Brauprotokoll, bitte um Feedback

Hier kommt alles rein, was woanders keinen Platz hat.
Antworten
Airbussard
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 39
Registriert: Sonntag 3. Januar 2021, 15:37

Brauprotokoll, bitte um Feedback

#1

Beitrag von Airbussard » Samstag 30. Januar 2021, 15:37

Hallo in die Runde!

Nach der Vorstellung im Unterforum möchte ich euch gern meinen Entwurf eines Brauprotokolls zeigen. Vorlagen waren das Protokoll von "Trashhunter" in seinem Buch sowie ein Protokoll, das ich bei einem Braufreund gesehen habe.

Das Protokoll ermöglicht es auch, tabellarisch EBC und IBU zu berechnen, es wird begleitet von einer Brau-Checkliste und einer Formelsammlung mit der Tabelle Bitterstoffausnutzung aus dem Hobbybrauer-Wiki.

Ich stelle das gern zur Benutzung zur Verfügung! Gleichzeitig freue ich mich sehr über Feedback, was gut ist und was verbessert werden kann. Beispielsweise hab ich gerade einen Sud mit sechs Zutaten gefahren, es könnten also bei der Schüttung mehr Zeilen sein.

Freue mich auf eure Antworten!

Liebe Grüße
Airbussard
Dateianhänge
Brauprotokoll.pdf
(117.05 KiB) 162-mal heruntergeladen
Brauen Checkliste.pdf
(183.27 KiB) 100-mal heruntergeladen

Benutzeravatar
jkmanfred
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 117
Registriert: Sonntag 18. November 2018, 19:55

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#2

Beitrag von jkmanfred » Samstag 30. Januar 2021, 17:39

Hallo Ulrich

wenn du es früher gepostet hättest, hätte ich mir ne Menge Arbeit erspart.Ich habe sowas auch mal erstellt.
Sieht wirklich gut aus das Brauprotokoll. :thumbup
und jetzt kommt das "Aber"... :Wink

Kennst du den Kleinen Brauhelfer kurz KBH? Da sind sogar beide Funktionen enthalten.
seit ich den nutze, brauche ich meine erstellten Protokolle nicht mehr.
Einfach Rezept erstellen, Spickzettel für den Brauvorgang ausdrucken und (für Notizen) dabeilegen und anschließend gemessene Werte einpflegen.
Wobei, wenn man den Rechner beim brauen dabei hat, braucht man noch nicht mal ausdrucken.
Ich möchte jedenfalls nicht mehr ohne KBH.

gruß
manfred

off topic: such mal nach dem user Johanson. ist evtl dein Arbeitskollege. :Grübel
Liebe ist vergänglich, der Durst bleibt lebenslänglich. :Drink

Benutzeravatar
Beerkenauer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 982
Registriert: Samstag 11. Februar 2017, 15:45
Wohnort: Südl Odenwald - Rhein-Neckar

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#3

Beitrag von Beerkenauer » Samstag 30. Januar 2021, 18:01

Geht mir genauso mit dem KBH.
Der “Spickzettel” ist mit dem KBH2 sogar noch viel besser geworden. Entweder ausdrucken und per Hand eintragen (ich trage es dann später immer nach) oder Laptop mitnehmen beim Brauen und direkt eintragen.

Ich wollt den KBH net mehr missen :thumbsup

Stefan

Benutzeravatar
BrauSachse
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 313
Registriert: Samstag 2. Mai 2020, 20:23
Wohnort: Taunus

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#4

Beitrag von BrauSachse » Samstag 30. Januar 2021, 21:29

Hallo Ulrich,

ich hätte Interesse. IBU-Berechnung habe ich auch in Excel programmiert, aber EBC fehlt mir noch.

Viele Grüße
Tilo

Airbussard
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 39
Registriert: Sonntag 3. Januar 2021, 15:37

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#5

Beitrag von Airbussard » Mittwoch 3. Februar 2021, 14:15

Lieber Manfred, Stefan und Tilo,

danke für das Feedback!

KBH kenn ich. Der ist auch echt cool. Was mich daran stört (zumindest habe ich es bislang nicht anders hinbekommen) ist, dass man seine Zutaten nicht einfach im Rezept direkt angeben kann, sondern sie in der "Warenwirtschaft" anlegen muss. Klar, das ist ne tolle Funktion für alle, die 25 kg Säcke kaufen und selbst schroten. Wenn man noch Zutaten grammgenau bestellt und schroten lässt (also praktisch ein "individuelles Vollmaische Braukit"), dann ist es extra Arbeit.

Dazu kommt, dass ich eine gewisse Nostalgie pflege und es in gewissen Dingen einfach mit Stift und Papier mag (mein Pilotenlogbuch pflege ich im Gegensatz zu manchem Kollegen auch nicht elektronisch, sondern in Papierform).

Mal sehen, in welche Richtung ich mich entwickle. Bei fest installierter "Kellerbrauerei" mit angeschlossenem Lager gäb es sicher einen Parkplatz für den Laptop, auf dem der KBH liefe. ;-)

Protokoll ist inzwischen noch etwas optimiert, da mir beim letzten Rezept schon eine Zutatenzeile fehlte (jetzt sind es 6). Wer bietet ein Rezept mit noch mehr Zutaten?

Liebe Grüße
Ulrich

PS: Tilo, Interesse am Protokoll? Ist an den Beitrag angeheftet und kann dort runtergeladen werden.
Dateianhänge
Brauprotokoll.pdf
(125.25 KiB) 43-mal heruntergeladen

ubu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 216
Registriert: Donnerstag 8. März 2018, 11:37

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#6

Beitrag von ubu » Mittwoch 3. Februar 2021, 14:40

Airbussard hat geschrieben:
Mittwoch 3. Februar 2021, 14:15
.............
KBH kenn ich. Der ist auch echt cool. Was mich daran stört (zumindest habe ich es bislang nicht anders hinbekommen) ist, dass man seine Zutaten nicht einfach im Rezept direkt angeben kann, sondern sie in der "Warenwirtschaft" anlegen muss. Klar, das ist ne tolle Funktion für alle, die 25 kg Säcke kaufen und selbst schroten. Wenn man noch Zutaten grammgenau bestellt und schroten lässt (also praktisch ein "individuelles Vollmaische Braukit"), dann ist es extra Arbeit.
............
Dann würde ich in der Warenwirtschaft einmalig die Standardmalze mit jeweils einigen Tonnen anlegen.
Dann ist erstmal Ruhe für ein paar Jahre.
Gruß
Uwe

Airbussard
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 39
Registriert: Sonntag 3. Januar 2021, 15:37

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#7

Beitrag von Airbussard » Mittwoch 3. Februar 2021, 14:43

ubu hat geschrieben:
Mittwoch 3. Februar 2021, 14:40
Dann würde ich in der Warenwirtschaft einmalig die Standardmalze mit jeweils einigen Tonnen anlegen.
Dann ist erstmal Ruhe für ein paar Jahre.
Gute Idee. Den Perfektionisten stört, dass dann falsche Daten (Kauf, MHD, usw.) drin stehen. :Angel

ubu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 216
Registriert: Donnerstag 8. März 2018, 11:37

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#8

Beitrag von ubu » Mittwoch 3. Februar 2021, 15:13

ist halt ein Workaround.
Als alter EDVler kann man ganz gut damit leben.
Gruß
Uwe

Benutzeravatar
BrauSachse
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 313
Registriert: Samstag 2. Mai 2020, 20:23
Wohnort: Taunus

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#9

Beitrag von BrauSachse » Mittwoch 3. Februar 2021, 17:18

Airbussard hat geschrieben:
Mittwoch 3. Februar 2021, 14:15
PS: Tilo, Interesse am Protokoll? Ist an den Beitrag angeheftet und kann dort runtergeladen werden.
Vielen Dank, das war mir bewusst. Ich dachte, du hast eine Exceltabelle, in der EBC aus den einzelnen Malzen automatisch berechnet wird, so wie z.B. beim KBH. Diese Funktion in Excel hätte mich brennend interessiert. So wie ich das jetzt lese, wird alles von Hand auf einem Blatt Papier notiert. Das meinte ich nicht.

Viele Grüße
Tilo

Airbussard
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 39
Registriert: Sonntag 3. Januar 2021, 15:37

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#10

Beitrag von Airbussard » Mittwoch 3. Februar 2021, 18:32

Ah, sorry, mein Fehler. Ich hab's in Apple Pages gemacht – da funktioniert es wie in Excel auch durch direkte Eingabe. Letztlich wird genau das gemacht, was in der Tabelle auch "optisch" dargestellt ist. ;-)

Liebe Grüße

Benutzeravatar
bourgeoislab
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 635
Registriert: Freitag 5. Januar 2018, 10:16
Kontaktdaten:

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#11

Beitrag von bourgeoislab » Donnerstag 4. Februar 2021, 17:47

Airbussard hat geschrieben:
Mittwoch 3. Februar 2021, 14:15
Lieber Manfred, Stefan und Tilo,

danke für das Feedback!

KBH kenn ich. Der ist auch echt cool. Was mich daran stört (zumindest habe ich es bislang nicht anders hinbekommen) ist, dass man seine Zutaten nicht einfach im Rezept direkt angeben kann, sondern sie in der "Warenwirtschaft" anlegen muss. Klar, das ist ne tolle Funktion für alle, die 25 kg Säcke kaufen und selbst schroten. Wenn man noch Zutaten grammgenau bestellt und schroten lässt (also praktisch ein "individuelles Vollmaische Braukit"), dann ist es extra Arbeit.

Dazu kommt, dass ich eine gewisse Nostalgie pflege und es in gewissen Dingen einfach mit Stift und Papier mag (mein Pilotenlogbuch pflege ich im Gegensatz zu manchem Kollegen auch nicht elektronisch, sondern in Papierform).

Mal sehen, in welche Richtung ich mich entwickle. Bei fest installierter "Kellerbrauerei" mit angeschlossenem Lager gäb es sicher einen Parkplatz für den Laptop, auf dem der KBH liefe. ;-)

Protokoll ist inzwischen noch etwas optimiert, da mir beim letzten Rezept schon eine Zutatenzeile fehlte (jetzt sind es 6). Wer bietet ein Rezept mit noch mehr Zutaten?

Liebe Grüße
Ulrich

PS: Tilo, Interesse am Protokoll? Ist an den Beitrag angeheftet und kann dort runtergeladen werden.
Zur Info: in den nächsten Version vom KBH wird man die Warenwirtschaft (--> Lagerverwaltung) ausschalten können. Die Rohstoffe müssen aber weiterhin im Reiter "Rohstoffe" eingetragen werden, damit man sie im Rezept verwenden kann.
Grüsse Frédéric
Mitentwickler vom kleinen-brauhelfer

Benutzeravatar
Braufuzi
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 369
Registriert: Freitag 9. September 2016, 10:48
Wohnort: Vorarlberg/Österreich

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#12

Beitrag von Braufuzi » Freitag 5. Februar 2021, 01:48

Echt tolles Brauprotokol hast du da gemacht.
Der kluge Mensch,so glaube mir,
der braut und trinkt
sein eigenes Bier!
:Drink

Benutzeravatar
Alt-Phex
Moderator
Moderator
Beiträge: 8987
Registriert: Mittwoch 1. Februar 2012, 01:05
Wohnort: Düsseldorf

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#13

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 5. Februar 2021, 02:56

Uff, in die Checkliste hast du gleich mal etliche von Trashhunters fachlichen Fehler mit aufgenommen. Um mal nur die gröbsten zu nennen. Von oben nach unten.

Die 78°C sind gar nicht so wichtig, da verrennt man sich gerne weil dem magische Attribute beigemessen werden. 70-75°C reichen auch, mach dir da keinen Stress. Du darfst nur niemals 80°C überschreiten. Enzyme platt, Stärke löst sich die nicht mehr verzuckert werden kann. Blausud.

"Eiweißbruch abschöpfen" ist totaler Unsinn. Das macht in der Brauerei auch keiner und kann dir im schlimmsten Fall den Schaum im fertigen Bier versauen.

"Würze bei 32°C anstellen (1% Hefe bezogen auf Würzemenge)" Das ist der Oberhammer. Auf gar keinen Fall stellst du bei 32°C an. Es sei denn du benutzt Spezielle "Kveik-Hefen", das wäre was anderes. Die hat der Udo aber nicht gemeint, geschweige denn gekannt als er diesen Quatsch geschrieben hat. Im Gegenteil stellst du auch obergärig eher kühler an als du vergären willst. Aber nach Möglichkeit unter 20°C. Sonst wird die Hefe estern und fuseln und das Bier wird nicht besonders gut schmecken.

ich würde dir empfehlen dich besser hier dran zu halten als an das was in dem Buch steht.
https://brauanleitung.com/
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Airbussard
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 39
Registriert: Sonntag 3. Januar 2021, 15:37

Re: Brauprotokoll, bitte um Feedback

#14

Beitrag von Airbussard » Freitag 5. Februar 2021, 21:46

Frédéric – danke für die Info! Freue mich auf die Neuerungen.

Braufuzi – dankeschön!

Alt-Phex – danke für das Feedback. Die 78°C liest man nicht nur bei Udo, daher hatte ich sie fest eingetragen. Das Feld kann natürlich genauso gut leer sein, damit jeder die für sich richtige Abmaischtemperatur eintragen kann. Kochen tut's ja auch nicht immer bei genau 100°C. Über den Eiweißbruch habe ich mit Udo gesprochen, der Punkt kommt raus. Macht er auch nicht mehr. Was die Hefe betrifft, das schaue ich mir mal an. Ich hab's inzwischen 2-3x so gemacht, bislang war es gut. Lang ist die Würze ja nicht bei 32°C, sondern braucht nur noch ein paar Stunden bis auf 20°C. Ich verstehe das Argument, die Zeit für die Vermehrung unerwünschter Keime möglichst kurz zu halten. Vielleicht ist der Punkt aber auch nicht so kritisch? Jedenfalls interessant genug, um mal einen Sud auf zwei Gäreimer zu teilen und die Hefe bei 32°C bzw. unter 20°C anstellen. Welche Verbesserungen hast du noch? Klingt so, als wären es viele! Ich lerne gern dazu...

Antworten