'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

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gipsy
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'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#1

Beitrag von gipsy » Dienstag 26. Januar 2021, 00:57

Hallo alle,

habe gestern meinen 5. Sud gebraut (gut 20 Liter) - und bin erfreut, wie gut es funktioniert hat (zum ersten Mal wohl tatsächlich ohne nennenswerte Probleme und/oder Überraschungen - alles lief nach Plan und alles flutschte recht gut :))).

Nun habe ich aber beim Läutern eine - vielleicht nicht ganz zu Ende durchdachte - 'kreative Lösung' angewandt. Bisher war es mir beim Läutern immer wieder mal passiert, dass der Ablasshahn sich (teilweise oder auch mal komplett) mit dem Maischemalz verstopft hat - was zu unangenehmer Mehrarbeit/Verlangsamung/Komplikationen geführt hatte. Bei den vorherigen zwei Suden habe ich dann eine Läuterhexe (so ein 'Schlauch' aus Draht) verwendet - da lief es schon etwas besser, aber auch noch nicht ganz frei/reibungslos.

Gestern hatte ich also nun die Idee, über dem Ablasshahn des Läutereimers ein rundes Plastikgitter anzubringen (war bei meinem Einkocher von Klarstein dabei - wohl für Marmelade kochen, oder so etwas...), was dann auch recht gut geklappt hat. Über dieses Plastikgitter habe ich dann noch eine Strumpfhose von meiner Freundin übergezogen (sie hat sie freundlicherweise geopfert, ohne Murren :)))). Mein 'Plan' war es, dass das Maischemalz nicht mehr an den Ablasshahn kommt und ihn somit also auch nicht verstopfen kann.

Hier sind zwei Bilder, wie diese 'Lösung' dann aussah:

https://share-your-photo.com/5e000959c2

https://share-your-photo.com/2992b93549


Und nun zu meinen Bedenken/Zweifeln:

Man sieht ja auf den Bildern, dass das Plastikgitter ca. 10 cm über dem Boden liegt (damit es über dem Hahn ist). Ich braue immer noch weitgehend nach der allseits bekannten brauanleitung.de und habe die Maische nach dem Rasten mit einem Messbecher in den Läutereimer übertragen. Da aber die unteren ca. 10 cm unter dem Gitter lagen, auf welches das Maischemalz sich dann abgesetzt hat, hatte ich ja ca. 7 Liter Maischeflüssigkeit sofort _unter_ dem Treber. Diese Flüssigkeit ist dann also beim Läutern gar nicht mehr durch den Treber gelaufen, sondern war von Beginn an unter dem Treber. Zudem hatte ich dann beim Läutern nur noch relativ wenig Flüssigkeit über dem Treber (weil ja mehrere Liter schon darunter waren).

Bei den Nachgüssen war dann aber alles wieder in Ordnung - die sind ja durch den gesamten Treber hindurchgegangen.

Ich frage mich jetzt, ob das eine legitime/akzeptable/gute Lösung ist - oder ob die Würze daran Schaden genommen hat dass sie beim Läutern nicht vollständig durch den Treber lief?? Oder ist es egal und wird keine Auswirkungen auf die Qualität des Biers haben??

(ich könnte mir vorstellen, dass das nicht gut ist --- allerdings waren danach alle Werte (Stammwürze bei und nach den Nachgüssen) eigentlich in Ordnung und entsprachen den Erwartungen (nach ca. 15 Liter Nachgüsse hatte ich einen Brix-Wert von 12,5.). Das spricht also dafür, dass man es mit so einer 'Lösung' durchaus machen kann... Und auch nach dem Würzekochen scheinen alle Werte in Ordnung zu sein...)

Könnt ihr das einschätzen, oder habt ihr bereits Erfahrungen mit so einer 'Lösung' gemacht??

Schöne Grüße,
Gipsy

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Brandergartenbier
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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#2

Beitrag von Brandergartenbier » Dienstag 26. Januar 2021, 06:27

Hallo Gipsy, schön das alles so gut bei dir funktioniert hat .

Wenn die Stammwürze passt, hast du doch alles richtig gemacht. Beim Umschöpfen hast du als erstes unten das Edelextrakt, da sind ja schon Unmengen Zucker drin gelöst, das muss nicht extra nochmal durch den Treber laufen. Da man aber eh erstmal klarlaufen lassen sollte und das dann oben wieder auf den Treiber gibt hat sich das Problem erledigt.
Ich verstehe nicht ganz wieso mit einem Läuferfreund bei dir der Hahn zugeht? Du musst ca. 5 Mal vor dem Läufern den Hahn komplett aufreißen und vorschießen lassen, dann langsam so lange in einen Messbecher laufen lassen bis die Vorderwürze klar läuft. Das was du auffängst kommt oben wieder rein. Danach hatte ich noch nie etwas im Läuterfreun-Hexe was nur ansatzweise den Hahn verstopfen könnte.
Gruß Florian
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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#3

Beitrag von Bierjunge » Dienstag 26. Januar 2021, 06:40

Ich verstehe noch nicht so ganz, was bei Dir die eigentliche Läutervorrichtung ist - unter Deinem Strumpfhosengitter ist noch eine Läuterhexe?
Du hast, soweit ich es verstehe, mit Deiner Konstruktion offenbar den sog. Läuterboden aka Senkboden "nacherfunden", so dass die Hexe, sofern sie sich noch darunter befindet, nun komplett arbeitslos wäre. Normalerweise funktioniert so eine Hexe aber sehr gut. Dass man zu Beginn kurz vorschießen lassen muss (den Hahn mal ganz kurz aufreißen, um grobe Partikel herauszuspülen), ist klar. Danach verstopft da idR nichts mehr!
Du läuterst hingegen nun offenbar stattdessen mit Deinem Strumpfhosenboden. Wie gesagt ein Läuterboden, bloß in schlecht: Fragwürdiges Material, viel zu kleine Maschenweite, riiiesiger Totraum darunter.
Du schilderst, wie sich der Totraum erst mit (novh trüber) Würze füllen muss, die man normalerweise wieder oben auf den Treber gibt, bis man Klarlauf hat. Das wird bei Dir halt eine ganze Menge sein und dementsprechend ewig dauern...
Ich würde ab Deiner Stelle entweder der Hexe nochmal eine verdiente Chance geben, oder aber Dir ein anständiges Läuterblech mit vernünftiger Schlitzbreite und vernünftig kleinem Totraum passend zu Deinem Eimer kaufen.

Moritz

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#4

Beitrag von gipsy » Dienstag 26. Januar 2021, 10:23

Herzlichen Dank für eure Antworten, Florian und Moritz!

Das klingt alles ziemlich beruhigend: offenbar ist die 'Lösung' also ok gewesen und wird keine Probleme beim finalen Bier verursachen :)

Beim Läuterfreund war es bisher zweimal so, dass mir die Würze irgendwann (nach einigen Litern) nur noch sehr langsam lief, sodass ich angenommen habe dass der Hahn sich dann doch noch verstopft hat (trotz Läuterfreund). Allerdings: nein, mir war nicht klar, dass man den Hahn vor dem Läutern noch einige Male kurz aufreissen und vorschießen lassen sollte! :( Danke für diese Hinweise - das klingt sehr plausibel und ich werde es gerne beim nächsten Sud wieder so versuchen! :)

Und ja, offenbar ist meine Konstruktion letzendlich nur eine Art Läuterboden ("bloß in schlecht", wohl tatsächlich :D). Mir war gar nicht bewusst, dass so etwas (ein Läuterboden) durchaus üblich ist - und nun ist es auch beruhigend zu wissen, dass ich da nichts gebastelt habe was völlig ungeeignet oder gar schädlich/schlecht für den Läutervorgang ist.

Ich werde also wohl diese Konstruktion als (durchaus wertvolle) Erfahrung verbuchen, und sie beiseite legen - und wieder dem Läuterfreund eine weitere Chance geben, diesmal mit dem beherzigten Tipp mit 'einige Male aufreissen und vorschießen lassen' :))

Danke nochmals! - es ist wirklich nett und angenehm, Rückmeldungen zu erhalten und dadurch allmählich immer mehr Sicherheit zu gewinnen :)

Schöne Grüße,
Gipsy

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#5

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 26. Januar 2021, 10:36

gipsy hat geschrieben:
Dienstag 26. Januar 2021, 10:23
Beim Läuterfreund war es bisher zweimal so, dass mir die Würze irgendwann (nach einigen Litern) nur noch sehr langsam lief, sodass ich angenommen habe dass der Hahn sich dann doch noch verstopft hat (trotz Läuterfreund). Allerdings: nein, mir war nicht klar, dass man den Hahn vor dem Läutern noch einige Male kurz aufreissen und vorschießen lassen sollte! :( Danke für diese Hinweise - das klingt sehr plausibel und ich werde es gerne beim nächsten Sud wieder so versuchen! :)
Moooment! Das klingt nicht nach einer Verstopfung, sondern eher, als würde der Treber dicht machen.
Stichwort Läuterkatastrophe.
Dafür gibt es viele mögliche Ursachen. Zum Beispiel zu schnelles Läutern, Sog, Lufteinschlüsse unter dem Treberbett, schlechte Schrotung, kaputte Spelzen, Roggen ...

Kennst du die beiden Artikel von Moritz im Braumagazin?

https://braumagazin.de/article/laeutertechnik/
https://braumagazin.de/article/auf-dem- ... ng-teil-2/
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Viele Grüße
Jens

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#6

Beitrag von quasarmin » Dienstag 26. Januar 2021, 10:54

Moin
ich habe mal eine Frage zu dem Thema Läuterhexe die mich schon eine Weile beschäftigt:
Bierjunge hat geschrieben:
Dienstag 26. Januar 2021, 06:40
I Normalerweise funktioniert so eine Hexe aber sehr gut. Dass man zu Beginn kurz vorschießen lassen muss (den Hahn mal ganz kurz aufreißen, um grobe Partikel herauszuspülen), ist klar. Danach verstopft da idR nichts mehr!
Moritz
Ich läutere nach dem Maischen direkt aus dem Einkocher über die Läuterhexe. Bei über 90% meiner Brauvorgänge klappt das sehr gut, aber einige Male gab es Probleme wo gar nichts mehr ging. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine das waren immer die Fälle bei denen ich den Hahn am Anfang zu weit aufgemacht hatte, und sich die Maische dann dichtgesetzt hat. Beim letzten Braugang habe ich es wieder ganz langsam angehen lassen, lief dann so einigermaßen. Wie sind denn hier so die Erfahrungen mit der Läuterhexe? So wie Moritz schreibt - anfangs kurz und heftig, oder besser langsam?

Gruß
Armin

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#7

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 26. Januar 2021, 11:08

Bei der Läuterhexe hilft es unheimlich, wenn du die Spiralfeder vor der Läuterruhe einmal mit dem Paddel am Topfboden hin und her bewegst.
Danach mehrfach kurz vorschießen lassen (Hahn voll auf), bis die Würze klar läuft, und mit sehr wenig Durchfluss das Läutern starten.
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Viele Grüße
Jens

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#8

Beitrag von gipsy » Dienstag 26. Januar 2021, 12:10

Danke auch für diese zusätzliche Reaktion, Jens!
Jetzt klingt es so, als könnte es tatsächlich eher der dichte Treber sein als eine Hahnverstopfung. Die von dir verlinkten Artikel habe ich soeben durchgelesen (erneut - aber mit zunehmender Erfahrung erhöht sich auch das Textverständnis :)) - auch sehr hilfreich...

"Bei der Läuterhexe hilft es unheimlich, wenn du die Spiralfeder vor der Läuterruhe einmal mit dem Paddel am Topfboden hin und her bewegst.
Danach mehrfach kurz vorschießen lassen (Hahn voll auf), bis die Würze klar läuft, und mit sehr wenig Durchfluss das Läutern starten"

Das wird dann beim nächsten Brau sofort auch ausprobiert! :)

Zugleich noch eine Nachfrage dazu: bedeutet "mit sehr wenig Durchfluss das Läutern starten" dass der Hahn nur am Anfang eher lediglich leicht aufgedreht werden soll (-> 'wenig Durchfluss') und dann (nach einigen Litern?) stärker (oder gar ganz) geöffnet werden soll?
(grundsätzlich ist es mir natürlich lieber wenn der Hahn möglichst weit offen ist und der Durchfluss möglichst zügig erfolgt - aber es wird ja sicherlich Gründe geben, warum 'sehr wenig Durchfluss' besser/sinnvoller ist, schätze ich... (?))

Schöne Grüße,
Gipsy

ubu
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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#9

Beitrag von ubu » Dienstag 26. Januar 2021, 12:37

Schnelles vorschießen nur am Anfang.
Danach langsam Läutern.
Bei zu schnellem kann sich der Treber verdichten und nichts geht mehr
Gruß
Uwe

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#10

Beitrag von Bierjunge » Dienstag 26. Januar 2021, 12:42

gipsy hat geschrieben:
Dienstag 26. Januar 2021, 12:10
Die von dir verlinkten Artikel habe ich soeben durchgelesen (erneut - aber mit zunehmender Erfahrung erhöht sich auch das Textverständnis :)) - auch sehr hilfreich...
gipsy hat geschrieben:
Dienstag 26. Januar 2021, 12:10
Zugleich noch eine Nachfrage dazu: bedeutet "mit sehr wenig Durchfluss das Läutern starten" dass der Hahn nur am Anfang eher lediglich leicht aufgedreht werden soll (-> 'wenig Durchfluss') und dann (nach einigen Litern?) stärker (oder gar ganz) geöffnet werden soll?
(grundsätzlich ist es mir natürlich lieber wenn der Hahn möglichst weit offen ist und der Durchfluss möglichst zügig erfolgt - aber es wird ja sicherlich Gründe geben, warum 'sehr wenig Durchfluss' besser/sinnvoller ist, schätze ich... (?))
Genau diese Gründe sind, dachte ich zumindest, doch in dem Artikel beschrieben.
Du darfst ihn abr gerne noch ein drittes Mal lesen... :Angel

Grundsätzlich gilt "so schnell wie möglich, aber so langsam wie nötig". Wenn einmal der Treber dichtgemacht hat, ist allerdings der Ofen aus. Deshalb sollte man sich an die Grenze zwischen "möglich" und "nötig" tunlichst von unten und nicht von oben her herantasten. Überhaupt gehört sehr viel Erfahrung dazu, diese Grenze ohne Läutermanometer zu erkennen, so dass man besser etwas Sicherheitsabstand hält.

Moritz

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#11

Beitrag von Brandergartenbier » Dienstag 26. Januar 2021, 12:54

quasarmin hat geschrieben:
Dienstag 26. Januar 2021, 10:54
Moin
ich habe mal eine Frage zu dem Thema Läuterhexe die mich schon eine Weile beschäftigt:
Bierjunge hat geschrieben:
Dienstag 26. Januar 2021, 06:40
I Normalerweise funktioniert so eine Hexe aber sehr gut. Dass man zu Beginn kurz vorschießen lassen muss (den Hahn mal ganz kurz aufreißen, um grobe Partikel herauszuspülen), ist klar. Danach verstopft da idR nichts mehr!
Moritz
Ich läutere nach dem Maischen direkt aus dem Einkocher über die Läuterhexe. Bei über 90% meiner Brauvorgänge klappt das sehr gut, aber einige Male gab es Probleme wo gar nichts mehr ging. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine das waren immer die Fälle bei denen ich den Hahn am Anfang zu weit aufgemacht hatte, und sich die Maische dann dichtgesetzt hat. Beim letzten Braugang habe ich es wieder ganz langsam angehen lassen, lief dann so einigermaßen. Wie sind denn hier so die Erfahrungen mit der Läuterhexe? So wie Moritz schreibt - anfangs kurz und heftig, oder besser langsam?

Gruß
Armin

Ich läutere in einem extra Bottich mit der dem Läuterfreund, allerdings der lange den ich in Nierenform liegen habe und nicht diesen kurzen Stummel.
Ich habe des Öfteres gelesen, dass es zu diesen Problemen führt wenn man im Gefäß läutert in dem man auch Maischt. Liegt wohl am Rühren, bei dem Vorgang kann man sich immer wieder Malz und vor allem Mehlschlamm in die Hexe drücken, dagegen sollte das leichte Bewegen Abhilfe schaffen.

In meinem Läuterbottich hatte ich noch nie Probleme nach 8 Suden. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich mit komplett offenem Hahn läutern könnte und wenn ich vorschießen lasse ist es nach max. 1 Liter immer klar! Das klappt alles perfekt bei mir.

Ich läutere natürlich trotzdem sehr langsam weil ich das Zuziehen des Trebers nicht provozieren will. 1l/min ist da so ein Richtwert. Ich bin da aber noch langsamer unterwegs denke ich.
Gruß Florian
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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#12

Beitrag von ak59 » Dienstag 26. Januar 2021, 14:28

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 26. Januar 2021, 11:08
Bei der Läuterhexe hilft es unheimlich, wenn du die Spiralfeder vor der Läuterruhe einmal mit dem Paddel am Topfboden hin und her bewegst.
Danach mehrfach kurz vorschießen lassen (Hahn voll auf), bis die Würze klar läuft, und mit sehr wenig Durchfluss das Läutern starten.
So wie ich Dich kenne, geht's hier nicht um etwas *magisches*, wenn Du die Hexe hin- und herbewegst. Ernsthaft: geht es darum, evtl. Verklebungen zu lösen? Ich hatte bisher nie ein Problem, aber das muss ja nix heissen und ich wollte sicher sein, daß ich den Hintergrund verstehe.

Gruß,

Andreas

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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#13

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 26. Januar 2021, 14:54

Ich hatte auch extrem selten Ärger beim Läutern. Aber wenn, dann ist der Ärger ärgerlich, :-).
Irgendwann hat hier jemand geschrieben, dass er die Läuterhexe vor der Läuterruhe kurz bewegt. Dann gibt es keine verstopften Windungen, falls das Rührwerk das Ding beim Maischen mal mit Mehl und feinstem Grieß vollgeschüppt hat.
Den Tipp wollte ich nun gern weitergeben, weil ich seither nie wieder Probleme beim Läutern hatte und die Würze gefühlt auch besser "läuft".
"Da braut sich was zusammen ... "
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Viele Grüße
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Re: 'Kreative Lösung' beim Läutern - nun Bedenken

#14

Beitrag von ak59 » Dienstag 26. Januar 2021, 15:52

... alles gut, das ist dann in meinem *Prozess* abgedeckt - ich baue die Hexe immer erst wieder am Brautag ein - nach dem reinigen/aufhängen lege ich sie immer lose in meinen Thermoport ...

Gruß,

Andreas

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