Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

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zaphod66
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Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#1

Beitrag von zaphod66 » Mittwoch 11. März 2020, 09:46

Hallo Zusammen,

ich habe inzwischen meinen 6 Sud mit dem Brauheld 35l gebraut und bis auf ein mal ist mir das Bier eigentlich sehr gut gelungen. Ich habe bisher immer Malzsets aus einem Versand verwendet und mich auch nach den beiliegenden Rezepten gerichtet.
Ich habe mich aber schon immer gewundert, wo das "Bier" hinkommt ... :Grübel
Beim letzten Sud habe ich zusätzlich zu den beiliegenden 4,xkg Malz zusätzlich noch 1,2kg dazu gegeben und den Hauptguss und den Nachguss entsprechend erhöht. In dem Fall war der Hauptguss 29l und der Nachguss 5l. Die Stammwürze lag bei 14,5°P leicht erhöht wie angegeben 14°P
Abgefüllt habe ich exakt 20l.
Ist das normal?

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#2

Beitrag von Freibier28 » Mittwoch 11. März 2020, 09:59

Deine Sudhausausbeute liegt bei 57 %. Das ist eigentlich ok.
Es bleibt natürlich eine Menge Wasser im Treber zurück und auch beim Kochen verdampft je nach Dauer auch einiges.
Ich würde sagen das passt im großen und ganzen.
Ich finde nur das dein Hauptguss ziemlich großzügig gewählt ist und der Nachguss eher gering. Das ganze ist auch vom Bierstil abhängig.
Fg

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#3

Beitrag von Bergbock » Mittwoch 11. März 2020, 10:03

4.5 kg Malz, die in 20 l von 14.5 °P enden, ergibt bei mir, wenn ich mich nicht verrechnet habe, eine SHA von etwa 65%. Nicht 57%.
Das ist doch sehr ordentlich.

Frank

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#4

Beitrag von Freibier28 » Mittwoch 11. März 2020, 10:15

Er spricht von 5,2kg malz?

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#5

Beitrag von Bergbock » Mittwoch 11. März 2020, 10:18

Freibier28 hat geschrieben:
Mittwoch 11. März 2020, 10:15
Er spricht von 5,2kg malz?
Mea culpa, du hast Recht. :redhead

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#6

Beitrag von danieldee » Mittwoch 11. März 2020, 10:38

Das ist der Systematik eines Malzrohrsystems geschuldet. 57% passt soweit würde ich sagen
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#7

Beitrag von zaphod66 » Mittwoch 11. März 2020, 11:23

Bergbock hat geschrieben:
Mittwoch 11. März 2020, 10:03
4.5 kg Malz, die in 20 l von 14.5 °P enden, ergibt bei mir, wenn ich mich nicht verrechnet habe, eine SHA von etwa 65%. Nicht 57%.
Das ist doch sehr ordentlich.

Frank
Danke erstmal an alle..

Es waren 4,8kg+1,2kg Malz .. Also 6kg.

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#8

Beitrag von Freibier28 » Mittwoch 11. März 2020, 11:56

Ok. Oben hast du 4,x geschrieben.
Bei 6 kg sinds noch 51 %.

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#9

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 11. März 2020, 12:05

6kg Malz, 20l Ausschlag mit 14,5°Plato ergeben lt. Fabier eine SHA von 51%. 55% sollte man bei einem Malzrohrsystem erwarten können, mit Glück und tricksen kommt man vielleicht auf 60%.

Hier könnte es dran gelegen haben, dass die Würze nicht gleichmäßig durch die Maische gegluckert und durch Kanalbildung nur zum Teil ausgewaschen worden ist. Hier kann gelegentliches Umrühren helfen.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#10

Beitrag von zaphod66 » Mittwoch 11. März 2020, 12:28

Brauwolf hat geschrieben:
Mittwoch 11. März 2020, 12:05
6kg Malz, 20l Ausschlag mit 14,5°Plato ergeben lt. Fabier eine SHA von 51%. 55% sollte man bei einem Malzrohrsystem erwarten können, mit Glück und tricksen kommt man vielleicht auf 60%.

Hier könnte es dran gelegen haben, dass die Würze nicht gleichmäßig durch die Maische gegluckert und durch Kanalbildung nur zum Teil ausgewaschen worden ist. Hier kann gelegentliches Umrühren helfen.

Cheers, Ruthard
Ich habe das Malz regelmäßig umgehoben/umgerührt und keine Kanalbildung festgestellt.

pengo99
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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#11

Beitrag von pengo99 » Donnerstag 17. September 2020, 07:50

Hallo Zusammen,

ich möchte zu diesem Thema keinen neuen Thread aufmachen, da mein Thema recht ähnlich ist. Allerdings sind meine Zahlen quasi unterirdisch schlecht.
Nachdem ich fast 10 Jahre mein Hobby aus Zeitgründen (Kinder) ruhen lassen musste habe ich mich entschieden jetzt wieder mit dem Brauen anzufangen. Allerdings hatte ich keine Lust mehr mit meinem Weck Einkocher den ganzen Tag zu rühren.
Aus diesem Grund habe ich mir den Brauheld Pro 35 gekauft. Soweit bin ich mit der Handhabung und den Ergebnissen (dem Bier :Drink ) zufrieden.

Allerdings habe ich bei meinen 3 Suden, die ich damit gebraut habe eine Sudhausausbeute von 40-43% erreicht. Die 43% habe ich "geschafft", weil ich schon diverse Tipps aus dem Forum angewendet habe. (z.B. das Verhältnis HG/NG Richtung Hauptguss gewichtet, außerdem habe ich das Malzrohr bis kurz bevor die 100°C zum kochen erreicht waren abtropfen lassen). Allerdings glaube ich, dass die 3 % mehr eher Glück oder Zufall waren. Ich habe zwischendurch auch meinen Malz-Dealer (ich schrote nicht selbst) gewechselt, weil ich dachte, dass vielleicht die Körnung falsch eingestellt war.

Aber es hat alles nichts gebracht.

Was mir aufgefallen ist, dass das der Nachguss extrem schnell abgeflossen ist. Ich habe hier des öfteren gelesen, dass es bei einigen recht lange dauert, bis sie mit dem Läutern fertig sind. Bei mir ist eine Sache von 1-2 Minuten - aber nur, weil ich sehr vorsichtig gieße. Ich könnte vermutlich viel schneller gießen und es würde trotzdem sehr schnell abfließen.

Irgend etwas habe ich vermutlich komplett falsch gemacht - wenn ich nur wüsste was...

Ich wäre ja schon froh, wenn ich auf 50% kommen würde, auch wenn ich weiß, dass ein Malzrohsystem etwas weniger SHA als konventionelle Systeme hat.
Hat jemand einen Tipp? Bringt es vielleicht was beim Läutern die Würze nochmal durch den Treber zu pumpen?

Ich bin schon ein bisschen verzweifelt.

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!

Johnny Eleven
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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#12

Beitrag von Johnny Eleven » Donnerstag 17. September 2020, 08:18

Hallo,

eine der wesentlichen Stellschrauben bei Malzrohrsystemen ist die Schrotung, die nicht zu fein sein darf.

Wenn Du geschrotetes Malz kaufst, dürfte es in der Regel etwas zu fein geschrotet sein.

Ich schrote das Malz für meinen Braumeister selber, und zwar recht grob mit einem Spaltmaß von rd. 1,6 mm (was in etwa auch die Empfehlung von Speidel ist). Damit komme ich recht verlässlich auf eine SHA von rd. 62%.

Probier' doch mal, entweder bei der Bestellung von geschrotetem Malz eine etwas gröbere Schrotung zu bestellen - oder Du legst Dir eine einstellbare Malzmühle zu.

Viele Grüße

Johannes
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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#13

Beitrag von pengo99 » Donnerstag 17. September 2020, 09:41

Hallo Johannes,

erstmal danke für Deine Antwort.

Allerdings bin ich jetzt erstmal etwas verwirrt. In diesem Thread: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=7884 wird ja eher von einer Körnung von 1.3mm als Optimum ausgegangen. Außerdem müsste es nicht so sein, wenn die Körnung zu klein ist, dass das Läutern ewig dauert bzw. ins Stocken gerät? Bei mir war das aber eben so schnell durch, das ich eher davon ausgegangen bin, dass die Körnung zu grob ist.

In dem oben genannten Thread wird auch darauf hingewiesen, dass bei 1.6mm noch ganze Körner drin sind.

Auf jeden Fall scheint das Thema wichtig zu sein. Ich habe mir gerade die "Brewferm Grain Gorilla" bestellt, da ich nur eine Gußeiserne Mühle habe, die keine sehr vorhersehbaren Ergebnisse bringt. (darum hab ich auch geschrotet bestellt)

Allerdings habe ich noch ca. 10 Jahre altes ungeschrotetes PiMa im Sack (30Kg) - ob man das noch nehmen kann?

Johnny Eleven
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Re: Schlechte Ausbeute mit Brauheld 35l

#14

Beitrag von Johnny Eleven » Donnerstag 17. September 2020, 10:27

Hallo,

ich halte mich da an die Empfehlung von Speidel (www.speidels-braumeister.de/de/bierbrau ... ricks.html), die meines Wissens auch im Einklang mit vielen Tuning-Tipps zum BM hier im Forum steht. Bei mir und meinem BM klappt das super. Ob es bei anderen Malzrohrsystemen noch leicht anders ist, weiß ich nicht, denke aber, dass die Tendenz ähnlich ist.

Ich schrote auch mit der "Grain Gorilla". Mir fallen da bei 1,6mm eigentlich keine ganzen Körner durch. Manche hier im Forum schroten für den BM sogar mit einem Spaltmaß von 1,9mm, dann allerdings 2x, um auszuschließen, dass einzelne Körner durchfallen.

Bei gröberer Schrotung geht das Läutern nicht unbedingt schneller, weil die Spelzen intakter bleiben und dann beim Läutern idealerweise eine Art Filterschicht zur Zurückhaltung fester Stoffe und Schwebestoffe bilden.

Probier' es mit der Mühle mal aus; die Mühle taugt schon was, ich bin zufrieden damit.

Mit derart altem Malz habe ich leider keine Erfahrung.

Viele Grüße

Johannes
Bier = flüssige Lebensfreude

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