Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

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Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#1

Beitrag von philipp » Mittwoch 27. März 2019, 11:53

Liebe Braukollegen,

ich habe am WE mal wieder mit der beliebten manuellen Hendi-Platte mit 3,5kW Leistung gebraut und die aus Spaß mal durchgemessen. Oft wird hier ja berichtet, dass sie in Wirklichkeit nur 3,2 oder gar nur 3 kW Leistung habe. Das ist nur halb richtig.

Setting: Hendi auf Terasse mit ca. 10m Verlängerungskabel (1,5mm²), davor ca 15m Anschlussleitung zur UV (2,5mm²) und dann mit 10mm² zum HAK. Ich glaube, das ist vergleichbar, wie sie bei vielen steht.

Die Hendi nahm wirklich bei voller Leistungseinstellung 15A aus der Steckdose. Mehr darf sie nicht nehmen, sonst könnte auf Dauer der Lastautomat auslösen, gerade wenn noch z.B. das Licht im Raum auch über den gleichen Stromkreis abgesichert ist. Dabei bricht die Spannung von 230V Netzspannung durch den ohmschen Widerstand auf 205-210V ein. Das heißt, auf der Leitung entsteht ein Verlust von 200-300Watt.

Bei uns beim Brauen ist die Hendi machmal bis zu 90 Minuten auf dieser Einstellung. Das ist so eigentlich nicht vorgesehen.
Ich hörte nun kürzlich, dass sich bei einem Mitbrauer schon der Stecker der Hendi selber entzündet hat.

Ich will nicht vor der Hendi warnen - aber euch muss klar sein, was ihr da betreibt. Gerade wenn ihr in einer Gartenhütte selber Strom verlegt habt.

Und wenn ihr euren Brauraum gerade noch gestaltet und vor habt mit Hendi zu brauen: Sprecht mit eurem Elektriker, dass er euch dedizierte Stromkreise für die Hendi legt. Ihr könntet sogar überlegen, eure Hendi auf das blaue CEE-System umstellen zu lassen, dann habt ihr auch eine sichere Verbindung.

Wenn ihr die Hendi betreibt ohne ununterbrochen dabei so sein lohnt sich auch die Überlegung eines Brandmelders (nicht Rauch-).


Das Ganze gilt natürlich für alle Heizplatten und Systeme mit mehr als 2kW Leistung - oder wenn ihr mehrere kleine Heizplatten kombiniert.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#2

Beitrag von gargarmel » Mittwoch 27. März 2019, 12:51

Hallo,

gut das mal jemand auf sowas hinweist. :-)
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 11:53
Setting: Hendi auf Terasse mit ca. 10m Verlängerungskabel (1,5mm²), davor ca 15m Anschlussleitung zur UV (2,5mm²) und dann mit 10mm² zum HAK. Ich glaube, das ist vergleichbar, wie sie bei vielen steht.
Sowas sieht man in der Tat oft. Hier ja auch dürfte auch schon das Problem liegen, warum die Platten nicht auf 3,5kw kommen -> kürzeres Kabel nehmen oder 2,5mm2.

Es versteht sich von selbst das bei so einem Setup bitte keine Mehrfachstecker aus dem 1€ Laden verwendet werden dürfen. Bei 3,5kW ist eh die 16A Sicherung am Limit, alles andere dann bitte an einen anderen Stromkreis.

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#3

Beitrag von philipp » Mittwoch 27. März 2019, 12:54

Jo, und beim Kochen am besten die Hendi nicht über 3/4 Leistung bringen: Zumindest meine stellt sich dann regelmäßig wegen Überlast selber ab.
Gemittelt leistet sie mehr ohne die Abschalter, dafür aber auf weniger Leistung.

Merke: Wallend kochen - nicht sprudelnd.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#4

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 27. März 2019, 13:05

Jo, meine stellt sich auch nach etwa 1 Stunde einmal ab, obwohl ich mit etwa 2,5 kW wallend koche und ausreichend Kabelquerschnitt habe. Aber einmal kurz aus- und wieder eingestellt und ich kann bis zum Ende kochen (90 Min.).
Beste Grüße
Michael

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#5

Beitrag von heizungsrohr » Mittwoch 27. März 2019, 13:21

Es gibt eh kaum Gründe, länger als 60 Minuten zu kochen. Und zumindest bis 30 Liter läuft die Hendi nur zum Aufheizen auf Vollgas, danach eher so bei 2 - 2,5kW. Aber an Kabeltrommeln sollte man sowas natürlich nicht versuchen.

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#6

Beitrag von matschie » Mittwoch 27. März 2019, 13:22

An der Stelle kann ich nur wieder - unabhängig von der Automatisierungsmöglichkeit - die GGM Platte empfehlen.
Ich hatte die Hendi gleichzeitig da. Der Qualitätsunterschied ist enorm, insbesondere wenn man die mal öffnet.

Deutlich bessere Lüftung, bessere Verarbeitung, breiterer Edelstahlrahmen, vollständige Versiegelung der Platine gegen Feuchtigkeit, kein Abschalten, durchgehende Leistungsaufnahme von 3500W, und das für einen minimalen Aufpreis.

Christoph (Biermensch) hat ja auch verschiedene getestet und festgestellt, dass die Hendi gegenüber hochwertigeren ziemlich abstinkt.
Warum immer noch die Hendi zuerst empfohlen wird ist mir völlig unverständlich.

Nicht nur wegen der Heizleistung, wenn ich höre, dass die Hendi ihren eigenen Stecker grillt :Waa Vielleicht stellt die sich nicht ohne Grund nach einer Stunde ab.
gargarmel hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 12:51
Es versteht sich von selbst das bei so einem Setup bitte keine Mehrfachstecker aus dem 1€ Laden verwendet werden dürfen. Bei 3,5kW ist eh die 16A Sicherung am Limit, alles andere dann bitte an einen anderen Stromkreis.
Leider nicht "selbstverständlich" - es gibt ja extra Verlängerungskabel mit 2,5mm², meistens als "für den Bau" betitelt. So eins funktioniert bei mir seit einigen Suden sehr zuverlässig und wird auch nach 1,5h kochen nur handwarm am Stecker.

Aber wenn dann selbstgebastelte SSR-Automatisierungs-Lösungen davorgehängt werden, wo nicht mal auf die elementarsten Elektronikregeln geachtet wird (Kabelschuh?) ist alles was danach kommt ohnehin nebensächlich :Wink
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#7

Beitrag von philipp » Mittwoch 27. März 2019, 13:26

matschie hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 13:22
durchgehende Leistungsaufnahme von 3500W,
1) Physikalisch unmöglich.

2) Mein Punkt war eben nicht: "Die Hendi ist gefährlich" sondern: "Bitte achtet darauf, bei 3,5kW geht ihr an die absolute Grenze dessen, was die Leitung und die Dosen hergeben."

Gerade wenn man die Leitung vielleicht selber verlegt hat, und die nötigen Querschnitte nicht eingehalten hat (1,5mm² ist beispielsweise eigentlich zu wenig und nur, bei gewissen Verlegearten, im Heimbereich erlaubt für 16A Absicherungen) kann es auch mal in der Wand der Brauhütte kokeln.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#8

Beitrag von philipp » Mittwoch 27. März 2019, 13:28

matschie hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 13:22
Aber wenn dann selbstgebastelte SSR-Automatisierungs-Lösungen davorgehängt werden, wo nicht mal auf die elementarsten Elektronikregeln geachtet wird (Kabelschuh?) ist alles was danach kommt ohnehin nebensächlich :Wink
Ja, das ist sowieso spitze. Auch so ein SSR müsste bei 15A gekühlt werden. Glücklich, wer da noch eine 0-Durchgangserkennung drin hat ;-)

Tja, die Skalierung von 20-30l auf 70-100l ist halt Leistungstechnisch nicht linear.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#9

Beitrag von danieldee » Mittwoch 27. März 2019, 13:44

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 11:53
Gerade wenn ihr in einer Gartenhütte selber Strom verlegt habt.
Da fühl ich mich direkt angesprochen :-)
Die kritischen Punkte sind die Übergangswiderstände nicht die Leitungen. Jede Wagoklemme, Schukostecker etc. erhöht das Potential eines Brandes.
Deshalb, wenn es möglich ist die Verbindungen am besten löten.

Offtopic:
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#10

Beitrag von matschie » Mittwoch 27. März 2019, 14:15

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 13:26
1) Physikalisch unmöglich.
Wir wollen mal nicht zimperlich sein. Ist schon ein Unterschied, ob quasi dauerhaft die volle Leistung abgerufen wird oder ob die Leistung (aus welchem Grund auch immer) zwischen 3 und 3,5KW schwankt.
2) Mein Punkt war eben nicht: "Die Hendi ist gefährlich" sondern: "Bitte achtet darauf, bei 3,5kW geht ihr an die absolute Grenze dessen, was die Leitung und die Dosen hergeben."
Bin ich bei dir. Wer dann aber noch ein Gerät hat, das vielleicht nicht optimal ist und auf dem das CE-Zeichen eher zu Dekozwecken klebt, verringert dies das Risiko nicht unbedingt.
Gerade wenn man die Leitung vielleicht selber verlegt hat, und die nötigen Querschnitte nicht eingehalten hat (1,5mm² ist beispielsweise eigentlich zu wenig und nur, bei gewissen Verlegearten, im Heimbereich erlaubt für 16A Absicherungen) kann es auch mal in der Wand der Brauhütte kokeln.
Guter Hinweis! Aber vor allem in Verbindung mit Daniels Hinweis:
danieldee hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 13:44
Die kritischen Punkte sind die Übergangswiderstände nicht die Leitungen. Jede Wagoklemme, Schukostecker etc. erhöht das Potential eines Brandes.
Wobei es da bei "richtiger" Ausführung, sprich Aderendhülsen, Kabelschuhe, sattes Aufliegen, etc. kein Problem gibt.
Deshalb, wenn es möglich ist die Verbindungen am besten löten.
Lieber eine gute Wago-Klemme [--Wegen aktuen Unfugs gestrichen (Siehe Post von Irrwisch)--] als eine schlechte Lötverbindung!!
Offtopic:
Seit ich die Venturidüse verwende und der Topfdeckel drauf bleibt reicht es für sprudelndes Kochen mit 2500W zu fahren
Ebenfalls OT: Einzelteile liegen bei mir jetzt auch rum, ist das nächste Bastelprojekt :Smile
Zuletzt geändert von matschie am Mittwoch 27. März 2019, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#11

Beitrag von irrwisch » Mittwoch 27. März 2019, 14:42

Das ist echt witzig.
Dieser Thread soll vor schlecht gemachten Elektroninstallationen warnen, und es wird direkt schon wieder soviel dummes Zeug gepostet was den unwissenden zu Unfug verleiten könnte.

1. 1.5mm^2 Leitungen verlöten?! Ist nicht dein ernst oder? Lötstellen können brechen. Vor allem wenn man zwei Kabel mit einander verlötet. Dass man bei der Hausinstallation Leitungen verlötet hör ich auch zum ersten mal.

2. Wago Klemmen und Aderendhülsen. Welche Wago Klemmen denn genau? Bei den sehr geläufigen Wago 221 (Federklemmen) darf man eben sogar KEINE Aderendhülsen benutzen. Da werden die feinadrigen Kabel so geklemmt und das ist vom Hersteller so vorgesehen!
Und bei den Wago 2273 für starre Leitungen werden die Adern ja einfach so reingedrückt.
Bitte keine so Halbwarheiten verbreiten.

Aderendhülsen benutzt wenn man den Schraubklemmen verwendet.

Mir sind übrigens die Wago Federklemmen von allem am liebsten. Schraubklemmen können sich lösen. Lötstellen brechen. Die Wago Federklemmen haben immer eine definierte Klemmkraft und halten einfach.

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#12

Beitrag von matschie » Mittwoch 27. März 2019, 15:02

irrwisch hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 14:42
2. Wago Klemmen und Aderendhülsen. Welche Wago Klemmen denn genau? Bei den sehr geläufigen Wago 221 (Federklemmen) darf man eben sogar KEINE Aderendhülsen benutzen. Da werden die feinadrigen Kabel so geklemmt und das ist vom Hersteller so vorgesehen!
Und bei den Wago 2273 für starre Leitungen werden die Adern ja einfach so reingedrückt.
Sorry, war mir nicht bewusst! Habe meinen Post editiert!
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#13

Beitrag von philipp » Mittwoch 27. März 2019, 15:58

danieldee hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 13:44

Die kritischen Punkte sind die Übergangswiderstände nicht die Leitungen. Jede Wagoklemme, Schukostecker etc. erhöht das Potential eines Brandes.
"Halb/halb". Wago-Klemmen können das ab. Die sind darauf ausgelegt und man kann im Datenblatt nachlesen, was geht. Auch stehen diese, anders als Schuko-Stecker, nicht in ständiger Bewegung.

Du hast Recht, diese können ein Schwachpunkt sein. Wenn aber die 1,5mm²-Leitung in der Gartenhütte in die Styropor-Dämmung eingelassen wurde (am besten noch als 5x1,5mm²) kann die Leitung schnell > 100°C heiß werden.

Hier eine Tabelle mit Strombelastbarkeiten je nach Querschnitt und Verlegungsart. https://library.e.abb.com/public/a6d7a9 ... ewfile.pdf

(Jeweils unter der Annahme, dass die Leitung 70°C warm werden darf - wohlgemerkt! Deshalb sollte man Kabeltrommeln immer abrollen...)
Deshalb, wenn es möglich ist die Verbindungen am besten löten.
Wie schon geschrieben wurde: NEIN, AUF KEINEN FALL!

1.) Lötzinn fließt, was anfangs noch "fest" aussieht, wird locker werden.
2.) Gerade, wenn es etwas wärmer wird, fließt es schneller.
3.) Bitte vor dem Schrauben von Litzekabeln diese auch _nicht_ mit Lötzinn verzinnen, die werden auch lose.

Genau vor solchen "Tipps" und Selbstbaudingern wollte ich gerade warnen, vor allem wenn zeitgleich mit 3,5kW gearbeitet wird.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#14

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 27. März 2019, 16:00

Mal ne Frage vom Elektroidioten: Wagoklemme hin oder her, aber so eine Feder hält ja den Druck auch nicht ewig oder? Irgendwann lässt doch jede Federspannung mal nach oder nicht?
Beste Grüße
Michael

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#15

Beitrag von philipp » Mittwoch 27. März 2019, 16:05

Die Klemmen sind wie Widerhaken angeordnet. Und doch, der Druck bleibt.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#16

Beitrag von Biermensch » Mittwoch 27. März 2019, 17:50

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 11:53
Liebe Braukollegen,

ich habe am WE mal wieder mit der beliebten manuellen Hendi-Platte mit 3,5kW Leistung gebraut und die aus Spaß mal durchgemessen. Oft wird hier ja berichtet, dass sie in Wirklichkeit nur 3,2 oder gar nur 3 kW Leistung habe. Das ist nur halb richtig.
Die Verwendung von Verlängerungskabeln wird meines Wissens in den Handbüchern von den 3,5kw Teilen untersagt.
Hier aus dem Handbuch der Bartscher IK35sk, und ich bin sicher das auch in den anderen gelesen zu haben:

"Der Steckdosenstromkreis muss mit mindestens 16A abgesichert sein. Anschluss
nur direkt an eine Wandsteckdose; Verteiler oder Mehrfachsteckdosen dürfen nicht
verwendet werden."



Bei der Hendi im speziellen kommt noch hinzu, das sie nicht in der Lage ist, geringe Erhöhungen des Topfbodens duch die Hohlwölbung verlustfrei zu überbrücken, was bei diversen anderen Platten nicht auftritt.

Gruß

Christoph
Zuletzt geändert von Biermensch am Mittwoch 27. März 2019, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#17

Beitrag von irrwisch » Mittwoch 27. März 2019, 17:56

Die Wagoklemmen halten besser als so manche Schraubklemme. Vor allem wenn man mal in einem älteren Haus ne UP Dose aufmacht wo 3-4 Drähte in einer Schraubklemme zusammen sind. Wenn man da nur mal leicht dran zieht rutschen die Drähte meist schon so raus.
Mittlerweile benutzt auch echt jeder die Wagoklemmen. Kenne keinen Handwerker/Elektriker der noch mit was anderem arbeitet.
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 15:58
3.) Bitte vor dem Schrauben von Litzekabeln diese auch _nicht_ mit Lötzinn verzinnen, die werden auch lose.
Genau! Oft brechen sie dann auch einfach an der Lötstelle ab.
Zur Vollständigkeit halber:
Wenn man Litzen/Mehradrige Kabel in einer Schraubklemme anbringen will muss ne Aderendhülse drüber. Die Aderendhülse wird mit einer speziellen Zange verpresst (und NICHT etwa einfach mit ner Kombizwange grob zusammengequetscht)

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#18

Beitrag von danieldee » Mittwoch 27. März 2019, 21:21

irrwisch hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 14:42
Das ist echt witzig.
Dieser Thread soll vor schlecht gemachten Elektroninstallationen warnen, und es wird direkt schon wieder soviel dummes Zeug gepostet was den unwissenden zu Unfug verleiten könnte.

1. 1.5mm^2 Leitungen verlöten?! Ist nicht dein ernst oder? Lötstellen können brechen. Vor allem wenn man zwei Kabel mit einander verlötet. Dass man bei der Hausinstallation Leitungen verlötet hör ich auch zum ersten mal.

2. Wago Klemmen und Aderendhülsen. Welche Wago Klemmen denn genau? Bei den sehr geläufigen Wago 221 (Federklemmen) darf man eben sogar KEINE Aderendhülsen benutzen. Da werden die feinadrigen Kabel so geklemmt und das ist vom Hersteller so vorgesehen!
Und bei den Wago 2273 für starre Leitungen werden die Adern ja einfach so reingedrückt.
Bitte keine so Halbwarheiten verbreiten.

Aderendhülsen benutzt wenn man den Schraubklemmen verwendet.

Mir sind übrigens die Wago Federklemmen von allem am liebsten. Schraubklemmen können sich lösen. Lötstellen brechen. Die Wago Federklemmen haben immer eine definierte Klemmkraft und halten einfach.
Ziemlich gefährliches Halbwissen wieder heute unterwegs!

Lötstellen können brechen in beweglichen Verbrauchern niemals in fester Installation!
Eine gut gelötete Verbindung ist einer Klemme IMMER vorzuziehen (in unbeweglichen Installationen!). Stoffflüssige Verbindungen haben einen niedrigeren Widerstand als Quetsch oder Klemmverbindungen.

(Anderer Kommentar)
Lötzinn kann fliessen?
Ernsthaft jetzt?
Im Moment gibt es nur noch bleifreies "freigegebenes" Lot, bei welchen der Schmelzpunkt über 200° liegt. Wenn du das erreichst hast du andere Probleme!

Und ja Wagoklemmen sind dafür ausgelegt, die Übergangswiderstände sind trotzdem da. Wenn was richtig warm wird sind es die Verbinder, egal welche! Auch hier kann der kontakt korrodieren über die Zeit, deshalb lieber löten.

EDIT: Ich spreche von fester Verdrahtung
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#19

Beitrag von philipp » Mittwoch 27. März 2019, 22:01

danieldee hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 21:21
Eine gut gelötete Verbindung ist einer Klemme IMMER vorzuziehen (in unbeweglichen Installationen!).
Genau deswegen ist die Löterei auch verboten und die Klemmen nach wie vor erlaubt und Mittel der Wahl. Spätestens nach dem "reindrücken" in die Verteilerdose stehen die Verbindungen unter Spannung.

Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Elektroinstallationen sind ausschließlich durch dafür befähigte Personen zu errichten - dann ist sie auch normgerecht und der Versicherungsschutz greift.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#20

Beitrag von Sura » Mittwoch 27. März 2019, 22:08

Löten würde ich auch nicht, und seit es Aderendhülsen gibt, wird das auch seit 30 Jahren nirgendwo mehr ernsthaft empfohlen. Das könnte man sinnvoll nur bei Litzen machen, und die sind nicht für feste Verdrahtung gemacht.
Feste Verlegungen von 1,5mm² kann man zwar machen, aber der Übergangswiderstand in den Klemmen ist ein Problem. Das kann man auch schön sehen wenn man mal nach dem Aufheizen mit 3,5kw mit einer Wärmebildkamera in die Verteilerdose schaut... dann entsteht schnell der Drang nach einer dickeren Leitung und entsprechend dickeren Klemmen. Wenn man Klemmen ordentlich veschraubt dann halten die übrigens auch. Dazu muss man aber auch ne ordentlich Klemme haben, und die Kabel ordentlich einführen und nicht vorher verknicken.
Die Stecker und Dosen die man im Baumarkt kaufen kann, sind oftmals nur bis 10A ausgelegt, aber auch die teureren Namenlosen sind von eher zweifelhafter Qualität. Da lohnt es 3€ mehr in Markenware zu investieren. Ansonsten kann die Dose wirklich mal in Flammen aufgehen.
Und wenn man 3,5kW an einer Dose betreiben möchte, dann bitte nichts anderes auf der Leitung laufen lassen....
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#21

Beitrag von irrwisch » Mittwoch 27. März 2019, 23:11

Genau, der VDE hat wahrscheinlich auch überhaupt keine Ahnung wenn er das verlöten von Kabeln bei einer Hausinstallation untersagt.

Ich sag da nix mehr und schüttel nur den Kopf (genauso wie bei einigen Threads im Automatisierungsforum).

Aber philipp hats ja schon treffend beschrieben. Spätestens wenn das verlötete Kabel in die UP Dose gequetscht wird droht es zu brechen.

Zur Erinnerung: Wir reden hier über Festinstallation für 230V/16A.

Was ihr in euren Kistchen mit Raspberry Pi und 5V und 12V bastelt und lötet ist völlig Wurscht. Da kannst du deine Litzen auch gerne zusammenlöten.

Die Wago 221 sind übrigens bis 32A zugelassen. Klar werden die dann warm. Das dürfen die aber auch. Bis max 105°

Hier auch nochmal eine gute Übersicht von Wago:
https://www.wago.com/de/gebaeudetechnik ... ngsklemmen

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#22

Beitrag von fff » Mittwoch 27. März 2019, 23:17

Sura hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 22:08

Die Stecker und Dosen die man im Baumarkt kaufen kann, sind oftmals nur bis 10A ausgelegt, aber auch die teureren Namenlosen sind von eher zweifelhafter Qualität. Da lohnt es 3€ mehr in Markenware zu investieren.
Für den Braumeister habe ich die Steckdose gegen eine Campingsteckdose getauscht - die Steckdose als Markenware war auch nicht wesentlich besser (vom Übergangswiderstand her gesehen) und wurde heiß.

Cheers
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#23

Beitrag von danieldee » Donnerstag 28. März 2019, 06:12

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 22:01
danieldee hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 21:21
Eine gut gelötete Verbindung ist einer Klemme IMMER vorzuziehen (in unbeweglichen Installationen!).
Genau deswegen ist die Löterei auch verboten und die Klemmen nach wie vor erlaubt und Mittel der Wahl. Spätestens nach dem "reindrücken" in die Verteilerdose stehen die Verbindungen unter Spannung.

Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Elektroinstallationen sind ausschließlich durch dafür befähigte Personen zu errichten - dann ist sie auch normgerecht und der Versicherungsschutz greift.
4 Jahre gelernt und als 2 bester im Kammerbezirk Oberfranken abgeschlossen dann E-Technik Studium. :Greets
Im Eingangspost wurde geschrieben "gerade wenn ihr selber verlegt habt". Das ist dann keine offiziell nach VDE errichtete Elektroinstallation. Ganz klar! In einer Hausinstallation zu löten wo 5 Leitungen à 3x1.5 in einer Dose enden und der Lehrling sie mit aller Gewalt mit dem Hammerstielende reindrückt halte ich auch nicht für richtig.
Es geht im thread um den selber verdrahteten schuppen der auf maximallast läuft. Um hier die widerstände klein zu halten bin ich immer noch der festen meinung dass eine lötung sinnvoller ist!
Aber macht es natürlich wie ihr wollt, aber nicht wundern wenn die dose das leuchten anfängt.
Fakt ist und da gebe ich dir voll Recht, lieber einen Drehstromanschluss verwirklichen und eine Phase für die Hendi benutzen. Alles andere ist hart am Limit und riskant
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
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Sura
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#24

Beitrag von Sura » Donnerstag 28. März 2019, 07:03

danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 28. März 2019, 06:12
4 Jahre gelernt und als 2 bester im Kammerbezirk Oberfranken abgeschlossen dann E-Technik Studium. :Greets
Naja, sowas oder sowas in der Art kann jeder zweite hier im Thread (ich auch) von sich geben. Und glaube mir, das ist nur in dem Moment was wert, wo du einen Schein dafür bekommst. Bei mir ist das knapp 30, respektive fast 20 Jahre her, da ist das nichts mehr weiter wert als eine Zeile im Lebenslauf :Greets
danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 28. März 2019, 06:12
Im Eingangspost wurde geschrieben "gerade wenn ihr selber verlegt habt". [.....] selber verdrahteten schuppen [.....] bin ich immer noch der festen meinung dass eine lötung sinnvoller ist!
Aber genau aus dem oben erwähnten muss ich da wiedersprechen. Ich behaupte mal, das nur ganz wenige hier im Forum richtig löten können. Die meisten machen eine Art heisskleben mit 15 Jahre altem Lötzinn und falsch eingestelter Temperatur des Billiglötkolbens. Heraus kommt dann wohl eher selten eine ordentlich und nicht zu weit verlaufene, glänzende Lötstelle, die wirklich perfekt ist. Wenn du sowas hinbekommst, und hinterher gegen Wind und Wetter schützt, dann kann man das mal so hinpfuschen. Genauso ist das mit den Schraubklemmen. Ordentlich eingeführt und verarbeitet, halten die problemlos.

Aber ehrlich gesagt traue ich das sogar den wenigsten hauptberuflichen Elektrikern zu die ich die letzten Jahre getroffen habe. Die Wago-Klemmen sehe ich persönlich als Reaktion auf Zeitdruck, Pfusch, und Unvermögen bei der Verarbeitung von Schraubklemmen. Damit kann jeder dressierter Affe eine Elektroinstallation auf die Wand bekommen. Und ohne das ich damit jemandem zu Nahe treten will: Das ist das Level auf dem du in einem Forum wie diesem hier Tipps geben darfst! Die meisten bekommen halt einfach nicht mehr auf die Reihe. Warum sollten sie auch?
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#25

Beitrag von danieldee » Donnerstag 28. März 2019, 07:18

Sura hat geschrieben:
Donnerstag 28. März 2019, 07:03
danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 28. März 2019, 06:12
4 Jahre gelernt und als 2 bester im Kammerbezirk Oberfranken abgeschlossen dann E-Technik Studium. :Greets
Naja, sowas oder sowas in der Art kann jeder zweite hier im Thread (ich auch) von sich geben. Und glaube mir, das ist nur in dem Moment was wert, wo du einen Schein dafür bekommst. Bei mir ist das knapp 30, respektive fast 20 Jahre her, da ist das nichts mehr weiter wert als eine Zeile im Lebenslauf :Greets
danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 28. März 2019, 06:12
Im Eingangspost wurde geschrieben "gerade wenn ihr selber verlegt habt". [.....] selber verdrahteten schuppen [.....] bin ich immer noch der festen meinung dass eine lötung sinnvoller ist!
Aber genau aus dem oben erwähnten muss ich da wiedersprechen. Ich behaupte mal, das nur ganz wenige hier im Forum richtig löten können. Die meisten machen eine Art heisskleben mit 15 Jahre altem Lötzinn und falsch eingestelter Temperatur des Billiglötkolbens. Heraus kommt dann wohl eher selten eine ordentlich und nicht zu weit verlaufene, glänzende Lötstelle, die wirklich perfekt ist. Wenn du sowas hinbekommst, und hinterher gegen Wind und Wetter schützt, dann kann man das mal so hinpfuschen. Genauso ist das mit den Schraubklemmen. Ordentlich eingeführt und verarbeitet, halten die problemlos.

Aber ehrlich gesagt traue ich das sogar den wenigsten hauptberuflichen Elektrikern zu die ich die letzten Jahre getroffen habe. Die Wago-Klemmen sehe ich persönlich als Reaktion auf Zeitdruck, Pfusch, und Unvermögen bei der Verarbeitung von Schraubklemmen. Damit kann jeder dressierter Affe eine Elektroinstallation auf die Wand bekommen. Und ohne das ich damit jemandem zu Nahe treten will: Das ist das Level auf dem du in einem Forum wie diesem hier Tipps geben darfst! Die meisten bekommen halt einfach nicht mehr auf die Reihe. Warum sollten sie auch?
Ist noch gar nicht so lang her, gerade mal 9 Jahre.
Wir haben in der Ausbildung ganze Kabelbäume für Fahrzeuge gemacht (und da ist keines abgebrannt!) auch Crimpkontakte nachgelötet wenn sie in einer Zugentlastung sitzen. Selbst in Validierungen mit Shakertest fallen gelötete Verbindungen (mit Zugentlastung) nicht aus, die Schraubklemme oder Klemmverbindung schon.
Schraubklemmen waren Jahrzehnte die Mittel der Wahl und gibt es außerhalb des VDE Spektrums immer noch.
Jede Verbindung ob Schraub, Quetsch, Klemm oder Stoffflüssig muss korrekt ausgeführt werden damit sie funktioniert.
Und bei einem Punkt muss ich dir auch Recht geben, Löten nicht babbn :-)
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#26

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 28. März 2019, 07:43

Wieso eigentlich so kompliziert? Man zieht von der HV oder UV eine 5x10² zu seiner Braustube, hängt da nen CEE Wandverteiler mit FI und Sicherungsautomaten auf und schließt die Hendi an. Fertig.

Btw, Frage an die Elektriker: Wieso eigentlich nicht Verpressen?
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#27

Beitrag von Sura » Donnerstag 28. März 2019, 08:08

danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 28. März 2019, 06:12
Ist noch gar nicht so lang her, gerade mal 9 Jahre.
Wir haben in der Ausbildung ganze Kabelbäume für Fahrzeuge gemacht (und da ist keines abgebrannt!) auch Crimpkontakte nachgelötet wenn sie in einer Zugentlastung sitzen. Selbst in Validierungen mit Shakertest fallen gelötete Verbindungen (mit Zugentlastung) nicht aus, die Schraubklemme oder Klemmverbindung schon.
.... und da sind meine Erfahrungen eben gegnsätzlich: Vor knapp 30Jahren haben wir bei Airbus Montagarbeiter, die einen Lötkolben im Gepäck hatten, beinahe gleich wieder hochkant wieder aus der Halle befördert.

Was beides aber gemein hat: Es hat beides nichts mit Hausinstallation zu tun. :Wink
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#28

Beitrag von Biermensch » Donnerstag 28. März 2019, 08:26

Also um das evtl. abzukürzen:

1. Die Hersteller der Induktionsplatten untersagen die Verwendung von Verlängerungskabeln und Verteilerdosen sowieso.
2. Wenn was gelegt werden muss, macht das ein Elektriker des Vertrauens, wie der es macht ist egal, man selbst ist aus dem Schneider. Oder man ist selber Fachmann.
3. Macht man es nicht wie 1. oder 2. ist es auch gut, darf aber nicht heulen wenn alles abbrennt und die Versicherung nichts zahlt.
Fertig.

Und an sonsten nimmt man die einzig wahre Kabeltrommel, die WIRKLICH immer geht. :Pulpfiction
Profi-Kabeltrommel für dem Bau.JPG
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#29

Beitrag von Alien_TM » Donnerstag 28. März 2019, 18:16

wenn dann scho der hier

B(r)austromverteiler:
baustromverteiler.jpg
falls das Bild schon jemand kennt, oder es scho im Forum irgendwo gibt..... psscchht, nix sagen ;-)

...Alex

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#30

Beitrag von philipp » Freitag 29. März 2019, 09:30

danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 28. März 2019, 06:12
Im Eingangspost wurde geschrieben "gerade wenn ihr selber verlegt habt". Das ist dann keine offiziell nach VDE errichtete Elektroinstallation.
Och doch, so habe ich das gemacht: Alle Kabel nach Absprache verlegt und passend abisoliert und einen Elektriker dann das anschließen lassen. Kostet ca. 1 Stunde Arbeit.
Fakt ist und da gebe ich dir voll Recht, lieber einen Drehstromanschluss verwirklichen und eine Phase für die Hendi benutzen. Alles andere ist hart am Limit und riskant
Und wer mehr als ein Heizsystem verwendet: Die bitte auf die Phasen verleiten - auch wenn sie seperat abgesichert sind ;-)

(Habe ich tatsächlich auch schon gesehen: 5x1,5mm² und dann phasengleich aufgelegt.....)
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#31

Beitrag von monty03 » Freitag 29. März 2019, 09:53

Hallo,

ich verwende momentan zwei Hendis fürs Brauen, wobei die zweite nur das Nachgusswasser erhitzt und nie mit mehr als 2 kw läuft. Durch den Thread hier bin ich im Hinblick auf die Sicherheit und Dauerhaftigkeit ein wenig verunsichert. Bislang hängen die Hendis an zwei unterschiedlichen mit 16A abgesicherten Stromkreisen, Probleme gab es nie (Sicherung oder FI sind noch nie gefallen).

Im Brauraum befindet sich auch noch eine 400V-CEE-Dose.

Wäre es eurer Ansicht nach besser, die Hendis an einem CEE-auf-Schuko-Adapter zu betreiben? Wäre dieser https://www.amazon.de/Schwabe-Adapter-S ... r=8-8&th=1 geeignet?

Danke und Gruß
Monty

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#32

Beitrag von philipp » Freitag 29. März 2019, 10:02

Hey Monty,

optimal wäre es, wenn die zwei Stromkreise auch an zwei verschiedene Phasen angeklemmt wären. Das kannst du messen: Wenn zwischen den Steckdosen ca 0V Unterschied liegt, ist das leider so.
Misst du 400V, ist alles in Ordnung.

Die 400V-Dose wäre eine hübsche Option, aber wenn die beiden Schuko-Steckdosen anständig verkabelt sind, ist doch alles gut.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#33

Beitrag von monty03 » Freitag 29. März 2019, 10:20

Danke für die Info. Ich werde das mal kontrollieren. Sollte es nicht passen, sind die 30 Euro für den Adapter sicher gut investiert.

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#34

Beitrag von philipp » Freitag 29. März 2019, 10:43

Das stimmt.

Eine Idee noch: Prüfe, ob die CEE-Drehstrom-Dose auch an einem 30mA-Fehlerstromschutzschalter liegt. Eigentlich muss das so sein, aber das wurde in der Vergangenheit nicht immer so eng gesehen.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#35

Beitrag von Malzwein » Freitag 29. März 2019, 10:44

Dafür gibt es auch Energieverteiler als Steckdosenleiste. Wenn die erste Dose deutlich mehr Ampere zieht, schaltet die zweite temporär ab. Die Formulierung "deutlich mehr Ampere" bedeutet, dass z.B. eine Brausteuerung noch genug Strom bekommt. So verwende ich es für Maische und Nachgusswasser an einem Stromkreis. Es muss an der abzuschaltenden Steckdose ein Heizgerät verwendet werden, dass bei Stromzufuhr direkt startet. Digitale Einkocher oder Heizplatten gehen nicht.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#36

Beitrag von philipp » Freitag 29. März 2019, 11:18

Hat nur die manuelle Hendi nicht so gern - der Lüfter kann dann nicht nachkühlen.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: Heiß renovieren mit elektrischen Sudpfannen

#37

Beitrag von Malzwein » Freitag 29. März 2019, 16:34

Wieder die alte Geschichte... nenne mir eine eindeutig wegen des fehlenden Lüfternachlaufs ausgefallene Hendi.

Bei mir jedenfalls laufen zwei Hendis seit Jahren fehlerfrei ohne Nachlauf des Lüfters. Beim Kochen wird natürlich nachgelüftert. Vermutlich sind hier mehr Hendis durch Glasbruch oder Basteleien kaputt gegangen, als durch Überhitzung.

Im Temperaturbereich bis 80°C dürfte ein Überhitzen ausgesprochen unwahrscheinlich sein, man kann aber zur Sicherheit mit einem PC Lüfter oder auch einem Ventilator gegensteuern. Die Umgebungstemperatur spielt sicher auch eine Rolle, in einem Gastronomiebetrieb im Hochsommer beim stundenlangen Schnitzelbraten entstehen ganz andere Temperaturen in der Hendi, als mit unseren Maische- und Nachgusstemperaturen.

Vielleicht dazu interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Temperatu ... turbereich
Die Hendi sollte nicht unter Unterhaltungselektronik fallen.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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