. Mir fällt dazu ein Bretonisches Bier ein, das recht salzig war. Wenn der Brauer ein Bier brauen wollte, das die Stimmung an einem bretonischen Strand am Abend im Herbst ausdrückt, dann war das ein künstlerischer Prozess im engeren Sinn des Wortes. War es das auch, wenn er aus Marketingzwecken etwas Salz in den Sud kippt? Keine Ahnung, diese Bedeutung der Kunst ist mir zu wenig begreifbar.

Eher trifft es eine Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Wikipedia). Diese lässt sich m.E. auch nicht durch eine wie immer geartete Automatisierung ersetzen. Wenn auch Werkzeuge - eben auch eine Automatisierung - bei jedem Herrstellungsprozess helfen.

Und lieber Rene, das mit den Meisterköchen und dem technischen Schnickschnack mit hohem Automatisierungsgrad tu ich mal als so daher gesagt ab, wenn du nicht einen Backofen mit Temperatur- und Zeiteinstellung damit meinst. Dazu kenne ich zu viele Köche, unter anderem auch ein Mitglied der deutschen Nationalmanschaft. :Wink
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#58

Beitrag von Tomalz » Samstag 19. Januar 2019, 20:58

Kann mir nicht vorstellen, das ein Anfänger wie ich, als erste ein Rezept kreiert. Man is ja am Anfang froh das das Ergebnis einem selbst und den Testtrinkern mundet. Erprobte Rezepte gibt’s ja genug.
Ich bin im Grunde durch Ruthard zum Gulaschmeister gekommen.
Zitat im Wortlaut: Für das ganze Geld was ich vorher für Rührwerke und den ganzen Trallala ausgeben haben, hätte ich mir auch gleich einen BM kaufen können.
Fand ich einleuchtend. Bin halt auch kein Bastler
Die Maischarbeit ist halt extrem gut reproduzierbar. Wenn man sich noch ein wenig mit dem Wasser beschäftigt und der Gärführung auseinandersetz kann’s schon was werden. Da kann es ja wohl keinen Zweifel geben.
Bin aufs LOB brauen gespannt.
Ich bin den Weg des BM gegangen und bin mehr als zufrieden damit. Händisch wird man aber auch die gleichen Ergebniss erzielen können.
Gruß Thomas

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#59

Beitrag von Bierjunge » Samstag 19. Januar 2019, 21:29

Malzwein hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 20:47
Ich würde mich nicht so sehr an einem einzelnen Begriff festhalten, aber für mich beginnt Kochkunst, wenn der Koch den Teig "begreift" und erkennt, dass noch etwas Flüssigkeit, Mehl oder Fett zugefügt werden muss. Eine Mischung aus Erfahrung und Gefühl, die mir eine hohe Kunst zu sein scheint.
Das drückt es (zumindest für mich) perfekt aus. Gerade dieses haptische Empfinden, wie sich die Maische immer weiter verflüssigt (neben dem visuellen, dass sie immer klarer und dunkler wird und dem Geschmack, dass sie immer süßer wird), das gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen beim Brauen überhaupt.
Und dieses jedes Mal aufs Neue überraschende und faszinierende Erlebnis würde ich mir durch keine Automatisierung dieser Welt nehmen lassen wollen.
Aber jeder wie er‘s mag, das ist ja das Schöne, dass es bloß Hobby ist.

Moritz

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#60

Beitrag von Astir » Sonntag 20. Januar 2019, 10:25

So kann man es übrigens auch machen https://m.youtube.com/watch?v=e24WLKJgCXc
Ich benutze sehr gerne meinen Grainfather und möchte Ihn nicht mehr missen, aber manchmal wenn ich meinen Thermoport zum Maischen nehme denke ich mir, es kann so einfach sein gerade wenn die Kombirast zum Bier passt.
Einen Brauautomat braucht man meiner Meinung nach nicht unbedingt ist aber nice to have ....
Hobby bedeutet ja auch alles kann, nichts muss ....viele Wege führen nach Rom ... etc...

Dadurch,dass hier im Forum viele ihre Hightech Anlagen und Hightech Gärkeller vorstellen, wird einem Anfänger vielleicht auch suggeriert das man so etwas braucht um gutes Bier zu brauen. Diese Materialschlacht hat mich am Anfang auch etwas durcheinander gebracht oder zweifeln lassen ob es so eine Gute Idee ist mit Einkocher und Plastikgär- und Läutereimer anzufangen vor 2,5 Jahren ...
zum Glück habe ich es dann aber doch gemacht, und festgestellt das man ständig ander Wünsche und Bedürfnisse bei diesem geilen Hobby entwickelt.
Grüße

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#61

Beitrag von afri » Sonntag 20. Januar 2019, 22:25

Astir hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 10:25
Dadurch,dass hier im Forum viele ihre Hightech Anlagen und Hightech Gärkeller vorstellen, wird einem Anfänger vielleicht auch suggeriert das man so etwas braucht um gutes Bier zu brauen. Diese Materialschlacht hat mich am Anfang auch etwas durcheinander gebracht oder zweifeln lassen ob es so eine Gute Idee ist mit Einkocher und Plastikgär- und Läutereimer anzufangen vor 2,5 Jahren ...
Das z.B. hat mich nie gereizt. Ich gönne jedem seinen Automaten, wenn er es denn braucht, aber für mich kam Automation praktisch nie in Frage, zumal sich der Sinn bei der von mir meist praktizierten Kombirast ohnehin nicht erschließt. OK, versucht habe ich manches, aber stets wieder verworfen, für mich ist der Topf auf Hendi passend und gut. Der geneigte Einsteiger möge bitte bedenken: Es ist "nur" Würze, die der Brauer herstellt, das Bier machen die Hefe und die Temperatur. Da scheitern zu recht die Automaten, gut so.
Achim
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#62

Beitrag von recycler » Montag 21. Januar 2019, 08:09

afri hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 22:25
Astir hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 10:25
Der geneigte Einsteiger möge bitte bedenken: Es ist "nur" Würze, die der Brauer herstellt, das Bier machen die Hefe und die Temperatur. Da scheitern zu recht die Automaten, gut so.
Achim
Sorry, versteh ich nicht. Wenn Hefe und Temperatur das Bier machen woran scheitern dann die Automaten zu recht?

Wo die Würze gekocht wird ist doch ziemlich egal, geht halt mit einem Automaten präziser (Temperatursteuerung, Rastendauer) und komfortabler bzw. sauberer.

Prost

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#63

Beitrag von Malzwein » Montag 21. Januar 2019, 08:46

Wo die Würze gekocht wird ist doch ziemlich egal, geht halt mit einem Automaten präziser (Temperatursteuerung, Rastendauer) und komfortabler bzw. sauberer.
Da liegt m.E. die Crux: Der Glaube, dass man nur präzise und genau Zeiten und Temperatur steuern muss, um ein gutes Bier - in dem Stadium wäre genauer: "eine gute Würze" - zu erzeugen.

Mein bestes IPA ist in Kombirast, wegen eines Schreibfehlers bei 62°C entstanden. Ein gelernter "Craftbeer"-Brauer hat mir bestätigt, dass er das auch schon mal so mache, die heutigen Malze geben das her und der Einfluss der Temperatur wird überschätzt.

Und da kommen wir zu dem Thema, dass gerade die Gurus hier immer wieder predigen, dass die Gärarbeit viel entscheidender bei dem ist, was am Ende herauskommt. Und da hilft selbst der teuerste Brauautomat nicht.

Das mit "komfortabler und sauberer" sehe ich auch, aber im Vergleich zur Kombirast im Thermoport mit Läuterschlauch schrumpft der Vorteil ganz schön zusammen. Abgesehen vom Sparpotential bereits gegenüber eines Mittelklasseautomaten. Vermutlich könnte man sich für den Preis eines Grainfathers eine komplette Ausstattung bestehend aus Thermoport mit Läuterschlauch, Topf mit Hendi, Gärbottich und eine Inkbird zur Steuerung eines gebrauchten Kühlschranks holen.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#64

Beitrag von recycler » Montag 21. Januar 2019, 14:28

Bin ja noch Anfänger und lerne gern dazu. Was hat es denn mit der oft zitierten Gärarbeit / Gärführung auf sich?

Ich läuter die kochend heiße Würze nach dem Wirlpool über den Monofilamentfilter ins Gärfaß wo auch der Kühler drin steht, kühle die Würze auf etwas über 20 Grad und gebe nach dem Transport des Fasses in der Gärkeller die sorgsam rehydrierte Hefe (Typ je nach Biersorte) nach dem Schaumschlagen dazu. Dann lasse ich die kleinen Biester arbeiten und mach eine Woche nix mehr :-) Wenn die Gärung durch ist, schlauche ich nochmals über den Monofilamentfilter um, bestimmte die exakte Ausschlagmenge und vermische diese mit Zuckerwasser (Zugabemenge je nach gewünschter Kohlensäure der Biersorte). Dann ordentlich Umrühren, in die sauberen Flaschen mit der Abfüllpistole abfüllen und Etiketten mit Milch aufkleben. Nochmals eine Woche zurück in den Gärkeller und dann kühl lagern bis man es endlich trinken darf...

Freue mich auf Tipps und Hinweise zur Gärführung.

Ciao

recycler

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#65

Beitrag von Astir » Montag 21. Januar 2019, 16:54

Hi Recycler,
Ich vereinfache jetzt mal sehr stark, das genaue Einhalten der Gärtemperatur und die Behandlung der Hefe haben möglicherweise einen größeren Einfluss auf das Endprodukt als das perfekte halten der Rasttemeratur beim Maischen! Beim Bierbrauen gibt es so viele Stellschrauben über Wasser, Hefe, Rohstoffe, Gärführung, Lagerung etc ... die Maischearbeit ist da nur eine von, da ist der Brauautomat wie bereits gesagt "nice to have" aber nicht unbedingt nötig...
Über die kontrollierten Gärführung gibs hier im Forum viel zu lesen...

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#66

Beitrag von haefner » Montag 21. Januar 2019, 17:27

Servus Recycler,

das ist so auch alles richtig. Astir hat es ja gut ausgeführt. Es gibt Bierstile und Hefen die andere Anstell- und Gärtemperaturen brauchen, als diejenigen, die Du eh schon in einem Zimmer bei Dir hast. Das dann genau einzuhalten und durchzuführen ist abhängig von der Ausrüstung nicht so einfach wie die Maischarbeit, die ein Automat auch noch ganz abnimmt.

Gruß Micha

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#67

Beitrag von Brauwolf » Montag 21. Januar 2019, 18:23

Eine Notti zum Beispiel verhält sich anders und produziert andere Biere bei 15, 18, 21, oder 24° - wobei die Temperatur im Sud zählt, nicht die Temperatur im Gärraum, weil Hefe bei ihrer Arbeit Wärme produziert. Abhängig ist das auch von der Sudgröße, ein 20l Sud hat ein geringeres Wärmehaltevermögen als ein 100l oder gar 500l Sud. Die Geometrie hat Einfluss, hoch und schmal ist anders als flach und breit. Druck der Flüssigkeit ist wohl erst im gewerblichen Bereich ein Faktor, wo so ein Tank schon mal 10m hoch sein kann. Es macht Sinn, untergärige Hefen niedrig anzustellen und im Laufe der Gärung die Temperatur zu steigern. etc, pp.
Es heißt zwar, die Hefe macht das Bier - es liegt aber am Brauer, der Hefe eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Manche Hefen zicken rum, wenn sie falsch behandelt werden, kommen nicht in die Gänge oder rächen sich mit Gestank nach faulen Eiern.

Gärführung ist schon eine Wissenschaft für sich, dagegen ist die Maischearbeit, z.B. eine Kombirast im Thermoport, wirklich ein Kinderspiel.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#68

Beitrag von Tozzi » Dienstag 22. Januar 2019, 01:10

Es geht doch hier um viele verschiedene Faktoren.
Klar, die Gärführung ist mindestens so wichtig wie die Maischarbeit.
Und klar, beim BM/GF/Mundschenk oder was auch immer geht haptische Verbundenheit mit der Maische verloren.
Die "Brauromantik" leidet.
Aber deshalb ist so ein BM noch lange kein Thermomix. Es kommt kein fertiges Bier raus.

Mir geht es um die Einsparung von Platz und um die Reproduzierbarkeit meiner Rezepte.
Das kriegt man mit ein paar Töpfen und Thermometer nicht ohne Weiteres genauso gut hin.
Es sei denn man geht wirklich old-school und macht "richtige" Dekoktion, kompromisslos.

Die Diskussion geht doch wirklich um des Kaisers Bart.
"Is it really worth it? ": Yes!
"Does everyone need it?" : NO!

Für gutes Bier braucht's definitiv mehr als "nur" ein gutes Gerät zur Würzebereitung.
Wie man das macht, und wieviel Zeit man am Brautag erübrigen kann, muss jeder selber wissen und seine Anschaffungen halt dran anpassen...
Dass man sich einen Sud mit einer Kombirast, die 2-3 Grad höher liegt als geplant, sauber versauen kann, dürfte auch klar sein.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#69

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 22. Januar 2019, 02:50

Ob man das "Zuckerwasser" jetzt mit einem Brauautomaten, von Hand gerührt oder mittels Kombirast im Thermoport herstellt, ist tatsächlich erstmal zweitrangig. Ich habe meine 50L Anlage mit Rührwerk bald ein Jahr nicht mehr benutzt. Braue seitdem alles Mögliche mit einem 20L Thermoport und passendem Kochtopf auf der Hendi. Da kann man schon sehr viele Bierstile mit machen.

Selbst ein Weizen, Wit oder Weizenbock sind richtig gut geworden. Abgesehen von 2-3 Probeflaschen ist das Weizen an einem Abend weg gewesen. Aktuell gärt bei mir ein Kombirast-Altbier, bin gespannt. Das die Biere mit klassischen Rasten evt. leicht anders geschmeckt hätten will ich nicht bezweifeln. Ich braue aber auch immer was anderes, das ist für mich das spannende daran. Es ergeben sich natürlich gewisse Richtungen, wenn man bestimmte Biere anstrebt. Meistens ist es aber eher "Freestyle".

Eine Reproduzierbarkeit ist im Hobbymaßstab ohnehin kaum zu erreichen. Wem das wichtig ist, der muss eben auf Automaten und gekühlte ZKGs setzen. Reicht zwar auch nicht, aber man kommt näher dran.

Ich habe schon gute und schlechte Biere von Hobbybrauern mit simpler Ausstattung getrunken, als auch gutes und schlechtes Bier von Kollegen mit High-End Ausstattung. Es ist also völlig egal. Das Geheimnis für ein gutes Bier liegt nicht in der Brauanlage.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#70

Beitrag von matschie » Dienstag 22. Januar 2019, 09:47

Aber gerade, da es ein Hobby ist, will man doch vieles ausprobieren.

Mit einem Vollautomaten nimmt man sich doch auch viele Freiheiten zu experimentieren. Mit einem Thermoport kann man ja durch zubrühen oder Teilmaischen kochen sogar noch Rasten bzw. Dekoktion machen. Mit einem Vollautomaten geht das wieder nur sehr umständlich.

Je einfacher die Anlage, desto mehr Freiheiten hat man.

Wobei für mich z.B. das Basteln genau so zum Hobby dazugehört und ich mich tierisch darüber freuen kann, wenn meine Steuerung die Rasten automatisch fährt.

Und ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was an Rühren und Heizen Handwerklicher ist als als die Rasten automatisch abzufahren. Ob ich jetzt die Kochplatte an und aus mache oder meine Steuerung das übernimmt macht für mich nicht viel unterschied.

Das "Handwerkliche" sehe ich da eher bei Rohstoffauswahl (auch von den Rohstoffen, die man tatsächlich hat. Rauchmalz ist z.B. immer anders, Hopfen schmeckt auch nicht immer genau gleich), in dem manuellen Vorbereiten wie schroten etc., und hauptsächlich auch beim Läutern und anschwänzen da hier a) die beste Stellschraube für SHA ist und b) man unmittelbar "am Produkt" ist. Und um darauf reagieren zu können, braucht man m.E. nach eine möglichst flexible Anlage, bei der man nicht z.B. auf den Mahlgrad etc. fixiert ist.
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
MQTT Device für CBPi: Link
Vorstellung meiner Anlage: Klick
GitHub: https://github.com/matschie1

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#71

Beitrag von Malzwein » Dienstag 22. Januar 2019, 10:22

matschie hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 09:47
...
Und ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was an Rühren und Heizen Handwerklicher ist als als die Rasten automatisch abzufahren. Ob ich jetzt die Kochplatte an und aus mache oder meine Steuerung das übernimmt macht für mich nicht viel unterschied.
...
Ist es auch nicht, wenn die Automatisierung ein Hilfsmittel ist. Die klassische Weise ein Handwerk zu lernen ist bei Null anzufangen. Wer kennt nicht die Story vom Schlosserlehrling, der die ersten Wochen Flächen feilt und dann mit Winkeln weitermacht? ich weiß nicht, ob das heute noch so ist, aber bevor ich höhere Hilfsmittel wie eine Automatisierung richtig anwenden kann, sollte ich begriffen haben, worum es geht. Und das konterkariert die Eingangsfrage eines Anfängers im initialen Post: "Ich möchte gerne anfangen zu Brauen - Welchen Automat soll ich mir kaufen?"

Das unterscheidet für mich auch die industrielle Produktion vom Handwerk. In der industriellen Produktion sind solche Grundkenntnisse vielleicht hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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hubschu
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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#72

Beitrag von hubschu » Dienstag 22. Januar 2019, 11:13

Sehr interessant das Thema und die Kommentare.

Ich stehe kurz vor der Entscheidung mich von der «handwerklichen» Version zu verabschieden und auf einen GF zu wechseln.

Angefangen habe ich mit einer 34L Pfanne mit Hockerkocher, ohne Rührwerk. Mittlerweile habe ich auf 50 und dann auf 70L aufgerüstet. Zuerst alles ohne Rührwerk bis ich bei einem Doppelsud zu lange von Hand gerührt habe. Das Resultat war ein Tennisellbogen, den ich fast ein halbes Jahr brauchte und mit Therapie wieder hinbrachte. Nach diesem Vorfall habe ich mir ein Rührwerk zugelegt. Ich braue im Freien (Wintergarten) und muss alles Material jeweils vom Keller nach oben schleppen und nach dem Brauen wieder nach in den Keller runter, eine Schlepperei, die mir nicht Spass macht. Der Reinigungsaufwand von den Pfannen und Ausrüstungen ist mir auch ein wenig zu hoch. Ein GF oder auch BM erscheint mir für meine Standard Biere vernünftig, einfaches Ausrüstung, weniger Reinigungsaufwand (meine Ansicht, bitte kein Reinigungstread draus machen) und ein Stressfreies Brauen ohne immer auf die Uhr zu schauen und die Temperatur im Auge zu behalten. Klar habe ich weniger Bier beim GF, was aber auch i.O ist, wenn ich wieder mal mehr Bier brauche kann ich ja immer noch die 70L Pfanne wieder anheizen.

Ich denke jeder soll es machen wie er gerne möchte oder kann. In dem heutigen Zeitalter von «Industrie 4.0» werden wir länger je mehr mit der Automation von unserem Hobby konfrontiert, dies ist erst der Anfang der «Bierbrau-Revolution»
Grundsätzlich ist es aber sicher eine Erfahrung Wert das Bierbrauen zuerst von "Hand" zu erlernen und danach kann jeder selber Entscheiden wir er weitermacht.

Gruss
Marco

PS. Die Storry mit dem Schlosserlehrling welche zuerst Flächen feilt kenne ich sehr gut, ich habe dies zur Perfektion lehrnen müssen!
Gruess
Marco

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#73

Beitrag von Malzwein » Dienstag 22. Januar 2019, 12:30

hubschu hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 11:13
...
Ein GF oder auch BM erscheint mir für meine Standard Biere vernünftig, einfaches Ausrüstung, weniger Reinigungsaufwand (meine Ansicht, bitte kein Reinigungstread draus machen) und ein Stressfreies Brauen ohne immer auf die Uhr zu schauen und die Temperatur im Auge zu behalten. Klar habe ich weniger Bier beim GF
...
Genau deswegen habe ich jetzt einen GF und möchte ihn nicht mehr missen. Der letzte Sud war bis zum Anstellen bei 15°C um 13:30 Uhr nach fünf Stunden fertig, bis nur noch der GF zur Reinigung lief. Gewogen, geschrotet und GF mit Wasser befüllt habe ich am Vortag. Vor dem Frühstück wurde eingemaischt, danach waren immer mal wieder zwischendurch die paar Handgriffe zum NG aufheizen, zum Läutern und zum Kühlen notwendig.

Das mit dem weniger Bier empfinde ich als Segen. Die Mattmill läft wieder mit der Hand und jedes Gefäß, jede Zutat und jedes Ergebnis kann ich ohne Rückenschmerzen tragen. Am schwersten ist jetzt der volle 18 Liter Soda-Keg. Vielleicht brauche ich noch 2-6 mit 9 Litern.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Gedanken zu Brauautomaten - is it really worth it

#74

Beitrag von hubschu » Dienstag 22. Januar 2019, 12:48

...
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Das mit dem weniger Bier empfinde ich als Segen. Die Mattmill läft wieder mit der Hand und jedes Gefäß, jede Zutat und jedes Ergebnis kann ich ohne Rückenschmerzen tragen. Am schwersten ist jetzt der volle 18 Liter Soda-Keg. Vielleicht brauche ich noch 2-6 mit 9 Litern.
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Genau, das ist auch ein Grund, mein Rücken wird nicht jünger. :Angry

Gruss
Marco (der gerade von der Physiotherapie zurück ist)
Gruess
Marco

Prost :Drink

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