learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

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jawi
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learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#1

Beitrag von jawi » Mittwoch 8. Mai 2019, 15:37

Hallo ins Forum!
Ich möchte heute mein erstes Brauerlebnis mit Euch teilen und erhoffe mir ein paar Tipps. Zwei Infos vorab: ich schreibe hier aus meiner Erinnerung. Das Vorhaben alles feinsauber zu dokumentieren ist nach ca. 20 Minuten über Bord gegangen, als die Fehlerserie startete und es nur noch darum ging zu retten, was zu retten ist. :D Aber das Bierbrau-Tagebuch steht bereit und wird ab sofort sauber geführt. Außerdem habe ich lange überlegt ob ich unsere echt horstigen Fehler hier offen zugebe, aber nur so lernt man eben... (und ich entschuldige mich bei jedem Horst, der sich hier durch meine Wortwahl gekränkt fühlt.)

Angefangen haben wir mit dem Buch: Craft-Bier einfach selber brauen. Nach der Lektüre haben wir beschlossen das wir viele Vorgänge erst so richtig verstehen, wenn wir es einfach ausprobieren. Wir haben uns für den Brauheld entschieden, da hier wohl die Anbrenngefahr nicht so groß sein soll wie beim Mundschenk. Allerdings haben wir wenig Erfahrungsberichte hierzu gefunden und auch keine Rezepte. Deshalb haben wir uns für ein einfaches Pale-Ale aus dem Buch entschieden. Die Übertragung der einzelnen Arbeitsschritte von Buch zu Brauheld hat sich als sehr schwierig für Menschen herausgestellt, die zum ersten mal in ihrem Leben Bier brauen, auch weil wir keinerlei Praxiserfahrungen mit dem Brauheld hatten und uns so auch die Funktionen der einzelnen Teile null vertraut waren. So hatte das Brauen etwas von einem Comedy-Scatch :D

Spoiler: Bier schmeckt trotzdem.

Jetzt zu den einzelnen Schritten (wie gesagt lückenhaft und sehr vereinfacht beschrieben, es geht mehr um die Fehler und um Unterstützung diese nicht wieder zu begehen):

Maischen
eingemaischt haben wir wie gesagt im Brauheld: Alles zusammengebaut... Hier ist direkt der erste Fehler entstanden: Wir Blitzbirnen wussten nicht, dass man das Lochblech höher setzen kann, da der Stab höhenverstellbar ist. Bemerkt haben wir es letztlich dadurch, dass die Soll-Wassermenge viel höher war als das Blech gestanden hätte. Da war natürlich schon alles zu spät, so dass wir das Lochblech nicht mehr aufsetzen konnten ohne das das Malz in den Überlauf läuft- Damit hatte sich das Pumpen also erledigt.
Also haben wir brav gerührt, das Einstellen der gewünschten Temperatur lief problemlos.

Läutern:
das Läutern über den Ablaufhahn hatte sich damit auch erledigt. Nachdem wir 30 Minuten lang trotzdem versucht hatten über den Ablaufhahn zu läutern, haben wir versucht den Bottich höher zu stellen und die Würze in den Topf laufen zu lassen. Auch das hat nicht zum gewünschten Ergebnis geführt, weshalb wir weitere 10 Minuten später brav mit einem 3 Liter Messbecher und einem Filtersack/Filtrierbeutel geläutert haben. Den Nachguss haben wir uns geschenkt, nachdem das Läutern schon eh viel zu lange gedauert hatte und wir uns sicher waren dass das Bier eh verloren ist.
Das Bier war erst nach 1,5 Stunden im Läutereimer und der Brauheld konnte erst einmal wieder gereinigt werden. Pumpe säubern, alles lief wieder wie geschmiert.

Kochen
Die erste Hopfengabe erfolgte im Topf - ohne Filterbehälter. Kochen auf 100 Grad war dank des 99 Grad-Tricks auch kein Problem. Allerdings lief die Pumpe vielleicht 2 Minuten, danach saß sie zu. Beim Säubern haben wir gesehen dass das Filterrohr komplett mit Hopfen voll saß. Gibt es da Tricks? Also war auch hier Rühren von Hand angesagt. Zweite Hopfengabe dann zum Schluss.

Kühlen
Nachdem der Hopfen gekocht war ging es dann ans Abkühlen mit der Spirale - das war leicht. Danach ging es - wieder von Hand geschöpft durch einen Filtersack in den Fermentierkessel. Hefe dazu, Deckel drauf und nach 12 Stunden fing die Hefe an zu arbeiten.

Ab da ging alles gut - bis zur Abfüllung ins Glas, Zuckerzugabe und Jungbierkostproben. Das Bier schmeckt erstaunlich gut und hat einen Alkoholwert von ca. 6 %. Allerdings ist ziemlich viel Trubstoff mit in die Gläser gekommen und der Ertrag dank der ganzen Pannen beläuft sich auf lediglich 26 0,5er Flaschen. Die Trubstoffe sind jetzt in den Flaschen zwar auf den Boden gesunken und das Bier schüttet sich anfangs recht klar, aber ca. 1/4 des Bieres spült zum Schluss die Schlacke ja wieder mit raus - habt ihr da Tipps wie diese nicht mit ausgeschüttet werden ohne das letzte Viertel Bier in den Flaschen zu belassen?

Das Treberbrot schmeckt übrigens auch!

Weitere Fragen:
Kann ich beim Brauheld das Filterrohr einfach weglassen oder schrotte ich damit die Pumpe?
Läuft die Pumpe dauerhaft (wenn sie denn läuft)?
Empfiehlt es sich die Löcher im Lochblech etwas aufzuhebeln, oder besser nicht?
Kann ich mit dem Brauheld auch direkt im Topf läutern, in dem ich den Filterbehälter hochstelle? Wie mache ich es dann am besten mit der ersten Hopfengabe, wenn diese doch auf dem Kochtopf-Boden erfolgen soll?
Nützt es mir etwas die Whirlpool-Technik auszuprobieren und dann mit dem Ablaufhahn zu arbeiten? Ich vermute nicht?

So das wars erst einmal an Fragen :D

Liebe Grüße
Jawi

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#2

Beitrag von afri » Mittwoch 8. Mai 2019, 22:42

jawi hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 15:37
habt ihr da Tipps wie diese nicht mit ausgeschüttet werden ohne das letzte Viertel Bier in den Flaschen zu belassen?
Länger warten. Je länger das "Zeug" Gelegenheit hat, zu Boden zu sinken, desto weniger wird es sich beim einschenken aus der Flasche bewegen. Ich habe generell wenig Bodensatz und meist ist er recht kompakt, das heißt er lässt sich nicht weiter stören beim Einschenken in einem Zug und bleibt, wo er ist.

Das stimmt nicht immer und in jedem Fall, aber meist hilft eine Lange Lagerzeit bei solcherlei Problemen. Die Unterstreichung eben war nicht ohne Sinn geschehen, man muss auch das Umfüllen von Flasche zu Glas bedenken, nicht ganz unwichtig. Manche Zeitgenossen gießen erst mal eine Hälfte aus der Flasche und irgendwann später die zweite Hälfte, das wird natürlich eine trübe Angelegenheit. Daher bietet es sich an, zur Flaschengröße passende Gläser bereit zu halten und dann gießt man bei passender Vorgehensweise auch nicht allzuviel Schmock mit ins Glas.
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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#3

Beitrag von marosh » Donnerstag 9. Mai 2019, 12:16

jawi hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 15:37

Weitere Fragen:
Kann ich beim Brauheld das Filterrohr einfach weglassen oder schrotte ich damit die Pumpe?
Läuft die Pumpe dauerhaft (wenn sie denn läuft)?
Empfiehlt es sich die Löcher im Lochblech etwas aufzuhebeln, oder besser nicht?
Kann ich mit dem Brauheld auch direkt im Topf läutern, in dem ich den Filterbehälter hochstelle? Wie mache ich es dann am besten mit der ersten Hopfengabe, wenn diese doch auf dem Kochtopf-Boden erfolgen soll?
Nützt es mir etwas die Whirlpool-Technik auszuprobieren und dann mit dem Ablaufhahn zu arbeiten? Ich vermute nicht?
Hallo Jawi,

1. Welches Filterrohr meinst du? Das Ding, welches an den Ablasshahn gebaut wird? Ich lasse es immer weg, da ich oft gelesen habe das es zu Problemen kommt weil das Ding verstopft. Gefehlt hat es mir noch nie. Ich mache dann nur beim Hopfen kochen die Pumpe aus.

2. Bei mir läuft die Pumpe dauerhaft. Wird dann erst zum Hopfen kochen ausgeschaltet, damit sie nicht durch den Hopfen verstopft. Ist mir zwar noch nie passiert und vielleicht geht es ja auch gut, aber ich möchte es eigentlich gar nicht erst ausprobieren. Bewegung ist durch das Kochen ja sowieso genug drin.

3. Die Löcher hab ich sofort nach dem 1. Sud aufgehebelt, weil sie ständig verstopft waren. Wenn du da aber noch keine Probleme hattest, dann können sie ja vielleicht bei dir so bleiben wie sie sind.

4. Du kannst es nicht nur, es ist sogar so gedacht, dass das Läutern über das Ausheben vom Malzkorb erfolgt. Wenn die 1. Hopfengabe eine Vorderwürzehopfung ist, dann einfach den Korb kurz ganz hoch heben und den Hopfen rein tun. Hier geht es (meines Wissens nach) eher darum, dass der Hopfen direkt am Anfang bei 78 Grad zugegeben wird, als darum direkt am Topfboden zu liegen.

5. Ich glaube, wenn du mit einer Spirale direkt auf Anstelltemperatur kühlst entfällt das, da sich der Hopfen schon beim abkühlen unten absetzt. Das würde eher nochmal alles wieder aufwirbeln. Allerdings fehlt mir hier die Erfahrung, da mir bisher (noch) die Spirale fehlt.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Falls eine von meinen Aussagen falsch ist, dann lass ich mich gerne korrigieren. Bin ja auch noch ziemlich am Anfang. :redhead

Gruß
Marco

phischi
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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#4

Beitrag von phischi » Donnerstag 9. Mai 2019, 16:17

Musste gerade lachen als ich den Thread aufgemacht habe, da ich exakt wie Du am Karfreitag begonnen habe. Neuer Brauheld 15 und das gleichnamige Buch.
Auch bei mir hat nicht alles funktioniert, das Bier liegt nun in Flaschen - ist aber eher ein Leichtbier mit knapp 4% Alkoholgehalt.
Da ich auch neu bin, kann ich Dir nicht unbedingt weiterhelfen - lese aber gerne Tipps von Erfahrenen hier weiter...
Gut Hopf!

P.S. Was bei mir schlecht lief:
1. Kannte den 99 Grad Trick nicht - und habe die Zeit manuell gestoppt, da der Timer nicht loslief
2. Ablass-Filter war verstopft, lass ich in Zukunft weg
3. Läutern - Malz war nach gefühlt 10 Sekunden trocken, auch der Nachguss lief einfach so durch - evtl. zu grob geschrottet (?)
4. Hatte die Technik mit dem Anbrennschutz nicht verstanden und lies daher beide Hahnen die ganze Zeit offen (Auch beim Kochen)
5. Zu wenig Wasser drin, hatte nur eine Ausbeute von 10 l - daher mit Wasser aufgefüllt (daher auch zu wenig Alkohol)

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#5

Beitrag von jawi » Freitag 10. Mai 2019, 23:55

afri hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 22:42
Länger warten. Je länger das "Zeug" Gelegenheit hat, zu Boden zu sinken, desto weniger wird es sich beim einschenken aus der Flasche bewegen. Ich habe generell wenig Bodensatz und meist ist er recht kompakt, das heißt er lässt sich nicht weiter stören beim Einschenken in einem Zug und bleibt, wo er ist.
Super vielen Dank 😁 mussten wir sogleich ausprobieren und hat super geklappt...
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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#6

Beitrag von jawi » Freitag 10. Mai 2019, 23:58

marosh hat geschrieben:
Donnerstag 9. Mai 2019, 12:16

1. Welches Filterrohr meinst du? Das Ding, welches an den Ablasshahn gebaut wird? Ich lasse es immer weg, da ich oft gelesen habe das es zu Problemen kommt weil das Ding verstopft. Gefehlt hat es mir noch nie. Ich mache dann nur beim Hopfen kochen die Pumpe aus.

2. Bei mir läuft die Pumpe dauerhaft. Wird dann erst zum Hopfen kochen ausgeschaltet, damit sie nicht durch den Hopfen verstopft. Ist mir zwar noch nie passiert und vielleicht geht es ja auch gut, aber ich möchte es eigentlich gar nicht erst ausprobieren. Bewegung ist durch das Kochen ja sowieso genug drin.

3. Die Löcher hab ich sofort nach dem 1. Sud aufgehebelt, weil sie ständig verstopft waren. Wenn du da aber noch keine Probleme hattest, dann können sie ja vielleicht bei dir so bleiben wie sie sind.

4. Du kannst es nicht nur, es ist sogar so gedacht, dass das Läutern über das Ausheben vom Malzkorb erfolgt. Wenn die 1. Hopfengabe eine Vorderwürzehopfung ist, dann einfach den Korb kurz ganz hoch heben und den Hopfen rein tun. Hier geht es (meines Wissens nach) eher darum, dass der Hopfen direkt am Anfang bei 78 Grad zugegeben wird, als darum direkt am Topfboden zu liegen.

5. Ich glaube, wenn du mit einer Spirale direkt auf Anstelltemperatur kühlst entfällt das, da sich der Hopfen schon beim abkühlen unten absetzt. Das würde eher nochmal alles wieder aufwirbeln. Allerdings fehlt mir hier die Erfahrung, da mir bisher (noch) die Spirale fehlt.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Falls eine von meinen Aussagen falsch ist, dann lass ich mich gerne korrigieren. Bin ja auch noch ziemlich am Anfang. :redhead

Gruß
Marco

DANKE! Das hilft mir wirklich sehr! Da ich erst ein einziges Mal gebraut habe kann ich nicht sagen ob das Sieb immer verstopft...

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#7

Beitrag von jawi » Samstag 11. Mai 2019, 01:12

phischi hat geschrieben:
Donnerstag 9. Mai 2019, 16:17
Musste gerade lachen als ich den Thread aufgemacht habe, da ich exakt wie Du am Karfreitag begonnen habe. Neuer Brauheld 15 und das gleichnamige Buch.
Auch bei mir hat nicht alles funktioniert, das Bier liegt nun in Flaschen - ist aber eher ein Leichtbier mit knapp 4% Alkoholgehalt.
Da ich auch neu bin, kann ich Dir nicht unbedingt weiterhelfen - lese aber gerne Tipps von Erfahrenen hier weiter...
Gut Hopf!

P.S. Was bei mir schlecht lief:
1. Kannte den 99 Grad Trick nicht - und habe die Zeit manuell gestoppt, da der Timer nicht loslief
2. Ablass-Filter war verstopft, lass ich in Zukunft weg
3. Läutern - Malz war nach gefühlt 10 Sekunden trocken, auch der Nachguss lief einfach so durch - evtl. zu grob geschrottet (?)
4. Hatte die Technik mit dem Anbrennschutz nicht verstanden und lies daher beide Hahnen die ganze Zeit offen (Auch beim Kochen)
5. Zu wenig Wasser drin, hatte nur eine Ausbeute von 10 l - daher mit Wasser aufgefüllt (daher auch zu wenig Alkohol)
Sehr cool ^^ fandest du es auch so schwer die Rezepte zu übertragen?

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#8

Beitrag von phischi » Montag 13. Mai 2019, 16:51

jawi hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 01:12

Sehr cool ^^ fandest du es auch so schwer die Rezepte zu übertragen?
Eigentlich nicht, da ich "nur" 15 l gebraut habe und das Rezept für 30 l ausgelegt war, habe ich alles nur halbiert.

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#9

Beitrag von fg100 » Montag 13. Mai 2019, 18:20

Ich hoffe es lesen viele Neulinge bei der Auswahl von Equipment eure Beiträge. Von ähnliche Problemen mit den MS, BH, GF und auch BM wird ja immer wieder berichtet. Für den Anfang finde ich einen Einkocher, Thermometer, Kochlöffel und Läuter-Gäreimer-Kombination mit Läuterspirale am sinnvollsten und auch bei weitem noch am preiswertesten. Von "normalen" Bieren bis zu Superstarkbierböcken geht da alles. Selbst Dekoktion ist machbar. Versucht das alles mal mit einem BH oder MS. Und man kann die Sachen üblicherweise bei einer Erweiterung weiter verwenden.

Ihr habt ja jetzt schon euere Geräte, aber ggf. überdenkt das ja jemand bei einer Erst- oder Neuanschaffung.

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#10

Beitrag von phischi » Dienstag 14. Mai 2019, 12:10

fg100 hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 18:20
Ich hoffe es lesen viele Neulinge bei der Auswahl von Equipment eure Beiträge. Von ähnliche Problemen mit den MS, BH, GF und auch BM wird ja immer wieder berichtet. Für den Anfang finde ich einen Einkocher, Thermometer, Kochlöffel und Läuter-Gäreimer-Kombination mit Läuterspirale am sinnvollsten und auch bei weitem noch am preiswertesten. Von "normalen" Bieren bis zu Superstarkbierböcken geht da alles. Selbst Dekoktion ist machbar. Versucht das alles mal mit einem BH oder MS. Und man kann die Sachen üblicherweise bei einer Erweiterung weiter verwenden.

Ihr habt ja jetzt schon euere Geräte, aber ggf. überdenkt das ja jemand bei einer Erst- oder Neuanschaffung.
Ja, kann man alles abwägen. Aber von Problemen mit dem Equipment würde ich nicht unbedingt bei mir reden. Beim ersten Mal muss nicht immer alles klappen. Die Erfahrung kommt erst mit der Zeit.
Hatte auch darüber nachgedacht, mit Einkocher, etc. zu starten. Dazu braucht man Platz und auch Kapital. Als ich dann vor der Einkocher-Auswahl stand, wollte ich natürlich was "gescheites". Der hätte dann knapp 190 EUR gekostet. Dazu braucht man dann noch Gäreimer mit Läuterspirale, etc. Den BH 15 habe ich für 206 EUR bekommen. Also habe ich nicht viel mehr Geld ausgegeben. Und habe normalerweise etwas Teilautomatisiertes.

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#11

Beitrag von fg100 » Dienstag 14. Mai 2019, 12:38

Man lernt beim Start ohne Automatisierung meiner Meinung nach deutlich mehr vom Brauvorgang. Und wie geschrieben hat eine klassische Ausstattung halt keine Einschränkung hinsichtlich der Vorgehensweise. Egal ob Kombirast oder Stufeninfusion usw.
Einen Gärbehalter brauchst sowieso. Den nimmt man halt auch als Läuterbehälter. Das zählt hier nicht zusätzlich. Läuterspirale liegt so um die 20€. Mehr ist zusätzlich nicht. Einkocher gibt es gute ab 100€. Oder oft kann man das schon bei Bekannten oder Verwandten leihen bis man nach ein paar Suden weiß wohin man möchte.

Ich möchte hier nicht dein Equipment kritisieren. Du musst dich da auch nicht rechtfertigen. Ich will nur darauf hinweisen, dass so Automaten nicht das Brauen erleichter. Meiner Meinung nach erzeugt man dadurch eher Probleme. Wenn du länger im Forum dabei bist wirst du feststellen, dass sehr viele erfahrene User von Automatisierung und großen Ausschlagsmengen wieder zurück zu Einkocher oder einfachen kleinen Töpfen mit Induktionsplatte in die 20l Klasse gehen.

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#12

Beitrag von smoellers » Donnerstag 16. Mai 2019, 12:48

fg100 hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 18:20
Ich hoffe es lesen viele Neulinge bei der Auswahl von Equipment eure Beiträge. Von ähnliche Problemen mit den MS, BH, GF und auch BM wird ja immer wieder berichtet. Für den Anfang finde ich einen Einkocher, Thermometer, Kochlöffel und Läuter-Gäreimer-Kombination mit Läuterspirale am sinnvollsten und auch bei weitem noch am preiswertesten. Von "normalen" Bieren bis zu Superstarkbierböcken geht da alles. Selbst Dekoktion ist machbar. Versucht das alles mal mit einem BH oder MS. Und man kann die Sachen üblicherweise bei einer Erweiterung weiter verwenden.

Ihr habt ja jetzt schon euere Geräte, aber ggf. überdenkt das ja jemand bei einer Erst- oder Neuanschaffung.
Hi, da muss ich leider widersprechen. Auch ich habe mir vor ein paar Wochen so eine chinesische Malzrohrkiste bestellt und habe als Neueinsteiger bisher drei gute Biere produziert, die so geworden sind wie so sollten (Klassisches IPA, NEIPA und eine Pale Ale.). An der Sudhausbauseute lässt sich noch arbeiten, aber ich finde es ist ein entspannter und unkomplizierter Einstieg ins Homebrewing. MAn muss sich hat ein bisschen an das halten wie man das Gerät nutzt - Videos bei Youtube sind vorhanden - und dann bekommt man relativ sauber, ohne großen Platzanspruch gute Biere produziert. Mein erstes Bier habe ich mal in einem Braumeister von Speidel gebraut, das war etwas einfacher, aber sonst war der Prozess sehr ähnlich.
Save the Ales!

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Re: learning by doing: mein erstes Bier und ein Berg an Fragen...

#13

Beitrag von smoellers » Donnerstag 16. Mai 2019, 12:54

An jawi und phischi den Tipp, schaut mal bei Youtube nach Mr. Cherrystone.

Der hat ein Super Video Tutorial für den Klarstein. kann man sich gut was abschauen. ;-)

Macht weiter, auch im China-Kocher kann man gutes Bier brauen!
Save the Ales!

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