Stopfen bei Barleywine

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Cobo
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Stopfen bei Barleywine

#1

Beitrag von Cobo » Mittwoch 13. März 2019, 22:43

Da ich zuletzt ja einen Barleywine gebraut habe und es demnächst wieder tun werde, kam das Thema stopfen hier im Forum auf. Die einen sagen ein amerikanischer Barleywine gehört unbedingt gestopft, die anderen sagen das sei absolut sinnfrei weil nach einem Jahr Lagerung nichts mehr vom Aroma überbleibt.

Wurde aber früher nicht auch gestopft um das Bier haltbarer zu machen, speziell bei einer langen Lagerung? Oder hat man das lediglich durch höhere Hopfengaben während des Brauens getan?

Meine aktuelle Lösung sieht im übrigen so aus: Nach der Hauptgärung wird umgeschlaucht und ein Jahr in einem Carboy mit Gärspund Bulk Conditioned. Nach der Reifung wird vor dem Abfüllen nochmal für 3-5 Tage gestopft, neue Hefe zugegeben und dann auf Flaschen gefüllt.
Wird demnächst gebraut: Englischer Barley Wine, verbessertes Red Ale
Derzeit in Gärung: Epic Imperial Stout mit Cacaonibs
In Reifung: Cacao Milk Stout, Amerikanischer Barleywine
Trinkreif: Hop Chop Red Ale, Kilt Lifter Scotch Ale, Blanc SMASH

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Boludo
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Re: Stopfen bei Barleywine

#2

Beitrag von Boludo » Mittwoch 13. März 2019, 23:01

Ich finde gerade bei dunklen Starkbieren hält das Hopfenaroma deutlich länger.
Bei meinem Dark Impact Rezept schmeckt man den Comet noch nach einem Jahr sehr deutlich.

Stefan

bwanapombe
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Re: Stopfen bei Barleywine

#3

Beitrag von bwanapombe » Donnerstag 14. März 2019, 08:08

Hallo Cobo,

ja, man hat gestopft, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Geschmack stand nur in dem Maße im Blickpunkt, daß das Bier eben nicht verdirbt. Nebeneffekte (Stopfaromen) hat man wohl trotzdem gern mitgenommen. Wobei die verwendeten Hopfen Welten von den heute gern verwendeten C-Hopfen entfernt waren. Soweit zu früher.

Ob, was und wieviel von dem Aroma übrig bleibt hängt viel vom Bier vom Hopfen und vom Stopfen ab. Da bin ich kein Experte, deshalb können andere vielleicht was schreiben.

Dirk

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