Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

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Stubbi_33
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Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#1

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 8. Juli 2020, 15:37

Hallo zusammen,

entschuldigt, wenn ich noch nicht das gesamte BrauerABC kann und evtl falsche Begriffe benutze. Ich habe letzten Freitag mein erstes Bier gebrauct (ein BrownAle).
Im Gärtank befinden sich aktuell 15l was ich persönlich zu wenig finde. (ok, ich hatte mich vorher nicht groß belesen, sondern nur 1 Braukurs und war danach Feuer und Flamme)
Ich besitzen den Klarstein Brauheld 35l
30l Gärfass
Ich habe folgendes Rezept "halbiert" da es für 40l Ausschlagwürze bestimmt war. (also hätten bei bei mir ja 20 rauskommen müssen/sollen - in Klammern meine Werte)

Hauptguss 50l (25l)
Nachguss 6l (3l)

Malz in kg:
Pilsener 2,63 (1,32)
Münchner 2,63 (1,32)
Wiener 5,26 (2,63)
Rauchmalz 1,32 (0,66)
Röstgerste 0,26 (0,13)
CaraFa spez.2 0,11 (0,055)
Cara dunkel 0,66 (0,33)

Einmaischen bei 48°C
1.Rast für 7min bei 55°C
2.Rast für 40min bei 64°C
3.Rast für 30min bei 72°C
Abmaischen bei 78°

Würze für 70min kochen
Hopfen:
Hallertauer Tradition 66g 7% Alpha-Säure 70min (ich habe 33g hatte aber nur einen 5,7% bekommen) welchen Einfluss hat das?
East Kent Golding 33g 5,9% Alpha Säure für 15min und gleiche Menge am Ende (ich habe alse jeweils 16.5g genommen hatte aber nur als 4% bekommen) hier die gleiche Frage wie oben - was hat das für einen Einfluss?

Danach alles runtergekühlt, umgefüllt und 11g Nottingham Ale Hefe zugegeben

Das ganze dann im Keller bei 13,8°P gestartet seit Montag abend ist der Wert konstant bei 4.1°P

Meine Annahme:
Ich hätte mir mehr Nachguss die Stammwürze höher treiben sollen -STW war nach dem Läutern bei 14°P und hätte somit dann am Ende auch eine höhere Ausbeute bekommen, richtig? Es sind 15l im Gäreimer.

Ich würde dann noch 1 Tag warten..also bis morgen, und dann in Flaschen abfüllen, diese ich mit Zucker zur weiteren Gärung vor befülle.

Gruß
Stubbi

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Matthias H
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#2

Beitrag von Matthias H » Mittwoch 8. Juli 2020, 15:54

Hallo,
nicht als Belehrung, nur weil es wichtig ist:
Die Stammwürze (STW) wird erst nach dem Kochen ermittelt. Wenn Du nach dem Läutern schon 14°P hattest, hast Du nach dem Kochen bestimmt eine STW, die für einen Bock reicht (ab 16°P).
Wie Du dann auf 13,8°P vor dem Gären kommst, ist unklar.
Die Hopfengaben sind für den Anfang nicht so wichtig, Du wirst es nicht bemerken.
Richtig: Ausbeute kann man durch Nachgüsse erhöhen.
Was aber jetzt viel wichtiger ist:
Geduld!
Nicht zu früh abfüllen, lieber wirklich und ganz sicher ausgären lassen.
Sauber arbeiten und das Gärgefäß erst mal in Ruhe lassen, auch wenn's noch so spannend ist.
Keine übereilten Aktionen.
Wenn Du sauber gearbeitet hast und die nötige Geduld aufbrringst, wird nichts schief gehen.
Alle Zeitangaben zur Gärung sind in der Regel irreführend.
Viele Grüße
Matthias H

Was lange gärt, wird endlich gut.
Erfinder u. Entwickler des Läuterhexensystems
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#3

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 8. Juli 2020, 16:03

Hi Danke für deine Antwort.
Also STW nach dem Kochen..bin ich mir sicher, da mit dem TILT gemessen. Evtl war das nach dem läutern keine genaue Angabe mit dem Refraktometer.

Sauber gearbeitet denke ich schon (wurde alles ordentlich desinfiziert) - und den konstanten Wert zeigt der TILT an seit Montag abend..aber wie Du schon sagtest Geduld..und ob ich nun morgen oder übermorgen abfülle ist wirklich egal und daher lieber übermorgen.

Ok. Dann brauche ich noch eine Spindel um mir das nächste die STW genau zu bestimmen beim Läutern um dann dort entsprechend einzugreifen wenn STW zu niedrig wäre. Ich habe es doch richtig verstanden, dass man STW auch nach/während dem Läutern misst um die STW durch den Nachguss zu erhöhen. Und dann nochmal nach dem kochen - aber wenn sie dann zu niedrig wäre, warum auch immer, wie kann man sie dann noch erhöhen? ich denke gar nicht, oder?

Danke schonmal für die schnelle Antwort, die wirklich hilfreich ist.
Und ich nehme alles auf, bin schließlich ein Neuling - somit sind auch Belehrungen sehr gerne genommen.

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#4

Beitrag von brauflo » Mittwoch 8. Juli 2020, 16:53

Hi Stubbi,
wenn Du nach einigen Suden Deine Anlage etwas kennengelernt hast, kannst Du einschätzen, wieviel während des Hopfenkochens verdampft.
Dann nimmst Du als "Ende Läutern" die Konzentration die mit dem Kochen nachher zur gewünschten Stammwürze führt.
Das können 1 - 3 %mas (Masseprozent) sein.
Wenn Du nach dem Kochen zu niedrig herauskommst, dann hast Du zu lange geläutert und die Würze zu stark verdünnt.
Das kann dann durch längeres Kochen wieder konzentriert werden. Allerdings stimmt dann die Berechnung der Hopfenbittere (IBU = International Bitter Units) nicht mehr.
Das hat mit der Umwandlung (Isomerisation) der Alphasäure zu tun und ist, wie Matthias richtig anmerkt, aktuell nicht Dein vordringliches Problem.
Das kommt schon noch...

Eine gute Beschreibung zur Erzielung der gewünschten Stammwürze findest Du hier:

https://stixbraeu.de/tipps-und-tricks/s ... einstellen

Kopf hoch, es gibt noch ganz viel zu lernen, aber das mit Spaß!
Viele Grüße

Florian
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#5

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 8. Juli 2020, 17:02

Hallo Florian,

danke für den Link.
Dann werde ich beim 2ten Sud in 2 Wochen mal die "Literwerte" notieren, sodass ich beim 3ten Sud besser berechnen kann.

Aber eine andere Frage, ich hatte es so vertanden, dass man mit dem Nachguss über die Maische die STW erhöhen kann?! Ist das falsch?

Danke
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#6

Beitrag von brauflo » Mittwoch 8. Juli 2020, 17:49

Stubbi_33 hat geschrieben:
Mittwoch 8. Juli 2020, 17:02
Dann werde ich beim 2ten Sud in 2 Wochen mal die "Literwerte" notieren, sodass ich beim 3ten Sud besser berechnen kann.
Nicht nur das Volumen sondern auch die Würzekonzentration.
Ich empfehle die Anschaffung einer Spindel.
Idealerweise auch einer"Läuterspindel".
Die ist auf 70°C geeicht und kann schon während des Läutervorgangs in der Würze schwimmen..
Stubbi_33 hat geschrieben:
Mittwoch 8. Juli 2020, 17:02
Aber eine andere Frage, ich hatte es so vertanden, dass man mit dem Nachguss über die Maische die STW erhöhen kann?! Ist das falsch?
Nein im Gegenteil.
Die Konzentration der Läuterwürze nimmt ja kontinuierlich ab.
Je länger Du läuterst, desto dünner wird die Angelegenheit.
Manche verzichten auch komplett auf die Nachgüsse und verwenden nur das, was so aus dem Treber läuft. Das ist die (ziemlich konzentrierte) sogenannte Vorderwürze...

Viele Grüße
Florian
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#7

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 8. Juli 2020, 17:51

Stubbi_33 hat geschrieben:
Mittwoch 8. Juli 2020, 17:02
Aber eine andere Frage, ich hatte es so vertanden, dass man mit dem Nachguss über die Maische die STW erhöhen kann?! Ist das falsch?
Brauflo war schneller, trotzdem:

Ja, ganz eng betrachtet ist das falsch.
Mit dem Nachguss verbessert sich die Ausbeute. Das ist der Anteil des Zuckers, der aus dem Malz gelöst wird. Dabei sinkt aber die Konzentration der Würze (an dieser Stelle heißt es nicht Stammwürze).

Bei gleicher Zielstammwürze erhöht man also auch die Gesamtmenge. Im Idealfall passt alles perfekt. Sonst muss man evtl etwas länger kochen oder nach dem Kochen Verdünnen (Details siehe link oben).

Stw-Messung mit dem Tilt ist wohl eher schlecht. Damit kannst du Verlauf und Ende der Gärung messen.
Refraktometer ist schon ganz gut dafür. Eine 08/15 Spindel ist auch nicht unbedingt genauer. Aber ist natürlich etwas sicherer in der Handhabung und gut eine zu haben.

Edit:
Zur Rezeptumrechnung (auch bzgl. der Alphasäure beim Hopfen) - am besten hier ein Tool benutzen. Zum Beispiel den "kleinen Brauhelfer". Damit kann man die Mengen entsprechend anpassen.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#8

Beitrag von Malzwein » Mittwoch 8. Juli 2020, 19:37

Tilt ist bestenfalls ein Schätzeisen. Ist viel Schaum im Gärtank oder liegt das Teil an einer Außenwand an, kann es nicht den selben Wert wie freischwebend auf glatter Oberfläche anzeigen.

Ich empfehle ein Refraktometer, einfach zu handhaben und hinreichend genau. Hilfreich ist eventuell ein Abgleich in einer definierten Zuckerlösung, auch bei einer Spindel. Meine teuerste Spindel hat sich dabei als am ungenauesten herausgestellt.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut!

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#9

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 8. Juli 2020, 20:12

Refraktometer ist bestellt. 08/15 Spindel dann auch mal noch.

Was ich mit dem TIlt meinte - er kam ins Gärfass direkt nach dem einfüllen - da gab es dann noch keinen Schaum -meine Theorie jedenfalls. Und der Tilt dient eigentlich nur der Verfolgung des Gärverlaufs...somit läßt sich für mich besser sehen wann die Gärung abgeschlossen ist. Aktuell liegt derWert seit 2,5 Tagen bei 1.015 SG.

Alles andere werde ich beim 2ten Sud umsetzen.

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#10

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 8. Juli 2020, 20:16

VolT Bräu hat geschrieben:
Mittwoch 8. Juli 2020, 17:51
Stubbi_33 hat geschrieben:
Mittwoch 8. Juli 2020, 17:02
Aber eine andere Frage, ich hatte es so vertanden, dass man mit dem Nachguss über die Maische die STW erhöhen kann?! Ist das falsch?
Brauflo war schneller, trotzdem:

Ja, ganz eng betrachtet ist das falsch.
Mit dem Nachguss verbessert sich die Ausbeute. Das ist der Anteil des Zuckers, der aus dem Malz gelöst wird. Dabei sinkt aber die Konzentration der Würze (an dieser Stelle heißt es nicht Stammwürze).

Bei gleicher Zielstammwürze erhöht man also auch die Gesamtmenge. Im Idealfall passt alles perfekt. Sonst muss man evtl etwas länger kochen oder nach dem Kochen Verdünnen (Details siehe link oben).

Stw-Messung mit dem Tilt ist wohl eher schlecht. Damit kannst du Verlauf und Ende der Gärung messen.
Refraktometer ist schon ganz gut dafür. Eine 08/15 Spindel ist auch nicht unbedingt genauer. Aber ist natürlich etwas sicherer in der Handhabung und gut eine zu haben.

Edit:
Zur Rezeptumrechnung (auch bzgl. der Alphasäure beim Hopfen) - am besten hier ein Tool benutzen. Zum Beispiel den "kleinen Brauhelfer". Damit kann man die Mengen entsprechend anpassen.
Ok. Verstehe. Also machst Du /Ihr während des Kochens immer wieder eine Probe um die STW zu bestimmen?

Und dann entweder länger kochen oder eben verdünnen?

Freu mich schon auf meinen 2ten Sud, den ich definitiv vor 19.30 Uhr starten werde...der erste endete um 1.15 Uhr... :-)

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#11

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 8. Juli 2020, 20:28

Ich fange gerne morgens an um Nachtschichten zu vermeiden :)

Wenn das Rezept an die eigene Anlagen/Verfahrens-Sudhausausbeute angepasst ist, muss man nicht mehr so viel messen. Im Endeffekt arbeite ich dann auch wieder mit relativ festen Mengen. Zur Kontrolle messe ich aber trotzdem. Es gibt viele Wege. Eine Läuterspindel z. B. oder man läutert bis der Nachlauf um die 3%mas hat. So mache ich das meistens.
Ungünstig ist, wenn man deutlich zu niedrig landet. Etwas Verdünnung nach dem Kochen ist kein Problem. Um die Hopfengabe anzupassen sollte man vor dem Kochen schon messen und ggf die Hopfengaben anpassen. Das ist aber dann schon wieder der nächste Schritt.
Erstmal ist wichtig zu verstehen, dass ein festes Rezept nicht funktioniert und man mindestens die Sudhausausbeute anpassen muss. Das geht z. B. auf der Seite "Malz Maische und mehr" mit den Rezepten oder noch detaillierter mit einem Brautool.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#12

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 8. Juli 2020, 21:11

Da wollte ich gerade Fragen.
Wie kann ich es denn schaffen die Sudausbeute mit dem bestehenden Rezept um 5L zu erhöhen?

Werde mir die genannten Seiten mal ansehen.- aber was ist ein Brautool?

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#13

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 9. Juli 2020, 00:26

Stubbi_33 hat geschrieben:
Mittwoch 8. Juli 2020, 21:11
Werde mir die genannten Seiten mal ansehen.- aber was ist ein Brautool?
Damit meinte ich den oben schon erwähnten https://www.joerum.de/kleiner-brauhelfer/doku.php
Da gibt's auch andere ähnliche Tools. Das ist nur da, was ich benutze... mit den anderen kenne ich mich nicht aus.
Stubbi_33 hat geschrieben:
Mittwoch 8. Juli 2020, 21:11
Wie kann ich es denn schaffen die Sudausbeute mit dem bestehenden Rezept um 5L zu erhöhen?
Sorry, ich muss Da noch mal die Begriffe sortieren: Du möchtest den Ausschlag/die Ausschlagmenge erhöhen. Also die Menge die hinten raus kommt.
Die Sudhausausbeute ist eine Kennzahl (gemessen in Prozent), die besagt wie viel der Stärke/des Zuckers aus dem Malz gewonnen wurde.

Schau einfach mal ein beliebiges Rezept bei MMUM an:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... tte=rezept
Dort kannst Du schon mal einstellen wie viel Liter Du haben möchtest. Das ist dann genau das was Du bei der Skalierung gemacht hast. Das Rezept geht von 24L aus. Willst du 12, rechnest Du überall die Hälfte. Der Unterschied ist, dass Du dort auch die Ausbeute einstellen kannst. Die musst Du aber erst einmal herausfinden. Vielleicht versuchst Du es mal mit 50%, dann hast Du noch Luft nach oben. Wenn Du es einmal sauber durchgeführt und gemessen hast, kannst Du die Ausbeute berechnen und den Wert beim nächsten mal einsetzen.
Auch die Alphasäure-Werte des Hopfens kannst Du bei MMUM direkt einstellen und die Hopfengaben werden angepasst.
Wenn Dein gewünschtes Rezept nicht drin ist, müsstest Du es natürlich erstmal eintippen...
Oder eben solche Tools wie den kleinen Brauhelfer installieren, das Rezept importieren (oder selbst eintippen) - da gibt es noch mehr Möglichkeiten.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#14

Beitrag von JackFrost » Donnerstag 9. Juli 2020, 05:14

Der kleine Brauhelfer rechnet dir auch die Sudhausausbeute aus wenn du die Werte in ihn einträgst. Nach ein paar Suden, hast du dann normal einen guten Wert mit dem du dann besser rechnen kannst.

Gruß JackFrost
Meine Hardware:
eManometer
IDS2 ohne CBPi
Magnetrührer
Ss-Brewtech 10 Gal Topf
IDS2 Induktionsplatte

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#15

Beitrag von Stubbi_33 » Donnerstag 9. Juli 2020, 08:29

Vielen vielen Dank.
Und ja - mitr den Begriffen tu ich mir NOCH etwas schwer.

Ja ich meinte das was am Ende raus kommt..Also ich wollte 20L haber aber nur 15L rausbekommen. Genauen wert werde ich nach dem Abfüllen am Freitag haben.

Bis dahin werde ich weiter lesen und lernen.

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#16

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 9. Juli 2020, 10:11

Stubbi_33 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 08:29
Vielen vielen Dank.
Und ja - mitr den Begriffen tu ich mir NOCH etwas schwer.

Ja ich meinte das was am Ende raus kommt..Also ich wollte 20L haber aber nur 15L rausbekommen. Genauen wert werde ich nach dem Abfüllen am Freitag haben.

Bis dahin werde ich weiter lesen und lernen.

Gruß
Stubbi
Gerne. Wir haben alle mal irgendwo angefangen.
Das Problem ist bei Deinem aktuellen Sud halt, dass Du zu der Ausschlagmenge (die Du nach Abfüllung recht genau hast) noch die Stammwürze brauchst, die Du ja nicht richtig gemessen hast.
Alternativ könntest Du auch mit der Konzentration vor Kochbeginn (die Du ja gemessen hast) rechnen. Aber dann müsstest Du wissen wie das Volumen vor dem Kochen war.
Wahrscheinlich kannst Du mit den Daten jetzt nicht viel anfangen. Einfach beim nächsten Versuch richtig messen.
Ein anderer Aspekt ist natürlich noch das reine Flüssigkeitsvolumen. Wenn das Rezept sagt 20L und es kommen nur 15 raus, dann hast du evtl. mehr Totraum in deinem System. Dann musst du unabhängig von den anderen Mengen mehr Nachguss nehmen. Zusammen mit einer angepassten Sudhausausbeute, solltest Du dich dem gewünschten Ergebnis nähern können.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#17

Beitrag von Stubbi_33 » Donnerstag 9. Juli 2020, 11:29

Hmm
Das Problem ist bei Deinem aktuellen Sud halt, dass Du zu der Ausschlagmenge (die Du nach Abfüllung recht genau hast) noch die Stammwürze brauchst, die Du ja nicht richtig gemessen hast.
ist das so?
Ja ich habe vor dem Kochen gemessen (falsch) aber nach dem Kochen ja den "geeichten Schätzometer" in die Ausschlagmenge gegeben und der zeigte ja was an - ist das dann nicht die richtige STW, auch wenn von einem Schätzometer?
Alternativ könntest Du auch mit der Konzentration vor Kochbeginn (die Du ja gemessen hast) rechnen. Aber dann müsstest Du wissen wie das Volumen vor dem Kochen war.
Mit Volumen meinst Du die Liter im Topf? Ich glaube da habe ich irgendwo ein Bild von...muss ich mal schauen.

Das gute ist..sobald die 15L abgefüllt sind kann ich direkt nachbrauen--und dann richtig...sind noch genug leere Flaschen da ... :-)

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#18

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 9. Juli 2020, 13:50

Stubbi_33 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 11:29
Ja ich habe vor dem Kochen gemessen (falsch) aber nach dem Kochen ja den "geeichten Schätzometer" in die Ausschlagmenge gegeben und der zeigte ja was an - ist das dann nicht die richtige STW, auch wenn von einem Schätzometer?
Es wäre die Stammwürze, aber ich denke die Messung ist nicht so viel wert. "Geeicht" - naja...
Stubbi_33 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 11:29
Mit Volumen meinst Du die Liter im Topf? Ich glaube da habe ich irgendwo ein Bild von...muss ich mal schauen.
Genau.

Wir können ja mal über beide Wege rechnen, wenn alle Zahlen vorliegen und dann sehen wir ja zumindest ob wir auf eine ähnliche Größenordnung kommen.
Letztendlich geht es ja um die Extraktmenge, die wir über Volumen und Konzentration messen. Das geht zu jedem Zeitpunkt.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#19

Beitrag von Stubbi_33 » Donnerstag 9. Juli 2020, 14:17

Danke. Leider kein Bild gefunden. Also heißt es beim nächsten mal besser machen.

Nur damit ich mir eine schgöne Checkliste bauen kann, falls es das nicht schon irgendwo gibt, zu messen wäre:

Während dem Läutern den Brix/Plato Wert (Ziel Bsp. 14°P)
Vor dem Kochen den Brix/Plato Wert (sollte ja 14°P sein) und Volumen im Kessel
Das ganze nach dem Hopfenkochen nochmal Brix/Plato und Volumen (nach dem runterkühlen oder vorher?)

Sonst noch etwas vergessen?

Danke
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#20

Beitrag von TheCK » Donnerstag 9. Juli 2020, 14:34

Hier mal eine kleine Hilfestellung für den nächsten Anlauf:
Rezept heraussuchen und alle Angaben dokumentieren - wo willst du hin (Menge und Zielstammwürze), wieviele Zutaten werden eingesetzt, genaue Wassermengen, Maischplan, ...

Messung beim Läutern:
- Extraktgehalt Vorderwürze
- Menge Vorderwürze (wieviel bekommst du aus deinem Maischkessel überhaupt wieder raus; wenn der Brauheld es zulässt dass du den Treber nochmal aufrührst kannst du hier auch ganz trockenlaufen lassen)
- Menge Nachguss
- Extraktgehalt nach Nachguss
- Extraktgehalt Würze in der Pfanne

Messungen beim Kochen:
- Volumen bei 100 Grad = Kochbeginn
- Volumen nach Ende der Kochzeit bei 100 Grad (zur Berechnung deiner Verdampfung)
- Extraktgehalt nach Kochzeit

Damit solltest du deine Anlage und die Werte kennenlernen. Wenn du das nicht während einem Brautag machen willst kannst du es auch im "Trockentest" mal durchmessen. Das reicht auf jeden Fall um den Totraum und die Verdampfung zu ermitteln.
Beispiel: 15 Liter Wasser einfüllen, Ablasshahn öffnen und Wasser wieder ablassen. Die Differenz zu den 15 Litern sind das was du auf jeden Fall im Maischkessel verlierst.
Danach den Kessel ordentlich füllen (25-30 Liter bei einem 35-Liter-Kessel) und für 60-90 Minuten kochen. So kannst du die Verdampfung messen. Würze verhält sich jetzt nicht großartig anders als Wasser was das betrifft.
LG Chris

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#21

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 9. Juli 2020, 14:37

1) Stammwürze beim Anstellen (Brix/Plato/%), also am besten nach dem kühlen. Dazu die Menge (Volumen, Liter).
Das reicht eigentlich schon. Besser noch :
2) Vor dem Kochen ebenfalls die Extrakt Konzentration (Brix/Plato/...) heißt an dieser Stelle nicht Plato, ist aber für die Messung egal. Auch hier natürlich wieder mit Volumen. Die Messung mache ich immer kurz vor dem erreichen der Kochtemperatur, da sich dann alles gut vermischt hat.
Das kann man mal zur Kontrolle verwenden ob es zu den 1) Werten passt und außerdem müsste man hier ggf. die Hopfengaben anpassen, wenn insbesondere die Ausbeute(!) deutlich abweicht.
3) wäre es auch gut schon beim läutern zu beobachten, aber das ist abhängig davon wie man misst. Mit einem Refraktometer ist es während des läuterns eher schwierig - da müsste man sehr viel rühren. Das ist auch nicht gut. Daher empfiehlt es sich eher zur Kontrolle zu messen welche Konzentration der Nachlauf noch hat. Bei ca. 3-4 Brix sollte man dann aufhören (oder wenn der Topf voll ist natürlich).
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#22

Beitrag von Stubbi_33 » Donnerstag 9. Juli 2020, 15:02

zu 3---gerührt wird "ständig" und könnte auch einfach "Abgezapft werden bei meinem Modell..werde eure Empfehlung beim nächten Brau umsetzen.

https://www.klarstein.de/Haushaltsgerae ... sclaimer=1#

Ich hoffe ich nerve nicht mit meinen vielen Fragen...

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#23

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 9. Juli 2020, 16:59

Okay, wenn da die ganze Zeit gut zirkuliert wird, dann kannst du gut messen. Wenn du weißt, wie viel beim kochen z.b. in 60 Minuten verdampft, dann kannst du genau ausrechnen wie die Ziel-Konzentration (Brix) beim läutern ist um am Ende mit Verdunstung genau auf die gewünschte Stammwürze zu kommen.
Wenn du dazu einmal die Ausbeute berechnet hast und das Rezept entsprechend angepasst ist, solltest du danach keine Probleme mehr haben auf die gewünschte Menge und Stammwürze zu kommen.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#24

Beitrag von §11 » Donnerstag 9. Juli 2020, 18:03

Stubbi_33 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 08:29
Vielen vielen Dank.
Und ja - mitr den Begriffen tu ich mir NOCH etwas schwer.

Ja ich meinte das was am Ende raus kommt..Also ich wollte 20L haber aber nur 15L rausbekommen. Genauen wert werde ich nach dem Abfüllen am Freitag haben.

Bis dahin werde ich weiter lesen und lernen.

Gruß
Stubbi
Vielleicht hilft das :Wink
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„porro bibitur!“
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#25

Beitrag von §11 » Donnerstag 9. Juli 2020, 18:13

Ja, ganz eng betrachtet ist das falsch.
Mit dem Nachguss verbessert sich die Ausbeute. Das ist der Anteil des Zuckers, der aus dem Malz gelöst wird. Dabei sinkt aber die Konzentration der Würze (an dieser Stelle heißt es nicht Stammwürze).
Das ist jetzt zwar totale Haarspalterei, aber eigentlich muss man bei der Ausbeute zwei Dinge betrachten, die Maischeffizienz (und die waere "der Anteil des Zuckers, der aus dem Malz gelöst wird") und die Laeutereffizienz, die eine Kennzahl dafuer ist wie gut ein System den geloesten Extrakt auch vom Treber trennen kann. Aber wie gesagt, das ist Haarspalterei auf hohem Niveau :Wink
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#26

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 9. Juli 2020, 18:57

§11 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 18:13
Aber wie gesagt, das ist Haarspalterei auf hohem Niveau :Wink
Find ich super, mach ich auch gerne :Cool :Drink
Danke für den Hinweis. Ist auch immer eine Gratwanderung zwischen dem gefährlichen Halbwissen, das mit Fachbegriffen nochmal extra-oberlehrermäßig rüberkommt und einer gewissen Vereinfachung, so dass auch ein Einsteiger mitkommt. Wenn wir schon Haare Spalten, darf ich natürlich auch nicht Zucker schreiben, sondern Extrakt. Habe ich auch nicht durchgängig gemacht.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#27

Beitrag von §11 » Donnerstag 9. Juli 2020, 19:23

VolT Bräu hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 18:57
§11 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 18:13
Aber wie gesagt, das ist Haarspalterei auf hohem Niveau :Wink
Find ich super, mach ich auch gerne :Cool :Drink
Danke für den Hinweis. Ist auch immer eine Gratwanderung zwischen dem gefährlichen Halbwissen, das mit Fachbegriffen nochmal extra-oberlehrermäßig rüberkommt und einer gewissen Vereinfachung, so dass auch ein Einsteiger mitkommt. Wenn wir schon Haare Spalten, darf ich natürlich auch nicht Zucker schreiben, sondern Extrakt. Habe ich auch nicht durchgängig gemacht.
Das freut mich. Fuer mich immer schwierig abzusehen, weil sich einige gleich angegriffen fuehlen, waehrend andere das eben schaetzen :Drink
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#28

Beitrag von jkmanfred » Donnerstag 9. Juli 2020, 23:41

Hi.
Stubbi_33 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 14:17
Danke. Leider kein Bild gefunden. Also heißt es beim nächsten mal besser machen.

Nur damit ich mir eine schgöne Checkliste bauen kann, falls es das nicht schon irgendwo gibt, zu messen wäre:

Während dem Läutern den Brix/Plato Wert (Ziel Bsp. 14°P)
Vor dem Kochen den Brix/Plato Wert (sollte ja 14°P sein) und Volumen im Kessel
Das ganze nach dem Hopfenkochen nochmal Brix/Plato und Volumen (nach dem runterkühlen oder vorher?)

Sonst noch etwas vergessen?

Danke
Stubbi
bei z.Bsp 14°P vor dem kochen wirst du bei min. 16°P nach dem kochen landen.
ist das erwünscht? (ich frag ja nur...)
normalerweise hat man (oder Frau:-) ) bei einem "normalen" Bier mit ~5 Vol% Alc. ne Stammwürze vor dem kochen von max 11°P
und nach dem Kochen ca. 12°P!

lieben Gruß und Gut Sud
manfred
Liebe ist vergänglich, der Durst bleibt lebenslänglich. :Drink

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#29

Beitrag von Stubbi_33 » Freitag 10. Juli 2020, 10:29

§11 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 18:03
Stubbi_33 hat geschrieben:
Donnerstag 9. Juli 2020, 08:29
Vielen vielen Dank.
Und ja - mitr den Begriffen tu ich mir NOCH etwas schwer.

Ja ich meinte das was am Ende raus kommt..Also ich wollte 20L haber aber nur 15L rausbekommen. Genauen wert werde ich nach dem Abfüllen am Freitag haben.

Bis dahin werde ich weiter lesen und lernen.

Gruß
Stubbi
Vielleicht hilft das :Wink
Begriffe und Ablaeufe.pdf
Sehr gut. Danke. Genau das habe ich gebraucht.

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#30

Beitrag von Stubbi_33 » Freitag 10. Juli 2020, 10:38

Hi Manfred,

ob das gewollt ist kann ich noch nicht sagen, da es mein erstes Bier war. Im Rezept steht Stammwürze 15.5% - wie es schmeckt werde ich bald wissen, vor allem da ich "falsch" gemessen habe .. :-)

Wie sieht das eigetnlich mit dem abfüllen aus. Ich war lt. "TILT" (ja, die Meinung dazu ist geteilt) gestartet bei 1.050 SG und bin nun seit 4 Tagen dauerhaft bei 1.015 SG. Blubbern tut auch schon seit 4Tagen nichts mehr.
Sollte ich hier noch länger warten oder kann ich abfüllen. Muss das auch nochmal gefiltert werden oder kann das direkt aus dem Gärfass in die Flaschen? (so habe ich es jedenfalls schon gesehen)

Ich habe es auch so verstandne, dass ich nach dem abfüllen in meine Flaschen (werde mit normalem Zucker 3g/0,5l) abfüllen, ich das so lange bei Zimmertemp stehen lasse bis der Flaschenmanometer 1.5-2 Bar anzeigt.
Danach wäre es "trinkbar" sollte aber noch für eine gewisse Zeit in den Kühlschrank. (keine Ahnung 2-3 Wochen)

Ich frage diesesmal lieber vorher, das wenigstens bei diesem "letzten" Schritt alles klar geht. :-)

Danke und Gruß
Stubbi

PS: ich finde es richtig "geil" wie hier geholfen wird und auch wie schnell. GROßER DANK!

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#31

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 10. Juli 2020, 11:18

Stubbi_33 hat geschrieben:
Freitag 10. Juli 2020, 10:38
Wie sieht das eigetnlich mit dem abfüllen aus. Ich war lt. "TILT" (ja, die Meinung dazu ist geteilt) gestartet bei 1.050 SG und bin nun seit 4 Tagen dauerhaft bei 1.015 SG. Blubbern tut auch schon seit 4Tagen nichts mehr.
Sollte ich hier noch länger warten oder kann ich abfüllen. Muss das auch nochmal gefiltert werden oder kann das direkt aus dem Gärfass in die Flaschen? (so habe ich es jedenfalls schon gesehen)
Mach doch mal eine Kontrollmessung mit dem Refraktometer. Dann haben wir auch schon mal ein Indiz wie genau die TILT-Werte in diesem Fall sind.
Grundsätzlich kann das gut sein, dass die Gärung durch ist wenn der TILT auch keine Veränderung mehr anzeigt. Sollten die SG-Werte exakt sein, wäre der Vergärgrad jedoch denke ich noch untypisch niedrig.
Stubbi_33 hat geschrieben:
Freitag 10. Juli 2020, 10:38
Ich habe es auch so verstandne, dass ich nach dem abfüllen in meine Flaschen (werde mit normalem Zucker 3g/0,5l) abfüllen, ich das so lange bei Zimmertemp stehen lasse bis der Flaschenmanometer 1.5-2 Bar anzeigt.
Danach wäre es "trinkbar" sollte aber noch für eine gewisse Zeit in den Kühlschrank. (keine Ahnung 2-3 Wochen)
Wg. der Zuckermenge schau mal hier:
https://brauerei.mueggelland.de/karbonisierung.html
Dort die aktuelle Temperatur (bzw. genauer die höchste Temperatur seit Ende der Gärung) eingeben und die gewünschte Karbonisierung.
Bei einem Brown Ale eher geringer. 3,5 g/l CO2 ist ziemlich wenig. ~5 g/l CO2 ist Mittelmaß (Pils)
Je nach Temperatur komst Du mit den 3g Zucker auf 0,5 (6g pro Liter) ganz gut hin.

Zum Manometer: Ja, zunächst siehst Du dort natürlich einfach wann sich etwas tut und wann die Nachgärung/Karbonisierung durch ist. Für den Druck kannst Du dann nach der Temperatur in dieser Tabelle nachschauen: https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku. ... ngstabelle. Der Bereich 1,5-2 ist schon richtig.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#32

Beitrag von Bierwisch » Freitag 10. Juli 2020, 13:58

Wenn man mit der o.g. Schüttung und einem Ausbeutefaktor von 50% rechnet, kommt man bei ca. 19P Stammwürze raus. Mit dem aktuellen Restextrakt liegen wir heute bei einem Vergärgrad von 78% und 8,4 vol.%

Das wird ein ziemlich kräftiges Brown Ale...
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#33

Beitrag von Stubbi_33 » Freitag 10. Juli 2020, 22:37

Ich sag dann mal so..wenn es schmeckt und föhnt....alles richtig gemacht...

Spass beiseite
Beim nächsten mal wird vieles anders/richtiger gemacht.

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#34

Beitrag von Stubbi_33 » Montag 13. Juli 2020, 14:59

So, da nun seit Freitag auch mit dem Refraktormetermessen keinerlei Veränderung mehr von statten geht werde ich heute mal abfüllen.
Gleichzeitg werde ich mich auf den nächsten Sud in 2 Wochen vorbereiten, sodass ich dann schon eher die Zahlen kenne und ggfls auch berechnen kann im Vorfeld.

Updates werden folgen, versprochen.

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#35

Beitrag von Stubbi_33 » Montag 13. Juli 2020, 22:11

Alles abgefüllt...16.3 Liter sind es geworden
Wie kann man eigentlich Bilder hochladen?

Gruß
Stubbi

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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#36

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 14. Juli 2020, 07:53

Button Vollständiger Editor und Vorschau, dann ist unten ein Tab zum Upload. Ggf Bilder vorher verkleinern.
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Re: Mein erstes Bier, aber wenig "Ausbeute"

#37

Beitrag von Stubbi_33 » Montag 27. Juli 2020, 21:25

Konnte net mehr warten mit probieren..steht jetzt seit 5 Tagen im Kühlschrank...
Seeehr vollmundig und überaus lecker...hätte nicht gedacht dass dieses Chaos/Fehlerbrauen so ein Ergebnis liefert...
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