Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

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Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#1

Beitrag von MissSilviasEx » Mittwoch 20. Mai 2015, 20:55

Hallo zusammen

mein erster Sud ist abgefüllt. Obwohl unter der Woche von 20.30h - 03.00h morgens gebraut und am nächsten Tag entsprechend zerknautscht im Büro aufgeschlagen, hat es viel Spaß gemacht.

Natürlich dauert's mir zu lange dem Bier bei der Reife zuzuschauen, weswegen ich mir jetzt schon überlege wie ich mein Brauequipment ergänzen könnte.

Mein erster Sud war eine Citra gepimpte Pale Ale Malzmischung von HuM mit nur 13L Ausbeute ( wahrscheinlich beim Nachguss gepennt). Ich glaube nicht, dass ich in absehbarer Zeit die Einkochklasse verlassen werde, noch öfter als monatlich brauen werde (20L reichen bisher bei mir eher 2 Monate).

Trotzdem stell ich mir die Frage, ob eine Mühle Sinn macht, oder ob ich beim Bestellen von geschrotetem Malz / Malzmischungen bleiben soll.

Wirtschaftlich ist das nicht wirklich zu begründen, gibt es denn qualitative Gründe bzw einen erhöhten Spaßfaktor durchs Selbermachen?

Danke für Eure Einschätzungen und viele Grüße, Alex

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#2

Beitrag von Fossy » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:03

MissSilviasEx hat geschrieben:
Wirtschaftlich ist das nicht wirklich zu begründen, gibt es denn qualitative Gründe bzw einen erhöhten Spaßfaktor durchs Selbermachen?
Zunächst mal die Frage: Hast du Zugriff auf eine Mälzerei bei der du dein Malz holen kannst? Dann würde sich die Mühle sehr schnell amortisieren (60 - 80 Cent für das ungeschrotene Malz bei der Mälzerei vs. ca 1,60 - 2 Euro für das Malzschrot in den einschlägigen Internetshops).

Aber sonst würde ich noch sagen, das ungeschrotenes Malz viel Länger haltbar ist.

Edit: Selbst ohne Zugriff auf eine Mälzerei kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn du Sackware im Internet bestellst ... auch hier zahlst du dann ca die Hälfte als wenn du es vorgeschrotet kaufen musst. Und 25 KG sind nun auch nicht so wahnsinnig viel.
MfG Flo

Bronkhorst
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#3

Beitrag von Bronkhorst » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:09

Kommt drauf an, was du in Zukunft machen willst.
1. Wirst du konstant einen Bierstil/ Rezept mit nur wenig Änderungen brauen?
2. Möchtest du Abwechslung: verschiedenste Stile mit allen möglichen Malz- und Nichtmalzsorten?

Im 1. Fall kannst du 25kg Säcke kaufen und bei regelmäßigem Brauen macht das nach einer Weile sicher Sinn.

Wenn 2. der Fall ist, brauchst du von vielen Malzen immer ein bißchen, weswegen du wahrscheinlich häufiger bestellen musst und dann auch gleich geschrotet bestellen kannst.

Wenn du mit dem Brauen gerade erst begonnen hast, gibt es bestimmt sinnvollere Anschaffungen, als eine Mühle. Dinge die dich als Brauer und dein Bier weiter bringen als eine Mühle.

Viel Spaß beim brauen wünscht dir

Jens

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#4

Beitrag von Malzwein » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:20

Wirtschaftlich ist das nicht wirklich zu begründen
Ist Hobbybrauen bei dir wirtschaftlich begründet? Bei dem, was ich für das Hobby über die Zeit ausgegeben habe, hätte ich mir eine Menge gutes Bier nach Hause liefern lassen können. Es wäre aber nicht meins gewesen.

Wenn ich das Equipment in "haben müssen", "haben sollen" und "haben wollen" einteile, ist für mich die Mühle in "haben sollen". Ungeschrotetes Malz hält sehr viel länger und ist im 25 kg Sack auch noch preiswerter.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#5

Beitrag von fg100 » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:23

Bei deinen Mengen würde ich erst mal beim Kauf von geschroteten Malz bleiben. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen du musst sowieso öfters was nachkaufen (bestellen), weil gerade der Hopfen, Hefe oder das Malz das du brauchst ausgegangen ist. Plan lieber deinen nächsten zwei drei Sude voraus und besorge dir das geschrotet.
Solltest du noch kein Vakuumiergerät haben, dann kauf dir lieber so was. Geschrotetes Malz hält sich einvakuumiert auch seeehr lange.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#6

Beitrag von schloemi » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:31

Ich würde auch erstmal ein paar Sude warten. Gute Mühlen sind teuer. Ich habe mich sehr geärgert mir frühzeitig erst eine nicht so gute gekauft zu haben. Bleibst du dabei und merkst, dass du im Jahr an die 150- 200 Liter Marke rankommst, dann lohnst sich die Anschaffung einer anständigen Mühle. Braupakete sind toll, weil einfach alles drin ist, was man braucht, man muss sich nichts auf Lager tun, was am Ende dann nicht mehr optimal ist oder gar entsorgt werden muss.

cu schloemi

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#7

Beitrag von MissSilviasEx » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:35

Mhm, ich bewege mich im Raum Köln/Düsseldorf, Mälzereien hab ich bisher nicht gesucht/ gesehen.

Ich denke, ich werde jetzt erstmal meinen Streifzug durch verschiedene Bierarten wählen, weil ich ehrlich gesagt kaum weiß, was es gibt und was mir schmeckt.

Natürlich weiß ich, dass ich gar nicht erst zu rechnen brauch, wenn ich mein Bier gegen Kaufbier halte. Auch find ich so eine Mühle (Mattmill Kompakt) durchaus hübsch.

Dagegen halte ich aber den etwas unübersichtlichen Invest an diversen Malzen, Hefen und Hopfen um tatsächlich die Versandkosten zu sparen. Plus, ich weiß nicht, wie lange sich Malz hält - bei Rohkaffee sind es etwa 2Jahre...

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#8

Beitrag von locke74 » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:48

Ich persönlich habe eine Porkert/Corona Mühle. Für meine 20 Liter Sude tut es die allemal. Ich Kurbel allerdings nicht mehr selber sondern lasse das eine Bohrmaschine erledigen. Es gibt sicher bessere Mühlen aber der Preisunterschied war es mir nicht wert.'
Vorteil bei Sackware und Mühle ist auch, dass ich immer recht spontan brauen kann, wenn ich denn mal Zeit habe. Gerade Bestellung und Brautermin in Einklang zu bringen ist bei mir schon mal schwierig. Auch nicht zu verachten sind die Portokosten für jede Bestellung im Shop. Ich glaub schon das es unterm Strich preiswerter ist mit eigener Mühle.

Grüße Jörg

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#9

Beitrag von afri » Mittwoch 20. Mai 2015, 21:54

Bei mir war es ein einfacher Gedanke: Ich halte Malz im Sack (knapp unendlich haltbar) vorrätig und schrote/braue wenn ich lustig bin oder mir danach ist. Fertige Schrote halten sich zwar, aber sie oxydieren und das ist nicht gut. Viele hier bunkern Schrot auf Vorrat, ich würde es nicht tun.

Also beschloss ich eines Tages, die Wirtschaftlichkeitsrechnung zu überspringen und mir für damals 160 EUR eine Barleycrusher von HuM zu gönnen. Beste Entscheidung ever. Vorher hatte ich immer mehr oder weniger termingenau bestellt, was bei manchen Zustelldiensten dazu führen kann, dass ich erst nachmittags anfangen kann, was mir zu spät ist. Situation heute: ich beschließe jetzt brauen zu wollen, ich werfe die Mühle an und beginne ganz einfach.

Ich bin etwas paranoid, was Oxydation von geschrotenem Malz angeht und glaube an frisches Schrot. Wem das nicht wichtig ist, der oder die soll ruhig das Augenmerk auf andere Dinge legen, gutes Termometer und Refrakto würde ich dann empfehlen, bevor man in eine Mühle investiert. Gute Mühlen sind nicht billig, sondern preiswert. Ein gutes Gärfass aus Metall ist auch nicht übel, ich habe jahrelang in Plastikeimern vergären lassen und es schmeckte auch, aber ständig aufteilen, weil ich stets über 30 Liter kam, war mir auf Dauer zu stressig. Daher habe ich in die Fa. Polsinelli in Italien investiert und einen ihrer Eimer gekauft bzw. ihn mir schenken lassen. Wäre auch eine Überlegung wert, je nachdem, wie man die Gärung ablaufen lassen möchte.
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#10

Beitrag von StJack » Mittwoch 20. Mai 2015, 22:37

Du kannst ja für den Anfang auch gelegentlich mal einen aus Deiner Gegend besuchen, der eine Mühle hat und Dir das mal schnell durch dreht. Für zwei Flaschen selbstgebautes schrote ich Dir Deine fünf sechs Kilo gerne. :Drink

Mir macht das schroten auch einfach Spaß.
Zuletzt geändert von StJack am Donnerstag 21. Mai 2015, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#11

Beitrag von Fricky » Mittwoch 20. Mai 2015, 23:18

afri hat geschrieben: Situation heute: ich beschließe jetzt brauen zu wollen, ich werfe die Mühle an und beginne ganz einfach.
ich bin ja auch schon ne Weile am überlegen.
Das ist echt ein Argument. :thumbup

Auch die Wirtschaftlichkeit, muss das echt mal durchrechnen. Ich denke in der 50l Klasse rechnet sich das schnell.

Gruß, Peter.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#12

Beitrag von Seed7 » Mittwoch 20. Mai 2015, 23:25

Nach den fuenften Sued.

Fuenf? Ja, wenn du nach fuenf suede immer noch spass dran hasst dann ist es es wert in ein hobby zu investieren. Wenn du fuenf suede durch haeltst dann wirst du nicht so schnell mehr aufgeben,

Ingo
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#13

Beitrag von dingenz » Mittwoch 20. Mai 2015, 23:39

Kinder, wenn ihr schon am überlegen seid, ist es sowieso schon zu spät... :P :Bigsmile

An den TO: Als Prio 1 würde ich eine Mühle nicht sehen, da gibt es gerade am Anfang genug andere Stellschrauben. Aber eine Mühle zu haben fühlt sich "vollständig" an, habe selbst erst vor kurzem meine umgebaute Corona eingeweiht. :Smile
Viele Grüße
dingenz

Braurechner.de - Frei nutzbare Web-App zur Berechnung verschiedener Kennzahlen, die beim Hobbybrauen benötigt werden.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#14

Beitrag von Fricky » Mittwoch 20. Mai 2015, 23:54

dingenz hat geschrieben:Kinder, wenn ihr schon am überlegen seid, ist es sowieso schon zu spät... :P :Bigsmile
Das befürchte ich auch.

:Drink

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#15

Beitrag von DarkUtopia » Donnerstag 21. Mai 2015, 08:27

Ich hab vom schwarzen Brett meiner Firma eine Mühle gekauft um 20 Euronen....da gab es nichts zu überlegen

Ich kaufe Sachen für den nächsten Sud beim Lokalen Dealer ein, und wenn ich Zeit hab braue ich! Toll und hab immer frisches Schrot!
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#16

Beitrag von A.Stranger » Donnerstag 21. Mai 2015, 09:09

Hi,

die selbe Frage hat mich vor ein paar Tagen auch umgetrieben, jedoch schon aus dem konkreten Ansatz, flexibler zu sein. Leider ist es mir nämlich schon das zweite mal dieses Jahr passiert, dass ich sowohl Zeit, als auch Equipment zur Verfügung hatte, nur leider keine Zutaten :(

So hatte ich schnell durchgerechnet, ab wie vielen Suden sich die Mühle rechnet (bei Sackware von HuM vs. geschrotetem Malz waren es - wenn ich mich recht erinnere - ~ 50x 20l Sude ohne Berücksichtigung der Versandkosten) und die Mühle lag quasi schon im Warenkorb, als mir durch den Kopf ging, was mit dem Rest wäre. Ich habe bisher weder verschiedenste Hopfen-Sorten auf Lager, noch eine Hefezucht-Farm. Also würde es bei jedem Sud wieder darauf hinauslaufen, Hopfen und Hefe zu bestellen. Dann kann ich auch das geschrotete Malz gleich mit bestellen und muss halt einfach meine Logistik verbessern.

Evtl. einfach mal 2-3 Sude im voraus bestellen. Auch wenn geschrotetes Malz sich nicht ewig hält, denke ich nicht, dass es innerhalb weniger Wochen schlecht wird.

Das Resümee daraus für mich: keine Mühle, bevor ich nicht a) eine günstige Malz-Quelle in der Nähe von Dortmund gefunden habe, b) ein gewissen Vorrat an Hopfen habe (ggf. mit Vakuumierer) und c) ein paar Hefen habe und gelernt habe, mir einen Starter zu machen. Stattdessen das Geld lieber in Läutern und Lagern investieren. Hier sehe ich aktuell noch das meiste Optimierungspotenzial bei mir.

Gruß
Pascal

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#17

Beitrag von jemo » Donnerstag 21. Mai 2015, 09:15

So grundsätzlich ist das auch eher ein Platzproblem, da ein Malzlager vom Volumen her eine Menge Raum braucht. Mein Malzlager nimmt mittlerweile einen halben Kellerraum in Anspruch und das muß man erst einmal übrig haben.
Viele Grüße,
Jens

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#18

Beitrag von BadBuddha » Donnerstag 21. Mai 2015, 11:33

@ stranger: Da musst du nur in die verbotene Stadt zur Fa. Avangard. 25kg Säcke 16-18€. Vorher anrufen und du kannst es dann bissel später abholen. Oder schau hier mal auf die Karte viewtopic.php?f=6&t=1508

Ich hab auch etwas länger überlegt und dann entschlossen mir eine schenken zu lassen. Von den 4 Basismalzen mir bei Anvangard je nen Sack geholt. Mal 2 Stündchen bei nem lecker Selbstgebrauten des 1. Sudes(Festbiermischung von HuM) potenzielle Rezepte rausgesucht und in ner Tabelle aufgelistet, sodass ich dann am Ende ne schöne Übersicht hatte, was ich an Spezialmalzen, Hopfen und Hefe benötige. Grad bei den Malzen noch 20% draufgeschlagen, um auch mal flexibel zu sein. 2 Tütchen Trockenhefe mehr in den Warenkorb und zusehen, dass man ne ordentliche Bandbreite an Hopfen hat, damit man bei Spontansuden passende Substitute hat. Bei mir lagert nen gutes Kilo hopfen (12-14 Sorten) im Gefrierschrank.
Flüssighefen sind zwar nur begrenzt haltbar, aber da braut man dann entweder diese Rezepte als erstes, oder lässt es wie ich drauf ankommen. Hab am WE nen dunkles Weizen gebraut und die 3068 war eigentlich nur bis 01.15 haltbar. Kam innerhalb von 6h an und alles ist gut.
So spar ich mir nen Haufen Portokosten und man ist wie oben schon erwähnt sehr flexibel.

Und die 60€ für ne Corona armortisieren sich auch recht fix:

Sackware: 18€/25kg = 0,72€/kg
1kg geschrotet bestellt 1,8€/kg

60€/(1,80€-0,72€)= 55,56 Kilo musste verbrauche. Das sind 11-13 Sude in der Einkocherklasse.

Wenn man da dann Porto mit Sprit(Fahrt zur Mälzerei) verrechnet wird es noch eher armortisiert, wenn man für jeden oder jeden 2. Sud extra bestellt.

Flüssighefen frier ich übrigens auch noch ein, so dass auf Dauer auch dort wieder Kosten gesparrt werden.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#19

Beitrag von Kurt » Donnerstag 21. Mai 2015, 13:10

Ne Malzmühle macht auf jeden Fall extrem Sinn! Es ist einfach geil in den Keller zu gehen, die Malztonnen aufzumachen und sich die Schüttung in 5 Minuten durchzuschroten. Es ist doch eigentlich bescheuert Malzschrot kiloweise per Post zu verschicken! Mälzereien gibt es doch recht viele und manchmal sind auch Gasthausbrauereien bereit, ein paar Säcke Malz mehr mitzubestellen. Die Corona-Mühlen reichen sicher für die typische Einkocherschüttung, aber auf Dauer wird man mit einer Walzenmühle glaube ich glücklicher. Der Wiederverkaufswert ist im Zweifel wahrscheinlich auch höher ;)

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#20

Beitrag von Hopfenreiter » Donnerstag 21. Mai 2015, 15:47

Ich würde mir das auch erstmal bestellen. Ich habe inzwischen eine etwas größeren Hobbybrauer hier um die Ecke wo ich mein Malz "kaufen und schroten" kann. Ist die beste und "wirtschaftlichste".
Daher schaue doch mal bei einem Stammtisch oder hier im Forum, wer dich da unterstützen kann. Bis dahin, weiter bestellen :-).

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#21

Beitrag von uli74 » Donnerstag 21. Mai 2015, 17:05

Eine eigene Mühle macht immer Sinn. Es ist doch sowas von nervig wenn man sich ständig dabei ertappt dass man unzufrieden ist weil man bei der Malzbestellung was vergessen hat und sich dann sagt wie praktisch eine eigene Mühle doch wäre.

Abgesehen davon gibts dann wieder was zu basteln und einzustellen.
Gruss

Uli

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#22

Beitrag von Griller76 » Donnerstag 21. Mai 2015, 18:05

Hallo an alle,

ich stimme überein, dass es gerade am Anfang eines Brauhobbys wichtigere Baustellen gibt, als eine professionelle Malzmühle, jedoch ist es schon ein Vergnügen, wenn alles unkompliziert geht. Wenn man das nun auf ein jahrzehntelanges oft gehegtes Hobby hochrechnet rentiert sich das schon. Für mein Bragot habe ich vor Kurzem 8 Kg Malz ganz entspannt durchgelassen und bin mit der Sudausbeute, sowie dem Läuterverhalten sehr zufrieden.
Es muss ja nicht unbedingt so ein riesen Gerät, wie bei mir sein, doch es macht schon ganz schön Spass.

freundliche Grüße

Alexander
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#23

Beitrag von Fricky » Donnerstag 21. Mai 2015, 18:35

Ja danke, jetzt bin ich frustriert. :crying

das ist vielleicht Gerät. Und die 8kg waren in wieviel Sekunden durch?

Aber jetzt weiss ich wenigstens, wie du dein Bananenaroma ins Bier bekommst. :Drink

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#24

Beitrag von nobody2k » Donnerstag 21. Mai 2015, 19:45

Malz im Sack ist immer viel günstiger und hält ewig.
Meiner Erfahrung nach reicht eine billige selbst gebaute Mühle (nudel walzmaschine) vollkommen aus für diese Größenordnung.
Hopfen kann man einfrieren, Hefe ganz locker ernten und weiter verwenden.

Man kann natürlich auch für jeden Sud alles neu bestellen, das muß jeder selber wissen. ..
Grüße,
Christoph

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#25

Beitrag von Griller76 » Donnerstag 21. Mai 2015, 21:10

Fricky hat geschrieben:Ja danke, jetzt bin ich frustriert. :crying

das ist vielleicht Gerät. Und die 8kg waren in wieviel Sekunden durch?

Aber jetzt weiss ich wenigstens, wie du dein Bananenaroma ins Bier bekommst. :Drink
Nenn mich Banana Joe! :Bigsmile

Aber mal ganz im Ernst: Sei bitte nicht frustriert, was einfacheres tut es auch. Das Großgerät ist alleine meinem Perfektionismus und Technibegeisterung geschuldet. Also trinke ich auf Dein Wohl ersteinmal ein Frustentfernungsbier. Ich hoffe, es wirkt schon bei Dir. :Drink

freundliche Grüße

Alexander
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#26

Beitrag von A.Stranger » Donnerstag 21. Mai 2015, 21:24

Hi,

mit meinem Beitrag wollte ich mit Sicherheit nicht sagen, dass eine Malzmühle keinen Sinn ergibt. Jedoch denke ich, dass bei dem einen oder anderen es im Zweifelsfall auch eine finanzielle Entscheidung ist. Die wenigsten von uns können sich wahrscheinlich auf Anhieb eine komplette Brauereiausstattung leisten. Sollte ich damit falsch liegen, habe ich mir vielleicht doch ein Hobby ausgesucht, welches über meine Verhältnisse geht.

Wer sich das Hobby Brauen von seinem "Taschengeld" verwirklichen will, hat genügend Stellen, um Geld auszugeben. Ich für meinen Teil musste mir eingestehen, dass ich mehr davon habe, erst in andere Dinge zu investieren, wie in eine Mühle. Auch wenn eine Malzmühle immer noch ein großer Wunsch ist, der täglich hin und quer gerechnet wird.

Gruß
Pascal

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#27

Beitrag von Hagen » Donnerstag 21. Mai 2015, 21:49

Eine gute 'Malzmühle ist schon eine feine Sache. So selten wie die meisten sie gebrauchen und sie ungenutzt in der Ecke steht und wie wenig sie verschleißt,bin ich ja ein großer Freund des Gemeinschaftskaufs, wenn man Brauerkollegen in der Nähe wohnen hat.
Dafür ist eine Malzmühle geradezu prädestiniert.
Einer stellt das Teil - idealerweise mit Sammelmalzlager - bei sich unter und erspart sich die Fahrerei. Die anderen haben zwar die Fahrerei, dafür aber immer frisches Schrot.
Bei 3-4 Anteilseignern ist der Gesamtkaufpreis wahrlich kein Luxus mehr.
Das ist sinnvoll und wirtschaftlich.

In den Niederlanden ist sowas üblich. Deutsche meinen ja zumeist, sie müssten alles alleine haben.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#28

Beitrag von afri » Donnerstag 21. Mai 2015, 22:16

Wenn's um den Cent geht, ist eine Mühle natürlich meist Wahnsinn. Ich schrub meine Erfahrung (Brauen, wenn man Bock darauf hat) auch aus dem Blickwinkel, dass ich es mir schlicht leisten kann/konnte, eine vergleichsweise teure Anschaffung zu tun. Ich habe die Asche, ich gebe sie aus. Wer vielleicht am Anfang des Berufslebens steht und eine solide Menge anderer Dinge anzuschaffen hat, denkt natürlich und richtigerweise anders.

Auf einer anderen Ebene denke ich, dass Brauen als eines der relativ günstigen Hobbies liegt. Wenn ich bedenke, was andere Hobbies kosten können, sind wir Hausbrauer vergleichsweise günstig unterwegs und wir haben relativ lange was von unseren Aktivitäten. Zumindest wenn man nur für sich selbst braut. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich mal wieder einen Jährling probieren kann oder zur Zeit über die vielen Tauschbiere, die sich im Keller tummeln.

Klar ist eine Mühle und ein Malzlager eine feine Sache; wenn ich jedoch jeden Cent zweimal rumdrehen muss und eh keinen Platz für Malzsäcke habe, stelle ich mir die Frage nicht. Dann bestelle ich "just in time" und freue mich, wenn es wirklich funktioniert. Malz bevorrate ich wie Hopfen, für ungefähr ein Jahr im voraus. Hopfen in Form von vakuumierten Pellets im Kühli. Hefe bislang nur trocken oder selbst gezogen; ein einziges Mal habe ich frische Hefe einer Brauerei bekommen können.

Was die gemeinschaftliche Nutzung angeht: Hier wohnen nicht viele Nutzer auf engem Raum zusammen, daher ist die Anschaffung für "nur" einen Brauer schon sinnvoll. Auch hier spielt der Gedanke mit, dass man spontan brauen möchte, nicht erst nach Absprache mit einigen oder vielen anderen Nutzern. Klar könnte ich mich auch mit Bielsteinbräu absprechen, er ist der nächste hier, aber das sind auch ca. 30km bis zu ihm; zumindest im Winter habe ich wenig Lust, die paar km mit dem Krad zurücklegen zu müssen... Im Ruhrgebiet mag das anders sein, aber auf dem flachen Land sind Synergie-Effekte deutlich seltener anzutreffen.
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#29

Beitrag von StJack » Donnerstag 21. Mai 2015, 22:54

Hagen hat geschrieben:Eine gute 'Malzmühle ist schon eine feine Sache. So selten wie die meisten sie gebrauchen und sie ungenutzt in der Ecke steht und wie wenig sie verschleißt,bin ich ja ein großer Freund des Gemeinschaftskaufs, wenn man Brauerkollegen in der Nähe wohnen hat.
Hagen hat geschrieben: In den Niederlanden ist sowas üblich. Deutsche meinen ja zumeist, sie müssten alles alleine haben.
Ich habe es ihm ja angeboten:
StJack hat geschrieben:Du kannst ja für den Anfang auch gelegentlich mal einen aus Deiner Gegend besuchen, der eine Mühle hat und Dir das mal schnell durch dreht. Für zwei Flaschen selbstgebautes schrote ich Dir Deine fünf sechs Kilo gerne. :Drink

Mir macht das schroten auch einfach Spaß.
Scheint aber kein Interesse daran zu haben. :P
Der Arzt sagte zum alten amerikanischen Komiker W.C.Fields, dass er sein Gehör verliert, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. Darauf W.C.Fields: Das Zeug, das ich mein Leben lang getrunken habe war so viel besser als das Zeug, das ich gehört habe...

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#30

Beitrag von MissSilviasEx » Freitag 22. Mai 2015, 07:53

Oh Mann! Ihr seid der Hammer! ...und verstärkt nur noch mein Dilemma :D

Eine eigene Mühle zu besitzen, die im Keller mit (idealerweise) ein paar Säcken Malz nur auf mich wartet ist schon eine *räusper* geile Sache :)

Mill-sharing ist eine ziemlich smarte Idee. Hier im Raum Köln/Düsseldorf sollte der ein oder andere Brauer zu finden sein, der für Gringos wie mich die Walzen rollen lässt.

Und kaufmännisch kann man mit der Mälzerei im Umkreis eventuell doch einen business case rechnen, der keinen totalen Kontrollverlust suggeriert.

Herzlichen Dank für Euren Input. Meine Gedanken (Barebone Maltmill importieren, Mattmill Kompakt mit Colaflasche, Corona woher?, Malzmischung & gut, den ganzen Krempel verticken & auf Club Mate umsteigen) rotieren jetzt über meinem Kopf mit neuer Höchstgeschwindigkeit :)

nobody2k
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#31

Beitrag von nobody2k » Freitag 22. Mai 2015, 08:36

Mein Tip: nimm eine günstige, das reicht locker...
Grüße,
Christoph

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Sauhamml Seppl
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#32

Beitrag von Sauhamml Seppl » Freitag 22. Mai 2015, 11:22

Hallo!

Ich bin der Meinung, dass eine eigene Malzmühle erst ab einer gewissen Größenordnung und/oder einer gewissen Anzahl an Suden pro Jahr Sinn macht.
Ich braue in der Einkocherklasse im Durchschnitt 7 Sude pro Jahr. Da brauche ich keine Mühle. Lieber bestelle ich mir das Malz geschrotet, kostet ein paar Cent Aufpreis aber das ist es gerade im kleineren Maßstab wert. :Greets

Wenn man sich mittels Gewinnschwellenanalyse ausrechnet, wann eine Mühle (nur die Mühle, kein Zubehör wie z. B. Trichter, Schaufel, Lagerbehälter für ungeschrotetes Malz) sich rentiert hat, dann überlegt man schon, ob sich der Kauf einer Mühle auszahlt.
Nimmt man zum Beispiel den Versandhandel, bei dem ich meine letzte Bestellung getätigt habe her, so wird dort ein Aufpreis von 25 Cent für das Kilogramm geschrotetes Malz verlangt.
Die günstigste Mühle dort im Angebot ist eine von Hand betriebene mit kleinem Trichter oben drauf um 60 Euro. --> Die Gewinnschwelle für diese Mühle wird erreicht nach dem Kauf von 240 kg geschrotetem Malz.
Das billigste dort angebotene Modell eines bekannten Herstellers liegt preislich bei 167 Euro. --> Bei diesem Modell liegt die Gewinnschwelle beim Kauf von 668 kg geschrotetem Malz.

Dadurch sieht man, dass sich eine Mühle erst bei einer größeren Produktionsmenge an Bier pro jahr amortisiert. Zusätzlich muss man halt auch beachten, dass man zusätzliches Zeug im Haus oder im Keller herumstehen hat (Behälter für Malz usw.) und man wird sich ja auch nicht zig Sorten Malz auf Lager legen. Da hat man mit der geschroteten Bestellung schon den Vorteil, dass man z. B. die nächsten 3 Sude planen kann und dann aufs Gramm genau die Zutaten bestellen kann, die man will oder braucht. Dadurch verräumt man sich nicht unnötig Platz.

Grüße, Seppl :Drink
"Wenn du dir das Leben nehmen willst, musst du hier schön warten, bis ich wieder rauskomme."

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#33

Beitrag von Hopfenplotz » Freitag 22. Mai 2015, 11:45

Sauhamml Seppl hat geschrieben:Hallo!

Ich bin der Meinung,
...
Nimmt man zum Beispiel den Versandhandel, bei dem ich meine letzte Bestellung getätigt habe her, so wird dort ein Aufpreis von 25 Cent für das Kilogramm geschrotetes Malz verlangt.
Die günstigste Mühle dort im Angebot ist eine von Hand betriebene mit kleinem Trichter oben drauf um 60 Euro. --> Die Gewinnschwelle für diese Mühle wird erreicht nach dem Kauf von 240 kg geschrotetem Malz.
...

Grüße, Seppl :Drink
Hallo,

die Rechnung geht aber nur auf, wenn das Malz auch tatsächlich zu Versandhandelskonditionen gekauft wird. Bei Direktkauf in der Mälzerei kann der Kilopreis durchaus bei 50-60 cent liegen.
Die Einsparung gegenüber dem geschroteten Malz liegt dann leicht bei 1,-- €/Kilogramm. Sprich, die Mühle hat sich schon nach gut 60 kg gerechnet :Wink .

VG

Marcus
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#34

Beitrag von Cpt_Dirk » Freitag 22. Mai 2015, 11:50

Ich fürchte mein Braumeister wird sich nie amortisieren. :Shocked

Dirk

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#35

Beitrag von dingenz » Freitag 22. Mai 2015, 11:54

Hopfenplotz hat geschrieben:
Sauhamml Seppl hat geschrieben:Hallo!

Ich bin der Meinung,
...
Nimmt man zum Beispiel den Versandhandel, bei dem ich meine letzte Bestellung getätigt habe her, so wird dort ein Aufpreis von 25 Cent für das Kilogramm geschrotetes Malz verlangt.
Die günstigste Mühle dort im Angebot ist eine von Hand betriebene mit kleinem Trichter oben drauf um 60 Euro. --> Die Gewinnschwelle für diese Mühle wird erreicht nach dem Kauf von 240 kg geschrotetem Malz.
...

Grüße, Seppl :Drink
Hallo,

die Rechnung geht aber nur auf, wenn das Malz auch tatsächlich zu Versandhandelskonditionen gekauft wird. Bei Direktkauf in der Mälzerei kann der Kilopreis durchaus bei 50-60 cent liegen.
Die Einsparung gegenüber dem geschroteten Malz liegt dann leicht bei 1,-- €/Kilogramm. Sprich, die Mühle hat sich schon nach gut 60 kg gerechnet :Wink .

VG

Marcus
Dazu kommen Versandkosten pro Bestellung von etwa 6 €... :Wink


Man kann das rechnen wie man will, gibt auch genug Argumentationsmöglichkeiten für beide Seiten. Ich glaube an der Stelle gibt es kein "besser als".

Edit: Wollte damit keinem unterstellen, dass er eine Seite pauschal "besser als" die andere Seite sieht.
Zuletzt geändert von dingenz am Freitag 22. Mai 2015, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
dingenz

Braurechner.de - Frei nutzbare Web-App zur Berechnung verschiedener Kennzahlen, die beim Hobbybrauen benötigt werden.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#36

Beitrag von Hopfenplotz » Freitag 22. Mai 2015, 11:55

Cpt_Dirk hat geschrieben:Ich fürchte mein Braumeister wird sich nie amortisieren. :Shocked

Dirk
Nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten wohl wahrscheinlich tatsächlich nicht :P

VG
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#37

Beitrag von Seed7 » Freitag 22. Mai 2015, 11:56

amortisieren
Ihr faehrt ja auch alle einen Daihatsu Cuore,

Ingo (wie schon gesagt, ab den fuenften sued)
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#38

Beitrag von jemo » Freitag 22. Mai 2015, 15:08

Das lohnt sich in jedem Fall. Dreimal Versandkosten entspricht ungefähr einem 25kg-Sack PiMa bei Avangard...
Viele Grüße,
Jens

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#39

Beitrag von nobody2k » Freitag 22. Mai 2015, 15:16

Kommt eben immer auf den Preis der Mälzerei an, 60-70 cent der Kilo Malz ist die Regel...
Grüße,
Christoph

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#40

Beitrag von Corvus » Freitag 22. Mai 2015, 15:46

Ich denke es ist so wie Ingo sagt.
Bei mir war es ganz "fies": Ich hatte mir zu meinem ersten Sud seiner Zeit die MattMill von Sönke (not) geliehen und konnte dann nicht mehr ohne und musste mir die dann direkt zulegen, quasi von Anfang an. Ich fand auch, dass das - gerade zu Beginn - ein teures Unterfangen war, bereue aber rein gar nichts. Ganz im Gegenteil. Manchmal kann man sich die Umwege zu besserer "Hardware" einfach sparen und sie direkt kaufen.

LG
Andreas

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#41

Beitrag von Quietschi » Dienstag 16. Juni 2015, 23:51

Ich habe mir jetzt so eine Walzenmühle aus Edelstahl bestellt und bin gespannt darauf wie schnell ich jetzt 10 -12 Kilo geschrotet hab. Bisher hatte ich einen Corona-Nachbau, diese Mühle reicht für die Einkocherklasse.
Seit Februar hab ich den Braumeister 50 und da ist die Menge an Malz mehr als doppelt so groß. Ich habe das Glück, dass in der Nähe die Avangard Mälzerei in Gelsenkirchen ist, da bin ich schnell da und kann dann 3-4 Säcke Malz günstig einkaufen. Bis sich meine Ausgaben amortisiert haben werde ich wohl mindestens 10 Jahre brauchen, aber das spielt für mich keine Rolle, ich kann jederzeit den Braumeister anschmeißen und eine Vielzahl von Bieren spontan brauen.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#42

Beitrag von blub24 » Mittwoch 17. Juni 2015, 00:58

Hi,

um mal auf die Frage zurückzukommen, die vor gut 40 posts ganz am Anfang mal gestellt wurde.

Ich habe für mich gerechnet, dass ich gut eine Tonne Malz für den Break Even schroten muss, und mich darauf hin gegen eine Mühle entschieden.

Grüße,

Nikolas
Der Geschmack der mich an den meisten Bieren stört ist der der fehlt.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#43

Beitrag von gulp » Mittwoch 17. Juni 2015, 01:16

Break Even beim Hobbybrauen? :popdrink Sachen gibts. Da gewinnt wohl der Betriebswirt gegen den Philosophen, schrööcklech! :Angel :Greets

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#44

Beitrag von grüner Drache » Mittwoch 17. Juni 2015, 06:49

blub24 hat geschrieben:


Ich habe für mich gerechnet, dass ich gut eine Tonne Malz für den Break Even schroten muss,
Da taucht ein neues Hobbybrauer - Prädikat auf. Wer sich sicher ist, dass er nach der Kosten/Nutzen-Abwägung 100% vertretbar Bier macht, der nennt es "Break-Even-Pale--Ale" oder " Break-Even-Bock" et cetera.... :Wink
Nein, Spaß bei Seite, es sind natürlich berechtigte Überlegungen. Letztendlich gibt es da aber kein "lohnt sich" oder "lohnt sich nicht"
Würde ich meine Angelausrüstung nach den Kriterium "lohnt sich", also in Form von verwertbaren Fisch, messen, so dürfte ich die nächsten zehn Jahre keinen Angelladen mehr betreten. :puzz
Da ist die Hobbybrauerei schon ergiebiger :Wink
Naja, ich denke was Viel mehr zählt ist die Begeisterung mit der man ein Hobby betreibt, dadurch erhält das Leben mehr Bedeutung und man bekommt ein ausgeprägteres Gehirn - und man hat beim lieben Gott ne Menge zu erzählen, wenn man in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist :Angel
Allzeit gut Sud!
:Drink
Ciao, Alex!
Der grüne Drache zu Wasserau - Dort brauen sie ein Bier so braun, dass selbst der Mann im Mond kam schauen ...

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#45

Beitrag von diapolo » Mittwoch 17. Juni 2015, 07:00

Morgen,
ich hatte am Anfang auch immer geschrotetes Malz bestellt. Problem für mich war immer, dass ein "Spuckrest Malz" übrig geblieben ist und man nie "spontan" brauen konnte.
Ich habe mir nach nem halben Jahr der Hobbybrauerei eine Mattmill Klassik zugelegt. Ich bereue diese Ausgabe nie, das Malz kommt jetzt aus ner Mälzerei um die Ecke. Besser gehts meines erachtens nicht.

Ich sage Ja zur eigenen Mühle!

Mfg

Bernd
"Ich mag Bier, du magst Bier"
Quaterback 40 "Ich mag Bier"
http://www.raitersaicher.de

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#46

Beitrag von inem » Mittwoch 17. Juni 2015, 12:00

blub24 hat geschrieben: Ich habe für mich gerechnet, dass ich gut eine Tonne Malz für den Break Even schroten muss, und mich darauf hin gegen eine Mühle entschieden.

Hi,
mich würde die Rechnung interessieren, ich komme wie viele hier auf eine Ersparnis von einem Euro pro Kilo Malz, was bei einer Tonne eben 1000 Euro wären und damit deutlich über den meisten Hobbymühlen. Und das wo ich Versandkosten vernachlässige, die ja auch das Ergebnis nochmal verbessern würden.

Ich habe für meine Mühle knappe 300 ausgegeben, das ist doch ein Faktor 3 der da reinspielt.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#47

Beitrag von jemo » Mittwoch 17. Juni 2015, 12:13

inem hat geschrieben:
blub24 hat geschrieben: Ich habe für mich gerechnet, dass ich gut eine Tonne Malz für den Break Even schroten muss, und mich darauf hin gegen eine Mühle entschieden.

Hi,
mich würde die Rechnung interessieren, ich komme wie viele hier auf eine Ersparnis von einem Euro pro Kilo Malz, was bei einer Tonne eben 1000 Euro wären und damit deutlich über den meisten Hobbymühlen. Und das wo ich Versandkosten vernachlässige, die ja auch das Ergebnis nochmal verbessern würden.

Ich habe für meine Mühle knappe 300 ausgegeben, das ist doch ein Faktor 3 der da reinspielt.
Die Rechnung stimmt so auch nicht. Ein Kilo geschrotetes PiMa kostest bei HuM € 1,80 + Versand.
Für einen 25kg-Sack PiMa zahle ich bei Avangard 17,- Euro, macht 0,68 Euro pro Kilo. Ersparnis also 1,12 Euro pro Kilo.
Eine MattMill kostet mit Kurbel und reichlich Holz zum Trichterbasteln weniger als 250,- Euro, Chinamühlen wahrscheinlich ein Drittel.

Wobei es im Kern nicht um Ersparnis geht, sondern eher um die Freiheit spontan zu brauen. Zudem ist es ein Hobby, also von den Kosten her eh defizitär. Eine Modelleisenbahn wird ja auch nicht nach Gewinn oder Verlust beurteilt.
Viele Grüße,
Jens

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#48

Beitrag von Trisman » Mittwoch 17. Juni 2015, 12:18

Wenn man aber davon ausgeht, dass man keinen Zugruff auf Sackweise Brauereimalz hat (oder keine Lagerkapazitäten für 25kg Säcke), dann ist der Preisunterschied zwischen geschrotetem und ungeschroteten in den einschlägigen Shops bei ca 15-20 Cent anzurechnen. Bei einer Mattmill Kompakt, die etwa 170€ kostet kommt das mit der Tonne Malz in etwa hin.

Für mich macht unsere Malzmühle aber aus dem Grund schon Sinn, dass wir dann auch spontan einen Brautag einlegen können und nicht darauf angewiesen sind kein geschrotetes Malz da zu haben. Ungeschrotetes lässt sich einfach länger lagern. Und man muss sich ja nicht unbedingt 25kg pro Sorte auf Lager legen, ein paar Kilo von jedem Basismalz reicht ja für spontane Aktionen.

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#49

Beitrag von Boludo » Mittwoch 17. Juni 2015, 12:23

Wer ernsthaft ausrechnet, ab wann sich seine Braugeräte amortisiert haben, hat glaub den Sinn eines Hobbys nicht richtig verstanden:
Zeit und Geld zum Fenster rauswerfen.
Und dabei jede Menge Spaß haben.

Stefan

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Re: Ab wann macht eine Malzmühle Sinn?

#50

Beitrag von inem » Mittwoch 17. Juni 2015, 12:34

Also dass Hobbybrauen keinen Gewinn macht ist schon klar. Dennoch ist es zulässig sich zu überlegen ob die Kosten im Verhältnis zu den Vorteilen der Gerätschaft stehen. Ich kaufe mir auch kein Mantelgekühltes ZKG wenn ich einen Sud zu 20 Liter im Jahr mache. Mache ich alle 2 Wochen einen 2hl Sud, dann gebe ich auch für die Gärführung mehr aus.
Und in einem Fall wie einer Malzmühle die auf längere Sicht sogar eine Ersparnis bringt, fließt das natürlich auch in die Entscheidung mit ein, ob es mir die Kosten für den Komfort wert sind.

In meinem Fall hatte ich vorher eine ungeeignete Getreidemühle, mit der ich mein Malz gemahlen habe. Da ging es für mich nicht um neuen Komfort, sondern um besseres Schrotbild, leichteres Läutern, bessere SHA. Da überlege ich auch ob ich 300 für eine MattMill ausgebe.
Ich bereue sie übrigens nicht, es hat sich subjektiv gelohnt.

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