Hopfengott - Billig(h)eimer?

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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Hopfengott - Billig(h)eimer?

#1

Beitrag von smoellers » Montag 1. April 2019, 10:54

Moin,

als Einsteiger und "Neubrauer" liest man ja erst mal ne Menge im Forum und macht sich schlauer. Lange hab ich überlegt ob hier was schreibe (eher nicht meine Art), aber ich dachte ich teile meine Erfahrung und berichte von der ersten Erfahrung mit dem OneConcept Hopfengott 30.

Vor ca. 3 Wochen habe ich bei Amazon das Malzrohrsystem Hopfengott 30 für € 269,- geordert. Ähnelt optisch dem Brewmonk oder dem Klarstein Brauheld, nur in einfach.

Pumpe ist nicht fest montiert oder eingebaut, sondern hängt am Ablasshahn, Malzrohr etc. sind aber gefertigt wie bei den anderen Geräten (soweit im Netz oder hier im Forum erkennbar) und es wurde ebenfalls in China produziert. Ich könnte mir vorstellen, dass das Gerät der Fa. Concept One der Vorläufer der Klarstein Geräte ist, aber das ist nur Mutmaßung und vielleicht weiß da ja jemand etwas zu.

Für meinen Start als Neubrauer zum Brauen im Malzrohr Segment, fand ich es einen sehr günstigen Einstieg und habe mich einfach mal getrau es zu kaufen.

Super ein- und verpackt traf es bei mir ein und entsprach genau der Beschreibung. Als erstes habe ich dann einen Test mit Wasser gemacht und alles funktionierte einwandfrei. Heizen bei Vollast, Pumpe, Hahn - Alles lief einwandfrei. Mit Wasser also schon mal ein positives Ergebnis.

Am letzten Wochenende dann der erste Test im real-life Betrieb. Mein erster eigener Sud (vorher beim alten Arbeitgeber allerdings schon mal mit einem Braumeister gebraut) und die Erfahrung mit dem Gerät war auch hier super.

Für den ersten Test einen nicht so großen Sud gemacht (10 Liter), nächster soll dann wohl 20 Liter werden.

Zusammenfassend kann ich sagen: Alles was den Gebrauch des Gerätes angeht, wirklich keine Mängel. Vom Maischen, zum Läutern bis zum Würzekochen ohne Probleme. Nix angebrannt oder angesetzt, auch das Reinigen alles einwandfrei. Spüli, Wischen fertig - da musste nicht mal der Tab zum Einsatz kommen.

Was aus dem Bier wird (NEIPA von Braumischung.de) wird sich zeigen, aber wenn das nix wird lag es wohl am Neubrauer und nicht an der Technik ;-).

Mal sehen ob sich das Gerät bei Thema in Bezug auf Langlebigkeit auch auszeichnet, dafür ist dieses Jahr schon Einiges in der Planung.

Zusammenfassend kann ich sagen: Der Neubrauer ist zufrieden und freut sich auf den nächsten Sud!

Grüße und immer ne Handvoll Hopfen im Kessel ;-)
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#2

Beitrag von hairface » Sonntag 6. Oktober 2019, 20:36

Moin aus Bremen,

bist du bisher noch mit dem Hopfengott zufrieden?
Ich interessiere mich auch für das Gerät, weiß aber noch nicht so genau ob das Teil auf längere Sicht funktioniert.

Gruß Lothar

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#3

Beitrag von Mehrbier » Sonntag 6. Oktober 2019, 21:57

Schon gesehen an welchem Datum der Beitrag geschrieben wurde?

Aber mal Spaß beiseite: Ich wäre auch interessiert, da der Preis dem des Brauheld im Aktionszeitraum entspricht und ich das Gerät schon bei Amazon erspäht habe.

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#4

Beitrag von smoellers » Montag 7. Oktober 2019, 13:19

Moin, grundsätzlich bin ich mit dem Gerät zufrieden. Hab jetzt neun Sude damit gebraut. Sudhausausbeute ist ok, Läutern läuft und Bier sind 👍🏻.
Der einzige Knackpunkt ist die dazugehörige Pumpe. Ich hab sie gegen eine andere ausgetauscht. Die dazugehörige hat sich schnell zugesetzt.
Für den Einstieg finde ich das Gerät gut. Und Preis-Leistungsverhältnis ist auch gut.
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#5

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 7. Oktober 2019, 13:33

Boah geil. Das Ding kann laut Produktbeschreibung sogar 140°C, also 3,6 bar Dampfdruck. Und das mit bloßem aufgelegten Topfdeckel....
Perfekt zum Autoklavieren von ganzen Gäreimern inklusive Deckel, Gärspund und Hahn!
Da kann ja überhaupt nichts mehr schief gehen, mit den hochpräzisen chinesischen Leistungsangaben :P
Technische Daten
Füllmenge: 15 Liter (für 10 Liter Bier)
auch mit 30 Liter (für bis zu 25 Liter Bier) erhältlich
Kesselmaterial: Edelstahl
Leistung: 500 bis 1600 Watt
Temperaturbereich: 30-140°C
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#6

Beitrag von Mehrbier » Montag 7. Oktober 2019, 21:14

Steht das bei den chinesischen Schwestergeräten, wie den Klarsteinen, nicht auch in der Produktbeschreibung? Da kannst du mal sehen wie weit uns die Chinesen mittlerweile technologisch überlegen sind :D

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#7

Beitrag von t-u-f » Mittwoch 9. Oktober 2019, 21:04

Moin,

Hab mir mal die Bedienungsanleitung von dem Gerät runtergeladen und als Hersteller ist dort
Chal-Tec GmbH
angegeben...

und zu Chal-Tec GmbH gehört auch Klarstein... :Angel

Gruß
T-u-F
t-u-f ne Abkürzung für Tüddeln und Fummeln :thumbup


Falls ich nicht SOFORT und UNVERZÜGLICH auf Fragen in einem Thread reagiere:
Es liegt daran, dass ich ein wichtigers Hobby habe als den Computer:

Meine Familie!!! :thumbsup

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#8

Beitrag von hairface » Donnerstag 10. Oktober 2019, 18:55

smoellers hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 13:19
Moin, grundsätzlich bin ich mit dem Gerät zufrieden. Hab jetzt neun Sude damit gebraut. Sudhausausbeute ist ok, Läutern läuft und Bier sind 👍🏻.
Der einzige Knackpunkt ist die dazugehörige Pumpe. Ich hab sie gegen eine andere ausgetauscht. Die dazugehörige hat sich schnell zugesetzt.
Für den Einstieg finde ich das Gerät gut. Und Preis-Leistungsverhältnis ist auch gut.
Moin Moin,....das hört sich bisher ja ganz gut an, bis auf die Pumpe. Hast du die Pumpe gegen die Originalpumpe ausgetauscht oder etwas aus dem Zubehör genommen? Und wenn ja, welche und/oder woher hast du sie?

Gruß Lothar

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#9

Beitrag von smoellers » Donnerstag 10. Oktober 2019, 19:08

Moin Lothar, ich hab bei Amazon eine Pumpe geordert und seitdem klappt’s. Homebrew Bierpumpe hieß die.
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#10

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Dienstag 15. Oktober 2019, 11:03

Wie muss man sich das vorstellen? Wird da die Maische (inklusive Spelzen) im Kreis herumgepumpt?

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#11

Beitrag von Mr_Mazine_LE » Dienstag 15. Oktober 2019, 11:16

Moin, so wie es auf dem Bild ausschaut, wird die Würze über den Läuterfilter & Malzkorb angesaugt und über ein Sieb oben wieder aufgebracht :Grübel
Kurz um, bekannte bewährte Technik...


Screenshot_20191015-111105.png
Einzelteile Bild
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#12

Beitrag von smoellers » Dienstag 15. Oktober 2019, 12:50

Richtig, am Ablasshahn läuft die Würze raus und wird oben wieder draufgespült.
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#13

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Dienstag 15. Oktober 2019, 13:32

Der Läuterfilter ist das Stück, das zwischen Glasdeckel und Schraube liegt? Und der setzt sich nicht zu, wenn man da die Würze mit einer Pumpe durchzieht? Oder ist das gedacht für Spezialmischungen ohne Spelzen?

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#14

Beitrag von Mr_Mazine_LE » Dienstag 15. Oktober 2019, 14:12

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Dienstag 15. Oktober 2019, 13:32
Der Läuterfilter ist das Stück, das zwischen Glasdeckel und Schraube liegt?
Ja
DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Dienstag 15. Oktober 2019, 13:32
Und der setzt sich nicht zu, wenn man da die Würze mit einer Pumpe durchzieht? Oder ist das gedacht für Spezialmischungen ohne Spelzen?
Vorgefiltert wird die Würze doch schon durch den Malzkorb, das sollte passen...
Dann läuft es in den Steckfilter, durch den Hahn in die Pumpe.

Den Filter gibt's auch so zu kaufen, für ganz klare Würze gibt's noch einen Feinfilter Überzug ähnlich einem Pariser :Bigsmile
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#15

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Dienstag 15. Oktober 2019, 16:12

Der "Malzkorb" ist dann der umgedrehte Deckel, nord-westlich des Glasdeckels?

verstehe ich trotzdem nicht: Ein normaler Läuter-Schlitzboden kann bei zu schnellem Läutern verstopfen, und dieses Wunderwerk namens "Malzkorb" nicht? Obwohl da aktiv mit Pumpe gesaugt wird?

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#16

Beitrag von Mr_Mazine_LE » Dienstag 15. Oktober 2019, 16:17

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Dienstag 15. Oktober 2019, 16:12
Der "Malzkorb" ist dann der umgedrehte Deckel, nord-westlich des Glasdeckels?
Negativ, auf 2 Uhr

Das Teil auf 10 Uhr ist vermutlich auch ein Bestandteil des Malzkorbs, meine der kommt oben irgendwie darauf.

Na ja, bei einer schlechten Abstimmung läuft jedes System schlecht und verstopft , zur Volumenregulierung gibt doch den Hahn....
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#17

Beitrag von smoellers » Dienstag 15. Oktober 2019, 16:32

Ich hab bei 10 Suden noch nie Probleme mit dem läutern gehabt. Immer reibungslos und in guter Zeit.
Das „Lochblech oben drauf sorgt nur dafür dass Dir das Malz nicht rumschwimmt im Bottich und dann den Filter zusetzt.
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#18

Beitrag von hairface » Dienstag 15. Oktober 2019, 18:35

smoellers hat geschrieben:
Donnerstag 10. Oktober 2019, 19:08
Moin Lothar, ich hab bei Amazon eine Pumpe geordert und seitdem klappt’s. Homebrew Bierpumpe hieß die.
Moin Moin smoellers,

hört sich alles doch soweit ganz brauchbar an :thumbup
Habe im Netz nach Ersatzpumpen gesehen, da gibt es ja reichlich Auswahl in allen Preisklassen.
Ich würde mich freuen von dir hin und wieder mal von deine Erfahrungen (sowohl gute als auch schlechte) mit dem Hopfengott zu lesen.

Gruß Lothar

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#19

Beitrag von Mehrbier » Dienstag 15. Oktober 2019, 21:05

Da kann ich mich Lothar nur anschließen.

Gruß Gerdi

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#20

Beitrag von smoellers » Mittwoch 16. Oktober 2019, 20:10

Hi Lothar, hi Gerdi,

Anbei der Link zur Ersatzpumpe. Die läuft jetzt seit 6 Suden durchgängig gut. Ordentlich reinigen ist ihr anscheinend wichtig. ;-)
Wie geschrieben, läutern gut, Sudhausausbeute ganz gut und Biere so wie ich sie mir vorstelle. Bis ´her eher IPAs oder leichte Ales gebraut.

Ich möchte nicht zum Bierwissenschaftler werden und mich mit der Materie im Detail auseinandersetzen, sondern Biere für den Eigenbedarf brauen, die mir schmecken (und ein paar anderen ;-)) und etwas experimentieren und dafür reicht das Gerät absolut.

Wenn es etwas hochwertiger sein soll, aber ein Brauautomat, würde ich wohl den Grainfather empfehlen, den nutzt ein Buddy von mir und ist sehr zufrieden (Kühlung viel einfacher), oder wenn Geld keine Rolle spielt ist der Speidel natürlich eine schöne Geschichte - mit dem hatte ich auch schon mal das Vergnügen zu brauen. An Zusatzzubehör habe ich mir noch eine Kühlspirale gegönnt. Für Sonntags mal 60 Flaschen Bier machen, reicht es mir voll und ganz.

https://www.amazon.de/gp/product/B07MLQ ... UTF8&psc=1

Beste Grüße
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#21

Beitrag von Mr_Mazine_LE » Mittwoch 16. Oktober 2019, 22:42

Kurze Frage der Wirtschaftlichkeit,
Der Hopfengott 15liter ca 200€ braucht nach Kauf eine vernünftige Pumpe die 60-90€ kostest

Den Mundschenk gibts für ca 290€ sofern dort die Pumpe brauchbar ist. In Summe ist der Kauf des Mundschenks eher als sinnvoll zu betrachten?
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#22

Beitrag von smoellers » Donnerstag 17. Oktober 2019, 13:12

Hallo Mazine, ist ja quasi die Weiterentwicklung. Von daher bestimmt in Betracht zu ziehen. Da hab ich nur keine Erfahrung. Der Hopfengott war der Vermeintlich günstige Einstieg in das Thema Brauen. Aber für die zusätzliche Pumpe musst du nicht so viel investieren.

LG
Stefan
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#23

Beitrag von Pale Moon » Sonntag 10. November 2019, 17:12

Hallo Stefan,

Hast Du den Stopper verwendet? Dessen Sinn verstehe ich nicht, und der ist auch nirgendwo erklärt (habe ich evtl. übersehen?).

Und wie bist Du nach dem Hochschieben des Filterbehälters vorgegangen? Wenn ich es richtig verstanden habe, sollte man ja jetzt - vor dem Abmaischen - das Malz nochmal mit 78°C durchspülen (Nachguss).

Vielen Dank und weiterhin viel Spaß - Euch allen, natürlich! :)

PS:
Das ist mein erster Beitrag hier, nachdem ich wochenlang nur lesend dabei war. Ich habe diesen "Hopfengott" auch und bin bei meinem ersten Sud. ;)
Viele Grüße
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#24

Beitrag von smoellers » Sonntag 10. November 2019, 19:20

Hallo Pale Moon,

Wenn Du mit Stopper dieses kleine Metalldingel meinst, den stecke ich immer ins Rohr, damit beim Malz einfüllen zum Beispiel kein Malzmehl nach unten durchrutscht.
Ob es sonst wichtig ist weiß ich auch nicht.
Dann viel Spaß beim ersten Sud! Wird bestimmt super. Das Erste ist ist das Schönste!
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#25

Beitrag von Pale Moon » Sonntag 10. November 2019, 19:30

Danke Dir - so hatte ich es auch verwendet. :thumbup Es war dann aber nicht mehr möglich, das Ding aus dem heißen "Gebräu" herauszuholen, um das Lochblech auf die Stange zu setzen. Daher habe ich das Lochblech einfach so oben aufgelegt - ging auch.

Momentan koche ich den Hopfen wallend. Es duftet! :Smile

Nachher werde ich mit der Kühlspirale runterkühlen und in den Gäreimer füllen.

PS:
Diese Stange für das Lochblech ist ja höhenverstellbar. In welcher Höhe sollte man das einstellen? Ich habe die höchstmögliche eingestellt, damit das Lochblech möglichst weit oben sitzt. Ich hoffe, das war ok so.

PS2:
Was entspricht beim Hopfengott eigentlich dem Treber? Im Filterbehälter bleibt ja eine ganze Menge Malz (fast komplett) hängen. Vom Treber sehe ich nichts. Entschuldigt bitte meine dämliche Anfänger-Frage. :redhead
Viele Grüße
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#26

Beitrag von smoellers » Montag 11. November 2019, 10:28

Das mit dem Treber ist ganz simpel, das gekochte Malz im Eimer wird Treber genannt.

Lochblech mache ich immer ein Stück über dem Malz.

Für Fachbegriffe gibt es einen Super Ratgeber.

https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku.php/doku

Da kannst Du Dich erst mal ordentlich belesen.

Viel Spaß!
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#27

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 11. November 2019, 10:45

smoellers hat geschrieben:
Montag 11. November 2019, 10:28
Das mit dem Treber ist ganz simpel, das gekochte Malz im Eimer wird Treber genannt.

...

Für Fachbegriffe gibt es einen Super Ratgeber.

https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku.php/doku

Da kannst Du Dich erst mal ordentlich belesen.
Lies auch noch mal ...
Viel Spaß!
:Wink
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#28

Beitrag von Pale Moon » Montag 11. November 2019, 11:11

Nach dem Ablassen des Suds in den Gäreimer verbleibt am Boden des Kessels ein "Schlamm". Ich würde sagen, das ist der Treber - den ich beim Schreiben gestern Abend ja noch nicht sehen konnte. :Wink

Ich vermute, dass meine dumme Frage vor allem daher rührt, dass ich zwar etwas zu den Vorgängen des Brauens gelesen, aber mangels anschaulichem Selbst-Machen noch nicht alles verstanden hatte. Außerdem wird ja häufig eher mit Einkocher, Läuterspirale etc. gearbeitet, wo man als Anfänger wohl besser reinkommt. Aber ich hab's jetzt halt mit dem o.g. Gerät gemacht und hoffe, dass das Ergebnis in einigen Wochen trinkbar und annehmbar lecker ist. :Drink

Ansonsten sollte ich rechtzeitig ein gekauftes (Weihnachts-)Bier im Keller haben. :redhead
Viele Grüße
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#29

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 11. November 2019, 11:28

Der "Schlamm" nach dem Kochen wäre Hopfentreber, Heißtrub und (falls du in der Sudpfanne gekühlt hast) Kühltrub. Das "Zeug", das du in dem Gäreimer abgelassen hast ist Ausschlagwürze.

Der Treber ist das, was nach dem Läutern an festen Bestandteilen im Maischebottich zurückbleibt.

Kleines ABC:
http://hobbybrauer-kompendium.de/index.html
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#30

Beitrag von smoellers » Montag 11. November 2019, 12:44

Danke lieber Jens!
😇
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#31

Beitrag von bumbumbirne » Freitag 22. November 2019, 23:32

Hallo zusammen,

also ich habe auch einen Hopfengott und bin von dem Gerät echt begeistert. Der Brauablauf ist denkbar einfach und macht Spaß.
Bisher arbeite ich mit Kessel und Rührwerk und habe das Equipment nun um den Hopfengott ergänzt - vermutlich wird aber abgelöst und verkauft.

Das Einspeichern der 4 Rasten ist extrem Hilfreich.

Auch das Läutern ist im Vergleich zum Arbeiten mit Kessel und Läuterhexe um einiges einfacher. Das Auskratzen von einem 70L Kessel ist dann doch beschwerlicher.

Das war auch der Grund für den Hopfengott. Nach über 2 Jahren mit dem großen Kessel und großen Mengen habe ich gemerkt, dass das Bewältigen dieser Mengen (für mich) mehr Arbeit als Spaß macht. Also gehe ich wieder zurück in die 30 L Klasse, mit der ich ursprünglich vor einigen Jahren begonnen habe. Was mir dann vor 2 Jahren zu klein war - war dann doch zu groß - also nun wieder klein. ABER automatisiert.

Und er macht Spaß, der Hopfengott.

Tatsächlich ist mir auch mitten im zweiten Brauvorgang die Pumpe ausgestiegen. Habe sie dann zerlegt, gereinigt und wieder zusammengesetzt. Das Einsetzen der kleinen RInge die da zum Vorschein kamen war jedoch sehr fummelig. Aber sie geht wieder.

Meine Hendi Platte hatte sich schon mal wegen Überhitzung ausgeschalten. Der Abstand zwischen Lüfter und Tisch war wohl bei meinem Aufbau zu gering, also habe ich Standfüße gebaut für mehr Luft - und alles war gut. Daher habe ich mir den Hopfengott näher in Sachen Belüftung angeschaut. Im Boden und an den Seiten sind Lüftungsöffnungen. Doch wenn der Hopfengott auf dem Tisch steht, kann aus meiner Sicht wenig Luft an der Bodenplatte zirkulieren. Somit habe ich mit einer Lochkranzsäge 2 große Löcher in den Tisch gesägt, nachdem ich mich für einen Aufstellort entschieden habe, damit die Belüftung besser läuft.

Preis - Leistung passt für mich. Spaß macht er auf jeden Fall.

MfG
Tobias

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#32

Beitrag von Pale Moon » Samstag 23. November 2019, 10:44

Ich habe meinen 1. Sud mit der 15 L Variante gemacht, kann also nicht vergleichen. Aber als absoluter Anfänger bin ich ganz gut damit zurecht gekommen - auch dank der großartigen Hilfe hier aus dem Forum. Danke dafür auch an dieser Stelle. :Greets

Ich hatte mit dem Hopfengott folgendes "Problem":
Als das Wasser wallte(98°C auf der Anzeige) wartete ich noch ein paar Minuten, aber mehr/heftiger wurde es nicht. Also gab ich das Malz dazu. Dann hatte ich ein (Verständnis?)-Problem: Ich hatte 2 Rasten geplant (50 Min. bei 63°C, dann 10 Min. bei 72°C). Aber nach der Zugabe des Malz lag die Temperatur noch längere Zeit bei knapp 80°C. Ich wusste nicht, ob ich dann kaltes Wasser dazuschütten sollte, wartete also einfach ab, bis die 63°C erreicht waren. Bis dahin dauerte es aber wohl knapp 20 Min., bis die 1. Rast wie geplant für ab dann 50 Min. bei 63°C ablaufen konnte. Das ist wohl weniger ein Problem des Geräts, oder? Habe ich an der Stelle etwas falsch gemacht? Hätte ich nach der Malz-Zugabe schnell auf die 1. Rast-Temperatur runterkühlen sollen?

Danke für Eure hilfreichen Hinweise und ein schönes Wochenende! :Smile

PS: Meine Frage hat wohl weniger mit dem Hopfengott zu tun, sorry.
Viele Grüße
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#33

Beitrag von hkpdererste » Samstag 23. November 2019, 11:55

Pale Moon hat geschrieben:
Samstag 23. November 2019, 10:44
Habe ich an der Stelle etwas falsch gemacht?
Wenn du bei 50° baden willst, kochst du dann auch das Wasser auf, setzt dich rein und wartest bis es die richtige Temperatur hat? Falls die Antwort nein lauten sollte, hast du deinen fehler gefunden. :Mad2

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#34

Beitrag von smoellers » Samstag 23. November 2019, 12:14

Hi Pale Moon,

man kann es so „freundlich“ wie hkpdererste schreiben, oder den Hinweis geben, dass Du es nicht ganz so gemacht hast wie man es machen sollte.
Schau Dich noch mal im Forum oder im BierWiki um, Fan. Wirst Du finden wie die richtige Reihenfolge ist.
Lass Dich nicht entmutigen. 😉
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DerWelcherDurstHat
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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#35

Beitrag von DerWelcherDurstHat » Samstag 23. November 2019, 13:09

Ich versuche mal eine Anfänger-kompatible Antwort. Bin ja selbst noch ein Anfänger und habe vielleicht gerade deswegen eher eine Ahnung, welche Information Pale Moon weiterhilft.

Das Malz darf auf gar keine Fall heisser werden als 77°C sonst gibt es Blausud.

Man kann das Wasser aufkochen, um Sauerstoff (und ggf auch Kalk) auszutreiben. Das Malz darfst Du aber erst zugeben, wenn es auf <77°C abgekühlt ist. Besser ist es, auf nur wenige Grad über Einmaischtemperatur abzukühlen, so dass es durch die Zugabe genau die Rasttemperatur erreicht.

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#36

Beitrag von hkpdererste » Samstag 23. November 2019, 15:55

DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Samstag 23. November 2019, 13:09
Das Malz darf auf gar keine Fall heisser werden als 77°C sonst gibt es Blausud.
Das Malz darf durchaus heisser werden als 77°, siehe Dekoktion. Allerdings eben nicht alles auf einmal sondern nur ein gewisser Anteil, damit man nacher noch damit arbeiten kann.
DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Samstag 23. November 2019, 13:09
Das Malz darfst Du aber erst zugeben, wenn es auf <77°C abgekühlt ist.
Auch das ist schon wieder, freundlich ausgedrückt, suboptimal. Wenn bei 77° eingemaischt werden würde sind die Enzyme, die ihr Wirkoptimum im 60er Bereich haben ruck zuck übern Jordan.
DerWelcherDurstHat hat geschrieben:
Samstag 23. November 2019, 13:09
Besser ist es, auf nur wenige Grad über Einmaischtemperatur abzukühlen, so dass es durch die Zugabe genau die Rasttemperatur erreicht.
Genau dieses ist die zu wählende Methode. Falls es nicht gerade zur Wasseraufbereitung aufgekocht werden soll ist es auch gar nicht nötig wesentlich über die gewünschte erste Rasttemperatur zu heizen.

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Re: Hopfengott - Billig(h)eimer?

#37

Beitrag von Pale Moon » Samstag 23. November 2019, 17:36

Danke für Eure Hinweise!

Ich bemerke eben (in meinen Notizen), dass ich das Wasser nicht zum Kochen brachte, sondern auf 74°C. :redhead

Da das Thema nichts mit dem Hopfengott zu tun hat, habe ich zu meiner Frage bzgl. der Temperaturen einen neuen Thread gestartet:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=22928
Viele Grüße
Pale Moon

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