Ist Alt röstig?

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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schlupf
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Ist Alt röstig?

#1

Beitrag von schlupf » Dienstag 22. Januar 2019, 14:59

Moin,

Ich würde gerne demnächst mal ein Alt brauen und recherchiere gerade Rezepte und den Stil.

Ich war relativ überrascht, bei der BJCP unter Flavor "kein Röstmalzgeschmack" zu lesen.

Von meiner sehr begrenzten Erfahrung mit dem Stil ist mir allerdings schon eine gewisse Röstigkeit und auch leichte Röstbittere im Kopf geblieben.

Vielleicht können Forumskollegen aus dem Rheinland kurz aufklären, ob ich da auf dem Holzweg bin oder ob das einer der Fälle ist, wo die BJCP sich bei einem ausländischen Stil irrt.

Viele Grüße,
Sebastian

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Re: Ist Alt röstig?

#2

Beitrag von jemo » Dienstag 22. Januar 2019, 15:02

Röstig im Sinne eines Porters ist es nicht. Das Röstmalz dient nur der Farbe und wird auch erst relativ spät eingemaischt, eben um den Röstmalzgeschmack weitestgehend zu vermeiden.
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

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Re: Ist Alt röstig?

#3

Beitrag von §11 » Dienstag 22. Januar 2019, 15:05

Aus meiner Zeit in Düsseldorf kenne ich alt auch nur „um-röstig“. Eventuell spielt Dir die Bittere einen Streich bei deiner Erinnerung?
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
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Re: Ist Alt röstig?

#4

Beitrag von Bilbobreu » Dienstag 22. Januar 2019, 15:51

Also ich empfinde gängige Altbiere - neulich z.B. Diebels - deutlich als röstig. :P
Also ganz allein bist Du mit Deinem Eindruck offenbar nicht.
Gruß
Stefan

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Re: Ist Alt röstig?

#5

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 22. Januar 2019, 16:07

Das Uerige empfand ich als Röstmalzbombe. Für mein Empfinden deutlich zu viel für ein "Alltagsbier".
Das "Original Düsseldorfer Altbier - brewed in London" von UBREW war verglichen damit "nur malziges Schlabberwasser".
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Dienstag 22. Januar 2019, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Ist Alt röstig?

#6

Beitrag von DerDallmann » Dienstag 22. Januar 2019, 16:09

Ich dachte auch immer, dass Alt "röstig" sei. Merkwürdig...
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch 21255 und Umgebung, bei Interesse PN
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer

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Re: Ist Alt röstig?

#7

Beitrag von flying » Dienstag 22. Januar 2019, 16:14

Ist womöglich modernen Brauweisen geschuldet wo überwiegend helle Malze verwendet werden, die dann natürlich wieder eingefärbt werden müssen um auf eine altbiertypische Farbe zu kommen?
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Re: Ist Alt röstig?

#8

Beitrag von Ladeberger » Dienstag 22. Januar 2019, 16:16

Die Interpretation des Altbiers ist selbst in Düsseldorf sehr breit. Von 100 % (hellem) Münchner Malz, über hellen Malzen + dunklem Cara bis hin zu "eingefärbter" Würze aus Pilsener Malz + Röstmalz-(Extrakt), ist wohl alles vertreten.

Für mein persönliches Empfinden sind hervortretende Röstaromen und -bittere bei diesem Bierstil nicht förderlich, weshalb ich selbst mit entspelztem Röstmalz eher sparsam (≤ 1 %) umgehen würde.

Gruß
Andy

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Re: Ist Alt röstig?

#9

Beitrag von bierfaristo » Dienstag 22. Januar 2019, 16:20

Weder haben Wikipedia noch Herr Zepf die Deutungshoheit zum Thema Altbier, dennoch zitiere ich als Ergänzung aus dem entsprechenden Wikipedia-Artikel:
Laut des Bier-Sommeliers Michael Zepf aus München sind Alt und Kölsch „zwei entgegengesetzte Pole“: „Das Alt ist röstmalzbetont, das Kölsch leicht und fruchtig.“
Christian
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Ist Alt röstig?

#10

Beitrag von tbln » Dienstag 22. Januar 2019, 16:26

Vielleicht einfach mal amerikanische "Style Guides" für nicht so wichtig nehmen... :Drink http://bambergbeerguide.com/images/136-3675_IMG.jpg

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Re: Ist Alt röstig?

#11

Beitrag von schlupf » Dienstag 22. Januar 2019, 16:31

Das wäre ja nicht das erste Mal, das die Amerikaner nicht ganz mit dem Eindruck vor Ort deckungsgleich sind.

Ich meine mich an ein Interview zu erinnern, wo gesagt wurde, dass bei sehr frühen Versionen für europäische (englische) Stile die transportbedingten Alterungs- und Oxidationsaromen in den Stilbeschreibungen aufgetaucht sein sollen.

Da bin ich jetzt zumindest schon mal beruhigt, dass ich mit meinem Geschmacksempfinden nicht ganz alleine bin.

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Re: Ist Alt röstig?

#12

Beitrag von hkpdererste » Dienstag 22. Januar 2019, 16:42

Ich hatte während dem Weihnachtsurlaub das erste Mal ein Uerige im Glas und muss sagen, dass ich als süddeutscher es auch als röstig und röstmalzbitter empfunden habe. Ist wohl wirklich so ne Art Gewohnheitssache.

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Re: Ist Alt röstig?

#13

Beitrag von Bierjunge » Dienstag 22. Januar 2019, 18:01

bierfaristo hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 16:20
Weder haben Wikipedia noch Herr Zepf die Deutungshoheit zum Thema Altbier, dennoch zitiere ich als Ergänzung aus dem entsprechenden Wikipedia-Artikel:
Laut des Bier-Sommeliers Michael Zepf aus München sind Alt und Kölsch „zwei entgegengesetzte Pole“: „Das Alt ist röstmalzbetont, das Kölsch leicht und fruchtig.“
Vielleicht liegt das auch daran, dass nur wenige Schritte von Doemens in Gräfelfing der „Wilde Hirsch“ liegt, traditionelle Doemensianer-Absackkneipe und m.W. das einzige Lokal im Landkreis, das Uerige (und somit überhaupt ein Alt) führt. Das ja schon oben als eindeutig röstig beschrieben wurde.

Moritz (gerade in Düsseldorf weilend und vom Schlüssel über Uerige zum Füchschen tingelnd)

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Re: Ist Alt röstig?

#14

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 22. Januar 2019, 18:55

Es gibt hier durchaus auch Altbiere die eine Röstmalznote haben. Das passt schon zum Bierstil dazu. Bei manchen ist es ausgepräger z.b. Füchschen und bei anderen wie dem Uerigen deutlich dezenter. Während das Schumacher eher Malzbetont und nicht so bitter rüberkommt. Die unterscheiden sich schon alle sehr voneinander, "das Alt" gibt es also nicht.

Bei den großen Brauereien wird das Röstmalz meistens direkt mitgemaischt und das schmeckt man dann auch eher raus. Sofern überhaupt noch Röstmalz und kein Röstmalzextrakt zum Einsatz kommt.

Röstmalz halt sehr spät einmaischen um die Röstaromen zu minimieren. Aber viel ausschlaggebender für ein authentisches Altbier ist sowieso die richtige Hefe. Kühl vergären bei ~15°C und mind. 4 Wochen kalt reifen lassen. Eher länger.

Wer mal in Düsseldorf ist und noch Zeit hat neben den Hausbrauereien einen Abstecher zum "Schalander" zu machen, der kann dort mehrere Altbiere direkt gegeneinander verkosten.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Ist Alt röstig?

#15

Beitrag von hyper472 » Dienstag 22. Januar 2019, 19:08

DerDallmann hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 16:09
Ich dachte auch immer, dass Alt "röstig" sei. Merkwürdig...
Alt ist auch röstig; weil früher eben jedes Bier röstig war - Das röstfreie Darren hat sich erst später durchgesetzt.
Der Röstgeschnack Ist aber unmodern geworden und hat sich anscheinend weg entwickelt. Die meisten aktuellen Altbiere sind ja eher glatt.
Viele Grüße, Henning
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Re: Ist Alt röstig?

#16

Beitrag von schlupf » Dienstag 22. Januar 2019, 19:10

Also zusammengefasst:
Einige der klassischen Exemplare sind röstig, andere nicht.

Dann liegt die BJCP also mit "No roasted malt flavors or harshness.", eindeutig daneben.

Stattdessen sollte es wohl eher heißen "There can be low to moderate roasted malt flavors but no harshness."

Richtig?

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Re: Ist Alt röstig?

#17

Beitrag von Astir » Dienstag 22. Januar 2019, 19:10

Hi, ich finde auch das ein gewisser Röstgeschmack dazu gehört. Versuche mal an Bolten Ur-Alt zu kommen, unfiltriert und einfach lecker da kannst du auch gleich die Hefe strippen.

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Re: Ist Alt röstig?

#18

Beitrag von schlupf » Dienstag 22. Januar 2019, 19:13

Und wer sagt jetzt Gordon Strong bescheid?

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Re: Ist Alt röstig?

#19

Beitrag von bierhistoriker.org » Dienstag 22. Januar 2019, 19:16

Bierjunge hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 18:01
Vielleicht liegt das auch daran, dass nur wenige Schritte von Doemens in Gräfelfing der „Wilde Hirsch“ liegt, traditionelle Doemensianer-Absackkneipe und m.W. das einzige Lokal im Landkreis, das Uerige (und somit überhaupt ein Alt) führt. Das ja schon oben als eindeutig röstig beschrieben wurde.

Moritz (gerade in Düsseldorf weilend und vom Schlüssel über Uerige zum Füchschen tingelnd)
IMG_20181106_194241.jpg
Moritz, müsste dir dann bekannt vorkommen - am Stammtisch :Greets

Cheers

Jürgen

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Re: Ist Alt röstig?

#20

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 22. Januar 2019, 19:20

Man darf die BJCP Richtlinien sowieso nicht zu wichtig nehmen. Die Leute versuchen halt Bierstile nach Kriterien zu katalogisieren. Deswegen ist das weder die reine Wahrheit noch in Stein gemeißelt. Und das soll ja auch gar nicht der Sinn des ganzen sein.
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Re: Ist Alt röstig?

#21

Beitrag von Kobi » Dienstag 22. Januar 2019, 19:43

Bierjunge hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 18:01
Moritz (gerade in Düsseldorf weilend und vom Schlüssel über Uerige zum Füchschen tingelnd)
Vergiss das Kürzer nicht... :Smile
Viele Grüße
Andreas
Das Leben ist zu kurz, um schlechtes Bier zu trinken! :Drink

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Re: Ist Alt röstig?

#22

Beitrag von bierhistoriker.org » Dienstag 22. Januar 2019, 19:49

So, gerade noch einmal in den Keller gesprintet:

Nächste Woche Freitag planen wir zu Viert oder Fünft ein Altbiertasting.
Zum Abschluss gibt´s dann noch eine Doppelsticke von 2006 :Bigsmile
Alt_2019.jpg
Wenn Interesse besteht, versuche mal die Eckpunkte in Worte zu fassen und zu posten -aber nix Scoresheet ( 15 x 15 Minuten = 3 Sd. 45 Min.)

Cheers

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Re: Ist Alt röstig?

#23

Beitrag von §11 » Dienstag 22. Januar 2019, 20:05

Alt-Phex hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 19:20
Man darf die BJCP Richtlinien sowieso nicht zu wichtig nehmen. Die Leute versuchen halt Bierstile nach Kriterien zu katalogisieren. Deswegen ist das weder die reine Wahrheit noch in Stein gemeißelt. Und das soll ja auch gar nicht der Sinn des ganzen sein.
Ganz wichtiger Punkt!

Ich kann es nicht oft genug sagen, man sollte die Styleguides ganz lessen, nicht nur den Style Teil.
The BJCP Style Guidelines are guidelines not
specifications. Take those words at face value, or
their plain meaning. Guidelines are meant to
describe general characteristics of the most common
examples, and serve as an aid for judging; they are
not meant to be rigorously-applied specifications
that are used to punish slightly unusual examples.
They are suggestions, not hard limits.
The Style Guidelines were written primarily
for homebrew competitions. Individual style
descriptions are written primarily as an aid for
judging, and we have in some cases sought to define
clear lines between styles to better allow for nonoverlapping
judging categories. We understand that
some styles may overlap in the market, and some
commercial examples may straddle boundaries
. We
have organized style categories for the purpose of
organizing homebrew competitions, not for
describing and communicating the styles of the
world to a different audience
.
The Style Guidelines are not the Ten
Commandments.
The words in this document are
not due to divine inspiration; they were written by
people making a good faith effort to describe beer as
it is perceived. Don’t treat them as some kind of
Holy Scripture. Don’t get so lost in parsing the
individual words that you lose sight of the overall
intent
.
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Ist Alt röstig?

#24

Beitrag von floflue » Mittwoch 23. Januar 2019, 08:10

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 19:49
So, gerade noch einmal in den Keller gesprintet:

Nächste Woche Freitag planen wir zu Viert oder Fünft ein Altbiertasting.
Zum Abschluss gibt´s dann noch eine Doppelsticke von 2006 :Bigsmile

Alt_2019.jpg
Welches Bier versteck sich denn hinter dem Bolten Alt? Ansonsten sind da ein paar „besonders hervorragende“ Vertreter vorhanden *schüttel*.

Ja, ich wäre an Euren Ergebnissen interessiert!
Bierbrauen ist ein perfektes Hobby um etwas wichtiges zu lernen: Geduld!

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Re: Ist Alt röstig?

#25

Beitrag von bierhistoriker.org » Mittwoch 23. Januar 2019, 08:43

floflue hat geschrieben:
Mittwoch 23. Januar 2019, 08:10
Welches Bier versteck sich denn hinter dem Bolten Alt? Ansonsten sind da ein paar „besonders hervorragende“ Vertreter vorhanden *schüttel*.
Füchschen und Frankenheimer, ganz links Oettinger-das soll bewusst ein Querschnitt sein, kein Rosinenpicken.

Cheers

Jürgen

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Re: Ist Alt röstig?

#26

Beitrag von Astir » Mittwoch 23. Januar 2019, 09:22

Hi Jürgen,
zwei Altbier Klassiker aus der alten Heimat fehlen meiner Meinung nach noch für Euer "tasting", Hannen Alt aus Mönchengladbach (gehört mittlerweile zu Carlsberg/war mal Mitte der 80er laut Wikipedia die größte Altbierbrauerei Deutschlands) und Rhenania Alt (gibt es aber glaube ich nur noch in Fässern in und rund um Krefeld bin mir aber nicht sicher).
Ne wat war dat schön am Niederrhein auf zu wachsen.....
Und natürlich Gleumes Alt aus Krefeld, hätte ich fast vergessen...
Guten Durst !!

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Re: Ist Alt röstig?

#27

Beitrag von Duke » Mittwoch 23. Januar 2019, 16:48

Die Rhenania-Brauerei heißt heute Brauerei Königshof.

Edit: Und die braut nur noch ganz schlimme Biere.
„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“ Kurt Tucholsky

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Re: Ist Alt röstig?

#28

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 24. Januar 2019, 10:31

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 19:49
Wenn Interesse besteht, versuche mal die Eckpunkte in Worte zu fassen und zu posten -aber nix Scoresheet ( 15 x 15 Minuten = 3 Sd. 45 Min.)
Interesse besteht!

Viele Grüße
Volker
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Ist Alt röstig?

#29

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 2. Februar 2019, 16:55

Hallo Leute,


gestern Abend haben wir uns zu viert an das Altbiertasting gemacht. Altbiererfahrung haben wir alle, aber teilweise eben nicht übermäßig.
Runde bestand aus 3 Biersommeliers ( BJCP tasting exam abgelegt- Ergebnis offen) und einem versierten Hobbybrauer.
Die Verkostungsreihenfolge (Stop bei 10 + 1, mehr wäre zuviel gewesen, sollte ja möglichst seriös bleiben):

1 Füchschen
2 Bolten alt
3 Oettinger
4 Gatz
5 Schlüssel
6 Frankenheim
7 Schumacher
8 Paderborner
9 Heller
10 Uerige

ausser "Konkurrenz: 11 Doppelsticke - abgefüllt 02/2012

Wir haben mit dem Füchschen gestartet, so als Referenz für den gehobenen Durchschnitt. Der Rest wurde wahllos "gezogen". Ziel war es, mit dem Uerige abzuschliessen, das ja als "Referenzklasse" gilt.
Zum eigentlichen Thema: Übermäßige Röstigkeit haben wir bei allen "Probanden" nicht feststellen können - lediglich das Frankenheimer stach durch ziemlich starke, fast schon unangenehme "Röstmalzsäure" hervor.
Bewertetet wurde nach BJCP-Schema, jedoch ohne "Prosa", d.h. 50 Punkte waren die Oberkante bei üblicher Verteilung für Geruch, Optik usw.

Über die Ergebnisse des einzelnen Bieres haben wir erst gesprochen, wenn alle fertig waren :Bigsmile

Das Ergebnis:

Platz Durchschnittl.Punktzahl:
1-Schumacher 44,25
2-Schlüssel 40,5
3-Heller 38
4-Oettinger 36
5-Uerige 34,75
6-Füchschen 31,25
7-Paderborner 29,25
8-Bolten alt 28,25
9-Gatz 27,5
10-Frankenheim 20,75

Uerige Doppelsticke: 44 Punkte

Gesamtdurchschnitt: 34,05 Punkte

Die maximale Abweichung des Gesamtdurchschnitts aller 11 Biere hat bei den Biersommeliers bei 0,82 Punkten gelegen.
31 Treffer bei der richtigen Platzierung ( von 40 möglichen - ein Teilnehmer hat alle 10 richtig "gereihenfolgt" )

Anmerkungen:
-Bei Uerige muss es wohl eine grandiose Abweichung zwischen "Direktausschank" und Flasche geben, anders lässt sich das schlechte Abschneiden
nicht erklären - keine Alterungs-/Fehllagerungshinweise erkennbar.
- Schumacher mit Abstand der Spitzenreiter
- Bei Oettinger hatten wir alle die üblichen Vorurteile, sind aber eines Besseren belehrt worden.
- Heller hat ein sehr frisches Alt mit etwas blumigen Noten (Amihopfen/Deutsche Exoten?), aber nicht schlecht innerhalb des Stils un sehr schön rund

Wie geht es weiter:
Ein Teilnehmer versucht jetzt noch "Schlüffke" aus Krefeld zu besorgen, der Rest hält noch nach weiteren Altbieren Ausschau, dann gibt es die nächsten 10 in der Verkostung und eine "Gesamtrangliste"

Bis dahin

Cheers und Feuer frei für die Diskussion :thumbsup


Jürgen

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Re: Ist Alt röstig?

#30

Beitrag von Johnny H » Samstag 2. Februar 2019, 18:55

Solche systematischen Verkostungen in der Gruppe finde ich immer sehr spannend! Wir (Braufreunde Berlin) haben das auch schon mehrmals gemacht.

Ihr habt nicht blind verkostet, oder? Das macht dann nochmal einen Unterschied und die Überraschung, dass Oettinger weit vorne landet, nochmal größer ;) Wenn man die Flaschen vorher in Alufolie einpackt, kann man auch am Tisch einschenken, was die Durchführung stark vereinfacht und nicht mal zwingend einen Helfer voraussetzt.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Ist Alt röstig?

#31

Beitrag von uli74 » Samstag 2. Februar 2019, 21:04

Oettinger wird oft als minderwertig dargestellt. Objektiv betrachtet brauen die aber kein schlechtes Bier, wobei man nicht jede Sorte die sie brauen mögen muss (manche mag ich wirklich nicht).

Im heroischen Selbstversuch hab ich mir mal einen Kombikasten mit verschiedenen Oettinger-Kreationen zusammengestellt. Manches war lecker, anderes nicht. Wobei das am subjektiven Empfinden liegt. Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Jeder wundert sich, wie es sein kann dass Oettinger die grösste deutsche Brauerei ist. Nur am Preis liegt das jedenfalls nicht, und qualitativ (was die Rohstoffe angeht) kann Oettinger mit jeder anderen Brauerei mithalten.
Gruss

Uli

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Re: Ist Alt röstig?

#32

Beitrag von BBWini » Samstag 2. Februar 2019, 22:05

Hallo Sebastian,
ich habe im „Die Biersorten der BRAUWELT“ vom Horst Dornbusch, mit Empfehlung von Prof.Dr.Narzis und Sommelierweltmeister Schiffner 2 Altbiere gefunden.
1) Altbier Düsseldorfer (obergärig, bitter-süß, eine der ältesten Biersorte der Welt) Stw11,75 Re2,75% 40BE 30EBC 4,8%alc. Pilsner 63% Münchner I 30% Carared5% CarafaSpez.1 2% Bitter-Spalt Aroma-Spalt Hefe-OG Dü Altbierspezialhefe
2) Altbier Westfälisch (obergärig, mit einer Portion Weizen gebraut) Stw12,5 Re2,75% 20BE 8EBC 5,2%alc. Weizen 40% Pilsner 30% Wiener 30% Bitter-Hallertauer-Mittelfrüh Hefe-OG Dü Altbierspezialhefe
In der Sortenbeschreibungen heißt es zum Röstaroma „..Ein typisches Altbier ist kupferfarben und sollte fast keine Röstnoten aufweisen. Daher wird es am besten mit viel Münchner Malz und nur eher kargen Zugaben von Röstmalz primär für die Farbe gebraut. Mansche Altbiere werden sogar ganz ohne Röstmalz eingemaischt…“

Ich hoffe ich konnte hier weiterhelfen. Übrigens das Buch finde ich super. (ISBN978-3-418-00126-5) Ich habe es oft in der Hand

Grüße Winfried

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Re: Ist Alt röstig?

#33

Beitrag von flying » Samstag 2. Februar 2019, 22:52

Westfälisches Altbier ist aber eigentlich ein ein Sauerbier und ein völlig anderer Biertyp wie das Düsseldorfer Alt.
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Re: Ist Alt röstig?

#34

Beitrag von Seed7 » Samstag 2. Februar 2019, 23:12

uli74 hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 21:04
Jeder wundert sich, wie es sein kann dass Oettinger die grösste deutsche Brauerei ist.
Logistik, logistik, logistik. So wohl intern als extern.

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Re: Ist Alt röstig?

#35

Beitrag von hkpdererste » Samstag 2. Februar 2019, 23:30

Seed7 hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 23:12
uli74 hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 21:04
Jeder wundert sich, wie es sein kann dass Oettinger die grösste deutsche Brauerei ist.
Logistik, logistik, logistik. So wohl intern als extern.

ingo
Bei dem Image das die unverdienterweise haben ist es wohl doch überwiegend der Preis obwohl die wie hier schon geschrieben wurde objektiv betrachtet schon auch brauen können.

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Re: Ist Alt röstig?

#36

Beitrag von bierhistoriker.org » Sonntag 3. Februar 2019, 09:25

Johnny H hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 18:55
Solche systematischen Verkostungen in der Gruppe finde ich immer sehr spannend! Wir (Braufreunde Berlin) haben das auch schon mehrmals gemacht.

Ihr habt nicht blind verkostet, oder? Das macht dann nochmal einen Unterschied und die Überraschung, dass Oettinger weit vorne landet, nochmal größer ;) Wenn man die Flaschen vorher in Alufolie einpackt, kann man auch am Tisch einschenken, was die Durchführung stark vereinfacht und nicht mal zwingend einen Helfer voraussetzt.
Nein, wir haben nicht blind verkostet - war eher ein geselliger Abend unter Freunden mit "Fachbezug". Was nicht heisst, dass wir nicht ernsthaft und möglichst vorurteilsfrei an die Sache herangegangen sind - die Platzierung von Oettinger vor Uerige belegt das eindrucksvoll.

(Systematische) Verkostungen mit mehreren Personen machen irre Spaß und sind ein gutes Training für die sensorischen Fähigkeiten - da muss ich altersbedingt schon etwas tun, um den Status quo zu halten oder noch etwas dazu zu lernen :crying

Interessant ist es auch, drei/sechs eng aneinander liegende Kauf-/Fernsehbiere erst offen zu verkosten und danach blind, un sie dann zuzuordnen.

Blindverkostung.jpg


Ein Triangel-Blind-Versuch meines Sohnes und mir, ein Hobbybrauerbier des Stils X aus zwei (gleichen) Kaufbieren des selben Stils herauszufinden, hat nach 2 Sekunden mit großem Gelächter geendet, als wir die Bierdeckel von den jeweils 3 Gläsern genommen haben: Konnte man sofort am Geruch wahrnehmen; malzig-blumig meats heavy metal :Bigsmile

Viel Spaß bei F&E

Jürgen

Hoppy Beersday, Gulp!

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Re: Ist Alt röstig?

#37

Beitrag von uli74 » Sonntag 3. Februar 2019, 10:50

Seed7 hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 23:12
uli74 hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 21:04
Jeder wundert sich, wie es sein kann dass Oettinger die grösste deutsche Brauerei ist.
Logistik, logistik, logistik. So wohl intern als extern.

ingo
Die ganze Logistik nützt aber nichts, wenn das Bier keiner trinkt.

Nicht dass ich die Oettinger-Biere besserreden will als sie sind, aber grade bei Blindverkostungen schneiden sie häufig überraschend gut ab.
Gruss

Uli

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Re: Ist Alt röstig?

#38

Beitrag von Pivnice » Sonntag 3. Februar 2019, 12:55

bierhistoriker.org hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 16:55
... dann gibt es die nächsten 10 in der Verkostung und eine "Gesamtrangliste"
Wunderbar Jürgen, dann freu ich mich schon auf die "Gesamtrangliste".
Beim Oettinger Alt ist eine mir angenehme Röstmalznote schmeckbar.
Es war ein frisch abgefülltes Oettinger Alt - direkt vom Laster in den Getränkemarkt gestapelt.
Noch eine Frage: Wie weit waren die verkosteten Altbiere vom MHD-Datum entfernt ?
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Re: Ist Alt röstig?

#39

Beitrag von flying » Sonntag 3. Februar 2019, 16:49

Ich habe das Oettinger Alt schon vor 6 oder 7 Jahren für gut befunden. Es hatte einen runden, aromatischen aber eher leichten Malzkörper. Ganz nach meinem Geschmack. Negativ aufgefallen ist mir damals der "billige?" Hopfenextrakt. Da war so eine etwas harsche, metallische, leicht adstrinigierende Harzbittere. Vermutlich auch durch eine forcierte Reifung ungenügend abgerundet..? Ansonsten war das guter Stoff.

Ich probiere im Laufe der Jahre immer mal wieder Oettinger. Das Pils war vor 12 oder 10 Jahren noch ungenießbar und hatte zurecht einen schlechten Ruf. Es wurde kontinuierlich immer besser bzw. dem deutschen Fernsehbier- Standard näher.
Wenn ich das bei dem Alt auch annehme, so dürfte das mittlerweile seine Kinderkrankheiten besiegt haben. Für 7,50 € pro Kiste ein Schnapper. Ich muss gleich mal schauen ob es das im Kaufland gibt..
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Re: Ist Alt röstig?

#40

Beitrag von bierhistoriker.org » Sonntag 3. Februar 2019, 17:16

Pivnice hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 12:55
bierhistoriker.org hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 16:55
... dann gibt es die nächsten 10 in der Verkostung und eine "Gesamtrangliste"
Wunderbar Jürgen, dann freu ich mich schon auf die "Gesamtrangliste".
Beim Oettinger Alt ist eine mir angenehme Röstmalznote schmeckbar.
Es war ein frisch abgefülltes Oettinger Alt - direkt vom Laster in den Getränkemarkt gestapelt.
Noch eine Frage: Wie weit waren die verkosteten Altbiere vom MHD-Datum entfernt ?
InBev spezifiziert für die Flasche Diebels 0,5 L zum Beispiel 6 Monate ab Abfüllung.
.... das Diebels steht noch im Kühlschrank für Runde 2 :Bigsmile
Gekauft wurden die Biere Anfang Januar, am Freitag waren der Sieger und Uerige schon 6 Tage über MHD - die und Füchschen (12.2.19) haben m.W. aber eh nur 2 Monate. Oettinger hatte 6.7.19 - also wahrscheinlich 9 Monate und damit mit ziemlicher Sicherheit über den KZE gelaufen,
Gatz 5.10.19 = 1 Jahr; Heller 6 /19 = 6 Monate (unfiltriert!).

Jetzt gilt es, noch weitere 4 Alt zu besorgen :-)

Cheers

Jürgen

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Re: Ist Alt röstig?

#41

Beitrag von flying » Sonntag 3. Februar 2019, 17:27

Falls ihr das Schumacher 1838 bekommt..?


Bild


Meine Bewertung war:
Es handelt sich um ein waschechtes Düsseldorfer Altbier. Jedenfalls ist das zu 90% der dominierende Geschmack. Es gibt zwar ein paar leichte, etwas irritierende exotische Hopfenaromen aber die kann man ganz leicht mit wegsüffeln. Die fallen gar nicht so auf.
Lecker, lecker..Blockmalzbonbon auf der Pampelmuse gelegen und gelutscht. Das kann man richtig gut trinken.. :thumbup
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Re: Ist Alt röstig?

#42

Beitrag von bierhistoriker.org » Sonntag 3. Februar 2019, 17:54

René,

das 1838er habe ich mit einem Freund vor Ort getrunken, als es das noch nicht auf Flasche gab. Da mussten die Köbesse scheinbar jedesmal für in den Keller - was haben die am Anfang rumgemault, wenn man das bestellt hat :puzz

Ist aber klasse!

Cheers

Jürgen

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Re: Ist Alt röstig?

#43

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 23. Februar 2019, 11:44

So, gestern noch weitere fünf Altbiere verkostet und in die "Gesamtrangliste" eingearbeitet / mission completed:
  • Platz .............Durchschnittl. Punktzahl:
    1 Schumacher 44,25
    2 Schlüssel 40,50
    3 Heller 38,00
    4 Oettinger 36,00
    5 Uerige 34,75
    6 Bolten Ur-Alt 34,00
    7 Schlüffken 33,50
    8 Schlösser 32,25
    9 Füchschen 31,25
    10 Diebels 30,50
    11 Oscar Maxxum 29,75
    12 Paderborner 29,25
    13 Bolten alt 28,25
    14 Gatz 27,50
    15 Frankenheim 20,75

    Gesamtdurchschnit: 32,70
    Median: 32,25

Das röstigste aller verkosteten Biere war das Krefelder Schlüffken.


Verkostungsrunden sind immer recht kuzweilig und bringen allen Beteiligten neue Erknntnisse durch die Diskussionen nach jedem Bier :Drink

cu in Romrod!

Cheers


Jürgen

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Re: Ist Alt röstig?

#44

Beitrag von Pivnice » Samstag 23. Februar 2019, 14:59

Danke Jürgen - bemerkenswert sind Platz 3 Heller und Platz 4 Oettinger - meine ich
Bier: Einfach zu brauen, schwierig zu verstehen

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Re: Ist Alt röstig?

#45

Beitrag von bierhistoriker.org » Samstag 23. Februar 2019, 15:17

Dass Hellers so weit vorne ist, liegt an der langen Alt-Tradition in Köln :Angel


Letzte Woche Mittwoch wollte ich in der Braustelle auch noch deren Alt in Flaschen kaufen, hatten sie aber leider nicht vorrätig.
Das wird dort seit 2003 gebraut.

In den 50er- und 60er-Jahren gab es in Köln diverse Alt-, Pils und Exportbiere lokaler Brauereien :


Biervielfalt_quer.jpg



Erscheint einem heutzutage wie Science Fiction :Bigsmile

Cheers


Jürgen

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Re: Ist Alt röstig?

#46

Beitrag von Astir » Samstag 23. Februar 2019, 19:56

Hi,
Das Frankenheim auf dem letzten Platz gelandet ist wundert mich nicht, seit es in Warstein von der dortigen Brauerei gebraut wird ist es schlecht. Schade, das Frankenheim Alt hab ich früher immer gerne getrunken, vor 3 Jahren hab ich mir mal einen Kasten aus der alten Heimat mitgenommenen und war einfach nur entäuscht.Danke das Ihr uns an Eurer Verkostung teilhaben laßt.
Grüße,
Holger

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Re: Ist Alt röstig?

#47

Beitrag von afri » Samstag 23. Februar 2019, 22:19

Was die Röstigkeit angeht: wenn ich ein Bier dunkel haben will, gebe ich Röstmalz hinzu und zwar kurz vor dem Läutern. So lösen sich nicht allzuviele Röstaromen und das Bier wird dennoch gefärbt. Gerade habe ich sowas im Glas, recht finster der Stoff, aber ansonsten eher eine "helle Seele", wie es in der Werbung so schön hieß.

Die seit Jahren lagernden Röstmalze sollten endlich mal aufgebraucht werden, heute würde ich keins meiner Biere mehr künstlich nachdunkeln wollen, aber das nur am Rand. Nun habe ich nicht mehr viel davon und fast alle meine künftigen Biere werden farblich so sein, wie sie werden.

Wer Röstaroma haben will, egal ob im Alt oder worin auch immer, kann sich auch gern mal Whiskymalz ansehen, das ist nicht so dunkel und sollte auch etwas Rauch/Röst haben. Vermute ich jedenfalls, denn das nicht mehr erhältliche Highlander von Henninger hatte röstige und torfige Aromen, ohne dunkel zu sein. WIMRE wurde das Bier aus Whiskymalz gebraut.
Achim
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Re: Ist Alt röstig?

#48

Beitrag von Citrist » Donnerstag 28. Februar 2019, 17:26

Frankenheimer auf dem letzten Platz - krass. Dass das mittlerweile so shice geworden ist, hätte ich nicht gedacht.
Das war "weiland" mal mein Lieblingsbier. Vor so 30 Jahren... 😂😩😂😩😂
Griezi us dr Schwoiz.
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Re: Ist Alt röstig?

#49

Beitrag von flying » Donnerstag 28. Februar 2019, 17:55

Gatz war ja mal Schüssel und wird jetzt von Carlsberg hergestellt.

Damals, vor 35 Jahren im Turnunterricht. Da war da so ein Mädchen. Das trug zum Turnen immer ein T- Shirt mit der Aufschrift "Gatzweiler Alt"..ohne BH.. :Shocked

Da hab ich immer gedacht, dass wird mal mein Lieblingsbier! :Smile Hab es leider nie getrunken. :Waa
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Re: Ist Alt röstig?

#50

Beitrag von Rosebud » Montag 25. März 2019, 18:13

Der Unterschied liegt hier zwischen dem Düsseldorfer Alt und dem Niederrheiner Alt. während das Düsseldorfer Alt kaum röstnoten hat, so ist das Niederrheiner alt sehr röstmalzbetont. Bestes Beispiel ist hier Bolten. Während das Bolten uralt eher ein Altbier im Düsseldorfer Stil ist, so ist das Bolten alt röstmalzbetonter

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