Wie lange dauert Euer Brautag?

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
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Barney Gumble
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Wie lange dauert Euer Brautag?

#1

Beitrag von Barney Gumble » Montag 30. Dezember 2019, 07:54

Hatten das Thema mal im alten Forum https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... d&tid=9723
Hier hätte ich es noch nicht gefunden

Wer den “Schwanzvergleich” doof findet, bitte einfach ignorieren. Ich dachte mal es wäre interessant, da ich vermutet hätte, dass ja automatisiert in unserem Bereich nicht zwangsläufig auch soo viel schneller als weitgehend handwerklich sein muss. :Grübel

Um es besser zu definieren: mein erster Arbeitsschritt ist immer das Aufheizen (Schroten läuft ab dann parallel, alles andere, auch ggf. Wasserabkochen und Malzabwiegen sowie den gesamten Aufbau mache ich tags Zuvor), ab da läuft die Uhr. Und klar ist, dass man das Maischeverfahren (aufsteigende Infusion wohl schneller als Dreimaischverfahren) mit angeben muss. Natürlich entscheidend auch die Anstell-Temperatur.
Ziellinie ist immer: Deckel aufs Gärfass (bei Hefezugabe), wer über-Nacht-kühlt oder halt nach einer bestimmten Zeit im Kühlschrank die Hefe zugibt, mag halt den Zeitpunkt des Gärfass-Verräumens ohne Hefezugabe berücksichtigen. Klar, dass die Nacharbeit wieder das Schlimmste und Langwierigste sein kann, lasse ich aber bei “Bruttobrauzeit” auch mal wech jetzt.

Mit meiner Anlage (alles weitgehend handwerklich, 10,5 W Hockerkocher, Leitungswasser-Spiralkühler, Anstell-T 12 Grad) war das im besten Fall (nur Infusionen) was um 6,5 Stunden. Der negative Extremwert (mehrere Unfälle, Blausudvermeidung mit ewigem Nachrasten.., online-Ausprobieren von einem neuen GGW-Kühler :Ahh , Zusatzkühlung mit laaaangsam tauenden Eiswürfeln um auf 7 Grad Anstell-T zu kommen) hat dann mal ermüdende 11 Stunden ergeben.

Vg
Salomon
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#2

Beitrag von BrauWastlKoeln » Montag 30. Dezember 2019, 09:46

Moin,

denke bei dem Thema weniger an einen Vergleich oder Wettbewerb wer der schnellste ist, sondern an Tipps, wie man den Brautag effektiv gestalten kann.

Brauche mit meinem Einkocher für 20-25 Liter von Aufbau bis Abbau immer so 6-8 Stunden - je nach Rast- und Kochzeiten. Pale Ale mit Kombirast und 60 Minuten kochen geht natürlich schneller. Bisher nur einmal Dekoktion gemacht, da waren es 10 Stunden. Mache recht viel parallel:
Beim Aufheizen des Wassers wird die Schüttung gewogen und geschrotet. Beim Maischen wird parallel der Nachguss aufgesetzt und der Läutereimer vorbereitet. In der Läuterruhe wird der Maischekessel gereinigt um dann als Würzepfanne zu dienen. Während des Läuterns wird schon aufgeheizt und die die Zutaten für das Kochen abgewogen. In der Kochzeit wird der Läutereimer gereinigt und der Gäreimer vorbereitet. Nach dem Abseihen wird weiter im Gäreimer gekühlt und während der Kühlung wird der Einkocher und alles Equipment vom Kochen gereinigt bzw in die Spülmaschine geräumt. Dann die vorher rehydrierte/gesmackte/hochgepeppelte (die Zeiten dafür sind je nach Verfahren nicht unbedingt am Brautag) Hefe rein, Deckel drauf, Kühler in die Spülmaschine und alles verstauen. Die Zeit, die die Spülmaschine jetzt noch alleine arbeitet, ist nicht eingerechnet.

Gruß
Sebastian

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#3

Beitrag von Odin » Montag 30. Dezember 2019, 10:42

Gude,
unter 8 Stunden komme ich nicht. Meistens sind es, wenn man Vor- und Nacharbeiten berücksichtigt, eher 10 Stunden.
Bierherstellung beginnt mit dem Ausschlagen der Würze

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#4

Beitrag von gulp » Montag 30. Dezember 2019, 11:05

Der "Brautag" dauerte 5 1/2 Stunden und ich habe mich nicht beeilt.
Von hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... id#p360069

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#5

Beitrag von Barney Gumble » Montag 30. Dezember 2019, 11:24

BrauWastlKoeln hat geschrieben:
Montag 30. Dezember 2019, 09:46
Moin,

denke bei dem Thema weniger an einen Vergleich oder Wettbewerb wer der schnellste ist, sondern an Tipps, wie man den Brautag effektiv gestalten kann.

Brauche mit meinem Einkocher für 20-25 Liter von Aufbau bis Abbau immer so 6-8 Stunden - je nach Rast- und Kochzeiten. Pale Ale mit Kombirast und 60 Minuten kochen geht natürlich schneller. Bisher nur einmal Dekoktion gemacht, da waren es 10 Stunden. Mache recht viel parallel:
Beim Aufheizen des Wassers wird die Schüttung gewogen und geschrotet. Beim Maischen wird parallel der Nachguss aufgesetzt und der Läutereimer vorbereitet. In der Läuterruhe wird der Maischekessel gereinigt um dann als Würzepfanne zu dienen. Während des Läuterns wird schon aufgeheizt und die die Zutaten für das Kochen abgewogen. In der Kochzeit wird der Läutereimer gereinigt und der Gäreimer vorbereitet. Nach dem Abseihen wird weiter im Gäreimer gekühlt und während der Kühlung wird der Einkocher und alles Equipment vom Kochen gereinigt bzw in die Spülmaschine geräumt. Dann die vorher rehydrierte/gesmackte/hochgepeppelte (die Zeiten dafür sind je nach Verfahren nicht unbedingt am Brautag) Hefe rein, Deckel drauf, Kühler in die Spülmaschine und alles verstauen. Die Zeit, die die Spülmaschine jetzt noch alleine arbeitet, ist nicht eingerechnet.

Gruß
Sebastian
Ja, genau, so hätte ich es gemeint, zum Verbessern und Hinterfragen eigener Abläufe oder Ausstattung.

Sinnvoll, wer hat, links zur eigenen Anlage (Threads mit Bildern)
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#6

Beitrag von Rumborak » Montag 30. Dezember 2019, 11:31

Hi,

ich mache mittlerweile sehr oft die "Übernachtmaische".
D.h. ich benötige am ersten Abend ca. 2 Stunden zum Abwiegen, Schroten, Aufheizen und Einmaischen in den Thermoport.
Am nächsten Morgen sind es dann noch ca. 4-5 Stunden zum Läutern, Kochen, Kühlen, Putzen, etc.

Du siehst, dass die Gesamtzeit auch bei 6-8 Stunden liegt, jedoch auf zwei Zeitblöcke verteilt.
Ich braue übrigens in der 50L-Klasse. Ich denke, dass dies auch ein wichtiger Faktor bei der Gesamtzeit ist (Aufheizraten etc.).

VG
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#7

Beitrag von Bilbobreu » Montag 30. Dezember 2019, 12:24

Barney Gumble hat geschrieben:
Montag 30. Dezember 2019, 07:54
Hatten das Thema mal im alten Forum https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... d&tid=9723
Hier hätte ich es noch nicht gefunden

...

Mit meiner Anlage (alles weitgehend handwerklich, 10,5 W Hockerkocher, Leitungswasser-Spiralkühler, Anstell-T 12 Grad) war das im besten Fall (nur Infusionen) was um 6,5 Stunden. Der negative Extremwert (mehrere Unfälle, Blausudvermeidung mit ewigem Nachrasten.., online-Ausprobieren von einem neuen GGW-Kühler :Ahh , Zusatzkühlung mit laaaangsam tauenden Eiswürfeln um auf 7 Grad Anstell-T zu kommen) hat dann mal ermüdende 11 Stunden ergeben.

Vg
Salomon
Das Du bei der geringen Heizleistung ewig brauchst, ist jetzt nicht so überraschend. :P
Duck und wech.

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#8

Beitrag von coyote77 » Montag 30. Dezember 2019, 13:48

Ich komme inzwischen meist mit 6 Stunden hin, da ich auf Zeit sparen achte.

Das Brauwasser wird heiß aus dem Hahn gezogen und dann aufgeheizt, parallel geschrotet, dann meist Kombirast, kein Hochheizen auf 76 oder 78°C.

10 Min Läuterruhe, dann läutern nach Olis Batch sparge Methode, parallel schon zum Kochen aufheizen, Kochzeit 60 oder 70 Min, dann runterkühlen mit dem Eintauchkühler. Im Winter geht das recht fix auf (OG-)Anstelltemperatur, im Sommer oder bei UG muss ich mit Eiswasser nachhelfen, was länger dauert.

Dann den Eimer in den Kühlschrank, Hefe drauf und fertig!
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#9

Beitrag von LupusLupulus » Montag 30. Dezember 2019, 14:29

Ich rechne die Putzzeit immer mit rein. Muss ja auch gemacht werden.

Normalerweise bin ich in 6 bis 7 Stunden inkl. Putzen durch. Wobei ich in der Regel am Abend vorher schon die Schüttung abwiege und schrote.

Heute musste es schnell gehen. Daher war BIAB mit Kombirast angesagt. Angefangen mit Wasser abmessen um 6:45, fertig mit Putzen um 12:15. Hätte ich Depp beim Aufheizen mit dem Inkbird den Einkocher auf volle Leistung gestellt, statt das eingebaute Thermostat irgendwo in den 50ern eingestellt zu lassen :Ahh , dann wäre die Einmaischtemperatur auch nach dem Schroten erreicht gewesen und ich wäre noch etwas früher fertig geworden.

Cheers,
Flo
www.kesselbrauer.de - der Stuttgarter Hobbybrauerverein

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#10

Beitrag von secuspec » Montag 30. Dezember 2019, 18:05

Hallo Salomon,

bei uns sind die Abläufe noch nicht so 100% durchoptimiert. Oft muss noch etwas improvisiert werden. Wenn wir das aber tun, so schreiben wir uns das gleich auf, damit wir es beim nächsten Sud besser lösen können.

Wir schroten oft am Vorabend. Am nächsten Morgen wird Wasser aus dem Mischbettvollentsalzer eingefüllt und wasserchemisch dem gewünschten Stil angepasst.
Das Aufheizen auf Einmaischtemperatur geht durch das hochleistungsfähige Ringheizelement innerhalb etwa 20-30 Minuten vonstatten.
Während wir maischen wird auch das Nachgusswasser auf 76 Grad gebracht, ebenfalls durch ein Ringheizelement, das aber nur ein Drittel der Leistung der Maiche/Kochpfanne hat. Dauert dann etwa 45-50 Minuten und wird dann durch den PID im CraftbeerPi sehr genau gehalten.
Die Rasten laufen automatisch durch, der CraftbeerPi meldet sich per Pushover Message auf Handy und Apple Watch wenn die nächste Raste anfängt, oder wenn Hopfen gegeben werden muss. In dieser Zeit läuft alles sehr entspannt.
Dann wird abgemaischt und etwa 15 Minuten Läuterruhe gehalten. Mit dem Oli Verfahren "Treber auf Links drehen" Batch Sparge ist der Nachguss auch schnell und easy erledigt. Der isolierte Läutertopf, ähnlich einem Themoport, hält die Temperatur großartig. Die abgeläuterte Würze landet so schön warm wieder in der Maische/Kochpfanne. Sobald dort das Heizelement wieder gut bedeckt ist, starten wir das Aufheizen zum Kochen.
Ist die gewünschte Menge mit der gewünschten Stammwürze in der Maisch/Kochpfanne, geht das restliche Hochheizen bis zum Kochen in knapp 25 Minuten. Ich regle das 8,5kW Heizelement dabei auf einen Maximaloutput von 75% - das reicht völlig und es fängt nichts an zu karamellisieren.
Nach dem Kochen und den Hopfengaben wird noch 5 Minuten der Gegenstromkühler zur "Sterilisation" (eigentlich nur eine Verringerung der möglichen Keimlast durch die noch sehr heiße Würze) im Kreis gefahren, bevor wir das Kühlwasser andrehen. Der Exchilerator Brutus tut seinem Namen alle Ehre und kühlt brutal schnell herunter, so dass wir innerhalb von maximal 3 Minuten schon bei unter 80 Grad sind und damit die Nachisomerisierung gut im Griff haben.
Ab dann gehts durch den Kühler direkt in den Unitank. Sofern untergärig angestellt werden soll, pumpen wir bislang alles wieder in die Maische/Kochpfanne zurück bis wir so bei etwa 17-18 Grad mit dem normalen Hahnenwasser landen. Der Rest wird dann zukünftig mit Hilfe einer Teichpumpe und einem Eiswassereimer auf untertänige Anstelltemperatur gebracht und erst dann von der Pfanne in den Unitank gepumpt.

Von anfangs knapp 10 Stunden (incl. Putzen) sind mein Braukumpel Michael und ich inzwischen so bei knapp 7 Stunden auf der neuen Anlage gelandet. Ich denke ein akzeptabler Wert.

Viele Grüße,
Steffen
Sudhaus aus Brewpaganda 80l Töpfen,IDS2 Platte (Maischen),ULP 8kW Heizelement (Kochen), 3,5kW Element für Nachguss.
Gesteuert mit BREWBLOX (https://brewblox.netlify.app).

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#11

Beitrag von uli74 » Montag 30. Dezember 2019, 18:41

Mit dem Grainfather bin ich nach 4,5 Std fix und fertig, der ist recht flott unterwegs (dafür hat er ein paar Eigenheiten die mir nicht so gefallen. Ist halt ein Automat, der sich nicht gern dreinreden lässt), mit der großen Anlage (bisher noch mit Hockerkocher) dauerts 8-9 Std bis alles gereinigt ist.
Gruss

Uli

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#12

Beitrag von DerDallmann » Montag 30. Dezember 2019, 20:21

25l Sude dauern ca. 3,5 Std., 50l Sude ca. 4,5 Stunden.
Alles per BIAB im 70l Topf. Den großen Sud könnte ich erheblich beschleunigen mit zb einem Tauchsieder zu Unterstützung. Das Kühlen dauert halt trotzdem deutlich länger..

Short and shoddy gehen auch in 2,5 Std.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#13

Beitrag von Barney Gumble » Montag 30. Dezember 2019, 20:30

DerDallmann hat geschrieben:
Montag 30. Dezember 2019, 20:21
25l Sude dauern ca. 3,5 Std., 50l Sude ca. 4,5 Stunden.
Alles per BIAB im 70l Topf. Den großen Sud könnte ich erheblich beschleunigen mit zb einem Tauchsieder zu Unterstützung. Das Kühlen dauert halt trotzdem deutlich länger..

Short and shoddy gehen auch in 2,5 Std.
Oh, das ist spitze bisher. Muss sagen, ein so ein billig-Tauchsieder macht bei mir gefühlt fast nichts..
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#14

Beitrag von DerDallmann » Montag 30. Dezember 2019, 20:42

Die Heizraten sind Mist mit 3,5kw Induktion (HIC Metro) und dem 70l Topf
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#15

Beitrag von skappler » Montag 30. Dezember 2019, 21:07

Mit Kombirast im Thermoport und kochen auf der Hendi bin ich in der Regel so bei 6h inkl. reinigen. Da ich nur OG braue dauert das Kühlen nicht ganz so lange und dank Thermoport fällt die Läuterruhe weg. Demnächst will ich noch Batch Sparge probieren, vielleicht bringt das auch nochmal ein paar Minuten.

Insgesamt stört mich die Dauer aber nicht, da ich das ganze ja gern mache und es eigentlich sehr entspannend finde

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#16

Beitrag von afri » Montag 30. Dezember 2019, 22:58

skappler hat geschrieben:
Montag 30. Dezember 2019, 21:07
Demnächst will ich noch Batch Sparge probieren, vielleicht bringt das auch nochmal ein paar Minuten.
Habe ich probiert, so herum und andersrum, bringt für mich kaum Gewinn, ich bleibe fortan beim fly. Ich bin in der Regel nach ~7 Stunden durch, inkl. Saubermachen, exkl. Abwiegen (ca. 5 Minuten) und die Abfüllung dauert auch noch mal zwei/drei Stunden mit Putzen. Durch viele parallelisierte Schritte und Expertise kann man den Brautag schon etwas straffen.

Das Ganze mit Hendi, 47l-Topf, Thermoport, Hexe und V2A-Kühlspirale. Abfüllung dürfte für die meisten hier ähnlich lange dauern, in der jeweiligen Klasse (ich bekomme ~35l pro Brautag). Bei den bei uns eher üblichen geringen Mengen ist bei der Abfüllung sicherlich am wenigsten zu drehen.

Allerdings ist bei der Etikettierung noch viel Zeit einzukalkulieren, wenn man eine solche betreibt. Ich bin dazu übergegangen, nurmehr Halsetiketten zu machen, die gehen schnell (per Laser gedruckt und geschnitten) und sind leicht wieder zu entfernen. Das meiste trinke ich aber auch selbst, da brauche ich nur rudimentäre Informationen auf den Banderolen. Bei Flaschen, die ich weggebe, klebe ich auch gern noch "richtige" Etiketten, aber auch die sind relativ fix gemacht, über die Entfernbarkeit muss ich mir dabei ja keine Gedanken mehr machen. Wer jedoch stets astrein etikettierte Flaschen haben will, muss den zusätzlichen Aufwand mMn noch einkalkulieren, der nicht unerheblich ist. Ich kann nicht schreiben, wie viele Stunden ich schon damit verbracht habe, Etiketten von Flaschen herunter zu pulen...
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#17

Beitrag von brauflo » Dienstag 31. Dezember 2019, 22:44

In der Regel 6h 30' - 7h mit Kombirast und 60' kochen
Die Anschaffung einer Läuterspindel hat zu einer deutlichen Verlängerung des Aufheizvorganges geführt (bis 7h30')
Sonst war bei "Pfannevoll" auch "Kochen" erreicht. Jetzt fange ich nach der "Pfannevoll-Messung" erst mit Hochheizen an. Dafür eindeutiger Messwert zum Einstellen der StW.
Vorher erst nach abkühlen der Probe auf 20°C Spindeltemperatur...
Dankbar für intelligente Hinweise...

Mein Setup:
50 l
3,5 kW Hendi
38 l Thermoport mit Hexe
V2A Kühlspirale
- OG: nur mit Leitungswasser
- UG: <18°C weiter mit Eiswasser-Umwälzung
________________________________________________________________

... wollte ich immer schon mal machen...


Meine Vorstellung:
viewtopic.php?p=184866#p184866

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#18

Beitrag von Sura » Mittwoch 1. Januar 2020, 00:32

In der Regel 5-6h, wenn ich die ganze Zeit von der Vorbereitung bis zum wegräumen mitrechne. (Immer noch)
Bei Dekoktion dauerts auch mal länger. Wenn ich am Abend vorher vorbereite, oder nur Kombirast mache und 60min koche auch kürzer. Aussschlag sind knapp unter 20l.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#19

Beitrag von Boludo » Mittwoch 1. Januar 2020, 03:25

Die schönsten Brautage waren die, an denen ich nicht auf die Uhr geschaut habe. Die unangenehmsten waren die, an denen ich versucht habe, möglichst schnell fertig zu werden.
Es ist und bleibt für mich ein Hobby.
Insofern finde ich die Frage für mich persönlich vollkommen uninteressant.

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#20

Beitrag von jkmanfred » Mittwoch 1. Januar 2020, 09:10

Boludo hat geschrieben:
Mittwoch 1. Januar 2020, 03:25
Die schönsten Brautage waren die, an denen ich nicht auf die Uhr geschaut habe. Die unangenehmsten waren die, an denen ich versucht habe, möglichst schnell fertig zu werden.
Es ist und bleibt für mich ein Hobby.
Insofern finde ich die Frage für mich persönlich vollkommen uninteressant.
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#21

Beitrag von Barney Gumble » Montag 20. April 2020, 07:41

Habe jetzt nach einem Fehlversuch (über-Nacht-Maische) mal ein 10 L-biab-Verfahren mit zwei 10-L-Töpfen für mich optimiert (vielleicht bringe ich demnächst mal eine bebildrte brau-soap im entsprechenden thred unter) und kam da auf ziemlich genau 5 Stunden, 6 mit Putzen. Wenn ich das Tunken im NG weglasse, vorschrote, statt 70 min nur 60 koche und noch hier und da was optimiere, wird es vielleicht nochmal 30 min schneller.
Das war für mich eine entscheidende Verbesserung für Testsude/Kleinsude, auch wenn ich mit dem 50 L-Sudhaus natürlich effizienter (edit: sprich mehr Liter pro Stunde, s. o.) bin. Aber so habe ich 21:00 nachdem die Kinder im Bett waren angefangen und bis 3:00 alles fertig gehabt und war ewig glücklich endlich mal ohne Unterbrechungen und Zeitdruck durcharbeiten zu können. So müssen sich auch die Heinzelmännchen fühlen..
:Bigsmile
PS: bei mir macht das Vorbereiten eines 50 L Sudes viel Zeit aus, weil alles im Keller lagert und aufgebaut werden muss. Für den 10 L Sud habe ich fast alles in der Wohnung
Zuletzt geändert von Barney Gumble am Montag 20. April 2020, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#22

Beitrag von Seed7 » Montag 20. April 2020, 07:51

3,5-4 std. Sauber bis sauber.

Ingo
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#23

Beitrag von Micha Ale » Montag 20. April 2020, 08:58

Die schönsten Brautage waren die, an denen ich nicht auf die Uhr geschaut habe. Die unangenehmsten waren die, an denen ich versucht habe, möglichst schnell fertig zu werden.
Es ist und bleibt für mich ein Hobby.
Insofern finde ich die Frage für mich persönlich vollkommen uninteressant.
Guude,
ist freilich was dran... ich selbst hab eigtl nur Vormittags am WE Zeit zu brauen.
Da freut sich die Familie dann, wenn ich nachmittags noch Zeit für sie hab.
Daher war es in meinem Interesse, möglichst Stressfrei meine Abläufe so effektiv zu gestalten,
das ich zum Mittagessen fertig bin mit allem.

Aufbau und schroten am Vortag, ab aufheizen bin ich meist in 5 Stunden durch, auch mit Putzen.
Meist Maische ich direkt zur Kombirast ein, diese meist 45 Minuten, dann direkt in den Läutereimer,
und während des läuterns wird direkt wieder aufgeheizt.
Manchmal (z.b. gestern) braue ich in 2 Einkochern parralel,
oder braue ein Bier mit aufwändigeren Maischen (Roggen, "Nelken"-Weizen) dann dauert es eher gegen 6 Std.

Allerdings entfällt bei mir das Kühlen, das macht die Nacht...

LG

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#24

Beitrag von Seed7 » Montag 20. April 2020, 12:47

Brauen ist logistik. Eine richtig reihenfolge und der einsatz richtige mittel bringt die zeit runter. Die aktive prozesschritte werden nicht kuerzer, aber die "tote" zeit wird besser benutzt. Im extremfall "SMED": 'Single Minute Exchange of Die'.

Ingo
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#25

Beitrag von Braufuzi » Montag 20. April 2020, 13:13

Ich brauche im Schnitt für einen Brautag gute 8 bis 10 Stunden,da nehme ich mir nichts anderes vor.Da ich mit dem Bielmeier Brausystem braue brauche ich natürlich länger für manche Prozesse(Maischen,Abmaischen,Läutern,Kochen usw.)aber genau ist das was ich möchte kein Stress und Eile beim brauen.
Der kluge Mensch,so glaube mir,
der braut und trinkt
sein eigenes Bier!
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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#26

Beitrag von Roger » Montag 20. April 2020, 13:47

Ich sitze jetzt (13:30) gemütlich bei einem Glas selbstgebrautem nachdem ich soeben 21lt im Gärfass „platziert“ habe.
Gestern wurde geschrotet und heute Morgen um 9 Uhr der Grainfather „angelassen“, der sich und das Zubehör im Moment selbst reinigt. Wenn ich also noch eine halbe Stunde für das Ausspülen und Aufräumen dazurechne, komme ich auf gemütliche 5 Std. Es kommt natürlich auf das Maischeprogramm an, heute jedoch gab es eine einfache Kombirast (68°) über 75 Min. (Eingemaischt bei 60°) und gekocht wurde 60 Min.

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Re: Wie lange dauert Euer Brautag?

#27

Beitrag von gerold » Montag 20. April 2020, 18:58

Hi,

Also ich mache auch gerne die übernacht Variante. Da lässt sich gleichzeitig ein stück Fleisch Sous Vide garen. Die Garzeit von einer Lamkeule kommt dann mit 12h hin.

Also 6 bis 8h dauerts immer.
Grüße Gerold
"Die einzige stabile Währung ist alkoholische Gärung" Marc Uwe Kling aus Neues vom Känguru

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